Sven Svenson Die Auserwählten

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Inhaltsangabe zu „Die Auserwählten“ von Sven Svenson

Manch einer unter uns ist auserwählt, etwas Besonderes zu tun. Der eine weiß es, der andere nicht. Und was für den einen gut ist, erscheint dem anderen schlecht. Ob Reisen zu den Sternen, die Eroberung der Welt, oder der Einzug ins Paradies - in den Kurzgeschichten dieser Sammlung gibt es verschiedenste Blickwinkel, Ansätze und Ausführungen.
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  • Wahlmöglichkeiten – Rezension zu „Die Auserwählten“ von Sven Svenson

    Die Auserwählten

    buchwanderer

    29. October 2016 um 17:57

    „Es traf ihn schmerzlich, sich inmitten aufblühender, emporstrebender Natur zu befinden, und daran nicht beteiligt zu sein.“ (S.83)1) Zum Inhalt: Über 10 Kurzgeschichten hinweg spannt Sven Svenson einen Bogen, der im Titel bereits seinen ebenso simplen wie aussageschweren Niederschlag findet: auserwählt sein. Nicht immer haben die Akteure seiner Texte Einfluss auf eben diese Wahl, sei es nun, dass sie als Ziel einer zeitüberdauernden Liebe („Impetus“) als Ziel der Zuneigung erwählt wurden, sei es dass sie der schlichten Arterhaltung dienen sollen („Mondsüchtig“) oder zur Belustigung einer sensationssüchtigen Meute an Unterhaltungskonsumenten („Die Kuppel“) – ein Schelm, wer hier einen Aktualitätsbezug vermuten sollte  – vorgeführt werden.Es geht stets um Wahlmöglichkeiten, so trist auch die „reale“ Situation sein mag („Der Ausflug“, „Die Kuppel“), stets ist es eine Wahl, die getroffen wird, sei es nun vom oder für den Handelnden. Die hierbei wohl eingdringlichste Erzählung – ohne dabei den anderen deren Reiz absprechen zu wollen – dürfte „Kategorie“ sein: welche Wahl, welche unterschiedlichen Entscheidung würde man in unterschiedlichen Kulturen , unterschiedlichen Zeiten, unterschiedlichen Lebensrahmenbedingungen treffen, gleichwohl sich die Grundeinstellung, der Charakter als ein ähnlicher und wertfreier Part dabei erweist. Zum Inhalt des Bandes: Impetus, Der Springer, Ein Leben, Kategorie, Die Besucher, Der Ausflug, Die Wahl, Ayas Oase, Mondsüchtig, Die Kuppel Fazit: Viel Gespür kann man dem Autor in Bezug auf die Zusammenstellung der Kurzgeschichten attestieren. Sie stellen einen breiten Fächer des Erzähltalents Sven Svensons unter Beweis und ein Gespür für die dem Moment innewohnende Möglichkeit, welche zu Nutzen der Mensch seinen freien Willen – so man denn an einen glauben will – einzusetzen verpflichtet ist. Dass Svenson ein Faible für SciFi als Genre hat, daraus macht er keinen Hehl, es wäre jedoch auch erheblich zu kurz gegriffen ihn nur dieser Sparte der Belletristik zuordnen zu wollen; so stellt sich für mich als Leser das Buch als eine gelungene Aus-Wahl seiner Geschichten dar.

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