Sven Svenson Planet der Sandblumen: Roman

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Inhaltsangabe zu „Planet der Sandblumen: Roman“ von Sven Svenson

Willard Zwei ist ein junger Mann, der völlig in seiner Arbeit als Terraformer aufgeht. So wie auch die wenigen, anderen Bewohner des Planeten Yellow führt er ein ruhiges und beschauliches Leben, bis er eines Tages einen Schaden an einer seiner Moosplantagen entdeckt. Er will diesen näher betrachten und stößt dabei auf ein seltsames Objekt. Doch niemand will ihm glauben, als er davon berichtet. Im Gegenteil: man wirft ihm vor, das Objekt nur erfunden zu haben, um von dem Vergehen abzulenken, dessen man ihn nun beschuldigt.

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  • Allegorisches Terraformen…

    Planet der Sandblumen: Roman

    buchwanderer

    12. November 2015 um 08:23

    „Man hatte ihm Wertvorstellungen vorgegeben, die er sich zu eigen gemacht hatte. Doch diese Werte entpuppte sich nun als Vorwände, als Ablenkung und letztendlich als unwahr.“ (S.76) Zum Inhalt: Terraformen, das ist es was Willard Zwei als seine Lebensaufgabe sieht. Darin geht er auf, definiert seine Position in einer kleinen überschaubaren Gesellschaft mit definierten Regeln, einem Halt bietenden Kodex und klaren Aufgabengebieten. („Es gab Regeln – eindeutige Bedingungen, an die sich jeder zu halten hatte, auch wenn diese noch so enttäuschend, vielleicht sogar ungerecht, frustrierend oder sonst was waren.“ (S.19)) Ein grundsätzlicher Fehler, der sich in dieses System eingeschlichen hat, bedingt jedoch ein offensichtliches Ungleichgewicht zwischen der Anzahl von Männern und Frauen der kleinen Gesellschaft auf dem Planeten, der aufgrund seiner Sandfarbe Yellow genannt wird. Doch auch für dieses Malheur finden die Räte eine scheinbar für alle tragbare Lösung. Über diese und viele andere, „Lösungen“ nachzudenken, dazu kommt Willard erst, als sein Leben gleich zweifach aus der Bahn – und er aus der Gemeinschaft – geworfen wird: er wird zum einen Zeuge eines schändlichen Verstoßes zweier Yellener, wobei er unbedarfter Weise für die Folgen daraus zum Handkuss kommt, zum anderen entdeckt er bei der Kontrolle seiner riesigen Moosplantagen ein Objekt… ein lebendes Objekt. Auf diesem schmutzfarbenen Sandplaneten gingen die Yellener stets davon aus die einzigen zu sein, das einzig Richtige zu tun und gemeinsam ein einziges Ziel zu verfolgen. Wie jedoch mit diesem Fremden ungehen? Einem Fremden, welches auch noch „besser“ als die Yellener mit der Umwelt zurecht kommt, keinerlei offensichtliche Aggression an den Tag legt, ja sogar zuvorkommend und aufreizend höflich zu Tage tritt. Die ohnehin fragile Welt der Yellener erleidet schnell Schlagseite, schwelende Konflikte erhalten Nahrung durch das Aufdecken eklatanter Ungerechtigkeiten, die bisher schlicht zugedeckt wurden. Der immense innere Druck, den eine jüngere Generation mit neuen Ideen und vor allem unbequemen Fragen provoziert, sucht einen Weg sich zu manifestieren. Das fast schon leise, verhaltene Aufeinanderprallen zweier Weltbilder – jenes der Yellener und jenes der Neuankömmlinge – , kumuliert nicht in einem gigantischen Krieg, einer epischen Schlacht oder dergleichen. Viel subtiler, unaufhaltsamer, dadurch jedoch noch intensiver nimmt die Geschichte einen Lauf, welcher die Yellener nicht einmal vor die Frage / die Wahl nach dem Überleben stellt, diese wurde schon lange vor der Geburt des ersten ihrer Gesellschaft beantwortet. Fazit: Bis dato kannte ich Sven Svenson vor allem als Autor von kurzweiligen, teils recht hintergründigen Kurzgeschichten, dessen Schreibstil in den Geschichten einer kontinuierlichen Entwicklung unterliegt und so zum einen schwer kategorisierbar, zum anderen jedoch stets frisch im Ausdruck und vielseitig in der Darstellung ist. Was der Autor mit seinem ersten Roman jedoch zu Tage fördert, das liegt im wahrsten Sinne des Wortes einen Quantensprung weiter. Es ist definitiv kein Hochgeschwindigkeitstext! Die fesselnde Komponente liegt vielmehr in der drängenden Intensität mit der der Handlungsbogen rund um Willard Zwei, seine Rolle in einer von Geburt an sterbenden Gesellschaft und deren Auseinandersetzung mit einer sich verändernden Umwelt gespannt wird. Gerade dieses beinahe vollständige Verzichten auf reißerische, action-geladene Passagen, trägt dazu bei, die vielen subtilen Höhepunkte im erzählerischen Fluss um so intensiver wirken zu lassen. Sprachlich stellt der Text über 170 Seiten einen Lesegenuss dar, der zum einen eine in sich (ab)geschlossene, fast schon minuziös detailierte Geschichte vor dem inneren Auge entwirft, zum anderen aber nie langweilig oder gar langatmig wird. Was das Buch zu einem ganz besonderen Leseabenteuer macht, sind die unaufdringlichen und dennoch unübersehbaren Analogien zu einer Zeit, die in unsere (reale) Geschichte schlicht als „die Wende“ eingegangen ist. Zum Buch: Die Verleimung des Buchblockes ist für ein BoD Buch sehr stabil ausgeführt, Typografie und Druck sind ansprechend, einzig die Schrift ist grenzwertig klein gehalten. Positiv fällt auch die Gestaltung des Covers aus, sowohl was Material als auch Motiv anbelangt. In Summe ein auch optisch ansprechendes Buch.

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