Sven Wedekin

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Das erste Kind.

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Das erste Kind

Das erste Kind

 (4)
Erschienen am 21.07.2015

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Rezension zu "Das erste Kind" von Sven Wedekin

Das erste Kind auf dem Mars
loraleevor 3 Jahren

Schön! Schöner Schreibstil, schöne Story, tolle Action! Dies ist ein Science Fiction, der nicht am Rande einer Dystopie entlangschrammt oder sich mit technischen Details überfrachtet. Dieser Science Fiction ist positiv, er macht Hoffnung und hat einen leicht philosophischen Touch. Er untersucht, wie Menschen sich im Weltall zueinander verhalten. Er ist eine Mutter-Kind Geschichte, eine kleine Liebesgeschichte und enthält Action, wie man es von einem Science Fiction erwartet. Ach ja, Außerirdische spielen auch eine Rolle.

Eine Kolonie von Wissenschaftlern soll in minutiöser und jahrhundertelanger Kleinarbeit eine atembare Atmosphäre auf dem Mars aufbauen und durch Terra-Forming den Planeten für die Erdenbewohner bewohnbar machen. Denn die Erde platzt im Jahr 2078 aus allen Nähten. Die Ressourcen sind aufgebraucht, Kriege, Umweltkatastrophen und Überbevölkerung tun ihr Übriges. Auf dem roten Planeten taucht auf einmal ein Artefakt aus unerklärlichem Material auf und gleich darauf wird eine Wissenschaftlerin der Kolonie schwanger.

In der Geschichte geht es um das Kind dieser Wissenschaftlerin, das erste Kind, das auf dem Mars unter mysteriösen Umständen geboren wird. Das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter steht im Mittelpunkt. Das unsichtbare Band zwischen ihnen - wissenschaftlich nicht erfassbar - ebenso wie das unsichtbare Band zwischen den beiden und dem Artefakt. Es geht auch um die Rolle, die Andrew, so heißt das Kind, für die Besiedlung des Mars spielt. Es geht um Menschlichkeit und die Hoffnung auf ein neues menschenwürdiges Leben auf dem Mars. Ein Neuanfang.

Was mich besonders beeindruckte, war der Mut zur Lücke. Woher kamen die Außerirdischen? Was genau bezweckten sie mit dem Artefakt? Wo ist die Verbindung mit den Menschen? Ungelöste Rätsel, die einer Kolonie von Wissenschaftlern schieres Kopfzerbrechen bereitet. Bis sie einfach hinnehmen müssen, dass es keine Antworten gibt. Punkt. Und als Leserin vermisse ich diese auch nicht.

Das Ende der Geschichte ist sehr actionreich. Hier werden Perspektivwechsel als Spannungsverstärker eingesetzt. Der Epilog erinnert mich an die Beschreibung des spirituellen oder biblischen Paradieses, für meinen Geschmack etwas zu kitschig. Ich höre auf den letzten Metern Tom Jones beim Abspann des Films Mars Attacks mit den Vögeln zwitschern.

Wenn du einen Science Fiction im klassischen Stil lesen und dich gut und positiv unterhalten möchtest, dann ist dieses Buch in jedem Fall zu empfehlen.

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Rezension zu "Das erste Kind" von Sven Wedekin

Konnte mich leider nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte
_Vanessa_vor 3 Jahren


Durch Umweltverschmutzung und Rohstoffausbeutung ist das Leben auf der Erde fast unmöglich, weswegen die Menschen begonnen haben, den Mars durch Terraforming in einen wie die Erde bewohnbaren Planeten zu verwandeln. Während eines Routineeinsatzes an einem der Generatoren entdeckt die Ingenieurin Elisabeth Newman ein merkwürdiges Artefakt, das vor langer Zeit von fremden Wesen am Vulkan Olympus Mons zurückgelassen worden sein muss. Das Artefakt stellt ein absolutes Rätsel dar und kurz nachdem Elisabeth Newman es mit in ihr Labor genommen hat, geschehen seltsame Dinge mit ihr..


Meine Meinung:
"Das erste Kind" klang nach einem wirklich interessanten und spannenden SciFi-Roman, der mich sehr neugierig gemacht hat. Ich war gespannt, was die Geschichte so mit sich bringt, was es mit dem Artefakt auf sich hat und wie das Leben auf dem Mars dargestellt wird.

Das Buch spielt im Jahre 2078, der Prolog liegt aber noch viel weiter in der Zukunft, in der der Mars bevölkert ist, sodass man schon ein klein wenig erahnen kann, auf was die eigentliche Story hinauslaufen wird. In der geht es nämlich darum, den Mars für die Menschen bewohnbar zu machen.
Diesen Teil der Geschichte, auf den auch das Hauptaugenmerk gelegt wurde, finde ich wirklich sehr interessant, allerdings hatte es in meinen Augen ein paar Längen, die nicht hätten sein müssen, ich fand es insgesamt wenig spannend, die eigentlich spannenden Szenen kamen in meinen Augen ein wenig zu kurz und hätten deutlich mehr Spannung vertragen können, und bis auf eine Wendung am Anfang brachte das Buch kaum Überraschungen mit sich. Das klingt jetzt alles viel negativer, als ich es tatsächlich meine, denn an sich kam das Buch gut ohne übermäßig viel Action, Spannung und Wendungen aus. Der Handlungsverlauf ist einfach viel zu interessant, konnte mein Interesse die ganze Zeit aufrechterhalten und mich mehr oder weniger auch so überzeugen. Ich habe das Buch gerne gelesen und hatte in paar schöne Lesestunden.

Der Schreibstil des Autors liest sich gut und flüssig, erzählt wird das Buch aus der Sicht eines außenstehenden Erzählers, was meiner Meinung nach sehr gut zur Handlung passte.

Zu den Charakteren fand ich leider überhaupt keinen Zugang, ich wurde mit keinem so richtig warm und ich fand sie insgesamt ein wenig leblos, austauschbar, was ich schade fand. Überzeugen konnten sie mich aber zumindest so, dass sie nicht unglaubwürdig wurden oder den Handlungsverlauf nicht nachvollziehbar machten.

Fazit:
"Das erste Kind" ist ein interessanter SciFi-Roman, der mich insgesamt leider nicht so überzeugen konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzt einiger Kritikpunkte konnte mir das Buch aber ein paar schöne Lesestunden bescheren. Sehr gute drei Sterne von mir!

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Rezension zu "Das erste Kind" von Sven Wedekin

Toller Schreibstil und Charaktere
Luilinevor 3 Jahren

Heute gibt es eine Rezension zu dem Science-Fiction-Roman "Das erste Kind" von Sven Wedekin. 

Kurzinformationen:
Verlag: Verlag in Farbe und Bunt (iFuB)/

Seitenzahl: 272 / Erscheinungsjahr: Mai 2015

ISBN: 978-3-941864-41-2 / Preis: 7,49€ (eBook)

Zum Inhalt:

Das Jahr 2078: Das Leben auf der Erde ist durch Rohstoffausbeutung und Umweltverschmutzung beinahe unmöglich geworden. Die Menschen haben deshalb damit begonnen, den Mars durch Terraforming in einen bewohnbaren Planeten zu verwandeln. Während eines Routineeinsatzes entdeckt Ingenieurin Elisabeth Newman in der Nähe des Vulkans Olympus Mons ein fremdes Artefakt, das offenbar vor langer Zeit von unbekannten Wesen auf dem Roten Planeten zurückgelassen wurde. Diese Entdeckung könnte die Rettung der Menschheit bedeuten - oder ihren Untergang.

Meine Meinung:

Momentan finde ich dieses Thema rund um den Mars sehr spannend und habe mich deshalb sehr auf das Buch gefreut. Die Geschichte spielt im Jahr 2078, aber im Epilog ist man noch weiter in der Zukunft. Dort ist der Mars schon bevölkert und die Menschen leben dort quasi wie auf der Erde. Die Hauptgeschichte ist dann die Erzählung, wie es dazu gekommen ist, dass die Menschen so auf dem Mars leben können. 

Direkt am Anfang ist mir der Schreibstil aufgefallen. Der Autor schreibt wahnsinnig flüssig und es hat richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen. Auch die Protagonistin Elisabeth gefällt mir sehr gut vom Charakter her. Mir gefällt besonders, dass der Autor eine weibliche Hauptprotagonistin gewählt hat. Sie lebt eher für sich und zurückgezogen. Am wichtigsten ist ihr die Arbeit. Auf der Erde hat sie nichts mehr gehalten, weshalb sie nun in der Kolonie auf dem Mars lebt und arbeitet. Später lernen wir noch den jungen Arzt Dr. Morelli kennen, den Elisabeth am Anfang gar nicht leiden kann. Generell scheint sie am Anfang relativ unsympathisch und Morelli ist da ein guter Gegenspieler, der ihr auch mal kontra gibt.

Schon bald stellte sich heraus, dass sie Geschichte in eine Richtung ging, mit der ich nicht gerechnet habe. Der Titel verrät es eigentlich schon, aber ich möchte darauf nicht näher eingehen, da ich sonst schon zu viel verraten würde! Grundsätzlich hat mir diese Wendung aber gefallen. 

Obwohl man im Klappentext schon erfährt, warum die Menschen den Mars besiedeln wollen, hätte ich mir da noch mehr Informationen gewünscht. Ich hätte gerne mehr über die Lebenssituation auf der Erde erfahren.  

Das Buch hat zwar keine Längen, aber manchen Stellen waren meiner Meinung nach etwas zu ausführlich behandelt. Das Ende und der große Showdown hingegen waren sehr spannend und rasant geschrieben. 

Es gibt immer mal wieder Perspektivwechsel, was die Geschichte noch interessanter gestaltet und sie abwechslungsreicher macht. 

Fazit: 

Mir hat das Buch gut gefallen, besonders der Schreibstil und die Charaktere konnten mich überzeugen.Allerdings habe ich noch keine wirklichen Vergleichsmöglichkeiten und mich konnte die Geschichte nicht zu hundert Prozent packen. Trotzdem gefällt mir die Idee dahinter sehr gut und das Buch hat Lust auf mehr aus diesem Genre gemacht! Zum Glück habe ich schon Nachschub: "Der Marsianer" und "Red Rising". 

Daher gibt es von mir gute 3 Sterne!

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