Svend Leopold Goethes Katze

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Inhaltsangabe zu „Goethes Katze“ von Svend Leopold

Ein Kater am Hof Napoleons zog 1806 als Kaiserliche Biwakkatze mit in den Krieg und begegnete in Weimar dem Dichter Goethe, den er so bewunderte, dass er sich entschloss bei ihm zu bleiben und selbst Dichter und Denker zu werden. Im Hause Goethes konnte er scharfsinnige Beobachtungen über das gesellschaftliche und literarische Leben in Weimar anstellen. Und dann sorgte der Hofrat Goethe auch noch höchstpersönlich für eine Beförderung in die Theaterwelt, wo ihm äußerst höflich seine Ernennung zur Herzoglich Weimarischen Theaterkatze mitgeteilt wurde…
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  • Rezension zu "Goethes Katze" von Svend Leopold

    Goethes Katze

    Zumpi

    25. February 2010 um 13:29

    Klappentext: “Ein Stück Lebensgeschichte Goethes, aus der Katzenperspektive erzählt. Eine amüsante Lektüre für Goethe- und für Katzenfreunde.” Die Zeit Amüsant ist dieses Buch auf jeden Fall. Und für Katzenfreunde sowieso. Und ja, man erfährt auch das ein oder andere Detail aus dem Leben Goethes. Aber ob man dafür unbeding Goethefreund sein muß, lass ich mal dahingestellt. Goethes Katze ist der Sohn der Schoßkatze von Kaiserin Josephine, seinerzeit die Gemahlin von Napoleon Bonaparte, einziger Überlebender aus einem Wurf süßer Kätzchen die alle durch Napoleon selbst ums Leben kamen. Sobald er einem Kätzchen ansichtig wurde, wurde das arme Wesen getreten und flog im hohen Bogen in den Kamin wo es verbrannte. Leider erfährt der Leser nicht ob nicht seitens der Kaiserin der Versuch unternommen wurde diese Kätzchen zu retten. Goethes Katze lebte zusammen mit seiner Mutter in einem Nähkästchen der Kaiserin, in dem sich auch ein Buch vom werten Goethe aus Weimar befand. Goethes Katze hat es immer verstanden Napoleon aus dem Weg zu gehen um so dem gleichen Schicksal wie seinen Geschwistern zu entgehen. Nichtsdestotrotz fühlte sich der junge Kater von Napoleon angezogen und bewunderte diesen für seine Kriegslust und der Tatsache das Napoleon für Witwen und Waisen gefallener Soldaten sorgte. Bei der nächsten Gelegenheit, als Napoleon wieder in den Krieg zog, folgte der junge Kater den Soldaten und damit natürlich auch Napoleon. Er versteckte sich oft im Proviantwagen und ließ es sich gut gehen. Es war eine lange Reise mit vielen Schlachten und der kleine Kater sinnierte über eben diesen Umstand und bewunderte Napoleon, der den Befehl keine Häuser zu plündern und den Überlebenden eines Ortes ein Haar zu krümmen. Wer diese dennoch tat wurde sofort hingerichtet. All die toten Soldaten, das donnern von Kanonenkugeln gefielen dem Kater. Er konnte sich kein besseres Leben vorstellen. Eines Tages gelang es ihm sogar ins Zelt von Napoleon vorzudringen. Dieser entdeckte die Katze, packte sie ins Nackenfell und schmiß sie kurzerhand vor die Tür. Wie freute sich da Goethes Katze. Der Kaiser hatte ihn berührt. Wenn auch auf eine unangenehme Art und Weise. Aber Berührung ist Berührung. Irgendwann gelangte Napoleon mit seinen Mannen und der Katze auch nach Weimar. Der Kater erinnerte sich plötzlich an das Buch welches sich seinerzeit in dem Nähkästchen der Kaiserin Josephine befand und beschloss Goethe einen Besuch abzustatten. Dieses tat er dann auch im Gefolge einiger Soldaten. Sie drangen in das Haus Goethes ein, wurden aber durch einen markerschütternden Schrei der Haushälterin Christine an ihren bösen Absichten gehindert. Die Soldaten verließen unverrichterter Dinge das Haus Goethes. Der kleine Kater beschloß zu bleiben und sein Leben zu ändern. Statt Soldat wollte er jetzt lieber Dichter und Denker werden. Es dauerte auch nicht lang bis er Freundschaften mit anderen ansässigen Katzen schloß und sich einen Namen in der Gemeinde machte. Man hatte Respekt vor ihm. Und überall wo er auftauchte nannte man ihn nur Goethes Katze. Eines Tages aber, er war gerade auf dem Heimweg, packte ihn jemand ins Genick, schmiß ihn einen Sack und nahm ihn mit. Weit, weit entfernt von Weimar fand sich Goethes Katze dann auf einem Bauernhof wieder, wo er vom Bauern schwer mißhandelt wurde. Man sperrte ihn in einen Schuppen, gab ihm nichts zu fressen und erwartete das er Mäuse fing. Widerwillig fügte sich Goethes Katze anfangs in sein Schicksal, bis ihm die Flucht gelang. Wie aber sollte er zurück nach Weimar finden? Hier beginnt eine lange, leidensvolle Odysee an deren Ende Goethes Katze seine Schwanzspitze und eine Pfote eingebüßt hat. Das Buch liest sich sehr leicht obwohl Goethes Katze teilweise Gewalt verherrlicht. Dennoch hat man beim lesen nie das Gefühl, das das jetzt etwas Schlimmes ist. Es gehört einfach zur Geschichte, die erzählt wird, dazu. Am Ende des Buches sagt selbst Goethes Katze das dieses seine Memoiren sind, er aber nicht sagen wird was davon jetzt wahr ist und was gelogen. Dichtung oder Wahrheit. Denn genauso lautet der Untertitel dieses Buches. Ich kann ruhigen Gewissens dieses Buch weiterempfehlen. Eine tolle Lektüre, die sich angenehm lesen lässt

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