Svenja Flaßpöhler

 3,3 Sterne bei 44 Bewertungen
Autorin von Die potente Frau, Sensibel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Svenja Flaßpöhler (© Privat)

Lebenslauf

Svenja Flaßpöhler kommt 1975 im westfälischen Münster zur Welt. Heute arbeitet die promovierte Philosophin freie Autorin und als Redakteurin für das Magazin "Psychologie Heute", das "Deutschlandradio", den "Deutschlandfunk" und die Wochenzeitung "Freitag". Für ihr Buch "Mein Wille geschehe. Sterben im Zeitalter der Freitodhilfe" (2007) erhält sie den Arthur-Koestler-Preis. Svenja Flaßpöhler lebt mit Mann und Tochter in Berlin.

Alle Bücher von Svenja Flaßpöhler

Cover des Buches Die potente Frau (ISBN: 9783550050763)

Die potente Frau

(16)
Erschienen am 02.05.2018
Cover des Buches Sensibel (ISBN: 9783608987157)

Sensibel

(8)
Erschienen am 20.05.2023
Cover des Buches Streiten (ISBN: 9783446280045)

Streiten

(6)
Erschienen am 23.09.2024
Cover des Buches Verzeihen (ISBN: 9783570553633)

Verzeihen

(3)
Erschienen am 27.11.2017
Cover des Buches Wir Genussarbeiter (ISBN: 9783421044624)

Wir Genussarbeiter

(3)
Erschienen am 05.09.2011
Cover des Buches Mein Tod gehört mir (ISBN: 9783570552278)

Mein Tod gehört mir

(3)
Erschienen am 08.10.2013
Cover des Buches Mein Wille geschehe (ISBN: 9783937989273)

Mein Wille geschehe

(2)
Erschienen am 20.04.2007
Cover des Buches Zur Welt kommen (ISBN: 9783896675620)

Zur Welt kommen

(1)
Erschienen am 18.03.2019

Neue Rezensionen zu Svenja Flaßpöhler

Cover des Buches Sensibel (ISBN: 9783608983357)
L

Rezension zu "Sensibel" von Svenja Flaßpöhler

leselust
Überzeugende Analyse - mutmachend

Svenja Flaßpöhler, eine hochgescheite, moderne Philosophin (Chefredakteurin des Philosophie Magazins), führt uns in die Problematik der Übersensibilität der heutigen Zeit über einen großen Umweg bis zum Mittelalter. Muss das sein? Nein, muss nicht sein, ist aber unglaublich bereichernd. Wenn sie dann zu Freud und zur Psychoanalyse kommt, zum 1. und 2. Weltkrieg, zu traumatisierten Soldaten, da schließt sich konsequent der Kreis des Verstehens. Warum wir so aufgeregt reagieren, wenn es um sprachliche Ausrutscher oder gender-unsachgemäße Grammatik geht, warum wir sehr achtsam sein müssen, wenn es zu rassistischen Übergriffen kommt, analysiert sie scharf und plausibel. Dass der Strukturalismus, ja, sogar die internationale Pharmaindustrie zu den heutigen Empfindlichkeiten beigetragen haben, muss man erst mal verdauen. Flaßpöhlers Resümee läuft darauf hinaus, weniger übersensibel zu reagieren und stattdessen die eigene Resilienz zu stärken, selbstbewusst verbale Attacken an sich abprallen zu lassen, denn solche Zumutungen gehören zu einer demokratischen, heterogenen, pluralistischen Gesellschaft.

Nicht jede sich neu definierende Gruppe mit geschlechtlicher, sexueller, genetischer, kultureller, ethnischer Distinktion muss sich als traumatisiert stilisieren, um adäquaten Respekt einzufordern.

Man muss Flaßpöhler keineswegs inhaltlich immer beipflichten. Allein das Sternchen-Binnen-Unter/Schrägstrich-Problem so ausdifferenziert diskutiert zu sehen, macht mir persönlich Freude und Mut. Man darf auch immer mal wieder auf das generische Maskulinum zurückgreifen, anstatt die Grammatik mit Sternchen zu behängen.

 

Cover des Buches Sensibel (ISBN: 9783608983357)
Sternenstaeubchens avatar

Rezension zu "Sensibel" von Svenja Flaßpöhler

Sternenstaeubchen
Versachlichung der Debatte mit Luft nach oben

Die erste „Begegnung“ mit Svenja Flaßpöhler hatte ich, als sie bei Lanz saß und recht vernünftige Dinge sagte. Und nun also ein Buch zum Thema Sensibilität – als Ursache oder Lösung bei gesellschaftlichen Themen? Oder womit hat man es hier zu tun?

 

Einleitend erfährt man hier etwas über den Riss in unserer Gesellschaft, über Formen bzw. Dimensionen von Sensibilität und erfährt, worauf Flaßpöhler mit dem Buch zielt. Damit ist man dann schon mal im Thema, bei dem es um den Prozess der Sensibilisierung (Historie) geht, ebenso wie um die Kraft von Verwundungen (was ist die Folge, eher Resilienz oder Sensibilität?), um MeToo, PTBS, Ambivalenz von Sprache, Hochsensibilität und vieles mehr. Insgesamt schlägt sie damit den Bogen von dem, was man (gerade noch) sagen kann, ohne als übergriffig, unsensibel oder sonstiges zu gelten, bis zu „eingemachteren Fragen“ à la „Wann ist etwas eine bloße Berührung, wann Belästigung?“ Und es kann Verständnis wecken, etwa für Hochsensible.

 

Was man aus dem Buch mitnehmen kann, ist vermutlich ganz unterschiedlich: Man kann es lesen als Bericht bzw. Analyse, aber auch als Denkanregung sehen (Warum verkehrt sich etwas engwicklungsgeschichtlich positiv zu Wertendes in sein Gegenteil? Sind wir empfindlich(er) geworden oder befeuern (soziale) Medien diese Entwicklung?). Mit ihrem Selbsttest, wozu man eher neigt, Resilienz oder Sensibilität, hält sie einem ggf. den Spiegel vor. Und wie bei so vielem im Leben wird man nach der Lektüre erkennen, dass möglicherweise der (gesunde) Mittelweg der beste ist (Einfühlungsvermögen ist nur so lange erstrebenswert wie man nicht selbst in die Rolle des Gegenübers schlüpft und sich abschottet, Stichwort „Bubbles“). Einiges von dem, was man hier lesen kann, ist sicher nicht neu (es geht um Kipppunkte, um Selbst und Gesellschaft und die Antagonisten Sensibilität und Resilienz), die Neuigkeit besteht wohl eher in der Perspektive bzw. der philosophischen Annäherung. Die gelingt weitgehend unterhaltsam, kommt jedoch nicht ohne wissenschaftliche (und somit eben teilweise fachsprachliche Ausdrücke) Basis aus. Bei der Bewertung in Sternen schwanke ich zwischen 3 und 4. Geht es darum, manche Debatte zu versachlichen, bekäme sie 4 Sterne; geht es darum, Bilder zu entwerfen, Lösungen aufzuzeigen (wie immer man das nennen will), bekäme sie 3 Sterne, denn da ist noch Luft nach oben. Ich entscheide mich für 3 Sterne, also den (gesunden) Mittelweg zwischen 1 und 5 Sternen.

Cover des Buches Die potente Frau (ISBN: 9783550050763)
beccariss avatar

Rezension zu "Die potente Frau" von Svenja Flaßpöhler

beccaris
Für eine starke Weiblichkeit

Kurz und prägnant erörtert die Autorin reelle Möglichkeiten, den Opferstatus der Frauen endlich hinter sich zu lassen und selbstbestimmt das eigene Leben anzugehen und patriarchale Denkmuster abzulegen. Entgegen den massenmedialen Diskussionen um #meetoo und den teilweise gehässig geführten Meinungsverschiedenheiten um Gendergerechtigkeit plädiert sie für eine selbstbewusste Weiblichkeit, die nicht auf moralischen Zwang und Negativität setzt, sondern ihre Durchschlagskraft durch positive, individuelle Verantwortlichkeit beweist. Um das Mögliche aus der Wirklichkeit zu realisieren und aktiv, offensiv und klug zu einer Gesellschaft beizutragen, in der alle die gleichen Chancen haben, dazu kann jede Person gleichermassen beitragen. Ein destruktiver Dialog und verhärtete Fronten tragen dazu wenig bei.

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