Svenja Flaßpöhler Mein Tod gehört mir

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Inhaltsangabe zu „Mein Tod gehört mir“ von Svenja Flaßpöhler

Wie wollen wir sterben?

Kann es eine Gesellschaft verantworten, den Suizidwunsch eines Menschen zu unterstützen? Gibt es eine Pflicht zu leben? Ab wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert – und wer darf das entscheiden? In ihrem einfühlsamen und nachdenklichen Buch nähert sich Svenja Flaßpöhler der Suizidassistenz aus philosophischer, kulturgeschichtlicher und journalistischer Perspektive und geht der Frage nach, unter welchen Bedingungen eine Beihilfe moralisch vertretbar ist.

In der Schweiz gibt es mit Exit und Dignitas zwei Organisationen, die sterbewillige Menschen bei ihrem Freitod unterstützen. Das deutsche Strafgesetzbuch sieht bislang keine explizite Regelung vor – doch die Debatte um selbstbestimmtes Sterben wird geführt. Svenja Flaßpöhler hat sich als Philosophin und Journalistin intensiv mit dem assistierten Suizid beschäftigt. Sie stellt die verschiedenen Standpunkte und ihre eigenen Gedanken in eine spannungsvolle Beziehung zueinander und erzählt von zwei Freitodbegleitungen in der Schweiz, bei denen sie anwesend war. 'Mein Tod gehört mir' ist eine fein balancierte Auseinandersetzung mit dem Pro und Kontra der in der Öffentlichkeit immer wieder emotional diskutierten Suizidassistenz und ein Plädoyer dafür, sie unter strengen Kriterien gesetzlich zu erlauben.

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  • IUst der Mensch wirklich der Herr über sein eigenes Leben und auch seinen Tod?

    Mein Tod gehört mir

    WinfriedStanzick

    03. December 2013 um 10:58

        Der Arzt und Schriftsteller Martin Winckler hat in seinem gerade erschienenen Roman „Es wird leicht, du wirst sehen“ das Thema der Sterbehilfe in einer beeindruckenden literarischen Weise bearbeitet.   In dem hier vorliegenden Buch der deutschen Philosophin Svenja Flaßpöhler nähert sich Autorin dem immer aktueller werdenden Thema in philosophischer und  kulturgeschichtlicher Sicht, nimmt aber auch eine das Buch leicht lesbar machende journalistische Perspektive ein, und fragt, unter welchen Bedingungen eine Beihilfe zur Selbsttötung auf Wunsch moralisch vertretbar ist.   Wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert – und wer darf darüber entscheiden? Nur der Einzelne selbst ? Und: ist der Mensch wirklich der Herr über sein eigenes Leben und auch seinen Tod?   Der vielleicht provozieren sollende Titel „Mein Tod gehört mir!“ erinnert an die Abtreibungsdebatte vergangener Zeiten. Hier wurde zwar eine gesetzliche Regelung gefunden, doch die betroffenen Frauen bleiben weiterhin allein gelassen und müssen die Entscheidung mit sich selbst ausmachen und vor allen Dingen oft ein Leben lang die Verantwortung dafür allein tragen.   Doch ich glaube, auch hier bei diesem Thema Sterbehilfe sind die Barrieren längst eingerissen, die die christliche Religion etwa zu diesem Thema seit zwei Jahrtausenden aufgebaut hatte. Nachdem ihm eine gnadenlose Moderne unendliche Freiheit geschenkt hat, soll der Mensch nun auch noch die Verantwortung übernehmen für seinen eigenen Tod.   Der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio, den Flaßpöhler übrigens mir unverständlicherweise nicht wahrnimmt, hat in seinem Buch „Über das Sterben“  gesagt:   "Die Hoffnung auf ein ewiges Leben ist - zumindest hier auf Erden - nicht realisierbar. Aber die Hoffnung auf ein menschenwürdiges Lebensende unter guter Betreuung wird für immer mehr Menschen Realität. Dazu bedarf es der Mitarbeit aller: der Professionellen und der Ehrenamtlichen; der viele verschiedenen Berufsgruppen, der Angehörigen und der Patienten. Dann kann es tatsächlich möglich sein, gute Voraussetzungen für jenes Ziel zu schaffen, das Rainer Maria Rilke unvergleichlich formuliert hat: 'O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not.'"

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