Svetlana Lavochkina

 4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Puschkins Erben.
Autorenbild von Svetlana Lavochkina (©Svetlana Lavochkina-Gitin)

Lebenslauf von Svetlana Lavochkina

Svetlana Lavochkina (Gitin) ist Autorin sowie Übersetzerin ukrainischer und russischer Lyrik. Geboren und aufgewachsen in der östlichen Ukraine, lebt sie heute mit ihrer Familie in Leipzig, wo sie als Kolumnistin und Lehrerin arbeitet. Lavochkina schreibt auf Englisch, ihre Texte wurden bisher vor allem in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien in den USA und Großbritannien veröffentlicht. 2013 wurde ihre Novelle »Dam Duchess« mit dem Pariser Literaturpreis ausgezeichnet. Der Roman »Puschkins Erben«, im Original »Zap«, stand 2015 auf der Shortlist vom Tibor Jones Pageturner Preis in London.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Svetlana Lavochkina

Cover des Buches Puschkins Erben (ISBN: 9783863912420)

Puschkins Erben

 (9)
Erschienen am 01.10.2019

Neue Rezensionen zu Svetlana Lavochkina

Neu

Rezension zu "Puschkins Erben" von Svetlana Lavochkina

Stammt die Familie Katz tatsächlich von Puschkin ab?
Jeanette_Lubevor 8 Monaten

Dieses Buch erschien 2019 in der Verlag Voland & Quist GmbH und beinhaltet 364 Seiten.
Zunächst befinden wir uns im Jahr 1820 und erfahren über den berühmten Dichter Alexander Puschkin,dass er auf seinem Weg in die Verbannung durch das ukrainische Nest Zaproschje reist und dort ungeahnte Spuren hinterlässt.
Dann,150 Jahre später,versammelt sich die jüdische Familie Katz zur Silvesterfeier, und hinter verschlossenen Türen wird geflüstert, dass die Familie ganz sicher von Puschkin abstammt. Es handelt sich hier um eine dunkel schimmernde Familiensaga von verschrobenen Träumern, von unterdrückten Sehnsüchten, inniger Literaturverehrung und trotziger Selbstbehauptung angesichts einer profanen sowjetischen Realität.
Die Autorin Svetlana Lavochkina hat einen ausgezeichneten Schreibstil. Zunächst dachte ich, dass es schwierig sein würde, dieses Buch zu lesen. Nachdem ich aber die ersten Seiten gelesen habe, konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen. Zunächst erfahren wir etwas über Puschkin, der wohl ein Mensch zwischen Wahnsinn und Genie war. Ich fand es sehr interessant und beeindruckend, zu erfahren, wie er wohl so gewesen ist. Im nächsten Teil erfahren wir dann etwas über das Leben in der damaligen UdSSR. Ich fand die Sprache zunächst ziemlich derb, auch der Humor war sehr sarkastisch. Da ich selbst in der damaligen DDR gelebt habe, konnte ich jedoch einige Parallelen zu diesem Leben erkennen, was mich doch ziemlich zum Schmunzeln brachte. Ich finde, dass es sich hier um eine amüsante, aber auch sehr ernste Geschichte handelt, und ob die Familie Katz nun tatsächlich von Puschkin abstammt, das werdet ihr nur erfahren, wenn ihr dieses Buch selbst lest! Ich empfehle es euch auf jeden Fall! Das Leben in der damaligen Sowjetunion und auch im heutigen Russland war und ist nicht leicht. Ich war selbst schon in Sankt Petersburg, war fasziniert von der Schönheit der Stadt, von den lieben Menschen. Wenn man sich dann mit ihnen unterhält weiß man, dass sie ihr Land lieben, obwohl das Leben nicht leicht ist. Ich liebe dieses Buch und diese Geschichte, danke, Svetlana Lavochkina, für diese faszinierende, aufregende, humorvolle, aber auch ernsthafte Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hat und mir Puschkin ein wenig näher brachte!

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Puschkins Erben" von Svetlana Lavochkina

Puschkins Erben hinterlassen gemischte Gefühle - Literatur zwischen Wahn und Wirklichkeit
miss_atticosvor 9 Monaten

Im Sommer 1820 verweilt der berühmte Nationaldichter Alexander Puschkin auf seinem Weg in die Verbannung im ukrainischen Zaporoschje und hinterlässt dort seine Spuren. 150 Jahre später feiert die jüdische Familie Katz gemeinsam Silvester und es wird gemunkelt, dass diese von Puschkin abstammt. 

Puschkins Geschichte ist nur ein Nebenstrang der Hauptgeschichte, sozusagen die Einleitung. Diese führt uns heran an außergewöhnliche Personen, die sich an Skurrilität und Wahnwitz nichts schenken - Puschkins Erben. Knoblauch, Katz und Winter treffen aufeinander und liefern sich ein Wettrennen. Mark Knoblauch, der sich nach Amerika sehnt und sich der Sowjetunion entziehen möchte, Alka Katz - Hemingwayverehrerin und die Frau, die über allen anderen steht, wie es scheint - und Josik Winter, Puschkinverehrer durch und durch. Die Literatur lässt ihn sogar seine Ehepflichten vergessen. Aber nicht nur diese treiben die Geschichte voran, sondern auch noch die anderen Verwandten. Das Buch beginnt vielversprechend und hinterließ bei mir einige Wow-Effekte und das brauche ich auch beim lesen. Im Mittelteil hatte ich meine Schwierigkeiten überhaupt dabei zu bleiben. Der Wechsel zwischen den einzelnen Personen war mir zu schnell, zu wenig in die Tiefe gehend. Gegen Ende hin hatte mich dann die verrückte Geschichte der ganzen Familie wieder in seinen Bann gezogen. So unglaublich skurril und verrückt. Für mich befand sich jede einzelne Figur auf eine Art Selbstfindungstrip. Mit dem Sozialismus habe ich doch eher immer angestaubte langweilige und stereotype Menschen verbunden, die nicht frei sind in ihrem Denken. Dann doch auf so extreme und irre Personen zu stoßen - darauf war ich nicht gefasst. Das Ende war ganz nach meinem Geschmack - zusammen mit den verschiedenen Zeitungsartikeln und Mark's Briefen an Josik war der Schluss perfekt abgerundet. Begeistert bin ich auch von der Sprache der Autorin. Die Geschichte lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück, vor allem, weil es mich im Mittelteil leider nicht so sehr überzeugen konnte.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Puschkins Erben" von Svetlana Lavochkina

Puschkin schlägt auf den Magen
onepoundofbaconvor 9 Monaten

"Puschkins Erben" ist zwar ein unterhaltsames Buch, aber auch eines, dass teilweise unangenehm aufstößt: die Charaktere spielen alle mit offenen Karten, Motivationen sind kein Rätsel und auch mit Vulgärem wird nicht hinterm Berg gehalten. Passend dazu wirkt der Schreibstil von Svetlana Lavochkina oft harsch und krass. Verschnorkelungen und Langatmigkeit sucht man vergebens (hierfür gebe ich einen kleinen Punkt Abzug, weil die Sprünge von Person zu Person und die Erzählgeschwindigkeit für meinen Geschmack etwas zu viel waren). 


Aber die Autorin schafft es eine Geschichte zu erzählen, die einen direkt mitnimmt in die UDSSR der 70er Jahre mit allen Facetten und dabei noch mehrere Figuren so zuschreiben, dass jede einzelne glaubhaft ist und ihre eigenen Ziele verfolgt. Der Verlauf der Geschichte ist ebenso unerwartet wie geradlinig und damit absolut unterhaltsam. Ich kann mich nicht erinnern je so dermaßen falsch zu liegen was das Ende der Hauptfiguren angeht.

Ein paar Worte noch zur Gestaltung: das gebundene Buch ist optisch ein Augenschmaus und passt perfekt zur Geschichte. Das ist leider sehr selten der Fall bei der Covergestaltung und verdient es hier nochmal erwähnt zu werden.


Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Puschkins Erben

In dieser Leserunde möchten wir euch einladen, mit uns über Svetlana Lavochkinas frisch erschienenen Roman "Puschkins Erben" zu sprechen. Ihr habt außerdem die Chance eines von 10 Rezensionsexemplaren zu gewinnen. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und einen regen Austausch!

»Die Trauerweiden lächelten matt. Das Gras, sanft wie Lammwolle, stand voller weicher, scheuer Kornblumen. Die nächste Sakkade erfasste ein steiles Ufer: ein Spiegel so breit wie ein Leben, das blaueste Blau des Dnjepr, ein Fluss wie aus einer anderen Welt. Nun glaubte Puschkin den Geschichten Gogols, jenes verrückten ukrainischen Schriftstellers, der jedes Mal vor seiner Tür stand, wenn Puschkin gerade ein Nickerchen machen wollte oder wenn er Damen empfing, egal, ob adlige oder gewöhnliche.«

Alles beginnt im Sommer 1820: Alexander Puschkin, wer kennt ihn nicht, ist auf dem Weg in die Verbannung. Mit ihm reist sein ach so treuer Begleiter Nikita. Bei einem wilden Bad im Fluss Dnjepr bei Zaporoschje verliert er seinen wertvollen Türkisring und bekommt daraufhin starkes Fieber. In der von Juden geführten Herberge wird Alexander Puschkin von der reizvollen Frau Rosa umsorgt. Neun Monate später gebärt sie ein Kind.

156 Jahre später: Am 31. Dezember 1976 feiert die Familie Katz in einer großen Runde Silvester. Alle sind gekommen. Selbst die über Ernest Hemingway promovierende Alka hat den langen Weg aus Moskau auf sich genommen. Doch sie ist mal wieder genervt von der provinziellen Rückständigkeit ihrer Verwandten, einzig der schöne Schwarzmarktkaufmann Mark aus Odessa scheint sich vom familiären Pöbel abzuheben. Schließlich nutzt Möchtegernpoet Josik, Ehemann von Alkas Cousine Rita, die Gelegenheit, Mark seine große Entdeckung zu verkünden: Die Familie stammt vom berühmten russischen Dichter Alexander Puschkin ab!


Hier geht's zur Leseprobe

Website zum Buch

Zur Teilnahme einfach auf "Jetzt bewerben" klicken und eines von zehn Exemplaren gewinnen. Dazu noch unsere Bewerbungsfrage: Was verbindet ihr mit der Sowjetunion?

Wir freuen uns auf einen regen Austausch in der Community und Veröffentlichung eurer Rezensionen auf Amazon, Thalia und natürlich auf LovelyBooks!

Ilka & Sebastian von Voland & Quist

141 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Svetlana Lavochkina im Netz:

Community-Statistik

in 10 Bibliotheken

von 1 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Svetlana Lavochkina?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks