Swantje Berndt

 4,2 Sterne bei 157 Bewertungen
Autorenbild von Swantje Berndt (©)

Lebenslauf

Ich schreibe Romane, weil ich es muss. Die Geschichten belagern meinen Kopf und geben keine Ruhe, bis sie von mir auf realem und digitalem Papier gebannt wurden. Das märchenhaft Fantastische durchdringt sie ebenso wie das sinnlich Düstere. Ich verbiete ihnen nicht den Mund, wenn sie mir von sich erzählen, sondern lasse sie plaudern, bis das letzte Wort vor mir steht. Solltest du zwischen den Seiten verlorengehen, oder dich umzingelt von Sätzen festlesen, geschieht das auf eigene Gefahr. Wenn du möchtest, kannst du gerne auch auf https://www.swantje-berndt.de oder sbnachtgeschichten.com stöbern.

Botschaft an meine Leser

Herzlich Willkommen auf meiner Autorenseite bei Lovelybooks! Hier  findet ihr vor allem Contemporary Fantasy mit einer gehörigen Portion Sinnlichkeit und viel Platz für Tagträumereien. Weltenwanderer, Nachtmahre, verwunschene Biester und Wiedergeborene  brennen darauf, euch ihre Geschichten zu erzählen.

Alle Bücher von Swantje Berndt

Cover des Buches Das Biest in ihm (ISBN: 9783864430787)

Das Biest in ihm

 (37)
Erschienen am 01.07.2012
Cover des Buches Bündnis der Sieben - Der Tod und die Diebin (ISBN: 9783864431388)

Bündnis der Sieben - Der Tod und die Diebin

 (29)
Erschienen am 01.05.2013
Cover des Buches Geflügelte Seelen, Band 1 (ISBN: 9783944504216)

Geflügelte Seelen, Band 1

 (17)
Erschienen am 08.08.2014
Cover des Buches Nachtjäger (Eine Rose für das Biest 1) (ISBN: B07N2PG584)

Nachtjäger (Eine Rose für das Biest 1)

 (12)
Erschienen am 23.01.2019
Cover des Buches Aus Feuer und Licht (ISBN: 9783734734700)

Aus Feuer und Licht

 (10)
Erschienen am 07.12.2016
Cover des Buches Das Schlehentor (ISBN: 9783741252501)

Das Schlehentor

 (10)
Erschienen am 30.03.2020
Cover des Buches Eine Feder für Wölfe (ISBN: 9783944504117)

Eine Feder für Wölfe

 (8)
Erschienen am 01.04.2014
Cover des Buches Das Galgenweib (ISBN: 9783736847163)

Das Galgenweib

 (9)
Erschienen am 24.01.2015

Videos

Neue Rezensionen zu Swantje Berndt

Cover des Buches Nachtjäger (Eine Rose für das Biest 1) (ISBN: B07N2PG584)
Mousekins avatar

Rezension zu "Nachtjäger (Eine Rose für das Biest 1)" von Swantje Berndt

Fesselndes Buch
Mousekinvor 5 Jahren

Ein sehr schöner Schreibstil. Ich habe sehr schnell reingefunden. Ich finde es sehr interessant wie er damit umgeht und jetzt versucht es in den Griff zu bekommen. Die Hilfe bekommt er ja durch die anderen. Finde es auch schön, das Nathan ihm eine Chance gibt. Ich war sehr traurig, wie es zu Ende war.

Cover des Buches Nachtjäger (Eine Rose für das Biest 1) (ISBN: B07N2PG584)
MissRose1989s avatar

Rezension zu "Nachtjäger (Eine Rose für das Biest 1)" von Swantje Berndt

Das Biest in ihm...
MissRose1989vor 5 Jahren

Das Cover ist echt spannend gemacht, man erkennt nicht alles auf den ersten Blick, aber dieses Auge ist echt auffallend, auch die Rose an der Seite zieht die Blicke auf sich, sonst ist das Cover ja eher unauffällig. 
Vincent ist nicht ganz normal, er ist manchmal ein Monster und manchmal nicht, er kann das aber auch nicht wirklich kontrollieren und kann sich auch an die Handlungen, die er als Monster begeht, auch nicht erinnern. Im normalen Leben ist er zu Hause in Berlin sehr zurückgezogen und züchtet in seiner Villa Rosen, was schon die Rose auf dem Cover etwas mehr erklärt. Doch das Monster in ihm wird immer stärker und so kann er bald nicht mehr verbergen, was er ist, doch er trifft auf Nina, die für ihn aber Segen und Fluch gleichzeitig sein soll...
Innerhalb des Buches wird die Charakterendichte immer höher, deswegen muss man etwas schauen, dass man sich die Namen gut merken kann, weil die Beziehungen zwischen den Protagonisten auch immer komplexer werden, aber das löst Swantje Berndt sehr gut auf. Die anfängliche Verwirrung um die vielen Namen legt sich recht schnell, wenn man weiss, wie die Personen zueinander stehen. Natürlich ist Vincent die Hauptperson, aber es wird auch anderen Charakteren Raum gegeben - gerade durch die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven - und so lernt man die Clique um Vincent, die nach und nach entsteht, sehr gut kennen. Natürlich hat das auch den Effekt, dass man einige Charakter lieber mag als andere, was aber völlig normal ist. 
Swantje Berndt hat einen sehr schönen Stil, sie schafft Bilder und lässt den Leser alle Emotionen hindurch erleben, so finden sich in den beiden Teilen Freundschaft und Liebe, aber auch Verrat und Gewalt, gemixt mit einigen echt schönen Fantasyelementen, die aber sehr gut passen. Man merkt, dass sich die Autorin mit der Reihe im Vorfeld beschäftigt hat und so vieles aufbaut, was im Verlauf des 2. Bandes erst wichtig oder bedeutend wird. 
Das Buch ist ein Zweiteiler, also man hat praktisch Band 1 und Band 2 in einem Buch, so kann man erst Nachtjäger und Jagdfieber gleich in einem Zug geniessen, man muss also nicht lange warten um zu erfahren, wie das recht offene Ende von Band 1 weitergeht. 

Fazit:
Swantje Berndt schafft es mit diesem wirklich komplexen Buch alle Emotionen zu bedienen und das auch in einer schriftstellerischen Weise, die einfach nur schön und wie ein Sog ist. Leider gibt es etwas Abzug durch die wirklich hohe Dichte an Charakteren und da sich die Verbindungen erst aufbauen, begleitet diese Verwirrung den Leser einige Zeit und dann hat mich das Buch nicht komplett gepackt, es baut sich zwar gut aus im Verlauf des Buches, aber darunter leidet der Sog des des Lesens einfach etwas. 

Cover des Buches Jagdfieber (Eine Rose für das Biest 2) (ISBN: B07QY1JJYW)
B

Rezension zu "Jagdfieber (Eine Rose für das Biest 2)" von Swantje Berndt

Hat mir gut gefallen
bibra88vor 5 Jahren

Klappentext:

" Vincent erhält von Nathan die Chance, sich der Gemeinschaft der Nachtjäger anzuschließen. Dazu muss er beweisen, dass es ihm gelingt, das Biest zu beherrschen. Versagt er, droht ihm der Tod.
Doch ausgerechnet die Liebe zu Nina provoziert seine Nachtseite weit über die Grenzen jeglicher Kontrolle hinaus.
Verzweifelt erkennt er, dass ihm keine Wahl bleibt, und er stellt sich dem Unvermeidlichen.

Nathans Widersacher tritt offen in Erscheinung und fordert ihn heraus. Aufgerieben zwischen dem Verrat seiner eigenen Leute und der bitteren Entscheidung, die ihm Vincent abverlangt, versucht er einen Krieg der Gemeinschaften zu verhindern.
Sein ehemaliger Lehrer und Anführer bietet seine Hilfe an.
Und weckt damit die schlimmsten Erinnerungen in Nathans Leben."

Meine Meinung:
Mir hat das Buch von Swantje Berndt gut gefallen. Ich fand die Idee mit den Menschen, die sich in die "Monster" verwandeln gut und auch irgendwie erschreckend. 
Den ersten Teil habe ich nicht gelesen, habe aber den zweiten trotzdem gut verstanden und bin schell reingekommen. 
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch hat sich flüssig, angenehm und unkompliziert lesen lassen. 
Das Cover sieht toll aus und ist passend gewählt. 
Alles in allem ein interessantes Buch. Ein auf lohnt sich. 

Gespräche aus der Community

Lieder von Schatten und Licht

Herzlich willkommen zur Leserunde "Das Schlehentor" von Swantje Berndt. Möchtet ihr die 16 jährige Fiona gerne näher kennenlernen? Dann Bewerbt euch direkt für eines der Rezensionsexemplare.

Swantje Berndt wird die Leserunde begleiten

Inmitten der Grenzkriege zwischen der Glasstadt und dem Felsenreich Khatalah wird ein Mädchen geboren. Seine goldenen Iriden zeichnen es als Lichte aus, doch das dunkle Erbe des Vaters rauscht machtvoll in seinen Adern. 
Um es vor der Grausamkeit der Nachtfresser zu schützen, wird es in die Welt jenseits des Tores gesandt.
Die sechzehnjährige Fiona führt ein unspektakuläres Leben zwischen der Gärtnerei ihres Großvaters und den Ärgernissen des Schulalltags. 
Sie flüchtet sich in ihre Träume und lauscht der Sehnsucht, die ihr eine seltsame Melodie in die Seele wispert.
Eines Tages begegnet ihr ein Fremder mit nachtschwarzen Augen. Er behauptet, das Mädchen aus Licht und Schatten zu suchen, um es in seine Heimat zurückzubringen.


Leseprobe via Blick ins Buch
Swantje Berndt:
Ich schreibe seit 2010 Romane, Kurzgeschichten und Novellen, die seit 2012 nach und nach veröffentlich wurden bzw. werden. Anfangs arbeitete ich noch intensiv mit Verlagen zusammen, doch da ich ein ungeduldiger Mensch bin, der nicht nur ungern wartet, sondern auch für die eigenen Werke verantwortlich sein will, bin ich dazu übergegangen, viele meiner Geschichten selbst zu veröffentlichen.
Ich liebe Texte, die den Leser auf eine sinnliche Reise schicken, ohne ihn in Watte zu packen oder in zartrosa Wolken zu ersticken. Schreckliches und Zartes gehen dabei oft Hand in Hand. Ebenso wie Fantastisch-Verträumtes und Bitter-Reales. 
Jedem steht frei, in meinen Romanen zu stöbern. 
Ihr findet sie unter:

www.swantje-berndt.de


Wir suchen 6 Leser, die "JA" zu Jugendbüchern sagen und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. Wir vergeben 3x das Buch in Print und 3 x das Buch als E-Book.Bitte gebt direkt an, ob ihr digital lesen könnt und in welchem Format

Bewerbungsaufgabe: Schreibe uns deinen Eindruck zur Leseprobe


*** Wichtig ***

Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplars ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. 
Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt
Gewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

104 BeiträgeVerlosung beendet
SwantjeBerndts avatar
Letzter Beitrag von  SwantjeBerndtvor 7 Jahren
Ihr Lieben! Ich bedanke mich bei euch für die Leserunde und schätze mal, dass sie nun vorbei ist ;) Ich hoffe, sie hat euch gefallen und werde mal zusehen, dass ich den dritten Teil der Schatten-Triogie beizeiten fertig schreibe. Liebe Grüße, Eure Swantje

Der zweite Teil der Bündnistrilogie ... nach "Der Tod und die Diebin" geht es endlich weiter mit den Geheimnissen der Wiedergeborenen.

Ich lade euch herzlich zu dieser Leserunde  "Aus Feuer und Licht" ein.

Verlost werden 10 eBooks an diejenigen von euch, die mir in einem Satz schreiben, was "Engel" für sie bedeuten.

Weitere Teilnahmebedingungen (außer dem Verfassen einer Rezension auf LovelyBooks und Amazon, gerne aber auch zusätzlich auf anderen Plattformen oder Blogs): die Runde wird von jedem von uns bis zum Schluss begleitet und die Kapitel werden zeitnah und mit den anderen Lesern mehr oder weniger gemeinsam gelesen. 

Ich freue mich über eine rege Teilnahme und ausgiebige Diskussionen. 

Sollte einer von euch Band 1 bereits gelesen  oder sogar an der Leserunde zu "Der Tod und die Diebin" teilgenommen haben, wäre das prima. 


Leseprobe ...

Die Schellen aus gehärtetem Silber reflektierten das Sonnenlicht. Unerträglich hell stachen die gebrochenen Strahlen in Shemhazais Augen. Er wischte über sein Gesicht. Verteilte dabei nicht nur Tränen, sondern auch das Blut des Gebundenen.

»Hab Erbarmen, Heerführer!« Caym reckte seine Hände zu ihm hinauf. Die silbernen Fesseln klirrten.

»Erbarmen?« Für die Tochter des Ziegenhirten kam jegliches Erbarmen zu spät. Die Reste ihres Körpers lagen aufgebahrt inmitten ihrer trauernden Familie und warteten auf die Flammen. »Du vergehst dich an ihren Frauen und ignorierst, dass sie zerbrechlich und sterblich sind.«

»Wir sind hier, um sie zu knechten«, brüllte Caym. »Um ihre Seelen für die Geflügelten gefügig zu machen. Deswegen plagen wir uns mit ihrer Dummheit und ihrem Gestank.« Der Geifer rann ihm aus dem Mund. Camael musste umnachtet gewesen sein, als er Caym in das Heer der Grigori befohlen hatte. Trotz seiner Hülle aus Fleisch und Knochen glich er viel eher einem der verbannten Dämonen aus den Schattenreichen als einem Grigori des zehnten Chores.

Sie waren zweihundert. Ein Stoßtrupp, mehr nicht. Die Triaden rechneten mit keinem ernst zu nehmenden Widerstand. Sie gingen davon aus, dass allein die beeindruckende Größe und Vollkommenheit der Krieger den Menschen Respekt einflößte.

Shemhazai zügelte seine Verachtung, um dem Verurteilten nicht sofort den Kopf abzuschlagen und ihn als haltlosen Geist in dieser Welt zurückzulassen. Ein Blick zu Kepheqiah half ihm dabei. Wie immer blieb sein Freund gelassen und zeigte das mit einer beinahe arroganten Miene. Ungewöhnlich für einen Grigori. Keph hielt sich in vielen Dingen abseits.

»Eine Ziege gibt bessere Milch, wenn man sie krault, statt sie zu schlagen.« Hoch aufgerichtet ging Keph mit geschmeidigen Schritten um den Gefangenen herum und betrachtete die tiefen Wunden. Er steckte sich dabei eine Strähne zurück in den Haarknoten, als sähe er derlei täglich. »Was dir geschieht, hast du dir selbst zuzuschreiben. Shemhazai ist verpflichtet, Vergehen wie deine aufs Härteste zu bestrafen.« Gemächlich schlenderte er zu ihm zurück. »Ich könnte es nicht«, flüsterte er. »Es ist widerlich, wenn mir Blut ins Gesicht spritzt.« Er tippte an die Seite seiner Nase, um Shem zu zeigen, dass dort offenbar ein Fleck war. Shem wischte mit dem Ärmel darüber.

Ihr Auftrag lautete lernen und lehren. Bis die Menschen die nötige Reife und das Vertrauen erlangten, um ihnen ihre Seelen zu überlassen. Die Triaden wollten Sklaven. Die dritte weniger, die erste und zweite mehr. Um sie zu bekommen, mussten die Grigori die Welt aus Feuer und Licht verlassen, um im Schatten grober Körper nach brauchbarem Material zu suchen. Sie gehörten zum zehnten Engels-Chor und standen damit abseits der Triaden-Hierarchie.

Söldner. Effizient, doch für die Vielgeflügelten nicht wertvoll genug, um sich über ihr Leben Gedanken zu machen. Der Widerwille gegen das starre System dreigeteilter Macht stieß ihm bitter auf. Alle, von den Seraphim bis hinab zu den Engeln des neunten Chores, blickten mit Hochmut auf sie. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Kraft und den Mut der Grigori benötigten. Shem schüttelte den Kopf und die Gedanken an eine Heimat, die ihre Liebe ungerecht an ihre Kinder verteilte, flog mit den Schweißtropfen in die glutheiße Luft. »Du hätschelst sie!« Caym spukte Blut. Es gerann, bevor es im glühenden Sand versickerte. »Warum hat Camael dich als Heerführer ernannt und nicht Asasel? Der wäre mit diesem Pack schneller fertig geworden.«

Ein Disput mit einem Büßer? »Du vergisst dich.« Asasel gehörte in die Riege der zwölf Anführer. Für einen Waffenschmied war das eine Ehre.

Shem massierte sein Handgelenk. Weitere fünf Hiebe standen ihm bevor.

»Hätte Asasel für die Handschellen nicht schlichtes Erz schmieden können?« Kepheqiah rümpfte die Nase. »So wie das Silber glänzt, hat er Licht zwischen die Schichten gebannt.« Er reichte ihm ein Tuch. »Wisch dich ab. Das Blut dieses Mistkerls klebt immer noch an dir.«

»Er prahlt mit seiner Kunst.« Der Schmied lockte Feuerfunken in Schwertklingen und Sonnenlicht in Geschmeide. »Wenn es nach ihm ginge, wäre auch die Schaufel aus Gold, mit der wir unseren Dreck im Sand vergraben.«

Kepheqiah lachte. »Arroganter Fatzke. Kein Wunder, dass die Triaden ihm misstrauen.«

»Sie misstrauen jedem von uns.« Die oberen Chöre hielten sie für renitent. Was sie auch waren. »Sie nutzen unsere Stärke für ihre Zwecke und danken uns mit einem huldvollen Kopfnicken.« Shem spuckte aus. Der bittere Geschmack im Mund blieb.

»Nicht nur.« Keph drehte sich mit ausgestreckten Armen einmal im Kreis. »Diesmal bekommen wir wenigstens eine Aufwandsentschädigung. Auch wenn das Land nicht viel hergibt, es gehört nun uns.«

Es gab viel her – Licht, Hitze, ein rotes Glühen am Abend, ein silbernes Leuchten, bevor die Sonne aufging.

»Mein Diener nennt es die Ebene von Ninive.« Keph wies zu einem alten Mann, der mit finsterer Miene unter den Schaulustigen stand. »Er sagt, sein Urgroßvater hätte es seiner jüngsten Tochter geschenkt. Damals gehörte es niemand anderem. Wenn ich ihm erkläre, dass sich das jetzt geändert hat, spuckt er mir vor die Füße.« Seinem Lachen nach störte ihn die Bockigkeit seines Dieners nicht.

Ninive. Ein schöner Name für ein Mädchen. Er passte zu der Ebene. »Hier sind wir Herrscher, Shem. Keine Geächteten. Solange wir Sklaven liefern, lassen sie uns freie Hand.«

»Sie wussten, dass außer uns kein Chor bereit wäre, sich in diese Welt zu stürzen.« Macht ging nicht zwingend mit Mut Hand in Hand.

Shem wischte sich den nie versiegenden Schweiß ab. Dass ein materieller Körper aus sämtlichen Öffnungen leckte, war schlimm genug. Musste ihm das Wasser auch noch aus den Poren dringen?

Keph nahm mit vor Ekel verzogenem Mund das Tuch zurück. »Du bist stolz darauf, ein Grigori zu sein. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass du die Frauen der Menschen vögelst. Von deinem Status als Heerführer abgesehen, was unterscheidet dich von Caym?«

»Ich frage vorher.« Außerdem wälzte er sich nach dem Akt nicht in ihrem Blut. Caym war besessen von dem roten Körpersaft. Seine eigenen Leute hielten ihn für wahnsinnig und gingen ihm aus dem Weg.

»Und wenn deine Auserwählte dankend ablehnt?«

»Keine Ahnung.« Das war ihm bisher nie passiert. Frauen waren bezaubernd. Sie schmiegten sich an, dufteten. Wenn sie ihre Schenkel für ihn spreizten und er in eine Welt aus Gefühl und Sinnlichkeit eintauchte, vergaß er seine wahre Existenz.

Zwischen Kepheqiahs Brauen wuchs eine tiefe Falte. »Unsere Körper sind uns ausschließlich zu diplomatischen und im Notfall kämpferischen Zwecken überlassen worden. Das weißt du.«

»Sie taugen zu mehr. Probiere es aus.«

Keph zuckte zusammen, als hätte ihn die Geißel gestreift. »Niemals werde ich so tief sinken.«

»Ich sinke gerne tief.« Jede Nacht erneut. »Und ich schätze diesen Körper.« Vor allem, wenn er sich zuckend in einem Schoß ergoss. Kaum zu ertragende Empfindungen erschütterten und entzückten ihn immer wieder aufs Neue.

»Du bist vernarrt in den Haufen aus Fleisch und Knochen, weil du ihn durch deine hellen Augen begaffen kannst.« Kephs Mund verzog sich zu einem Spottgrinsen. »Die Menschen nennen dich hinter deinem Rücken Nebelmann

»Ich bilde mir nicht nur etwas auf meine Augen ein.« Auch wenn Anath das helle Grau faszinierte. Sie behauptete, die Wolken des Himmels spiegelten sich in ihnen.

Anath fiel es leicht, ihm zu schmeicheln. Sie kannte den Dank dafür und verlangte ihn oft.

Lust.

Seit er sie in einem weichen Frauenkörper gekostet hatte, wichen er und seine Männer vom Plan ab. Sie sollten Licht in die Finsternis der Menschen bringen. Das hatten sie getan. Bis in die dunklen Schöße der Frauen hinein. Und damit verstießen sie gegen den obersten Befehl – keine intimen Kontakte zu dem zu unterwerfenden Volk.

Ein Frevel, gefolgt von einem Schwur, ihn gemeinsam zu begehen. Bis auf Kepheqiah hatte ihn jeder Krieger seines Heeres geleistet. Eine Verschwörung der aufsässigen Grigori gegen ihre geflügelten Brüder. Shem lachte. Brüder. In den Augen der ersten Triade waren sie kaum wertvoller als die Menschen dieser heißen, steinigen Welt.

Der Verrat kümmerte ihn nicht. Reue? Wenn, vergaß er sie zwischen Anaths Schenkeln.

In seiner Heimat existierte keine Lust. Eine Welt aus Licht und Feuer brauchte dieses Gefühl nicht, das dem Fleisch und Blut und damit den Menschen gehörte. Jetzt, da er die Sinnenreize kannte und genoss, konnte er nicht mehr auf sie verzichten.

Doch das bedeutete nicht, dass Vergewaltigung und Mord ungesühnt blieben.



 Wer mehr möchte ... http://www.amazon.de/Aus-Feuer-Licht-B%C3%BCndnis-Sieben-ebook/dp/B00P5EPTWK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1415037739&sr=8-1&keywords=Aus+Feuer+und+Licht#reader_B00P5EPTWK

103 BeiträgeVerlosung beendet
hexe2408s avatar
Letzter Beitrag von  hexe2408vor 9 Jahren

Willkommen zu der ersten offiziellen Leserunde von „Geflügelte Seelen, Band 1: Schattenfürst“ von Swantje Berndt.

  In einem erbitterten Kampf tötet der junge Fürst der Nachtmahre versehentlich seinen grausamen Bruder. Von dessen Geliebten verflucht, verliert er seine menschliche Hülle und ist fortan zu einem Leben im Zwielicht verdammt. Auf der Suche nach seinem Körper durchwandert Ari die Träume der Menschen und begegnet dort der 17-jährigen Patrice. Die Traummelodie der Streetart-Künstlerin zieht ihn nicht nur wegen ihrer Sinnlichkeit, sondern auch wegen ihrer Widerstandskraft an. Schnell wird ihm klar, dass er sich schon lange nicht mehr so lebendig gefühlt hat. Doch das vermeidliche Glück ist nur von kurzer Dauer, denn seine Widersacher sind ihm dicht auf den Fersen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der ihn durch die Schattenwelt der Bretagne bis Amsterdam treibt. Ari wird klar, dass durch seine Liebe zu Patrice mehr als nur ein Leben auf dem Spiel steht …


 Der Ablauf

Der Verlag stellt 3 Printausgaben und 3 eBooks als Rezensionsexemplare zur Verfügung. In erster Linie bewerben sich alle für die Print – sollte jemand kein Interesse an der gedruckten Ausgaben haben, erwähnt das bitte während eurer Bewerbung. Genauso solltet ihr von Anfang an Bescheid sagen, wenn kein Interesse an dem eBook besteht.

Um teilnehmen zu können, schreibt eure Bewerbung bitte in den dafür vorgesehen Abschnitt. Dort wollen wir aber nicht nur „Ich möchte mit machen!“ lesen, sondern ein paar kleine Antworten von euch bekommen.

Habt ihr schon mal ein Buch von Swantje Berndt (aka S. B. Sasori) gelesen?

Wenn ja: Welche Bücher? Und was reizt euch so an dieser Autorin?

Was fasziniert euch an diesem Buch?

Außerdem wäre es schön, wenn ihr euren Blog (sofern ihr einen habt), verlinken könntet.

 

Nicht berücksichtig werden Bewerbungen die …

… lieblos und unvollständig sind. Bitte, gebt euch zumindest ein BISSCHEN Mühe ;)
… von Usern stammen, die noch nie zuvor ein Buch auf LovelyBooks rezensiert haben. Wir wollen uns gerne ansehen können, wir ihr eure Rezensionen schreibt.

 Die Bewerbungsfrist endet am 21. September 2014 (Sonntag). Ab Montag beginnen wir die Auswertung, sodass wir im Laufe der Woche die stolzen Neubesitzer verkünden können. Die Gewinner werden am Anfang dieses Beitrags aufgelistet und persönlich angeschrieben.

Am 25. September sollten die Rezensionsexemplare ihre neuen Besitzer erreicht haben. Jetzt kann es losgehen!

Tobt euch von Abschnitt zu Abschnitt aus und vergesst bitte auch die Spoiler-Funktion bei euren „Zwischenmeldungen“ nicht. Wir wollen niemandem den Lesespaß verderben ;)

 

Natürlich sind auch alle, die keines der Freiexemplare erhalten haben, herzlich eingeladen, an der Leserunde teilzunehmen!

246 BeiträgeVerlosung beendet
SwantjeBerndts avatar
Letzter Beitrag von  SwantjeBerndtvor 10 Jahren
Das war ein total krasses Bild. Scharf geschminkte Konturen und eine Art Federhaube statt Haaren. Wahnsinn.

Zusätzliche Informationen

Schreibt auch als: S. B. Sasori

Swantje Berndt im Netz:

Community-Statistik

in 207 Bibliotheken

auf 42 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

von 13 Leser*innen gefolgt

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