Swantje Niemann

 4,3 Sterne bei 20 Bewertungen
Autorin von Drúdir, Drúdir und weiteren Büchern.
Autorenbild von Swantje Niemann (©privat)

Lebenslauf von Swantje Niemann

Swantje Niemann wurde 1996 in Berlin geboren, und ist – unterbrochen von Aufenthalten in Bournemouth (in Südengland), Frankfurt/Oder (wohl für immer im langen Schatten von Berlin) und Bergen (in Norwegen) – mehr oder weniger dort geblieben. Sie studiert an der Europa-Universität Viadrina Kulturgeschichte. Wenn sie nicht schreibt oder liest, trainiert sie Kendo und spielt Harfe.

Alle Bücher von Swantje Niemann

Cover des Buches Drúdir (ISBN: 9783946425366)

Drúdir

 (15)
Erschienen am 19.09.2017
Cover des Buches Drúdir (ISBN: 9783946425618)

Drúdir

 (3)
Erschienen am 21.02.2019
Cover des Buches Drúdir (ISBN: 9783968150093)

Drúdir

 (2)
Erschienen am 18.09.2020

Neue Rezensionen zu Swantje Niemann

Cover des Buches Drúdir (ISBN: 9783968150093)Aleshanees avatar

Rezension zu "Drúdir" von Swantje Niemann

4.5 Sterne für einen spannenden Abschluss der Trilogie!
Aleshaneevor 7 Monaten

4.5 Sterne für einen spannenden Abschluss der Steam-Fantasy Trilogie um den magiebegabten Zwerg Drúdir!

Ich mochte schon die ersten beiden Bände der Trilogie sehr gerne - zum einen mag ich die Steampunk Elemente in Romanen, von denen ich bisher leider auch noch viel zu wenige gelesen habe, zum anderen schreibt Swantje Niemann mit einer äußerst akkuraten und hochgestochenen Art, die sich sehr von anderen abhebt. Dafür muss man sich beim lesen schon etwas konzentrieren, gleichzeitig fühlt es sich aber auch angenehm an und es passt perfekt zur Atmopshäre.

Wir bewegen uns hier mit verschiedenen Protagonisten zu einem gemeinsam Ziel, zumindest örtlich - die Motive und Hoffnungen, die hier erwartet werden, sind allerdings grundverschieden, auch wenn der Frieden für die meisten an oberster Stelle steht.

Die Zwerge sind hier die Hauptakteure, doch nicht als Minen grabende Äxteschwinger, sondern als kultivierte Anzugträger mit Hut, mit Städten und technischen Rafinessen, wie man sie im Steampunk Zeitalter erwartet.
Es gibt auch noch viele andere Völker, vor allem sind hier aber Menschen, Trolle und Elfen involviert, zwischen denen die kriegerische Vergangenheit einen Keil durch die kommenden Friedensverhandlungen treibt. Hier konnte man einen guten Draht finden dazu, wie diese alten und neuen Konflikte immer wieder störend wirken, wie alter Hass brodelt und nur wenige sich darauf einlassen können, neue Bündnisse zu schmieden. Viele Parallenen zu unseren Gesellschaft, gerade auch in Bezug auf Diskriminierung, bringen hier wichtige Themen zur Sprache.
Ich muss gestehen, dass es mir in dem Punkt manchmal zu viel an Dialogen war, die ich nicht mehr verstehen konnte, weil ich die Verbindungen der Machthaber, der Namen von Personen und Ländern, nicht mehr so auf dem Schirm hatte. Vielleicht sollte man die Bände auch zeitlich näher zusammen lesen, denn ich hab viel vergessen aus den Vorgängern und konnte die vielen Namen und Verbindungen nicht mehr gut zuordnen. Es gibt zwar hinten im Buch ein Verzeichnis, das mir aber nur bedingt geholfen hat, weil ich die Hintergründe und Zusammenhänge nicht (mehr) wusste. Auch haben mir kleine Erinnerungsstützen zu den vorigen Ereignissen gefehlt.

Ansonsten war es aber eine rundum gelungene, spannende und abwechslungsreiche Geschichte, in deren Mittelpunkt die Elfendelegation steht, in denen man auf alte Bekannte trifft; natürlich der Zwerg Drúdir, der noch immer mit seinen magischen Fähigkeiten zu kämpfen hat und einige neue Figuren, deren Rolle sich perfekt im Gefüge integriert.

Besonders Ciatha hat es mir angetan, die gerade in ihrer Sanftheit ihre Stärke gefunden hat.

Wenn sie handelte, in Bewegung blieb, würde sie vielleicht nicht fallen, wie eine Seiltänzerin, deren Vorwärtsschwung sie in Sicherheit trug, bevor sie endgültig das Gleichgewicht verlor.
Zitat Seite 319

Die Autorin schreibt im Nachwort, dass es eigentlich mehr in Richtung Liebesroman werden sollte, aber ich bin froh, dass sie dieser Anwandlung nicht gefolgt ist. Es gibt viele widerstreitende Gefühle und gefährliche Konflikte, die diese Geschichte ausmachen - auf politischer und "zwergisch" menschlicher Ebene, die genug Raum geboten haben, als sie noch mit einer Romanze zu beschweren.
Trotzdem gibt es einen Hauch von Liebe, der gerade, weil er am Rande dahinschwelt, umso berührender und richtiger erscheint.

Die Magie in dieser Welt fand ich ja von Anfang an total interessant. Die magischen Fäden, die Auren und verschiedenen Fähigkeiten sind sehr außergewöhnlich und neu durchdacht, was mir sehr gut gefallen hat. Natürlich schwelt auch in diesem Band die Angst und der Argwohn weiter gegen diejenigen, die der Magie fähig sind und auch Drúdir bekommt wieder mal Misstrauen und Ablehnung zu spüren.

Ein spannender und fesselnder Abschluss der Trilogie, der mir sehr gut gefallen und ein passendes Ende gefunden hat!

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Cover des Buches Drúdir (ISBN: 9783946425618)Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "Drúdir" von Swantje Niemann

Eine kreative Idee und tolle Umsetzung
Der_Buchdrachevor 2 Jahren

Wer nach deutschsprachigem Steampunk sucht, ist bei Swantje Niemann auf jeden Fall gut beraten. »Masken und Spiegel« ist mittlerweile der zweite Band um den magiebegabten Zwerg Drúdir, welche ursprünglich im Selbstverlag erschien und mittlerweile ein zauberhaftes Heim in der Edition Roter Drache gefunden hat.

»Nach einem teuer erkauften Triumph versucht Drúdir vergeblich, wieder in seinem alten Leben heimisch zu werden. Als sich auch noch herausstellt, dass er bei seinen zwergischen Landsleuten im Norden nicht länger sicher ist, reist er ins Herz des Kontinents, um dort Jathrades Elytti zu finden – den Mann, von dem er Kontrolle über seine nekromantischen Fähigkeiten zu lernen hofft. Doch in Ch’Ashvaenta, der Stadt, in der die Menschen ihre Gesichter hinter prachtvollen Masken und ihre Vergangenheit hinter Lügen und Auslassungen verbergen, ist nichts wie erwartet.

Als Drúdir ankommt, ist Jathrades Elytti tot – womöglich ermordet. Auf der Suche nach dem Mörder lässt sich Jathrades‘ Tochter, die junge Maskenmacherin Nodia, mit gefährlichen Verbündeten ein. Ehe die beiden es sich versehen, haben Nodia und Drúdir sich in ein Netz aus Lügen, Rache und Verdächtigungen verstrickt, aus dem sie sich nur befreien können, wenn sie herausfinden, welches Geheimnis Jathrades fünfzehn Jahre lang so sorgsam gehütet hat.«

Um Band 2 zu verstehen, muss man nicht unbedingt Band 1 gelesen haben. Man kann, wenn einem kleinere Spoiler nichts ausmachen, also durchaus auch hier einsteigen.

Ich liebe noch immer die Idee, eine klassische Fantasywelt wie die Tolkiens eine industrielle Revolution durchleben zu lassen. Because why not? Vieles ist technisiert (besonders die Zwerge sind da natürlich ganz vorn dabei) und alles, was mit der alten Zeit zu tun hat, wird verpönt. So auch die Magie, die nun aber wieder zurückkehrt.

Die verschiedenen Völker reagieren unterschiedlich darauf. Während die Menschen, wenn auch vielleicht handwerklich nicht so geschickt wie die Zwerge, sich gut an die neuen Begebenheiten anpassen können, bleiben insbesondere die Elben, die noch sehr in der alten Welt voller Magie verwurzelt sind, förmlich in der Zeit stehen und verlieren mit einem Mal quasi ihre gesamte Macht im Weltgefüge.

Ich liebe diese Aspekte des Romans und hätte so gern noch viel mehr davon! Wie die verschiedenen Gesellschaften und deren Individuen auf die veränderten Bedingungen reagieren, habe ich so gern gelesen!

Auch die Charaktere selbst sind sehr spannend dargestellt. Keiner von ihnen ist ein Stereotyp und jeder von ihnen hat seine guten und schlechten Seiten, wie auch im echten Leben nichts immer nur gut oder böse ist. Das gibt den Figuren den Anschein-, dass sie real sind, echte Menschen (und Zwerge) eben. Übrigens ist das auch einer der Aspekte, die ich auch an A Song of Ice and Fire so mag. Auch die, die eigentlich die Guten sind, haben ein wenig Dreck am Stecken – und vielleicht auch die eine oder andere Leiche im Keller. Das lässt uns die Figuren hinterfragen, sie reflektieren, auch durch andere Charaktere, und (fiktiv-)historische Ereignisse unter einem neuen Licht betrachten. Ich würde mich jetzt einfach mal ganz weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass hier Swantjes Studium der Kulturwissenschaften teils durchblitzte, was ich persönlich sehr positiv aufnehme.

Die Drúdir-Reihe ist und bleibt eine wunderbare Empfehlung für alle, die zwar gern von den klassischen Fantasy-Völkern lesen, diese aber gern einmal in einem erfrischend neuen Kontext sehen. Die Reihe baut historisch, sowohl inhaltlich als auch literarisch, auf der Tradition der High Fantasy auf, entwickelt sich daraus aber weiter. Eine tolle Idee und gelungene Umsetzung!


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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Cover des Buches Drúdir (ISBN: 9783946425618)Aleshanees avatar

Rezension zu "Drúdir" von Swantje Niemann

Eine Fülle an neuen Ideen - tolle Fortsetzung!
Aleshaneevor 2 Jahren

Es ist schon drei Jahre her, seit ich den ersten Band über den Zwerg Drúdir gelesen habe, deshalb ist es mir vielleicht etwas schwer gefallen, wieder einzusteigen. Aber es gibt einige Hinweise auf die Vorgeschichte, die allerdings nicht unbedingt relevant für den 2. Teil ist - trotzdem würde ich dazu raten zuerst den Vorgänger zu lesen: vor allem um Drúdirs innere Zweifel zu verstehen. Er reist nämlich nach Ch’Ashvaenta, um sich der Verfolgung zu entziehen, da sich durch die früheren Ereignisse seine Begabung für Magie nicht mehr geheim halten lässt. Und obwohl nicht die besonderen Kräfte der Magie an sich gefährlich sind, schürt die Ungewissheit alleine die Ängste all derer, die sich dieser Macht hilflos gegenüber sehen.

"Diejenigen die er jagt, sind schließlich anders - zu anders,
als dass die normalen Regeln für den Umgang mit ihnen gelten könnten.
Das ist tatsächlich eine beängstigend normale Einstellung." Seite 216

Die Idee der Magie, die in dieser Welt schon fast verschwunden war und jetzt wieder neue Wege sucht, fand ich total faszinierend. Natürlich zieht man Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft, in der "das Fremde" gerne ausgegrenzt und oft mit Misstrauen begegnet wird. So werden auch hier zauberische Fähigkeiten als böses Hexenwerk verunglimpft und die Ängste geschürt, dass allem Magischen etwas negatives anhaftet.

Damit Drúdir seine Fähigkeiten endlich besser beherrschen kann erhofft er sich in der Werkstatt des angesehenen Maskenmachers Jathrades Hilfe aus den alten Büchern - doch schon kurz nach seiner Ankunft wird er in Verbrechen verwickelt, deren Auslöser weit in der Vergangenheit zu suchen ist.
Ich war anfangs etwas überfordert mit den vielen Namen und Verbindungen der Personen, aber dafür gibt es am Ende des Buches ein übersichtliches Verzeichnis aller Charaktere und auch einen Rückblick über alle wichtigen Ereignisse der Revolution.
Auch lassen alte Tagebucheinträge von Jathrades, dem Maskenmacher, immer mehr Licht auf die Verschwörung fallen, die das Land der Menschen und ihre Gesellschaft geprägt haben.

Erzählt wird es abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen und so konnte man sehr gut verfolgen, welche Ziele und Irrwege jeder vor Augen hatte und man dadurch das Handeln der Einzelnen gut nachvollziehen konnte. Vor allem gab es keine überflüssigen Verwirrspiele zwischen den Charakteren, die ja oftmals gerne genutzt werden um die Handlung in die Länge zu ziehen und dann unglaubwürdig wirken. Die Figuren agieren durchweg logisch und jeder auf seine Art vorsichtig, denn die vielen argwöhnischen Vermutungen, die die Unwissenheit mit sich bringt, lassen sich nicht so einfach wegwischen.
Die Hintergründe zu jedem einzelnen verbergen erst und offenbaren dann sehr gut, dass hinter jeder Tat ein Grund, eine Absicht steckt, ein verletztes Gefühl, eine verlorene Seele, die Gerechtigkeit fordert. Auch wenn man das nicht immer gut heißen kann handeln sie nicht aus reiner Willkür, sondern aus der Überzeugung, im Recht zu sein.

Besonders schön finde ich ja hier die Magie und die Autorin versteht es ausgezeichnet, das Wirken zu beschreiben, da hat sie sich wirklich originelle neue Ideen einfallen lassen, die ich so noch nicht kannte. Ein bisschen haben mir die typischen Steampunk Elemente gefehlt, die in Band 1 mehr zur Geltung kamen. Wahrscheinlich weil sie hier in der Menschenstadt nicht mehr so vorrangig in Szene gesetzt werden - trotzdem gab es einige kleine Details, die die mechanischen Raffinessen hervorgehoben und die Atmosphäre in dieser Richtung geprägt haben.

Die Stimmung an sich war meist eher düster, denn Ängste und Morde und die Aufdeckung, wer dahintersteckt, haben die Handlung bestimmt. Der Stil ist anspruchsvoll und nicht flüchtig zu lesen, ich musste mich meist konzentrieren, um alles wahrzunehmen und nichts zu verpassen. Das Tempo hätte an manchen Stellen etwas mehr anziehen können, aber insgesamt war es ein fesselndes Zusammenspiel an Intrigen und Ungewissheiten, die in einem spannenden Finale geendet haben.

Der erste Band hat mir zwar ein bisschen besser gefallen, trotzdem eine spannende Fortsetzung und vor allem ein ungewohntes Bild, das aus den üblichen Geschichten aus dem Genre heraus sticht.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Gespräche aus der Community

Ein neues Zeitalter ist angebrochen – aber die dunkle Magie der Vergangenheit kehrt zurück!
Dampfkraft und die genialen Maschinen der zwergischen Erfinder haben die Welt unwiderruflich verändert. Magie gilt als Relikt einer Zeit, in der Zauberei und Religion Werkzeuge der Unterdrückung waren.
Deshalb ist es dem jungen Uhrmacher Drúdir nahezu unmöglich, seine magische Begabung zu akzeptieren. Doch als sein bester Freund ermordet wird, kann er nicht tatenlos bleiben.
Die Suche nach der Wahrheit führt ihn in die unterirdische Seestadt Schwarzspiegel. Dort begegnet er unerwarteten Verbündeten und entdeckt, wie fragil der innere Frieden der neugegründeten Zwergenrepublik ist. Seine Ermittlungen bringen ihn auf die Spur einer Verschwörung, die die Freiheit aller bedroht.
Drúdir muss in eine Welt der Geheimnisse, Intrigen und Gewalt eintauchen, um das Unheil abzuwenden…


Klingt spannend? Dann hüpfe jetzt für eines von zehn ebooks in den Lostopf! :)
Wir freuen uns sehr, dass auch die Autorin Swantje Niemann an der Leserunde teilnehmen wird. 
66 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Swantje Niemann wurde am 21. August 1996 in Berlin (Deutschland) geboren.

Swantje Niemann im Netz:

Community-Statistik

in 28 Bibliotheken

auf 9 Wunschzettel

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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