Swantje Oppermann

 3.9 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Blindes Misstrauen und Saligia.

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Saligia

Erscheint am 13.02.2019 als Hardcover bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

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Blindes Misstrauen

Blindes Misstrauen

 (9)
Erschienen am 07.10.2016
Saligia

Saligia

 (0)
Erschienen am 13.02.2019

Neue Rezensionen zu Swantje Oppermann

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Blindes Misstrauen" von Swantje Oppermann

Gar nicht so weit von unserer Wirklichkeit entfernt
MikkaGvor einem Jahr

Im Jahr 2031 denken die meisten Menschen über Themen wie die Gefahren der ständigen Vernetzung oder die Abhängigkeit von den sozialen Medien gar nicht mehr nach – zu selbstverständlich ist es, dass jeder Aspekt des Lebens vom digitalen Netzwerk gesteuert und dokumentiert wird. Buchstäblich alles läuft über dieses System: überall und jederzeit kann ich Informationen anfragen, Sachen bestellen, mich unterhalten lassen, ein Taxi rufen... Und das erfordert weder zwischenmenschliche Interaktion noch einen Computer oder ein Smartphone. Viele Menschen, wie auch die Protagonistin, tragen zum Beispiel Kontaktlinsen, die eine lückenlose Verbindung ermöglichen und Informationen direkt so einblenden, dass der User sie quasi als Untertitel des eigenen Alltags sieht. Datenschutz ist bestenfalls ein angestaubtes Konzept, das die Realität der letzten Jahrzehnte nicht überdauert hat.
Und ohne das Netzwerk ist man nichts. Ohne den eigenen Account und den sogenannten "Safe", in dem alle persönlichen Daten gespeichert sind, kann man sich nicht mal ein Kaugummi kaufen oder telefonieren.
Ich muss zugeben, ich würde mich nicht wundern, wenn wir noch vor dem Jahr 2031 einen technischen Stand erreichen, der die von Swantje Oppermann beschriebene Welt möglich macht. Ebenso wenig zweifele ich daran, dass ein Großteil der Menschen diese Technologie mit Begeisterung begrüßen würden, ohne ihren eigenen Umgang damit zu hinterfragen. Heute gibt es genug Leute, die sich nichts dabei denken, mit dem ganzen Internet zu teilen, dass sie gestern total besoffen waren (da freut sich der Chef) oder das Haus die nächsten zwei Wochen leersteht, weil sie in den Urlaub fahren (lieber Einbrecher, herzlich willkommen!).  Und im Jahr 2031 werden genau diese Leute noch ganz andere Möglichkeiten haben, sich in Schwierigkeiten zu bringen.
Lange Rede, kurzer Sinn: ich halte die Grundidee dieses Buches für sehr realistisch und plausibel, und gerade deswegen für sehr spannend. Das Thema wurde natürlich schon in anderen Büchern und Filmen aufgegriffen, aber die Autorin schmückt es mit interessanten Details und schafft es so, ihrer Version mehr Individualität und Originalität zu verleihen.
Leider hatte ich so meine Schwierigkeiten mit Mav, der 16-jährigen Hauptfigur. Sie ist intelligent und das weiß sie auch, deswegen neigt sie dazu, mit den Augen zu rollen und schnippische Kommentare abzugeben, weil sie es ohnehin besser weiß als Lehrer, Polizisten, Freunde und überhaupt jeder. Zumindest kam ihr Verhalten bei mir so an!
Natürlich, das muss ich zugeben, könnte man jetzt auch darauf hinweisen, dass Mav eben ein Teenager ist. Und natürlich, das muss ich ebenfalls zugeben, ist das ein berechtigter Einwand. Aber ich wurde einfach nicht warm mit ihr, denn oft fand ich ihr Benehmen und ihre Emotionen sehr selbstsüchtig. Manchmal machte ihr Verhalten für mich auch keinen Sinn – in einer Situation, in der 99% aller Menschen die Polizei rufen würden, wischt sie stattdessen ihre Fingerabdrücke ab und ergreift die Flucht, obwohl sie gar nichts getan hat.
Mav ist überhaupt ein Teenager der eher rebellischen Sorte, ihr bester Freund Ben ist hingegen ein echter Musterknabe: brav, geduldig, sportlich. Er war mir zwar sympathisch, blieb für mich aber leider sehr blass. Mir fehlte einfach die spürbare Chemie zwischen den Beiden.
Am interessantesten fand ich zwei Charaktere, die eine wichtige Rolle spielen, es dem Leser aber nicht leicht machen, herauszufinden, ob sie jetzt zur guten oder zur bösen Seite gehören. Da gibt es die ein oder andere interessante Wendung, die besonders im letzten Drittel die Spannung erhöht!
Swantje Oppermann schreibt locker und ansprechend, weswegen ich das Buch auch trotz meiner Kritikpunkte immer  noch unterhaltsam fand – und was hinter den mysteriösen Kontaktlinsen steckt, die im Zentrum dieses Buches stehen, das ist eine wirklich grandiose Idee! Allerdings fand ich die Auflösung am Ende nicht hundertprozentig logisch und schlüssig. 
Fazit:"Blindes Misstrauen" spielt in einer Zukunft, in der wir alle gläserne Menschen sind: immer und überall online, vernetzt, dokumentiert, kontrolliert (ob uns das jetzt bewusst ist oder nicht). Die 16-jährige Mav will eigentlich nichts weiter als ein neues Paar Kontaktlinsen, aber sie muss schnell feststellen, dass auf einmal irgendjemand hinter ihr her ist. Und es ist nicht einfach, zu flüchten, wenn man buchstäblich nichts tun kann, ohne digitale Fußabdrücke zu hinterlassen...
Tolle Ideen, eine interessante Zukunftsvision, mehr als ein Hauch Sozialkritik – eigentlich die besten Voraussetzungen für  einen spannenden Jugendthriller. 
Leider konnte mich Mav, die Hautfigur, nicht vollends überzeugen,  und manches fand ich auch nicht vollkommen glaubhaft oder schlüssig – aber im Großen und Ganzen war "Blindes Misstrauen" für mich ein Buch, das man vielleicht nicht unbedingt lesen muss, aber dennoch gut lesen kann.  

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Annejas avatar

Rezension zu "Blindes Misstrauen" von Swantje Oppermann

Mehr Technik, mehr Sicherheit?
Annejavor 2 Jahren

Eine Welt ohne Internet, Smartphone oder der EC-Karte können sich die meisten garnicht vorstellen. Doch was wäre wenn das Internet immer mehr zur Gefahr wird? Wenn die Massen an Daten und Informationen uns schwächen anstatt zu stärken? Genau dies beschreibt die Welt in der Mav lebt sehr gut. Doch auch sie hat ihre Schwächen, denn viele tragen technische Kontaktlinsen die gerne zum Hacken genutzt werden. Lauert in ihnen die neue Gefahr?
Mav ist durch und durch ein Teenager wie man ihn sich vorstellt. Nicht nur das sie dickköpfig und stur ist, nein, sie testet ab und an gerne ihre Grenzen. Und dies besteht meist aus dem Hacken ihrer Kontaktlinsen. Ihr bester Freund Ben scheint da genau das Gegenteil zu sein, er ist rechtschaffend und äußerst sportlich. Das letztere ermöglicht ihn auch seine Beinprothese welche er seit einem Unfall tragen muss.
Leider konnte ich mich zeitweise in einige Charaktere nicht hineindenken bzw. verstand nicht warum sie so handelten. Darunter fallen z.B. Mav´s Eltern welche ihre Tochter in Berlin lassen während sie ihr abenteuerliches Leben in Kanada leben. Auch der Umstand das sich ihre Oma um sie kümmern soll aber lieber bei ihrer neuen Liebe ist, fand ich mehr als verantwortungslos. 
Die Story selbst fand ich sehr ansprechend, fand sie aber an vielen Ecken  zu undurchdacht. Auch blieben am Ende viele Fragen offen, was mich dann schon sehr ärgerte.Gerade der Verbleib der Kontaktlinsen und zu was sie schließlich benutzt werden, hinterließ einen faden Beigeschmack. Hier hätte es besser gepasst mehrere Teile mit Mav als Hauptcharakter heraus zu bringen die die Geschichte erzählen.
Die Schreibweise gefiel mir sehr gut, er war leicht aber verstand es auch an den richtigen Momenten einen Hauch Spannung hinzu zu geben. Auch wurde ein guter Schuss Humor mit in die Geschichte eingebaut. Denn es ist schon sehr unterhaltsam wenn über Dinge gesprochen wird, die wir so als ganz normal empfinden, wie z.B. Paintball.
Die Ideen hinter dem Buch ist wirklich toll, hätte meiner Meinung nach aber noch mehr hergeben können. Eine Serie über diese Welt zu schreiben würde bestimmt eine Menge Anhang finden. Gerade der Umstand das das Internet in dieser Welt nicht mehr existiert macht sie für uns um so spannender.
Man kann gespannt sein was sich die Autorin noch einfallen lässt.

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Elektronikerins avatar

Rezension zu "Blindes Misstrauen" von Swantje Oppermann

Rezension zu Blindes Misstrauen
Elektronikerinvor 2 Jahren

Über dieses Buch:
2031: Handy, Kreditkarte, Führerschein braucht niemand mehr. Jeder Mensch hat ein streng geschütztes digitales Profil, das über spezielle Kontaktlinsen gesteuert wird. Ein sicheres System - bis Hacker es knacken... Als die 16-jährige Mav neue Kontaktlinsen erhält, geschieht, was eigentlich unmöglich ist: Sie wird von ihrem digitalen Leben abgeschnitten, verfolgt und bedroht. Aber was ist so besonders an diesen neuen Linsen? Nur ein Mensch kann Mav jetzt noch helfen: ihr bester Freund Ben. Sie ahnt nicht, dass sie auch ihn in eine gefährliche Jagd nach der Wahrheit hineinzieht - und in ein Spiel um Leben und Tod.

Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte fand ich spannend konstruiert. Die Welt in der Mav lebt, finde ich sehr realistisch. Unsere Welt immer mehr digitalisiert. Die Handlung war immer spannend, vor allem das Ende. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Man wusste nicht genau, wer böse oder ein guter Charakter war, mann konnte mal nicht der Polizei trauen. Der Schreibstil war sehr angenehm zum Lesen. Ich konnte es kaum zur Seite zur Seite legen. Die Kapiteleinteilung mit den Tag und der Zeit fand etwas ungewöhnlich, aber mir hat es gefallen. Das Cover hat mir sehr gut gefallen und passt hervorragend zum Inhalt der Geschichte.

Fazit:
Wer gerne Geschichte mag, die in der Zukunft spielen, für den ist dieses Buch genau das richtige. Es ist ein kurzweiliger Roman für zwischen durch.

Zur Autorin:
Swantje Oppermann wurde 1986 in Hameln geboren. Sie studierte Literatur, Kultur und Medien an der Universität Siegen sowie Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Utrecht. Danach war sie mehrere Jahre in der Programmplanung eines Kindersenders tätig. Derzeit lebt sie in Berlin, wo sie ihrer Leidenschaft für Film unter anderem als Filmrezensentin nachgeht.

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Gespräche aus der Community

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Swantje_Oppermanns avatar

In was für einer (digitalen) Gesellschaft werden unsere Kinder groß?
Diese Frage stellte ich mir, als ich vor über drei Jahren anfing, „Blindes Misstrauen“ zu schreiben. Das war noch vor dem NSA-Datenskandal. Datenkraken á la Facebook und Google standen aber auch damals schon in der Kritik. Wäre es nicht schön, wenn wir noch einmal von vorne anfangen könnten?, dachte ich mir. Alles auf Null. Aber würde das wirklich etwas ändern?

Wer dieser Frage in Form eines spannenden All-Age-Thrillers nachgehen möchte, hat jetzt die Gelegenheit, an dieser wunderbaren Leserunde teilzunehmen. Der dotbooks-Verlag stellt dafür 10 eBooks von „Blindes Misstrauen“ zur Verfügung.

 Worum geht es in „Blindes Misstrauen“?
2031: Handy, Kreditkarte, Führerschein braucht niemand mehr. Jeder Mensch hat ein streng geschütztes digitales Profil, das über spezielle Kontaktlinsen gesteuert wird. Ein sicheres System bis Hacker es knacken … Als die 16-jährige Mav neue Kontaktlinsen erhält, geschieht, was eigentlich unmöglich ist: Sie wird von ihrem digitalen Leben abgeschnitten, verfolgt und bedroht. Aber was ist so besonders an diesen neuen Linsen? Nur ein Mensch kann Mav jetzt noch helfen: ihr bester Freund Ben. Sie ahnt nicht, dass sie auch ihn in eine gefährliche Jagd nach der Wahrheit hineinzieht und in ein Spiel um Leben und Tod.

Wie kann ich mich bewerben?
Beantwortet dafür folgende Frage: Auf welches digitale Kommunikationsmittel (E-Mail, SMS, Chats, Facebook, Twitter... etc.) könntest du nicht mehr verzichten und warum?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Gerne könnt ihr mich auch auf meiner Facebook-Seite besuchen (https://www.facebook.com/SwantjeOppermannWrites/).


Eure Swantje

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