Swetlana Geier

 4 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Swetlana Geier

Swetlana Geier (1923–2010) hat u. a. Sinjawskij, Tolstoi, Solschenizyn, Belyi und Bulgakow ins Deutsche übertragen. Für ihr Werk, das sie mit der Dostojewskij-Neuübersetzung krönte, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. – In der Reihe Fischer Klassik liegen sämtliche ihrer im Ammann Verlag erschienenen Dostojewskij-Übersetzungen vor: ›Verbrechen und Strafe‹ (Bd. 90010), ›Der Spieler‹ (Bd. 90446), ›Der Idiot‹ (Bd. 90186), ›Böse Geister‹ (Bd. 90245), ›Ein grüner Junge‹ (Bd. 90333), ›Die Brüder Karamasow‹ (Bd. 90114) sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ (Bd. 90102). Über ihr Leben und ihre Arbeit gibt Swetlana Geier Auskunft in dem von Taja Gut aufgezeichneten Buch ›Swetlana Geier. Ein Leben zwischen den Sprachen‹ (Bd. 19221).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Swetlana Geier

Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596907304)

Verbrechen und Strafe

 (162)
Erschienen am 24.03.2021
Cover des Buches Böse Geister (ISBN: 9783596907311)

Böse Geister

 (30)
Erschienen am 24.03.2021
Cover des Buches Ein unbekannter Freund (ISBN: 9783908778554)

Ein unbekannter Freund

 (23)
Erschienen am 12.06.2014
Cover des Buches Ein grüner Junge (ISBN: 9783596907335)

Ein grüner Junge

 (12)
Erschienen am 24.03.2021
Cover des Buches Untertauchen (ISBN: 9783596906642)

Untertauchen

 (9)
Erschienen am 24.08.2017
Cover des Buches Verwandeln des Lebens (ISBN: 9783856362256)

Verwandeln des Lebens

 (2)
Erschienen am 01.07.2011
Cover des Buches Kubik (ISBN: 9783908777137)

Kubik

 (1)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Russische Volksmärchen (ISBN: 9783411160334)

Russische Volksmärchen

 (1)
Erschienen am 01.08.2013

Neue Rezensionen zu Swetlana Geier

Cover des Buches Untertauchen (ISBN: 9783596906642)C

Rezension zu "Untertauchen" von Lydia Tschukowskaja

Selbstbehauptung im Stalinismus
Christian_Fisvor 2 Monaten

In nüchterner und unpathetischer Sprache beschreibt die Ich-Erzählerin ihren Aufenthalt in einem Sanatorium für Schriftsteller im Winter 1949. Sie verbringt die Zeit, indem sie in ihren Erinnerungen untertaucht - ihr Mann wurde während des grossen Terrors 1937 deportiert. Während ihres Aufenthalt beginnt eine neue Verhaftungswelle gegen die «Kosmopoliten» in der Sowjetunion. Die Opportunisten des Sanatoriums passen sich an, tauchen in einer angepasste Sprache und Verhaltensweise unter. Ein beindruckendes Buch über Selbstbehauptung in einem totalitären System.  Scharf beobachtet mit teilweise sehr komische Passagen eines Sanatoriumromans. Weniger begeistert haben mich die lyrischen Einschübe.

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Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596129973)Schlehenfees avatar

Rezension zu "Verbrechen und Strafe" von Fjodor M. Dostojewski

Ein Meisterwerk, das heute noch aktuelle Fragen thematisiert
Schlehenfeevor einem Jahr

Rodion Romanowitsch Raskolnikow, ein ehemaliger Student, fristet ein ärmliches Dasein und muss immer wieder Geld bei einer alten Wucherin leihen. Da er sich zu Höherem berufen fühlt und die alte Frau für ihn nur eine Laus ist, will er sie umbringen. Nachdem Raskolnikow seinen Plan umgesetzt hat, plagt ihn jedoch sein Gewissen und die Polizei gerät auf seine Spur. Wird er mit seiner Tat davonkommen oder nicht? 


„Verbrechen und Strafe“ ist mein erstes Werkt von Fjodor Dostojewski und ich wusste vorher nicht, dass Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch eingeflossen sind. So wurde es unerwarteterweise phasenweise echt spannend. Vor allem Raskolnikows Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern und der verbale „Showdown“ mit Porfirij Petrowitsch waren ganz großartig herausgearbeitet.

Durch die Ermordung der Alten glaubt Raskolnikow der Menschheit etwas Gutes zu tun, da er „unwertes“ Leben beseitigt. Wenn ihr euch jetzt fragt, „Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gehört?“ oder es euch beklemmend aktuell vorkommt, dann geht es euch wie mir. Gerade die Aktualität der zugrundeliegenden Motive des Protagonisten, gepaart mit dem Blick auf arme und reiche Menschen in Sankt Petersburg, auf die man im Roman trifft, haben mich begeistert! Dadurch wird „Verbrechen und Strafe“ zu einem zeitlosen Meisterwerk.


Es gibt noch einige weitere Erzählstränge, die sich um Sonja und Raskolnikows Familie drehen. Dabei geht es wieder um Armut und um Wege, daraus zu entkommen. Außerdem wird ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Dies hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.


Die Charaktere sind alle gut gezeichnet: Dunja gefiel mir extrem gut mit ihrer Charakterstärke, Dmitrij lockert die Handlung auf und bringt eine humorvolle Note mit ein, Sonja ist eine gute Seele und verantwortlich für die Läuterung Raskolnikows. Luschin ist ein Narzisst, Swidrigajlow ein widerlicher Pädophiler und Porfirij Petrowitsch ein gerissener Ermittler.


Mit Swetlana Geiers Übersetzung bin ich sehr gut zurechtgekommen. Der Stil eines Romans aus dem 19. Jahrhundert wird als Rahmen beibehalten, doch lockern zeitgenössische Worte und ein modernerer Satzbau das Ganze auf lassen den Leser nicht ermüden. So macht das Lesen russischer Klassiker Spaß! Ich bin mir sicher, dass ich gerne noch zu weiteren Werken Dostojewskis greifen werde. 

Kommentare: 5
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Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596521562)CarmenPastls avatar

Rezension zu "Verbrechen und Strafe" von Fjodor M. Dostojewski

Moralisches Dilemma
CarmenPastlvor 2 Jahren

Seit langem nehme ich mir schon vor einen Roman von Dostojewskij zu lesen und nun endlich ist die Zeit dafür gekommen! Die Wahl fiel auf Verbrechen und Strafe, da der Inhalt und die Themen die darin behandelt werden mein Interesse am allermeisten geweckt haben.

Da dieses Werk bereits im 18. Jhdt. erschienen ist und es bereits zahlreiche Übersetzungen auf dem Markt gibt, nahm ich den Rat meines Buchhändlers an, der mir die Übersetzung von Swetlana Geier empfohlen hatte. Diese Entscheidung habe ich keine Sekunde lang bereut, denn in dieser Neuübersetzung war das umfassende Werk von Dostojewskij mühelos zu lesen. Trotz der gewichtigen Themen die oftmals aufgegriffen und über mehrere Seiten besprochen wurden, bin ich dem Lesen nie überdrüssig geworden und konnte dem Verlauf der Geschichte sowie den Gesprächen und Gedankengängen aller Charaktere immer einwandfrei folgen.

Die Art und Weise wie wir durch die Handlung geführt werden, lassen keine Langeweile aufkommen. Darunter finden sich hitzige Diskussionen unter Freund und Feind, verzweifelte Selbstgespräche sowie überraschende Wendungen des Geschehens. Die Themen die unterdessen aufgegriffen werden sind nicht jedermanns Sache - wie bereits im Inhalt kurz erwähnt geht es dabei um den Mord einer mürrischen alten Dame, darum ob dieser moralisch gesehen vertretbar ist und anschließend darum wie der Mörder mit den Folgen seines Verbrechens zurechtkommt.

Mich fasziniert die Vorstellung, dass der Schriftsteller in dem er diesen Roman verfasst nicht nur in die Rolle des Protagonisten "Raskolnikow" schlüpfen muss. Durch das Verfassen dieses Werkes versetzt er sich schließlich auch in alle anderen Charaktere und spricht für sie. Jede Meinung, jede Aussage, all die unterschiedlichen Ansichten und Themen die in diesem Buch vertreten sind - sie stammen alle aus einer "Feder" und wurden in diesem Buch vereint und in eine Geschichte verstrickt.

Fazit:
Ein Meisterwerk der menschlichen Gedankengänge und etwas was es sich zu lesen lohnt!

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