Sybil Schreiber Sophie hat die Gruppe verlassen

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Inhaltsangabe zu „Sophie hat die Gruppe verlassen“ von Sybil Schreiber

Das Prosa-Debüt von Sybil Schreiber (Schreiber vs. Schneider) überrascht mit leisen Storys, die
sich den Glück- und Erfolglosen widmen, den Randständigen, den Übriggebliebenen. »Sophie hat
die Gruppe verlassen« ist fesselnd melancholisch und subtil komisch.

Mit viel Feingefühl und sprachlichem Geschick lässt Schreiber die Leserinnen und Leser mithoffen und
mitsuchen, sie zeichnet gekonnt mit wenigen präzisen Bildern ausgereifte Charaktere und Szenen. Ob es
um die aussichtslose Suche nach dem Helden Old Shatterhand geht, um eine Bibliothekarin mit ausgeprägt
genauer Beobachtungsgabe oder um die einsam träumende titelgebende Sophie: Sybil Schreiber führt
empathisch und packend durch die Geschichten, mit großem Respekt vor ihren Protagonistinnen und Protagonisten.

Sybil Schreiber, sonst mit Schreiber vs. Schneider Meisterin der zielsicheren Beobachtungen und Pointen
im alltäglichen Familien- und Eheleben, zeigt sich in ihrem Prosa-Debüt von einer ganz anderen, unerwarteten
Seite.

Bemerkenswerte und aufregende Kurzgeschichten. Manchmal bitter, manchmal böse, und durchaus auch bezaubernd. Immer aufregend.

— MadameFlamusse

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    Sophie hat die Gruppe verlassen

    MadameFlamusse

    14. April 2018 um 16:45

    Sophie hat die Gruppe verlassen“ – der Titel hat mich sofort angesprochen, aber er täuscht in gewisser Weise. Ich dachte dabei an Geschichten aus dem Internet, darum geht es aber nicht. Es geht aber durchaus darum, dass Dinge und Menschen gehen, Situationen verlassen; auf die eine oder auch andere Weise, freiwillig oder zufällig. Dreizehn überraschende Kurzgeschichten versammelt Sybil Schreiber in diesem Buch. Manche Themen und Details wiederholen sich in Variationen. Mit der Geschichte von Sophie fängt es an. Sophie, die Urlaub in fremden Wohnungen macht… noch eine der milderen Storys in dieser Sammlung, und mit viel Atmosphäre. Zwischendurch wird es in diesem Kurzgeschichtenband richtig bitterböse, aber nicht nur das…. Zwischen den Geschichten gibt es kleine „Gedichte“ die den Eindruck der vielen „Enden“, und der nicht vorhandenen „Möglichkeiten“, noch verstärken. Nach Sophie – deren Geschichte mir sehr gefallen hat mit dem überraschendem Ende – folgt die Story über Cowboyfüsschen – die fand ich richtig zauberhaft, voller Phantasie und Tiefe. Cowboyfüsschen hat mit ihren 36 Jahren beide Eltern verloren und nennt sich selbst Old Shatterhand. Um ihre Trauer zu verarbeiten macht sie sich auf die Suche nach Winnetou. In allen Geschichten wird uns ein Blick hinter die Fassaden geschenkt, und dieser ist oft erschreckend, und wenn kurzfristig vielleicht lustig, dann nur ganz kurz, sehr kurz. Manchmal sind es ganz kleine Begebenheiten, Gesten, die plötzlich einen Graben öffnen oder die Geschichte am Ende nochmal in eine ganz andere Richtung drehen. Wir treffen auf einsame Herzen, und diese auch aufeinander, begegnen schmerzhaften, depressiven Strukturen. Werden Zeuge von Ausbrüchen und Umbrüchen. Manchmal möchte man in die Geschichten eintauchen und die Protagonisten retten z.b. in „Scherbensuppe“. Leben was sich in einer Sackgasse befindet, was sich nicht auf dem Weg des „alles wird gut oder besser“ befindet, sondern meistens in eine ganz andere Richtung geht. Ein bisschen durchdrehen, melancholische Blicke sammeln, die letzte Kraft zusammennehmen, überraschende Schritte wagen. Ganz anregend dann dazwischen wieder Geschichten wie „verdammter Kraftort“ – mit piecksenden Yogamatten, „fieser“ Yogalehrerin, schlimmer Mutter und regelmäßigen Dampferfahrten. Einfach herrlich. Und ja ich mag das Happy End. Die meisten Geschichten sind nichts gewesen für meine bevorzugte Lesezeit – vorm Schlafen – zu aufregend, auch wenn es eher die leisen Aufreger sind, aber durchaus welche die so ein richtiges „bäm“ ans Ende setzen. Und bei diesen Enden ist auch nicht klar ob die jetzt wirklich positiv gemeint sind oder im nächsten Moment, der nicht mehr erzählt wird, was gruseliges passiert. Da wartet sie auf einen Anruf, aber es klingelt an der Tür, … da sucht sie eine Adresse auf und wird auch eingelassen, man kennt sich nicht wirklich… es bleibt ein gewisses Misstrauen und eine Wachheit die einen die Geschichten weiterspinnen lässt. Der kleine Prolog, der das Buch mit Wucht beginnen lässt, später mit „Herz schlagen“ und einer kotzenden Moderatorin eine Fortsetzung findet, setzt mit der Epiloggeschichte einen starken Punkt. Gekonnt eingerahmt würde ich sagen, sehr schöne Idee für so eine Kurzgeschichtensammlung. Das Buch kommt aus der Schweiz, so wie auch der Verlag. Der Salisverlag schreibt über Sybil Schreiber: Sie wuchs mitten in München auf, besuchte die Schauspielschule in New York, machte eine Ausbildung zur Modedesignerin und arbeitete danach als Redakteurin für annabelle, Schweizer Familie und Tages-Anzeiger. Die freischaffende Autorin schreibt seit 18 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann die meistgelesene Kolumne der Schweiz »Schreiber vs. Schneider« in der Coop-Zeitung. Mittlerweile sind acht Bücher von ihnen erschienen. Sie gibt Schreib- und Biografiekurse und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. Wenn sie nicht gerade schreibt, lässt sie sich am liebsten im Rhein treiben oder isst Marzipanschokolade.

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