Sybil Volks Torstraße 1

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Inhaltsangabe zu „Torstraße 1“ von Sybil Volks

Berlin, 2009: Für die letzte Party des Lebens steht man gern noch einmal Schlange, selbst ohne Einladung. Aber irgendwie wird Elsa Helbig schon in das imposante Gebäude gelangen, das voller Erinnerungen steckt: 1929, bei der Eröffnung des Kaufhauses Jonass, kam sie hier als uneheliche Tochter einer Verkäuferin zur Welt; bestaunte später die Olympiaringe an seiner Fassade, sah die jüdischen Besitzer die Schaufensterscherben wegkehren und starrte nach dem Krieg auf die roten Banner mit den Konterfeis von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Dies und noch viel mehr verbindet Elsa mit dem Haus und mit Bernhard, Sohn des Zimmermanns, der ihrer Mutter bei der Geburt beistand. Bernhard wurde am selben Tag geboren, und sie blieben einander nahe auch als eine Mauer sie trennte

Ein interessantes Kapitel Zeitgeschichte

— Langeweile
Langeweile

Deutsche Geschichte in einen spannenden Roman verpackt.

— Ikopiko
Ikopiko

Ein großartiges Geschichtspanorama anhand eines illustren Berliner Gebäudes erzählt.

— BerlinerLesezeichen
BerlinerLesezeichen

Fiktive Geschichte rund um ein reales Gebäude. Ein guter historischer Einblick in die letzten 80 Jahre Berliner Geschichte. Lesenswert!

— Isador
Isador

Familiengeschichte rund um ein historisches Gebäude in Berlin- schöne Romanidee, aber die Figuren blieben mir seltsam fremd.

— MaggieGreene
MaggieGreene

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    Torstraße 1
    mondy

    mondy

    24. June 2017 um 12:12

    InhaltBerlin, 1929: Das riesige Kreditkaufhaus Jonass öffnet seine Pforten. Während im Dachgartenrestaurant gefeiert wird, gebiert die Verkäuferin Vicky in der Poststelle ihre uneheliche Tochter Elsa. Ihr zur Seite steht der Zimmermann Wilhelm Glaser, dessen eigener Sohn Bernhard zur gleichen Stunde geboren wird. Fortan sind sich die beiden Familien stets verbunden, besonders zwischen Elsa und Bernhard entsteht eine tiefe Freundschaft. Diese bleibt trotz aller Widrigkeiten über Jahrzehnte hinweg bestehen, ebenso wie Elsas Geburtshaus, in dem sich Bernhard und Elsa 2010 wieder treffen und gemeinsam auf ihre bewegten Jahre zurückblicken.Meine MeinungWie man an der Inhaltsangabe bereits erkennen kann, deckt das Buch eine große Zeitspanne ab. Man begleitet die Familien von 1929 bis 2010 durch Berlin, fast 100 Jahre, in denen einiges passiert ist. Das NS-Regime kommt an die Macht, 2. Weltkrieg, Nachkriegszeit, Entstehung der BRD und DDR, Mauerbau, Wiedervereinigung ... um nur die wichtigsten Ereignisse zu nennen. All das erlebt man durch die Augen der Familienmitglieder mit, wobei hauptsächlich Vicky, Elsa und Bernhard zu Wort kommen. Dafür wird vom Leser natürlich ein gewisses Hintergrundwissen erwartet, aber das bewegt sich innerhalb des Schulwissens und sollte deshalb kein Problem darstellen. Um diesen Zeitraum in knapp 400 Seiten unterzubringen, lässt die Autorin die Handlung teilweise um Jahrzehnte springen. So gelingt es ihr, alle geschichtlich besonders wichtigen Ereignisse abzudecken und mit dem Leben der Familien zu verflechten. Ich für meinen Teil hätte es vorgezogen, wenn man nur eine Person durch das Buch begleitet hätte oder mehrere Personen, dann aber durch einen kürzeren Zeitraum. So hatte ich oft das Gefühl, dass die Charaktere wichtige Entwicklungsschritte durchgemacht haben, ohne dass ich dabei sein durfte. Geburten, Tode oder Krankheiten (z.B. Alkoholismus) wurden teilweise in einem Satz abgehandelt. Ich fand das sehr schade, da ich dadurch, und das trotz der vielen bewegenden Momente, keine besonders tiefe Bindung zu den Charakteren herstellen konnte. Vielleicht wäre eine andere Erzählweise besser gewesen.Es hätte jede Menge Möglichkeiten für eine noch intensivere Handlung gegeben. Denn nicht nur die geschichtlichen Hintergründe rund um Berlin sind faszinierend, schon allein die Geschichte der Kaufhauses gibt jede Menge her. Das gab / gibt es nämlich wirklich und hat eine bewegte Vergangenheit: als Kreditkaufhaus Jonass gegründet, wurde es später der Hauptsitz der Reichsjugendführung, um nach dem 2. Weltkrieg zum Sitz des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands umgestaltet zu werden. Walter Ulbricht und Wilhelm Pieck hatten dort ihre Büros. Ende der 50er entstand in dem Gebäude das Institut für Marxismus-Leninismus und das Parteiarchiv. Nach dem Mauerfall erhielten die ursprünglichen, jüdischen Besitzer das Haus zurück und seit 2010 beherbergt es das Soho House Berlin. Was für eine Geschichte! Da das Gebäude für Elsa und Bernhard so wichtig ist, erfährt man natürlich einiges darüber. Aber auch da hätte man noch mehr herausholen können, wenn man z.B. den Fokus nur auf dieses Haus gelegt hätte. So, wie das Buch geschrieben wurde, liegt das Hauptaugenmerk nämlich auf nichts. Ist es eine Familiengeschichte? Geht es um die Geschichte Berlins? Oder um die Vergangenheit des Gebäudes? Irgendwie von allem ein bisschen, aber nichts davon wirklich tief. Ich finde das sehr schade!Insgesamt hat mich das Buch natürlich trotzdem gut unterhalten. Es hat mich außerdem dazu angeregt, viel im Internet nachgelesen und ich habe einiges dazugelernt. Dennoch hat mir die Tiefe gefehlt und ich hätte mir einen deutlicheren Fokus gewünscht. Ich vergebe 3 Sterne.

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  • Kaufhaus im Berliner Osten

    Torstraße 1
    Langeweile

    Langeweile

    02. February 2016 um 12:27

    Im Jahre 2009 eröffnet das Soho House in der Torstraße1 in Berlin.Elsa gelingt es zur Eröffnungsfeier eingelassen zu werden.Heute -an ihrem 80. Geburtstag- will.sie zurück an den Ort ihrer Geburt.Sie wurde während der Eröffnungsfeierlichkeiten des Kaufhauses Jonass ,welches damals dort beheimatet war,auf dem Packtisch geboren.Bei der Geburt half der zufällig anwesende Wilhelm ,welcher am Bau des Kaufhauses beteiligt war.Seine Frau brachte zur gleichen Zeit seinen Sohn Bernhard zur Welt. Elsas Mutter Vicky arbeitete zusammen mit ihrer Freundin Elsie als Verkäuferin im Kaufhaus Jonass.Der Vater ist Harry ,der Sohn der jüdischen Eigentümer,welcher sich nicht offiziell zu seiner Tochter bekennt. Mit Unterstützung durch Elsie sowie Bernhards Familie und eine Nachbarin schafft es Vicky ihre Tochter großzuziehen.Bernhard und Elsa haben immer eine besondere Beziehung zueinander,Vicky bezeichnet sie als Geburtszwillinge. Als die Nazis immer Macht gewinnen ,muß Harry mit seiner Familie nach Amerika fliehen.Vicky heiratet den neuen Geschäftsführer ,einen überzeugten Nazi,was vorübergehend ihre Freundschaft zu Elsie gefährdet. Der Autorin ist es gelungen eine fiktive Geschichte um ein real existierendes Gebäude zu erzählen,die sich genau so ereignet haben könnte. Wie ein roter Faden zieht sich die wechselvolle Geschichte des Hauses "Torstraße1" durch den Roman.Naziregime ,Mauerbau und Wiedervereinigung werden eindrucksvoll beschrieben. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Buchtitel: Torstraße 1

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  • Torstraße 1

    Torstraße 1
    AnjaIris

    AnjaIris

    24. November 2015 um 20:38

    Die Autorin Sybill Volks hat sich von der wahren Geschichte des Hauses an der Torstr. 1 zu einem fasziniereden und spannenden Buch inspiriren lassen. Im Juni 1929 eröffnet das Kreditkaufhaus Jonass in der Torstr. 1. Es ist das erste Kreditkaufhaus. Jetzt können auch Leute mit geringem Einkommen "auf Pump" einkaufen. Auch die junge Verkäuferin Vicky Springer will bei der Eröffnung helfen, obwohl sie hochschwanger ist. Von Harry, dem Sohn des Kaufhaus - Besitzers Heinrich Grünberg, einem Juden. Aber das wissen nur Harry, und Vickys beste Freundin Elsie. Denn Harry steht nicht zu ihr, weil sich seine Eltern eine reiche, jüdische Schwiegertocher wünschen. Während der Eröffnung bekommt Vicky Wehen, und ihre Tochter kommt auf dem Packtisch der Poststelle im Kaufhaus zur Welt. Dabei hilft ihr der Handwerker Wilhelm, dessen Frau Martha zur gleichen Zeit einen Sohn, Bernhard, zur Welt bringt. Die beiden Familien verbindet danach eine enge Freundschaft.Vicky nennt ihre Tochter Elsa, nach ihrer besten Freundin, die immer für sie da ist, und auch die Patentante der Kleinen wird. Nach und nach kommen die Nazis an die Macht. Grünbergs müssen die Leitung des Kaufhauses ihrem Mitarbeiter Gerd Hellbig überlassen. Harry steht weiterhin nicht zu Vicky, die schließlich, um ihre Tochter vor den Nazis zu schützen, Gerd Helbig heiratet. Unter der Bedingung, daß der überzeugte Nazi ihre tochter adoptiert, und keine Fragen über den Vater stellt. Sie bekommt mit Gerd Hellbig die Söhne Klaus und Werner. Die Grünbergs müssen schließlich nach Amerika auswandern, und Hellbig übernimmt die Firma, und die Villa der Grünberg nach deren Enteignung. Nach der Schließung des Kaufhauses zieht die Führung der Hitlerjugend unter Baldur von Schierach in das Haus Torstr. 1. Es kommt zum 2. Weltkrieg, und Gerd Hellbig fällt. Vicky bleibt mit den Kindern lange allein. Elsa heiratet nach dem krieg einen Amerikaner, und bekommt zwei Kinder. Vicky und Elsa leben nach dem Mauerbau im Westen, Wilhelm und Bernhard im Osten. Wilhelms Frau Martha hat sich vor Jahren , nach dem Tod ihres dritten Kindes das Leben genommen. Auch Bernhards Frau Karla ist depressiv, und begeht Selbstmord. Er bleibt allein mit seiner Tochter Luise zurück. Vicky heiratet zum zweiten mal, und kümmert sich um Elsie, die an Krebs erkrankt ist. Die Familien halten die ganze Zeit über Kontakt. Im ehemaligen Kaufhaus ist inzwischen das Institut für Leninismus und Marxismus, wo Bernhard arbeitet. Treffen sind nur sehr selten möglich. Nach dem Mauerfall sehen Elsa und Bernhard sich endlich wieder. Elsa ist zum zweiten mal verheiratet, und gerade Großmutter geworden. Auch Bernhard hat eine neue Lebensgefährtin, Elisa. Jahre später ( 2010) wird in dem Haus Torstr. 1 das Soho House, ein Edelclub, eröffnet. Ein junger Amerikaner gibt Elsa als seine Großmutter aus. Elsa und Bernhard treffen sich wieder, und stoßen auf ihren 80. Geburtstag an. Das Buch erzählt die Geschichte des Hauses von 1929 bis 2010 in so lebendigen Bildern, als wäre man dabei, und würde alles selbst miterleben. Das Schicksal des Hauses, und das Schicksal der mit ihm verbundenen Menschen, und ihren Familien und Freunden. Ein absolut lesenswertes Buch, daß ich wirklich weiterempfehlen kann.

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  • Naja ...

    Torstraße 1
    PMelittaM

    PMelittaM

     Das Haus in der Torstraße 1 gibt es wirklich. Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts eröffnet als Kreditkaufhaus, wurde es später von der NSDAP und der SED genutzt und schließlich, 80 Jahre später, als exklusiver Club neu eröffnet. Der Roman erzählt neben seiner (fast) realen Geschichte auch die Lebensgeschichten fiktiver Personen. Elsa wurde am Eröffnungstag in der Poststation des Hauses geboren, wer ihr Vater ist, erfährt sie erst viele Jahre später. Zufällig bei ihrer Geburt anwesend ist der Zimmermann Wilhelm, dessen Sohn Bernhard in der selben Stunde geboren wird. Diese Gemeinsamkeiten verbinden die Familien und vor allem Elsa und Bernhard über die Jahrzehnte. Es dauerte viele Seiten, bis ich mich mit dem Roman wohl fühlte, zunächst zog es sich doch sehr, ich langweilte mich. Doch irgendwann fingen die Geschichten doch an, mich zu interessieren. Erzählt wird nämlich nicht eine einzelne Geschichte, es sind tatsächlich mehrere, wobei die Geschichte des Hauses eher im Hintergrund abläuft, transportiert wird durch die Geschichten der Protagonisten. Diese laufen nur teilweise parallel, ab einem gewissen Punkt sind sie nur noch marginal verbunden. Erzählt wird daher auch aus verschiedenen Perspektiven, zunächst stehen Elsas Mutter Vicky und Bernhards Vater Wilhelm im Mittelpunkt, später Elsa und Bernhard selbst, immerhin wird über einen Zeitraum von 80 Jahren berichtet. Das geschieht allerdings nicht fortlaufend, sondern eher in Momentaufnahmen, dazwischen liegen Zeitsprünge, die der Leser selbst einordnen muss, hin und wieder werden historische Ereignisse, selten Jahreszahlen genannt, als Leser sollte man sich in der (deutschen) Geschichte dieser Zeit schon etwas auskennen. Da die herausgegriffenen Ereignisse für mehrere Protagonisten von Bedeutung sein können, kommt es vor, dass Dinge zunächst aus einer, später aus einer anderen Perspektive betrachtet werden. Die Charaktere stehen dadurch sehr im Mittelpunkt – und trotzdem wurde ich mit den meisten nicht richtig warm, nur wenige von ihnen, vor allem Wilhelm, konnten mein Herz erreichen. Das ist sehr schade und sicher mit ein Grund, warum ich relativ schlecht in die Geschichte finden konnte. Wer sich gerne auch mit den Hintergründen eines historischen Romans auseinandersetzt, kann hier Einiges zum Recherchieren finden, schon allein die Geschichte des Hauses ist interessant und liefert viel deutsche Geschichte. Letztlich habe ich den Roman nicht ungern gelesen, eine Empfehlung fällt mir allerdings schwer. Es gibt viele Romane, die die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts verarbeiten, dieser bietet nicht wirklich Neues. Wer aber gerne über diese Epoche liest, liegt sicher nicht falsch.

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    • 3
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    13. November 2015 um 23:00
  • Sybil Volks - Torstraße 1

    Torstraße 1
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    23. August 2015 um 06:41

    Die Geschichte eines Hauses. Die Geschichte Deutschlands. Die Geschichte einer Liebe. Am Tag der Eröffnung des ersten Kreditkaufhauses, des Jonass, wird die kleine Elsa geboren, just dort, denn ihre Mutter war bis kurz vor der Geburt im Einsatz. Als Helfer zwangsverpflichtet wird der Bauarbeiter Wilhelm, dessen Sohn Bernhard zur gleichen Zeit auf die Welt kommt. Die beiden Kinder sind ja quasi wie Geschwister und werden die folgenden Jahrzehnte auch – mal getrennt durch poltische Ideologien, mal durch ihre Partner – den Kontakt nicht verlieren. Sie werden sehen wie ihr Haus erst an die Nazis geht, dann von der SED missbraucht wird und schließlich 80 Jahre später wiedereröffnet wird als ein Club. Sybil Volks ist gelungen parallel zur Handlung und dem Weg des Hauses, das Leben ihrer Figuren aufzubauen und – in homöopathischen Dosen, um politisch uninteressierte Leser nicht zu vergraulen – die politischen Entwicklungen Berlins in eine Geschichte zu fassen, die keine klassische Liebes. sonder eher eine Lebensgeschichte mit guten und schlechten Zeiten ist. Mich hat es auch nicht weiter gestört, dass sich die Leben der Eltern ein wenig in denen der Kinder wiederholen, die beiden Frauenfiguren – Vicky als Mutter und Elsa zunächst Baby und später auch selbst erwachsen und gar Großmutter – sind stark und tragen den Roman. Natürlich wird vieles durch Zeitsprünge nur angerissen, aber ganze Menschenleben lassen sich auf 400 Seiten nicht en Detail nachzeichnen, für meinen Geschmack war die Wahl, die Kindheit Elsa in den Fokus zu nehmen und die schweren Zeiten der 30er Jahre vornehmlich durch kindliche Augen zu zeichnen, goldrichtig für diese Art Roman. Fazit: unterhaltsam, bisweilen traurig, gelungene Unterhaltung im Genre.

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  • Torstraße 1

    Torstraße 1
    Islaender

    Islaender

    25. June 2015 um 10:22

    Im Jahre 1929 wird Elsa bei der Eröffnung des Kaufhauses Jonas auf dem Packtisch geboren. Sie ist ein uneheliches Kind und dazu kommt die Tatsache, daß Harry, der Sohn des jüdischen Kaufhausbesitzers, ihr Vater ist und sich nicht traut sich zu ihr zu bekennen. Vicky, ihre Mutter, zieht sie alleine groß bzw. mit Hilfe von lieben Menschen wie ihrer Freundin Elsie oder einer alten jüdischen Frau, die auf Elsa während ihrer ersten Babymonate aufpasst. Später heiratet Vicky ihre Mutter einen Nazisanhänger, der ihr jedoch zunächst Sicherheit und das Überleben sichert. Vicky vergisst ihre große Liebe Harry nie. Elsa hingegen ist stets auf irgendeine Art mit Bernhard verbunden, welcher der Sohn des Zimmermanns ist, der bei ihrer Geburt unverhofft zum Geburtshelfer wurde. Bernhard wurde am selben Tag wie Elsa geboren. Torstraße 1 verbindet nicht die Geschichte des Sohohauses, wie es heute heißt und was wirklich existiert sowie dessen wirkliche Gechichte, sondern auch die fiktive Geschichte von Elsa und Bernhard, Vicky und Harry. Anhand deren Leben wird die damalige Zeit lebendig und die unterschiedlichen gesellschaftspoltischen Entwicklungen aufgegriffen. Mich hat die Geschichte von Torstraße 1 anhand der wunderbaren Darstellung der handelnden Personen in ihren Bann gezogen. Ein wunderschönes Buch für alle die sich die Geschichte Nazideutschland, Mauerbau und das "Heute" interessieren, aber trockene Geschichtsbücher hassen und Familiengeschichten lieben. Torstraße 1 hat einen Platz in meinem Bücherregal bekommen!

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  • Elsa und Bernhard

    Torstraße 1
    Insel56

    Insel56

    23. June 2015 um 13:35

    Die Torstraße 1 erzählt die Geschichte eines Hauses, was zunächst ein Warenhaus später andere Institutionen etc. beherbergt. Es erzählt aber auch die Geschichte von Elsa und Bernhard, die mit dem Kaufhaus Jonas engverbunden sind. Elsa wurde hier auf dem Packtisch desselbigen geboren und der Geburtsthelfer war Bernhards Vater, der das Kaufhaus mitgebaut hat. Elsas Vater ist der Sohn des jüdischen Kaufhausbesitzers und bekennt sich nicht zu seiner Tochter. Die Nationalsozialisten über die Macht in Deutschland und das Leben von Elsa und Bernhards Familien wird vor diesem Hintergrund weitererzählt. Die Geschichte des Buches umfasst nicht nur 80 Jahre Deutsches Geschichte (Nazideutschland, Krieg, Mauerbau etc.) sondern sie erzählt das Leben von unterschiedlichsten Personen, die einem sehr nahe kommern durch ihr Leid, ihre Liebe, ihre Hoffnung, ihre Lebenseinstellung, ihre politischen Ansichten.....Auch wenn es in dem beschriebenen Klaopentext um Elsa und Berhard geht, so ist es doch nicht nur ihre Geschichte. Mir ist das Buch sehr nahe gegangen, da es den Realitätsbezug in vielen Bereichen hatte und für mich auch erfundene Personen als reale Personen herüberkamen. Torstraße 1 ist ein für mich ein "Highligt" gewesen.

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  • Torstraße 1

    Torstraße 1
    Ikopiko

    Ikopiko

    13. April 2015 um 13:57

    In der Torstraße 1 befindet sich das „Kaufhaus des Ostens“, das eine bewegte Geschichte erlebt hat. Die Protagonisten dieses Romans haben eine besondere Verbindung zu diesem Gebäude. Vicky ist heimlich mit dem Sohn des Geschäftsinhabers liiert und erwartet ein Kind von ihm. Da sie nicht standesgemäß ist, steht Harry nicht vollends zu ihr. Plötzlich und unerwartet kommt die kleine Elsa dann im Kaufhaus auf einem Packtisch zur Welt. Doch es ist nicht ihr Vater Harry, der bei der Entbindung hilft, sondern der Zimmermann Wilhelm. Und wie der Zufall es will, wird zur gleichen Zeit auch Wilhelm Vater. Seine Frau gebärt Bernhard. Vicky und Wilhelm sehen hierin ein Zeichen und bleiben in Verbindung. Aus Elsa und Bernhard werden Freunde. Diese Freundschaft hält über viele Jahre an. „Torstraße 1“ ist ein bisschen Liebesroman, ein bisschen Geschichtsbuch und auch ein Familienepos. Es erzählt auf knapp 400 Seiten die Geschichte Elsas und Bernhards über rund 100 Jahre. Beginnend vor dem Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit. Das Buch hat keinen Höhepunkt und kein spektakuläres Ende. Trotzdem ist die Geschichte sehr spannend. Besonders in der Kriegszeit trifft Vicky eine Entscheidung, die ihr künftiges Leben prägt und die sie häufig bereut.

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  • Ein Panorama des 20. Jahrhunderts in Berlin

    Torstraße 1
    BerlinerLesezeichen

    BerlinerLesezeichen

    16. March 2015 um 22:44

    Elsa ist zwar nicht eingeladen, aber an diesem Abend muss sie einfach hinein: In der Torstraße 1 wird in “ihrem” Haus das Soho House Berlin eröffnet, an ihrem und Bernhards 80. Geburtstag, und vielleicht ist er ja auch da? Bernhard, den sie so lange nicht gesehen hat, den sie immer geliebt hat, den ihr 40 Jahre Trennung durch die Mauer und völlig verschiedene politische Ansichten aber entfremdet hatten. Vor 80 Jahren, im Mai 1929, ist Elsa in der Torstraße 1 zur Welt gekommen, an dem Abend, an dem hier das Kaufhaus Jonass eröffnet wird. Und so stürmisch ihre Geburt ist, so stürmisch werden auch die Zeiten, ihr Leben und die Geschichte das Hauses. Ihre Mutter ist hier Verkäuferin, und ihr Vater ist Harry Grünberg, der Sohn vom Chef – das ist allerdings ein Geheimnis, das ihr ihre Mutter Vicky erst bei ihrem Tod eröffnet. Und seit 1933 die Nazis die Macht ergriffen haben, darf es erst Recht niemand erfahren, denn die Besitzer des Jonass sind Juden. Um der Enteignung zu entgehen, setzen die Grünbergs einen arischen Geschäftsführer ein, doch es gibt kein Entkommen – sie werden aus dem Geschäft gedrängt und müssen emigrieren. Ihr Kaufhaus muss an den Alexanderplatz umziehen, und in der Torstraße 1 wird die Verwaltung der Reichsjugendführung untergebracht. Durch alle stürmischen Zeiten begleitet sie die lebenslange Freundschaft mit Bernhard, dessen Vater Wilhelm Elsas spontaner Geburtshelfer war und der am selben Tag wie Elsa geboren wird. Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung, die allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Ost-West-Teilung und ihr Leben in zwei verschiedenen Welten und zwei verschiedenen politischen Systemen auf eine harte Probe gestellt wird. Doch auch in den Mauerjahren reißt der Kontakt nicht ab, Bernhard arbeitet als Journalist und ist für Recherchen so oft es geht in der Torstraße 1, wo sich mittlerweile das Institut für Marxismus und Leninismus des ZK befindet.Nachdem im Herbst 1989 dann die Mauer fällt, können die beiden sich endlich wieder treffen, doch die beiden brauchen ebenso Zeit, sich wieder aneinander zu gewöhnen, wie die Menschen der beiden deutschen Staaten erst langsam wieder zusammen wachsen. In “Torstraße 1″ schlägt Sybil Volks einen großen Bogen, sie erzählt die Geschichte diese markanten Hauses und der Menschen, die mit ihm verbunden sind, und damit die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts: Über die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg über die deutsche Teilung mit Mauerbau und Mauerfall bis ins neue Jahrtausend in die hippe Metropole des Soho Houses. Mit Leichtigkeit verknüpft sie dabei die verschiedenen Ebenen, die verschiedenen Handlungsstränge und Personen und schafft so ein großes Tableau deutscher Geschichte, das berührt aber nie in Klischees abgleitet und das immer spannend bleibt. Die Geschichte der “Torstraße 1″ ist natürlich für Berliner, aber auch für alle anderen interessant und unbedingt lesenswert.

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  • 80 Jahre Berlin im Wandel der Zeit

    Torstraße 1
    andrea_strickliesel

    andrea_strickliesel

    09. December 2014 um 20:59

    2009 wird das Soho Haus in der Torstraße 1 in Berlin Mitte eröffnet.  Ein Haus mit Geschichte. Es wurde 1929 als erstes Kreditkaufhaus Jonass in dem ärmeren Osten Berlins von dem jüdischen Kaufmann Golluber (in unserem Buch Grünberg) eröffnet. Damals schon ein imposanter Bau. Die Berliner konnten dort auf Kredit ihre Einkäufe bezahlen, was damals noch nicht üblich war, den Ärmeren aber auch mal schönes Porzellan oder ein Bett ermöglichten. Im Nazideutschland wurde es als Ausstellungsgelegenheit für die NSDAP missbraucht, nachdem der eigentliche Besitzer enteignet wurde und nach Amerika auswanderte. 1942 zog dann die Reichsjugendführung dort ein und nach dem Krieg der Präsident der DDR, bzw der SED Vorsitzende. Das Kaufhaus wurde zum “Haus der Einheit”. Letztendlich fand man dort auch das Institut für Marxismus-Leninismus.  Nach der Wende wurde das Gebäude an eine Englisch Deutsche Investorengruppe verkauft, die daraus das heutige Soho Haus machten.  Elsa und Bernhard, sind die Hauptpersonen in unserem Buch und sie erzählen abwechselnd ihre Geschichten. An dem selben Tag geboren, zur Eröffnung des Kaufhauses, verbunden mit dem Gebäude. Bernhards Vater hat es gebaut und Elsas Mutter war die Geliebte von Harry Grünberg, dem Sohn des Kaufmanns.  Wir erfahren einiges über die flotten Zwanziger, die Kriegsjahre, das Berlin auf der West- beziehungsweise der Ostseite vor und nach dem Bau der Mauer. Das Leben in der DDR und im Westen der Stadt, mit sammt seinen revoltierenden Jugendlichen. Die Gefühle der Betroffenen auf den beiden Seiten der Stadt als die Mauer ins wanken kam und schließlich fiel. Sybil Volks reißt uns durch 80 Jahre Geschichte in einem Tempo das nicht zu schnell erscheint.  Eine wechselvolle Geschichte die anrührt und  Emotionen weckt. Berlin hat sich in all den Jahren mehrmals verändert, so wie das Haus in der Torstraße 1. Am Ende wird alles gut oder anders.  Mir gefiel es über meine Stadt zu lesen. Die Figuren in dem Buch waren plausibel. Manchmal hat es mich gestört, dass die Geschichte abrupt geendet hat und in einer anderen Zeit, auf der anderen Seite Berlins weiterging.  Für mich war es wieder ein Grund in die Torstraße zu fahren und mir das Soho Haus mal genauer anzusehen. es ist nicht hübsch. Eindrucksvoll vielleicht. Es steht an einer vielbefahrenen Kreuzung und wirkt tatsächlich aus verschiedenen Blickwinkeln wie ein Ozeandampfer. Ein Ozeandampfer der die Meere der Geschichte durchschifft…

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  • Ein schönes Buch.

    Torstraße 1
    Anit

    Anit

    Elsa und Bernhard werden zur gleichen Stunde am gleichen Tag geboren. Das verbindet die Beiden ihr ganzes Leben lang. Diese Verbundenheit haben sie aber auch zum Kaufhaus Jonass in dem Elsa zur Welt kommt. Man geht mit Elsa und Bernhard durch 80 Jahre Deutschland. Unrühmliche Zeiten ruft die Autorin uns wieder ins Gedächtnis. Bei manchen Themen geht sie aber nicht zu sehr ins Detail, was mir sehr gut gefallen hat. Denn es geht ja in erster Linie um Elsa und Bernhard und ihr Haus. Man erlebt mit wie Deutschland durch eine Mauer getrennt wird. Auch Elsa und Bernhard mit ihren Familien werden getrennt. Interessant war zu lesen wie sie jeweils in ihrem Teil Deutschland klar kommen. Ein wunderschönes Buch mit viel Tiefgang. Eine Geschichte über Familie und Freundschaft die trotz vieler Widrigkeiten sich immer wieder findet. Ein Buch mit vielen liebenswerten Charakteren. Mir persönlich hat an dem Buch sehr gut gefallen, dass es eine Familiengeschichte ist, und nicht der Versuch ein großes historisches Werk zu schaffen. Ehrlich und glaubwürdig. Einfach lesenswert.

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    • 2
  • Buchverlosung zu "Torstraße 1" von Sybil Volks

    Torstraße 1
    signa_tur

    signa_tur

    Liebe Leserinnen, Leser und Buchfans, im Juni ist mein Roman "Torstraße1" bei dtv als Taschenbuch erschienen. Man bekommt nun also den ganzen Inhalt -  80 Jahre (Berlin-)Geschichte, Ost und West, und die Geschichte zweier Familien und einer lebenslangen Liebe und Freundschaft -  zum halben Preis ;-) Vielleicht habt ihr aber auch Glück und gewinnt das Buch? Gemeinsam mit dtv verlose ich 7 Exemplare des neuen Taschenbuchs. Ich freue mich sehr, dass "Torstraße 1" aktuell auf Platz 10 bei den "Besten Neuerscheinungen Taschenbuch Juni" steht und danke allen, die dem Buch ihre Stimme geben, eine Rezi schreiben oder mir direkt über diese Seite Fragen oder Feedback zukommen lassen. Dankeschön! "Preisfrage":  Was war zur Eröffnung des realen Gebäudes in der Berliner "Torstraße 1" und was befindet sich heute darin ?

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    • 111
  • Familiengeschichte mit Berlins Geschichte

    Torstraße 1
    goldfisch

    goldfisch

    31. May 2014 um 16:02

    Vicky ist jung,alleinstehend und schwanger. Das ist im Jahre 1929 ein Problem.Vicky hat Glück, sie hat Arbeit im Kaufhaus Jonass.Bei der großen Eröffnungsfeier kommt ihre Tochter Elsa in der Poststelle des Hauses auf die Welt.Zeitgleich wird der Sohn eines der Zimmerleute, die beim Bau des Hauses mitgewirkt haben,geboren.Beide Kinder verbindet ein lebenslanges,unsichtbares Band,rund um das Kaufhaus Jonass und dessen wechselhafte Geschichte.Naziregime,Mauerbau und Mauerfall. Elsa und Bernhard werden von der Geschichte durchgeschüttelt. Ein wunderbares,sehr lesenswertes Buch.

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  • Buchverlosung zu "Torstraße 1" von Sybil Volks

    Torstraße 1
    signa_tur

    signa_tur

    Heute zum Welttag des Buches bin ich in Barcelona, wo dieser Tag erfunden wurde und man sich Bücher und Rosen schenkt - also Liebe und Literatur, die schönsten Seiten im Leben :-)  Zu diesem Anlass verlose ich im Rahmen der Lovelybooks-Aktion drei Exemplare meines Romans "Torstraße 1", der 2012 bei dtv als Hardcover erschienen ist und Anfang Juni als Taschenbuch erscheinen wird. "Preisfrage": Wie viel Jahrzehnte Berliner Geschichte erzählt dieser Roman?

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    • 213
  • Das Haus voller Erinnerungen

    Torstraße 1
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 11:20

    Elsa nähert sich der Neueröffnung ihres Hauses, dem Haus in dem sie vor 80 Jahren , während der Eröffnung des Kreditkaufhauses Jonas, zu Welt kam. Und sie hält Ausschau nach Bernhard, dessen Vater Wilhelm, ihrer Mutter einst während der Geburt zur Seite stand. Beide verbindet eine lebenslange Freundschaft und Liebe. Torstraße 1 zum “Soho House Berlin” , einem Privatclub und Hotel umgebaut , und nur geladenen Gäste Zutritt gewährt. Begonnen hatte es als 1929 das Kreditkaufhaus Jonas “ Kaufhaus des Ostens” von der jüdischen Familie Grünberg eröffnet wurde, Geringverdienende konnten hier “auf Pump” kaufen. In dem Vicky, Elsas Mutter, als kleine Stenotypistin gearbeitet hatte. Sie war schwanger von Harry, dem Sohn des Kaufhausdirektors, eine Beziehung die geheim gehalten wurde. Während das Feuerwerk den Himmel erhellte, bringt sie mit Hilfe des Zimmermanns Wilhelm und einer älteren Dame, ihre Tochter Elsa, in der Poststelle, zur Welt. Wilhelm, wird zur selben Stunde Vater mit seinem Sohn Bernhard. Seitdem verbindet Vicky viel mit Wilhelm, und Elsa und Bernhard wachsen fast gemeinsam auf. Beider Lieblingsspielplatz das Kaufhaus, in dem Vicky weiterhin arbeitet. Mit Harry verbindet sie nur der Status der Geliebten, er wird niemals ihr Ehemann und Vater ihres Kindes sein. Und nachdem die Nazis die Macht übernehmen, wird es für Elsas Herkunft schwierig. Vicky heiratet zu ihren Schutz Gert Helbig, der von den Grünbergs als arischer Geschäftsführer eingesetzt wird, und schon immer ein Auge auf sie hatte. Nachdem die Grünbergs Deutschland verlassen, bezieht dieser mit ihr deren Villa, und adoptiert Elsa, die nicht weiß wer ihr leiblicher Vater ist. Wilhelm hält sich aus den politischen Untergrund seines Freundes Arno heraus. Er muss für seine Familie sorgen, fühlt sich verantwortlich, billigt Vickys Entschluss den Nazi Helbig zu heiraten nicht. Mit Missbilligung sieht er der Umgestaltung seines Kaufhauses , zu einer Ausbildungsstätte der Reichsjugendführung zu. Und die gemeinsamen Geburtstagsfeiern von Elsa und Bernhard gibt es auch nicht mehr. Der Leser begleitet Vicky und Wilhelm durch ihr Leben, und wie eng verbunden Elsa und Bernhard sind, nicht nur durch den Tag ihrer Geburt. Zeitgeschichte von 1929 bis 2010 mit den Schicksalen der Hauptpersonen verknüpft und der Wandlung diese Hauses in der Torstraße 1 . Anfangs ein Kreditkaufhaus, von den Nazis für die Führer der reichsdeutsche Jugend genutzt. Nach dem Krieg dem ersten DDR Präsidenten Wilhelm Pieck und dem SED Vorsitzenden Otto Grotewohl ihr “Haus der Einheit” bezogen, und später als Institut für Marxismus- Leninismus zur Verfügung stand. Um nach jahrelangem Lehrstand nach der Wende zu einem Privatclub und Hotel umgebaut zu werden. Es ist aber auch die Geschichte einer geteilten Stadt, mit unterschiedlichen Träumen, und Menschen, die aneinander fest halten. Einziger Abzug ist für mich die Schnelligkeit, mit der zu Beginn die Zeitgeschichte ihren Lauf nahm, wobei ich mir mehr Abschweifungen gewünscht hätte.

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