Sybille Haynes Die Etruskerin

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Inhaltsangabe zu „Die Etruskerin“ von Sybille Haynes

Italien, Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr.: Larthi ist die junge Tochter eines etruskischen Sehers, der aus dem Flug der Vögel die Zukunft vorhersagt. Doch was ihr widerfahren wird, als sie den Sohn des Königs von Cisra heiratet, hat er nicht vorhergesehen. Politische und wirtschaftliche Unruhen bedrohen die alte Aristokratie. Machthungrige Emporkömmlinge missbrauchen alte Handelsverbindungen, um sich zu bereichern. Und Larthis Familie steht mitten im Zentrum einer Entwicklung, die eine ganze Kultur bedroht …

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  • Rezension zu "Die Etruskerin" von Sybille Haynes

    Die Etruskerin

    sabisteb

    13. August 2010 um 12:32

    Die dreizehnjährige Larthi lebt als Tochter des obersten Auguren in Casri (Cerveteri) um 509 v. Chr. Sie hat die Gabe ihrer Mutter geerbt Ahnungen der Zukunft von den Göttern zu empfangen und wird von ihrem Vater in der Interpretation der Zeichen der Götter und auch im lesen und schreiben unterwiesen. Ihre Kindheit ist behütet und geprägt von Zeichen der Götter und Ritualen zur Besänftigung dieser. Die Zeichen der Zeit jedoch stehen auf Veränderung. Die Macht der etruskischen Adelshäuser ist dabei langsam zu erlöschen. Die Griechen und Karthager dringen immer weiter in ihr Gebiet und machen diesem einst mächtigen Volk die Seeherrschaft streitig. Die Römer gewinnen zunehmend als Selbstbewusstsein und befreien sich von der etrusktischen Herrschaft durch die Dynastie der Tarquinier, indem sie diese aus der Stadt verbannen. Als Larthi mit etwa zwanzig Jahren ihre große Liebe heiratet, ihren Cousin und Sohn des Königs von Casri, ahnt sie noch nicht, dass ihr Mann die Meiste Zeit seines Lebens getrennt von ihr im Exil verbringen wird mit ihr als einziger Verbindung zu seiner Stadt und den dortigen Ereignissen. Allein, mit ihren Kindern einer schwerkranken Tante und später ihrem blinden Vater meistert Larthi ihr Schicksal und lebt mit den Anfeindungen der Königswitwe Veilia. Larthis Gabe ist ihr dabei teils Segen und Vorwarnung teils aber auch Fluch als sie ihren Mann und Sohn, um ihren sicheren Tod wissend in ihre letzte Schlacht ziehen lässt. Das Buch erzählt die Geschichte einer Kultur im Niedergang durch Epidoden in Larthis Leben, ähnlich wie Frank S. Becker in Der Preis des Purpurs durch die Erlebnisse von Flavius und Aqmat. Zunächst wird der Leser in die religiösen Gebräuche und die Kultur der uns doch recht fremden Etrusker eingeführt, indem er ein Jahr im Leben der jungen, dreizehnjährigen Larthi begleitet. In dieser Episode wird man vertraut mit den ungewohnten Namen und der starken Religiosität der Etrusker, die in allen Naturerscheinungen den Willen der Götter zu erkunden sucht. In dieser Episode wird auch auf die kulturellen Unterschiede zwischen Rasenna, wie sich die Etrusker selber nannten, und Römern eingegangen. Bei den Rasenna waren die Frauen Teil der Gesellschaft, nahmen an Gelagen teil und waren dem Manne gleichgestellt, während sie im Patriarchat der Römer nahezu keine Rechte hatten. Wegen dieser Gleichberechtigung wurden die Etruskischen Frauen von anderen Völkern auch als unzüchtig angesehen. Larthi sieht sich durch den Römer Marce und den Griechen Alexandros mit den Vorurteilen der Römer und Griechen gegen ihr Volk konfrontiert. Ab der Mitte des Buches werden die Zeitsprünge deutlich größer und umfassen oft fünf bis zehn Jahren durch die 26 Ehejahre Larthis. Auch die Episoden werden kürzer und führen so durch die Umstürze dieser Zeit und haben den Verfall und den Niedergang der Etruskischen Kultur zum Thema. Das Buch spielt in einer Zeit, die in historischen Romanen nur selten beschrieben wird und der Frührepublikanischen Periode des römischen Reiches entspricht. Dennoch ist das Volk der Etrusker deutlich unterschiedlich vom dem der Römer und Italien ist noch lange nicht vollkommen unter römischer Herrschaft. Eine Zeit, aus der wenige Überlieferungen existieren und über die noch weniger Romane verfasst wurden. Dieses Buch ist kein historischer Roman im eigentlichen Sinne wie man es bei einem Titel die "Die Etruskerin" erwarten würden. Es geht nicht um Herzschmerz und Selbsterfüllung. Vielmehr ähnelt dieses Buch den BBC und ZDF Geschichtsreportagen die mittels Spielszenen aus dem Leben einer fiktiven Gestalt der damaligen Zeit durch deren Augen über ihre Kultur und Zeit erzählen. Larthis ist ein distanzierter Beobachter. Durch ihre Sehergabe weiß sie oft schon wie eine Situation enden wird und beobachtet dann nur noch die Umsetzung des göttlichen Willens. Eine ungewöhnliche und dennoch spannende und ansprechende Umsetzung, wenn auch für manche Fans des historischen Genres möglicherweise ungewohnt und fremd anmutende Form der Erzählform. Das Buch ist wie alle historischen Romane von Zabern mit einem historischen Anhang und einem äußerst ausführlichen Glossar versehen.

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  • Rezension zu "Die Etruskerin" von Sybille Haynes

    Die Etruskerin

    beowulf

    18. November 2008 um 17:15

    Ein gutes Beispiel dafür, dass ein historischer Roman besser von einem guten Schriftsteller, als von einem guten Historiker verfasst werden sollte. Das Buch ist doch eher eine Einführungslektüre für Studenten, die sich im Geschichtsstudium mit den Etruskern beschäftigen wollen, als eine entspannende oder gar spannende Lektüre.

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