Sybille Schrödter Die Lebküchnerin

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Inhaltsangabe zu „Die Lebküchnerin“ von Sybille Schrödter

Nach ihrer Flucht aus dem Kloster Engelthal im Jahre 1387 finden sich die Freundinnen Benedicta und Agnes in Nürnberg wieder. Agnes zieht zu ihrem Verlobten, dem Bäcker Anselm, doch was soll aus Benedicta werden? Agnes nimmt die Freundin mit und gibt sie als ihre heiratswillige Schwester aus. Anselms Vater ist von den beiden Frauen nicht sonderlich angetan – bis sie ihm aus einer großen Notlage helfen: Dabei greifen sie auf ein Rezept für herrlich duftende Lebkuchen zurück. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, doch mit ihm folgen Neid, Hass und tödliche Intrigen … Sybille Schrödter beherrscht das Genre meisterlich bis ins Detail: ein spannender Plot, eine dramatische Liebesgeschichte und die historische Kulisse des mittelalterlichen Nürnberg.

Ich fand das Buch einfach nur toll! Habe es vor Jahren gelesen und es ist mir noch immer in eindrücklicher Erinnerung.

— Murmeltier
Murmeltier

Spannend, von amüsant bis grausig. Ich habe das Buch in der Nachweihnachtszeit gelesen und nebenbei ständig Lebkuchen genascht.

— Synapse11
Synapse11

Frecher Frauen Roman in Mittelalter-Kulisse. *gähn*

— Konsumfrau
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  • mmhhhh Benediktenlebkuchen^^

    Die Lebküchnerin
    sabrinchen

    sabrinchen

    24. April 2014 um 11:38

    Dieses Buch habe ich so schnell verschlungen wie eine Packung Lebkuchen bei mir stehen bleibt ;) Es war eine tolle ausgewogene Story mit historischen und auch informativen Hintergrund. Es war eine Freude in die Welt der Protagonisten einzutauchen und mitzufühlen. Da ich in Nürnberg lebe war es für mich sehr schön zum lesen wie die weltweite Spezialität wahrscheinlich entstand. Auch gefiel mir der Schreibstil in diesem Buch und das veranlasst mich natürlich weitere Bücher dieser Autorin zu lesen . Vor allem der später nachgekommene "2. Teil" Definitiv 5 *****

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Ilary

    Ilary

    16. February 2012 um 19:38

    Die Story ist eigentlich in wenigen Sätzen erzählt. Benedicta wird als 12-jährige von ihrer Stiefmutter ins Kloster Engelthal gebracht, damit sie ihr und ihrem Sohn "nicht im Wege steht". Der einzige Lichtblick im Kloster ist Agnes. Sie freundet sich mir ihr an und am liebsten verbringen die beiden ihre Zeit in der Küche. Weil in Nürnberg ein Fieber ausgebrochen ist und dort keine Lebkuchen mehr gebacken werden können, probieren die Beiden dies äußerst erfolgreich aus. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit fliehen sie mit dem Fechtmeister Julian. Dieser wird auf der Flucht schwer verletzt und so kommen die beiden Mädchen (mittlerweile mit Hund) in Nürnberg beim Freund von Agnes (einem Bäcker) an. Diesem verhelfen sie aus einer Notlage, indem sie Lebkuchen backen. Dann folgen noch etliche Irrungen, Wirrungen und etwas Crime. Positiv an dem Buch waren die Rezepte der Lebkuchen, obwohl als Nürnbergerin sind mir diese natürlich nicht fremd. Die Beschreibung des mittelalterlichen Nürnberg hat mir auch gut gefallen. Ansonsten war der Roman sehr einfach geschrieben, keinerlei wirkliche Spannung, die Personen waren gut oder böse und es war alles sehr vorhersehbar. Wahrscheinlich hatte ich mir zuviel erhofft.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Synapse11

    Synapse11

    12. January 2012 um 17:40

    "Liebeslust und Leckereien" Inhalt: Nach dem Tod ihres Vaters ist die zwölfjährige Benedicta ihrer Stiefmutter nur noch ein Dorn im Auge. Unter dem Vorwand, es sei der letzte Wille des Vaters, wird sie ins Kloster abgeschoben. Benedicta spürt, dass dies nicht sein kann. Vater hätte ihr die Freiheit gelassen. Nur widerwillig fügt sie sich den Klostersitten. Während ihre Mitschwestern durch Bibelstudium und Gebet um besondere Heiligkeit wetteifern, entdeckt Benedicta ihre Vorliebe fürs Lebkuchen backen. Aber warum den faden Teig als Fastenspeise? In Abwesenheit der Priorin verwendet sie heimliche Zutaten und kreiert ein köstliches Lebkuchenrezept. Die Leckereien sind in aller Munde, bis Benedicta von der Priorin zu Fasten und Gebet verdonnert wird. Zwischendurch taucht auch noch der mit der Priorin verwandte Fechtmeister Julian im Kloster auf und Benedicta verliebt sich. Als beide beobachtet werden, wird sie beschuldigt, ihr Gelübte gebrochen zu haben und soll in ein anderes Kloster abgeschoben werden. Benedicta plant die Flucht mit ihrem Liebhaber. Doch dann kommt alles anders als erwartet. Ihre Freundin Agnes hat die Flucht beobachtet und will mit. Julian wird verletzt und letztendlich vermisst. Lebt er noch? Wird er sich melden? Auch die Stiefmutter erfährt von der Flucht und das Leben der Benedicta ist nicht mehr sicher. Sie kann vorerst als “Brunhilde” in der Backstube von Agnes Verlobten aushelfen. Scheinbar sind die Lebkuchen ihre Rettung, aber die Neider schlafen nicht. Wer versucht die beiden Frauen zu töten und warum? Auf der Suche nach Julian macht Benedicta eine ungeahnte Entdeckung. Meine Meinung: Als Leser ahnt man förmlich, was die Küchenmädchen der Klosterküche, nach der Freude über die gelungenen Lebkuchen, erwartet. Die Vorahnung läßt die Spannung steigen. Meist sind die Gefühle der Protagonisten so lebendig geschildert, dass sich der Leser gut in die einzelnen Charaktere hinein versetzen kann. Deutlich führt Sybille Schroedter dem Leser die Sitten und Gebräuche des Mittelalters vor Augen. Sehr spannend ist auch die Flucht aus dem Kloster geschildert. Später wird der Spannungsbogen durch die Handlung selbst, einige Cliffhanger und Agnes dunkle Vorahnungen aufrecht erhalten. Benedictas Neider werden zu Feinden und schrecken vor nichts zurück um ihr und den anderen Kameraden der Bäckerei zu schaden. Und warum heißen Lebkuchen eigentlich Lebkuchen? Nach dem Lesen ist der Leser diesbezüglich schlauer. Wie die Benedicten Lebkuchen zu den heutigen Elisen Lebkuchen wurden, soll in einem späteren Band verraten werden. Meine Lieblingstextstelle: “Deine Augen sind gierig wie die unserer Schweine, wenn wir ihnen Futter geben.” (S.71) Fazit: Die Geschichte der Nürnberger Lebkuchen wird dem Leser durch eine historisch sehr anspruchsvolle Weise nahe gebracht. Spannend, und von amüsant bis grausig gut ausgeschmückt. Ich habe das Buch in der Nachweihnachtszeit gelesen und nebenbei die restlichen Nürnberger Lebkuchen verspeist. - Ein doppelter Genuss! (Im Buch erfährt man auch, warum eine Oblate darunter ist und was damals Benedicta als Oblate diente.)

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Toschi3

    Toschi3

    14. September 2011 um 10:28

    Süß und lebensgefährlich Die junge Benedicta wird nach dem Tod ihres Vaters in ein Kloster gesteckt, damit ihre Stiefmutter frei über das Erbe verfügen kann. Doch die lebenslustige Frau ist dort völlig falsch am Platz, es sei denn, sie kann in der Küche beim Backen von Lebkuchen helfen. Als sie aus dem Kloster fliehen muss, macht sich ihre Freundin Agnes mit ihr auf den Weg nach Nürnberg. Dort, versteckt vor den Häschern des Provinzials und ihrer Stiefmutter, neiden ihr auch andere den Erfolg mit den leckeren Lebkuchen. Eine süße und gleichzeitig blutrünstige Geschichte aus dem mittelalterlichen Nürnberg. Die Autorin hat Routine beim Schreiben mittelalterlicher Romane. Flüssig geht die Geschichte von der Hand, bzw. auf den Leser über. Schnell sind sympathische und unsympathische Charaktere identifiziert und man drückt der Protagonistin die Daumen, dass alles gut wird. Aber vielleicht ist die erwähnte Routine auch Schuld daran, dass nicht der ganz große Wurf mit diesem Buch gelungen ist. Für meinen Geschmack sind auf den ca. 380 Seiten zu viele Tote untergebracht, und dafür ist die Liebesgeschichte um Benedicta und zwei Brüder viel zu schmalzig. Dennoch ist das Buch eine nette Lektüre für graue Wintertage, vielleicht noch mit einem Lebkuchen als Nascherei nebenbei...

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Gurke

    Gurke

    28. February 2011 um 17:02

    Da ich selbst von Lebkuchen nie genug bekommen kann, war ich auf Sybile Schrödters historischen Roman sehr gespannt. In „Die Lebküchernerin“ geht es um die Protagonistin Benedicta, die durch ein gemeines Spiel ihrer gierigen Stiefmutter in das Kloster Engelthal geschickt wurde, um dort als fromme Nonne ihr Leben zu verbringen. Benedicta ist unglücklich in ihrer Rolle als Dienerin des Herrn und ihr einziger Lichtblick in den Mauern des Klosters sind die Momente in der Küche zusammen mit ihrer Freundin Agnes, wobei sie sich auch an einem eigenen Rezept für Lebkuchen versuchen – doch für Schwester Walburga ist sie ein Dorn im Auge und so nimmt das Schicksal seinen Lauf als Benedicta Julian begegnet. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und der Leser hat es nicht schwer mit Benedicta mitzufiebern, da die Autorin die Leiden der jungen Nonne gut ausschmückt. Nur die Tatsache, dass Benedicta aus jeder noch so ausweglosen Situation mit einem Wimpernschlag sofort die Lösung für die Probleme herbeizaubern konnte, waren an einigen Passagen etwas übertrieben. Die Spannung verläuft zwar eher auf einem mäßigen Level, aber dadurch, dass die Autorin einige unerwartete Wendungen einbaut, kommt trotzdem keine Langeweile auf. „Die Lebküchnerin“ ist eine schöne Geschichte, die man aber am besten zur Adventszeit liest, damit man auch genügend Lebkuchen bei der Lektüre verputzen kann und sich nicht nur an den Beschreibungen über die Gerüche und Geschmäcker der Personen erfreuen kann. Wie es sich für eine mittelalterliche Liebesgeschichte gehört, kommen auch Neid und Intrigen nicht zu kurz und zum Schluss gibt es dann auch das ersehnte Happy End.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Sonna1902

    Sonna1902

    21. November 2010 um 21:16

    Benedicta und ihre Lebkuchen Als junges Mädchen gibt ihre Stiefmutter Benedicta gegen ihren Willen und den des verstorbenen Vaters ins Kloster, wo sie fortan ein frommes Leben als Nonne führen soll. Doch es fällt Benedicta schwer, sich den strengen Regeln des Klosters zu unterwerfen. Anstelle den ganzen Tag zu beten, treibt sie sich viel lieber in der Küche bei ihrer Freundin Agnes herum, was ihr als Nonne allerdings verboten ist. Als sie eines Tages mal wieder in ihrer Zelle eine Strafe absitzen muss, ergreift sie ihre Chance, eine Woche heimlich in der Küche leckere Lebkuchen zu backen. Als eines Tages das Gerücht aufkommt, dass Benedicta das Keuschheitsgelübde gebrochen und mit dem Neffen der Priorin, dem Fechtmeister Julian, angebändelt hat, müssen sie und Julian überstürzt des Nachts aus dem Kloster flüchten. Agnes begleitet die beiden. Auf der Flucht werden die Frauen von Julian getrennt, so kommt Benedicta bei Agnes und ihrem Verlobten in Nürnberg unter. Schon bald kann Benedicta ihre Fähigkeiten in der Bäckerei von Agnes´ zukünftigem Schwiegervater unter Beweis stellen. Doch die sich schnell einstellende Idylle wird schon bald von einem Mordkomplott unerbittlich gestört. Sybille Schrödter hat einen sehr kurzweiligen, spannenden und gut zu lesenden Schreibstil. Sie schreibt mit einer Liebe zum Detail, ob es sich um die Hauptprotagonisten, die Stadt Nürnberg im Jahre 1387 oder das Backen der Lebkuchen handelt. Das Cover ist schlicht und unauffällig gehalten, aber dennoch erkennt man in ihm die liebevolle Art der Gestaltung, die auch die Geschichte ausmacht. Die Charaktere des Buches sind sehr anschaulich beschrieben, so dass man sich schnell in sie hinein versetzen kann. Der Klappentext handelt von den Geschehnissen, die nach der Flucht aus dem Kloster passieren. Jedoch spielt sich ein Großteil der Geschichte zu Beginn des Buches innerhalb der Klostermauern ab. Ungeduldig sehnte ich die Flucht herbei und dabei wurden mir einige der ersten Kapitel etwas zu lang. Doch mein Durchhaltevermögen hat sich definitiv gelohnt. Durch die Geschehnisse in Nürnberg nimmt die Geschichte später noch einmal richtig Fahrt auf und gewinnt sehr an Spannung. Mir hat das Buch alles in allem gut gefallen. Mit 379 Seiten ist die Geschichte auch weder zu lang noch zu kurz und bestens für graue Herbsttage oder die Vorweihnachtszeit geeignet.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    HelgaR

    HelgaR

    11. November 2010 um 16:03

    In Nürnberg des 14. Jahrhunderts flieht die junge Adelige Benedicta aus dem Kloster, in das ihre Stiefmutter sie nach dem Tod ihres Vaters gesteckt hat. Fechtmeister Julian von Ehrenreit, der Neffe der Priorin, hilft ihr, zusammen mit ihrer Freundin Agnes, der Klosterköchin, bei der Flucht. Allerdings wird er bei einem Kampf verletzt und muss zurückbleiben. Die beiden müssen sich alleine zu Agnes Verlobten, dem Bäcker Anselm, durchschlagen, wo sich Benedicta als heiratswillige Schwester von Agnes ausgibt. Nun beginnt für beide ein neues Leben. Benedicta beginnt in der Bäckerei Lebkuchen zu backen und versucht, nach und nach, ihr Rezept zu verbessern und zu verfeinern. Was ihr sehr gut gelingt, aber dadurch auch viele Neider auf den Plan ruft. Dazu kommen noch die Probleme, zu Honig und Gewürzen zu kommen, die sehr teuer sind. Durch diese ganzen Umstände bekommt sie es plötzlich mit furchtbaren Gehässigkeiten zu tun. Und nicht zuletzt, wird sie überall gesucht, weil sie ja geflohen ist und somit das Gelübde als Nonne gebrochen hat und auch ihre Stiefmutter ist hinter ihr her. Also eine recht aufregende Geschichte, in einer Zeit, in der man nicht sehr freundlich mit den Leuten umgeht, die sich etwas zu Schulden kommen lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist leicht und locker zu lesen, auch wenn die Geschichte nicht sehr tiefgründig ist. Die vielen unterschiedlichen Charaktere passen wunderbar in diese mittelalterliche Zeit und das damalige Nürnberg ist sehr schön beschrieben. Es zeigt auch deutlich, dass sich in dieser Zeit jeder der nächste ist und man daher vor niemanden sicher ist. Wem kann man wirklich vertrauen? Verräter gibt es sehr viele, vor allem, wenn dabei für denjenigen etwas herausspringt. Obwohl sich der Verlauf der Geschichte irgendwie abzeichnet, gibt es doch einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und auch eine gewisse Spannung ist vorhanden, da es ja doch eine ziemlich derbe Zeit war. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Entwicklung des Lebkuchenbackens, wie Benedicta sich bemüht immer wieder ihr Rezept zu verbessern, und diesen Fortschritt mitzuerleben, war recht interessant. Man befindet sich beim Lesen mitten in den Gerüchen und kann den Lebkuchen förmlich schmecken. Sybille Schrödter lässt ja am Ende anklingen, dass es vielleicht eine Fortsetzung gibt, darüber würde ich mich sehr freuen.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    SunshineRose

    SunshineRose

    01. November 2010 um 15:48

    Zwar ist die Geschichte um „Die Lebküchnerin“ Benedicta wirklich ansprechend, doch hapert es schon sehr stark an der Umsetzung. So wirken vor allem die Dialoge sehr gekünstelt und schränken den Lesespaß immens ein. Die Autorin versucht wohl, die Sprache des Mittelalters wieder aufleben zu lassen, nur dass sie sich bei diesem Versuch ein wenig übernimmt. Dadurch dauert es auch einige Zeit, bis es einem gelingt, die Charaktere ins Herz zu schließen. Vor allem in der ersten Hälfte des Romans wirken diese nur bedingt authentisch. So ist es z.B. gerade für eine Nonne schon eine recht merkwürdige Verhaltensweise, sich innerhalb von Sekunden unsterblich zu verlieben. Einige überraschende Wendungen in der zweiten Buchhälfte sowie eine immer sympathischer werdende Protagonistin lassen den Leser aber zumindest gegen Ende mitfiebern. Außerdem werden die zu Beginn häufig aufgetretenen langatmigen Szenen weniger und die Autorin beschränkt sich auf das Wesentliche. Folglich hat man nicht mehr das Gefühl, mit den Seiten kämpfen zu müssen. Allein aufgrund dieser Steigerung im Laufe der Handlung vergebe ich gerade noch so 3 Sterne. Für alle, die aber großen Wert auf einen fesselnden Einstieg legen, ist Sybille Schrödters „Die Lebküchnerin“ definitiv nicht zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Magda

    Magda

    24. September 2010 um 00:26

    "Die Lebküchnerin" ist die Geschichte einer jungen Frau, die das Rezept für die berühmten Nürnberger Lebkuchen entwickelt hat. Benedicta hieß die junge Adelige, die nach dem Tod ihres Vaters von der bösen Stiefmutter in ein Kloster gesteckt wurde. Aber statt zu beten, mochte das Mädchen lieber in der Küche arbeiten. Dort, zusammen mit der neugewonnenen Freundin Agnes, buk sie Lebkuchen für die Nonnen. Und als der Bäcker von dem Nürnberger Provinzial krankt wurde, belieferte sie auch die Mönche in Nürnberg. Nach und nach verbesserte sie das Rezept und ihre Lebkuchen wurden zu Köstlichkeiten, die keiner mehr vermissen wollte. Im Kloster Engelthal lernte sie auch Julian kennen, den Neffen der Priorin Leonore, der sehr oft seine Tante besuchen kommt. Die beiden verlieben sich ineinander und Benedicta will jetzt um jeden Preis dem Klosterleben entkommen. Und bald muss sie das sogar tun... Ich habe das Buch als ein Märchen für Erwachsene empfunden und konnte mich beim Lesen gut entspannen. Die Geschichte um die Entstehung des Lebkuchenrezeptes fand ich interessant. Die Protagonistin Benedicta aber und ihre Lebensgeschichte ein bisschen übertrieben. Die junge Nonne konnte ohne besondere Schwierigkeiten aus dem Kloster fliehen, durch das Land mit ihrer Freundin ziehen und Zuflucht in Nürnberg finden. Alles schien einigermaßen einfach zu gehen und wäre da nicht die böse Stiefmutter – hätte es keine Schwierigkeiten gegeben. Und das wäre meiner Meinung nach in der Zeit um 1387 einfach unmöglich. Auch die Liebesgeschichte fand ich zu flach und zu märchenhaft. Ich möchte an dieser Stelle keine Details verraten, deswegen werde ich es nicht näher beschreiben. Ich sage nur: Benedicta schien nicht nur ein sehr selbstbewusstes und vorlautes Mädchen zu sein. Sie war auch unerfahren und schwankend, wenn es um Gefühle ging. Wenn jemand aber mit der historischen Wahrheit nicht so genau nehmen will und vielleicht von der schweren literarischen Kost ein bisschen Abstand braucht, dem kann ich diese Lektüre rund um die leckeren Lebkuchen wärmstens empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    anyways

    anyways

    16. August 2010 um 14:23

    Wie entstanden die weltberühmten Nürnberger Lebkuchen? Sybille Schröder stellt uns mit ihrem Buch „Die Lebküchnerin“ ihre Version der Geschichte vor. Die junge Benedicta von Altmühl wurde nach de frühen Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter ins Kloster Engelthal verbracht. So sicherte sich diese das gesamte Erbe für sich und ihren Sohn. Unter den strengen Augen der Priorin Leonore und der intriganten Schwester Walburga wächst Benedicta heran. Das Klosterleben fällt ihr schwer, fühlte sie sich doch nie als Nonne berufen. Lediglich die Arbeit in der Küche, das Backen von Brot und anderen Köstlichkeiten erfüllt sie. So schleicht sie sich auch heimlich in die Küche um die Fastenspeise ein wenig genießbar zu machen. Die ersten Lebkuchen entstehen. Da sie sich aber wenig in Demut übt, wird sie von der Priorin des öfteren der Küche verwiesen .Als sie sich dann noch in den Neffen der Priorin verliebt ist das Chaos vorprogrammiert. Julian von Ehrenreit hegt ebenfalls Gefühle für die junge Nonne und küsst diese, leider werden sie von Walburga dabei gesehen. Diese erstattet sofort Bericht. Hals über Kopf müssen die beiden fliehen. Bei ihrer Flucht werden unterstützt sie die junge Köchin Agnes. Als Julian verletzt wird, nimmt Agnes die Nonne mit zu ihrem Verlobten und gibt sie als ihre Schwester aus. Ein Zufall das der Zukünftige ein Bäcker mit schlecht laufendem Geschäft ist. So kann Benedicta sich nützlich machen. Sie verfeinert das Gebäck und die Leute stehen Schlange. Aber wo Erfolg ist, sind Neider auch nicht weit weg…. Ein gut recherchierter historischer Roman. Ganz besonders hat mir die Darstellung der mittelalterlichen Stadt Nürnberg, die Geflogenheiten ihrer Bewohner, die Schwierigkeiten der Bäcker, hierbei die strikte Trennung der Schwarz- und Weißbäcker gefallen. Lediglich die Lebensgeschichte der Benedicta erinnert doch zu sehr an das Märchen Aschenputtel. Da die Geschichte während der großen Inquisitionen spielt, fürchte ich dass die abtrünnige Nonne so leicht nicht davon gekommen wäre.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    suse9

    suse9

    31. May 2010 um 13:13

    Benedicta wird gegen ihren Willen von der Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben, damit diese ihr Erbe kassieren kann. Scheinbar arrangiert sie sich mit dem Leben dort, jedoch als man ihr verwehrt, in der Küche beim Backen zu helfen und außerdem ein Mann ins Spiel kommt, ist es mit ihrer Demut vorbei. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam mit der Freundin Agnes zu fliehen. Sie schlagen sich bis Nürnberg durch. Über das Leben der damaligen Zeit zu lesen ist sehr interessant und so begleitete ich Benedicta gerne auf ihrem Weg ins Ungewisse. Jedoch fesselte und begeisterte mich der Schreibstil Sybille Schroedters nicht. Auch wenn sie einige Wendungen in die sonst so vorhersehbare Handlung einbaute, verstand die Autorin es nicht, Spannung aufzubauen. Sie wählte schlichte einfach Worte und teilweise platte Redewendungen (...ihre Blicke verschmolzen miteinander, bis sich schließlich ihre Münder fanden ...). Auch konnte ich nicht so richtige Sympathie für Benedicta empfinden. Wirkte sie im Kloster gut erzogen, trat sie außerhalb der Mauern hochnäsig und schnippisch auf, was für mich sehr unglaubwürdig war. Mal zeigte sie sich wankelmütig, dann wieder scheinbar zielstrebig. Sie hatte nur Glück, dass die Autorin ihren Lesern die Grausamkeit der damaligen Zeit ersparen wollte, denn ich denke, dass sie mit ihrem Verhalten sehr schnell unter die Räder gekommen wäre. So aber musste Benedicta kaum ernstzunehmende Hürden überwinden, und tauchte doch mal eine Schwierigkeit auf, bewältigte sie diese im Handumdrehen. Ich kann mir nicht denken, dass es den Frauen so leicht gemacht wurde. Alles in allem finde ich das gewählte Thema des Buches zwar hochinteressant, die Umsetzung war es aber nicht. Ich würde dieses Buch Liebhabern von historischen Romanen nicht empfehlen. Wer aber gerne leicht verdauliche, nicht gar so anspruchsvolle Literatur mag, wird hier nicht enttäuscht. Für mich ist das Buch schnell gelesen und auch wieder vergessen.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Mandylein

    Mandylein

    30. March 2010 um 15:39

    http://www.mandythoss.de/buchblog/?p=209

  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    Solifera

    Solifera

    10. January 2010 um 19:02

    ** Kurzinhalt ** Der historische Roman spielt im mittelalterlichen Nürnberg im Jahre 1387. Bendicta wird als junges Mädchen nach dem Tod ihres Vaters von der Stiefmutter mal eben ins Kloster "abgeschoben". Dort hat sie in Agnes, der Klosterköchin, eine Freundin gefunden. Benedicta ist das öde Klosterleben wirklich leid. Die einizge Freude die sie dort hat, ist das Backen [v.a. die köstlichen Lebkuchen]. Dann hat sie auch noch ein Auge auf den Fechtmeister Julian geworfen, der sie sofort vom Fleck weg heiraten würde, wäre sie nicht eine Nonne. Auf der Flucht wird Julian schwer von einem Pfeil verwundet und Benedicta und Agnes müssen ihn schweren Herzen zurücklassen. Sie flüchten zum Liebsten von Agnes, dem Schwarzbäcker Anselm. Doch dessen Vater ist weder von Agnes noch von Bendedicta, die sich als ihre Schwester ausgibt, besonders begeistert. Wird am Ende vielleicht doch alles gut? Und wird Benedicta ihren geliebten Julian wiedersehen? ** Stil und Sprache ** Der Schreibstil ist sehr flüssig und sehr spannend geschrieben, so versteht es das Buch den Leser bis zum Ende des Buches zu fesseln. Auch werden die Perspektiven durch gewechselt und nicht durchgehend aus Sicht der Protagonistin Benedicta geschildert. ** Figuren ** Hauptfigur ist Benedicta, die eigentlich aus adeligem Hause stammt, aber ein Nonnen-Leben fristen muss. Sie ist eine junge, ehrgeizige und sehr selbstbewusste Frau, die weiß, was sie will und es auch [meistens] bekommt. Ihre Freudin Agnes ist da eher zurückhaltender. Da sie - anders als Benedicta - keine Nonne ist kann sie ihren Herzbuben heiraten und Kinder bekommen. Daneben gibt es zahlreiche Nebenfiguren: Die Familie um den Verlobten von Agnes, Anselm, die verfeindete Weißbäcker-Sippschaft. Und der Familienclan um den Fechtmeister Julian. Und viele andere Bewohner des schönen Nürnbergs. ** Persönliche Meinung ** Ich habe dieses Buch sozusagen "gefressen", an einem Tag durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Ob sich tatsächlich damals alles so zugetragen hat, wie im Buch, weiß keiner so genau. Aber das ist auch gar nicht wichtig! Ich habe mich supergut unterhalten gefühlt, habe mit Benedicta gelitten, mich mit ihr gefreut und sie auf ihrem Lebensweg ein kleines Stückchen begleitet.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    catbooks

    catbooks

    08. January 2010 um 20:43

    Nürnberg 1387 – Benedicta ist ein 12jähriges Mädchen, als von ihrer Stiefmutter in das Kloster geschickt wird um das Erbe des Vater ihr nicht streitig zu machen. Dort ist Benedicta noch nie glücklich gewesen, sie ist nicht so gottesfürchtig wie sie sein sollte und auch auch ihr Gelübte, dass sie keusch ist, bricht sie. Sie macht alles, was nicht dem Leben einer Nonne entspricht. Im Kloster lernt sie dann Julian, den Fechtmeister, kennen in den sie sich sehr verliebt. Benedicta hat sich dort mit der Köchin Agnes angefreundet. Beide zusammen lieben es zusammen zu backen. So kommt es, als in der Fastenzeit keine Lebkuchen mehr hergestellt werden konnten, dass Benedicta und Agnes zusammen die Lebkuchen backen. Diese schmecken so süß und lecker, dass alle Welt von diesen Lebkuchen schwärmen. Auch Julian hat sich in Benedicta verliebt und möchte seine Muhme Leonore, die Priorin des Klosters, bitten sie heiraten zu dürfen. Doch sie verbietet es ihm und befiehlt ihm sich eine andere Braut zu suchen. Als Julian sich von Benedicta verabschieden möchte küssen sich die beiden. Doch sie werden bei ihrer Unkeuschheit erwischt und verraten. Somit nimmt die böse Geschichte ihren Lauf und das Leben von Julian, Benedicta und Agnes wird total durcheinander gebracht und Benedicta merkt sehr schnell, dass das Leben außerhalb vom Kloster ist anders als sie es sich vorgestellt hat. Meinung: Benedicta wirkt auf mich wie eine sehr selbstbewusste junge Frau, die weiß was sie will. Auch, wenn die Autorin sie so darstehen lässt, als ob sie sehr unsicher ist, weiß sie trotzdem immer was sie tun muss um aus einer verzwickten Situation wieder heraus zu kommen. Obwohl sie Nonne ist und so erzogen wurde, dass sie immer die Wahrheit sagen muss, hat sie immer eine Lüge parat, die ihr oft den Kopf rettet und teilweise auch noch schlimmer in die Zw ickmühle bringt. Zusammen mit ihrer Freundin Agnes backen sie im Kloster und später auch in Nürnberg die besten Lebkuchen/ Benedicten die die Leute je gegessen haben. Es wird immer und immer wieder betont wie gut diese schmecken, dass es schon fast nervig ist wie perfekt Benedicta backen kann. Sie verhält sich teilweise viel zu ungehalten, sie weiß selten wann Schluss ist und will immer das letzte Wort haben. Ich war davon nicht sehr angetan. Auch wurden die meisten Situationen, die sehr verfahren waren viel zu schnell gelöst immer wusste Benedicta eine sofortige Antwort oder es kam ihr jemand zur Hilfe. Es wirkte teilweise etwas unwirklich, denn jede normale Situation könnte selten so schnell gelöst werden. Doch auch die Liebe in diesem Buch kommt nicht zu kurz. Wie ihr schon gelesen habt hatte Benedicta und Julian vor zu heiraten, doch unter besonderen Umständen, die ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, konnten sie das leider nicht machen und später verliebt Sie sich in einen anderen Mann. Irgendwie geht bei ihr alles drunter und drüber in der Liebe. Es war alles etwas nervig und hat mir nicht so gut gefallen. Ich habe mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut gehabt, doch meine zu hohen Erwartungen haben leider dieses Buch zu nichte gemacht. Doch es ist nicht so, dass dieses Buch grausam war. Nein, dass war es wirklich nicht! Ich habe mich trotz allem sehr gut unterhalten gefühlt. Auch wenn nicht alles so war, wie ich es mir gedacht habe. Fazit: Alle, die ein sehr leichten historischen Roman suchen, bei dem sie nicht nachdenken müssen sind hier gerade richtig. Doch man sollte nicht mit hohen Erwartungen an diese Geschichte gehen, denn sie werden hier keinen Roman finden, der hohen Erwartungen entspricht. Sehr schade!! Doch wer weiß wie es weiter geht mit Benedicta. Im Nachwort wird von der Autorin ein zweiter Teil angekündigt.

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  • Rezension zu "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin
    anushka

    anushka

    02. January 2010 um 14:13

    Mittelmäßige Mittelaltergeschichte Benedicta wird als 12jährige von ihrer bösen Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben, damit sie aus dem Weg ist und keinen Anspruch auf ihr Erbe erheben kann. Doch Benedicta ist für das Klosterleben nicht geschaffen. Immer wieder fällt sie durch Aufmüpfigkeit und Ungehorsam auf. Sie hilft lieber in der Küche beim Backen von Lebkuchen als sich in ihrer Zelle dem Gebet zu widmen. So hat sie sich auch mit der Klosterköchin Agnes angefreundet. Und ihr Herz schlägt zunehmend für den Fechtmeister Florian, den Neffen der Priorin des Klosters. Doch dann eskalieren Missgunst und Verleumdung und Benedicta und Florian müssen flüchten. Auch Agnes hat sich den beiden angeschlossen. Doch auf der Flucht wird Florian schwer verletzt und ihrer Freiheit zuliebe muss Benedicta ihn zurücklassen und mit Agnes allein weiterfliehen. Die beiden Frauen gehen nach Nürnberg, denn dort ist Agnes mit einem Bäckerssohn verlobt und sie stellt ihm Benedicta als ihre Schwester Brunhild vor. Doch Benedicta ist es nicht gewohnt, sich zurückhaltend und demütig zu verhalten. Und so fällt sie schnell auf und macht sich zahlreiche Feinde während die Häscher des Klosters nicht mehr weit sind, denn die Flucht aus dem Kloster und die körperliche Sünde stehen unter harter Strafe ... Wem diese Inhaltsbeschreibung schon kitschig und klischeehaft erscheint, der hat bereits den Kern des Buches erkannt. Benedicta fällt überall durch ihr schnelles und lautes Mundwerk auf, da sie jedem ihre Meinung sagt und manchen damit überrollt. Dass man so nicht in Deckung leben kann, wird schnell deutlich, denn sie bemüht sich auch nicht, misstrauische Charaktere zu besänftigen. In der Mitte des Buches war ich irgendwann so genervt von den beiden Einfaltspinseln Agnes und Benedicta, dass ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt hätte. Denn wer sich derart laut im Wald verhält, während er sich eigentlich auf der Flucht befindet, braucht sich nicht zu wundern. Zudem wurden mir Probleme viel zu schnell gelöst. Agnes' Verlobter ist Schwarzbäcker und ihm ist somit untersagt, Weißmehl zu benutzen. Doch wie Lebkuchen backen ohne Weißmehl? Die Lösung bietet sich in Form eines Geistesblitzes an. So wie eigentlich jede Lösung, wenn die Frauen mit ihrem Lebkuchenteig nicht weiter wissen. Dazu kommt, dass Benedicta einfach viel zu vertrauensselig ist und jedem, der halbwegs nett zu ihr ist, ihre Geschichte auf die Nase bindet. Dagegen sind die, die es nicht gut mit ihr meinen, abgrundtief böse. Die junge Frau von gegenüber, die eigentlich usprünglich Agnes' Verlobten heiraten sollte, greift sogar zu mörderischen Mitteln. Diese Wendung kam mir viel zu plötzlich, da das selbst mit dem schlechten Charakter, der der jungen Frau zugeschrieben wurde, so nicht vorhersehbar oder logisch folgend war. Leider ist es der Autorin nicht gelungen, mich mit der Geschichte vollends zu packen und sie konnte mir keinen der Charaktere nahe bringen. Nicht einmal die verliebten Gefühle wirkten auf mich authentisch. Alles ging etwas drunter und drüber, die Geschichte hatte merkwürdige Wendungen und die Protagonistin belastete meine Nerven immer wieder. Außerdem strotzte die Geschichte vor Klischees und Kitsch. Allerdings habe ich mich auch hin und wieder unterhalten gefühlt, sodass ich dieses Buch als mittelmäßig einstufe. Vielleicht gelingt der Autorin im angedrohten zweiten Band ja eine ausgewogenere und glaubhaftere Geschichte.

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