Syd Moore The Drowning Pool by Moore, Syd (2011)

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Inhaltsangabe zu „The Drowning Pool by Moore, Syd (2011)“ von Syd Moore

Klassische Geistergeschichte mit modernem Touch - etwas unrund und langatmig mit schwacher Heldin!

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer
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  • Fluch aus der Vergangenheit

    The Drowning Pool by Moore, Syd (2011)
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    24. January 2016 um 17:03

    Die Lehrerin Sarah Grey zieht nach dem Unfalltod ihres Mannes zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn Alfie nach Leigh-on-Sea, einem beschaulichen Küstenstädtchen in Essex. Nach einer Party mit ihren Freundinnen, die damit endete, dass sie sich Geistergeschichten erzählten, hat Sarah plötzlich merkwürdige, sehr lebendige Träume und Visionen. Nachdem auch Alfie sie wahrnimmt, beginnt sie nachzuforschen. Bald ist sie davon überzeugt, dass sie der Geist ihrer Namensschwester heimsucht, die Ende des 19. Jahrhunderts als Hexe verrufen war und einen rätselhaften Tod starb.  Sie ahnt allerdings nicht, welche Folgen ihre Bemühungen haben werden, Licht in das Dunkel der Vergangenheit zu bringen. Denn auch in der Gegenwart lauert Böses. Welche Rolle spielt hier Andrew McWhittard, ihr Chef? Eine klassische Geistergeschichte mit einer modernen Wendung. Die Autorin hat die Legenden über die Hexenverfolgungen und die lokale Sage über eine „Meereshexe“ in Essex zum Anlass genommen, eine eigene Story zu erzählen. Der historische Hintergrund wurde gut mit der Gegenwart verknüpft, in der erstaunliche Parallelen zur Vergangenheit auftreten, nicht nur was Namen, sondern auch, was die Schicksale der einzelnen Charaktere betrifft.  So wie die Hexe Sarah Grey ist auch die Sarah in der Gegenwart Witwe. Allerdings wirkt sie auf mich sehr passiv und schwach. Den Tod ihres Mannes hat sie natürlich noch nicht verwunden und so ist sie völlig auf ihren kleinen Sohn fixiert – den sie andererseits durchaus gerne an einen Babysitter abgibt, um mit ihren Freundinnen die Nächte durchzutrinken. Es scheint, als habe sie tatsächlich ein Alkoholproblem – das allerdings nicht zur Sprache kommt.  Nicht ganz schlüssig war für mich das paranormale Geschehen. Einerseits sind die Erscheinungen sehr massiv und hinterlassen bei Sarah auch nachhaltige Eindrücke. Es wird zwar an einer Stelle behauptet, dass Sarah – der Geist – ständig präsent ist, andererseits verliert sich das Geschehen über lange Strecken in Alltagsgeplänkel und die paranormale Seite der Story tritt völlig in den Hintergrund. Es wirkt, als hätte die Autorin manchmal nicht gewusst, was sie mit diesen Erscheinungen eigentlich wirklich anfangen will. Die Geister, die ich rief … Die Story ist allerdings leicht und flüssig zu lesen, das hilft über die langatmigen Stellen ab dem zweiten Drittel etwas hinweg.  Fazit: Historisch interessant aufbereitet, aber nicht ganz runder Plot mit einer ziemlich schwachen Hauptfigur. 

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