Ritter Max von Schabernack ist anders, als die anderen Ritter. Die Eltern sorgen sich, was aus ihm werden soll, doch er geht unbeirrt seinen Weg. Er spielt, jongliert und arbeitet mit Tieren. Am Ende findet er einen Job beim Zirkus und muss nicht mehr Ritter werden.
Die liebenswerte und liebevoll gestaltete Reimgeschichte ist auf jeden Fall etwas für die kleineren Kinder. Sie kann gut vorgelesen werden, aber auch Leseanfänger kommen auf ihre Kosten. Durch die Reimform wird das Lesen für sie erleichtert und die Geschichte bleibt in Erinnerung. Das Gefühl für Rhythmus in der Sprache wird gesteigert. Gerade für Kinder, die sich mit Lesen lernen schwer tun ein super Tipp, da die vielen Wiederholungen die Geschichte sehr leicht lesbar machen. Die Kinder bekommen dadurch ein garantiertes Erfolgserlebnis.
Ganz wunderbar sind auch die von Kindern gefertigten Illustrationen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den vielen Vorschlägen, wie denn der Ritter Max und seine Eltern so aussehen könnten. Ganz besonders witzig fand ich, dass eine gemalte Version von Max Eltern deutliche Züge eines fernsehbekannten deutschen Designers trug. Kinder sind eben einfach unglaublich und so kann man in dem Buch viele liebenswerte Überraschungen erleben.
Aber auch die Geschichte hat einiges zu bieten. Denn Ritter Max geht seinen eigenen Weg und das ganz selbstverständlich. Ein tolles Buch, um mit Kindern zu besprechen, dass kein vorgegebener Weg der richtige ist, sondern nur, der zu einem passt und den man selbst wählt. Und dass es niemandem nützt, etwas nur für andere zu tun, weil man seine Stärken so gar nicht entwickeln kann.






