Sylvain Cordurié

 4 Sterne bei 22 Bewertungen

Neue Bücher

Orks & Goblins. Band 2

Erscheint am 01.02.2019 als Hardcover bei Splitter-Verlag.

Alle Bücher von Sylvain Cordurié

Sortieren:
Buchformat:
Sherlock Holmes & das Necronomicon

Sherlock Holmes & das Necronomicon

 (4)
Erschienen am 01.06.2014
Sherlock Holmes – Crime Alleys

Sherlock Holmes – Crime Alleys

 (3)
Erschienen am 01.04.2015
Sherlock Holmes & die Vampire von London

Sherlock Holmes & die Vampire von London

 (3)
Erschienen am 25.04.2016
Geißeln von Enharma, Die

Geißeln von Enharma, Die

 (2)
Erschienen am 24.01.2012
Sherlock Holmes 1

Sherlock Holmes 1

 (2)
Erschienen am 07.04.2011
Sherlock Holmes – Society: In Nomine Dei

Sherlock Holmes – Society: In Nomine Dei

 (1)
Erschienen am 01.07.2016
Ravermoon

Ravermoon

 (1)
Erschienen am 20.03.2012

Neue Rezensionen zu Sylvain Cordurié

Neu
Svenjas_BookChallengess avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes & das Necronomicon" von Sylvain Cordurié

Sherlock Holmes trifft Horror - ein großartiges Crossover!
Svenjas_BookChallengesvor 3 Monaten

Mittlerweile wisst ihr sicher alle, dass ich ein großer Fan von Sir Arthur Conan Doyle und seinen "Sherlock Holmes" Geschichten bin - auch moderne Pastiches und Adaptionen finde ich sehr spannend, weshalb ich an diesem Comic aus dem Splitter Verlag einfach nicht vorbeikam. "Sherlock Holmes & das Necronomicon" geht ganz andere Wege als die meisten Adaptionen und verbindet den berühmten Meisterdetektiv mit dem Paranormalen, dem Übernatürlichen. Ein grandioses Konzept, das mich bereits auf den ersten Seiten vereinnahmt hat. Anfangs fragt man sich, ob Holmes nach den Erlebnissen am Reichenbachfall und infolge seines, wie wir alle wissen, nicht gerade gemäßigten Rauschmittelkonsums unter Halluzinationen und Wahnvorstellungen leidet. Und nicht nur der Leser fragt sich das, sondern auch Holmes selbst. Er zweifelt an seinem Verstand, kann seinen Sinnen nicht mehr trauen - und das fand ich super spannend und faszinierend zu lesen.

Ziemlich bald stellt sich jedoch heraus, dass Holmes keineswegs verrückt geworden ist, sondern dass im London Ende des 19. Jahrhunderts tatsächlich dunkle Mächte der Nacht ihr Unwesen treiben. Holmes kommt an einen Punkt, an dem er das Übersinnliche akzeptiert und von da an handelt er wieder, wie wir alle es kennen: Besonnen und rational, vor allem aber mit seinem genialen Verstand. Sylvain Cordurié ist es hervorragend gelungen, den Rationalisten Sherlock Holmes mit Mächten zu konfrontieren, die er anfangs nicht begreift: Nämlich denen des sagenumwobenen Necronomicons, ein Buch, das furchtbares Grauen in sich birgt. Diese Begegnung fand ich ungeheuer spannend und großartig umgesetzt. Cordurié erzählt eine ganz andere Sherlock Holmes Geschichte, eine fantastische und mystische und absolut faszinierende Geschichte.

Seine Ideen haben mich sehr beeindruckt und mich tief eintauchen lassen in die düstere und immer wieder überraschende Handlung. Das Crossover aus Sherlock Holmes und Horror ist deshalb für mich absolut gelungen. Lediglich einige kleinere Feinheiten der Story haben mich gestört: So zum Beispiel hat mir Dr. Watson gefehlt - Cordurié stellt Holmes zwar einen nicht minder interessanten Begleiter an die Seite, aber trotzdem. Ohne Watson ist Holmes für mich irgendwie nicht Holmes. Außerdem hätte ich gerne mehr von seinen Fähigkeiten gesehen: Um die dunklen Mächte des Necronomicons aufzuhalten, braucht es zwar natürlich Sherlock Holmes´ scharfen und einzigartigen Verstand, dennoch war mir seine Figur in dieser Geschichte einen Ticken zu passiv. Da hätte gern noch mehr Actio von seiner Seite kommen können. Auch die Baker Street 221B als Dreh- und Angelpunkt für die Ermittlungen beziehungsweise als der Ort, an dem ein Fall seinen Anfang nimmt, habe ich vermisst. Ich finde es wirklich toll, dass Cordurié mit "Sherlock Holmes & das Necronomicon" eigene, ganz neue Wege geht, aber das ein oder andere wichtige Element hätte mich noch mehr in Stimmung gebracht.

Ebenso wichtig wie die Geschichte sind bei einem Comic natürlich die Panels - und diese sind bei "Sherlock Holmes & das Necronomicon" einfach sensationell. Wenn ich ehrlich bin, haben mich die Comics und Graphic Novels aus dem Splitter Verlag bisher visuell immer umgehauen, deswegen ist es eigentlich keine Überraschung, dass mich auch Lacis Zeichnungen absolut gefangen genommen und hypnotisiert haben. Die Panels sind unglaublch realistisch und wirken beinahe filmisch, was die Geschichte sehr plastisch und dynamisch macht. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass Laci den Fokus auf die Figuren und auf deren Mimik und Gestik legt. Zwar sind auch die Handlungsorte wahnsinnig detailliert und auf sehr einnehmende Art und Weise dargestellt, die Figuren aber haben mich schlichtweg von den Socken gehauen. Laci legt eine unheimliche Kraft und Intensität in seine Zeichnungen und das ist genau das, was Corduriés Geschichte braucht, um den Leser vollends mitzureißen.

Mein Fazit
Für mich ist "Sherlock Holmes & das Necronomicon" ganz großer Comicspaß, vor allem aber ein originelles, herrlich düsteres und innovatives Sherlock-Holmes-Pastiche, das mit faszinierenden Horror-Elementen, einem altbekannten Meisterdektiv und sensationellen Panels besticht. Mir als altem "Sherlock Holmes" Hasen hat zwar das ein oder andere Schlüsselelement aus den Originalgeschichten gefehlt, aber insgesamt bin ich unglaublich beeindruckt von Sylvains Corduriés Ideenreichtum und finde es großartig, dass er mutig genug war, um mit seiner Adaption einmal ganz neue Wege zu beschreiten. Fantastisch!

Kommentieren0
0
Teilen
Iudass avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes & die Vampire von London" von Sylvain Cordurié

Sherlock Holmes Vampirjäger
Iudasvor 2 Jahren

Der britische Meisterdetektiv Sherlock Holmes ist seit seinem literarischen Erscheinen immer wieder Mittelpunkt verschiedener medialer Neubearbeitungen gewesen, seien es ehrfurchtsvolle, satirische oder gänzlich moderne Adaptionen, und mal war Sherlock alt, dann wieder ein gutaussehender Jugendlicher. Das Phänomen Sherlock Holmes scheint unerschöpflich und bietet viele Anknüpfungspunkte für unterschiedlichste Formate.

So ist es wenig erstaunlich, daß Holmes nicht nur Jack the Ripper jagt (»Sherlock Holmes und Jack the Ripper«), sondern auch mit dem Übersinnlichen Bekanntschaft schließen darf, wie im Comic »Sherlock Holmes vs Zombies«. In der Graphic Novel »Sherlock Holmes & die Vampire von London« (Splitter Double) von Sylvain Cordurié und Vladimir Krstić-Laci soll der Detektiv jetzt die düstere Londoner Gesellschaft – die mit den spitzen Eckzähnen und der Leidenschaft zu Blut – hautnah erleben.
Kurz nach seinem vermeintlichen Tod in den Tiefen der Schweizer Reichenbachfälle befindet sich Holmes gesund und munter in Paris und genießt sein Leben. Doch nicht allzu lange, denn plötzlich sind ihm dunkle Personen auf den Fersen, die ihm drohen, Watson und seiner Frau etwas anzutun, sollte er nicht ihres Meisters Wunsch erfüllen.

Sherlock Holmes Vampirjäger – so könnte man dieses Crossover der bekannten Detektivgeschichten mit blutigem Horror schon nennen. Doch ist der Detektiv für diese Rolle wirklich die ideale Besetzung?

»Mumpitz, Watson, Mumpitz!« (»Der Vampir von Sussex«, übers. v. Hans Wolf) – so viel bleibt Holmes  zu sagen, als ihn das Schreiben eines Klienten erreicht, der Hilfe in einer Angelegenheit braucht, in der er seine eigene Frau als Vampirin vermutet, die das Blut ihres gemeinsamen Kindes trank. Für das Übersinnliche scheint Holmes wenig übrig zu haben und für ihn lag schnell eine weit weltlichere Lösung des Problems auf der Hand.
Diesen Charakterzug lassen Cordurié und Krstić-Laci vollkommen außer Acht und so ist Holmes im Sommer 1891 bereits viel offener gegenüber der Existenz von Vampiren. Blitzschnell kombiniert er, daß seine zu seinen Füßen befindliche, tote und gebissene Vermieterin Vampiren zum Opfer fiel und er weiß sich dementsprechend auch gegen seine Angreifer eloquent zur Wehr zu setzen. Und was ein guter Detektiv ist, der informiert sich rasch über seinen Feind.

»Ich, der nie ans Übernatürliche geglaubt hatte, begab mich nun auf die Suche nach den Schriften des Professors Abraham van Helsing und konsultierte die Werke, auf die er sich bezog.« (S. 14)

Ein kluger, wenngleich wenig glaubhafter Schachzug. Man kauft Holmes diesen plötzlichen und abrupten Sinneswandel einfach nicht ab und erwartet mehr Skeptizismus und alternative Lösungsmöglichkeiten, bevor er sich so willfährig breitschlagen läßt und sich in den Kampf stürzt. Doch Holmes mausert sich rasch zum versierten Vampirvernichter, der mit Stock, Weihwasser und Magnesium gegen die Nachtwesen antritt.
Auf der anderen Seite erkennt man immer wieder Züge an Holmes, die sich sehr nah an die literarische Vorlage anpassen: seine gewohnte Gelassenheit in jeglichen Situationen, und seien sie noch so abstrus, die Wahl der chemischen Experimente zur Aufklärung eines Falles und seine Ader zur Verkleidung und Schauspielerei.
Dabei kann man dem Autor nicht absprechen, daß er sich Gedanken um die Einordnung in das literarische Original machte. Es finden sich einige Anspielungen auf die Geschichten Doyles, die diese mit der Graphic Novel verknüpfen. Als besonders raffiniert fand ich eine, in die Geschichte passende Erklärung für den Tod Mary Watsons, aber auch der bekannte Name von Holmes‘ Erzfeind Moriarty fällt hin und wieder und Irene Adler darf ebenso nicht fehlen. Und das alles findet vor der wiederauferstandenen Kulisse des Paris‘ und Londons des ausgehendes 19. Jahrhunderts statt, die mit viel Liebe zum Detail erstellt wurde, seien es nun Ex- oder Interieur.

Doch das alles kann das Gefühl, daß Holmes einfach der falsche Vampirjäger ist, nicht übertünchen.

Die Darstellung der Personen ist erstaunlich realistisch. Sherlock Holmes ist hier kein gutaussehender, jugendlich gebliebener Mädchenschwarm, sondern in Anbetracht des Zeitpunktes, zu dem die Geschichte spielt, ein gestandener Mann, dem man einige Falten im Gesicht anmerkt. Auch sonst sind die Personen sehr lebensnah und auch gut in die Szenerie des viktorianischen Englands gesetzt. Zwar stellt sich die Frage, inwieweit Dekolleté-Einblicke wirklich notwendig sind, doch bleiben diese Szenen in der Unterzahl.
Die Vampire sind in ihrer Position als blutsaugende Monster passend gezeigt, scheinen auch verschiedene Wandlungsstufen zu besitzen, in deren Prozeß sie sich vom menschlichen aussehenden Wesen zum verzerrt fratzenhaften Ungetüm umformen; der Vampirchef der ganzen Truppe hat sogar noch eine beflügelte, dämonische Form darüber, wenn er denn sehr wütend ist. Das bekommt dann doch den Eindruck eines Klischees, wie man es aus zahlreichen Filmen kennt.

Die Graphic Novel zeichnet sich über ein größeres Maß an Grausamkeiten und Blutrünstigkeit aus. Es werden Menschen mit bloßer Hand enthauptet, verbrannt oder bekommen das Herz durchstoßen. Daß der Weg des Detektivs mit derart vielen Leichen bedeckt ist, verwundert einen dann doch.
Bedauerlicherweise ist die Darstellung von Flüssigkeiten und Feuer im Gegensatz zum Rest sehr unnatürlich und unglaubhaft, ohne Tiefe und mit sehr zackigen Linien. Dagegen sind Stimmungen farblich oft sehr gut eingefangen. Ein kühles Blau für eine kalte Abendatmosphäre und warme Sepiatöne für die, von schummrigen Kaminfeuer erhellten Räume. Ein hoher Schwarzanteil sorgt dafür, daß sich harte Schatten über die Gesichter und Räume legen, die das düstere Ambiente unterstreichen und markante Details in den Charakteren herausarbeiten, an anderen Stellen aber manchmal auch übertrieben oft eingesetzt werden, sodaß sie ihre Funktion als Kontrast verlieren.

Die Geschichte, komplett von Sherlock Holmes erzählt, ist durchaus temporeich und solider Horror. Das verdankt sie aber nicht der Erzählung per se, sondern im Besonderen der zeichnerischen Darstellung. Gelungene Perspektivwechsel und Schnitte auf die Mimik, die sich in den Gesichtern abzeichnet, unterstützen die schaurigen Momente. Es sind schnelle, harte Kämpfe, denen zwar manchmal die Dynamik verloren geht, wodurch die Bewegungen wie eingefroren wirken, die aber in ihrer Essenz durchaus unterhaltenden Wert haben. Daß der eigentlich Böse dann doch nicht so böse ist und einen moralischen Anspruch erhebt, versteht sich bei so einer Geschichte fast von selbst, es ist aber fraglich, ob das notwendig ist.

So bleibt ein gutes Crossover für Leser blutiger Horror Novels, die Holmes gern mal in einer anderen Rolle sehen wollen. Für Freunde der Originalerzählungen dagegen bleibt eher die Freude an den Zeichnungen eines viktorianischen Londons und das dumpfe Gefühl, daß Holmes als Vampirjäger einfach nicht die richtige Besetzung ist, egal wie man es versucht, plausibel zu erklären.
Wem der Band dann gefiel, der kann sich auf den Nachfolger freuen, der alte Bekannte aus dieser Novel wieder zurückbringen wird: »Sherlock Holmes & das Necronomicon« (Splitter Double).

Kommentieren0
1
Teilen
Chorchills avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes – Crime Alleys" von Sylvain Cordurié

Sherlock Forever
Chorchillvor 3 Jahren

http://abholfach.tumblr.com/post/123284280666/sherlock-holmes-crime-alleys-splitter-double

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 20 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks