Simon, der Ich-Erzähler, erfährt auf der Beerdigung seines Großvaters von dessen unehelichem Sohn in Deutschland. Diese Enthüllung setzt Simons Suche nach seinem Onkel M. in Gang. Seine Familie hält sich bedeckt, doch sein Onkel kann mehr Licht ins Dunkel bringen. Simons Reise führt ihn von Südfrankreich zum Bodensee. Dabei entdeckt er die erschütternde Realität von hunderttausenden Besatzungskindern, die ihren Vätern nie begegnen durften.
Sylvain Prudhomme hat einen sprachlich brillanten und feinfühligen Roman verfasst, der von Claudia Kalscheuer meisterhaft übersetzt wurde. Es ist ein stiller, melancholischer Roman, der sich mit Themen wie Besatzungskindern, Vergangenheit, Wiedergutmachung und Schuld auseinandersetzt.
Von der ersten Zeile an war ich gefesselt von dieser Geschichte und habe mich intensiv mit einem Teil der Deutsch-Französischen Geschichte auseinandergesetzt.
Ich kann diesen wunderbaren Roman, der Familien- und Weltgeschichte auf eindrucksvolle Weise verbindet, nur wärmstens empfehlen.








