Sylvain Tesson

 3.7 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von In den Wäldern Sibiriens, Auf versunkenen Wegen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Kurzer Bericht von der Unermesslichkeit der Welt

Neu erschienen am 05.04.2019 als Taschenbuch bei Matthes & Seitz Berlin.

Alle Bücher von Sylvain Tesson

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In den Wäldern Sibiriens

In den Wäldern Sibiriens

 (17)
Erschienen am 14.12.2015
Auf versunkenen Wegen

Auf versunkenen Wegen

 (4)
Erschienen am 04.09.2017
Napoleon und ich

Napoleon und ich

 (1)
Erschienen am 28.03.2016
Berezina

Berezina

 (1)
Erschienen am 10.03.2016
Dans les forêts de Sibérie

Dans les forêts de Sibérie

 (0)
Erschienen am 01.12.2011

Neue Rezensionen zu Sylvain Tesson

Neu

Rezension zu "Kurzer Bericht von der Unermesslichkeit der Welt" von Sylvain Tesson

"Nur der Geher holt sich ein..."
The iron butterflyvor 5 Monaten

Naturkunden No. 6 Sylvain Tessons „Kurzer Bericht von der Unermesslichkeit der Welt“. Wie alle Ausgaben der Naturkunden Reihe, herausgegeben von Judith Schalansky, sind Innen- und Außengestaltung fester Bestandteil des Gesamterlebnisses dieser Lektüre. Sylvain Tesson bezeichnet sich selbst als Weltenbummler, einen modernen Vagabunden, der ganz im Zeichen dieser Art Wanderer aus allen vergangenen Epochen am liebsten „mit Füßen und Händen“ unterwegs ist. Tesson strebt nicht nach Rekorden zurückgelegter Kilometer, er will sich der Natur und ihren Lebewesen stellen, sie berühren, erleben, sich mit Bedingungen messen, in Gespräche geraten. Das Ungewisse, Unbekannte erfahren und aus Vorstellungen und Träumen Erinnerungen generieren. Dennoch handelt es sich nicht um einen reinen Reisebericht, sondern eher um die Betrachtung des Phänomens des Vagabundierens oder auch dem Leben in der Natur mit all ihren Widrigkeiten und Herausforderungen für den modernen Menschen, wie es Thoreau in Walden beschrieben hat.

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Rezension zu "Auf versunkenen Wegen" von Sylvain Tesson

Der philosophisch-poetisch-kritische Wanderer
peedeevor einem Jahr

Nach einem Krankenhausaufenthalt will Sylvain Tesson keine Reha machen, sondern durch Frankreich wandern, und zwar während vier Monaten. Er will alte Wege gehen, durch verlassene Dörfer und Landschaften, insgesamt 1‘000 Kilometer zu Fuss.

Erster Eindruck: Auf dem Schutzumschlag (ich bin kein Fan von Schutzumschlägen) eine schöne Naturkulisse mit dem rastenden Autor im Vordergrund. Auf den inneren Klappenseiten hat es insgesamt vier Fotos.

Aufgrund eines Sturzes über acht Metern Höhe im volltrunkenen Zustand kommt Sylvain Tesson ins Krankenhaus. Sehr viele Dinge sind im Argen und er hat Glück gehabt, diesen Sturz überhaupt zu überleben. Vier Monate später kann er das Krankenhaus wieder verlassen. Er hat sich geschworen, wenn er je wieder aus dem Krankenhaus käme, würde er zu Fuss durch Frankreich laufen.
Es wird in der späteren Lektüre ansatzweise erzählt, was die Folgen seines Sturzes waren; u.a. hatte er Schrauben im Rücken, eine halbe Gesichtslähmung und auf einem Ohr war er taub und hatte dadurch Gleichgewichtsprobleme. Ich habe mich gefragt, ob eine mehrmonatige Wanderung in diesem Zustand die richtige Wahl ist. Für ihn offensichtlich schon.

Für mich war es das erste Buch von Sylvain Tesson und es wird voraussichtlich auch für längere Zeit das einzige bleiben. Leider hat mich der Schreibstil nicht gefesselt, sondern eher ermüdet, hier ein paar Auszüge:
- „Wenn wir die Flüssigbildschirme unseres High-tech-Lebens mit dem Absatz einträten, würde sich ein verborgener Weg öffnen, der Schimmer eines Tunnels durch das Dispositiv.“
- „In der Provence war Wein das Blut des unter der Sonne ächzenden Felses, hier war er eine Lymphe des Sands, den die Nebel bestäubten.“
- „Das Parkinsonsyndrom der Geschichte trug den Namen Globalisierung.“
- Er spricht von „magersüchtigen Bergketten“; einem Tal, das Alzheimer bekommt; von Tektonik, die das Opium der Landschaft sei.


Immer wieder philosophiert er, zitiert andere Dichter, Denker und Schriftstellerkollegen, erzählt aus der alten und jüngeren Weltgeschichte, zieht Bilder von bekannten Malern herbei, um etwas zu beschreiben oder zu kritisieren. Während dieser ganzen Wanderung habe ich mich wiederholt gefragt, was der Autor mir eigentlich mitteilen will. Ich habe es nicht herausgefunden, schade. Ich weiss auch nicht, ob es für ihn gesundheitlich eine wirkliche Besserung brachte.

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Rezension zu "Auf versunkenen Wegen" von Sylvain Tesson

Auf versunkenen Wegen
Erdhaftigvor einem Jahr

Es ist weder ein Roman noch ein Reisebericht, den der Wanderer Tesson vorlegt. Es ist mehr ein poetisch und philosophisch verfasstes Tagebuch, in dem er sich seiner Genesung und den Veränderungen seines Körpers stellt. Mal wandert er allein, mal mit Fremden ein Stück des Weges, mal mit seiner Schwester – immer auf alten Wegen quer durch Frankreich. Die Begegnungen mit sich selbst sind gut beschrieben und so, dass man sich viel dazu vorstellen kann: Wie es vor Ort aussah, welch ein Leben er vorher lebte, wie andere leben. Denn auch in verlassenen Dörfern und Kapellen finden sich noch Menschen, die auf das Alleinsein Wert legen. So zieht Tesson seine Verbindungen zu anderen Ländern und Wanderungen.

Man kann gar nicht anders als immer weiter zu lesen.

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