Sylvia Halliday

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Rezension zu "Im Licht der Liebe" von Sylvia Halliday

Rezension zu "Im Licht der Liebe" von Sylvia Halliday
luckydaisyvor 8 Jahren

Ein versunkener Schatz in meinem Bücherregal den ich durch Zufall wieder gehoben habe...
Kurz zur Geschichte:
Allegra wurde mit 10 Jahren zusammen mit Ihrer adeligen Familie nach Amerika in die Strafkolonien deportiert. Ihr Vater wurde fälschlicherweise des Landesverrats für schuldig befunden und zusammen mit seiner Familie aller Besitztümer enthoben und zur Zwangsarbeit verschifft. Einzig Allegra hat die Strapazen der Zwangsarbeit überlebt, die restliche Familie starb. Nun ist sie nach England (der Roman spielt übrigens 1724) zurückgekehrt um Rache an dem Mann zu nehmen, der für das Leid ihrer Familie verantwortlich ist. Sie will Lord Wickham unbedingt töten! Als sie auf ihrem ehemaligen Familiensitz ankommt, stellt sich fest, daß der Übeltäter inzwischen verstorben ist und Baniard Hall ins Eigentum von Grey Ridley übergegangen ist. Grey ist dem Alkohol verfallen, nachdem er den Tod seiner Frau nicht verkraften konnte. Durch sein schwieriges Verhalten ist er bei der Dienerschaft extrem unbeliebt und man spöttelt und betrügt ihn bei jeder passenden Gelegenheit...
Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wird Allegra ebenfalls Dienerin in ihrem ehemaligen Elternhaus. Sie ist die einzige die nach und nach Zugang zu Grey findet und die beiden verlieben sich. Doch Allegra lässt ihr Ziel - den Sohn des Widersachers zu töten - nicht aus den Augen. Schafft es Grey, sein persönliches Unglück zu überwinden und Allegra vor einem katastrophalen Schritt zu retten?
Nun mein Fazit:
Das Buch ist sehr schön erzählt und die beiden Protagonisten schließt man sofort ins Herz. Allegra - 18 Jahre jung - von Haß getrieben und Grey, der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann. Beides Menschen mit einem harten Schicksal und mit viel Ecken und Kanten. Allegra und Grey stechen sehr positiv aus dem "Heldeneinheitsbrei" anderer Liebesromane heraus.
Die Grundstimmung des Buches ist sehr düster und in jeder Zeile spürt man das Selbstzerstörerische Verhalten der beiden. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende packend und mitreissend erzählt.
Das einzige, was mich stellenweise wirklich gestört hat, waren die teilweise etwas zu schwülstig geratenen Dialoge und das zum Teil extrem fiese Verhalten des Helden der Heldin gegenüber. Das war wirklich hart an der Schmerzgrenze! Anderseits muss man aber auch die künstlerische Freiheit der Autorin respektieren die damit deutlich aufgezeigt hat, wie Alkohol den Charakter eines Menschen zerstört und ihn zu Handlungen treibt, die er nüchtern niemals vertreten könnte.
Trotz dieser Kritikpunkte ein wirklich tolles Lesevergnügen!

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