Sylvia Kéré Wellensiek

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Lebenslauf von Sylvia Kéré Wellensiek

Sylvia Kéré Wellensiek, Dipl.-Ing., Coach, Trainerin und Autorin, leitet ein Trainings- und Ausbildungsinstitut am Riegsee. Seit Jahren widmet sie sich dem Thema persönliche und organisationale Resilienz. Autorin zahlreicher Bücher zum Thema Resilienz, der DVD »Fels in der Brandung statt Hamster im Rad« sowie der »75 Bildkarten Resilienztraining«. Homepage: www.hbt-akademie.de

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Resilienz – Kompetenz der Zukunft" von Sylvia Kéré Wellensiek

Eine lange unterschätzte Fähigkeit
WinfriedStanzickvor 6 Jahren


 

Schon seit vielen Jahren hat sich in der psychologischen Forschung ein Begriff etabliert, mit dem die Forscher eine immer wieder bei einigen ihrer Patienten und Klienten beobachtete Kraft bezeichnen, mit Hilfe derer sie aus einer deprimierenden Situation wieder in das normale und volle Leben zurückkehren konnten. Mit der sie Widerstand leisten konnten gegen die sie bisher krank machenden Zumutungen ihrer Umwelt und mit der sie wieder optimistisch ihren Blick nach vorne richten und ihr eigenes Leben im Griff behalten konnten.

Die auch in dem vorliegenden Buch der Trainerin und Coach Sylivia Wellensiek immer wieder erwähnte und zitierte Schweizer Paar-, Familien- und Organisationsberaterin Rosmarie Welter-Enderlin hat Resilienz schon früh ein "Gedeihen trotz widriger Umstände" genannt. Es bezeichnet eine psychische Fähigkeit von Individuen, die durch verschiedene Gründe vielen Menschen in der heutigen Zeit abhanden gekommen ist, beziehungsweise sie waren gar nicht der Lage, sie in ihrer Kindheit und Jugend zu entwickeln.

Die Psyche besitzt eine Art Schutzschirm, die den Menschen krisenfest macht. Der Kern der Resilienz ist das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Dieses Vertrauen stützt sich auf sieben Säulen unserer inneren Stärke: Optimismus, Bewältigungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Akzeptanz, Verantwortung, aktive Zukunftsplanung, Netzwerke und Freundschaften.

Robert Brooks hat 2008 im Klett-Cotta Verlag ein Buch veröffentlicht mit dem Titel. "Das Resilienz-Buch. Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken", das wertvolle Hinweise gibt dafür, wie Eltern durch eine entsprechende Haltung ihre Kinder so stärken für ihr Leben, dass sie bei kommenden Krise nicht jedes Mal eine Therapie brauchen, sondern ihr Leben selbständig bewältigen können.

Resilienz als das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen ist etwas, das man nicht einmal erwirbt und dann immer behält, sondern dieses Vertrauen und diese Fähigkeit müssen immer wieder „genährt“ und geübt werden.

Viele Bücher zur Resilienz (vgl. das von Christina Berndt) geben Hinweise darauf, wie Erwachsene für sich selbst und auch für ihre Kinder mehr seelische Widerstandskraft erwerben können:

1. Bauen Sie soziale Kontakte auf.
2. Sehen Sie Krisen nicht als unlösbare Probleme
3. Akzeptieren Sie, dass Veränderungen zum Leben gehören
4. Versuchen Sie, Ziele zu erreichen
5. Handeln Sie entschlossen
6. Finden Sie zu sich selbst
7. Entwickeln Sie eine positive Sicht auf sich selbst
8. Behalten Sie die Zukunft im Auge
9. Erwarten Sie das Beste
10. Sorgen Sie für sich selbst

Das Besondere an dem hier vorliegenden Buch von Sylvia Wellensiek ist, dass sie nicht nur fokussiert auf die Resilienz als die unentbehrliche Kraftquelle für den Einzelnen, aus der wir schöpfen können und die hilft, die Balance zu halten, sondern auch aufzeigt, welche Wert die Resilienz als einübbare Fähigkeit für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung hat.

 

Als ein Kompetenzbündel ist sie unentbehrlich dafür, die immer höher werdende Komplexität unsere wirtschaftlichen und sozialen Systeme zu meistern. Sie ist eine zentrale menschliche Ressource für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaften. Und sie ist zentral notwendig für eine nachhaltige Entwicklung, ohne die ökologisch gesehen unser Wirtschaften bald an ein Ende kommt.

 

„Die eigentliche Lebenskunst“, sagt sie gegen Ende des Buches zusammenfassend, „besteht nicht nur darin, mein eigenes Leben kreativ und erfüllt zu leben, sondern es im Einklang mit allen Leben zu gestalten.“

 

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Rezension zu "Resilienz – Kompetenz der Zukunft" von Sylvia Kéré Wellensiek

Herausforderungen bestehen, Möglichkeiten nutzen
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Herausforderungen bestehen, Möglichkeiten nutzen

Die Dinge in Ruhe betrachten zu können, auch wenn es einmal hektisch oder druckvoll von außen wird.

Die Unwägbarkeiten des Lebens eben als „unwägbar“ anzunehmen und sich von „Überraschungen“ auf dem Lebensweg nicht umgehend aus dem Tritt bringen zu lassen, sondern diesen „Fluss des Lebens“ immer auch als Möglichkeit zu begreifen.

Eine gewisse Form der Nervenstärke somit, das meint der Begriff „Resilienz“.

Das Leben ist nicht im Letzten vorhersehbar und/oder kontrollierbar, es birgt Risiken. Diesem Fakt mit innerer Stärke begegnen zu können, sich in immer mehr unüberschaubar werdenden Strukturen nicht immer wieder von unverhofften Ereignissen sofort aus der Bahn werfen lassen, das sind Voraussetzungen dafür, mit all dem Unwägbaren und dem, was an Risiko auch im Raume steht, einen konstruktiven Umgang zu finden. Daran zu wachsen statt daran zu verzweifeln oder zu scheitern.

„Widerstandskraft, Belastungsfähigkeit, Flexibilität“, mit diesen drei Begriffen bringt Sylvia Kere Wellensiek die Ausformung der Resilienz im Menschen auf den Punkt. Begriffe, denen Joachim Galuska zudem noch die „weichen“ Faktoren zuordnet, die es benötigt, auf sich selbst in all diesen Situationen zu achten, die eigenen Gefühle zu beachten, sich angemessen einzubringen, sich selber weitgehend steuern zu können, statt nur reaktiv überraschenden Wendungen im Leben gegenüber zu stehen.

Wobei Resilienz in den Augen der Autoren zwar durchaus in verschiedener Ausprägung dem Menschen „mit auf den Weg gegeben“ ist, aber „aktiv angestoßen und verstärkt“ werden kann, ein „Prozess, der an Dynamik und Wechselwirkung geprägt ist“. So dass jeder eine Art „Steaufmännchen“ werden kann, die einen mit mehr Anlauf, die anderen mit weniger.

Im Folgenden legen die Autoren strukturiert und sehr verständlich im Stil die verschiedenen Ebenen (Person, Unternehmen, Gesellschaft), die verschiedenen „Orte der Resilienz“ und di konkrete „Wirkweise“ facettenreich im Buch vor. Wobei im Besonderen der „gesellschaftliche Blick“, die „Resilienz als Grundlage für Nachhaltigkeit“, aber auch die ethischen Implikationen dieses Buch von anderen aktuellen Werken zur Reislienz unterscheidet.

Wie die „Wirkung der Resilienz“ in Form von „Präsenz und Offenheit“ dem Leben gegenüber auf der Basis einer ruhigen Souveränität sich auf den persönlichen Umgang mit den Unwägbarkeiten und Risiken des Lebens auswirkt, aber auch auf die unternehmerische Gestaltung und die gesellschaftliche Ausrichtung Einfluss nehmen kann, das gelingt den beiden Autoren in gut ergänzender Weise, dem Leser nahe zu bringen.

Vielfache Hinweise auf Möglichkeiten, die eigene Reislienz in den Blick zu nehmen und zu verstärken runden die Darlegungen immer wieder konkret und fassbar ab.

Eine empfehlenswerte Lektüre zu einer wichtigen „Kraft für das Leben“.

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