Predyl

von Sylvia Kaml 
4,8 Sterne bei12 Bewertungen
Predyl
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Gut geschriebene und spannende Dystopie

M

Eine spannende und intelligente Science-Fiction.

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Inhaltsangabe zu "Predyl"

Seit Jahrhunderten leben die Menschen auf dem Mond ›Predyl‹, weit von der zerstörten Erde entfernt. Mithilfe der Arbeitskraft primitiver Ureinwohner haben sie sich dort ein Utopia erschaffen. Die junge Frau Luna wächst als eine der verwöhnten Bewohner dieser Kolonistenstadt auf. Als sich die Proteste der Predyler gegen die Unterdrückung häufen und es zu einem militärischen Konflikt kommt, wird sie erstmals mit der harten Realität konfrontiert. Unterstützung findet sie ausgerechnet in dem Eingeborenen Biran, der bald mehr als nur ein Beschützer ist. Gemeinsam versuchen sie, die verheerende Feindschaft zwischen den Spezies zu beenden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946820079
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:412 Seiten
Verlag:Hybrid Verlag
Erscheinungsdatum:27.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    manievor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende und intelligente Science-Fiction.
    Spannende, intelligente SF

    Auf Sylvia Kaml bin ich schon vor ein paar Jahren gestoßen und ich finde ihre Bücher sehr spannend. Der Klappentext dieses Buches sprach mich besonders an und ich musste es daher unbedingt lesen. 

    Es geht um die junge Luna. Ihre Vorfahren zerstörten die Erde und besiedelten einen fremden Mond. So wie es die Natur des Menschen ist, unterdrückten sie die Einheimischen. Nach Jahrhunderten lehnen sich die Einheimischen auf und es kommt zum Krieg, den das Buch behandelt. 

    Lunas Geschichte fand ich interessant, ich vermisste jedoch stellenweise Aktion. Um sie herum passierten so viele Dinge, aber sie schien nicht involviert: Während ihre Mitstreiter zum Beispiel Gefangene befreiten, kocht sie im Lager essen. Das fand ich sehr schade. Das verbessert sich aber im Laufe der Zeit. 
    Auch kam es ein paar Mal zu Deus Ex Machina. An diesen Stelle hab ich mir gewünscht, Luna wäre Frau genug, sich selber aus der Situation zu befreien, aber nein, es musste ständig ein Mann zu ihrer Rettung kommen. 
    Vielleicht hätte die Autorin aus zwei Sichten schreiben können, zum Beispiel Lunas und des Einheimischen oder Lunas und ihres Bruders. Aber ich denke, sie hat sich bewusst dagegen entschieden. Wie dem auch sei, ich fand Lunas Geschichte interessant, ein bisschen mehr Aktion hätte aber nicht geschadet. 
    Insbesondere das letzte Drittel des Buches war unglaublich spannend, da wollte ich das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen. Nur das Ende fand ich zu einfach. 

    Sowohl die Kultur als auch Biologie der Predyler, aber auch Flora und Fauna des Mondes sind sehr detailverliebt ausgearbeitet. Das fand ich gut, vor allem, dass die Autorin es schaffte, nicht ellenlange Erklärungen einzubauen, wie sie oft in anderen SF-Büchern zu finden sind. 

    Mich störten ein bisschen Lunas Monologe, in denen sie das Thema Toleranz aufbereitete. Überhaupt nicht wegen des Themas, sondern mit welchem Nachdruck, manchmal sogar Pathos sie sprach. Es wirkte auf mich, als spräche die Autorin durch sie, der das Thema offenbar nahe geht. 
    Zumeist flechtete die Autorin dieses Thema jedoch dezent ein, sodass man als Leser selbst die Ungerechtigkeit nachvollziehen konnte, die den Einheimischen widerfahren war. Das macht dieses Buch so unglaublich wichtig in meinen Augen. 

    Was mich wirklich nervte, war Lunas Verhältnis zu Fleisch. Da geht die Welt unter, ihre Familie stirbt, ihre Spezies wird beinah ausgerottet, der Krieg dauert mindestens fünf Jahre, aber nein, Fleisch zu essen, ekelt sie immer noch an. Da dachte ich mir: Mädchen, komm mal klar. 

    Der Schreibstil der Autorin überzeugte mich. Das Buch las sich flüssig und gekonnt geschrieben. An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, hier versuche die Autorin eine neue Formulierung finden. Das ist zwar lobenswert, aber nicht immer nötig. 

    Fazit: Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, ich fand es spannend und gut geschrieben. Ich wünsche mir allerdings, es hätte mehr Aktion. Das Thema und die Aussage des Buches finde ich sehr wichtig, es hätte aber an manchen Stellen etwas dezenter sein können. Von mir vier Sterne.

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    Galaxs avatar
    Galaxvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Fantasievolle und grausame Welt, phantastisch erzählt.
    Erfrischend leicht und dennoch hochwertig geschrieben ...

    Jedoch an einigen Stellen ein wenig übertrieben, wo einfachere Formulierungen den Lesefluss angenehmer gemacht hätten.

    Zwischen drin gab es kleine Längen, die zwar keinen inhaltlichen Mehrwert hatten, aber gut zur Stimmung und Situation beitrugen, was an dieser Stelle keine Kritik sein soll. Gerade bei Büchern mit solchen komplexen Themen wünscht man sich die ein oder andere Atempause.

    Die Beschreibungen der aufgezeigten Welt ist sehr fantasievoll, detailreich und schon recht Außerirdisch. Die Predyler ebenso ;)

    Generell empfand ich alle Protagonisten als sehr glaubwürdigen dargestellt.

    Mein größter Kritikpunkt ist (so banal es klingt) dass die menschlichen Siedler auf der einen Seite Vegetarier sind, weil sie das töten und essen von Tieren ablehnen, sich dann aber über die Einheimischen erheben, sie herabwürdigen und sogar versklaven.
    Vegetarier haben ja ”eigentlich” die innere Moral eben nicht ”über” andere Lebewesen zu stehen, weshalb sie das essen von Lebewesen ablehnen – das passt nicht in der Versklavung anderer intelligenter Lebewesen, die zudem noch auf dem Mond heimisch sind.

    Klar, das ist der Aufhänger der Storie, aber eben auch das Manko. Die Geschichte trug meiner Meinung nach den Geschmack aus der Sklavenzeit in den USA mit sich. Ohne das Vegetarier sein und einfach nur die Unbelehrbarkeit der menschlichen Rasse aufzuzeigen wäre nicht weniger gut gewesen.

    Zugegeben, es ging im Grunde auch gar nicht um die Sklaven, sondern um den gerechtfertigten Aufstand der Predyler, der in einen furchtbaren, bis ins Detail beschriebenen Krieg auswuchs. Und diese Details haben es in sich. Großartig geschrieben. Im Übrigen verzichtet hier die Autorin durch ihre Figur, eine Partei zu ergreifen, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Die Figuren und ihr Antrieb beider Fronten werden offengelegt, und der Autorin gelingt es sogar, sich eindeutig für die Predyler auszusprechen, ohne die Menschen zu verurteilen.

    Leider ist das gesamte Buch in der Ich-Perspektive verfasst, was den Nervenkitzel ausbleiben lässt, ob die Hauptfigur jemals in ernsthafter Gefahr ist. Solange es noch Seiten in der rechten Hand gibt, solange wird sie alles durchstehen, und auch darüber hinaus hat die Figur in ihrer kindlichen Analyse der Gesamtsituation nicht immer überzeugt, aber wenn sie es tat, dann auch richtig.

    Dass es die obligatorische Liebesgeschichte in dem Buch geben muss, auch wenn ich sie nicht gebraucht hätte, war wohl notwendig, da man in schlimmen Zeiten wohl auch immer einen kleinen Hoffnungsschimmer braucht. :)

    Fazit:
    Trotz dieser wenigen Schwächen ist der Roman um Luna vom Mond Predyl ein durchweg lesenswerte, spannende und emotionale Sache. Das Buch fängt fabelhaft an, hält durchgehend, was es versprochen hatte und zieht sich spannend durch die Grausamkeit des Krieges und dem Leid der Protagonisten. Das Ende von Predyl ist perfekt! Sehr stimmig, absolut rund und nichts anderes wäre hier besser.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Lesehighlight 2017!
    Eine Geschichte soweit weg und doch ganz nah!

    In der Story von Sylvia Kaml geht es um die Kolonisierung des Mondes bzw. um die Stadt Neumond die auf den Planeten „Predyl“ angesiedelt wurde. Dies ist gesehen da die Erde von Menschenhand einst zerstört wurde.

    Auf Predyl werden die primitiven Ureinwohner unterdrückt und ausgebeutet als billige Arbeitskräfte. Diese haben sich sozusagen ein eigenes Utopia erschaffen, in dieser Umgebung wächst auch die 12-Jährige Lena bzw. hier Luna genannt auf. Es dauert nicht lange und die schöne aufrechte Fassade von Utopia beginnt zu zerbrechen, denn die Predyl(er) versuchen sich gegen das „Regime“ aufzustemmen. Was folgt ist „Krieg“…

    Meine Meinung nach ist das wirklich ein sehr gutes Buch, dass kann ich behaupten da ich eigentlich kein Science-Fiction lese, aber mir dieses Buch sehr empfohlen wurde. Gut, womit soll ich anfangen?

    Erst einmal zum Schreibstil, dieser ist wirklich gut gehalten. Denn man kommt direkt in den Lesefluss und ist sofort im Bann der Geschichte gefesselt. Es gab für mich zur keiner Zeit das Gefühl, dass Luna eine 12-Jährige pubertäre Göre ist. Die Figur ist der Autorin wirklich gelungen, denn man merkt schon anhand des Schreibstils das Luna im Übergang zur einer jungen Frau ist. Was man nicht vergessen darf ist natürlich die Szenerie in der sich Luna befindet, Sie kennt nur das was ihr erzählt wurde von Predyl und dessen Ureinwohner, bis er zu diesem Aufstand kommt und Sie feststellen musste, dass nicht alles gesagte der Wahrheit entsprach. Würde man z.B. sich das ganze einfach mal mit uns vorstellen, glaube ich nicht, dass die Autorin soweit weg wäre. Will damit nur sagen, dass Thema was Sie angesprochen hat, gibt und gab es und wird es immer wieder auf unsere Welt/Erde auch gegen/begegnen und vielleicht sollte doch jeder sich in sich mal horchen!

    In diesem Sinne kann ich nur sagen ein Buch was wirklich gut ist und empfohlen werden kann, da die Geschichte doch so naher ist!

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    LimitedEditions avatar
    LimitedEditionvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eines meiner Lesehighlights 2017! Ein großartiges Buch, das fesselt, zum Nachdenken anregt und einen mitnimmt in eine andere Welt!
    Eines meiner Lesehighlights 2017! Ein großartiges Buch, das fesselt und einen mitnimmt!

    Nachdem ich "Die Verschwörung des Raben" der Autorin gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Normalerweise lese ich lieber Dystopien, die in unserer Welt spielen und so war ich anfangs etwas zwiegespalten, ob dies auch  mein Ding ist. Doch es hat mich schon nach kürzester Zeit gepackt. Zu sehr erkennt man diese Menschen wieder, die unsere Erde zerstört haben und im Begriff sind, sich auch den neuen Planeten genauso zu ihren Zwecken zu missbrauchen. Doch dieses Buch kommt ohne erhobenen Zeigefinger und ohne billige Action aus, dennoch ist es so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte und ich einem Rutsch durchgelesen habe. Dazu tragen auch die Charaktere bei, die man sehr gut vor Augen hat. Luna (Lena) ist ein ganz normales Mädchen und wird - aus der behüteten Kindheit - plötzlich mit Krieg und Rassenkämpfen konfrontiert. Schließlich obliegt es ihr - zusammen mit dem Einheimischen Biran, der mir ans Herz gewachsen ist, - die Menschen mit den Predylern zu einem friedlichen Nebeneinander zu bringen. Absolut spannend fand ich die inneren Konflikte, die man hautnah miterlebt hat, und dieses Déja-Vu, das mich immer wieder überkommen hat, wenn man die Verhältnisse dort mit den aktuellen auf unserer Erde vergleicht. Da dies aber hauptsächlich im Subtext passiert, kann sich jeder das hineininterpretieren, was er mag - das ist das großartige an dem Buch. Nicht vielen gelingt es, reale Bezüge so subtil zu verpacken, sodass man es auslegen kann, wie man mag, oder es auch einfach als spannendes Buch konsumieren kann. Obwohl es schon ein paar Tage her ist, dass ich es ausgelesen hatte,  beschäftigt es mich immer noch! Eine ganz klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne! Diese Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und freue mich auf weitere Bücher! 

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    AnjaScs avatar
    AnjaScvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine dystopische Geschichte der besonderen Art. Ein besonderes Buch, das den Leser in eine fremde Welt eintauchen lässt.
    Eine fantastische Geschichte

    Inhalt:


    Eigentlich läuft das Leben auf Predyl für die Menschen gut. Sie haben ein neues zu Hause gefunden, ernähren sich vegetarisch und achten auf Nachhaltigkeit.
    Die Kinder bekommen eine gute Schulbildung und alle sind zufrieden und leben ein Leben ohne Angst und Entbehrungen.

    Aber geht es wirklich allen so?
    Leider nein, denn die Ureinwohner des Planten Predyl sind eine unterdrückte und ausgebeutete Rasse, die unter den Menschen leidet. Sie leben nicht in der wundervollen Stadt Neumond, haben keinen Zugang zu der Technologie und fristen ein Leben am Rande der Gesellschaft und werden schlecht behandelt.

    Der Zorn und der Hass der Ureinwohner steigt und nach über 300 Jahren, einer mehr oder weniger friedlichen Co-Existenz, reißt den Predylern der Geduldsfaden und sie begehren gegen die Ungerechtigkeit auf...
    Es folgt ein unerbittlicher Kampf der beiden Spezien, in dem es nicht nur um den Sieg geht, sondern es wird um das Überleben und den Fortbestand der jeweiligen Rasse gekämpft.

    Auch als der Krieg vorüber ist und die Predyler als Sieger hervorgehen, haben die Kämpfe kein Ende. Verhärtete Fronten stehen einander gegenüber und die Menschen werden von dem scheinbar wahnsinnigen Machthaber des predylischen Militärs gejagt.
    Hass, Wut und Zorn sind bei beiden Rassen tief verwurzelt und anscheinend können diese Gefühle nicht überwunden werden.

    Luna, die eigentlich Lena heißt, hat sich bereits als Kind mit Biran angefreundet und kann nicht glauben, dass es keinen Frieden geben kann. Als sie Biran nach dem Krieg wieder trifft, beschließt sie mit ihm für eine gemeinsame Zukunft einzustehen und dafür zu arbeiten - aber wird es den beiden gelingen beide Parteien davon zu überzeugen, dass es eine friedliche Zukunft geben kann?

    Fazit:

    Sylvia Kaml hat mit diesem Science-Fiction Roman eine dystopische Atmospähre geschaffen, die ihres gleichen sucht. Es ist keine 0815 Dystopie, wie man sie schon so oft gelesen hat, sondern eine durchaus gesellschaftskritische Erzählung über die Dummheit der Menschen bzw. Predyler.
    Hass, Hörensagen, Wut, Mißtrauen und der Unwille mit einer anderen Rasse gemeinsam zu leben, sind der Motor für die Auseinandersetzungen in diesem Buch.

    Häufig habe ich mich dabei erwischt, dass ich gedacht habe: Die Menschheit lernt nicht dazu. Sie ist zukünftig noch genauso verblendet wie heute oder früher.

    Der Autorin gelingt es, dass man sehr schnell in die Geschichte eintaucht und versteht es den Leser zu fesseln.
    Die Beschreibung der Predyler ist wirklich hervorragend und ich konnte mir ihre Andersartigkeit lebhaft vorstellen. Die Echsen ähnlichen Wesen werden sehr gut dargestellt und im Laufe des Buches erfährt man immer mehr über die unterschiedlichen Völker, die auf dem Mond leben und über ihre Lebensweise.
    Besonders gut gefallen hat mir die Idee, dass die Predyler ihre Gefühle über Farben ausdrücken, so wird Ihre Stirn zum Beispiel rot bei Wut.

    Die Hauptprotagonisten in diesem Buch werden gut beschrieben und man bekommt mit Voranschreiten einen immer besseren Eindruck und erlebt auch Veränderungen, die auf Grund der äußeren Bedingungen stattfinden.

    Wir erleben, dass Freundschaft immer möglich ist.
    Vertrauen und Respekt müssen erarbeitet werden.
    Wir lernen, dass wir nicht gleich eine ganze Rasse verurteilen sollten auf Grund der Taten von einzelnen Personen, sondern das Individuum als einzel Person betrachten sollen.

    Der Schreibstil von Sylvia Kaml ist flüssig und den Geschehnissen angepasst. Die ganze Geschichte lässt sich gut lesen und regt zum Nachdenken an, ohne dass man den Eindruck hat, dass die Autorin mit dem erhobenen Zeigefinger neben einem steht.

    Wir werden auf eine bewegende Reise mitgenommen, die einen hoffen, bangen und mitfiebern lässt.

    Das Ende des Buches ist für mich absolut passend und untermauert im Ganzen das, was ich in dieser Geschichte erlebte. Ein anderer Ausgang wäre für mich auch sehr unrealistisch gewesen.

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    karinasophies avatar
    karinasophievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Science-Fiction Roman, welcher in keinster weise 0815 ist. Er ist Gesellschafskritisch, spannend und sehr anregend geschrieben. :)
    [Rezension] Sylvia Kaml: Predyl - Eine neue Welt

    Klappentext: Seit Jahrhunderten leben die Menschen auf dem Mond >Predyl<, weit von der zerstörten Erde entfernt. Mithilfe der Arbeitskraft primitiver Ureinwohner haben sie sich dort ein Utopia erschaffen. Die junge Frau Luna wächst als eine der verwöhnten Bewohner dieser Kolonistenstadt auf. Als sich die Proteste der Predyler gegen die Unterdrückung häufen und es zu einem militärischen Konflikt kommt, wird sie erstmals mit der harten Realität konfrontiert. Unterstützung findet sie ausgerechnet in dem Eingeborenen Biran, der bald mehr als nur ein Beschützer ist. Gemeinsam versuchen sie, die verheerende Feindschaft zwischen den Spezies zu beenden.

    Inhalt: Luna ist ein verwöhntes Mädchen von 12 Jahren. Luna lebt mit ihrer Familie, welche aus Mutter, Vater und Bruder besteht in einer Stadt. Diese Stadt ist Neumond und liegt auf dem Planeten >Predyl<, denn die Erde ist vor eine Weile durch Menschenhand zerstört worden. Luna, welche eigentlich Lena heißt, möchte einfach mit ihrer Familie etwas Zeit zusammen im Zoo verbringen oder endlich Urlaub im Dschungel machen, aber dies alles geht nicht...
    Die Ureinwohner Predyls, Ecksenartige Wesen, werden von den Menschen unterdrückt und meistens als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Es kommt zu Unruhen, die Unruhen werden zu Protesten, die Proteste werden immer lauter und schließlich schweifen diese Proteste aus und es kommt zu einem Krieg.
    Verluste, Verfolgungen, knappe Nahrung, Freundschaft, Versklavungen, Ausbeutungen, Revolten und Hoffnung. Dies alles ist bestandteil dieses etwas anderen SciFi Romans.

    Buchaufbau: >Predyl - Eine neue Welt< von Sylvia Kaml, ist am 27. März 2017 im Hybrid Verlag erschienen. Das Buch besteht aus 468 dichtbedruckten Seiten, welche auf 4 Teile und mehrere Kapitel aufgeteilt sind. Die Geschichte ist aus der Sicht von Luna geschrieben. Das Taschenbuch kostet neu: 12,90€
    ISBN: 978-3946820079

    Rezension: Mir hat diese Geschichte unheimlich gut gefallen! Es fängt schon mit den tollen und überaus passenden Eugen Roth Zitaten an, welche man am Anfang jedes Teils, sowie Prolog und Epilog anfindet. Allein diese Zitate beinhalten einen vorgeschmack auf die nächsten Seiten und bringen einen zum nachdenken. Im Prolog erhält man eine kurze Einführung in die Geschichte und wird mit der Ankunft, der Menschen, auf dem Mond, sowie mit den Ureinwohnern bekannt gemacht. Die Ureinwohner, welche grob gesagt Echsen-Artig sind, werden im laufe der Geschichte immer mehr beschrieben und sind sehr interessant und anfangs mysteriös dargestellt. Luna, welche am Anfang der Geschichte erst 12 Jahre alt ist, ist verwöhnt und altersentsprechend Pupertäts bedingt anstrengend. Sie muss schon in jungen Jahren einige harte Lektionen lernen und wird von der Autorin Sylvia Kaml in keinster Weise verschont. Die Geschichte nimmt schlüssig ihren Lauf (Proteste, Ausschweifungen sowie Hass bilden sich vermehrt und schließlich entsteht Krieg zwischen Menschen und Predylern). Die Geschichte geht aber nicht nur um den Krieg zwischen den beiden Arten, Mensch und Predyl, sondern vermehrt um die Nachkriegszeit welche so einiges zu bieten hat. Immer wieder baut die Autorin Sylvia Kaml wichtige persönliche und Ethische Fragen sowie Probleme ein. Die Menschen leben in Neumond vor dem Krieg vegan, sind nun z.B. auf Fleisch als Nahrungsmittel angewiesen, zudem treten mitunter die schlimmsten Charaktereigenschaften in Extremsituationen zu tage. Der Schreibstil von Sylvia Kaml ist zudem sehr flüssig, spannend (es gibt keinen einzigen "langweiligen" Absatz), bildlich und sehr anregend. Die Geschichte welche sich auf ca. 15 Jahre erstreckt birgt so einige Fassetten in sich. Trotz all dem Leid und Hass welcher sich auf beiden Seiten gebildet hat beginnt eine Freundschaft zwischen Luna und Biran, einem Ureinwohner. Die beiden kannten sich flüchtig von vor dem Krieg und vertreten gemeinsame Interessen, nämlich den Frieden. Eine Jagd aus Befreiungen und Verfolgung durch die extreme Regierung entsteht. Kann es überhaupt noch Frieden zwischen den beiden Spezies geben?
    Ein Science-Fiction Roman welcher in keinster Weise 0815 ist, zum nachdenken anregt und sehr Gesellschaftskritisch verfasst worden ist.

    Mein Fazit: Ein unheimlich toller Science-Fiction Roman, welcher definitiv zu meinem Jahreshighlight gehört. Ich kann ihn daher nur jeden wärmstens ans Herz legen. :)

    !Der Roman ist durch seine Gesellschaftskritik, das Thema Krieg und die anregende Schreibweise keine leichte Lektüre, daher würde ich es eher ab 16 Jahren empfehlen und zudem als "Erwachsenen-Literatur" einstufen!

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    Veraveras avatar
    Veraveravor einem Jahr
    Die Zukunft bleibt immer offen

    "Predyl" von Sylvia Kaml: Zum einen ist es ein klassischer SF-Roman mit allen Komponenten dieses Genres, jedoch mit umgekehrten Prämissen: Die so oft Angst einfößenden aber nicht selten auch freundlichen Aliens sind auf dem Mond Predyl die Menschen - zum anderen ist "Predyl" auch ein SF-Roman der gehobenen Art, psychologisch durchdacht und einfühlsam geschildert.
    Aus dem Prolog erfährt der Leser, was damals geschah, als die Rakete der Menschen auf dem Mond Predyl landete, und weshalb die Siedler ihren Heimatplaneten verlassen mussten.
    Die eigentliche Geschichte beginnt im vierten Jahrhundert nach der Landung der ersten Menschen auf diesem fremden Himmelskörper.
    Den Ureinwohnern aber sind die Menschen fremd geblieben. 
    Fremdheit, Vorurteile und Hass sind durch den ganzen Roman hindurch stets unterschwellig präsent. Dem werden anfängliche zarte Versuche entgegengestellt, den Fremden kennenzulernen und zu akzeptieren.
    Mit dem Ausbruch des Krieges beginnt eine Achterbahn der Gefühle für die Protagonistin, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.
    Eindringlich in der Schilderung und flüssig bewegt sich die Narration, mit den vielschichtigen Ereignissen, ja, und auch mit der Entwicklung der Personen, die zum Teil eine Umwandlung im Denken und Handeln erfahren.
    Die Charaktere der Romanfiguren definieren sich weitgehend über den Dialog. Die Dialoge sind glaubhaft und greifbar, beeindruckend immer wieder auch die Monologe der Protagonistin.
    Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite aufrecht erhalten. Und, was für einen Zukunftsroman kennzeichnend ist: Die Zukunft bleibt auch hier offen.

    Kristiane Kondrat

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    anra1993s avatar
    anra1993vor einem Jahr
    Erfrischende Idee


    Auf dieses Buch bin ich durch eine Leserunde auf Lovelybooks aufmerksam geworden. Mich hat der Klappentext sehr angesprochen, da ich sehr gerne Bücher in diese Richtung lese. Der Schreibstil der Autorin konnte mich begeistern. Sie schreibt sehr fesselnd und flüssig, sodass ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte und mir die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen konnte. Mir hat besonders die Welt gefallen, die die Autorin erschaffen hat. Die Erde ist nicht mehr bewohnbar und die Menschen mussten auf einen anderen Planeten ausweichen, der jedoch von anderen Kreaturen besiedelt ist: Den Predyler. 
    Das Buch ist aus der Sicht von Luna geschrieben, die in der neuen Welt aufgewachsen ist. Ihr Weltbild wird erschüttert, als sie das erste Mal auf einen jungen Predyler trifft, der nicht als die Persönlichkeit angesehen wird, die er ist, sondern als billige Arbeitskraft. Luna durfte in ihrem Leben mehrere Erfahrungen machen: Einmal wie es ist, alles zu haben und sich um nichts Sorgen zu machen. Und zum anderen das bittere Überleben. Luna ist eine starke junge Frau, die man als Freiheitskämpferin bezeichnen kann. Ihren Weg kreuzt immer wieder der Predyler Biran, mein Lieblingscharakter in der Geschichte. Biran machte schlechte Erfahrungen mit den Menschen, und trotzdem wird er der stärkste Verbündete von Luna sein. Ich mochte Birans Art und seine Einstellung sehr gerne und  habe jeden Moment mit ihm genossen.
    Die Geschichte war für mich komplett neu und vergleichbares habe ich bislang nicht gelesen. Die Autorin hat nicht nur einen spannenden Science-Fiction Roman erschaffen, sondern weist indirekt auf ernste Themen wie die Rassentrennung, zweiter Weltkrieg oder Ausländerfeindlichkeit hin. Es gab Szenen, bei denen ich wirklich schlucken musste, denn ich konnte mir es so genau vorstellen. Teilweise hatte ich ein wirklich ein beklemmendes Gefühl.
    Die Spannung war überwiegend gegeben. Allerdings gab es auch ein paar Stellen, an denen es sich für mich leicht gezogen hat. Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen habe. Für mich gab es viele interessante Handlungen und auch die Umsetzung der anderen Spezies war wirklich toll. Ein kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings doch noch: Ich hatte das Gefühl, dass die Zeitrechnung teils nicht stimmt. Und generell die teils großen Zeitsprünge waren nicht so meins. Sicherlich geht der Krieg lange, aber ich hatte das Gefühl, dass die Sprünge für das Buch zu groß sind, ohne, dass die Charaktere starke Sprünge machen.
    Das Ende war wirklich toll und lässt mich befriedigend zurück. Alle Frage wurden geklärt und es gab keine Unstimmigkeiten. Zu dem endet es anders, als ich dachte, aber wesentlich schöner. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
    Fazit
    Mit Predyl hat die Autorin eine neue Welt erschaffen, die mich gefangen nehmen konnte. Die Spannung war überwiegend gegeben, auch wenn sie manchmal etwas fehlte. Die Charaktere habe ich wahnsinnig gern gewonnen und würde mich freuen, wenn sie noch einmal in einem Buch vorkommen werden. Ich habe das Buch auf jeden Fall gerne gelesen und kann es euch empfehlen.

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    Toby_Bes avatar
    Toby_Bevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein etwas anderer Sci-Fi Roman, der auch ganz ohne Raumschlachten und dröhnende Triebwerke auskommt.
    etailreich beschrieben und packend bis zur letzten Seite.

    In dem von männlichen Autoren geprägten Science-Fiction Bereich erscheinen täglich neue Bücher voller unendlicher Weiten. Um so mehr freue ich mich, dass ich ein wirklich gelungenes Sci-Fi-Werk der deutschen Autorin „Sylvia Kaml“ lesen durfte. Der Verlag war so freundlich mir ein Exemplar zur Verfügung zu stellen. Und dafür bin ich sehr dankbar, denn sonst wäre dieses tolle Buch wohl gänzlich an mir vorbei gegangen.

    Inhalt: Seit Jahrhunderten leben die Menschen auf dem Mond Predyl, weit von der zerstörten Erde entfernt. Mithilfe der Arbeitskraft primitiver Ureinwohner haben sie sich dort ein Utopia erschaffen. Die junge Frau Luna wächst als eine der verwöhnten Bewohner dieser Kolonistenstadt auf. Als sich die Proteste der Predyler gegen die Unterdrückung häufen und es zu einem militärischen Konflikt kommt, wird sie erstmals mit der harten Realität konfrontiert. Unterstützung findet sie ausgerechnet in dem Eingeborenen Biran, der bald mehr als nur ein Beschützer ist. Gemeinsam versuchen sie, die verheerende Feindschaft zwischen den Spezies zu beenden.

    Rezension: Der Roman beginnt mit einem kurzen Prolog und beschreibt das erste Aufeinandertreffen der Ureinwohner mit den neuen Siedlern. Der erste Kontakt verläuft nicht gerade harmonisch und endet für einen der Predyler tödlich. Die eigentliche Handlung spielt dann dreihundert Jahre später. Die Kolonie gedeiht prächtig. Den Kolonisten geht es gut, sie leben im Überfluss. Die Ureinwohner jedoch müssen als günstige Arbeitskräfte herhalten. Sie dürfen die Kolonie nur zum arbeiten betreten Bürgerrecht und Wohlstand sind das alleinige Privileg der Kolonisten. Die reptilartigen Ureinwohner fühlen sich unterdrückt und schlecht behandelt. Die menschlichen Siedler wiederum sehen durch eine Gleichstellung der Ureinwohner ihren Wohlstand und Lebensweise bedroht. Viele vertreten die Ansicht, „die Wilden“ sollen gefälligst dankbar sein für den Fortschritt, den man gebracht hätte. Und so gärt, unter der Oberfläche, ein Konflikt der immer mehr angeheizt wird. Der Krieg scheint unausweichlich…

    Im Mittelpunkt der Ereignisse steht die junge Luna. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder in der Kolonistenstadt „Neumond“. Schließlich geschieht das Unausweichliche und nach dem Ende des offenen Krieges steht Luna, ohne ihre Familie, ganz alleine in den Trümmern der „Neuen Welt“. Ausgerechnet der Ureinwohner Biran steht der jungen Frau zur Seite. Gemeinsam versuchen sie die Fremdartigkeit des anderen zu ignorieren und erkennen, dass sie gar nicht so verschieden sind. Wirklich gut gefallen hat mir, dass die Protagonistin Luna ein ganz normales Mädchen ist. Hier wurde von Sylvia Kaml bewusst auf eine Helden – oder auch Antihelden Figur verzichtet. Die verleiht der Story, obwohl diese auf einem entfernten erdähnlichen Mond spielt, eine gewisse Glaubwürdigkeit.

    Die Autorin legt in Predyl sehr viel wert auf die Entwicklung der einzelnen Charaktere und deren Motivationen. Auch verbirgt sich hinter der kurzweilig geschriebenen Geschichte ein tieferer Sinn. Sylvia Kaml greift Themen wie das selbstzerstörerische Verhalten der menschlichen Psyche ebenso auf, wie komplexe politische Geschehnisse. Themen die in unserer Realität immer noch aktuell sind. Sehr geschickt lässt die Autorin dies in die Geschehnisse der Protagonisten einfließen, ohne dabei jedoch den moralischen Zeigefinger zu erheben. An vielen Stellen erinnerte mich die Grundstory an die Besiedelung Amerikas und deren Umgang mit den Ureinwohnern und der späteren Sklavenhaltung. Interessant ist auch, dass im Gegensatz zu vielen anderen Sci-Fi Storys die Ausserirdischen keine geschlossene, kulturell einheitliche Gruppierung darstellt. Sehr detailreich geht die Autorin auf die Unterschiede der verschiedenen Predyl-Kulturen ein und beschreibt auch die Ureinwohner als individuelle Persönlichkeiten.

    Fazit: Eine spannende, sehr real wirkende Story mit absolut glaubhaften und klischeefreien Charakteren. Detailreich beschrieben und packend bis zur letzten Seite. Ein etwas anderer Sci-Fi Roman, der auch ganz ohne Raumschlachten und dröhnende Triebwerke auskommt.

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    Herbstlaubs avatar
    Herbstlaubvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Gut geschriebene und spannende Dystopie
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hybrid_Verlags avatar

    Habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl, andere auf den Mond schießen zu wollen?

    Wir tun es.

    Wie wäre es mit einer Reise dorthin? Nein, nicht unseren kargen und langweiligen Trabanten. Einen neuen Mond. Bunter, vielfältiger und auch gefährlicher.

    Hier ist vor über 300 Jahren eine menschliche Kolonie entstanden, die sich durchaus zeigen lassen kann.

    Nur müsst ihr euch beeilen Man munkelt, die Stadt »Neumond« stehe nicht mehr lange. Zumindest hat mir das einer der vogel/reptilienartigen Ureinwohner dort geflüstert … Was er damit wohl meint?

    Das könnt ihr erfahren, in Sylvia Kamls neuem Sciencefiction-Epos Predyl.

    Begleitet eine junge Frau auf ihrer Reise durch die Nachkriegszeit und lernt die Welt der Predyler mit all ihren Seiten kennen.

    Klappentext:

    Seit Jahrhunderten leben die Menschen auf dem Mond ›Predyl‹, weit von der zerstörten Erde entfernt. Mithilfe der Arbeitskraft primitiver Ureinwohner haben sie sich dort ein Utopia erschaffen. Die junge Frau Luna wächst als eine der verwöhnten Bewohner dieser Kolonistenstadt auf. Als sich die Proteste der Predyler gegen die Unterdrückung häufen und es zu einem militärischen Konflikt kommt, wird sie erstmals mit der harten Realität konfrontiert. Unterstützung findet sie ausgerechnet in dem Eingeborenen Biran, der bald mehr als nur ein Beschützer ist. Gemeinsam versuchen sie, die verheerende Feindschaft zwischen den Spezies zu beenden.

     

    Hier noch ein Interview mit der Autorin mit ein paar Hintergrundinformationen über das Buch bei »Autoren Dingsda«: ###YOUTUBE-ID=cwC5tzZH-Pk###


    Wir vom Hybrid Verlag verlosen dazu

    5 Taschenbücher.

    Wenn Ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet, schreibt einfach kurz, wie Ihr Euch ein Zusammentreffen auf einem Planeten mit einer fremden Kultur vorstellen würdet.

    Bei einem Gewinn kann der Mondflug starten ...

    Viel Glück!


    Gerne könnt Ihr Euch auch im Shop unserer Homepage umschauen, dort warten noch einige andere gute Geschichten und interessante Neuvorstellungen auf Euch:  *klick*
    M
    Letzter Beitrag von  manievor 7 Monaten
    Vielen lieben Dank an Sylvia, dass ich bei der Leserunde mitmachen durfte. Ich freue mich schon auf deine nächsten Bücher!

    Hier meine Rezi:

    Auf Sylvia Kaml bin ich schon vor ein paar Jahren gestoßen und ich finde ihre Bücher sehr spannend. Der Klappentext dieses Buches sprach mich besonders an und ich musste es daher unbedingt lesen.

    Es geht um die junge Luna. Ihre Vorfahren zerstörten die Erde und besiedelten einen fremden Mond. So wie es die Natur des Menschen ist, unterdrückten sie die Einheimischen. Nach Jahrhunderten lehnen sich die Einheimischen auf und es kommt zum Krieg, den das Buch behandelt.

    Lunas Geschichte fand ich interessant, ich vermisste jedoch stellenweise Aktion. Um sie herum passierten so viele Dinge, aber sie schien nicht involviert: Während ihre Mitstreiter zum Beispiel Gefangene befreiten, kocht sie im Lager essen. Das fand ich sehr schade. Das verbessert sich aber im Laufe der Zeit.
    Auch kam es ein paar Mal zu Deus Ex Machina. An diesen Stelle hab ich mir gewünscht, Luna wäre Frau genug, sich selber aus der Situation zu befreien, aber nein, es musste ständig ein Mann zu ihrer Rettung kommen.
    Vielleicht hätte die Autorin aus zwei Sichten schreiben können, zum Beispiel Lunas und des Einheimischen oder Lunas und ihres Bruders. Aber ich denke, sie hat sich bewusst dagegen entschieden. Wie dem auch sei, ich fand Lunas Geschichte interessant, ein bisschen mehr Aktion hätte aber nicht geschadet.
    Insbesondere das letzte Drittel des Buches war unglaublich spannend, da wollte ich das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen. Nur das Ende fand ich zu einfach.

    Sowohl die Kultur als auch Biologie der Predyler, aber auch Flora und Fauna des Mondes sind sehr detailverliebt ausgearbeitet. Das fand ich gut, vor allem, dass die Autorin es schaffte, nicht ellenlange Erklärungen einzubauen, wie sie oft in anderen SF-Büchern zu finden sind.

    Mich störten ein bisschen Lunas Monologe, in denen sie das Thema Toleranz aufbereitete. Überhaupt nicht wegen des Themas, sondern mit welchem Nachdruck, manchmal sogar Pathos sie sprach. Es wirkte auf mich, als spräche die Autorin durch sie, der das Thema offenbar nahe geht.
    Zumeist flechtete die Autorin dieses Thema jedoch dezent ein, sodass man als Leser selbst die Ungerechtigkeit nachvollziehen konnte, die den Einheimischen widerfahren war. Das macht dieses Buch so unglaublich wichtig in meinen Augen.

    Was mich wirklich nervte, war Lunas Verhältnis zu Fleisch. Da geht die Welt unter, ihre Familie stirbt, ihre Spezies wird beinah ausgerottet, der Krieg dauert mindestens fünf Jahre, aber nein, Fleisch zu essen, ekelt sie immer noch an. Da dachte ich mir: Mädchen, komm mal klar.

    Der Schreibstil der Autorin überzeugte mich. Das Buch las sich flüssig und gekonnt geschrieben. An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, hier versuche die Autorin eine neue Formulierung finden. Das ist zwar lobenswert, aber nicht immer nötig.

    Fazit: Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, ich fand es spannend und gut geschrieben. Ich wünsche mir allerdings, es hätte mehr Aktion. Das Thema und die Aussage des Buches finde ich sehr wichtig, es hätte aber an manchen Stellen etwas dezenter sein können. Von mir vier Sterne.
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