Sylvia Lott Die Lilie von Bela Vista

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Inhaltsangabe zu „Die Lilie von Bela Vista“ von Sylvia Lott

Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht und ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ...

ein guter Sommerroman

— MeinFreizeitGlueck
MeinFreizeitGlueck

spannende Familiengeschichte

— Gartenkobold
Gartenkobold

Bitte nicht vom Cover abschrecken lassen, denn hier steckt so viel mehr drin, als man durch das Titelbild denken würde.

— Lila-Buecherwelten
Lila-Buecherwelten

Wunderschöner Roman, aber null Bezug zum Cover, da eher historisch

— MissNorge
MissNorge

Schöner Schmöker über die Auswanderungswelle nach Brasilien und die Edelmetall-Gewinnung und Verarbeitung in Idar-Oberstein.

— Tammy1982
Tammy1982

Spannende Geschichte um Edelsteinfunde in Deutschland und Brasilien

— Yomiko
Yomiko

Ein toller Roman um Auswanderung, Edelsteine und ein altes Familiengeheimnis. Unbedingt lesen!

— Eliza08
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  • Verschiedene Erzählstränge

    Die Lilie von Bela Vista
    MeinFreizeitGlueck

    MeinFreizeitGlueck

    07. August 2017 um 16:25

    Ein  Roman in zwei Erzählsträngen, a) in Deutschland , um die Hamburgerin Josie b) in Brasilien , die Geschichte von Sophie + Karl    Josie hat eine aus Idar-Oberstein stammende Kette geerbt.  Sylvia Lott,lässt uns mit Josie in die Geschichte um das Collier eintauchen; wir folgen Sophie nach Brasilien ,um Ihren verschwunden Verlobten Karl zu finden und landen in einer verwickelten , dramatischen Lebensgeschichte. Josies eigene Geschichte ist nicht weniger verworren. In Deutschland reisen wir bis nach Ostfriesland. Lernen das Leben der Familie aus dem Efeu verwachsenden  Fehnhaus kennen, freuen uns über das Kennenlernen von Marie und dem "neuen" Lehrer.     -------   Es ist ein  gut recherchierter, flüssig geschriebener Roman für  Stunden zum Abschalten. Die verschiedenen Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen!

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  • spannend bis zum Schluß

    Die Lilie von Bela Vista
    Gartenkobold

    Gartenkobold

    25. February 2017 um 09:19

    Klappentext: Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ... Die Protagonistin des Erzählstranges in der Gegenwart ist Josephine „Josie“ Wagner, Ende Dreißig, lebt und arbeitet in Hamburg als Modedesignerin. Sie ist mit dem Juristen Edgar liiert, aber nicht verheiratet und es gibt gemeinsame Überlegungen, sich ein Haus zu kaufen, bis die Erbschaft eines Colliers Josies komplettes Leben auf den Kopf stellt. Das geerbte Collier ist von der entfernten Tante Martha Wahring aus Idar-Oberstein. Josie ist völlig fasziniert von diesem alten Schmuck und macht auf sich auf die Suche und findet heraus, dass der Schmuck um 1830 Sophie Keller gehört und damit der Protagonistin des Erzählstranges in der Vergangenheit , die damals 13jährig aus einer Familie mit vielen Kindern stammt und während eines Botenganges für ihren Vater Karl Kreuzer kennenlernt, dem sie später nach Brasilien folgt…… Josie und Sophie sind sympathische, facettenreiche Protagonisten, die sich beide ihrem Leben stellen, sich nicht unterkriegen lassen und eine beachtliche Weiterentwicklung durchmachen, wodurch man sie schnell ins Herz schließt. Vor allem die Figur von Sophie hat es mir angetan, da es die Frauen im 19. Jahrhundert sicherlich nicht leicht hatten und sie sogar die anstrengende Reise nach Brasilien in Kauf genommen hat. Beide Erzählstränge sind sehr gut verwoben und man erfährt als Leser sehr viel über Edelsteine, das Schleifen von Edelsteinen, über die Abbaumethoden der Edelsteine und über die Minen in Brasilien. Die Autorin versteht es, die Erzählstränge Gegenwart und Vergangenheit spannend zu verweben, mit zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven, die jederzeit sehr spannend bleiben und den Leser mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit um das bewegte Leben von Sophie anhand von Tagebüchern und Niederschriften zu rekonstruieren. Der Roman von Sylvia Lott schreibt spannend, flüssig und voller Emotionen, holt den Leser ab und nimmt den Leser dadurch mit, dass man glaubt, man sei dabei. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen. Eine spannend geschriebene Familiensaga mit vielen Hintergrundinformationen.

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  • In einem unbekannten Land...

    Die Lilie von Bela Vista
    Schneeflocke2013

    Schneeflocke2013

    28. August 2016 um 04:04

    Inhalt:Josie erbt ein Altes Collier von ihrer Tante. Dass sich dahinter eine Geschichte befindet erfährt sie nach und nach. Sie begibt sich auf den Weg zu ihren Wurzeln und entdeckt dabei nicht nur ungewöhnliches in der Ferne sondern auch, dass manche Dinge nicht so sind wie sie scheinen.Ebenso erging es Sophie 1830 als sie ihren geliebten Karl nach Brasilien folgt um ihn zu finden.Dabei geht es durch den Regenwald. Sie begibt sich in Gefahr und verliert am Ende doch so viel was ihr etwas bedeutet.Meine Meinung:Die Autorin Sylvia Lott hat es wieder geschafft mich mit ihrem Buch zu packen. Einmal richtig angefangen zu lesen konnte ich gar nicht aufhören. Die Anzahl der Seiten ist mir erst richtig bewusst geworden als ich mit lesen fertig war. Jede Unterbrechung hat mich gestört, denn ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.Was mir an dem Buch gefallen hat ist, dass es - genau wie die anderen Bücher der Autorin - von der Person selbst oder einer Anderen die die Geschichte erfahren hat erzählt wird. In dem Fall ist es Ada - eine Person die in Martha's Leben eine sehr große Rolle gespielt hat.Wie alle anderen Bücher der Autorin spielt auch dieser auf zwei Ebenen. Der Gegenwart und der Vergangenheit. Hier sind es knapp 180 Jahre.Beide weiblichen Hauptprotagonisten werden einem sehr nahe gebracht. Sowohl ihre Ängste als auch ihre Glücksgefühle haben mich tief berührt. Ich bin mit den beiden Frauen, Sophie und Josie, durch alle Höhen und Tiefen gegangen und habe mir gewünscht ihnen zu helfen. Was als Leser natürlich nicht möglich ist.Was mich in dem Buch wieder überrascht, aber auch nachdenklich gemacht hat ist die Tatsache wie die Vergangenheit das Leben in der Zukunft beeinflusst. Und was passiert, wenn eine Person alles aufgibt was ihr wirklich wichtig ist, ohne nur einmal zurück zu schauen. Und wofür? Damit alles ‚normal‘ weiter geht.Die Reise in dieses atemberaubende Land, was in beiden Zeiten total unterschiedlich ist und sich doch ähnelt hat ihr übriges getan.Es war mutig von Sophie einfach ins Ungewisse zu reisen um ihre große Liebe wieder zu sehen. Bei ein, zwei Dingen – welche werde ich euch nicht verraten – war sie mir dann doch zu naiv und blind. Doch später hat sie es durch andere Situationen wieder weg gemacht.Fasziniert hat mich ebenfalls Josie's erwachendes Interesse zu den Steinen. Dass sie daraufhin ihr Leben verändert und einen neuen Weg eingeschlagen hat, der ihr gut tut war wunderbar.Ich weiß auch gar nicht welcher Nebencharakter mir am sympathischsten aus der Familie war. Jeder hat seine schönen Eigenarten, seine Macken und es gab sogar Momente wo ich mich in die Gesellschaft hinein gewünscht habe. Einfach um die Wärme zu spüren und das Necken untereinander hautnah mit zu bekommen.Da es eine Familiensaga ist gab es noch ein paar ungewöhnliche Überraschungen auf die man von alleine nur schwer kommt. Ich hier aber nicht verraten werde.Was soll ich sagen? Cover, Geschichte, Charakter, Handlungsorte, die Liebe zum Detail… das alles hat mich so gefangen, dass ich nur 5 Flocken vergeben kann!

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  • gute und spannend erzählte Geschichte

    Die Lilie von Bela Vista
    katze102

    katze102

    07. July 2016 um 13:57

    Josie Wagner lebt zusammen mit ihrem Verlobten Edgar, einem Juristen, in Hamburg, arbeitet als Modedesignerin für Versandhauskatalogmode. Als sie von ihrer Großtante Martha, die sie oft eingeladen ihr so oft gesagt, sie müsse ihr noch spannende Familiengeschichten erzählen, ein antikes Amethystcollier mit Ohrringen und ein Ölgemälde erbt, möchte sie mehr über die Frau auf dem Bild und die Familiengeschichte erfahren. Deshalb nimmt sie Kontakt zu einem Teil ihrer Familie auf, mit dem sie bisher nur wenig zu tun hatte. Ihre Verwandten führen einen Edelsteinhandel in Idar-Oberstein, wo Verarbeitung und Handel mit Edelsteinen eine lange Traditionhaben. Dort erfährt sie von Ada, einer alten Freundin ihrer Tante, die Geschichte von Marthas und Josies Vorfahrin Sophie, die ihrem Verlobten Karl, der 1830 nach Südbrasilien auswanderte, gefolgt und Jahre später mit einem Sohn zurückgekehrt ist. 1838 hat sie dann in Idar-Oberstein das Familienunternehmen begründet und einen Edelsteinhandel aufgebaut.Josies Neugier ist geweckt und sie begibt sich auf Spurensuche nach Brasilien...Abwechselnd werden nun Josies und Sophies Geschichte erzählt, in der es nicht nur um Liebe, festen Willen und Durchsetzungskraft geht, sondern auch um die Edelsteingeschäfte und das Leben in Idar-Oberstein und Brasilien, vor 300 Jahren und heute. Sehr interessant wurde auch die Thematik der Auswanderung nach Brasilien mitverarbeitet und durch eine Zeittafel im Anhang ergänzt. Darüber und auch über Edel- und Farbedelsteine habe ich vieles Neue ganz nebenbei erfahren, wobei die Geschichte spannend und interessant erzählt wurde. Ein wenig irritiert mich das Cover, denn es hat überhaupt nichts mit der erzählten Geschichte zu tun und mich etwas anderes erwarten lassen.Fazit: spannende Geschichte, gut erzählt, vermittelt nebenbei Wissen über Farb-/Edelsteine

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  • Die Lilie von Bela Vista

    Die Lilie von Bela Vista
    Lila-Buecherwelten

    Lila-Buecherwelten

    19. January 2016 um 12:08

    Zunächst zum Cover. Ich finde es wirklich sehr schön, es vermittelt dem Leser gleich ein richtiges Gefühl von Sommer und Sonne. Allerdings finde ich, dass es nicht wirklich zum Inhalt passt. Es verspricht etwas ganz anderes, als der Leser im Endeffekt bekommt. Dabei ist das Buch viel mehr als nur Sommer und Sonne - ich habe die Befürchtung, dass aufgrund des Covers vielleicht einige potentielle Leser gar nicht auf dieses tolle Buch aufmerksam werden. Den Erzählstil der Autorin möchte ich auch noch einmal besonders hervorheben. Sie schreibt fesselnd und unterhaltend und schafft es dabei auf fantastische Weise sogar noch, dem Leser einiges an Fachwissen zu vermitteln. Informationen über Edelsteine und deren Verarbeitung werden so eingestreut, dass man keine Sekunde das Gefühl hat belehrt zu werden oder das Bedürfnis verspürt ein paar Abschnitte zu überspringen, weil es mehr an ein Sachbuch erinnert. Das hat mir wirklich sehr gut an dem Roman gefallen. Auch die Thematik der deutschen Auswanderer, die in Brasilien ihr Glück suchen, fand ich toll umgesetzt und immer wieder mit interessantem Hintergrundwissen bereichert. Für interessierte Leser, die sich mehr mit diesem Thema auseinandersetzen möchten - wie ich - gibt es im Nachwort sogar noch Hinweise, wo man dies am besten tun kann. Josie und Sophie sind die beiden Protagonisten und ich finde beide Geschichten gleich gut erzählt. Die Art, wie Sophies Geschichte dabei eine Rolle spielt im Buch fand ich ebenfalls super. Der Leser geht zusammen mit Josie auf Spurensuche und nach und nach wird ein Kapitel nach dem anderen aus Sophies Leben aufgedeckt. Gleichzeitig erfahren wir auch immer, welche Auswirkungen das auf das Leben von Josie hat - und das sind nicht gerade wenige. Manche Dinge waren vielleicht schon vorher etwas eindeutig, wie das große Geheimnis von Karl, das man eigentlich schon sehr viel früher erraten kann. Das fand ich etwas schade, vielleicht hätte man die Andeutungen hier weglassen sollen, sodass noch mehr Spannung aufkommt und man am Ende mit einem großen Knall die Wahrheit herausfindet. Mein kleiner Kritikpunkt ist nur, dass ich mir manchmal gewünscht hätte, mehr von dem Innenleben von Josie und Sophie zu erfahren. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass man den Charakteren nicht so nahe kommt, da mir persönlich mehr an Gedanken, Gefühlen usw gefehlt hat. Auch so fand ich die Protagonisten sympathisch, allerdings könnte man das noch etwas ausbauen - dann wäre das Buch wohl so gut wie perfekt. Insgesamt war ich sehr positiv überrascht von dem Roman und es gibt eine definitive Leseempfehlung von mir und 4,5 Sterne.

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  • Die Lilie von Bela Vista

    Die Lilie von Bela Vista
    Mika2003

    Mika2003

    16. November 2015 um 20:12

    Sylvia Lott gelingt es auch in ihrem zweiten Buch, welches ich von ihr gelesen habe, den Leser mit ihrem Schreibstil zu fesseln und zu begeistern. Ihr gelingt es, unterhaltsam zu schreiben und gleichzeitig dem Leser Wissen zu vermitteln. Dabei merkt man, das sie sehr gründlich über die beherrschenden Themen des Buches: Edelsteinbearbeitung und Auswanderung, recherchiert hat. Dabei erfolgt das gerade die Vermittlung des Wissens über Edelsteine und deren Verarbeitung so gekonnt, dass man zu keiner Zeit das Gefühl hat, das man belehrt werden soll. Mitunter habe ich bei Büchern, wo besondere Themen hervorgehoben werden und Wissen geballt vermittelt werden soll, das brennende Gefühl Abschnitte überspringen zu wollen. Weil es zu belehrend ist oder zu geballt. Aber hier wirkt es eher wie „zufällig eingestreut“ und so gut in die Geschichte eingebaut, das es einfach dazugehört und passt. Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen – zwei Erzählstränge, die zusammengehören und doch ganz andere Zeitspannen beleuchten. Die Sprache ist sehr bildhaft, detailgetreu . Vielleicht sogar ein bißchen zu sehr. Denn das große Geheimnis von Karl war schnell keines mehr, hier sind zu viele Andeutungen gefallen und wer 1 und 1 zusammenreimen kann wusste relativ schnell Bescheid. Ein kleines Manko hatte das Buch für mich: ich hätte gern mehr über die Gedanken und Gefühle der Protagonisten erfahren. Trotz aller Beschreibungen und trotz der wunderbar bildhaften Sprache blieben sie irgendwie auf Distanz und ich konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Das Cover war – vom Grundsatz her – wunderschön. Wenn es ein anderes Buch gewesen wäre. So aber passte es nicht so recht zur Geschichte. Hier hätte ich mir eher ein Cover mit dem Bezug zu Edelsteinen gewünscht.

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  • "Aber die Liebe blieb?" - "Bis zum Schluss!"

    Die Lilie von Bela Vista
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    16. November 2015 um 17:39

    Josie Wagner glaubt, mit Ende dreißig ihr Leben im Griff zu haben. Bis zu jenem Tag, an dem sie ein Schreiben von der Bank erhält. Darin wird sie aufgefordert, eine fällige Summe für ein Schließfach zu bezahlen. Nur von welchem Schließfach ist da die Rede? Josie begibt sich zur Bank, um das herauszufinden und stellt dabei fest, dass sie ein wertvolles Amethystcollier mit dazu passenden Ohrgehängen und einem Bild einer Frau geerbt hat. Der begleitende Brief von ihrer verstorbenen Tante wirft mehr Fragen auf, als er eigentlich erklärt. Während Josies Lebensgefährte schon anfängt, das Geld aus dem Verkaufserlös des Colliers zu verplanen, interessiert sich Josie immer mehr für die Geschichte, die hinter dem Collier steht. Ehe Josie es sich versieht, öffnet sich ihr die wundervolle Welt der Edelsteine und sie begibt sich auf die Suche nach einer fast vergessenen Familientragödie. Die Geschichte gliedert sich in zwei Handlungsstränge. Im ersten Handlungsstrang begleitet der Leser Josie auf ihrer Suche nach der Geschichte zu dem Collier und ihrer Ahnin Sophie, der das Collier einst gehört hat. Der andere Handlungsstrang widmet sich eben jener Sophie, die 1827 in Idar gelebt und in Karl, der bald darauf nach Brasilien auswanderte, verliebt gewesen war. Für mich war es das erste Buch von Sylvia Lott. Sehr schnell fand ich Zugang zur Geschichte und den beiden Hauptprotagonisten. Mit viel Herzblut beschreibt die Autorin die Lebensgeschichte zweier starker Frauen so plastisch, dass man regelrecht in die Geschichte eintauchen kann. Neben der Geschichte der beiden Frauen, erfährt der Leser aber auch noch viel Interessantes zur Geschichte Idar-Oberstein, den Edelsteinen, der Suche und Bearbeitung derer und der Auswanderungswelle der Deutschen nach Brasilien. Diese Informationen werden so geschickt in den Lauf der Geschichte eingewebt, dass der Leser diese Informationen nebenbei mitnimmt und sich erst nach und nach bewusst wird, was er dabei an neuem Wissen aufgenommen hat. Mich konnte die Autorin mit diesem Wissen für Idar-Oberstein und Edelsteine im Allgemeinen derart begeistern, dass ich demnächst wieder mal einen Ausflug nach Idar-Oberstein plane. Die Charaktere sind sehr facettenreich und plastisch. Als Leser erhält man schnell ein Bild von ihnen, aber auch die Umgebung, in der die Geschichte spielt wird sehr farbenprächtig im Kopfkino heraufbeschworen. Bald schon findet man sich im Dschungel Brasiliens wieder und hört die typischen Geräusche eines Regenwaldes. Die Spannung im Buch steigt, nicht zuletzt durch den fortwährenden Perspektivenwechsel stetig an, bis ich das Buch am Höhepunkt einfach nicht mehr aus der Hand legen mochte und so die Nacht zum Tag machte. Fazit: Auch wenn es für mich das erste Buch von Sylvia Lott war, so bin ich mir nach dieser Lektüre sicher, es wird definitiv nicht dabei bleiben. Einzig das Cover will nicht so recht zu der farbenfrohen und spannenden Geschichte passen.

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  • Spannende Geschichte mit vielen Hintergrundinformationen ...

    Die Lilie von Bela Vista
    goat

    goat

    07. November 2015 um 17:06

    Sowohl ihr Beruf als auch ihre Beziehung füllen die Hamburger Modedesignerin Josie nicht sonderlich aus. Als sie von ihrer verstorbenen Großtante Martha ein wertvolles Collier aus Amethysten und ein paar Smaragdohrringe erbt, ändert sich ihr bis dato langweiliges Leben plötzlich grundliegend. Hinter dem Collier verbirgt sich eine spannende Geschichte und Josie möchte unbedingt erfahren, wie ihre Großtante an dieses Collier kam. Da sie Martha nicht mehr fragen kann, macht sie sich auf den Weg nach Idar-Oberstein zu ihrem Onkel Richard, dem Betreiber eines Edelsteinhandels. Zunächst ist ihr der Besuch etwas unangenehm, weil sie vorher keinerlei Kontakt zu ihrem Onkel hatte. Doch die Familie nimmt sie herzlich auf und Sofie erfährt nicht nur sehr viel über Edelsteine, sondern auch einiges über die Familiengeschichte. Als sie Marthas Freundin Ada besucht, erzählt diese ihr die Geschichte von Josies Vorfahrin Sophie und wie Martha in den Besitz des Colliers kam. Wie schon in den Romanen zuvor wird auch die Geschichte in „Die Lilie von Bela Vista“ wieder auf zwei Zeitebenen erzählt. Eine Art des Schreibens, die ich liebe und die Sylvia Lott einfach bestens beherrscht. In den meisten Fällen mag ich die Abschnitte in der Vergangenheit lieber als den Parallelstrang in der Gegenwart. In diesem Fall sind jedoch beide Erzähltstränge so interessant, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Wer die Romane von Sylvia Lott kennt, weiß, dass sie sehr viel Zeit in die Recherche steckt und genau das merkt man auch bei dieser Geschichte. Sie wird sehr authentisch erzählt und auch das Wissenswerte über die Edelsteine trägt seinen Teil dazu bei. Die Schilderung der Charaktere lassen diese vor meinen Augen regelrecht entstehen und ich kann mitfiebern und mitfühlen. Josie als Protagonistin hat mich nicht ganz so sehr angesprochen, Sophie dafür umso mehr. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass das Leben von Sophie in der Zeit von 1827 bis 1837 durch die Auswanderung nach Brasilien weitaus turbulenter war als das von Josie in der heutigen Zeit. Von meiner Seite gibt es eine ganz klare Empfehlung für „Die Lilie von Bela Vista“. Wer Geschichten mit vielen Hintergrundinformationen mag, ist hier genau an der richtigen Adresse. Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Roman der Autorin und vergebe fünf Sterne.

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  • Deutsch-brasilianisches Familiengeheimnis

    Die Lilie von Bela Vista
    Spatzi79

    Spatzi79

    06. November 2015 um 14:53

    Nach dem Tod ihrer Großtante Martha erhält Josie Zugang zu einem Bankschließfach. Dieses enthält ein altes Amethyst-Collier und ein Paar Ohrringe. Während ihr Lebensgefährte den Schmuck am liebsten schnellstmöglich verkaufen möchte, um mit dem Geld endlich ein gemeinsames Eigenheim anzuzahlen, zögert Josie. Sie nimmt Kontakt zu einem Teil ihrer Familie auf, mit dem sie bisher nur wenig zu tun hatte. Ihre Verwandten führen einen Edelsteinhandel in Idar-Oberstein, wo Verarbeitung und Handel mit Edelsteinen eine lange Tradition haben. Sie wird herzlich aufgenommen und findet eine alte Freundin ihrer Tante. Diese beginnt, ihr die Geschichte von Marthas und Josies Vorfahrin Sophie zu erzählen, die das Familienunternehmen Mitte des 19. Jahrhunderts begründet hat. Sophies aufregende und erschütternde Lebensgeschichte rüttelt auch an Josies Weichenstellungen fürs Leben. Ich lese sehr gerne Bücher, die eine Familiengeschichte auf mehreren Zeitebenen erzählen. Da ich schon „Die Glücksbäckerin von Long Island“ unglaublich gerne gelesen hatte, war klar, dass auch das neue Buch von Sylvia Lott auf meiner Wunschliste landet. Während das Cover eine heitere Geschichte verspricht, ist die Stimmung jedoch deutlich ernster und teilweise auch düsterer als im anderen Roman. Das ist keinesfalls negativ gemeint, man sollte sich nur vom Cover hier nicht täuschen lassen. Sophies Lebensgeschichte ist hart und an vielen Stellen wirklich grausam. Als Leser rätselt man lange mit, wie aus dem lebensfrohen jungen Mädchen später einmal die knallharte und gefühltskalt wirkende Geschäftsfrau werden konnte. Ihre Geschichte breitet sich erst nach und nach vor dem Leser aus, immer mehr Puzzlestückchen kann man im Verlauf des Buches zusammensetzen, doch erst am Ende ergibt sich wirklich das ganze Bild. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mit Josie nicht so wirklich warmgeworden bin. Aber es geht mir oft so, dass ich bei derartiger Lektüre eine Vorliebe für eine der beiden Zeitebenen entwickele und die andere es dann schwer hat. So war es auch hier, ich wollte in erster Linie wissen, wie es mit Sophie weitergeht und die Passagen um Josie herum waren da schmückendes Beiwerk, für mich aber gar nicht so unbedingt nötig, auch wenn ich sie durchaus gerne zwischendurch gelesen habe. Ich habe viel gelernt während der Lektüre, nicht nur über Brasilien, sondern vor allem über den deutsch-brasilianischen Edelsteinhandel, der damals begründet wurde. Die Autorin schildert hier in vielen Dingen historische Fakten, die mir so bisher überhaupt kein Begriff waren. Auch über Edelsteine an sich kann man hier so einiges lernen und ich betrachte Schmuck nun teilweise mit ganz anderen Augen. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin und bin sehr gespannt, was für einer Geschichte sie sich als nächstes annehmen wird!

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  • Dicker Schmöker ohne Langeweile

    Die Lilie von Bela Vista
    MissNorge

    MissNorge

    27. October 2015 um 14:21

    Eine schöne Geschichte die in 2 Erzählsträngen läuft und wo sich die beiden weiblichen Hauptcharaktere in den gleichen Ecken der Welt befinden, nur etliche Jahre zeitversetzt. Das hat mir sehr gut gefallen, zudem auch sehr praktisch die verschiedenen Schriften, so das man immer wusste, in welchem Zeitraum man sich gerade bewegt. Der Schreibstil liest sich packend, flüssig und sehr bildlich. Nur das Cover stört mich etwas, da es so gar nichts mit der Story gemeinsam hat. Die beiden Hauptpersonen der Geschichte, Josie (im heute) und Sophie (im damals) sind gut ausgearbeitet, wenn mir auch Sophie's Geschichte näher ging und ich sie als Charakter mehr mochte. Das Leben damals war nicht einfach und sie hat sich immer wieder aufgerappelt, sich auf den Weg zu ihrer großen Liebe gemacht und dieser Weg war sehr lang und steinig. Josie's Geschichte, im heute, hätte ich ab und zu lieber übersprungen, aber als Verbindung gehört sie irgendwie dazu. Alles in allem ein sehr gut recherchiertes Buch, was ich bald eher im historischen Bereich ansiedeln würde, wenn man einmal vom Cover absieht und welches das Auswandern bzw. das Leben im damaligen Brasilien sehr veranschaulicht darstellt. Was auch eine große Kunst ist, das man sich bei über 500 Seiten nicht langweilt und es keine Stelle gab wo man denkt, mensch das zieht sich nun aber sehr in die Länge.

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  • Unterhaltsame Frauensaga - Der Vergangenheit auf der Spur...

    Die Lilie von Bela Vista
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    13. October 2015 um 09:28

    Völlig überraschend erbt die Modedesignerin Josie von ihrer Tante Martha ein wunderschönes Collier mit Amethysten sowie zwei Ohrhänger und ein kleines Frauenporträt. Ein Brief der Verstorbenen lässt sie nur erahnen, was es mit den Gegenständen auf sich hat. Zitat S. 17 "Liebe Josefine, dieses Collier ist für Dich bestimmt. Es ist Sophies Vermächtnis. Ich werde Dir ihre unglaubliche Geschichte erzählen, wenn Du etwas mehr Lebenserfahrung hast und reif genug bist, alles zu verstehen. Es grüßt Dich herzlich Deine Tante Martha Doch nun war Tante Martha nicht mehr. Josies Lebensgefährte Edgar will, dass sie den Schmuck verkauft und es als Start für einen Immobilienkauf nutzen. Josie widerspricht ihm und fährt zu ihren Verwandten nach Idar-Oberstein. Hier beginnt - vielleicht unbewusst für Josie - ihre innere Einstellung, Änderung zu dem bisher geführten Leben. Dort begegnet sie zum ersten Mal Rico da Silva, ein Deutschbrasilianer, der mit dem Onkel geschäftlich zu tun. Die Familie, Marthas Sohn Reinhard, empfängt Josie mit offenen Armen. Das Geschäft, eine Achatschleiferei, ist 1838 von Sophie Kreuzer gegründet worden, die Frau auf dem kleinen Porträt. "Die Lilie von Bela Vista" wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Josies Geschichte spielt in der Gegenwart; Sophie, die in den Dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem Hunsrück nach Brasilien ausgewandert war. Dort lebte schon seit einigen Jahren ihr Verlobter Karl. Er hatte versprochen, sie nachzuholen. Doch es vergehen viele Monate und er kommt nicht nach Deutschland. So macht sich Sophie, wie so viele andere Deutsche, auf ins Unbekannte. Ausschlaggebend für Josies Nachforschungen bezüglich des Colliers war nicht nur Neugier, sondern was für eine Geschichte verbarg sich wirklich hinter all dem. Eine große Hilfe dabei ist ihr Ada, eine alte Dame aus Idar-Oberstein, die auf geheimnisvolle Weise mit Josies Tante Martha verbunden war. Denn woher sonst konnte sie so viel Wissen aus dem Leben der Vorfahren, sprich Sophie, haben? Die Rückblicke helfen dem Leser, die Handlungen der Personen zu verstehen. Und diese erzählen ebenso eine Familiengeschichte. Diese Erzählstränge harmonisieren gut miteinander. Das besondere an der Geschichte ist die schrittweise Enthüllung. Der flüssige Schreibstil entpuppt sich durch viel Hintergrundmaterial u. a. zu den Edelsteinen als eindringlich und atmosphärisch. Hier hat die Autorin wirklich sehr gute Recherche geleistet. So fügt sich ein Puzzlestein an den anderen. Durch die Beschränkung auf wenige Personen gelingt es, dass der Leser nicht den Überblick verliert. Denn letzten Endes sind sie doch alle miteinander verknüpft. Die Hauptprotagonisten sind anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Die Covergestaltung ist äußerst gelungen, und die Pastellfarben sind harmonisch. Allerdings vermutet man bei dem Anblick auf das Cover nicht diese Geschichte dahinter. Fazit: "Die Lilie von Bela Vista", ein Buch, das den Leser mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit, die Geschichte der Auswanderer aus dem Hunsrück nahebringt als auch sehr viel Wissen um die Edelsteine. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und begeistert, trotz der düsteren Abschnitte aus der Vergangenheit. Wer so wie ich schon etliche Dokumentationen gerade über die Auswanderer aus dem Hunsrück nach Brasilien gesehen hat, bekommt durch die fiktive Geschichte von Sophie und Karl noch einmal einen anderen Blick für die damalige Zeit. Keinesfalls sollte man das Buch einfach mal nebenbei lesen. Ich musste feststellen, dass ich mich sehr bewusst auf diese Geschichte eingelassen habe. "Die Lilie von Bela Vista", eine fiktive Geschichte mit historischem Hintergrund, die einem auch mitteilt, dass man niemals aufgeben darf und für seine Ziele kämpfen muss. Allerdings gab es einige Passagen im Buch, die zu ausführlich, langatmig  beschrieben waren, und dadurch den Lesefluss störten. Ebenso nebensächlich fand ich, dass Ricos Tante, eine Dame von Anfang siebzig, den Schönheitschirurgen Ivo Pitanguy persönlich kannte. Das mag jetzt pingelig sein, aber es ist mir im Gedächtnis geblieben ohne Spickzettel. ☺ Stimmig von der Aufmachung bis zum Schluss und von daher empfehle ich es gern weiter.

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  • Ein geheimnisvolles Collier und zwei Frauen auf der Suche nach ihrem privaten Glück

    Die Lilie von Bela Vista
    Tammy1982

    Tammy1982

    30. September 2015 um 16:45

    Josefine führt ein unspektakuläres Leben mit ihrem Freund Edgar. Als Modedesignerin arbeitet sie bei einem Versandhaus, was ihr ein regelmäßiges Einkommen beschert, sie aber nicht zu 100% ausfüllt. Dann erfährt sie, dass ihre verstorbene Großtante ihr ein Bankschließfach inklusive wertvollem Collier und Ohrringen hinterlassen hat und Josefine begibt sich auf Spurensuche zu den Hintergründen des Schmucks und ihrer familiären Wurzeln. Dabei führt ihre Recherche sie zurück ins 19. Jahrhundert und bis nach Brasilien, vor ihre Vorfahrin Sophie hoffte ihr Glück zu finden und dabei Dramatisches erleben musste. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Zum einen gibt es da Josefine in der Gegenwart, die nach und nach den Geheimnissen von Sophie und damit dem Schmuck auf die Schliche kommt. Zum anderen springt der Erzählstrang immer wieder ins 19. Jahrhundert und erzählt die Erlebnisse von Sophie, der Urahnin von Josefine. Für Bücher mit verschiedenen Zeitebenen habe ich eine ausgeprägte Schwäche und auch in diesem Buch hat es mir wieder gut gefallen die Geschehnisse sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit hautnah miterleben zu dürfen. Dabei muss ich gestehen, hat mir der Erzählstrang in der Vergangenheit lange Zeit viel besser gefallen hat, als in der Gegenwart, da ich irgendwie meine Zeit brauchte, um mit Josefine wirklich warm zu werden. Dabei ist Josefine kein sperriger Charakter, aber irgendwie war sie mir zu Beginn auch nicht wirklich nah. Das änderte sich im Laufe des Buches und schließlich fand ich auch ihren Erzählstrang sehr spannend zu verfolgen. Sophie ist eine sehr starke Persönlichkeit und ich war vom ersten Moment von ihr gefesselt und verfolgte gespannt ihren Lebensweg. Sie muss einige Schicksalsschläge ertragen und schafft es doch überall gestärkt wieder daraus hervor zu kommen. Ein ganz toller Charakter und eine sehr starke Frauenfigur. Das hat mir sehr gut gefallen. Sehr interessant fand ich die Hintergründe zu den Auswanderern im 19. Jahrhundert, die sich auf den Weg nach Brasilien gemacht haben. Mir war gar nicht bewusst, dass es damals eine richtige Welle gab und Brasilien selbst das auch lange gefördert hat. Genauso interessant fand ich die Ausführungen zu den unterschiedlichen Edelmetallen, deren Gewinnung und Verarbeitung. Auch hier war mir bis dato nicht bewusst, dass Idar-Oberstein schon lange für Edelmetalle bekannt ist und weltweiten Handel mit ihnen treibt. So wie Josefine und Sophie Schritt für Schritt immer mehr über die Edelmetalle lernen, habe ich auch eine ganze Menge dazu gelernt. Einige Auflösungen am Ende hatte ich schon vorher vermutet und waren daher nicht mehr ganz so überraschend. Trotz allem ist es ein wunderbares in sich abgeschlossenes Ende, dass mich mit einem glücklichen Grinsen auf dem Gesicht das Buch hat zuklappen lassen. Alles in allem ein schöner Schmöker, den ich gerne gelesen habe und der mir viele Hintergründe und Informationen zu der Auswanderungswelle nach Brasilien und verschiedenen Edelmetallen näher gebracht hat. Nur der Beginn bedingt durch die irgendwie schwer anfassbare Hauptfigur waren etwas zäh und die Wendungen am Ende dann doch vorhersehbar.

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  • Die Lili von Bela Vista - Sylvia Lott

    Die Lilie von Bela Vista
    nef

    nef

    26. September 2015 um 08:29

    Inhalt: Josie ist mit ihrem Leben nicht glücklich. Sie hat einen Job als Modedesignerin, einen lieben Freund und eine schöne Wohnung. Gemeinsam mit Edgar soll es bald in ein kleines Häuschen gehen um der hektischen Stadt Hamburg zu entfliehen. Unerwartet wird sie jedoch an ihre inzwischen verstorbene Tante Martha erinnert. Diese hatte eins ein Bankschließfach angelegt und Josie als Rückversicherung angegeben. Schon lange hat Josie nicht mehr an dieses Schließfach gedacht, bis eine Mahnung in ihrem Briefkasten landet. Nun heißt es nachsehen, was Martha in diesem Schließfach gebunkert hat. Als Josie dann den Inhalt zu Gesicht bekommt, verschlägt es ihr die Sprache. Das Schließfach beinhaltet ein wunderschönes Collier mit funkelnden Amethysten. Dazu Zwei Ohrhänger mit Smaragden, ein kleines Ölgemälde und eine Karte. Die kurzen Zeilen bringen Josie jedoch keine Klarheit, woher dieser Schmuck stammt. Josie erinnert sich an einen Verwandtschaftszweig zu dem ihre Mutter keinen Kontakt mehr hält. In Idar-Oberstein lebt ihr Onkel Richard, der einen florierenden Edelsteinhandel betreibt. Während Edgar in dem Collier eine spontane Finanzspritze für das zukünftige Eigenheim sieht, will Josie wissen was es damit auf sich hat. Sie macht sich auf den Weg nach Idar-Oberstein und taucht damit in die Welt der Edelsteine ein. Sie ist gefangen von den funkelnden Steinen und der Geschichte, die nicht nur ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein 1830, die junge Sophie ist als mittlere Tochter in der Familie zu groß um das Leben noch auf Kinderfüßen zu genießen und noch zu jung um eine Arbeit anzunehmen. So hilft sie ihrer Mutter im Haushalt und ab und an in der Steinschleiferei ihres Vaters. Eines Tages darf sie für ihren Vater eine seltene Schale nach Oberstein bringen um sie Meister Severin zu bringen. Sophie freut sich sehr, ist doch Karl, der Lehrling des Meisters eine Augenweide und Sophies heimlicher Schwarm. Durch einen Vorfall kommen sie sich näher und schon bald ist klar, Karl und Sophie sind füreinander geschaffen. Doch Karls Familie will ihr Glück in Brasilien versuchen und Sophie bleibt zurück. Ob sie ihn je wieder sehen wird? Sicherlich wird er sie vergessen und Sophie wird in Deutschland einsam weiter leben. Aber Karl vergisst sie nicht, im Gegenteil. Er tut alles um für sich und Sophie ein Leben aufzubauen, aber dann erwischt ihn die Tropenkrankheit und Sophie muss um ihre große Liebe bangen. Lange wartet Sophie auf ihren Karl bis sie es nicht mehr aushält und den Schritt in die große Welt wagt. Zusammen mit einigen anderen begibt sie sich auf die beschwerliche Reise nach Brasilien. Ein Weg voller Gefahren, Schmerz und Verzweiflung liegt vor ihr. Alles was sie antreibt ist ihre Liebe zu Karl, doch lebt er überhaupt noch? Meinung: 'Die Lilie von Bela Vista' ist das dritte Buch von Sylvia Lott und das zweite das ich gelesen habe. Wie auch schon 'Die Glücksbäckerin von Long Island' ist die Geschichte fesselnd geschrieben und bringt den Leser in eine neue Welt. Das Buch ist in zwei Zeitzonen geschrieben. Einmal in der Gegenwart mit Josies Geschichte und einmal die Geschichte von Sophie. Allerdings sind die Abschnitte von Sophie länger als die von Josie, so dass es in erster Linie Sophies Leben ist, über das wir etwas erfahren. Die Verbindung mit den Edelsteinen ist toll gesetzt und mir hat das Lesen wirklich Freude gemacht. Ich mochte Josie und auch Sophie ziemlich gern, aber meine Lieblingsfigur ist eigentlich Ada, eine Freundin der verstorbenen Martha. Von ihr erfährt Josie die Geschichte über Sophie, sie ist also ein wichtiges Bindeglied. Das Buch hat eher eine düstere Stimmung, trotz vieler sonniger Momente. Aber es passt gut zur Geschichte und bringt den richtigen Grundton um mit den Figuren mit zu leben.

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  • Der Ruf der Edelsteine

    Die Lilie von Bela Vista
    Yomiko

    Yomiko

    25. September 2015 um 10:49

    Die Lilie von Bela Vista von Sylvia Lott ist ein spannender Roman über eine Frau, die vieles auf sich nimmt um mit der Liebe ihres Lebens zusammen zu sein. Sophie, deren Familie wie viele andere in Idar-Oberstein zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Edelsteinbearbeitung lebt, macht sich auf nach Brasilien, um ihren Verlobten zu suchen und endlich mit ihm zusammen zu sein. Es ist eine beschwerliche Reise und was sie dort erlebt prägt sie für ihr ganzes Leben. Auf den Spuren ihrer Vorfahrin Sophie macht auch Josie sich fast 200 Jahre später auf die Reise. Zunächst lernt sie in Idar-Oberstein einen Teil ihrer Familie kennen, im Gepäck ein Bildnis von Sophie und ein wundervolles Schmuckstück, was ihr Interesse und ihre Neugier an der Vergangenheit weckt. Schließlich macht auch sie sich auf nach Brasilien, um Sophies Geheimnis zu erfahren. Diese Reise wird auch ihr Leben nachhaltig verändern. Die Autorin nimmt mit uns mit auf diese Reise. in einfühlsamen Worten beschreibt sie sehr bildhaft Sophies Lebenssituation und lässt uns eintauchen in ein anderes Jahrhundert, die Sorgen und Nöte der Menschen damals spüren und hoffnungsvoll mit ihnen aufbrechen in das Abenteuer Brasilien. Die wechselnden Abschnitte zwischen Gegenwart und Vergangenheit erzeugen eine wunderbare Spannung, die einen immer weiter in die Geschichte von Sophie und Karl hineinzieht und mit Josie sind wir den beiden und ihrer Liebe auf der Spur. Tragische Ereignisse kündigen sich an und immer die Frage nach dem Schicksal von Sophie und ihrer Familie vor Augen, mag man das Buch gar nicht mehr weglegen. Eine bewegende und spannende Geschichte die einen nicht sofort wieder loslässt.  

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  • Gib nie die Hoffnung auf!

    Die Lilie von Bela Vista
    Eliza08

    Eliza08

    20. September 2015 um 10:55

    Über das Buch: Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ... (Quelle: www.randomhouse.de)   Über die Autorin: Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane "Die Rose von Darjeeling" und "Die Glücksbäckerin von Long Island". Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude. (Quelle: www.randomhouse.de)   Meine Meinung: „Nie die Hoffnung aufgeben!“ diesen Rat gibt die sterbende Sophie ihrer Enkeltochter Emma, denn dieses Motto hat sie ein Leben lang begleitet, hätte sie wohl diese Hoffnung nicht gehabt, dann wäre ihr Leben sehr wahrscheinlich anders verlaufen. Sophie ist eine sehr bemerkenswerte Frau, die ihre Träume nie aus dem Blick verliert und für ihre Vorstellungen und Überzeugungen kämpft. Mitte des 19 Jhd. wandern viele Menschen nach Brasilien aus, so auch Karl den Sophie schon lange heimlich liebt, doch sie ist noch viel zu jung, um mit ihm diesen Weg anzutreten. Doch als es zu einem erneuten Wiedersehen kommt, besiegeln die Beiden ihre Liebe, denn sie wissen das sie ihren Lebensweg nur gemeinsam gehen wollen. Doch als von Karl keine Briefe mehr eintreffen, er wollte alles für seine zukünftige Frau in Brasilien vorbereiten, macht Sophie sich auf den Weg nach Brasilien, denn sie spürt, dass sie ihrem Verlobten beistehen muss. Was nun folgt ist die beeindruckende und atemlose Reise einer Frau, die allen Widerständen trotzt und fest an ihr Glück glaubt. Die ungefähr selbe Reise tritt Josie, die Modedesignerin, an, sie begibt sich auf die Spuren von Sophie die wohl ihre Ahnin ist, denn ihr hat das antike Collier gehört. Es ist von der Autorin beeindruckend beschrieben, wie sehr die Wege sich doch unterscheiden, wieviel schwerer es Sophie damals wohl hatte. Die Autorin hat akribisch recherchiert und lässt sowohl Idar-Oberstein, gestern und heute lebendig werden, als auch Brasilien. Als Leser bekommt man ein ganz genaues Bild von den Schauplätzen, den Gepflogenheiten und der Traditionen der einzelnen Orte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, am Ende war das Buch für mich viel zu kurz, ich hätte Josie und Sophie gerne noch ein Stück begleitet. Einen Kritikpunkt habe ich dann allerdings doch noch, das Cover entspricht leider überhaupt nicht dem, was das Buch bietet: Ein locker leichter Sommerroman für Frauen ist dieser Roman nicht, er ist vielmehr eine Familiensaga auf zwei Zeitebenen, wobei es um das Lösen eines Familiengeheimnisses geht, doch dies transportiert das Cover leider auf keine Weise. Diesem Buch werden Leserinnen und Leser entgehen, weil sie etwas anspruchsvolleres Suchen, als das Cover generiert. Viele werden das Buch aufgrund des Covers kaufen und „enttäuscht“ sein, dass sie so von diesem wundervollen Buch „gefordert“ werden.

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