Wächterin der Sterne

von Sylvia Louise Engdahl 
3,4 Sterne bei21 Bewertungen
Wächterin der Sterne
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Eine schöne märchenhafte Verknüpfung von Fantasy und SF. Ein Klassiker

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ein wunderschönes Buch, dass sich mit der Problematik beschäftigt ob "höhere" Kulturen tatsächlich das Recht haben sich über Primitivere zu ...

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Inhaltsangabe zu "Wächterin der Sterne"

Der Klassiker der Science-Fiction-Literatur!
Elana ist in der Ausbildung für den Anthropologischen Dienst der Föderation, dessen Aufgabe es ist, andere Planeten und Völker zu erforschen und sie voreinander zu schützen. Eine Mission führt Elana auf den Planeten Andresia. Hier leben die Menschen in einer mittelalterlichen Welt, sie glauben an Magie, Drachen und Zauberer. Und sie führen einen aussichtlosen Kampf gegen die hoch technisierten Imperialen, die auf Andresia eingefallen sind, um den Planeten zu erobern. Elena gibt sich als »Zauberin« aus, um den Andresianern beizustehen. Als sie sich in Georyn verliebt, gerät sie in einen Loyalitätskonflikt. Denn niemand hier kennt ihre wahre Herkunft…
Nachdenklich, märchenhaft, poetisch
Ein Plädoyer für Toleranz und Vertrauen

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570303382
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:351 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:09.10.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    ralluss avatar
    rallusvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine schöne märchenhafte Verknüpfung von Fantasy und SF. Ein Klassiker
    Eine märchenhafte Sciene Fiction

    Ende der 60er Jahre wurde eine der Domänen der Männer geknackt, die Science Fiction Literatur. Diese bekam einen weiblichen Anstrich durch zunehmende Anzahl  von Schriftstellerinnen. Tonnen von Büchern über den Aufbruch ins All hatten nur männliche Helden hinterlassen. Die Frauen hockten wohl zu Hause und hielten Küche und Bett warm. Doch mit James Tiptree Jr. (die anfangs als Pseudonym einen Männernamen wählte, um überhaupt wahrgenommen zu werden) und der großartigen Kate Wilhelm, (die am 8. März diesen Jahres verstarb) kam eine sehr soziale, menschliche und poetische Note in die Science Fiction.

    Science Fiction wurde nicht mehr zu einem Tummelplatz von Raumschiffen, gigantischen Schlachten im All und unerschrockenen Helden, die Bücher berichteten jetzt mehr von den sozialen Problemen und die Plots verlagerten sich mehr in das Innere der Protagonisten. Und Protagonistinnen. Das weibliche Geschlecht spielte jetzt auch im All eine größere Rolle.

    Einen sogenannten Klassiker aus dieser Zeit, möchte ich gerne vorstellen. Ein Jugendbuch, das auf naive und märchenhafte Art etwas anders ist, als nur eine reine Science Fiction. Dieser Klassiker hat in den letzten 34 Jahre nach seinem Erscheinen viele Jugendbuchpreise abgeräumt,

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Elena erzählt, die eine Ausbildung beim anthropologischen Dienst der Förderation macht. Aufgabe dieser Gruppe ist es, die Entwicklung anderer Völker auf anderen Planeten zu schützen. Dabei dürfen sich die Mitglieder der Förderation nicht zu erkennen geben. Sie begleitet ihren Vater und ihren Verlobten auf ihrer ersten Mission zum Planeten Andresia. Dort sind vor kurzem die Imperialen gelandet, eine Zivilisation auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe als die Föderalisten, und beginnen, den Planeten rücksichtslos auszubeuten. Die Mission ist, diese Ausbeutung zu stoppen, ohne sich den Einwohnern des Planten und den Imperialisten erkennen zu geben.

    "Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass sämtliche Menschen Völker des Universums eine ähnliche Vergangenheit haben - was nicht heißt, dass sie ähnliche Besonderheiten aufweisen, sondern dass auf jedem Planeten, dieselben Grundmuster menschlicher Existenz auftreten. Jedes Volk durchläuft drei Stadien: Zuerst die Kindheit, in der alles voller Wunder ist und der Mensch zugibt, dass ihm vieles unbekannt ist. Er nennt das Unbekannte 'übernatürlich', glaubt aber daran. dann kommt die Jugend - der Mensch lehnt alles Abergläubische ab und erhebt die Wissenschaft zu seinem Gott, er glaubt, all ihre Bereiche offen vor sich liegen zu haben und sie sich nur einverleiben zu müssen; und er denkt nicht im Traum daran, dass es besser wäre, gewisse 'übernatürliche' Wunder nicht einfach abzutun, sondern sie verstehen zu lernen. Schließlich folgt als letzte Stufe die Zeit der Reife, wenn der Mensch erkennt, dass das als 'übernatürlich' Bezeichnete ganz und gar natürlich ist und in Wirklichkeit Teil eben jener Wissenschaft, die es zu verwerfen suchte..."

    Die Föderalisten haben einen Weg gefunden, ihre Psi-Kräfte zu aktivieren. Zusammen mit der Technik und der ethischen Denkweise stehen sie auf einer höheren Entwicklungsstufe. Als ein Mitglied der Crew von Elena stirbt, wird sie als vollwertiges Mitglied vereidigt und muss ihrem Verlobten und ihrem Vater helfen, die Eingeborenen so weit aufzubauen, dass sie den Imperialisten die Stirn bieten können. Oft fragt sich Elena, ob den Einwohnern des Planeten nicht direkt geholfen werden kann, doch Lernen geschieht nur durch Leid.

    "'Wie kannst du behaupten, menschliches Leid sei unnötig?' 'Willst du damit sagen, es sein notwendig?', ereiferte ich mich. 'Warum?' 'Weil Menschen sich nur über die Lösung von Problemen weiterentwickeln; gäbe es keine Probleme zu lösen, käme niemand sehr weit.'"

    Die Lösung muss mit den Mitteln der Einwohner passieren, diese müssen selbst lernen, ihre Probleme zu bewältigen. Da die Imperialisten in ihrer Technikgläubigkeit das Übernatürliche erschreckt, liegt hier der Ansatz der Mission von Elena.

    "Von allen Stadien, die Frühwelten durchlaufen müssen, ist die Phase der Entzauberung die schwierigste, glaube ich. Wenn man dank Methoden, die man für wissenschaftlich hält, so viel sieht, dass man nicht mehr glauben kann, es gebe noch etwas, was man nicht sieht - das muss schrecklich sein."

    Sylvia Engdahl ist ein wunderschöner Mix aus Science Fiction, Fantasy und Mystik gelungen. Auch wenn der Plot ein paar Schwächen und Wiederholungen aufweist, muss man dieses Buch im Kontext des Jahres der Entstehung sehen. Heute mag die Geschichte etwas naiv wirken, doch für Jugendliche, gerade für Mädchen, birgt dieses Buch seinen eigenen Zauber. Eine Perle der Vergangenheit, die es durchaus wert ist zu lesen.

    Das Buch ist antiquarisch auf den üblichen Plattformen leicht zu besorgen.

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    BookFan_3000s avatar
    BookFan_3000vor 7 Jahren
    Rezension zu "Wächterin der Sterne" von Sylvia Louise Engdahl

    Elana wird für den Anthropologischen Dienst der Förderation dazu ausgebildet, andere Planeten und Völker zu erforschen und sie voreinander zu schützen. Ihre erste Mission führt sie auf den Planeten Andresia, in eine mittelaterliche Welt, wo die Menschen noch an Drachen und Magie glauben. Ohen ihre Herkunft verraten zu dürfen, helfen Elana und ihr Vater den Andresianern im Kampf gegen die Imperialen die den Planeten erobern will. Als Elana sich jedoch in den jungen Andresianer Georyn verliebt, gerät ihre Mission in Gefahr.
    Ein Klassiker der Sciene-Fiction-Literatur - packend und poetisch zugleich.

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    kiraras avatar
    kiraravor 8 Jahren
    Kurzmeinung: ein wunderschönes Buch, dass sich mit der Problematik beschäftigt ob "höhere" Kulturen tatsächlich das Recht haben sich über Primitivere zu ...
    Rezension zu "Wächterin der Sterne" von Sylvia Louise Engdahl

    ich stimme melonlei vollkommen zu, das Buch ist sehr einfach und sagt doch viel aus. Hoffen wir, dass je weiter wir uns entwickeln wir tatsächlich auch klüger und gerechter werden.

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    melonleis avatar
    melonleivor 10 Jahren
    Rezension zu "Wächterin der Sterne" von Sylvia Louise Engdahl

    Wirklich schönes Buch,das einen zum Nachdenken anregt.
    Angenehm zu lesen.

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    nasedos avatar
    nasedo
    Alessas avatar
    Alessa
    B
    bibedibabediboovor einem Jahr
    Rejs avatar
    Rejvor einem Jahr
    Fiona89s avatar
    Fiona89vor 5 Jahren
    Ullarullas avatar
    Ullarullavor 5 Jahren

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