Sylvia Plath

 4,2 Sterne bei 569 Bewertungen
Autorin von Die Glasglocke, The Bell Jar und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sylvia Plath

Die Dichterin Sylvia Plath, geboren 1932 in Boston, verheiratet mit dem Dichter Ted Hughes, wurde nach ihrem Selbstmord 1963 in London mit dem Roman Die Glasglocke und dem Gedichtband Ariel zu einer internationalen Ikone der Frauenbewegung.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Herz steht nicht still (ISBN: 9783518225417)

Das Herz steht nicht still

Neu erschienen am 12.09.2022 als Gebundenes Buch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Sylvia Plath

Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)

Die Glasglocke

 (365)
Erschienen am 21.01.2013
Cover des Buches Die Tagebücher (ISBN: 9783627000110)

Die Tagebücher

 (17)
Erschienen am 26.08.2002
Cover des Buches Die Bibel der Träume (ISBN: 9783627100209)

Die Bibel der Träume

 (17)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Zungen aus Stein (ISBN: 9783627100216)

Zungen aus Stein

 (16)
Erschienen am 03.09.2012
Cover des Buches Liebesgedichte (ISBN: 9783458351306)

Liebesgedichte

 (11)
Erschienen am 22.06.2009
Cover des Buches Der Koloss (ISBN: 9783518427491)

Der Koloss

 (9)
Erschienen am 11.09.2017
Cover des Buches Briefe nach Hause 1950-1963 (ISBN: 9783596113583)

Briefe nach Hause 1950-1963

 (7)
Erschienen am 01.11.1998
Cover des Buches Das Bett-Buch (ISBN: 9783458178637)

Das Bett-Buch

 (4)
Erschienen am 08.03.2020

Neue Rezensionen zu Sylvia Plath

Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
Kazutos avatar

Rezension zu "Die Glasglocke" von Sylvia Plath

Absolut empfehlenswert.
Kazutovor 5 Monaten

Erfrischend, nachdenklich und abwechslungsreich!

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Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
buecherblondine_blondie4bookss avatar

Rezension zu "Die Glasglocke" von Sylvia Plath

Die Welt, ein böser Traum... - The world, a bad dream...
buecherblondine_blondie4booksvor 9 Monaten

German version/English version below:

 

Ich habe das Buch zum ersten Mal vor zirka 10 Jahren gelesen, als ich die englische Originalausgabe von einem amerikanischen Freund geschenkt bekam. Damals hörte ich zum ersten Mal von Sylvia Plath – dennoch las ich das Buch, ohne mich näher über die Autorin zu informieren. So wusste ich nicht, dass Sylvia sich tatsächlich 1963 das Leben genommen hat, nur zirka vier Wochen nach Erscheinen ihres ersten und einzigen Romans.  

Mittlerweile habe ich das Werk zum vierten Mal gelesen und bin überrascht darüber, dass mir jedes Mal andere Dinge auffallen, ich mich an andere Zitate erinnere, das Buch anders wahrnehme... Noch immer fasziniert mich der geradlinige, distanzierte Schreibstils Plaths, als handle es sich nicht um eine stark autobiografische Erzählung, als habe die Hauptfigur, Esther Greenwood, rein gar nichts mit ihr gemein.  

New York, Juni 1953:

Die Rosenbergs werden auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Die 19-jährige Esther Greenwood befindet sich zur gleichen Zeit in NY, genauer gesagt in New York City. Von ihr wird erwartet, die schönste Zeit ihres Lebens zu haben – doch die junge Frau empfindet sich als „still und leer“. Statt enthusiastisch Zeitungsartikel für die Modezeitschrift zu verfassen, deren Ausschreibung sie gewonnen hat, und dabei mindestens so gut gekleidet wie gelaunt von Party zu Party zu eilen, hadert Esther mit ihrem Dasein. Ihr wird plötzlich klar, dass sich die Zeit auf dem College dem Ende zu neigt und sie eine Entscheidung darüber treffen muss, was sie künftig mit ihrem Leben anfangen will. Hausfrau und Mutter werden? Oder doch lieber eine gefeierte Schriftstellerin, wie ihre Gönnerin, Philomena Guinea? Oder wie wäre es mit Maisfarmerin, irgendwo im Mittleren Western, wie eine ihrer Mitstreiterinnen? 

Kurze Zeit später, nach der Rückkehr in ihren Heimatort in Massachusetts, versucht der Teenager, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Esther findet sich schließlich in einer Anstalt wieder, wo man ihr mit Insulin, Fruchtsaft und Elektroschocks zu helfen versucht. Doch für die junge Frau scheint es kein Entrinnen aus der Glasglocke zu geben, die Welt selbst ist für sie der böse Traum, aus dem es kein Erwachen gibt...


I read the book for the first time about 10 years ago, when I received an original English copy as a gift from an American friend. At that time, I heard about Sylvia Plath for the first time - but I read the book without knowing more about the author. So I was unaware that Sylvia actually took her own life in 1963, only about four weeks after the publication of her first and only novel. 

Having read her novel now for the fourth time, I am surprised that each time I notice different things, remember different quotes, perceive the book differently... I am still fascinated by Plath's straightforward, detached writing style, as if the story was not strongly autobiographical, as if the main character, Esther Greenwood, had nothing at all in common with her.

New York, 1953:

The Rosenbergs are being executed on the electric chair. 19-year-old Esther Greenwood happens to be in NY at the same time, in New York City to be precise. She is expected to have the time of her life - but the young woman finds herself "silent and empty".  

Instead of enthusiastically writing newspaper articles for the fashion magazine whose writing completion she has won, rushing from party to party, her dresses at least as good as her spirits, Esther is at odds with her existence. She suddenly realizes that her time at college is coming to an end. She has to make decisions about her future life. What should she do?. Become a housewife and mother? Or rather a celebrated writer, like her patron, Philomena Guinea? How about becoming a corn farmer, somewhere in the Midwest, like one of her combatants? 

A short time later, after returning to her hometown in Massachusetts, the teenager tries to take her own life using sleeping pills. Esther eventually finds herself in a mental hospital where they try to help her with insulin, fruit juice and electric shocks. But for the young woman there seems to be no escape from the glass bell jar, the world itself, for her, is the bad dream from which there is no awakening...

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Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518456767)
wandablues avatar

Rezension zu "Die Glasglocke" von Sylvia Plath

Frühe und intensive Schilderung einer Depression.
wandabluevor 10 Monaten

Sylvia Plath ist mir immer als bekannter Name im Kopf herumgeschwirrt, aber ich konnte sie, bzw. ihren Namen nicht richtig verorten. Als ich „Die Glasglocke“ in die Hand bekomme, ist es mit meinen Kenntnissen über ihre Person  nicht weit her. Entsprechend verwirrt bin ich bei Beginn der Lektüre. Wovon wird hier geschrieben? Vom sexuellen Erwachen der weiblichen Generation Anfang der 1950er Jahre, als das Frauenbild langsam in Bewegung kam, im allgemeinen aber noch ziemlich verstaubt war? So viel feuchte Küsse im Mondschein! 

Sylvia Plath schrieb ihren bekannten, ja berühmten Roman auf dem Hintergrund ihres eigenen tragischen Lebens. Ich muss „wiki“ bemühen, erfahre dann, dass der Autorin nur ein relativ kurzes Leben vergönnt war (1931 Boston, bis 1963, London). 

 "Die Glasglocke" verarbeitet sicherlich Teile der Lebenserfahrung der Autorin, es ist die Geschichte einer Depression, die aus heiterem Himmel einen jungen Menschen befällt und dem nicht geholfen werden kann, weil in den 1950ern Jahren (und lange danach) die Ärzte wenig über diese Krankheit wussten und weil die Allgemeinheit Depressionen unter „verrückt geworden“ abstempelte und die davon betroffenen Menschen mit Respektlosigkeit und Ächtung bestraften, was bekanntlich kaum zur Gesundung beiträgt. 

Der Roman „Die Glasglocke“ beschreibt die Erfahrung der jungen Esther Greenwood, die eine begabte junge Collegestudentin ist, die von einem Stipendium zum anderen buchstäblich fliegt, bis sie plötzlich von ihrer Krankheit getroffen und aus der Bahn geworfen wird. Sie weiß nichts über Depressionen und weiß nicht, wie ihr geschieht. Auch ihre Umwelt ist ratlos. Die einsetzende „Behandlung“ in einer psychiatrischen Klinik kann man kaum eine solche nennen, zum Glück ist ihre Mutter klug genug, sie wieder nach Hause zu nehmen. Es gelingt Esther irgendwie der Krankheit davonzulaufen, aber eine Weile später wird sie wieder davon eingeholt. 

Der Kommentar: 
Sylvia Plath schreibt gut, anschaulich und phrasenlos. Ihre Welt, die Welt der Schönen und Reichen oder die, die es sein wollen, ist jedoch nicht die meine und es fällt mir deshalb schwer, die Hohlheit dieser Gesellschaft zu ertragen. Davon abgesehen ist „Die Glasglocke“ ein hervorragendes Stück Zeitgeschichte, eine frühe eindrückliche und schnörkellose Schilderung einer Depression. Beeindruckend!

Was mir fehlt, ist eine sinnvolle Anbindung an den aufregenden ersten Satz: „Es war ein verrückter schwüler Sommer, an dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich sollte.“ Möglich, dass S. Plath die Empathielosigkeit ihrer Gesellschaftsschicht damit anprangern will, die weder Mitleid mit einer unmenschlichen Bestrafung hat, noch sich in jemanden einfühlen kann, der „anders“ ist, mit anderen Worten, sich nicht in Menschen mit Handicap einfühlen kann. Trotzdem hängt dieser intensive erste Satz letztlich ein wenig lose in der Luft. 

Fazit: Ein Klassiker. 

Erstveröffentlichung 1963, hier: 2005, Suhrkamp.
Kategorie: Klassiker 

 

Kommentare: 4
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Gespräche aus der Community

Hallo meine Lieben! :)

Eine Buchverlosung zu meiner Aktion Lieblingsbücher habe ich bereits veranstaltet. Und nun kommt die zweite. Diesmal ist es ein Buch, das ich wahrscheinlich mit Abstand am meisten empfohlen habe: "Die Glasglocke" von Sylvia Plath. Ich verlose die Taschenbuchausgabe, die ein anderes Cover als das links gezeigte besitzt. Könnt ihr hier auf meinem Blog sehen.

Vielleicht kennt ihr Zitate von Sylvia Plath, die auch besonders gern auf Facebook kursieren, wie zum Beispiel: "I desire things that will destroy me in the end." Oder: "I shut my eyes and all the world drops dead. I lift my eyes and all is born again." Oder auch, meiner Meinung nach, das Bekannteste: "Dying is an art, like everything else. I do it exceptionally well." Besonders mag ich auch: "I write only because there is a voice within me that will not be still."
Aber bevor ich jetzt ewig mit Zitaten so weitermache – was ich gerne machen würde :D – zur Autorin selbst: Sie war eine amerikanische Schriftstellerin, hat Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben. "Die Glasglocke" ist ihr einziger Roman. (Leider! ;)) Dafür wurden später ihre Tagebücher veröffentlicht.
Vier Wochen nach der Veröffentlichung ihres Romans nahm sie sich das Leben, am 11. Februar 1963.

Wenn ihr also aus Deutschland, Österreich und der Schweiz seid, könnt ihr ganz einfach mitmachen: Entweder hier unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen, unter entsprechendem Post auf meiner Facebookseite oder auf meinem Blog – und schon seid ihr im Lostopf.
Interessieren würde mich auch, ob ihr vorher schon mal was von Sylvia Plath gehört habt. Vielleicht habt ihr auch Lieblingszitate von ihr?

Das Gewinnspiel beginnt heute und endet dann nächsten Donnerstag, den 07.08.2014  um Mitternacht. Der/die Gewinner/in wird am Tag darauf bekannt gegeben. Falls sich die Bekanntgabe verzögert, könnte es daran liegen, dass ich am 8. Geburtstag habe. ;D

Viel Glück! 🐘


30 BeiträgeVerlosung beendet
Sommerregens avatar
Letzter Beitrag von  Sommerregenvor 8 Jahren
Glückwunsch!

Zusätzliche Informationen

Sylvia Plath wurde am 27. Oktober 1932 in Jamaica Plain bei Boston (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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