Sylvia Plath

 4.2 Sterne bei 476 Bewertungen
Autorin von Die Glasglocke, The Bell Jar und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sylvia Plath

Sortieren:
Buchformat:
Sylvia PlathDie Glasglocke
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Glasglocke
Die Glasglocke
 (297)
Erschienen am 21.01.2013
Sylvia PlathDie Tagebücher
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Tagebücher
Die Tagebücher
 (17)
Erschienen am 01.01.1999
Sylvia PlathZungen aus Stein
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Zungen aus Stein
Zungen aus Stein
 (16)
Erschienen am 03.09.2012
Sylvia PlathDie Bibel der Träume
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Bibel der Träume
Die Bibel der Träume
 (16)
Erschienen am 01.09.2012
Sylvia PlathLiebesgedichte
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Liebesgedichte
Liebesgedichte
 (10)
Erschienen am 22.06.2009
Sylvia PlathDer Koloss
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Koloss
Der Koloss
 (9)
Erschienen am 11.09.2017
Sylvia PlathDas Bett-Buch
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Bett-Buch
Das Bett-Buch
 (2)
Erschienen am 29.10.2016
Sylvia PlathMax Nix
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Max Nix
Max Nix
 (1)
Erschienen am 01.04.1996

Neue Rezensionen zu Sylvia Plath

Neu
Ravens avatar

Rezension zu "Die Glasglocke" von Sylvia Plath

Eindringliche Literatur
Ravenvor 2 Monaten

Das Buch "Die Glasglocke" von Sylvia Path hat einen Umfang von 263 Seiten und ist bei Suhrkamp Verlag erschienen.

Das Buch ist als Softcover- Hardcover- und Ebookausgabe erhältlich. Als Ebook ist es schön übersichtlich strukturiert.

Vier Wochen nachdem die Erstausgabe vor 50 Jahren veröffentlicht wurde, nahm sich die Autorin das Leben. Das Buch zeigt die extremen Anforderungen der Gesellschaft, die an junge Frauen gestellt werden und kaum zu leisten sind. Die junge Studentin im Werk kann sich weder so recht in den Arbeitsalltag einfügen, noch die Verlockungen der Stadt in ihrer Freizeit genießen. Sie fühlt sich wie in einer Glasglocke.

Zitat:" Ich sah mich in der Gabel dieses Feigenbaumes sitzen und verhungern, bloß weil ich mich nicht entscheiden konnte, welche Feige ich nehmen sollte. Ich wollte sie alle, aber eine von ihnen nehmen bedeutete, alle anderen verlieren, und während ich dasaß, undfähig, mich zu entscheiden, begannen die Feigen zu schrumpfen und schwarz zu werden und plumsten eine nach der anderen auf den Boden unter mir."

Das Werk ist in einer einfachen, aber sehr schönen Sprache verfasst. Es hat einen durchweg bedrückenden, melancholischen Stil. Die Seiten sind von Depression durchdrängt. Es gibt eindringliche Szenen, die wie gemalt erscheinen und sich im Geist festsetzen. Tiefgehende Literatur, die zum Nachdenken anregt und die auch heute immer noch aktuell das Rollenbild der Frau in der Gesellschaft thematisiert. Es ist eine Reise in die düstere Welt der Protagonistin. Metaphern, Vergleiche und eindringliche Szenen rauben einen fast die Luft zum Atmen.

Fazit: Ein sehr eindringliches Werk, welches das Rollenbild der Frau in der Gesellschaft thematisiert und Seiten mit Depression drängt, eindringliche Szenen förmlich malt und einem die Luft zum Atmen raubt. Ein Meisterwerk. Absolute Leseempfehlung!

Kommentieren0
27
Teilen
M

Rezension zu "Liebesgedichte" von Sylvia Plath

Liebesgedichte mal anders - á la Plath
mehevor 2 Monaten

Wer sich hier typische, romantische Liebesgedichte erwartet ist absolut falsch! Wenn man Sylvia Plath kennt ahnt man bereits, dass man hier nicht sehr viel Schmachten und Frühlingwiesen erwarten kann.

Tatsächlich fand ich nämlich in diesem Band kein Gedicht, das ich als klassisches Liebesgedicht eingeordnet hätte. Sicher befasst Plath sich mit dem Thema Liebe, zumeist haftet dem aber ein eher düstere Touch an, wie es die Lebens- und Leidensgeschichte Plaths schon nahelegt. Die Lieder von Kiúmmer und Leiden überwiegen. Ein richtiges Gedicht voll überschgweglicher, üpositiver Gefühle konnte ich nicht ausmachen!

Es geht aber nicht nur um die Liebe bzw. eher die Bezeihung zwischen Partnern sondern auch um das Verhältnis zu ihrem Vater und zu Kindern. Die Themen sind also sehr breit gefächert und ebenfalls abseits des Üblichen.

Natürlich arbeitet Plath mit vielen starken Bildern. Der Blick fürs Detail und die Darstellung innerer Regungen mit äußeren (Landschafts)Bildern ist typisch für Sie. Mitunter wird es dann auch schon mal sehr düster, um nicht zu sagen eklig, Bei Liebesgedichten denkt wohl kaum einer an Leichenschauhäuser, Schleim und Schlamm. Aber so ist sie eben, die Sylvia!

Es ist sicher immer eine Herausforderung Lyrik zu übersetzen, vor allem wenn sie so bildgewaltig ist wie bei Plath. Noch hinzu kommen Plaths eigenwillige Strukturen und ihr Spiel, mit der Mehrdeutigkeit der Worte. Jutta Kaußens Übersetzungen sind zwar wörtlich zeimlich nah an Plath, können aber vielleicht genau dadurch für mich nicht wirklich Ihren Geist transportieren. Es wirkt oft etwas übers Knie gebrochen. Die deutschen Übersetzungen im "Koloss" (manche Gedichte sind in beiden Bänden) sind zwar etwas freier, haben mir aber besser gefallen. Aber das ist Geschmackssache und Plath zu Übersetzen ist schon eine Herausforderung!

Vielleicht deshalb findet man auch in Anschluss an den Block der 44 Übersetzungen nochmals ganz klein und gequetscht die englischen Originale im Anschluss. Auch das Leben Plaths wird als Hintergrundinfo nochmals am Ende angehöngt. Diese Info hätte sich allerdings nach vorne gehört, um die Gedichte auch als Plath-Neuling besser verstehen zu können!

Für mich waren es eher schwierige Gedichte, die nicht sehr viel mit Liebe zu tun hatten - zumindest nicht im klassischen Sinn! Dennoch habe ich zwei Lieblingsgedichte gefunden: "Selbstgespräch einer Ichbezogenen" und "Alte Jungfer".
Es ist immer spannend sich mit Plath zu befassen aber auch nie einfach!Dennoch ist die Andersartigkeit ihrer Lyrik erfriscehnd, gerade beim Thema Liebe! Man sollte nur nicht mit den falschen Hoffnungen an dieses Werk teten, die der Titel nahelegt! Frei nach dem Motto "kann Spuren von Plath enthalten" sollte vor diesem Buch "gerwarnt" werden ;)

Kommentieren0
3
Teilen
daydreamins avatar

Rezension zu "Die Glasglocke" von Sylvia Plath

Einfühlsam und authentisch
daydreaminvor einem Jahr

"Die Glasglocke" ist der einzige Roman der Dichterin Sylvia Plath und enthält viele autobiografische Elemente, welche mich sehr berührt haben. Wie auch Plath selbst verbringt Protagonistin und Musterstudentin Esther Greenwood einen Monat in New York bei einer Modezeitschrift. Was als größte Chance ihres Lebens beginnt, verwandelt sich schon bald in einen Albtraum und wird von schweren Depressionen überschattet. Nicht nur Esther beginnt im Buch eine Therapie mit den damals noch gebräuchlichen Elektroschocks, auch Plath musste sich diesen Behandlungen unterziehen, beendete ihr Leben jedoch 1963 selbst. Wie es für Esther Greenwood ausgeht, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Ihren Weg zu verfolgen ist spannend und extrem emotional. Ich habe Esther schnell in mein Herz geschlossen und konnte ihre Gefühle, Ängste und Träume gut nachvollziehen. Sylvia Plath hat einen einfühlsamen und sehr bildlichen Schreibstil, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass sie sich sonst eher mit der Lyrik auseinandergesetzt hat. Esther ist an einem Punkt im Leben angekommen, an welchem sie sich über ihre Zukunft klar werden muss und folgendes Bild von einem Feigenbaum geht mir in diesem Zusammenhang nicht mehr aus dem Kopf: 

"Ich sah, wie sich mein Leben vor mir verzweigte, ähnlich [einem] grünen Feigenbaum [...]. Gleich dicken, pupurroten Feigen winkte und lockte von jeder Zweigspitze eine herrliche Zukunft. Eine der Feigen war ein Ehemann, ein glückliches Zuhause und Kinder, eine andere Feige war eine berühmte Dichterin, wieder eine andere war eine brillante Professorin, die nächste war [eine] tolle Redakteurin, die übernächste war Europa und Afrika und Südamerika, eine andere Feige war Constantin und Sokrates und Attila und ein Rudel weiterer Liebhaber mit seltsamen Namen und ausgefallenen Berufen, eine weitere Feige war eine olympische Mannschaftsmeisterin, und hinter und über all diesen Feigen hingen noch viele andere, die ich nicht genau erkennen konnte.Ich sah mich in der Gabel dieses Feigenbaumes sitzen und verhungern, bloß weil ich mich nicht entscheiden konnte, welche Feige ich nehmen sollte. Ich wollte sie alle, aber eine von ihnen nehmen bedeutete, alle anderen verlieren, und während ich dasaß, unfähig, mich zu entscheiden, begannen die Feigen zu schrumpfen und schwarz zu werden und plumpsten eine nach der anderen auf den Boden unter mir." (S. 85f) 

Ich möchte gleich noch ein Beispiel für den in meinen Augen fantastischen Schreibstil bringen, der Esthers Schmerz richtig greifbar macht und die depressive Abwärtsspirale besonders deutlich hervorhebt: 

"Ich sagte Doreen, ich würde nicht zu der Schau oder zum Lunch oder zu der Filmpremiere gehen, ich würde aber auch nicht mit nach Coney Island kommen, sondern im Bett bleiben. Nachdem Doreen gegangen war, fragte ich mich, warum ich es nicht mehr schaffte, das zu tun, was ich eigentlich tun sollte. Darüber wurde ich traurig und müde. Dann fragte ich mich, warum ich es nicht mehr schaffte, das zu tun, was ich eigentlich nicht tun sollte, so wie Doreen, und darüber wurde ich noch trauriger und noch müder.Ich wusste nicht, wie spät es war, aber ich hörte das Hin und Her und die Rufe der Mädchen auf dem Gang, während sie sich für die Pelzschau fertig machten, und dann hörte ich, wie auf dem Gang wieder Stille einkehrte, und während ich auf meinem Bett lag und zu der leeren, weißen Decke hinaufstarrte, schien diese Stille immer größer zu werden, bis mir fast das Trommelfell platzte." (S. 36f) 

Tatsächlich habe ich mir sehr viele Stellen markiert und lese diese auch einige Wochen nach Beenden des Buches immer wieder gerne durch. 

Die Thematik ist natürlich erdrückend und hat mich mitgenommen, doch immer wieder wurden auch schöne, hoffnungsvolle und sogar witzige Momente in Esthers Leben beschrieben, die vor allem ihrem Humor und ihrer Intelligenz zu verdanken waren. "Die Glasglocke" ist keine leichte Lektüre, aber das Lesen lohnt sich. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der etwas mehr über Depressionen und den Umgang mit dieser Krankheit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erfahren möchte. 

Fazit

Ein bewegender Roman über das Leben mit Depressionen in den 1950ern. Mir hat besonders der emotionale und bildliche Schreibstil von Sylvia Plath gefallen und der dadurch sehr einfühlsame Umgang mit einem so schwierigen Thema. Die Geschichte rund um Esther Greenwoods Schicksal enthält außerdem einige autobiografische Elemente, weswegen das Leseerlebnis für mich durch eine Recherche zu Plaths eigenem Leben noch einmal intensiver wurde. Ich zähle "Die Glasglocke" ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern. 

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
CorneliaTravniceks avatar
Poetry! Can you handle it?
50 Tage, 50 Texte.
Die Leserunde der etwas anderen Art.

Gerne wird mit einem Lächeln behauptet, dass "ja mehr Leute Lyrik schreiben als Lyrik lesen" - hier kann das Gegenteil bewiesen werden!

Das ist eine Leserunde für jede und jeden, der oder die sich für Lyrik des 20./21. Jahrhunderts interessiert. Es gibt 7 Print-Ausgaben von "Parablüh. Monologe mit Sylvia" zu gewinnen:
http://www.limbusverlag.at/index.php/parablueh

Hier habt ihr Gelegenheit mit mir als Autorin genau über den Entstehungsprozess, die Hintergedanken, Interpretationen und Bedeutungen einzelner Gedichte zu diskutieren, und die Referenzen an "Der Koloss" von Sylvia Plath nachzuvollziehen. Natürlich kommt auch der persönliche Eindruck nicht zu kurz. Es soll also nicht nur eine Beschäftigung mit meinen Texten, sondern auch, über diese Brücke, mit Plaths Originalen werden. (Einiges davon ist im Internet zu finden.)

Wir werden eine Reise machen. Wir werden uns Zeit nehmen.  Jeden Tag lesen wir ein Gedicht. 50 Tage, 50 Texte.

Gedichte als Rätselbilder.
Niemand hat hier eine Lehrmeinung.
Nichts steht fest, alles wird entdeckt.

Am Ende sollen 7 Auseinandersetzungen stehen, die ihr hier auf Lovelybooks, auf euren Blogs, und/oder allen anderen Medien eurer Wahl veröffentlicht - Auseinandersetzungen mit Mehrwert.

Ich freu' mich darauf!
Zur Leserunde
Schneekatzes avatar
Hallo meine Lieben! :)

Eine Buchverlosung zu meiner Aktion Lieblingsbücher habe ich bereits veranstaltet. Und nun kommt die zweite. Diesmal ist es ein Buch, das ich wahrscheinlich mit Abstand am meisten empfohlen habe: "Die Glasglocke" von Sylvia Plath. Ich verlose die Taschenbuchausgabe, die ein anderes Cover als das links gezeigte besitzt. Könnt ihr hier auf meinem Blog sehen.

Vielleicht kennt ihr Zitate von Sylvia Plath, die auch besonders gern auf Facebook kursieren, wie zum Beispiel: "I desire things that will destroy me in the end." Oder: "I shut my eyes and all the world drops dead. I lift my eyes and all is born again." Oder auch, meiner Meinung nach, das Bekannteste: "Dying is an art, like everything else. I do it exceptionally well." Besonders mag ich auch: "I write only because there is a voice within me that will not be still."
Aber bevor ich jetzt ewig mit Zitaten so weitermache – was ich gerne machen würde :D – zur Autorin selbst: Sie war eine amerikanische Schriftstellerin, hat Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben. "Die Glasglocke" ist ihr einziger Roman. (Leider! ;)) Dafür wurden später ihre Tagebücher veröffentlicht.
Vier Wochen nach der Veröffentlichung ihres Romans nahm sie sich das Leben, am 11. Februar 1963.

Wenn ihr also aus Deutschland, Österreich und der Schweiz seid, könnt ihr ganz einfach mitmachen: Entweder hier unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen, unter entsprechendem Post auf meiner Facebookseite oder auf meinem Blog – und schon seid ihr im Lostopf.
Interessieren würde mich auch, ob ihr vorher schon mal was von Sylvia Plath gehört habt. Vielleicht habt ihr auch Lieblingszitate von ihr?

Das Gewinnspiel beginnt heute und endet dann nächsten Donnerstag, den 07.08.2014  um Mitternacht. Der/die Gewinner/in wird am Tag darauf bekannt gegeben. Falls sich die Bekanntgabe verzögert, könnte es daran liegen, dass ich am 8. Geburtstag habe. ;D

Viel Glück! 🐘


Sommerregens avatar
Letzter Beitrag von  Sommerregenvor 4 Jahren
Glückwunsch!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Sylvia Plath wurde am 27. Oktober 1932 in Jamaica Plain bei Boston (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 743 Bibliotheken

auf 118 Wunschlisten

von 15 Lesern aktuell gelesen

von 21 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks