Sylvia Pranga Männerbande

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Inhaltsangabe zu „Männerbande“ von Sylvia Pranga

Seit der College-Zeit ist John in Calum verliebt. Weil Calum sowohl verheiratet als auch sein bester Freund ist, hat John nie mit ihm über seine Gefühle gesprochen. Nach Jahren voller Einsamkeit in der selbst gewählten Opferrolle beschließt John, endlich aktiv zu werden, und seine Enthaltsamkeit aufzugeben. Doch nichts kann Calum weder aus Johns Gedanken noch aus seinem Leben, geschweige denn seinem Herzen drängen. Im Gegenteil. John ist gezwungen, sich mehr und mehr einer Liebe zu öffnen, für die er keine Chance sieht, und ahnt nicht, dass er nicht der Einzige ist, der Geheimnisse hat.

hört sich sehr nach wahrem Leben an - schön!

— meistraubi

Seit der Collegezeit ist John Walker in seinen besten Freund Calum verliebt, fand jedoch nie den Mut es diesem zu gestehen, da jener ein ...

— Splashbooks

Wunderschöne, ruhig erzählte Geschichte um die tiefe Freundschaft zweier Männer, die plötzlich auf dem Prüfstand steht.

— ulla08

Ein toller Roman über Freundschaft, Vertrauen und Liebe! Mich hat er großartig unterhalten.

— merlin78

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  • Ruhiger Gay Romance mit sympathischen Charakteren

    Männerbande

    Koriko

    20. May 2015 um 12:53

    Story: Seit der Collegezeit ist John Walker in seinen besten Freund Calum verliebt, fand jedoch nie den Mut es diesem zu gestehen, da Calum ein echter Weiberheld ist und kein Mädchen von der Bettkante stößt. An diesem Zustand hat sich 25 Jahre später nichts geändert – die beiden sind beste Freunde, wohnen nebeneinander und sehen sich täglich. Doch während John ein introvertierter Single ist, hat Calum eine Frau und zwei Söhne. Als eines Tages überraschend die offenherzige Julie in Johns Leben stolpert und ihn zu einer gemeinsamen Wette überredet, wandelt sich Johns Leben. Beide müssen binnen eines halben Jahres versuchen einen Partner zu finden und sich gegenseitig über ihre Versuche informieren. Calum, der seinen Freund ebenfalls glücklich sehen will, bietet dabei seine volle Unterstützung an. John beginnt nach und nach aus seinem Schneckenhaus zu kriechen, neue Männer kennenzulernen und sich in seinem Leben neu zu positionieren. Doch auch Calum ändert sich im Laufe der Zeit, da es mit seiner Ehe zusehends bergab geht und er schon länger ein Geheimnis mit sich herumträgt, das er nicht einmal John anvertraut hat. Eigene Meinung: Mit dem Roman „Männerbande“ von Sylvia Pranga erschien ein weiterer Gay Romance im Sieben Verlag. Auf 350 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von John und Calum, und verzichtet dabei größtenteils auf Erotik, so dass sich das Buch angenehm von „Gefährlicher Geliebter“ abhebt, bei dem Sex eine größere Rolle spielte. Stattdessen geht Sylvia Pranga sehr gefühlvoll und behutsam an die Sache heran. Sie lässt ihren Charakteren Zeit, sich zu entwickeln, gibt ihnen genug Raum sich zu ändern und schafft damit eine realistische Atmosphäre. Bis auf einige kleinere Ungenauigkeiten und Logiklücken, die sich aus den Enthüllungen der Geheimnisse ergeben, ist das Buch angenehm logisch und gut nachvollziehbar aufgebaut. Das merkt man ganz besonders in Calums Charakterisierung und seinem Geheimnis, das am Ende nur teilweise überzeugen kann. So schön das happy End auch ist und so gefühlvoll Sylvia Pranga die große Aussprache in Szene setzt, man nimmt Calum seine Offenbarung einfach nicht ab. Dazu gab es zu wenig Hinweise im Laufe der Geschichte, keinerlei Anzeichen dafür, dass Calum ebenfalls mehr für John empfindet. Er wirkt bis kurz vor Schluss weder schwul noch bisexuell, was der Entwicklung am Ende einen unglaubwürdigen Touch verleiht. Nichtsdestotrotz macht die Geschichte Spaß, was vorwiegend an den sympathischen, gut ausgearbeiteten Figuren liegt. Man schließt sowohl den ruhigen, schüchtern John, als auch den spritzigen, lebensfrohen Calum ins Herz. Beide sind sehr authentisch und gut nachvollziehbar, man lernt ihre jeweiligen Eigenheiten und Spleens kennen und schätzen, und kann sich sowohl in John, als auch in Calum gut hineinversetzen. Man merkt, dass die Autorin Spaß an der Geschichte und ihren Charakteren hatte, was sich auch auf den Leser überträgt. Das beweisen auch die Nebenfiguren, die man im Laufe der Zeit ebenfalls näher kennenlernt – seien es Calums Söhne Andy und Reuben, die schwulen Zwillinge, die John während seiner Partnersuche kennenlernt, Julie oder Calums Golden Retriever Sammy – die Figuren sind liebenswert und ansprechend in Szene gesetzt. Einzig die Tatsache, dass Calums Frau Diane so extrem unsympathisch daherkommt ist ein wenig übertrieben – sie ist von Anfang an so etwas wie der Antagonist, an dem es wenig Positives zu finden gibt. Stilistisch kann Sylvia Pranga ebenfalls punkten – sie hat einen angenehm lesbaren, sicheren Schreibstil. Man ist bereits nach wenigen Seiten in der Handlung und obwohl diese langsam voranschreitet, langweilt man sich nicht oder neigt dazu Seiten zu überspringen. Es ist sogar ganz angenehm, dass sich die Autorin Zeit mit ihren Protagonisten lässt, wenngleich man sich fragt, warum die beiden 25 Jahre dafür gebraucht haben! Das liegt vor allem daran, dass sich Sylvia Pranga nicht nur auf Johns Partnersuche und Calums Eheprobleme konzentriert, sondern auch das Leben der beiden beschreibt, wenngleich John hierbei im Zentrum steht. Von ihm erfährt man einfach mehr – man lernt seine Familie kennen, erfährt von seinen Problemen und seiner Arbeit. Im Gegensatz dazu wird Calums Leben nur grob beleuchtet, bestenfalls angeschnitten. Nichtsdestotrotz lernt man beide Männer gut kennen und Sylvia Prangas gefühlvollen Schreibstil schätzen. Fazit: „Männerbande“ ist ein gut geschriebener Gay Romance, der mit sympathischen Charakteren und einer ruhigen, gefühlvollen Atmosphäre punkten kann. Sylvia Pranga lässt den beiden Protagonisten und dem Leser Zeit sich in die Handlung einzufinden, was sich positiv auf die Gesamtgeschichte auswirkt. Zwar gibt es einige Lögiklöcher, doch die sind nicht weiter tragisch und hemmen nicht den Lesespaß. Wer auf der Suche nach gefühlvollen Gay Romance Büchern ist, bei dem die Figuren nicht nach 30 Seiten miteinander ins Bett fallen, ist mit „Männerbande“ gut beraten. Es lohnt sich.

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  • Wo ist der Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe?

    Männerbande

    ulla08

    01. May 2015 um 18:11

    John und Calum sind seit dem College beste Freunde, Nachbarn und können sich das Leben ohne einander nicht vorstellen. Callum geht (ebenso wie sein frecher Hund) in Johns Haus ein und aus, als wäre es sein eigenes. Das würde John bei Callums ja vielleicht auch machen, aber dessen Ehefrau ist eine echte Nervensäge … Die tiefe Freundschaft der beiden Männer wird auf die Probe gestellt, als der ewige Single John sich vornimmt, zumindest den Versuch zu unternehmen, einen Partner zu finden. Calum will natürlich verhindern, dass sein bester Freund an den Falschen gerät. Oder warum scheint er an jedem der Männer, die John interessieren, einen gravierenden Fehler zu finden? „Männerbande“ von Sylvia Pranga ist zuerst einmal die ruhig und wunderschön erzählte Geschichte einer tief empfundenen Freundschaft. Erst nach und nach wird klar, dass einer der beiden Männer viel mehr als nur platonische Liebe empfindet. Die große Frage ist nun natürlich, ob und wie der andere fühlt. Calum ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er ist ganz klar hetero. Oder? Sylvia Pranga Roman erzählt sehr sensibel und feinfühlig, wie schwer es sein kann, mitten im Leben vor sich und anderen zuzugeben, dass der eigene Lebensentwurf plötzlich nicht mehr passt. Ist das ein Versagen? Wie wird die Umwelt reagieren? Welche Konsequenzen hat ein so spätes Outing? Aber ist das überhaupt wichtig? Calum und John müssen für sich und für einander herausfinden, ob sie nun Freundschaft oder Liebe füreinander empfinden und wie sie mit ihren Gefühlen füreinander umgehen sollen. Ich fand es unheimlich toll zu lesen, wie Calum plötzlich an John und auch an sich selbst völlig unbekannte Seiten entdeckt, obwohl die beiden sich schon ewig kennen. Die Charaktere der zwei Männer sind wunderbar ausgearbeitet. Liebenswerte Macken, nervige Angewohnheiten sorgen dafür, dass sie echt wirken und temporeiche Dialoge lassen sie dem Leser so richtig ans Herz wachsen. John und Calum sind beide nicht perfekt, aber so lebendig, dass man sie förmlich vor dem inneren Auge sieht und sich unwillkürlich fragt ob man sie nicht schon im Supermarkt oder in der Kneipe um die Ecke getroffen hat. Mein Fazit: Herrlich ruhig erzählter Roman einer Liebe, die eben nicht auf den ersten Blick sondern erst nach vielen Jahren endlich erblüht. Gute 4 Punkte und eine Leseempfehlung! Warum „nur" gute 4 und keine 5 Punkte? Meine einzige, winzige Kritik an der Geschichte könnte einen SPOILER enthalten. Wer das Buch ohne den Spoiler kennenlernen möchte, sollte jetzt hier nicht weiterlesen! John bemüht sich ehrlich, einen Partner zu finden, weil er nach all den Jahren glaubt, Calum würde niemals mehr als Freundschaft zwischen ihnen zulassen. Alle Männer, die er kennenlernt, haben aber … nennen wir es mal ganz platt „einen echten Knall“. Keiner von ihnen kommt eigentlich ernsthaft in Frage und keiner ist wirklich nett oder auf Dauer liebenswert. Ich finde das ein wenig schade. Für mich hat es den leichten Beigeschmack hinterlassen, als wäre Calum für John die einzige Alternative, die die er schließlich wählt, weil es keinen anderen Mann für ihn gibt und nicht weil sein Herz keinen anderen einlässt. Wenn man ehrlich ist, kennt man doch jede Menge Menschen, die nett sind, ehrlich und passabel aussehen, mit denen man eine Menge Interessen teilt und die eigentlich der ideale Partner wären. Aber warum schlägt das Herz dann trotzdem nicht schneller? Warum rast es nur beim Anblick des einen, desjenigen, vom dem man eben Liebe will und nicht „nur“ Freundschaft. „Männerbande“ hätte mir noch besser gefallen, wenn nicht so klar gewesen wäre, dass es zu Calum keine Alternative gibt, weil alle anderen Männer zu John einfach nicht passen oder nicht ehrlich zu ihm sind.

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  • Eine fesselnde Gay Romance Geschichte

    Männerbande

    Swiftie922

    30. April 2015 um 16:35

    Inhalt : Seit der College-Zeit ist John in Calum verliebt. Weil Calum sowohl verheiratet als auch sein bester Freund ist, hat John nie mit ihm über seine Gefühle gesprochen. Nach Jahren voller Einsamkeit in der selbst gewählten Opferrolle beschließt John, endlich aktiv zu werden, und seine Enthaltsamkeit aufzugeben. Doch nichts kann Calum weder aus Johns Gedanken noch aus seinem Leben, geschweige denn seinem Herzen drängen. Im Gegenteil. John ist gezwungen, sich mehr und mehr einer Liebe zu öffnen, für die er keine Chance sieht, und ahnt nicht, dass er nicht der Einzige ist, der Geheimnisse hat. Meine Meinung : In Männerbande geht es um John, der seit seiner Collegezeit in Callum verliebt ist. Doch Callum ist verheiratet und sein bester Freund. Er hat sich ihm nie offenbart. Nun beschließt er aus seiner Opferrolle herauszukommen und will nicht mehr enthaltsam Leben. Doch so einfach ist es nicht Callum zu vergessen. John liebt Callum und kann ihn seit ihrer Collegezeit nicht vergessen. Trotzdem sind beide miteinander befreundet und Callum ahnt von seinen Gefühlen nichts. Callum und John verbindet eine Jahre lange Freundschaft. Er ist verheiratet und führt eine normale hetero Beziehung. Von Johns Gefühlen ahnt er nichts.. Der Schreibstil hat mich nur nach wenigen Seiten mitgerissen und dadurch das das Buch aus der Sicht von John und von Callum erzählt wird kann man in beide Charaktere hineinschauen und so besser verstehen. Die Spannung kommt von Kapitel zu Kapitel und steigert sich immer mehr. Die Geheimnisse, die beiden voreinander haben kommen ans Licht und man kann erahnen wie die Zukunft aussehen wird. Der Schreibstil ist flüssig und überaus humorvoll, hauptsächlich wird aus Steves Sicht erzählt, durch wenige Rückblenden in die Jugend der beiden ist das enge Band der beiden nachvollziehbar und glaubwürdig. Das Cover hat mich schon zu Anfang an das Buch gelockt und ich konnte mich nicht davon abhalten es lesen wollen  Die Farben und der schöne Schriftzug haben es zu einem tollen Hingucker gemacht und mich es nicht weglegen lassen. Die Autorin hat diesem Buch einen tollen Stil gegeben und auch weil es im Gegensatz zu den normalen Romantik Bücher im Gay Romance spielt und man so auch mal diese Geschichten kennen lernen kann. Die erotischen Szenen haben dem Buch die prickelnde Spannung noch dazu gegeben und mich alles verschlingen lassen. Das Ende hat mich nicht mehr losgelassen und ich finde die Autorin hat darin noch viel mehr Gefühl hineingelegt und die Charaktere haben mich bis zum Schluss innehalten lassen. Fazit : Männerbande ist ein gelungener Gay Romance Roman, der durch seine Charakter, dem Schreibstil und seiner Geschichte für mich überzeugt hat.

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  • Eine etwas andere Liebesgeschichte

    Männerbande

    Sophie333

    18. April 2015 um 22:01

    „Männerbande“ hat mich gleich durch das wirklich gelungene Cover angesprochen! Aber auch der Klappentext hat mich schnell neugierig gemacht und so musste es schnellstmöglich bei mir einziehen und gelesen werden. Worum geht es: John ist in Calum verliebt. Aber nicht erst seit gestern, sondern schon seit 25 Jahren. Was mich im ersten Moment ja wahnsinnig schockiert hat – aber dazu später. Allerdings ist Calum verheiratet und hat zwei Söhne. Die beiden sind beste Freunde und leben sogar nebeneinander. Wenn er nicht schon seit so langer Zeit in ihn verliebt wäre, könnte Johns Leben perfekt sein. Daher beschließt er an seinem Zustand etwas zu ändern. Zusammen mit einer neuen Freundin beschließt er alles daran zu setzen einen Partner zu finden und somit Calum zu vergessen. Nur ist John nicht der Einzige mit einem Geheimnis.... Zuerst einmal war ich doch etwas skeptisch, als ich gelesen habe, dass sie seit 25 Jahren befreundet sind und genauso lange John auch in Calum verliebt ist. Ganz ehrlich? Mich hat da vor allem das Alter abgeschreckt. Aber was soll ich sagen? Das störte mich schnell überhaupt nicht mehr. Die Freundschaft der beiden ist einfach etwas Besonderes und jeder Blinde sieht, dass das nicht alles sein kann. Die Geschichte wird zudem aus beiden Sichten geschrieben und verrät dem Leser trotzdem nicht zu viel um das Buch langweilig werden zu lassen. Die Versuche seitens John einen Partner zu finden sind witzig, aber auch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Man würde es ihm zwar gönnen, aber da gibt es ja immer noch Calum und auch bei den Kandidaten hat er nicht wirklich in den Goldtopf gegriffen. Auch die Blicke in die Vergangenheit geben dem Leser einigen Aufschluss und fügen sich nahtlos in die Geschichte ein. Der Schreibstil ist locker und leicht. Man lacht – man leidet und wünscht den beiden doch einfach nur ein Happy End. Zwar ist das Buch nicht hochdramatisch – aber diese unerfüllte Liebe schwingt doch in jeder Zeile mit. Die Geschichte beschreibt größtenteils ihre Freundschaft. Immer ist Calum irgendwie dabei und man merkt so schnell – mit dem Versuch einen neuen Partner zu finden – wird das so nicht klappen. Aber wollen wir das als Leser überhaupt?! „Männerbande“ ist kein typischer Liebesroman, sondern vorrangig eine Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft und vergebene Chancen mit Hoffnung auf eine zweite. Dieses Buch konnte mich in alles Punkten überzeugen und das Buch mit einem erleichterten Seufzen schließen lassen!

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  • Ein toller Roman über Freundschaft, Liebe und Vertrauen...

    Männerbande

    merlin78

    10. April 2015 um 16:05

    John und Calum sind seit 25 Jahren beste Freunde. Bereits auf dem College lernten sie sich kennen und verstanden sich auf Anhieb. Obwohl John homosexuell ist. Damit hat Calum keine Probleme, weiß er doch um die Gunst der weiblichen Bevölkerung. Heute leben sie Haus an Haus in der Nähe von London. John ist nunmehr seit fünf Jahren single, sein bester Freund verheiratet mit Diane und mit zwei jugendlichen Sprössen gesegnet. Doch irgendwie scheinen beide nicht glücklich zu sein. John ist seit 25 Jahren heimlich in Calum verliebt, weiß jedoch, dass er bei einem heterosexuellen Freund niemals eine Chance haben wird. Calum ist mit seiner Ehe unzufrieden, haben sich Diane und er sich in den letzten Jahren doch sehr auseinander gelebt. Immer wenn er Ruhe und Frieden braucht, schleicht er sich in das Haus seines besten Freundes, der ihn mit offenen Armen empfängt. Calum ahnt nicht, welche Gefühle John für ihn hegt. Erst als John sich entschließt, seiner persönlichen Einsamkeit zu entkommen, merkt Calum, dass es ihm überhaupt nicht gefällt, sollte sein Freund wieder einen festen Partner an seiner Seite haben. „Männerbande“ entspringt einer Idee aus der Feder von Autorin Sylvia Pranga, die hier sehr überzeugend erzählt, wie kompliziert es sein kann, wenn eine Freundschaft für den einen Menschen etwas mehr bedeutet. Wenn der Leser hier einen Roman erwartet hat, der nur so vor erotischen Szenen trieft, hat er sich vollkommen geirrt, denn Sylvia Pranga beschreibt einfühlsam die reizende Geschichte von zwei Männern, die sich bereits seit Jahren kennen und über ihre Freundschaft definieren. Es sind zwei völlig verschiedene Charaktere, die sich durch liebenswerte Persönlichkeiten voneinander unterscheiden. John ist schüchtern und zurückhaltend. Er hält sich aus großen Menschenansammlungen heraus, bleibt lieber für sich und genießt seine Freizeit auf dem Balkon, gerne beobachtet er dabei seine reizenden Nachbarn. Calum hingegen ist ein Sportler, der nebenbei eine Band hat und mit seiner Frau und den Kindern im Nachbarhaus von John wohnt. Er ist offen und freundlich, lebt jedoch nicht das Leben, das er sich gewünscht hat. Die Ehe steht kurz vor dem Aus, dennoch nimmt er sich die Zeit, seinem Freund zu helfen, einen neuen Partner im Leben zu finden. Die Geschichte liest sich leicht und angenehm. An manchen Stellen ist die Handlung humorvoll, an anderen Passagen eher ernst und tiefgründig. Die Schriftstellerin hat es aber glaubhaft geschafft, beide Gefühlslagen ideal in Szene zu setzen und den Leser so herrlich zu unterhalten. Obwohl es augenscheinlich nur um diese Freundschaft geht, wird die Erzählung nicht langweilig. Vielmehr hat sie ein wunderbares Eigenleben entwickelt, das es leicht macht, sich ganz auf die beiden einzulassen und mit ihnen mit zu fiebern. Außerdem zaubert Sylvia Pranga im Laufe der Handlung immer wieder kleine Überraschungen aus dem Hut, die für interessante und aufregende Momente sorgt. Insgesamt bietet dieses Buch einen leichten Lesegenuss, der zwar auch einen homosexuellen Touch beinhaltet, doch darüber hinaus viel mehr erzählt. Hier geht es um Freundschaft, Vertrauen und Liebe. Die beiden Charaktere passen harmonisch zusammen und es ist unterhaltsam, ihre Entwicklung mitzuerleben. Von mir gibt es demnach eine ganz klare Leseempfehlung und die Vorfreude auf weitere Werke von der Autorin.

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  • einfühlsam

    Männerbande

    dorothea84

    08. April 2015 um 08:42

    Die Männerfreundschaft zwischen dem verheiraten Calum und dem schwulen John besteht schon seit der College-Zeit, 25 Jahre lang. Genauso lange ist John in Calum verliebt, doch darüber hat er nie gesprochen. Nach Jahren voller Einsamkeit versucht John endlich selbst aktiv zu werden. In Sache Liebe, mit seinem Verhältnis zu seinem Vater und was Beruflich angeht auch. Dadurch kommen ein paar Geheimnisse ans Licht. Die Geschichte fängt eigentlich recht harmlos an, aber um so weiter man liest um so interessant und humorvoller wird es. Die Dates, die Ehe von Calum und die Rückblicke auf die College-Zeit sind immer wieder sehr unterhaltsam. Man liebt gleich John und seinen Tick nie Schuhe anzuziehen, genauso Calum der immer wieder von seiner Ehefrau zu seinem schwulen Freund nebenan flieht, oder der Hund. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und mich immer wieder zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht. Es passieren viele gute Dinge wenn man sich nur Traut.

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