Sylvia Rieß Der Axolotlkönig

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 12 Rezensionen
(11)
(2)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Axolotlkönig“ von Sylvia Rieß

'Der Axolotlkönig' ist der erste Band aus der 2016 gegründeten Autorenkooperation 'Die Märchenspinnerei'.
Die zwölf Autorinnen haben unter der Prämisse zu Schreiben begonnen, Märchen einmal völlig anders und neu zu interpretieren. Moderne Themen und allgegenwärtige Probleme mit altbekannten Elementen zu etwas völlig Neuem verweben.
Die entstandenen Märchenadaptionen sind dabei oft düster und sollen zum Nachdenken bewegen, jedoch ohne den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger.
Als Jugendroman macht 'Der Axolotlkönig' von Sylvia Rieß dabei den Auftakt. Er setzt sich mit Mobbing unter Jugendlichen, der Präsenz der sozialen Medien in deren Leben, mit Ausgrenzung und daraus entstehenden Depressionen auseinander. Auch die Themen selbstverletzendes Verhalten und Suizid werden angesprochen. Dabei will das Buch aber kein Ratgeber sein, sondern durch einen lockeren Stil und immer wieder heitere Passagen dem jüngeren Publikum einen Zugang zu diesen Themen gewähren.
Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Leonie und Fynn geschrieben.

Zwischen Magie und Wahnsinn - von handzahmen Lurchen und SmS schreibenden Krebsen Grandioser Auftakt der Reihe aus der Märchenspinnerei

— SarahTrimagie

Nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern verbirgt sich, in meinen Augen, ein wirklich wichtiges Thema dahinter

— Mel_Amanyar

tolle Adaption, wirklich gelungen!

— Skyhawksister

Eine tolle Märchenadaption mit aktuellem Hintergrund. Sehr tiefgründig.

— vonnee

Jugendliche Märchenadaption, die sich einem tiefgründigen Thema widmet.

— Aljana

Stöbern in Jugendbücher

Young Elites - Das Bündnis der Rosen

Konfuse Schlachten und unsympathische Protagonisten - schwache Weiterentwicklung vom schwachen Band 1.

Siri_quergetipptblog

Constellation - Gegen alle Sterne

Tolle Idee, aber mir ist es etwas zu langatmig geschrieben. Dadurch fand ich es etwas langweilig. :(

Reading_Dany

Mr. Right oder Wie ich meinen Freund erfand

Kurzweilige Liebesgeschichte für romantische Schmökerstunden

EmmyL

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Der Anfang war irgendwie noch zäh und unverständlich

X-tine

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Das Ende erinnerte mich stark an Biss ...

X-tine

Iskari - Der Sturm naht

Schwache Heldin, starkes Szenario.

Yllin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zwischen Magie und Wahnsinn - von handzahmen Lurchen und SmS schreibenden Krebsen

    Der Axolotlkönig

    SarahTrimagie

    05. December 2017 um 11:29

    Als Auftakt der Veröffentlichung von "Alte Märchen im neuen Gewand" aus der Gemeinschaft der Märchenspinnerei ist dieses Buch mit 304 Seiten am 11.02.2017 im Selfpublishing erschienen.Das Cover dieser modernen düsteren Märchenaption mit Elementen des Froschkönigs und Schneekönigin hat mich aufmerksam gemacht. Ich mag normalerweise keine Menschen auf dem Cover, das empfinde ich auch hier so. Dennoch hat mich es mich aufmerksam werden lassen.Aber erst jetzt nach dem Lesen empfinde ich dieses Cover als absolut passend und harmonisch zum Inhalt.Nun entdecke ich auch durch den wissenden Blick noch Hinweise auf die Geschichte, die mir vorher entgangen sind. Gelungene Arbeit.Der Schreibstil war anfangs sehr einfach gehalten, die Ausdrucksweise gelegentlich etwas zu flapsig und in manchen Situationen zu kindlich für das Alter der Protagonisten. Andererseits hegt die Protagonistin sich dann wiederum mit Gedanken und Formulierungen, die nicht zur Ausdrucksweise passen.Geschrieben ist die Geschichte aus den ICH Perspektiven von Fynn und Leonie. Die Abgrenzung ist klar und deutlich erkennbar. Durch diesen Wechsel betrachten wir die Protagonisten immer von beiden Seiten der Medaille und bekommen Einblicke in den manchmal zweifelhaften Wahrheitsgehalt der eigenen Wahrnehmung. Das ist eine spannende faszinierende Erfahrung. Wann gelingt es uns selbst mit den Augen der anderen zu sehen? Hier gibt es eine kleine Möglichkeit es zu tun.Schlüssiger Aufbau, etwas berechenbar in der Handlung manchmal, aber bei einer Märchenadaption ist das nahezu normal.Die Wendungen sind fließend eingebaut und nicht abrupt. Vom Anfang bis Ende habe ich mich mitgenommen gefühlt in die Geschichte hinein und nicht nur als Zuschauer.Die Endlösung ging mir dann leider etwas zu schnell, aber durch den hervorragenden Schreibstil - fast schon philosophisch anmutend, wurde ich wieder besänftigt.Gerne hätte ich auch im ersten Drittel der Geschichte mehr von dem gefälligen Stil des letzten Drittels gelesen.Positiv überrascht hat mich die Ansprache des Lesers am Ende des Buches. Ähnlich eines Epilogs, nur als Gedanken der Autorin zur Verknüpfung von ihrer Geschichte zur Realität. Das hat mich berührt und getroffen.Deshalb möchte ich auch exakt daraus zum Abschluss zitieren:>Offene Herzen in einer Zeit der virtuellen, gläsernen Gesellschaft - das wünsche ich uns.<

    Mehr
  • düster, romantisch und tiefgründig ...

    Der Axolotlkönig

    UnsereBuecherwelt

    01. November 2017 um 21:49

    Meine MeinungWir kennen es alle in irgendeiner Form aus unserer Schulzeit: Die Grüppchenbildung! Da sitzen die Reichen und Schönen in einer anderen Ecke als die „Normalos“, die Streber hängen nicht mit den Nerds ab und lästern tut jeder über jeden irgendwie. Die Überlegenen setzen alles dran, die Unterlegenen noch schlechter dastehen zu lassen, weil es einfach cool ist und Spaß macht.Die Starken stürzen sich auf die Schwächeren und das ohne sich Gedanken zu machen, was das in dem Gegenüber aus lösen könnte, obwohl die anderen vielleicht auch einfach nur dazu gehören wollen?!Kommt euch das nicht auch bekannt vor? In unserer heutigen modernen Welt, wo Facebook, Twitter und Instagram zum Alltag eines jeden Jugendlichen dazu gehören, wird es den Kids sogar noch leichter gemacht, andere zu diffamieren oder nennen wir das Kind doch mal beim Namen: zu mobben!Ein Foto des „Losers der Schule“, ein Klick und schon wird es im WorldWideWeb verbreitet und wartet auf ganz viele Likes in Form von Däumchen und Herzchen! Was zählt, sind die Menge der Leute, die das Foto sehen und im besten Fall noch kommentieren, nicht jedoch die Person, die auf dem Foto abgebildet ist und die die öffentliche zur Schau Stellung ertragen muss.Genau mit dieser wichtigen Thematik und vor allem deren Folgen beschäftigt sich Sylvia Rieß in diesem Buch. Sie erzählt die Geschichte von der bücherliebenden „Brillenschlange“ Leonie, die eigentlich nur dazu gehören möchte, die aber aufgrund ihres Aussehens und ihres persönlichen Looks einen negativen Stempel aufgedrückt bekommt und diesen nicht mehr los wird. So sucht sich Leonie allein ihren eigenen Ausweg aus ihrem Kummer ...Und da hätten wir noch den überall beliebten Sunnyboy Fynn, der schon immer auf der Sonnenseite des Lebens stand, der aber auch bereit ist, sich zu verbiegen, um anderen zu gefallen.Urplötzlich, auf unerklärliche Art und Weise muss Fynn nun in die Rolle des Schwächeren und Machtlosen schlüpfen, eine Rolle, die er bisher noch nicht gekannt und erlebt hat ...Die Autorin hat sich wirklich ganz grandios mit einer überaus wichtigen Thematik auseinander gesetzt! Ich war während dem Lesen wirklich fasziniert, von wie vielen Seiten Sylvia Rieß das Ganze durchleuchtet und uns Lesern präsentiert hat. Sie hat wahrlich nichts ausgelassen und hat auch mit unschönen Ereignissen nicht gegeizt.Die eingebauten phantastischen Elemente lockern den etwas düsteren Touch der Geschichte auf und was das Bemerkenswerte ist, sie lassen diese tiefgründige Geschichte dennoch absolut real erscheinen.Denn trotz des sehr ernsten Themas haben wir immer noch ein Märchen vor uns, nein was sag ich, sogar zwei! Denn sowohl Elemente aus „Der Froschkönig“, als auch aus „Die Schneekönigin“ blitzen sehr intensiv durch. Die Verwebung zwischen knallharter Realität und eben einem „Märchen“, hat die Autorin in meinen Augen wirklich sehr gekonnt umgesetzt. Da es aber beides auch keine sonnig-süßen Märchen sind, ist die Märchen-Wahl auch mehr als passend.Mit dem Axolotlkönig begebt ihr euch auf eine sehr emotionale Reise mit zwei völlig unterschiedlichen jungen Menschen.Ich lege dieses Buch wirklich jedem ans Herz, der beim Lesen nicht einfach nur abschalten und sich berieseln lassen möchte, sondern der gerne zwei Teenager auf ihrem harten, schockierenden, selbstreflektierenden, aber auch phantastischen und romantischen Weg begleiten möchte.FazitWer keine zauberhaft-süße Märchenadaption erwartet, sondern eher eine romantisch-düstere, die sich mit einem sehr ernsten Thema intensiv beschäftigt, der liegt mit dem Axolotlkönig goldrichtig.Das Buch befasst sich mit den Folgen von Cyber-Mobbing, den negativen Seiten des Internets und mit der eigenen Selbstreflektierung.

    Mehr
  • Nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern wichtiges Thema

    Der Axolotlkönig

    Mel_Amanyar

    22. October 2017 um 20:41

    Der Axolotlkönig ist nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern es verbirgt sich, in meinen Augen, ein wirklich wichtiges Thema dahinter. Es geht um den Umgang miteinander, generell aber auch besonders im Internet, um Cybermobbing, um Depressionen und selbstverletzendes Verhalten, die daraus entstehen können. Sylvia hat dieses schwierige Thema in eine wunderbare Geschichte verpackt, dass von Leonie und dem Mädchenschwarm Fynn handelt. Leonie hat es nicht leicht als ihre Oma gestorben ist, denn ihre eigene Mutter ist berufstätig und nur selten da. Als dann auch noch das einzige Erinnerungsstück, ein alter Spiegel, zerbricht, ist Leonie völlig am Ende.Die ständigen Hänseleien in der Schule zollen ihren Tribut und sie beginnt sich zu ritzen. An dieser Stelle kommt dann Fynn ins Spiel, der sich gleich zu Beginn des Buches in einen Axolotl verwandelt und durch einen Zufall in Leonies Aquarium landet. Ich muss gestehen, ich musste auch erstmal nachschauen, was ein Axolotl ist und wie die aussehen. Irgendwie putzig sehen sie ja aus. So lernt man auch noch was Neues dazu  Diese Geschichte ist wirklich ein Herzensprojekt und mir liegt es auch am Herzen, dass sie wenigstens ein paar Menschen erreicht und zumindest zum Nachdenken bringt. Ich hatte leider selbst mit Mobbing zu tun, auch wenn es damals noch kein Internet gab, jedenfalls nicht für Jedermann so einfach zugänglich. Und ich weiß leider nur zu gut, wohin einen sowas treiben kann. Umso wichtiger ist es soviele Menschen wie nur möglich für dieses Thema zu sensibilisieren und den eigenen Kindern auch zu vermitteln was sie mit so einem Verhalten anrichten können. Einfach aus dem Grund, weil ich es toll finde dass sich jemand diesem Thema mal auf diese Weise gewidmet hat und ich die Umsetzung einfach super gelungen finde vergebe ich .

    Mehr
  • Der Axolotlkönig

    Der Axolotlkönig

    Skyhawksister

    24. August 2017 um 21:53

    Leonies Leben ist ziemlich aus den Fugen geraten: Sie wird gehänselt, ist unglücklich verliebt und mit dem Tod ihrer Großmutter verliert sie den letzten Halt im Leben. Ihr Leben nimmt allerdings eine sehr ungewöhnliche Wendung, als sie in der Schule einen Lurch, der Teil eines Witzes zu sein scheint, mit nach Hause nimmt. Davon ahnt sie allerdings nichts, denn der Lurch ist niemand anders als der - mir am Anfang sehr unsympathische Fynn - und damit beginnt ein turbulentes Abenteuer. Ich fand Fynn auf den ersten Seiten schrecklich, wollte aber unbedingt wissen, wie es weiter geht und schwupps war ich durch das Buch durch. Sylvia Rieß hat hier zwei Märchen wunderbar verwoben und in die jetzige Zeit platziert. Für Märchenfans ein Muss!

    Mehr
  • Modernes Märchen mit ernstem Hintergrund

    Der Axolotlkönig

    vonnee

    22. August 2017 um 18:00

    Ich habe das Buch in einem Forum (Die Märchenspinnerei) bei Facebook gewonnen. Das Titelbild und der Klappentext haben mich neugierig gemacht wie denn eine Märchenadaption so ist und daher habe ich mein Glück versucht und gewonnen. Das Buch ist von Sylvia Rieß, sie hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, erst verwirrt sie etwas mit einem kurzen Umweg und dann kommt erst der Kern der Sache. Nach den ersten Seiten dachte ich es ist so was mit Voodoozauber und was ist das bloß für eine zickige Protagonistin. Aber im laufe des Buches konnte ich gut nach vollziehen warum Leonie (die Hauptfigur) so reagiert. Es wird abwechselnd in der Sicht von Leonie und Fynn geschrieben, was ich gut fand. Das Buch ist sehr emotional, spannend und teilweise dramatisch. Ich finde die Idee Märchen und aktuelle Probleme zusammen zulegen eine gelungene Sache. Leonie hat viele Probleme seit ihre Großmutter verstorben ist und ihre einzige Bezugsperson der sie alles anvertrauen konnte nicht mehr da ist. Dann ist da noch Fynn der sich auf einmal als Lurch im Aquarium in Leonies Zimmer wieder findet und die Geschichte geht dann erst richtig los. Überzeugt euch selbst davon, es lohnt sich auch mal ein modernes Märchen zu lesen und sich einfach fallen zu lassen und in eine andere Welt ein zutauchen.

    Mehr
  • Sehr mitreißend!

    Der Axolotlkönig

    SueAeppelwoiAstra

    27. April 2017 um 11:34

    Das Cover finde ich wunderschön! Einfach traumhaft und genau nach meinem Geschmack...Das Design finde ich einfach super passend! Der Inhalt gefiel mir ebenfalls sehr! Sylvia Rieß hat eine wunderbare Märchengeschichte mit den ernsten Themen Mobbing, Selbstverletzung und Depression zusammengebracht. Die traurigen Themen wurden gut verpackt und mit den Märchenelementen vermischt, so dass ich zwar ab und zu schlucken musste, um Tränen zu verhindern, aber sonst wurde ich super unterhalten. Das ich manchmal kurz vorm Heulen war, lag aber nicht nur an Sylvia's Roman, sondern auch daran, dass ich an manchen Stellen sehr an meine Schulzeit erinnert wurde...ich selbst habe mich nie geritzt, aber einige Schüler in meinem Umfeld. Aber ganz ohne hässliche Spitznamen und idiotische Vorfälle (die nicht von mir ausgelöst wurden) kam ich dann doch nicht weg in der Schulzeit. Vor allem das Ende hat mir gefallen, da es ein bisschen anders war, als ich dachte. Ich kann leider nicht mehr sagen, da ich euch ja sonst spoilern würde...aber vielleicht denkt ihr ja an mich, wenn ihr das Ende lest :D Die Geschichte wird abwechselnd von Leo und Fynn erzählt. Dadurch erhält man einen guten Einblick in die Geschichte. Diese spielt sich größtenteils in Leonies Zimmer ab. Leonie hat mir echt gut gefallen! Mal abgesehen davon, dass sie sehr gut in der Schule ist (was ich nie war), hätten wir uns in der Schule bestimmt gut verstanden. Sie intelligent, hört gute Musik (meiner Meinung nach) und ist insgesamt ziemlich cool, aber auch ziemlich arm dran wegen dem Mobbing...Auch Schwarze Mamba, Leos Chatfreundin, hat mir mit ihrer Art sehr gut gefallen. Fynn ging mir am Anfang ja ein wenig auf die Nerven...Er ist der Schulstar und verhält sich auch so, aber im Laufe der Zeit merkt man, das viel mehr hinter der Fassade des Jungen steckt. Vor allem durch die Erzählung der Geschichte aus seiner Sicht lernt man ihn echt gut kennen. Die Autorin hat mit dieser Geschichte der zwei Märchen vom Froschkönig und der Schneekönigin eine tolle Adaption geschaffen, die sehr mitreißend ist!

    Mehr
  • Froschkönig trifft Schneekönigin, eine wunderbare Geschichte

    Der Axolotlkönig

    bettinahertz

    22. April 2017 um 14:32

    Der Axolotkönig Autor: Syliva Rieß Leonie Kallenbach, kurz Leo, verliert durch den Tod ihrer geliebten Großmutter, den Halt in ihrem Leben. In ihrer neuen Schule ist sie eh vom ersten Tag an die Ausgestoßene, sicher aufgrund dessen, dass sie nicht jeden Modehype mitmacht, wird sie automatisch der Klassenfreak und obendrein aufgrund ihrer hervorragenden Zensuren die Klassenstreberin. Der Spitzname Brillenschlange ist daher noch die netteste Bezeichnung, die ihr zuteil wird. Der Schulalltag ist ein einziger Spießrutenlauf, der auch in der Freizeit nicht endet. In Zeiten digitaler sozialer Netzwerke erfährt sie auf diesem Weg ebenfalls nur Hänseleien, Beleidigungen, Mobbing. Auch ihren Eltern kann sie sich kaum anvertrauen, haben diese doch mit sich selbst zu tun. Trost findet sie in bestimmten Internetforen und davon gibt es eine Menge. Sie erhält von außen so etwas wie magische Hilfe, doch dieser Zauber gerät mächtig aus den Fugen. Auf einmal schwimmt Fynn Kaiser, der Superjunge aus der ganzen Stadt und Leadsänger DER SCHULBAND, außerdem Leonies heimlicher Schwarm, als Lurch in Leo’s Aquarium. Wie konnte das passieren? Warum er und warum bei Leo? Wie kommt er aus dieser Misere heraus und warum gibt es diese magische Bindung zu Brillenschlange? Leo steckt in ihrer eigenen Misere fest und sieht nur einen Ausweg, den Fynn auf keinen Fall zulassen kann…. Ich muss gestehen, vom Titel her hatte ich erstmal keine Vorstellung, was mich erwartete. Dann eher schon von der Aussage „Fröschkönig trifft Schneekönigin“. Hm, eine schöne Märchenadaption ala Gebrüder Grimm/Hans Christian Andersen? Dabei muss ich vorweg nehmen, dass ich dieses Buch meiner 15jährigen Tochter zum Geburtstag schenkte. Sie laß es an einem Nachmittag in einem Stück bis in die Nacht hinein, kam zu mir und sagte: Mama lies das mal, dann weißt du, was in den Schulen so abläuft.“ AHA!? Und so begann ich den neuen Lesestoff von Sylvia Rieß zu lesen. Dass es kein „Erui-Werk“, ihr tolles Fantasyepos sein wird, war mir schon irgendwie klar. Aber dennoch war ich sehr überrascht über die Aktualität und Tiefe des Buches. Der Schreibstil ist jugendlich, locker, witzig und passt hier sehr gut zur Handlung. Ich, die Mutti der Generation, um die es hier geht, hatte keine Probleme in diese Geschichte einzutauchen. Diese wird abwechselnd aus Sicht von Leo und Fynn erzählt und man durchlebt mit ihnen spannende, dramatische und emotionale Abenteuer zu hochaktuellen Themen, natürlich gespickt mit einem Hauch Magie, sonst wär es ja kein modernes Märchen. Was mir richtig gut gefiel: Die Geschichte findet fast überwiegend in Leos Zimmer statt, ohne das Gefühl zu haben, dass man irgendwie eingeengt ist, etwas verpasst oder die Spannung des Buches leidet. Vielmehr spiegelt es Leos Seele wieder, gefangen in ihren Empfindungen, hat sie in ihrem persönlichen Umfeld keine Menschenseele, der sie sich anvertrauen kann und traut sich somit kaum noch vor die Haustür. Die Botschaft des Buches, im Nachwort von Syliva Rieß sehr schön auf den Punkt gebracht, ist bei uns (ich spreche ja hier für meine Tochter und für mich) angekommen. Denn sind wir mal ehrlich, die große Welt des Internets ist zwischenzeitlich auch bei den Eltern und sogar Großeltern angekommen und Mobbing ein unbestrittenes Thema sowohl an Schulen, im Arbeitsleben und in sozialen Netzwerken. Meine Tochter und ich haben über dieses Buch erstaunlich lange diskutiert und ich war in diesem Zusammenhang ziemlich erschrocken, dass z. B.Themen wie ritzen tatsächlich zum Schulalltag meines 15jährigen Teenagers dazugehört (Gott sei Dank als Beobachter), dachte ich doch wirklich, sowas gibt es doch nicht hier im Ländle. Das Buch wird sicher nicht die Welt rosarot färben, aber es regt zum Nachdenken an. Das sieht man alleine an meiner Rezension, eine der längsten, die ich bisher geschrieben habe. Mir bzw. UNS hat das Buch wunderbar gefallen und wir können es uneingeschränkt empfehlen. Ich werde künftig sicher nicht mehr oberflächlich fragen, wie es in der Schule war bzw. genau hinhören, was so an der Tagesordnung ist. Ich schließe nun diese Rezension mit den Worten meiner Tochter: „Das Buch trifft genau den Zahn der Zeit“

    Mehr
  • Ein besonderes Märchen mit ernstem Hintergrund <3

    Der Axolotlkönig

    Pingu1988

    06. April 2017 um 10:33

    Eine Märchenadaption mit einem Axolotl, ein interessanter Klappentext... ja das Buch musste ich einfach haben :) Um was es in der Geschichte selbst geht, sagt der Klappentext eigentlich schon alles wichtige darüber aus, sodass ich mir größere Erklärungen sparen und gleich meine Meinung dazu sagen kann ^^ Der Stil von Sylvia Rieß ist angenehm und leicht zu lesen – wobei ich zu beginn des Buches ein bisschen Angst hatte, dass es für meinen Geschmack „zu jugendlich“ geschrieben ist... Nach ein paar Seiten hatte sich das Gefühl dann aber auch schon wieder gelegt :) Die Autorin hat aus bekannten Märchen eine komplett neue Version gemacht die nicht nur unterhält, sondern auch wichtige, ernste Themen anspricht. Statt wunderschönem Märchen auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen trifft man auf Leo, die unscheinbare „Brillenschlange“ die eher zurückgezogen lebt und für sich blieben will (bis auf ihre „virtuellen“ Freunde in Internetforen...), der Prinz ist ein doch etwas oberflächlicher Sohn reicher Eltern und die böse Stiefmutter wird ersetzt durch „das Böse“ der heutigen Zeit: Mobbing... Auch selbstverletzendes Verhalten, Depression sind Themen, die in der Geschichte vorkommen und eigentlich viel ernster genommen werden sollten... Dies macht Sylvia Rieß auch in Ihrer Danksagung nochmal deutlich und ich kann ihr da nur vollkommen zustimmen! Die Geschichte wird abwechselnd von Fynn und Leo erzählt und man lernt beide wirklich gut kennen. Vor allem Leo's Gefühlswelt wurde in meinen Augen sehr gut dargestellt <3 Tja.. und Fynn... er hat mir während seines „Axolotl-Daseins“ des öfteren ein Grinsen entlockt :D Also keine Angst, trotz der ernsten Botschaft und der Realitätsnähe der Geschichte gibt es auch Momente zum lächeln und Märchen bzw. Fantasyelemente ;) Alles in allem hat mir „Der Axolotlkönig“ sehr gut gefallen und ich freu mich auf mehr Geschichten aus „Der Märchenspinnerei“ :-)

    Mehr
  • Berührend, fantastisch und zum Nachdenken anregend

    Der Axolotlkönig

    Mimi_Schreiberling

    28. March 2017 um 17:55

    Fynn gehört zu den beliebtesten Jungs in der Schule. Er hat reiche Eltern, spielt Gitarre in einer Band und möchte berühmt werden. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihm und so findet sich Fynn eines Tages plötzlich als Axolotl in der Schultoilette wieder. Die „Brillenschlange“ Leonie nimmt sich seiner an und setzt ihn in ihr heimisches Aquarium. Von nun an kann Fynn Leonie täglich beobachten und findet bald heraus, dass sie ganz anders ist, als er erwartet hätte. Denn Leonie hat ein finsteres Geheimnis. Das Buch ist sehr locker-leicht geschrieben, obwohl es durchaus mit ernsten Themen einhergeht. Nicht nur Mobbing ist ein wichtiger Punkt in der Geschichte, sondern auch psychische Erkrankungen und sogar Selbstmord. Ich fand es sehr toll, dass die Autorin sich diesen Themen annahm. Sie sind heutzutage aktueller den je und jeder sollte sich zumindest einmal damit auseinandersetzen. Gerade im Jugendalter haben Menschen oft mit Problemen zu kämpfen und fühlen sich dem Leben nicht gewachsen – genauso wie Poison, ein Junge den Leonie im Internet kennen und lieben lernt. Die Geschichte geht unter die Haut und ich habe die beiden Hauptfiguren Fynn und Leonie, aus deren beider Perspektiven die Geschichte erzählt wird, schnell lieben gelernt. Zwar war mir Fynn ganz am Anfang noch etwas unsympathisch, da er einen ziemlich oberflächlichen Charakter hatte, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte glücklicherweise. Leonie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie erinnerte mich ein bisschen an mich selbst, auch wenn ich nie so schlimm gemobbt wurde wie sie. Aber ich war auch nie eines der beliebten Kids in der Schule, daher konnte ich gut mit ihr mitfühlen. Ein weiterer interessanter Charakter ist Mamba, die eigentlich Cecille heißt, und Leonie in einem Online-Forum kennen lernt. Sie kennt sich mit Voodoo-Zaubern aus und am Schluss reicht sie Leonie die helfende Hand, die diese so dringend benötigt. Eine andere Lieblingsfigur von mir war Rob, Fynns älterer Bruder, der selbst mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen hatte und Leonie gut zuredet. Ab und zu zweifelte ich ein bisschen an der Glaubwürdigkeit der Handlung, aber wenn man bedenkt, dass es eine Märchenadaption ist, ist natürlich alles möglich. Eine solche Stelle war z. B. die, als ein Krebs aus dem Aquarium klettert und auf der Tastatur eine Nachricht schreibt. Ein echter Krebs könnte das natürlich niemals, aber ich denke, dass man das einfach unter dem Fantasy-Aspekt der Geschichte verbuchen könnte. Auch die Tatsache, dass Leonie und Fynn gegen Ende der Geschichte eine Glasscherbe wiederfinden, die diese in den See geworfen hat, fand ich nicht ganz glaubwürdig. Aber auch hier zählt der Märchen-Joker. Die beiden behandelten Märchen „Der Froschkönig“ der Gebrüder Grimm und „Die Schneekönigin“ von Andersen fand ich sehr schön in die Geschichte verwoben. Man erkannte sie wieder, doch es war dennoch eine völlig neue Handlung und in die moderne Zeit versetzt. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und es ist für mich klare Sache, dass ich ihm fünf Sterne verleihe. Die Geschichte hat mich persönlich sehr berührt und ich habe sie innerhalb kurzer Zeit gelesen.

    Mehr
  • Sehr schöne Märchenadaption ;)

    Der Axolotlkönig

    Lesemaus87

    28. March 2017 um 12:37

    Daten zum Buch: Titel: Der AxolotlkönigAutor: Sylvia RießGenre: MärchenadaptionVerlag: CreateSpace Independent Publishing PlatformSeitenzahl: 304 SeitenErschienen: 11. Februar 2017  Inhalt des Buches:Angefangen hat es mir einer Träne im Wasser, einem Splitter im Herzen und einem verwunschenen Prinzen. Leonie verliert die Erinnerung an ihre Oma, als deren Spiegel zerbricht. Leonie hat es in ihrem Leben echt nicht leicht, denn in ihrer Schule wird sie gehänselt und Brillenschlange genannt. Sie sieht in ihrem Leben nur noch einen Ausweg, um endlich glücklich zu sein. Doch es ist der schlechteste Ausweg den es geben kann. Fynn möchte Leonie gerne helfen, doch das ist zurzeit leichter gesagt als getan, denn er ist momentan nur noch 20 cm groß, hat glitschige und kupferfarbene Haus und seltsame Wucherungen dort, wo eigentlich sein Hals sein sollte. Die 10 Quadratmeter von Leonies Zimmer werden seine neue Heimat. Warum ist er kein Mensch mehr, sondern ein Axolotlkönig? Bevor er des Rätsels Lösung auf der Spur ist, enthüllt eine blutige Scherbe ihm Leonies mehr als bitteres Geheimnis. Möchte er nun weiter im Selbstmitleid baden oder möchte er Leonie helfen? In diesem Märchen trifft der Froschkönig auf die Schneekönigin. Die Geschichte beinhaltet aber nicht nur die zwei sehr bekannten Märchen, sondern auch eine witzige und moderne Romanze.   Weniger anzeigenCharaktere:Die einzelnen Charaktere des Buches sind mir sehr sympathisch.  Fynn: Er ist zwar anfangs etwas oberflächlich, das ändert sich aber mit der Zeit. Leonie: Sie war mir von Anfang sehr sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, da ich früher in der Schule auch gemobbt wurde.  Mamba: Sie ist ein sehr interessanter Charakter, wo sich gut mit Voodoo Zaubern auskennt. Sie hilft Leonie, wann immer sie Hilfe braucht.  Fynns Bruder: Er ist mir auch sehr sympathisch, da er sich mit psychischen Erkrankungen gut auskennt und Leonie gut zuredet, das alles besser wird.  Cover:Das Cover finde ich richtig gut gelungen und passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch.  Schreibstil:Der Schreibstil ist locker, leicht und sehr angenehm, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Buch wird aus der Sicht von Leonie und Fynn erzählt, was mir sehr gut gefällt, denn so kann sich sehr gut in die beiden Charaktere hineinversetzen.   Meine Meinung:Dies war das erste Buch der Märchenspinnerei und ich fand es rundum gelungen. Die beiden bekannten Märchen "Der Froschkönig" und "Die Schneekönigin" wurden sehr gut integriert und dennoch wurde aus den beiden Märchen zusammen, ein modernes Märchen, das zum Nachdenken anregen soll. Nach dem Lesen des Märchens denkt man anders über das Thema Mobbing, das sehr aktuell ist und uns alle was angeht. Den Mobbern ist es nicht bewusst, was sie den Menschen wirklich antuen. Ich hoffe das Märchen öffnet den Menschen die Augen. Ich vergebe dem Buch ganz klar 5 Sterne und empfehle es uneingeschränkt weiter.

    Mehr
  • Ernstes Thema im Märchenkostüm

    Der Axolotlkönig

    Enaria

    08. March 2017 um 13:42

    Da ist er also, der erste Band der Märchenspinnerei. Sylvia Rieß darf den Anfang machen und präsentiert uns mit „Der Axolotlkönig“ ein Buch, indem sie mit Leonie eine Figur kreiert, die es im Leben nicht leicht hat. Fynn dagegen aber auch nicht, denn der wird auf dem Schulklo plötzlich in einen Axolotl verwandelt. Und dann landet Fynn auch noch in Leonies Aquarium...Das Buch wäre mir ehrlicherweise in einer Buchhandlung nicht aufgefallen. Der Schriftzug auf dem Cover gefällt mir zwar sehr gut, aber die restliche Gestaltung trifft leider nicht meinen Geschmack. Auch der Buchtitel geht nicht leicht von der Zunge. Dennoch lese ich sehr gerne Märchenadaptionen und mag es auch, wenn in Büchern ernstere Themen angesprochen werden und den Geschichten so Tiefgang verleihen. Beides bekommen wir hier.„Der Axolotlkönig“ bekommt sein märchenhaftes Fundament durch den Froschkönig und die Schneekönigin gestellt. Prinzessinnen, hübsche Kleider und Schlösser bekommen wir hier aber nicht, denn das ganze spielt in der heutigen Welt. Ergänzt wird das Buch durch Themen wie Mobbing und psychischen Erkrankungen. Das sind absolut aktuelle und sensible Themen, die allerdings in der Öffentlichkeit nicht so viel Beachtung finden. Deshalb ist es umso wichtiger auch mal anzusprechen wie sich Menschen fühlen, die als Mobbingopfer an ihre eigenen Grenzen stoßen und an einer depressiven Erkrankung leiden. Besonders hervorheben will ich daher also, dass „Der Axolotlkönig“ durch diese ernste Thematik und dem sensiblen Umgang damit punktet. Wirklich gut gemacht!Die Autorin Sylvia Rieß schreibt hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Fynn und Leonie und erzählt dabei in jugendlicher Sprache. Fynn ist der beliebteste Junge der Schule, spielt Gitarre und sieht gut aus. Leonie ist ein cleveres Mädchen und leidet stark unter dem Mobbing in der Schule. Die Charaktere sind insgesamt sympathisch, bleiben aber auch etwas farblos. Manches Verhalten war mir zu viel, anderes wird mir zu schnell abgetan – so geht etwas der Authentizität verloren. Im Laufe der Geschichte findet aber eine Charakterentwicklung statt, die ich gern beobachtet habe.Wir erleben hier also was aus Menschen wird, die sich in extremen Situationen befinden und wie sie damit umgehen. Das regt zum Nachdenken an. Ich finde es einfach ganz furchtbar, dass sich Menschen über andere Leute lustig machen, sie verspotten und gar nicht wissen (oder es ihnen gleichgültig ist) was sie damit anrichten. Als Leserin habe ich wirklich mit gelitten und mich gefragt, ob Leonie es aus diesem wirklich schlimmen Tief herausschafft und ob Fynn ihr helfen kann.Und noch ein kleiner Exkurs: Wer sich jetzt auch fragt: „Was ist bitte ein Axolotl?" Ich musste das selbst auch recherchieren und teile meine Erkenntnisse gern mit euch. Es handelt sich nämlich um einen mexikanischen Schwanzlurch, wobei das Wort „Axolotl“ aus dem Sprachgebrauch der „Azteken“ stammt und so viel wie „Wassermonster“ bedeutet. Optisch sieht dieser Lurch aus wie eine sehr große Kaulquappe mit einer Mischung aus Molch und Salamander. FazitEin gutes Buch, das mich zwar nicht richtig fesseln konnte, aber durch die ernste Thematik punktet und zum nachdenken anregt.

    Mehr
  • Eine lockere Geschichte mit einem sehr ernsten Thema!

    Der Axolotlkönig

    Solvejg

    04. March 2017 um 19:11

    Der Inhalt: Leonie leidet sehr unter den vielen Beschimpfungen durch ihre Mitschüler und so flüchtet sie in die Welt des Internets. Doch sie hat auch ein großes Geheimnis, welches keiner erfahren darf und dieses hütet sie mit aller Vorsicht..Finn ist der beliebteste Typ der Schule – was auch daran liegt, dass er Sänger in seiner eigenen Band ist. Für ihn läuft alles perfekt! Doch wie aus dem Nichts findet er sich als in einem Aquarium wieder. Als Axolotl. Wie es dazu kam weiß er nicht und als ob dies noch nicht genug sei, ist es ausgerechnet Lenoies Aquarium. Die Brillenschlange der Schule. Rezension:Das Cover passt inhaltlich wirklich gut zum Buch, wenn es auch etwas düsterer wirkt als die Geschichte eigentlich ist. Die vielen kleinen Details die man auf dem Cover finden kann, spiegeln sich auch in der Geschichte wieder. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lenoies und Finns Sicht geschrieben, wodurch man beide für sich besser kennen lernen kann. Wirklich gut ausgearbeitet, war der Unterschied zwischen den beiden Charakteren, wobei ich mich mit Lenoie etwas mehr identifizieren kann. Da ich selber in ihrem Alter unter Mobbing litt und die Flucht in die virtuelle Welt gut kenne, konnte ich Leonie gut verstehen. Wenn ich auch nie so weit gegangen bin wie sie. Dennoch fand ich ihre Gedanken und Handlungen gut dargestellt und auch sehr realistisch. Ich finde es auch wichtig, dass das Thema Mobbing hier angesprochen und zu einem zentralen Thema gemacht wird. Dies geschieht oft nur am Rande und auch viel zu selten. Man sieht meistens nicht, was Mobbing aus den Opfern machen kann. Ich denke das die Geschichte daher schon zum Nachdenken und hinterfragen anregen kann. Besonders wenn man zu dem Thema gar nicht viel weiß oder sich noch nie Gedanken drüber gemacht hat – denn Mobbing ist ein ernstes und sehr reales Thema! Finn hat ein sehr lockeres Mundwerk und seine Art gibt der Handlung die gewisse Leichtigkeit die sie benötigt. Ansonsten wäre das Buch wohl zu ernst. Allerdings fand ich es etwas merkwürdig, wie schnell er sich mit seinem Schicksal anzufreunden schien. Er hinterfragt hier meiner Meinung nach die Situation zu wenig. Ich hätte mir hier etwas mehr Verwunderung oder gar Angst gewünscht. Glaube das hätte ihm als Charakter gut getan. Ansonsten hätte ich gerne mehr über die beiden erfahren."Ich möchte am liebsten schreien. Rennen. Weg. Einfach nur weg hier! Weil das alles nicht sein kann. Es muss ein Traum sein."Der Schreibstil passt gut zur Geschichte, denn er ist eher jugendlich und locker. Man konnte das Buch daher sehr schnell lesen und musste nicht über die Seiten stolpern. Stellenweise hätte ich mir noch etwas detaillierte Beschreibungen gewünscht, aber im großen und Ganzen konnte ich mir die Geschehnisse und Personen gut vorstellen. Das Buch ist eine Märchenadaption und man kann diese auch gut darin erkennen. So ist es der Froschkönig und die Schneekönigin, welcher hier mit unserer realen Welt verknüpft wurden. Die Verbidung zwischen Märchen und moderner Welt finde ich dabei gut gelungen, denn man hat nie das Gefühl das zu viel Märchen eingearbeitet wurde oder es sich zu sehr an der Vorlage orientiert wurde, sondern viel mehr schafft Sylvia Rieß eine ganz neue Geschichte.  Das Ende kam für meine Geschmack etwas plötzlich und ich hätte mir hier ein paar mehr Seiten gewünscht. Schließlich wird die ganze Zeit auf das Ende hingearbeitet und dann … war es auf einmal vorbei. Hier hätte ich als Leser etwas mehr Zeit benötigt, mit der Geschichte abschließen zu können. Fazit:Insgesamt finde ich, dass „Der Axolotlkönig“ mich zwar nicht vollständig fesseln konnte, aber durch ein wirklich wichtiges und gut umgesetztes Thema überzeugen kann! Ich finde es mutig, dass sich Sylvia Rieß an dieses sensible Thema herangetraut hat und es gut in die Geschichte gesponnen hat. Auch die Mischung von Märchenaspekten und moderner Welt hat mir gut gefallen! 

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks