Der Axolotlkönig

von Sylvia Rieß 
4,6 Sterne bei18 Bewertungen
Der Axolotlkönig
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

SarahTrimagies avatar

Zwischen Magie und Wahnsinn - von handzahmen Lurchen und SmS schreibenden Krebsen Grandioser Auftakt der Reihe aus der Märchenspinnerei

Mel_Amanyars avatar

Nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern verbirgt sich, in meinen Augen, ein wirklich wichtiges Thema dahinter

Alle 18 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Axolotlkönig"

'Der Axolotlkönig' ist der erste Band aus der 2016 gegründeten Autorenkooperation 'Die Märchenspinnerei'.
Die zwölf Autorinnen haben unter der Prämisse zu Schreiben begonnen, Märchen einmal völlig anders und neu zu interpretieren. Moderne Themen und allgegenwärtige Probleme mit altbekannten Elementen zu etwas völlig Neuem verweben.
Die entstandenen Märchenadaptionen sind dabei oft düster und sollen zum Nachdenken bewegen, jedoch ohne den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger.
Als Jugendroman macht 'Der Axolotlkönig' von Sylvia Rieß dabei den Auftakt. Er setzt sich mit Mobbing unter Jugendlichen, der Präsenz der sozialen Medien in deren Leben, mit Ausgrenzung und daraus entstehenden Depressionen auseinander. Auch die Themen selbstverletzendes Verhalten und Suizid werden angesprochen. Dabei will das Buch aber kein Ratgeber sein, sondern durch einen lockeren Stil und immer wieder heitere Passagen dem jüngeren Publikum einen Zugang zu diesen Themen gewähren.
Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Leonie und Fynn geschrieben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783000559921
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:318 Seiten
Verlag:Rieß, Sylvia
Erscheinungsdatum:11.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne13
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne3
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    monika_schulzes avatar
    monika_schulzevor 4 Monaten
    Eine originelle Märchenadaption mit ernsten Elementen

    Inhalt:

    Leonie wird von ihren Mitschülern ständig als Brillenschlange verspottet und auch sonst haben sie kaum ein nettes Wort für sie übrig. Natürlich ist Fynn, der beliebteste Mitschüler  da auch sofort mit dabei.

    Doch plötzlich findet er sich als Axolotl in Leonies Aquarium wieder. Wie konnte das nur passieren?

    Anfangs suhlt er sich in Selbstmitleid und denkt nur daran, einen Ausweg aus seiner eigenen Misere zu finden, doch dann merkt er plötzlich, dass Leonie dringend Hilfe gebrauchen könnte. Seit dem Tod ihrer geliebten Großmutter zieht sich das Mädchen nämlich immer mehr in sich selbst zurück.

    Und nicht nur Leonies Spiegel, den sie von ihrer Oma geerbt hat, ist zerbrochen, auch Leonies Seele bekommt immer mehr Risse. Risse, die bald vielleicht nicht mehr zu reparieren sind … .



    Meine Meinung:

    Anfangs begegnet man Fynn, wie er in der Schule mit Leonie zusammenstößt und diese sogleich als Brillenschlange verhöhnt. Man bekommt sofort mit, dass er sich selbst ziemlich wichtig nimmt und dabei auf Leuten wie Leonie herumtrampelt. Das machte ihn mir auf Anhieb unsympathisch. Ich gönnte es ihm richtig, dass er in einen Axolotl verwandelt wird :)

    Leonie ist noch sehr jung und sehr intelligent. Sie hat ein paar Klassen übersprungen  und scheint auch etwas exzentrisch zu sein. Deswegen hat sie auch nie so wirklich einen Platz in ihrer Klasse und auch keine Freunde gefunden. Im Gegenteil: Sie wird täglich verspottet und gemobbt. Das und ihr Familienleben hinterlassen bei Leonie Spuren. Spuren in ihrer Psyche, mit denen sie nicht umgehen kann..

    Meiner Meinung nach nimmt Mobbing heutzutage wirklich Überhand und in Zeiten von Facebook und Co ist es auch leider sehr einfach geworden. So wie Leonie geht es sicher mehreren jungen Mädchen und ich finde, da muss dringend etwas passieren. Deshalb gefiel es mir sehr gut, dass Sylvia Rieß dieses Thema in ihrem Märchen aufgegriffen hat. Es zeigt, wie weit solche Spötteleien gehen können, was diese für die Opfer bedeuten und dass Eltern davon oft nichts mitbekommen. Einfühlsam führt die Autorin ihre Leser in Leonies Gefühlswelt ein und lässt diese hautnah am Schicksal des Mädchens teilnehmen. Oft wünschte ich mir Teil des Märchens zu sein und Leonie helfen zu können, so sehr berührte mich die Geschichte.

    Als Fynn ein Axolotl wird und schließlich bei Leonie im Aquarium landet, bekommt er auch mit, was er und seine Freunde dem Mädchen antun. Erst da kommt er ins Grübeln und denkt über sein eigenes Verhalten nach. Dabei erfährt man auch mehr über Fynns eigene Geschichte, was ich wirklich super fand. Überhaupt machen die Charaktere in diesem Buch eine tolle Entwicklung durch, die jedoch nicht so schnell vonstatten geht, dass sie unglaubwürdig wird.

    Doch neben all den ernsten Themen, die dieses Buch behandelt, ist es immer noch ein Märchen und enthält ein paar spannende Fantasy-Elemente, die der Geschichte noch einmal eine andere Richtung geben und versuchen, die Situation etwas aufzulockern. Man darf also nicht ganz so ernst nehmen, wenn ein Krebs z.B. am Computer eine Nachricht tippt. Doch ich denke, genau das macht auch ein bisschen den Charme dieser Geschichte aus. Hier werden ernste Themen in ein Märchen gepackt und sollen so die Leser auf unterhaltsame Weise etwas sensibilisieren, was meiner Meinung nach sehr gut gelingt.

    Auch der Schreibstil der Autorin gefiel mir. Die Geschichte wird abwechselnd aus Leonies und Fynns Sicht erzählt und die Sprache passt super zu den beiden Jugendlichen. Sie ist flüssig und locker und das Buch lässt sich schön entspannt lesen.

     

    Fazit:

    „Der Axolotlkönig“ ist eine originelle Märchenadaption, die ernste Themen behandelt und mit ein paar fantastischen Elementen und einem lockeren Schreibstil den Leser dafür sensibilisieren soll. Mich hat die Geschichte von Leonie und Fynn wirklich berührt und ich finde, das hier ist definitiv ein Buch, das sehr gut in meine Kategorie „Hidden Treasure“ passt.

    Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Emmas_Bookhouses avatar
    Emmas_Bookhousevor 8 Monaten
    Froschkönig mal anders

    Der Axolotlkönig – Sylvia Rieß
    Märchenspinnerei - Band 1
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
    Taschenbuch: 10,99 €
    eBook: 3,49 €
    ISBN: 9781537193625
    Genre: Märchenadaption / Jugendfantasy
    Seiten: 304
    Inhalt:
    Eine Träne im Wasser. Ein Splitter im Herzen. Ein verwunschener Prinz. Als der Spiegel ihrer Großmutter zerbricht, verliert Leonie mit der Erinnerung an sie auch den letzten Halt in ihrem Leben. In der Schule nur als Brillenschlange gehänselt und verlacht, hat sie längst aufgegeben dazugehören zu wollen. Ihr bleibt nur eine Möglichkeit, mit allem fertig zu werden. Eine beschissene Möglichkeit, wie Fynn meint. Nur kann er ihr gerade keinen guten Rat geben, weiß er ja selbst nicht einmal, warum er sch plötzlich in Leonies Aquarium wiederfindet. Nur noch 20 cm groß mit glitschiger, kupferfarbener Haut und seltsamen Wucherungen dort, wo eigentlich sein Hals sein sollte, werden die zehn Quadratmeter ihres Zimmers seine neue Welt. Bevor er das Rätsel seiner Verwandlung allerdings lüften kann, enthüllt eine blutige Scherbe ihm Leonies bitteres Geheimnis. Nun hat er die Wahl: Will er weiter in Selbstmitleid baden, oder wird er die helfende Hand, die Leonie braucht? Froschkönig trifft Schneekönigin. Im Axolotlkönig spinnt die Autorin Sylvia Rieß die Element zweier weltbekannter Märchen in einer witzig-modernen und zugleich düsteren Romanze zusammen, die uns zeigt, wie wichtig es ist, die Welt manchmal mit den Augen eines anderen zu sehen. - Band 1 aus der Reihe der Märchenspinner.

    Mein Fazit:
    Zum Cover:
    Ein wunderschönes Cover wie ich finde und es passt gut zur Geschichte.
    Auch die Farben sind wundervoll, alles stimmig.
    Zur Geschichte:
    Wir haben hier eine moderne Version von „ Der Froschkönig „, aber so wundervoll geschrieben, dass es einfach Spaß macht die Geschichte zu lesen.
    Wir haben hier den coolen Fynn und das graue Mäuschen Leonie, zwei Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
    Bis zu dem Tag als das Schicksal sie zusammenführt, allerdings anders als ihr denkt.
    Die Protagonisten sind so realistisch und sympathisch dargestellt, dass man sie einfach mögen muss, naja vielleicht nicht alles aber so ist das ja immer.
    Wir haben hier so viele unterschiedliche Emotionen und trotzdem passt alles so gut zusammen.
    Von Wut und Trauer bis hin zu Witz und Humor ist alles dabei.
    Aber auch ein sehr ernstes Thema wurde hier mit aufgefasst und so gut mit eingebaut, dass man die Geschichte nur mögen muss, aber alles nur meiner Meinung nach.
    Der Schreibstil ist flüssig und jugendlich, so dass ich gar nicht merkte dass ich innerhalb von ein paar Stunden das Buch durch hatte.
    Also das geht recht schnell.
    Ich finde die Geschichte finde ich einfach zauberhaft.
    Und ich habe selten ein so schönes Nachwort gelesen.
    Wer Märchen mag, ist hier genau richtig.
    Ich gebe hier sehr gern 5 von 5 Sternen.

    Kommentieren0
    34
    Teilen
    SarahTrimagies avatar
    SarahTrimagievor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Zwischen Magie und Wahnsinn - von handzahmen Lurchen und SmS schreibenden Krebsen Grandioser Auftakt der Reihe aus der Märchenspinnerei
    Zwischen Magie und Wahnsinn - von handzahmen Lurchen und SmS schreibenden Krebsen

    Als Auftakt der Veröffentlichung von "Alte Märchen im neuen Gewand" aus der Gemeinschaft der Märchenspinnerei ist dieses Buch mit 304 Seiten am 11.02.2017 im Selfpublishing erschienen.

    Das Cover dieser modernen düsteren Märchenaption mit Elementen des Froschkönigs und Schneekönigin hat mich aufmerksam gemacht. Ich mag normalerweise keine Menschen auf dem Cover, das empfinde ich auch hier so. Dennoch hat mich es mich aufmerksam werden lassen.
    Aber erst jetzt nach dem Lesen empfinde ich dieses Cover als absolut passend und harmonisch zum Inhalt.
    Nun entdecke ich auch durch den wissenden Blick noch Hinweise auf die Geschichte, die mir vorher entgangen sind. Gelungene Arbeit.

    Der Schreibstil war anfangs sehr einfach gehalten, die Ausdrucksweise gelegentlich etwas zu flapsig und in manchen Situationen zu kindlich für das Alter der Protagonisten. Andererseits hegt die Protagonistin sich dann wiederum mit Gedanken und Formulierungen, die nicht zur Ausdrucksweise passen.

    Geschrieben ist die Geschichte aus den ICH Perspektiven von Fynn und Leonie. Die Abgrenzung ist klar und deutlich erkennbar. Durch diesen Wechsel betrachten wir die Protagonisten immer von beiden Seiten der Medaille und bekommen Einblicke in den manchmal zweifelhaften Wahrheitsgehalt der eigenen Wahrnehmung. Das ist eine spannende faszinierende Erfahrung. Wann gelingt es uns selbst mit den Augen der anderen zu sehen? Hier gibt es eine kleine Möglichkeit es zu tun.

    Schlüssiger Aufbau, etwas berechenbar in der Handlung manchmal, aber bei einer Märchenadaption ist das nahezu normal.

    Die Wendungen sind fließend eingebaut und nicht abrupt. Vom Anfang bis Ende habe ich mich mitgenommen gefühlt in die Geschichte hinein und nicht nur als Zuschauer.

    Die Endlösung ging mir dann leider etwas zu schnell, aber durch den hervorragenden Schreibstil - fast schon philosophisch anmutend, wurde ich wieder besänftigt.
    Gerne hätte ich auch im ersten Drittel der Geschichte mehr von dem gefälligen Stil des letzten Drittels gelesen.

    Positiv überrascht hat mich die Ansprache des Lesers am Ende des Buches. Ähnlich eines Epilogs, nur als Gedanken der Autorin zur Verknüpfung von ihrer Geschichte zur Realität. Das hat mich berührt und getroffen.
    Deshalb möchte ich auch exakt daraus zum Abschluss zitieren:
    >Offene Herzen in einer Zeit der virtuellen, gläsernen Gesellschaft - das wünsche ich uns.<

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    UnsereBuecherwelts avatar
    UnsereBuecherweltvor einem Jahr
    düster, romantisch und tiefgründig ...

    Meine Meinung

    Wir kennen es alle in irgendeiner Form aus unserer Schulzeit: Die Grüppchenbildung!
    Da sitzen die Reichen und Schönen in einer anderen Ecke als die „Normalos“, die Streber hängen nicht mit den Nerds ab und lästern tut jeder über jeden irgendwie.
    Die Überlegenen setzen alles dran, die Unterlegenen noch schlechter dastehen zu lassen, weil es einfach cool ist und Spaß macht.
    Die Starken stürzen sich auf die Schwächeren und das ohne sich Gedanken zu machen, was das in dem Gegenüber aus lösen könnte, obwohl die anderen vielleicht auch einfach nur dazu gehören wollen?!

    Kommt euch das nicht auch bekannt vor?

    In unserer heutigen modernen Welt, wo Facebook, Twitter und Instagram zum Alltag eines jeden Jugendlichen dazu gehören, wird es den Kids sogar noch leichter gemacht, andere zu diffamieren oder nennen wir das Kind doch mal beim Namen: zu mobben!
    Ein Foto des „Losers der Schule“, ein Klick und schon wird es im WorldWideWeb verbreitet und wartet auf ganz viele Likes in Form von Däumchen und Herzchen! Was zählt, sind die Menge der Leute, die das Foto sehen und im besten Fall noch kommentieren, nicht jedoch die Person, die auf dem Foto abgebildet ist und die die öffentliche zur Schau Stellung ertragen muss.

    Genau mit dieser wichtigen Thematik und vor allem deren Folgen beschäftigt sich Sylvia Rieß in diesem Buch.

    Sie erzählt die Geschichte von der bücherliebenden „Brillenschlange“ Leonie, die eigentlich nur dazu gehören möchte, die aber aufgrund ihres Aussehens und ihres persönlichen Looks einen negativen Stempel aufgedrückt bekommt und diesen nicht mehr los wird. So sucht sich Leonie allein ihren eigenen Ausweg aus ihrem Kummer ...
    Und da hätten wir noch den überall beliebten Sunnyboy Fynn, der schon immer auf der Sonnenseite des Lebens stand, der aber auch bereit ist, sich zu verbiegen, um anderen zu gefallen.
    Urplötzlich, auf unerklärliche Art und Weise muss Fynn nun in die Rolle des Schwächeren und Machtlosen schlüpfen, eine Rolle, die er bisher noch nicht gekannt und erlebt hat ...

    Die Autorin hat sich wirklich ganz grandios mit einer überaus wichtigen Thematik auseinander gesetzt! Ich war während dem Lesen wirklich fasziniert, von wie vielen Seiten Sylvia Rieß das Ganze durchleuchtet und uns Lesern präsentiert hat. Sie hat wahrlich nichts ausgelassen und hat auch mit unschönen Ereignissen nicht gegeizt.

    Die eingebauten phantastischen Elemente lockern den etwas düsteren Touch der Geschichte auf und was das Bemerkenswerte ist, sie lassen diese tiefgründige Geschichte dennoch absolut real erscheinen.

    Denn trotz des sehr ernsten Themas haben wir immer noch ein Märchen vor uns, nein was sag ich, sogar zwei!
    Denn sowohl Elemente aus „Der Froschkönig“, als auch aus „Die Schneekönigin“ blitzen sehr intensiv durch.
    Die Verwebung zwischen knallharter Realität und eben einem „Märchen“, hat die Autorin in meinen Augen wirklich sehr gekonnt umgesetzt.
    Da es aber beides auch keine sonnig-süßen Märchen sind, ist die Märchen-Wahl auch mehr als passend.

    Mit dem Axolotlkönig begebt ihr euch auf eine sehr emotionale Reise mit zwei völlig unterschiedlichen jungen Menschen.
    Ich lege dieses Buch wirklich jedem ans Herz, der beim Lesen nicht einfach nur abschalten und sich berieseln lassen möchte, sondern der gerne zwei Teenager auf ihrem harten, schockierenden, selbstreflektierenden, aber auch phantastischen und romantischen Weg begleiten möchte.

    Fazit

    Wer keine zauberhaft-süße Märchenadaption erwartet, sondern eher eine romantisch-düstere, die sich mit einem sehr ernsten Thema intensiv beschäftigt, der liegt mit dem Axolotlkönig goldrichtig.
    Das Buch befasst sich mit den Folgen von Cyber-Mobbing, den negativen Seiten des Internets und mit der eigenen Selbstreflektierung.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Mel_Amanyars avatar
    Mel_Amanyarvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern verbirgt sich, in meinen Augen, ein wirklich wichtiges Thema dahinter
    Nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern wichtiges Thema

    Der Axolotlkönig ist nicht einfach nur eine schöne Märchenadaption vom Froschkönig, sondern es verbirgt sich, in meinen Augen, ein wirklich wichtiges Thema dahinter.

    Es geht um den Umgang miteinander, generell aber auch besonders im Internet, um Cybermobbing, um Depressionen und selbstverletzendes Verhalten, die daraus entstehen können.

    Sylvia hat dieses schwierige Thema in eine wunderbare Geschichte verpackt, dass von Leonie und dem Mädchenschwarm Fynn handelt.

    Leonie hat es nicht leicht als ihre Oma gestorben ist, denn ihre eigene Mutter ist berufstätig und nur selten da. Als dann auch noch das einzige Erinnerungsstück, ein alter Spiegel, zerbricht, ist Leonie völlig am Ende.
    Die ständigen Hänseleien in der Schule zollen ihren Tribut und sie beginnt sich zu ritzen. An dieser Stelle kommt dann Fynn ins Spiel, der sich gleich zu Beginn des Buches in einen Axolotl verwandelt und durch einen Zufall in Leonies Aquarium landet.

    Ich muss gestehen, ich musste auch erstmal nachschauen, was ein Axolotl ist und wie die aussehen. Irgendwie putzig sehen sie ja aus. So lernt man auch noch was Neues dazu 

    Diese Geschichte ist wirklich ein Herzensprojekt und mir liegt es auch am Herzen, dass sie wenigstens ein paar Menschen erreicht und zumindest zum Nachdenken bringt.

    Ich hatte leider selbst mit Mobbing zu tun, auch wenn es damals noch kein Internet gab, jedenfalls nicht für Jedermann so einfach zugänglich. Und ich weiß leider nur zu gut, wohin einen sowas treiben kann.

    Umso wichtiger ist es soviele Menschen wie nur möglich für dieses Thema zu sensibilisieren und den eigenen Kindern auch zu vermitteln was sie mit so einem Verhalten anrichten können.

    Einfach aus dem Grund, weil ich es toll finde dass sich jemand diesem Thema mal auf diese Weise gewidmet hat und ich die Umsetzung einfach super gelungen finde 
    vergebe ich .

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Skyhawksisters avatar
    Skyhawksistervor einem Jahr
    Kurzmeinung: tolle Adaption, wirklich gelungen!
    Der Axolotlkönig

    Leonies Leben ist ziemlich aus den Fugen geraten: Sie wird gehänselt, ist unglücklich verliebt und mit dem Tod ihrer Großmutter verliert sie den letzten Halt im Leben. Ihr Leben nimmt allerdings eine sehr ungewöhnliche Wendung, als sie in der Schule einen Lurch, der Teil eines Witzes zu sein scheint, mit nach Hause nimmt. Davon ahnt sie allerdings nichts, denn der Lurch ist niemand anders als der - mir am Anfang sehr unsympathische Fynn - und damit beginnt ein turbulentes Abenteuer. Ich fand Fynn auf den ersten Seiten schrecklich, wollte aber unbedingt wissen, wie es weiter geht und schwupps war ich durch das Buch durch. Sylvia Rieß hat hier zwei Märchen wunderbar verwoben und in die jetzige Zeit platziert. Für Märchenfans ein Muss!

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    vonnees avatar
    vonneevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine tolle Märchenadaption mit aktuellem Hintergrund. Sehr tiefgründig.
    Modernes Märchen mit ernstem Hintergrund

    Ich habe das Buch in einem Forum (Die Märchenspinnerei) bei Facebook gewonnen. Das Titelbild und der Klappentext haben mich neugierig gemacht wie denn eine Märchenadaption so ist und daher habe ich mein Glück versucht und gewonnen. Das Buch ist von Sylvia Rieß, sie hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, erst verwirrt sie etwas mit einem kurzen Umweg und dann kommt erst der Kern der Sache. Nach den ersten Seiten dachte ich es ist so was mit Voodoozauber und was ist das bloß für eine zickige Protagonistin. Aber im laufe des Buches konnte ich gut nach vollziehen warum Leonie (die Hauptfigur) so reagiert. Es wird abwechselnd in der Sicht von Leonie und Fynn geschrieben, was ich gut fand. Das Buch ist sehr emotional, spannend und teilweise dramatisch. Ich finde die Idee Märchen und aktuelle Probleme zusammen zulegen eine gelungene Sache. Leonie hat viele Probleme seit ihre Großmutter verstorben ist und ihre einzige Bezugsperson der sie alles anvertrauen konnte nicht mehr da ist. Dann ist da noch Fynn der sich auf einmal als Lurch im Aquarium in Leonies Zimmer wieder findet und die Geschichte geht dann erst richtig los. Überzeugt euch selbst davon, es lohnt sich auch mal ein modernes Märchen zu lesen und sich einfach fallen zu lassen und in eine andere Welt ein zutauchen.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    SueAeppelwoiAstras avatar
    SueAeppelwoiAstravor einem Jahr
    Sehr mitreißend!

    Das Cover finde ich wunderschön! Einfach traumhaft und genau nach meinem Geschmack...Das Design finde ich einfach super passend!
    Der Inhalt gefiel mir ebenfalls sehr! Sylvia Rieß hat eine wunderbare Märchengeschichte mit den ernsten Themen Mobbing, Selbstverletzung und Depression zusammengebracht. Die traurigen Themen wurden gut verpackt und mit den Märchenelementen vermischt, so dass ich zwar ab und zu schlucken musste, um Tränen zu verhindern, aber sonst wurde ich super unterhalten.
    Das ich manchmal kurz vorm Heulen war, lag aber nicht nur an Sylvia's Roman, sondern auch daran, dass ich an manchen Stellen sehr an meine Schulzeit erinnert wurde...ich selbst habe mich nie geritzt, aber einige Schüler in meinem Umfeld. Aber ganz ohne hässliche Spitznamen und idiotische Vorfälle (die nicht von mir ausgelöst wurden) kam ich dann doch nicht weg in der Schulzeit.
    Vor allem das Ende hat mir gefallen, da es ein bisschen anders war, als ich dachte. Ich kann leider nicht mehr sagen, da ich euch ja sonst spoilern würde...aber vielleicht denkt ihr ja an mich, wenn ihr das Ende lest :D
    Die Geschichte wird abwechselnd von Leo und Fynn erzählt. Dadurch erhält man einen guten Einblick in die Geschichte. Diese spielt sich größtenteils in Leonies Zimmer ab.
    Leonie hat mir echt gut gefallen! Mal abgesehen davon, dass sie sehr gut in der Schule ist (was ich nie war), hätten wir uns in der Schule bestimmt gut verstanden. Sie intelligent, hört gute Musik (meiner Meinung nach) und ist insgesamt ziemlich cool, aber auch ziemlich arm dran wegen dem Mobbing...Auch Schwarze Mamba, Leos Chatfreundin, hat mir mit ihrer Art sehr gut gefallen. Fynn ging mir am Anfang ja ein wenig auf die Nerven...Er ist der Schulstar und verhält sich auch so, aber im Laufe der Zeit merkt man, das viel mehr hinter der Fassade des Jungen steckt. Vor allem durch die Erzählung der Geschichte aus seiner Sicht lernt man ihn echt gut kennen.

    Die Autorin hat mit dieser Geschichte der zwei Märchen vom Froschkönig und der Schneekönigin eine tolle Adaption geschaffen, die sehr mitreißend ist!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    bettinahertzs avatar
    bettinahertzvor einem Jahr
    Froschkönig trifft Schneekönigin, eine wunderbare Geschichte

    Der Axolotkönig Autor: Syliva Rieß Leonie Kallenbach, kurz Leo, verliert durch den Tod ihrer geliebten Großmutter, den Halt in ihrem Leben. In ihrer neuen Schule ist sie eh vom ersten Tag an die Ausgestoßene, sicher aufgrund dessen, dass sie nicht jeden Modehype mitmacht, wird sie automatisch der Klassenfreak und obendrein aufgrund ihrer hervorragenden Zensuren die Klassenstreberin. Der Spitzname Brillenschlange ist daher noch die netteste Bezeichnung, die ihr zuteil wird. Der Schulalltag ist ein einziger Spießrutenlauf, der auch in der Freizeit nicht endet. In Zeiten digitaler sozialer Netzwerke erfährt sie auf diesem Weg ebenfalls nur Hänseleien, Beleidigungen, Mobbing. Auch ihren Eltern kann sie sich kaum anvertrauen, haben diese doch mit sich selbst zu tun. Trost findet sie in bestimmten Internetforen und davon gibt es eine Menge. Sie erhält von außen so etwas wie magische Hilfe, doch dieser Zauber gerät mächtig aus den Fugen. Auf einmal schwimmt Fynn Kaiser, der Superjunge aus der ganzen Stadt und Leadsänger DER SCHULBAND, außerdem Leonies heimlicher Schwarm, als Lurch in Leo’s Aquarium. Wie konnte das passieren? Warum er und warum bei Leo? Wie kommt er aus dieser Misere heraus und warum gibt es diese magische Bindung zu Brillenschlange? Leo steckt in ihrer eigenen Misere fest und sieht nur einen Ausweg, den Fynn auf keinen Fall zulassen kann…. Ich muss gestehen, vom Titel her hatte ich erstmal keine Vorstellung, was mich erwartete. Dann eher schon von der Aussage „Fröschkönig trifft Schneekönigin“. Hm, eine schöne Märchenadaption ala Gebrüder Grimm/Hans Christian Andersen? Dabei muss ich vorweg nehmen, dass ich dieses Buch meiner 15jährigen Tochter zum Geburtstag schenkte. Sie laß es an einem Nachmittag in einem Stück bis in die Nacht hinein, kam zu mir und sagte: Mama lies das mal, dann weißt du, was in den Schulen so abläuft.“ AHA!? Und so begann ich den neuen Lesestoff von Sylvia Rieß zu lesen. Dass es kein „Erui-Werk“, ihr tolles Fantasyepos sein wird, war mir schon irgendwie klar. Aber dennoch war ich sehr überrascht über die Aktualität und Tiefe des Buches. Der Schreibstil ist jugendlich, locker, witzig und passt hier sehr gut zur Handlung. Ich, die Mutti der Generation, um die es hier geht, hatte keine Probleme in diese Geschichte einzutauchen. Diese wird abwechselnd aus Sicht von Leo und Fynn erzählt und man durchlebt mit ihnen spannende, dramatische und emotionale Abenteuer zu hochaktuellen Themen, natürlich gespickt mit einem Hauch Magie, sonst wär es ja kein modernes Märchen. Was mir richtig gut gefiel: Die Geschichte findet fast überwiegend in Leos Zimmer statt, ohne das Gefühl zu haben, dass man irgendwie eingeengt ist, etwas verpasst oder die Spannung des Buches leidet. Vielmehr spiegelt es Leos Seele wieder, gefangen in ihren Empfindungen, hat sie in ihrem persönlichen Umfeld keine Menschenseele, der sie sich anvertrauen kann und traut sich somit kaum noch vor die Haustür. Die Botschaft des Buches, im Nachwort von Syliva Rieß sehr schön auf den Punkt gebracht, ist bei uns (ich spreche ja hier für meine Tochter und für mich) angekommen. Denn sind wir mal ehrlich, die große Welt des Internets ist zwischenzeitlich auch bei den Eltern und sogar Großeltern angekommen und Mobbing ein unbestrittenes Thema sowohl an Schulen, im Arbeitsleben und in sozialen Netzwerken. Meine Tochter und ich haben über dieses Buch erstaunlich lange diskutiert und ich war in diesem Zusammenhang ziemlich erschrocken, dass z. B.Themen wie ritzen tatsächlich zum Schulalltag meines 15jährigen Teenagers dazugehört (Gott sei Dank als Beobachter), dachte ich doch wirklich, sowas gibt es doch nicht hier im Ländle. Das Buch wird sicher nicht die Welt rosarot färben, aber es regt zum Nachdenken an. Das sieht man alleine an meiner Rezension, eine der längsten, die ich bisher geschrieben habe. Mir bzw. UNS hat das Buch wunderbar gefallen und wir können es uneingeschränkt empfehlen. Ich werde künftig sicher nicht mehr oberflächlich fragen, wie es in der Schule war bzw. genau hinhören, was so an der Tagesordnung ist. Ich schließe nun diese Rezension mit den Worten meiner Tochter: „Das Buch trifft genau den Zahn der Zeit“

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    Pingu1988s avatar
    Pingu1988vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein besonderes Märchen mit ernstem Hintergrund <3
    Ein besonderes Märchen mit ernstem Hintergrund <3

    Eine Märchenadaption mit einem Axolotl, ein interessanter Klappentext... ja das Buch musste ich einfach haben :)

    Um was es in der Geschichte selbst geht, sagt der Klappentext eigentlich schon alles wichtige darüber aus, sodass ich mir größere Erklärungen sparen und gleich meine Meinung dazu sagen kann ^^

    Der Stil von Sylvia Rieß ist angenehm und leicht zu lesen – wobei ich zu beginn des Buches ein bisschen Angst hatte, dass es für meinen Geschmack „zu jugendlich“ geschrieben ist... Nach ein paar Seiten hatte sich das Gefühl dann aber auch schon wieder gelegt :)

    Die Autorin hat aus bekannten Märchen eine komplett neue Version gemacht die nicht nur unterhält, sondern auch wichtige, ernste Themen anspricht.

    Statt wunderschönem Märchen auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen trifft man auf Leo, die unscheinbare „Brillenschlange“ die eher zurückgezogen lebt und für sich blieben will (bis auf ihre „virtuellen“ Freunde in Internetforen...), der Prinz ist ein doch etwas oberflächlicher Sohn reicher Eltern und die böse Stiefmutter wird ersetzt durch „das Böse“ der heutigen Zeit: Mobbing...

    Auch selbstverletzendes Verhalten, Depression sind Themen, die in der Geschichte vorkommen und eigentlich viel ernster genommen werden sollten... Dies macht Sylvia Rieß auch in Ihrer Danksagung nochmal deutlich und ich kann ihr da nur vollkommen zustimmen!

    Die Geschichte wird abwechselnd von Fynn und Leo erzählt und man lernt beide wirklich gut kennen. Vor allem Leo's Gefühlswelt wurde in meinen Augen sehr gut dargestellt <3

    Tja.. und Fynn... er hat mir während seines „Axolotl-Daseins“ des öfteren ein Grinsen entlockt :D Also keine Angst, trotz der ernsten Botschaft und der Realitätsnähe der Geschichte gibt es auch Momente zum lächeln und Märchen bzw. Fantasyelemente ;)

    Alles in allem hat mir „Der Axolotlkönig“ sehr gut gefallen und ich freu mich auf mehr Geschichten aus „Der Märchenspinnerei“ :-)

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks