Der Axolotlkönig

von Sylvia Rieß 
5,0 Sterne bei2 Bewertungen
Der Axolotlkönig
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Pflichtlektüre für ganze Klassen, Lehrer und Eltern - vielleicht würde dann jemand hinsehen!

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Inhaltsangabe zu "Der Axolotlkönig"

'Der Axolotlkönig' ist der erste Band aus der 2016 gegründeten Autorenkooperation 'Die Märchenspinnerei'. (http://www.maerchenspinnerei.de/ ) Deren Autorinnen haben unter der Prämisse zu Schreiben begonnen, Märchen einmal völlig anders und neu zu interpretieren; - moderne Themen und allgegenwärtige Probleme mit altbekannten Elementen zu etwas völlig Neuem verweben. Die entstandenen Märchenadaptionen sind dabei teils düster und sollen zum Nachdenken bewegen, jedoch ohne den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger. Als Jugendroman macht 'Der Axolotlkönig' von Sylvia Rieß dabei den Auftakt. Er setzt sich mit Mobbing unter Jugendlichen, der Präsenz der sozialen Medien in deren Leben, mit Ausgrenzung und daraus entstehenden Depressionen auseinander. Auch die Themen selbstverletzendes Verhalten und Suizid werden angesprochen. Dabei will das Buch aber kein Ratgeber sein, sondern durch einen lockeren Stil und immer wieder heitere Passagen dem jüngeren Publikum einen Zugang zu diesen Themen gewähren.Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Leonie und Fynn geschrieben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783961114962
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:308 Seiten
Verlag:Nova MD
Erscheinungsdatum:02.03.2018

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    Alex_Grubervor 16 Tagen
    Für mich ein echt tolles und vor allem gutes Buch

    Mit "Der Axolotlkönig" von Sylvia Rieß habe ich einen Ausflug in die Märchenwelt gemacht.

    Die Märchenspinnerei verbindet ja moderne Probleme mit Märchen.

    Dieses Mal verwandelt sich der etwas arrogante Fynn Kaiser, aus wohlhabender Familie, vom einen Moment zum anderen in einen Lurch, ein Axolot, und schwimmt in der Schultoilette. Da in der Schule niemand etwas anfangen kann, wird der Lurch Leonie mit nach Hause gegeben, damit sie sich um ihn kümmern soll. Sie besitzt schon zwei Lurche und kennt sich mit den Tieren aus.

    Fynn kann erst gar nicht begreifen, was überhaupt los ist und ist am Verzweifeln. Ändern kann er daran nun nichts und findet sich erstmal mit seiner Situation ab. Da er eh nichts zu tun hat, beschäftigt er sich mit Leonie. Sie ist zwar zwei Jahre jünger als er, geht aber in seine Klasse. Doch keiner aus seiner Klasse will etwas mit der “Brillenschlange”, die für jeden nur eine Streberin ist.

    In dem Aquarium muss Fynn nun erkennen, dass Leonie ganz anders ist, als er sie kennt. Sie ist ein total eingeschüchtertes Mädchen. Sie wird auf Facebook ständig von Leuten aus der Schule gemobbt. Fynn erkennt, dass Leonie wirklich leidet. Sie hat wirklich niemanden. Ihre Eltern sind mit ihrer Arbeit beschäftigt und ihre Oma ist gestorben. Nur zwei Leute im Internet gibt es, mit denen sie schreibt.

    Als er sieht, wie Leonie sich ritzt, beschließt er, dass er ihr helfen muss. Doch wie soll er das als Axolot nur tun.


    Mich hat das Buch richtig gefesselt. Ja, dieser Aspekt, dass Fynn sich einfach in einen Lurch verwandelt, das ist nicht jedermanns Sache. Ich denke, dies ist die Möglichkeit für die Autorin, Leonie von außen zu betrachten und zeigen. Wäre ein Mensch im Zimmer, würde Leonie sich ja nicht so verhalten. Deswegen finde ich diesen märchenhaften Weg echt sehr interessant.

    Das Thema Mobbing finde ich in der heutigen Zeit ein echt wichtiges Thema und ich finde es sehr wichtig, dass es in dem Buch aufgegriffen wird. Vor allem ist das Buch in meinen Augen so geschrieben, dass es auch jungen Lesern helfen könnte, die betroffen sind.


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    Rajetvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Pflichtlektüre für ganze Klassen, Lehrer und Eltern - vielleicht würde dann jemand hinsehen!
    Es bleibt Mobbing - auch in einem fantastischen märchenhaftn Roman

    Ein fantastischer und magischer Roman um ein ganz brisantes Thema: Mobbing. Witzig und modern aber zugleich auch eine düstere Romanze. Anhand von Märchenfiguren, die hier etwas anders sind der Axolotlkönig (Froschkönig) und Leonie (Schneekönigin) wunderbar umgesetzt. Der Roman zeigt einmal mehr: Es ist wichtig die Welt mit anderen Augen zu sehen und vor allen auch mal über den berüchtigten Tellerrand zu schauen. Auch im Klassenzimmer und bei Freunden nicht die Augen zu verschließen und vielleicht noch mit zu machen. Setzt Zeichen – schaut nicht weg – es könnte auch tödlich enden. Den nicht jeder hat einen Axolotlkönig in seinem Aquarium!

    Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen, mit einer Prise Humor aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit.

    Das Cover passt zum Roman von den Farben und auch von der Abbildung – alles spielt eine Rolle im Roman: ein zerbrochener Spiegel (zerbrochen, von der Oma geerbt), ein Axolotl (Fynn), ein Mädchen (Leonie) und Scherben voller Blut (nach dem lesen des Roman ist auch dieser Punkt klar).

    Der Klappentext führt uns nicht nur in die Welt der Märchen als Adaption, sondern auch in die immer größer werdende Mobbing Welt.

    Fazit:
    Das Buch sollte Pflichtlektüre werden und nicht so Dinge die Schüler sonst über sich ergehen lassen müssen. Witzig, fantastisch und Augen öffnend - Froschkönig trifft Schneekönigin – damit Mobbing keine Chance hat. Zum Teil ungeschminkt und offen – und könnt ihr euch Fynn als Axolotl in einem Aquarium vorstellen. Band 1 aus der Reihe der Märchenspinnerei

    Zitat:
    Eine Träne im Wasser.
    Ein Splitter im Herzen.
    Ein verwunschener Prinz.

    Zum Inhalt:
    Das der Spiegel ihrer Großmutter zerbricht nimmt Leonie dann auch den letzten Halt in ihrem Leben. In der Schule nur gehänselt, als Brillenschlange, und verlacht. Dazugehören hat sie längst aufgegeben ihr bleibt nur jeden Tag hinter sich zu bringen. Sie hat für sich eine Möglichkeit gefunden mit der Starre in sich und ihrem Leben fertig zu werden. Eine wirklich beschissene Möglichkeit findet Fynn. Nur mit einem Rat kann er auch nicht helfen steckt er doch in Leonies Aquarium fest. Nur noch 20 cm groß mit glitschiger, kupferfarbener Haut und seltsamen Wucherungen dort, wo eigentlich sein Hals sein sollte, werden die zehn Quadratmeter ihres Zimmers seine neue Welt. Bevor er das Rätsel seiner Verwandlung allerdings lüften kann, enthüllt eine blutige Scherbe ihm Leonies bitteres Geheimnis. Nun hat er die Wahl: Will er weiter in Selbstmitleid baden, oder wird er die helfende Hand, die Leonie braucht. Wie wird es für Leonie und Fynn enden?

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