Sylvia Rieß Der Axolotlkoenig

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Inhaltsangabe zu „Der Axolotlkoenig“ von Sylvia Rieß

Eine Träne im Wasser. Ein Splitter im Herzen. Ein verwunschener Prinz. Als der Spiegel ihrer Großmutter zerbricht, verliert Leonie mit der Erinnerung an sie auch den letzten Halt in ihrem Leben. In der Schule nur als Brillenschlange gehänselt und verlacht, hat sie längst aufgegeben dazugehören zu wollen. Ihr bleibt nur eine Möglichkeit, mit allem fertig zu werden. Eine beschissene Möglichkeit, wie Fynn meint. Nur kann er ihr gerade keinen guten Rat geben, weiß er ja selbst nicht einmal, warum er sch plötzlich in Leonies Aquarium wiederfindet. Nur noch 20 cm groß mit glitschiger, kupferfarbener Haut und seltsamen Wucherungen dort, wo eigentlich sein Hals sein sollte, werden die zehn Quadratmeter ihres Zimmers seine neue Welt. Bevor er das Rätsel seiner Verwandlung allerdings lüften kann, enthüllt eine blutige Scherbe ihm Leonies bitteres Geheimnis. Nun hat er die Wahl: Will er weiter in Selbstmitleid baden, oder wird er die helfende Hand, die Leonie braucht. Froschkönig trifft Schneekönigin. Im Axolotlkönig spinnt die Autorin Sylvia Rieß die Element zweier weltbekannter Märchen in einer witzig-modernen und zugleich düsteren Romanze zusammen, die uns zeigt, wie wichtig es ist, die Welt manchmal mit den Augen eines anderen zu sehen. - Band 1 aus der Reihe der Märchenspinner. -

Ein besonderes Märchen mit ernstem Hintergrund <3

— Pingu1988
Pingu1988

Berührend, fantastisch und zum Nachdenken anregend!

— Mimi_Schreiberling
Mimi_Schreiberling

Eine lockere Geschichte mit einem sehr ernsten Thema, welches viel zu selten angesprochen wird!

— Solvejg
Solvejg
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  • Froschkönig trifft Schneekönigin, eine wunderbare Geschichte

    Der Axolotlkoenig
    bettinahertz

    bettinahertz

    22. April 2017 um 14:32

    Der Axolotkönig Autor: Syliva Rieß Leonie Kallenbach, kurz Leo, verliert durch den Tod ihrer geliebten Großmutter, den Halt in ihrem Leben. In ihrer neuen Schule ist sie eh vom ersten Tag an die Ausgestoßene, sicher aufgrund dessen, dass sie nicht jeden Modehype mitmacht, wird sie automatisch der Klassenfreak und obendrein aufgrund ihrer hervorragenden Zensuren die Klassenstreberin. Der Spitzname Brillenschlange ist daher noch die netteste Bezeichnung, die ihr zuteil wird. Der Schulalltag ist ein einziger Spießrutenlauf, der auch in der Freizeit nicht endet. In Zeiten digitaler sozialer Netzwerke erfährt sie auf diesem Weg ebenfalls nur Hänseleien, Beleidigungen, Mobbing. Auch ihren Eltern kann sie sich kaum anvertrauen, haben diese doch mit sich selbst zu tun. Trost findet sie in bestimmten Internetforen und davon gibt es eine Menge. Sie erhält von außen so etwas wie magische Hilfe, doch dieser Zauber gerät mächtig aus den Fugen. Auf einmal schwimmt Fynn Kaiser, der Superjunge aus der ganzen Stadt und Leadsänger DER SCHULBAND, außerdem Leonies heimlicher Schwarm, als Lurch in Leo’s Aquarium. Wie konnte das passieren? Warum er und warum bei Leo? Wie kommt er aus dieser Misere heraus und warum gibt es diese magische Bindung zu Brillenschlange? Leo steckt in ihrer eigenen Misere fest und sieht nur einen Ausweg, den Fynn auf keinen Fall zulassen kann…. Ich muss gestehen, vom Titel her hatte ich erstmal keine Vorstellung, was mich erwartete. Dann eher schon von der Aussage „Fröschkönig trifft Schneekönigin“. Hm, eine schöne Märchenadaption ala Gebrüder Grimm/Hans Christian Andersen? Dabei muss ich vorweg nehmen, dass ich dieses Buch meiner 15jährigen Tochter zum Geburtstag schenkte. Sie laß es an einem Nachmittag in einem Stück bis in die Nacht hinein, kam zu mir und sagte: Mama lies das mal, dann weißt du, was in den Schulen so abläuft.“ AHA!? Und so begann ich den neuen Lesestoff von Sylvia Rieß zu lesen. Dass es kein „Erui-Werk“, ihr tolles Fantasyepos sein wird, war mir schon irgendwie klar. Aber dennoch war ich sehr überrascht über die Aktualität und Tiefe des Buches. Der Schreibstil ist jugendlich, locker, witzig und passt hier sehr gut zur Handlung. Ich, die Mutti der Generation, um die es hier geht, hatte keine Probleme in diese Geschichte einzutauchen. Diese wird abwechselnd aus Sicht von Leo und Fynn erzählt und man durchlebt mit ihnen spannende, dramatische und emotionale Abenteuer zu hochaktuellen Themen, natürlich gespickt mit einem Hauch Magie, sonst wär es ja kein modernes Märchen. Was mir richtig gut gefiel: Die Geschichte findet fast überwiegend in Leos Zimmer statt, ohne das Gefühl zu haben, dass man irgendwie eingeengt ist, etwas verpasst oder die Spannung des Buches leidet. Vielmehr spiegelt es Leos Seele wieder, gefangen in ihren Empfindungen, hat sie in ihrem persönlichen Umfeld keine Menschenseele, der sie sich anvertrauen kann und traut sich somit kaum noch vor die Haustür. Die Botschaft des Buches, im Nachwort von Syliva Rieß sehr schön auf den Punkt gebracht, ist bei uns (ich spreche ja hier für meine Tochter und für mich) angekommen. Denn sind wir mal ehrlich, die große Welt des Internets ist zwischenzeitlich auch bei den Eltern und sogar Großeltern angekommen und Mobbing ein unbestrittenes Thema sowohl an Schulen, im Arbeitsleben und in sozialen Netzwerken. Meine Tochter und ich haben über dieses Buch erstaunlich lange diskutiert und ich war in diesem Zusammenhang ziemlich erschrocken, dass z. B.Themen wie ritzen tatsächlich zum Schulalltag meines 15jährigen Teenagers dazugehört (Gott sei Dank als Beobachter), dachte ich doch wirklich, sowas gibt es doch nicht hier im Ländle. Das Buch wird sicher nicht die Welt rosarot färben, aber es regt zum Nachdenken an. Das sieht man alleine an meiner Rezension, eine der längsten, die ich bisher geschrieben habe. Mir bzw. UNS hat das Buch wunderbar gefallen und wir können es uneingeschränkt empfehlen. Ich werde künftig sicher nicht mehr oberflächlich fragen, wie es in der Schule war bzw. genau hinhören, was so an der Tagesordnung ist. Ich schließe nun diese Rezension mit den Worten meiner Tochter: „Das Buch trifft genau den Zahn der Zeit“

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  • Ein besonderes Märchen mit ernstem Hintergrund <3

    Der Axolotlkoenig
    Pingu1988

    Pingu1988

    06. April 2017 um 10:33

    Eine Märchenadaption mit einem Axolotl, ein interessanter Klappentext... ja das Buch musste ich einfach haben :) Um was es in der Geschichte selbst geht, sagt der Klappentext eigentlich schon alles wichtige darüber aus, sodass ich mir größere Erklärungen sparen und gleich meine Meinung dazu sagen kann ^^ Der Stil von Sylvia Rieß ist angenehm und leicht zu lesen – wobei ich zu beginn des Buches ein bisschen Angst hatte, dass es für meinen Geschmack „zu jugendlich“ geschrieben ist... Nach ein paar Seiten hatte sich das Gefühl dann aber auch schon wieder gelegt :) Die Autorin hat aus bekannten Märchen eine komplett neue Version gemacht die nicht nur unterhält, sondern auch wichtige, ernste Themen anspricht. Statt wunderschönem Märchen auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen trifft man auf Leo, die unscheinbare „Brillenschlange“ die eher zurückgezogen lebt und für sich blieben will (bis auf ihre „virtuellen“ Freunde in Internetforen...), der Prinz ist ein doch etwas oberflächlicher Sohn reicher Eltern und die böse Stiefmutter wird ersetzt durch „das Böse“ der heutigen Zeit: Mobbing... Auch selbstverletzendes Verhalten, Depression sind Themen, die in der Geschichte vorkommen und eigentlich viel ernster genommen werden sollten... Dies macht Sylvia Rieß auch in Ihrer Danksagung nochmal deutlich und ich kann ihr da nur vollkommen zustimmen! Die Geschichte wird abwechselnd von Fynn und Leo erzählt und man lernt beide wirklich gut kennen. Vor allem Leo's Gefühlswelt wurde in meinen Augen sehr gut dargestellt <3 Tja.. und Fynn... er hat mir während seines „Axolotl-Daseins“ des öfteren ein Grinsen entlockt :D Also keine Angst, trotz der ernsten Botschaft und der Realitätsnähe der Geschichte gibt es auch Momente zum lächeln und Märchen bzw. Fantasyelemente ;) Alles in allem hat mir „Der Axolotlkönig“ sehr gut gefallen und ich freu mich auf mehr Geschichten aus „Der Märchenspinnerei“ :-)

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  • Berührend, fantastisch und zum Nachdenken anregend

    Der Axolotlkoenig
    Mimi_Schreiberling

    Mimi_Schreiberling

    28. March 2017 um 17:55

    Fynn gehört zu den beliebtesten Jungs in der Schule. Er hat reiche Eltern, spielt Gitarre in einer Band und möchte berühmt werden. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihm und so findet sich Fynn eines Tages plötzlich als Axolotl in der Schultoilette wieder. Die „Brillenschlange“ Leonie nimmt sich seiner an und setzt ihn in ihr heimisches Aquarium. Von nun an kann Fynn Leonie täglich beobachten und findet bald heraus, dass sie ganz anders ist, als er erwartet hätte. Denn Leonie hat ein finsteres Geheimnis. Das Buch ist sehr locker-leicht geschrieben, obwohl es durchaus mit ernsten Themen einhergeht. Nicht nur Mobbing ist ein wichtiger Punkt in der Geschichte, sondern auch psychische Erkrankungen und sogar Selbstmord. Ich fand es sehr toll, dass die Autorin sich diesen Themen annahm. Sie sind heutzutage aktueller den je und jeder sollte sich zumindest einmal damit auseinandersetzen. Gerade im Jugendalter haben Menschen oft mit Problemen zu kämpfen und fühlen sich dem Leben nicht gewachsen – genauso wie Poison, ein Junge den Leonie im Internet kennen und lieben lernt. Die Geschichte geht unter die Haut und ich habe die beiden Hauptfiguren Fynn und Leonie, aus deren beider Perspektiven die Geschichte erzählt wird, schnell lieben gelernt. Zwar war mir Fynn ganz am Anfang noch etwas unsympathisch, da er einen ziemlich oberflächlichen Charakter hatte, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte glücklicherweise. Leonie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie erinnerte mich ein bisschen an mich selbst, auch wenn ich nie so schlimm gemobbt wurde wie sie. Aber ich war auch nie eines der beliebten Kids in der Schule, daher konnte ich gut mit ihr mitfühlen. Ein weiterer interessanter Charakter ist Mamba, die eigentlich Cecille heißt, und Leonie in einem Online-Forum kennen lernt. Sie kennt sich mit Voodoo-Zaubern aus und am Schluss reicht sie Leonie die helfende Hand, die diese so dringend benötigt. Eine andere Lieblingsfigur von mir war Rob, Fynns älterer Bruder, der selbst mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen hatte und Leonie gut zuredet. Ab und zu zweifelte ich ein bisschen an der Glaubwürdigkeit der Handlung, aber wenn man bedenkt, dass es eine Märchenadaption ist, ist natürlich alles möglich. Eine solche Stelle war z. B. die, als ein Krebs aus dem Aquarium klettert und auf der Tastatur eine Nachricht schreibt. Ein echter Krebs könnte das natürlich niemals, aber ich denke, dass man das einfach unter dem Fantasy-Aspekt der Geschichte verbuchen könnte. Auch die Tatsache, dass Leonie und Fynn gegen Ende der Geschichte eine Glasscherbe wiederfinden, die diese in den See geworfen hat, fand ich nicht ganz glaubwürdig. Aber auch hier zählt der Märchen-Joker. Die beiden behandelten Märchen „Der Froschkönig“ der Gebrüder Grimm und „Die Schneekönigin“ von Andersen fand ich sehr schön in die Geschichte verwoben. Man erkannte sie wieder, doch es war dennoch eine völlig neue Handlung und in die moderne Zeit versetzt. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und es ist für mich klare Sache, dass ich ihm fünf Sterne verleihe. Die Geschichte hat mich persönlich sehr berührt und ich habe sie innerhalb kurzer Zeit gelesen.

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  • Ernstes Thema im Märchenkostüm

    Der Axolotlkoenig
    Enaria

    Enaria

    08. March 2017 um 13:42

    Da ist er also, der erste Band der Märchenspinnerei. Sylvia Rieß darf den Anfang machen und präsentiert uns mit „Der Axolotlkönig“ ein Buch, indem sie mit Leonie eine Figur kreiert, die es im Leben nicht leicht hat. Fynn dagegen aber auch nicht, denn der wird auf dem Schulklo plötzlich in einen Axolotl verwandelt. Und dann landet Fynn auch noch in Leonies Aquarium...Das Buch wäre mir ehrlicherweise in einer Buchhandlung nicht aufgefallen. Der Schriftzug auf dem Cover gefällt mir zwar sehr gut, aber die restliche Gestaltung trifft leider nicht meinen Geschmack. Auch der Buchtitel geht nicht leicht von der Zunge. Dennoch lese ich sehr gerne Märchenadaptionen und mag es auch, wenn in Büchern ernstere Themen angesprochen werden und den Geschichten so Tiefgang verleihen. Beides bekommen wir hier.„Der Axolotlkönig“ bekommt sein märchenhaftes Fundament durch den Froschkönig und die Schneekönigin gestellt. Prinzessinnen, hübsche Kleider und Schlösser bekommen wir hier aber nicht, denn das ganze spielt in der heutigen Welt. Ergänzt wird das Buch durch Themen wie Mobbing und psychischen Erkrankungen. Das sind absolut aktuelle und sensible Themen, die allerdings in der Öffentlichkeit nicht so viel Beachtung finden. Deshalb ist es umso wichtiger auch mal anzusprechen wie sich Menschen fühlen, die als Mobbingopfer an ihre eigenen Grenzen stoßen und an einer depressiven Erkrankung leiden. Besonders hervorheben will ich daher also, dass „Der Axolotlkönig“ durch diese ernste Thematik und dem sensiblen Umgang damit punktet. Wirklich gut gemacht!Die Autorin Sylvia Rieß schreibt hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Fynn und Leonie und erzählt dabei in jugendlicher Sprache. Fynn ist der beliebteste Junge der Schule, spielt Gitarre und sieht gut aus. Leonie ist ein cleveres Mädchen und leidet stark unter dem Mobbing in der Schule. Die Charaktere sind insgesamt sympathisch, bleiben aber auch etwas farblos. Manches Verhalten war mir zu viel, anderes wird mir zu schnell abgetan – so geht etwas der Authentizität verloren. Im Laufe der Geschichte findet aber eine Charakterentwicklung statt, die ich gern beobachtet habe.Wir erleben hier also was aus Menschen wird, die sich in extremen Situationen befinden und wie sie damit umgehen. Das regt zum Nachdenken an. Ich finde es einfach ganz furchtbar, dass sich Menschen über andere Leute lustig machen, sie verspotten und gar nicht wissen (oder es ihnen gleichgültig ist) was sie damit anrichten. Als Leserin habe ich wirklich mit gelitten und mich gefragt, ob Leonie es aus diesem wirklich schlimmen Tief herausschafft und ob Fynn ihr helfen kann.Und noch ein kleiner Exkurs: Wer sich jetzt auch fragt: „Was ist bitte ein Axolotl?" Ich musste das selbst auch recherchieren und teile meine Erkenntnisse gern mit euch. Es handelt sich nämlich um einen mexikanischen Schwanzlurch, wobei das Wort „Axolotl“ aus dem Sprachgebrauch der „Azteken“ stammt und so viel wie „Wassermonster“ bedeutet. Optisch sieht dieser Lurch aus wie eine sehr große Kaulquappe mit einer Mischung aus Molch und Salamander. FazitEin gutes Buch, das mich zwar nicht richtig fesseln konnte, aber durch die ernste Thematik punktet und zum nachdenken anregt.

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  • Eine lockere Geschichte mit einem sehr ernsten Thema!

    Der Axolotlkoenig
    Solvejg

    Solvejg

    04. March 2017 um 19:11

    Der Inhalt: Leonie leidet sehr unter den vielen Beschimpfungen durch ihre Mitschüler und so flüchtet sie in die Welt des Internets. Doch sie hat auch ein großes Geheimnis, welches keiner erfahren darf und dieses hütet sie mit aller Vorsicht..Finn ist der beliebteste Typ der Schule – was auch daran liegt, dass er Sänger in seiner eigenen Band ist. Für ihn läuft alles perfekt! Doch wie aus dem Nichts findet er sich als in einem Aquarium wieder. Als Axolotl. Wie es dazu kam weiß er nicht und als ob dies noch nicht genug sei, ist es ausgerechnet Lenoies Aquarium. Die Brillenschlange der Schule. Rezension:Das Cover passt inhaltlich wirklich gut zum Buch, wenn es auch etwas düsterer wirkt als die Geschichte eigentlich ist. Die vielen kleinen Details die man auf dem Cover finden kann, spiegeln sich auch in der Geschichte wieder. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lenoies und Finns Sicht geschrieben, wodurch man beide für sich besser kennen lernen kann. Wirklich gut ausgearbeitet, war der Unterschied zwischen den beiden Charakteren, wobei ich mich mit Lenoie etwas mehr identifizieren kann. Da ich selber in ihrem Alter unter Mobbing litt und die Flucht in die virtuelle Welt gut kenne, konnte ich Leonie gut verstehen. Wenn ich auch nie so weit gegangen bin wie sie. Dennoch fand ich ihre Gedanken und Handlungen gut dargestellt und auch sehr realistisch. Ich finde es auch wichtig, dass das Thema Mobbing hier angesprochen und zu einem zentralen Thema gemacht wird. Dies geschieht oft nur am Rande und auch viel zu selten. Man sieht meistens nicht, was Mobbing aus den Opfern machen kann. Ich denke das die Geschichte daher schon zum Nachdenken und hinterfragen anregen kann. Besonders wenn man zu dem Thema gar nicht viel weiß oder sich noch nie Gedanken drüber gemacht hat – denn Mobbing ist ein ernstes und sehr reales Thema! Finn hat ein sehr lockeres Mundwerk und seine Art gibt der Handlung die gewisse Leichtigkeit die sie benötigt. Ansonsten wäre das Buch wohl zu ernst. Allerdings fand ich es etwas merkwürdig, wie schnell er sich mit seinem Schicksal anzufreunden schien. Er hinterfragt hier meiner Meinung nach die Situation zu wenig. Ich hätte mir hier etwas mehr Verwunderung oder gar Angst gewünscht. Glaube das hätte ihm als Charakter gut getan. Ansonsten hätte ich gerne mehr über die beiden erfahren."Ich möchte am liebsten schreien. Rennen. Weg. Einfach nur weg hier! Weil das alles nicht sein kann. Es muss ein Traum sein."Der Schreibstil passt gut zur Geschichte, denn er ist eher jugendlich und locker. Man konnte das Buch daher sehr schnell lesen und musste nicht über die Seiten stolpern. Stellenweise hätte ich mir noch etwas detaillierte Beschreibungen gewünscht, aber im großen und Ganzen konnte ich mir die Geschehnisse und Personen gut vorstellen. Das Buch ist eine Märchenadaption und man kann diese auch gut darin erkennen. So ist es der Froschkönig und die Schneekönigin, welcher hier mit unserer realen Welt verknüpft wurden. Die Verbidung zwischen Märchen und moderner Welt finde ich dabei gut gelungen, denn man hat nie das Gefühl das zu viel Märchen eingearbeitet wurde oder es sich zu sehr an der Vorlage orientiert wurde, sondern viel mehr schafft Sylvia Rieß eine ganz neue Geschichte.  Das Ende kam für meine Geschmack etwas plötzlich und ich hätte mir hier ein paar mehr Seiten gewünscht. Schließlich wird die ganze Zeit auf das Ende hingearbeitet und dann … war es auf einmal vorbei. Hier hätte ich als Leser etwas mehr Zeit benötigt, mit der Geschichte abschließen zu können. Fazit:Insgesamt finde ich, dass „Der Axolotlkönig“ mich zwar nicht vollständig fesseln konnte, aber durch ein wirklich wichtiges und gut umgesetztes Thema überzeugen kann! Ich finde es mutig, dass sich Sylvia Rieß an dieses sensible Thema herangetraut hat und es gut in die Geschichte gesponnen hat. Auch die Mischung von Märchenaspekten und moderner Welt hat mir gut gefallen! 

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