Sylvia Smuda Im schwarzen Mantel

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Inhaltsangabe zu „Im schwarzen Mantel“ von Sylvia Smuda

Heinrich, Sohn eines armen Tischlers, wächst bei den Großeltern auf. Mit dreizehn wird er Schuhputzer in einem Hotel. Doch der junge Mann hat ein Ziel: Er will ganz nach oben. Mit eiserner Disziplin und Strebsamkeit schafft er es: erst Polizist, dann Kripobeamter und schließlich Gestapo-Dienststellenleiter. Damit gehört er zum engeren Umfeld Hitlers. Die Tochter des hohen Nazifunktionärs erzählt ihre außergewöhnliche Geschichte, spricht über ihre Kindheit, geprägt durch Vernachlässigung, fehlende Liebe und Gewalt durch die alkoholkranke Mutter. Am Ende ihres Lebens offenbart sie ihrem Sohn ein Wissen, das sie nicht zur Ruhe kommen lässt und das auch für ihn selbst eine ganz besondere Bedeutung erlangen könnte". „Ein lebendiger biographischer Roman mit historisch-politischen Bezügen.“ Schardt, Oldenburg

Kriegsgräuel mal aus einer anderen Perspektive gesehen.

— pixi17
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  • Rezension zu "Im schwarzen Mantel" von Sylvia Smuda

    Im schwarzen Mantel
    Angieangelina

    Angieangelina

    14. March 2012 um 17:32

    Christine kommt als drittes Kind von Heinrich und Anna Tjaben zur Welt. Ihr Vater ist ein führendes Mitglied der Gestapo. Die Mutter, als Alkoholikerin völlig überfordert, vernachlässigt Kinder und Haushalt gnadenlos, was zur Scheidung führt. Als alte Frau erzählt Christine ihrem Sohn ihr Leben. Offenbart ein Geheimnis, das sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Mein Endruck: Dieses Buch macht betroffen, gerade weil Christine die Geschichte ihrer Familie seltsam emotionslos erzählt. Sie ist präzise, wenn es um die äußeren Umstände der damaligen Zeit geht, doch hält sie sich sehr zurück was die Tätigkeit ihres Vaters bei der Gestapo angeht. Als Dienststellenleiter gehörte er zum Umfeld Hitlers, war sicherlich kein unbeschriebenes Blatt. Auch seine Intension zur Gestapo zu gehen, sich dort hochzuarbeiten bleibt im Dunkeln. Er wird als gradlinig und aufrecht beschrieben, doch muss er seine dunklen Seiten gehabt haben. Zwar glorifiziert seine Tochter ihn nicht, doch tritt die tiefe Liebe zum Vater deutlich in den Vordergrund. Doch gerade durch diese Schilderung wirkt die Geschichte unglaublich authentisch. Nichts ist nur schwarz oder weiß, es dominieren die Mischfarben. Tjaben ist ein Nazischerge, jedoch kein schlechter Vater und Ehemann. Seine Tochter schildert ihn so, wie sie ihn erlebt hat und der Leser ist gleichermaßen fasziniert und entsetzt. Vor allem entsetzt darüber, wie leicht es diesem Mann gefallen ist, sich nach dem Krieg wieder einzugliedern, einige Zeit mit falschem Namen zu leben und dann zur Tagesordnung über zu gehen. Wenn dieser Roman auf Tatsachen beruht, so ist gerade DIESE TATSACHE wirklich erschreckend! Wer hier einen prallen Roman erwartet, wird allerdings enttäuscht werden. Die Biographie bleibt eigenartig blutleer, ist eher eine Abfolge der Ereignisse mit einigen eingestreuten Anekdoten. Doch wer sich auf dieses Buch einlässt, erlebt einen eindringlichen Bericht deutscher Geschichte, der viel Platz für die eigene Fantasie lässt und den Leser dazu anregt, sich seine eigenen Gedanken zu machen!

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