Sylvie Naar-King Motivierende Gesprächsführung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

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Inhaltsangabe zu „Motivierende Gesprächsführung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ von Sylvie Naar-King

Jugendliche und junge Erwachsene stehen Veränderungen, die in der Therapie angegangen werden sollen, oftmals ambivalent und zweifelnd gegenüber. Fehlende Gesprächsbereitschaft oder Abwehrhaltung sind die Folgen. Naar-King und Suarez erläutern anhand vieler Beispiele das Prinzip und die konkrete Umsetzung der Motivierenden Gesprächsführung. Es geht darum, den jungen Klienten die Diskrepanzen aufzuzeigen, die zwischen ihren eigentlichen Werten und Zielen und ihrem tatsächlichen Verhalten bestehen. Dadurch verstärkt sich der Wunsch der Jugendlichen, mit Hilfe des Therapeuten am eigenen Verhalten zu arbeiten. Die notwendigen Kommunikationsstrategien werden anschaulich im Buch vermittelt. Aus dem Inhalt: I Grundlagen:1 Einleitung. 2 Pubertät und junges Erwachsenenalter. 3 Die Grundhaltung der Motivierenden Gesprächsführung. 4 Personenzentrierte Beratungsqualitäten. 5 Auf Widerstand reagieren. 6 Change Talk. 7 Commitment. 8. Motivierende Gesprächsführung anwenden II Anwendung: 9 Alkoholprobleme. 10 Drogenmissbrauch. 11 Jugendstrafe. 12 Sexuelles Risikoverhalten. 13 Rauchen. 14 Psychische Störungen. 15 Essstörungen. 16 Selbstfürsorge bei chronischen Gesundheitsproblemen. 17 Gruppentherapie bei Alkohol- und Drogenproblemen. 18 Schulprobleme. 19 Familienbasierte Interventionen III Den eigenen Behandlungsweg finden: 20 Ethische Überlegungen. 21 Vertiefung und Weiterbildungsmöglichkeiten

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  • Rezension zu "Motivierende Gesprächsführung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen" von Sylvie Naar-King

    Motivierende Gesprächsführung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. April 2012 um 06:03

    Einführung in die Methode Aus der Behandlung von Suchtkrankheiten kommend, entwickelte sich die Motivierende Gesprächsführung vor allem als Methode gegenüber Klienten, die als „widerständig, aggressiv, defensiv oder verleugnet“ beschrieben werden können. Da solche Verhaltensweisen bei pubertierenden Jugendlichen und bei einem Teil junger Erwachsener aber als fast „naturgemäß“ gegeben erlebbar sind, liegt es durchaus nahe, diese Methode gerade für diesen Bereich der therapeutischen und beratenden Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen umzusetzen. Gerade der Schwerpunkt der Methode, der „Aufbau konstruktiver Beziehungen“ zum Klienten bildet in diesem Handlungsfeld eine Herausforderung, der mit der Motivierenden Gesprächsführung gut begegnet werden kann. Eine Methode, die im Buch von diversen Autoren fundiert und umfassend in Theorie und Praxis dargelegt wird. Neben der Vorstellung der Methode an sich liegt ein Schwerpunkt des ersten Teils auf einer genauen Beschreibung der „Grundhaltung in der Motivierenden Gesprächsführung“, das sicherlich zentrale Element zum Aufbau konstruktiver Beziehungen in erschwerter Ausgangslage. Zu Recht liegt diese Darlegung daher breit und umfassend vor und beinhaltet auch eine Abgrenzung zu Haltungen anderer (vor allem konfrontativer und direktiver“ Therapieformen. Die Motivierende Gesprächsführung zieht in erster Linie die Gründe und Motive der Klienten heran und eben nicht jenen Druck und jene Auslöser, die von außen kommen. Aber auch Unterschiede zu nicht-direktiven Formen tauchen auf, da, wo durchaus der Therapeut systematisch anleitet und ebenso mit Ratschlägen wie mit Feed-Back arbeitet. Darlegungen, die jeweils im auch dann auch detailliert und an konkreten Situationen deutlich erläutert werden. Die Motivierenden Gesprächsführung bedient sich somit nicht-direktiver und direktiver Methoden, die Jugendliche in einem „Change“ zur Bewältigung krisenhafter Situationen und Haltungen führen will. Die wichtigen Instrumente des „Umganges mit Widerstand“ und der strukturierten Gesprächsführung „Change Talk“ (jene „Ändernden“ Ansätze im Überlegen des Klienten aufnehmen und verstärken, motivieren zum „Change“), werden ebenso nachvollziehbar vor Augen geführt, wie auch mögliche Handlungsfelder deutlich benannt werden. Suchtproblematiken, riskantes Sexualverhalten, Strafvollzug, psychische Erkrankungen, Essstörungen, Schule und einige Handlungsfelder mehr werden in Erscheinung, in den Möglichkeiten der Motivierenden Gesprächsführung und in praktikablen Grundhaltungen und Strategien jeweils ausreichend zur Bearbeitung dargestellt. Ebenso herauszuheben sind die gegebenen Impulse zur Vertiefung und Weiterbildung im Rahmen der Motivierenden Gesprächsführung, die im Buch durchaus erkennbaren Raum einnehmen. Nachvollziehbar legen die Autoren Wirkweise und Einsatzmöglichkeiten der Motivierenden Gesprächsführung dar, nachdem ebenso fundiert die Methode selbst vorgestellt wurde. Sowohl der Sinn des Einsatzes der Methode wie auch die praktische Umsetzung liegen dem Leser überzeugend vor, zudem wird mit der Bearbeitung einzelner Anwendungsfelder eine sehr praxisnahe Erläuterung dargeboten. Alles in allem ein Fachbuch, in welchem die Motivierende Gesprächsführung umfassend zur Geltung gebracht wird.

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