Synke Köhler

 4.8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Kameraübung und waldoffen.

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Synke KöhlerKameraübung
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Kameraübung
Kameraübung
 (11)
Erschienen am 01.02.2016
Synke Köhlerwaldoffen
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waldoffen
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 (0)
Erschienen am 28.10.2011

Neue Rezensionen zu Synke Köhler

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lesebiene27s avatar

Rezension zu "Kameraübung" von Synke Köhler

Der Alltag ist ein Schmetterling
lesebiene27vor 2 Jahren

Klappentext:

"Erzählungen über die Besonderheiten des Alltags, über kritische Momente zwischen zwei Menschen, die so leise sind, dass sie beinahe unbemerkt bleiben."

Meine Meinung:

Die neun kurzen Erzählungen in diesem Buch berichten von unterschiedlichen Situationen und Momenten im Alltag. Da ist ein Mann, der plötzlich in einem Garten sitzt und weder spricht, noch weggehen will. Oder eine Frau, die mit ihrer Familie wandern ist und die plötzlich unterschiedliche Wege mit unterschiedlichen Ergebnissen gehen. Auch die Suche zweier jungen Frauen nach einem besonderen Moment im Alltag wird beschrieben.

Das besondere an diesen Kurzgeschichten ist, dass sie trotz weniger Seiten klar geschrieben sind, sodass man als Leser die Situation schnell erfassen kann. Auch gelingt es der Autorin Synke Köhler mit ihrem Debüt Emotionen wie Verblüffung, Bedrückung und Mitgefühl auszulösen, obwohl man beim Lesen nur einen kurzen Einblick in das Leben der Personen erhaschen kann.

Darüberhinaus finde ich es bemerkenswert, dass die Handlung in diesem kleinen Büchlein keine Rolle spielt, sondern der Gedanke, den die Personen haben, und die Beschreibung des Momentes.

Der Sprachstil hat mir überwiegend gefallen, weil er sehr ruhig und beschreibend ist - fast so, als ob die Autorin selbst den Moment beobachten würde. Auch die meisten Geschichten haben mich angesprochen. Lediglich drei der neun Geschichten waren nicht mein Fall.

Fazit:

"Kamerübung" enthält sanfte Erzählungen, die mit einer ruhigen Sprache geschrieben werden. Nichtsdestotrotz hallen sie nach und lassen den Leser über die Begebenheiten nachdenken. Von mir gibt es für das Buch 4 von 5 Lesesternen.

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elane_eodains avatar

Rezension zu "Kameraübung" von Synke Köhler

Lesermeinung zu "Kameraübung" von Synke Köhler
elane_eodainvor 2 Jahren

» Der Alltag ist ein Schmetterling. Beinahe reglos sitzt er einem Einkaufszentrum gegenüber. Man muss sich ihm behutsam nähern, der Alltag ist kamerascheu, er flattert davon. «
(Zitat aus "Kameraübung" von Synke Köhler)

INHALT & GEDANKEN
: 9 Erzählungen sind in diesem wunderhübschen Buch versammelt. Geschichten, die von Begegnungen erzählen, von Momenten im Leben, die möglicherweise etwas in den Beteiligten bewegen.

Gleich die erste Erzählung "Nachbild" beschreibt das plötzliche Auftauchen eines Fremden in einem kleinen Dorf. Eine verbale Kommunikation mit ihm ist nicht möglich und er verschwindet auch nicht wieder. Das ist ausreichend für wilde Interpretationen und Unterstellungen, doch dann verblüfft der Fremde.

Synke Köhler erzählt ruhig, schlicht, fast nüchtern. Doch kann man sich sehr gut in die ganz unterschiedlichen Situationen hineinversetzen und über die Geschichten hinausdenken, über die Begegnungen der Menschen, die mal ganz nah und mal aus der Distanz eingefangen sind. Ganz fein wiedergegeben.

Ich mag an kurzen Erzählungen gerne, dass sie ein Schlaglicht auf Ereignisse werfen, die im ersten Moment vielleicht gar nicht bedeutam zu sein schienen, aber die nachwirken, die Wahrnehmung verändern und Gedanken aufwerfen.
Das gelingt der Autorin mit ihren 9 Erzählungen auf eine leise Art ganz wunderbar und der Verlag Kremayr & Scheriau hat diese in eine bemerkenswert schöne Hülle gesteckt.

FAZIT: Erzählungen über Begegnungen zwischen Menschen, festgehalten mit der Wort-Kamera, ganz unaufgeregt und dennoch lange nachklingend.

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Sikals avatar

Rezension zu "Kameraübung" von Synke Köhler

Keinesfalls alltägliche Alltagsgeschichten
Sikalvor 3 Jahren

„…die Entnahme von Alltagsfischen aus dem Alltagsgewässer“ – dieses Zitat aus dem Buch ist zwar dem Kontext entnommen, es spiegelt jedoch den Inhalt dieses großartigen Buches.

Die Autorin Synke Köhler hat hier mit ihrem Prosadebüt wunderbare Literatur geschaffen. Ihre Erzählungen haben jede für sich das gewisse Etwas, das Hinsehen, das Auffallen, das Bemerken einer winzigen Kleinigkeit – einer Stimmung, eines Gefühls oder eines Verhaltens. Ein Kleinod an Erzählkunst, zumindest für mein Empfinden.

Jede einzelne Geschichte steht für sich und doch haben alle gemeinsam einen tiefen Hintergrund, verlangen nach einem Hineinhorchen, einem Zwischen-den-Zeilen-lesen und viel Aufmerksamkeit. Was passiert, wenn ein Fremder auf ein Grundstück kommt, schweigend im Gras sitzt und nicht verschwinden will? Wie würde man selbst reagieren? Verunsichert, angstvoll oder neugierig? Eine kleine Gruppe Aussteiger fühlt sich durch die Anwesenheit des Fremden bedroht, beschränkt sich selbst in ihrer Freiheit. In einer anderen Erzählung nimmt sich Ella die Freiheit, um ebenso ein Stückchen Glück zu genießen. Doch damit wird das Glück ihrer Freundin Barbara empfindlich gestört. Am Fluss nimmt sich ein Mann die Freiheit zu angeln – oder zumindest so zu tun. Immerhin ist Angeln eine ernstzunehmende Betätigung und währenddessen kann man seinen Gedanken nachhängen, im Schmerz versinken oder auch sich in Träumen vergessen. Die Begegnung mit einem kleinen Jungen irritiert ihn.

Die Sprachmelodie der Autorin lässt uns feine zwischenmenschliche Schwingungen spüren. Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig, unterstreicht mit wenigen Worten einen großen Inhalt und rührt mit gekonnter Poesie.

Die Autorin schafft es auf die kleinen Besonderheiten in jedermanns Alltag hinzuzielen. Eben aus dem Alltagsgewässer einen Alltagsfisch zu entnehmen – einen kleinen feinen Impuls eines Menschen aufzufangen, eine Situation zu erfassen oder einen Augenblick zu genießen. Diese Feinheiten des Miteinanderlebens  zu erkennen ohne den Moment wieder zu verlieren, ist eine besondere Kunst, die vor allem eines erfordert – Empathie.

In unserer schnelllebigen Zeit, in der Ruhe und Wertschätzung immer mehr abnehmen, sind Erzählungen wie diese ein Geschenk.

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Gespräche aus der Community

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Worum geht's?

Was passiert, wenn ein Fremder auf ein Grundstück kommt, schweigend im Gras sitzt und einfach nicht verschwinden will? Was, wenn eine Mutter auf einer Gebirgswanderung plötzlich allein auf einen anderen Weg abzweigt? Besonderheiten des Alltags sind es, die Synke Köhler in ihren Erzählungen einfängt, oft sind es kritische Momente zwischen zwei Menschen, die so leise sind, dass sie beinahe unbemerkt bleiben.

Präzise wie eine Kamera führt Synke Köhler ihren Blick zwischen die Figuren und lässt ein eindringliches Bild der Realität entstehen, das traurig und schmerzhaft, voller Freude und Merkwürdigkeiten ist.

„Der Alltag ist ein Schmetterling. Beinahe reglos sitzt er einem Einkaufszentrum gegenüber. Man muss sich ihm behutsam nähern, der Alltag ist kamerascheu, er flattert davon.“

Erscheinungstermin: 8. Februar 2016


Synke Köhler

1970 in Dresden geboren, lebt und schreibt in Berlin. Psychologiediplom, Grafikerin, Studium an der Drehbuchwerkstatt München, Masterstudium am Deutschen Literaturinstiut Leipzig. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. „Kameraübung“ ist ihr Prosadebüt, für die Erzählung „Nachbild“ erhielt sie den Newcomer-Preis des Literaturwettbewerbs Wartholz.

>> Informationen zum Buch

>> Leseprobe

Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 31. Jänner 2016 für eines von 12 Leseexemplaren von "Kameraübung". Sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. 

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar
Letzter Beitrag von  Verlag_Kremayr-Scheriauvor 2 Jahren
vielen dank!! :)
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