Synne Lea

 3.9 Sterne bei 27 Bewertungen

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Synne LeaLeo und das ganze Glück
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Leo und das ganze Glück
Leo und das ganze Glück
 (27)
Erschienen am 01.01.2013

Neue Rezensionen zu Synne Lea

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Geris avatar

Rezension zu "Leo und das ganze Glück" von Synne Lea

Ein Buch, das aufwühlt und noch lange beschäftigt
Gerivor 4 Jahren

Ich bin jemand, der eine Rezension möglichst sofort nach Beenden des Buches schreibt, weil dann noch alles frisch ist und es mir einfach am Leichtesten fällt. Bei diesem Buch hier ist das anders. Nicht nur, dass ich Zeit zum Sacken lassen brauchte, sondern ich tue mich immer noch sehr schwer damit, es zu bewerten.

Das liegt zum Einen daran, dass es ein Kinderbuch (ab 10 Jahren) sein soll - ich würde es meinen Töchtern nie in diesem Alter in die Hand drücken, weil die ganze Atmosphäre der Geschichte dermaßen bedrückend ist, dass ich selbst kaum damit umzugehen weiß - und zum Anderen frage ich mich immer noch: Was habe ich eigentlich da gelesen?

Die Geschichte dreht sich um die Freundschaft zweier Kinder. Da gibt es Leo, der körperlich beeinträchtigt ist, da er ein Bein kürzer als das andere hat, was aber nicht sein größtes Problem sein soll, denn mit seinen Eltern ist er auch nicht gerade gesegnet. (um nicht alles vorwegzunehmen)

Und es gibt Mei, seine Freundin, mit der er durch dick und dünn geht, die ihm versucht, ein wenig Licht in sein düsteres Leben zu bringen und das auch schafft.

Die Freundschaft der beiden ist wundervoll! Es scheint für beide nur den jeweils anderen zu geben, was unter den Umständen auch nur absolut richtig erscheint.

Sie schaffen sich einen gemeinsamen Rückzugsort, der ihnen Halt gibt in einer ansonsten unberechenbaren Welt.

Die Erwachsenen spielen hierbei eine zentrale, aber doch auch wieder Randrolle. Sie sind verantwortlich für die bedrückende Atmosphäre der Geschichte, tauchen aber selbst immer nur kurz in der Handlung auf. Genau dieser Konflikt macht es mir so schwer eine deutliche Meinung zu dem Buch zu entwickeln, denn das Thema das "Wegschauens" wird hier unterschwellig eingebracht, wo ich mich frage:"Wie kann man als Eltern so handeln?" und gleichzeitig denke: "Ist es nicht gerade deswegen so wichtig, als Autorin darauf aufmerksam zu machen, wie es gerade nicht laufen sollte?!".

In Hinblick auf diese eine Sache wage ich sogar zu behaupten: Dieses Buch sollte nicht für Kinder, sondern unbedingt für deren Eltern sein!

Die Lesezeit vergeht wie im Flug, die Verarbeitung danach braucht weit mehr Zeit. Während des Lesens möchte man einfach nur dranbleiben, um möglichst ALLES zu erfahren, nachher fragt man sich "War das alles?".

Stilistisch ist es wirklich toll! Die Autorin schafft es, mit ihrer Ausdrucksweise, die düstere Stimmung perfekt zu vermitteln und fesselt den Leser bis zum Schluss. 

Dennoch bleibe ich ein wenig enttäuscht und vor allem verwirrt zurück.

Nun wird mit "Das Glück wohnt im Baumhaus - ein poetisches Kinderbuch für die Seele" geworben. Ja... Poetisch trifft sicher zu, aber "für die Seele"?? Vielleicht bin ich da auch von was völlig Falschem ausgegangen, nämlich, dass diese drei Worte etwas Positives bedeuten, aber für mich passt diese Beschreibung mal so gar nicht.

Die Geschichte berührt, aber auf herzzerreißende Weise, und regt zum Nachdenken an. Zumindest als Mutter identifiziere ich mich automatisch mit Meis Mutter und frage mich, wie ich an ihrer Stelle agiert hätte.

Ich merke, ich komme selbst zu keinem richtigen Schluss, daher:

Fazit:

Für mich definitiv kein Kinderbuch - mein Rat: Lest es erst selbst, bevor ihr es an ein Kind weitergebt. 3 Sterne, um meine Unentschlossenheit auszudrücken...



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DefinitelyMaybes avatar

Rezension zu "Leo und das ganze Glück" von Synne Lea

Gemischte Gefühle.
DefinitelyMaybevor 5 Jahren

Inhalt:
Zusammen sind sie am glücklichsten: Der zehnjährige Leo, der unter einem verkürzten Bein leidet, und die gleichaltrige unternehmungslustige Mei. Sie befreit ihn, wenn sein Vater ihn abends mal wieder im dunklen Keller eingesperrt hat, und die beiden verbringen ihre Tage gemeinsam in ihrem geheimen Baumhaus. Die Idylle zerbricht, als Leos Vater das Versteck entdeckt. Leos und Meis Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. (Oetinger)

Meine Meinung:
Ich habe mich auf ein besonderes Kinderbuch eingestellt, bekommen habe ich einerseits ein Meisterwerk, aber andererseits habe ich auch sehr gemischte Gefühle.

Es ist wie angekündigt wirklich poetisch und besonders, mit wirklich viel Tiefe.
Mein „Problem“ mit der Geschichte ist allerdings, dass die Traurigkeit und Melancholie so im Vordergrund stehen, dass ich einfach der festen Überzeugung bin, dass dies für 10-jährige Kinder einfach zu intensiv ist.

Insgesamt ist es ein wirklich tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und es wagt vermeintliche Tabuthemen auch mal in dieser Altersgruppe anzusprechen – auch wenn es an manchen Stellen zu extrem und überrollend ist, oder eben hinter zu vielen Ecken versteckt und dadurch für jüngere Leser zu unverständlich und noch beängstigender.
Sprachlich ist es für junge Leser der pure Genuss, aber trotzdem nicht zu anspruchsvoll und besitzt dadurch eine ausgewogene, gute Mischung, obwohl der Inhalt vermutlich leider, wie schon erwähnt, Stolpersteine bereithält.

Mei und Leo. Leo und Mei. Die beiden verbindet eine wichtige und tiefe Freundschaft, die leider oft viel zu viel aushalten muss, aber dennoch Beständigkeit zeigt. „Leo und das ganze Glück“ beweist durchaus realistisch beschrieben, wie bedeutsam Freundschaften sind.

Fazit:
Eine gelungene Geschichte über eine tiefe Freundschaft und bedeutsame Themen des Lebens, die nicht verschwiegen werden sollten.

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Leseladys avatar

Rezension zu "Leo und das ganze Glück" von Synne Lea

Ein Kinderbuch, das eigentlich kein Kinderbuch ist! Intensive Freundschaft u. dunkle Momente..
Leseladyvor 5 Jahren

Mei und Leo sind Nachbarn und beste Freunde, teilen positive und dunkle Momente und fühlen sich am wohlsten in ihrem gemeinsamen, geheimen Baumhaus – allein, ohne Erwachsene!

Der zehnjährige Leo, der unter dem Handicap eines verkürzten Beines und unter einem Vater, der ihn immer wieder im dunklen Keller einsperrt, leidet, wird von Mei aus Letzterem regelmäßig befreit. Ansonsten hält sich Mei eher selten im und in der Nähe des Nachbarhauses auf, denn Leos Vater kann es einfach nicht lassen, die Kinder durch zweideutige Andeutungen zu belästigen, während Leos Mutter stets blass und nichtssagend im Hintergrund bleibt.

In ihrem geheimen Baumhaus können die Zehnjährigen alldem entfliehen, bis eines Tages auch hier die Idylle zerbricht, der Vater das Versteck entdeckt und so erneut im geschaffenen Schutzraum der Kinder übergriffig wird.
Von Stund` an, ist alles anders als zuvor und die Freundschaft der beiden Kinder wird auf eine harte Probe gestellt. Was nun...?

Informationen zu Buch, Verlag und Autorin:
• Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
• Verlag: Oetinger (1. Oktober 2013)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3789141801
• ISBN-13: 978-3789141805
• Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3789141801/lovebook-21

Synne Lea

© Yina Chan

1974 in Oslo/Norwegen geboren, hat bereits zwei Gedichtbände für Erwachsene veröffentlicht. »Leo und das ganze Glück« ist ihr erstes Kinderbuch und wurde von der skandinavischen Presse bereits als "ein kleines literarisches Meisterwerk" gelobt.

Auszeichnungen
1/2014 | Die besten 7 Bücher für junge Leser (DeutschlandRadio / Focus)
11/2013 | Eselsohr des Monats (Eselsohr)
Quelle: http://www.oetinger.de/buecher/neuerscheinungen/details/mitwirkend/1241805/16853/29726/Autor/Synne/Lea.html

Eindrücke / eigene Meinung:
Vom Buchhändler meines Vertrauens hoch gelobt und empfohlen, freute ich mich sehr auf „Leo und das ganze Glück“.

Bevor ich selbst zum Lesen kam, schnappte es sich ein Zehnjähriges Mädchen, reichte es mir aber auch schon nach wenigen Kapiteln empört und etwas verstört zurück. Warum.. begriff ich erst richtig, als ich es selbst las.
„Leo und das ganze Glück“ stellte sich – für mich! – als das schwerst zu rezensierende Kinderbuch 2013 heraus.

Es ist intensiv, es ist gefühlvoll, es trägt einen elektrisierend durch die Seiten und lässt einen nachdenklich und durchaus auch fassungslos zurück.

Das Cover ist enorm gut gelungen, es fängt die Geschichte mit all seinen Details ausnehmend gut ein und lässt sie durch seine Optik visuell sprechen. Ich denke jeder, der sich mit Synne Leas Geschichte beschäftigt hat, wird mir hier zustimmen. Im Buchladen oder der Bibliothek ist „Leo und das ganze Glück“ sicherlich ein Buch, das optisch angenehm auffällt und zu dem man gern greifen wird.

Die Sprache ist minimalistisch, aber filigran, gespeist mit vielen Metaphern und Gedankenansätzen und dadurch sehr besonders. Synne Leas Stil bietet durch ihre unzähligen feinen Andeutungen viel Raum, die Situationen und agierenden Menschen zu hinterfragen. Der Schreibstil trägt einen mal leicht, mal gedankenschwer durch diese außergewöhnliche Geschichte, fährt aber auch emotional Achterbahn mit dem Leser. 

Warum also nur 2 Sterne?

Im Grunde blutet mir das Herz einer so intensiven Geschichte nur 2 Sterne zu vergeben, aber nur so kann ich zum Ausdruck bringen, was ich daran gravierend fahrlässig  finde!

Was genau mit Leos Vater los ist, wird nie ganz klar geäußert, doch das hier wohl (auch) pädophile Neigungen vorliegen, springt einen fast durch die Zeilen an. Möglich wäre auch, dass er sich daran ergötzt zu erniedrigen oder Angst und Misstrauen zu säen.
Dieser Umstand ist aus dem Klappentext leider nicht mal ansatzweise ersichtlich und die Vorstellung, dass Kinder ab 10 Jahren freudig dieses Buch (ungefiltert und somit ohne jegliche Vorwarnung!) zu lesen beginnen und dann auf diesen Mann mit seinen zweifelhaften Neigungen stoßen, lässt mich auch im Nachhinein doch sehr erschaudern.

Ein paar Beispiele aus Kapitel 29:
„Na mein Mäuschen. Da bist Du ja. Wie kalt deine Wangen sind.“
....
„Seine Wangen an meinem Gesicht, er lässt sie eine Weile dort liegen.“
„Wenn du leise bist, kann ich dich ein bisschen wärmen“, flüstert er. „Mir gefällt gar nicht, was plötzlich geschieht.“
.....
„Meinetwegen darfst du die Augen gerne auflassen“, sagt er. „Du hast schöne Augen.“ „Sein Atem ist tief und groß und grau.“
.....
„Er hebt wieder die Hand, streicht mit einem Finger über meine Unterlippe. Der Finger ist viel wärmer als ich, so warm, dass es wehtut.“

Kapitel 29 geht für mich gar nicht in einem Kinderbuch!

Ich habe mir lange, lange, lange Gedanken über „Leo und das ganze Glück“ und seine Botschaft gemacht. Die Freundschaft der beiden Kinder ist wirklich außergewöhnlich, aber der dunkle Schatten des Vaters verdrängt (für mich!) leider diesen unglaublich guten Ansatz der Geschichte und den fantastischen Schreibstil von Synne Lea.

Es ist aber nicht nur der Vater, ich vermisse auch die Vorbildfunktion von Meis Eltern, die zwar präsent und gesprächsbereit sind, aber den Dingen nie auf den Grund gehen. Dass die Mutter offensichtlich mehr weiß oder vermutet, wie sie Mei gegenüber äußert, verschlimmert für mich nur den Eindruck der Gesamtsituation. Die Kinder haben sich selbst, aber im Grunde keine wirkliche Unterstützung von außen. Kein Erwachsener, der genauer hinsieht und konsequent einschreitet und sie schützt. 

Dieses Buch sollte wirklich nur von reifen Jugendlichen, Kindern mit elterlicher Begleitung oder Erwachsenen gelesen werden. Es ist ein sehr wichtiges Thema, das es nicht totzuschweigen gilt, aber auch nicht ungefiltert und ohne entsprechenden Hinweis in Kinderhände gehört!
 
Vom Oetinger Verlag, den ich sehr schätze, würde ich mir wünschen, dass sich künftig auf dem Klappentext ein Hinweis wiederfindet, was einen thematisch im Buch erwartet.

Eine Lese-Empfehlung für „Leo und das ganze Glück“ kann ich deswegen nur äußerst eingeschränkt und mit etlichen (oben beschriebenen) Vorbehalten aussprechen!



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Gespräche aus der Community

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katja78s avatar

Leseratten aufgepasst!

Heute möchte ich euch ein besonderes Buch vorstellen.

Eine Geschichte über die tief berührende Freundschaft zweier Kinder, voller Optimismus, über Liebe, Leid und das große Glück. Ein Buch, das an Guus Kuijers "Das Buch von allen Dingen" erinnert.

Das Glück wohnt im Baumhaus – ein poetisches Kinderbuch für die Seele. Zusammen sind sie am glücklichsten: Der zehnjährige Leo, der unter einem verkürzten Bein leidet, und die gleichaltrige unternehmungslustige Mei. Sie befreit ihn, wenn sein Vater ihn abends mal wieder im dunklen Keller eingesperrt hat, und die beiden verbringen ihre Tage gemeinsam in ihrem geheimen Baumhaus. Die Idylle zerbricht, als Leos Vater das Versteck entdeckt. Leos und Meis Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Leseprobe

Zur Autorin

Synne Lea, 1974 in Oslo/Norwegen geboren, hat bereits zwei Gedichtbände für Erwachsene veröffentlicht. »Leo und das ganze Glück« ist ihr erstes Kinderbuch und wurde von der skandinavischen Presse bereits als "ein kleines literarisches Meisterwerk" gelobt.

Wir suchen nun 20 interessierte Leser, die dieses Buch gerne in der Leserunde gemeinsam lesen und rezensieren möchten.

Verratet mir für eure Bewerbung warum gerade ihr dieses Buch lesen wollt


Das Buch ist beim Oetinger Verlag erschienen,und hat bereits 1 Auszeichnungen erhalten.

Auszeichnungen

11/2013 | Eselsohr des Monats (Eselsohr)

Gerne könnt ihr auch dort mal schauen, was der Herbst noch neues zu bieten hat.



*** Wichtig ***

Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind.
Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber.
Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .

Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!


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