Sytske van Koeveringe

 2 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Heute ist Montag.

Lebenslauf von Sytske van Koeveringe

Sytske van Koeveringe wurde 1988 geboren. 2014 machte sie in dem Fach Bild und Sprache ihren Abschluss an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam, einer bekannten niederländischen Kunstakademie. »Heute ist Montag« ist ihr Romandebüt, das in mehreren Sprachen erscheint.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sytske van Koeveringe

Cover des Buches Heute ist Montag (ISBN: 9783442717163)

Heute ist Montag

 (4)
Erschienen am 09.12.2019

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Rezension zu "Heute ist Montag" von Sytske van Koeveringe

Was für eine Enttäuschung
Janinezachariaevor 3 Monaten

In diesem Buch geht es um Julia und sie putzt die Häuser anderer, dabei träumt sie irgendwie von etwas anderem und hält sich da auf, wo sie sich eigentlich nicht aufhalten soll. Sie verschläft und hat gefühlt jeden Tag einen anderen Arbeitgeber, da sie bei einer Cleaning Firma angestellt ist, weshalb hier der Bezug zu etwas fehlt.

Ich fand den Klappentext und die Thematik eigentlich interessant. Doch der Stil hat sich für mich nicht erschlossen, allgemein das Gesamtbild konnte bei mir nicht punkten. Ich habe Julia nicht wirklich einschätzen können und sie hat, meiner Meinung nach, zwar ihren Job gemacht und man konnte herauslesen, dass er sehr anstrengend ist, aber wie sie sich in den Wohnungen/ Häusern ihrer Arbeitgebern verhielt, hat ein nicht so gutes Licht auf Reinigungskräfte gebracht – dabei sind ja zum Glück nicht alle so. Ich dachte, das Buch zeigt uns eine neue Seite, ein anderes Berufsbild und bringt uns dieses etwas näher. Aber für mich ging es tatsächlich nach hinten los. Der Schreibstil, wie gesagt, war wirklich nicht gut. Nicht flüssig oder mitteilsam.

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Rezension zu "Heute ist Montag" von Sytske van Koeveringe

Konnte mich nicht erreichen
sommerlesevor 7 Monaten

"Heute ist Montag" ist das Romandebüt von Sytske van Koeveringe, das Buch erscheint im btb Verlag.  

 

Julia arbeitet als Reinigungskraft, manchmal trifft sie auf die Bewohner Sie studiert und braucht diesen Job, sie möchte Schriftstellerin sein. Ihr Exfreund fehlt ihr und auch eine echte Freundin hat sie nicht. Sie träumt in den fremden Wohnungen von den Bewohnern und von einem anderen Leben. Doch auch das bringt sie nicht von ihren Problemen los. Trotzdem fühlt sie sich in ihren Träumen frei, so nutzt sie das Badezimmer in Nummer 61 und tanzt nackt imWohnzimmer von 122-D. Ihre andauernden Fressattacken sorgen dafür, dass sie die Kühlschränke leer ist und auch die Alkoholvorräte in Beschlag nimmt. 

 

Wenn Menschen sich für unwichtig halten oder ihr Leben ihnen belanglos erscheint, haben sie kein zufriedenes und erfülltes Leben. Das scheint auf Julia, Reinigungskraft und Ende 30, zuzutreffen.

Vor lauter Langeweile im eigenen Leben, denkt sie sich in die Leben der Menschen hinein, bei denen sie putzt. Sie trifft die ganze Bandbreite der Gesellschaft an, es gibt gestörte Typen, einen Yogamann, chic eingerichtete, elegante und merkwürdige Menschen. 

Julia kommt mit ihrem langweiligen Leben nicht klar, ihren letzten Freund hat sie mit ihrem Debütroman vertrieben und ihre Freundin lebt in ihrer Welt als Ehefrau und Mutter. Für Julia scheinbar unerreichbar weit entfernt. 

 

Julia kippt Alkohol und Schmerztabletten in sich hinein, aber auch Massen an Süßigkeiten, die sie bei ihren Putzstellen findet. Sie träumt von einer Liebe, von Freundschaft und von einem zufriedenen Leben, doch sie ist getrieben und ohne Plan. 

Mir kam es die ganze Zeit so vor, als ob Julia sich in ein fremdes Leben hineindenkt, um ihr eigenes nicht zu spüren. Besuche bei einer Ärztin bringen keine Besserung, sie ist schlaflos, nimmt Tabletten gegen ihre Dauerkopfschmerzen und lebt mehr oder weniger in den Tag hinein. Die einzige Abwechslung findet sie in fremden Wohnungen. 

Man könnte dieses Buch als Kritik an sozialen Beziehungen auslegen, doch soweit würde ich nicht gehen. 

Die Autorin hat Erzählpotential, doch die Protagonistin dümpelte so vor sich hin, es passierte nichts grundlegendes und es blieb mir inhaltlich einfach zu vage und zu banal. Es passiert nichts Bewegendes und man muss sich das Meiste zusammenreimen.  


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Rezension zu "Heute ist Montag" von Sytske van Koeveringe

Aus dem Leben einer Reinigungskraft
ichundelainevor 7 Monaten

Es gibt zwei Sorten Menschen: die Menschen, die sich mit ihrem Leben abfinden, und die Menschen, die ihr Leben einrichten. 

Zu welcher Kategorie Julia (one-book-Autorin, Reinigungskraft, Ende 30, sozial leicht gestört) gehört, weiß sie selber wohl nicht so genau. Weil ihr eigenes Leben so unspektakulär ist, inseriert sie sich in die Leben der Menschen, für die sie putzt - und da ist von abartig bis glamourös alles dabei. Julia ist getrieben und träge, hungrig und satt, zufrieden und neidisch - alles zusammen. Ihr Leben dümpelt vor sich hin, der letzte Liebhaber ein alter Sack, den sie mit ihrem Debutroman verprellt hat, die beste Freundin im Haus-Heirat-Kinder-Bermudadreieck verschollen. 

Das Debut der niederländischen Autorin lässt sich als leise Kapitalismus- und Sozialkritik lesen - oder auch nicht. Wirklich passieren tut hier nichts, aber es ist ein wenig wie Knausgard lesen - man kann nur schlecht aufhören.

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