Szczepan Twardoch Morphin

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Inhaltsangabe zu „Morphin“ von Szczepan Twardoch

Ein faszinierender Held, ein gewaltiges Panorama. Warschau 1939: Leutnant Konstanty Willemann, vor dem Krieg ein Bonvivant und Dandy, streift durch die zerbombte Stadt, in der die deutsche Besatzung alle Freiheit erstickt. Konstanty, väterlicherseits selbst Deutscher, ist zerrissen zwischen seinem unsteten Leben mit rauschhaften Nächten und der Sorge um die Zukunft seiner Ehefrau und des kleinen Sohns. Doch dann schließt Konstanty sich dem Widerstand an. Gut getarnt und tadellos Deutsch sprechend, wagt er immer riskantere Aktionen – und lernt sich selbst als einen erschreckend anderen kennen. Eine konspirative Reise mit der undurchschaubaren Adeligen Dzidzia führt ihn durch eine Vorhölle verwüsteter Landschaften in das noch heile Budapest. Die Fahrt wird für Konstanty zur Prüfung, ob er sich dem Untergang, der Warschau ergriffen hat und ihn selbst mitzureißen droht, noch entziehen kann …

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  • Morphin - Szcezepan Twardoch

    Morphin
    TinaGer

    TinaGer

    28. November 2014 um 00:06

    Szcezepan Twardoch ist der neue Star am polnischen Literaturhimmel. Auch mir hat sein ‚Morphin’ den Atem geraubt. Ein schier unbeschreibliches Lesevergnügen. Formal vollkommen überirdisch, denn neben dem erzählenden Konstanty Willemann setzt Twardoch eine körperlose zweite Erzählinstanz, die Willemann liebt und liebkost, wie er es selbst nicht vermag. Diese Stimme kann reisen und mäandern, sie nimmt vorweg und verwirrt, sie schwankt hin und her durch die Irren und Wirren Warschaus 1939. Da ist die einst blühende Stadt plötzlich von den Deutschen besetzt und alle Freiheit erstickt. Sie ist gefangen zwischen dem verwundeten Stadtbild und den ehemals rauschenden Festen aus denen Konstanty, der Dandy, Bonvivant und Morphinist, sich nicht lösen mag. Wer ist er denn, das schöne Leben aufzugeben? Ist er nicht stolzer Pole oder doch - wie einst der Vater - Deutscher oder ganz wer anderes? Also schließt er sich dem Widerstand an und geht in den Untergrund. Eine Prüfung und auch eine Chance. Twardoch sucht und findet, er verliert seinen Protagonisten und fängt ihn wieder ein. Und das alles in dieser expressionistischen, fetten, gewinnenden Sprache, in diesen leuchtenden Bildern, die trotz Krieg und Kälte, trotz Verwüstung und Verrohung zu fesseln wissen. Unbedingte Empfehlung und bisher unerreichtes Highlight des Jahres!

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