T. C. Boyle Das wilde Kind

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Inhaltsangabe zu „Das wilde Kind“ von T. C. Boyle

Über das Wolfskind VictorIm Herbst des Jahres 1797, die Jahre der Revolution und des Terrors sind vorbei, stößt der Schmied des Ortes im Wald von Aveyron auf ein nacktes, seltsame Laute ausstoßendes Wesen, die Haut schwarz vor Schmutz, das Haar zottelig. Ein Mensch, ein Tier? Ein Knabe. Die Männer vom Dorf fangen ihn ein, bringen ihn in die Hauptstadt, nach Paris. Man führt ihn bei Hofe vor, er bekommt ein Zimmer in der Taubstummenanstalt und einen Namen. Schließlich wird Victor, das Wolfskind, der Obhut eines jungen Arztes übergeben. Victor wird ihm zu Ruhm verhelfen, aber trotz all seiner Bemühungen wird der Arzt scheitern ...

Schnell gelesen und es lohnt sich aufjedenfall! Sehr interessantes Buch

— DVNEE
DVNEE

Toll geschrieben und sehr traurig.

— BluevanMeer
BluevanMeer

erst in der zweiten Hälfte konnte das Buch mich fesseln, der Anfang ist mir zu stark als Bericht verfasst. Dennoch lesenswert!

— Anja_Lev
Anja_Lev

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    Das wilde Kind
    DVNEE

    DVNEE

    08. October 2016 um 22:27

    Da das  Buch auf der Realität basiert ist kam es mir vor als ob ich ein Bericht von der Zeit verfolgt hätte vorallem am Anfang des Buches. Da das Buch recht kurz ist hat man es wirklich schnell und in einer Sitzung durch und das ist gut so denn ich wollte das Buch garnicht weglegen und wollte unbedingt wissen wie das Wilde Kind endet. Es war ein wirklich gut geschriebenes Buch und das Ende sehr traurig aber so ist das im echten leben halt.Verdiente 5 Sterne.

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  • Das wilde Kind

    Das wilde Kind
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    23. September 2016 um 14:44

    Das wilde Kind war von Boyle ursprünglich als Teil des Romans Talk Talk geplant, in dem eine Gehörlose Opfer eines Identitätsdiebstahls wird. Zum Glück hat sich Boyle dafür entschieden, die Erzählung separat zu veröffentlichen. Im Jahr 1779 entdecken Jäger in Südfrankreich ein nacktes, wildes Wesen im Wald. Ist es ein Dämon? Schon seit geraumer Zeit kursieren Sagen und Erzählungen über das wilde Wesen, von dem niemand genau weiß, ob es sich um ein Tier oder einen Menschen handelt. Das Wesen wird eingefangen, es gebärdet sich fürchterlich, es spricht nicht, es bewegt sich auf allen vieren. Kann es sich tatsächlich um ein menschliches Wesen handeln? T. C. Boyle gelingt es in dieser Novelle nicht nur einen spannenden Kaspar-Hauser-Fall des 18. Jahrhunderts aufzugreifen, es geht auch um das Verhältnis zwischen Mensch und Natur und die Frage danach, was unsere Zivilisation eigentlich ausmacht. Das wilde Kind wird in die Obhut des jungen Pariser Arztes Itard gegeben, der das Kind in einer Klosterschule für Gehörlose versucht zu zivilisieren. Die Narben am Körper des Kindes weisen darauf hin, dass seine Herkunftsfamilie vermutlich versucht hat, es zu töten. Aber der Junge überlebt, er ist neun Jahre alt, als er gefunden wird. Wahrscheinlich hat er sich mehrere Jahre alleine in den Wäldern durchgeschlagen. Aber die Enkulturation fällt schwer. Immer wieder muss Itard sich Kritik anhören. Ist das Wesen nicht einfach nur schwachsinnig und gehört in die Irrenanstalt? Immerhin frisst es alles, was sich bewegt. Mäuse, Frösche und es reißt sich die Kleider vom Leib. Sogar die Klosterbrüder, die sich ansonsten hingebungsvoll um die anderen gehörlosen Kinder kümmern, die zur damaligen Zeit auch einen gesellschaftlich schwierigen Stand haben, sind vom Wilden Kind abgestoßen. "Gemessen an seiner Reaktion hätten die Menschen in seiner Umgebung ebensogut Bäume sein können - es sei denn natürlich, sie kamen ihm zu nah -, und ihm fehlte auch jeder Begriff von Arbeit und Freizeit. Wenn er nicht aß oder schlief, hockte er da, wiegte sich vor und zurück und stieß eigenartige, unartikulierte Laute aus. Dabei nutzte er jede Gelegenheit zur Flucht und musste zweimal eingefangen und gefesselt werden. Obendrein, und das war in Nougairoles Augen am beunruhigendsten, schien er die Formen und Symbole göttlicher Verehrung nicht zu kennen." (S.34) Aber Itard glaubt daran, dass Victor, so nennt er das wilde Kind, elementarste menschliche Fähigkeiten hat. Er beginnt ein System zu entwickeln, das auch nicht vor Strafe zurückschreckt - denn Victor hat kein Bewusstsein für sich selbst oder für andere. Und Victor muss lernen, Itards Autorität akzeptieren. T. C. Boyle schafft es in diesem Roman in einer sehr verdichteten Sprache eine Kasper-Hauser-Geschichte zu erzählen, die fasziniert. Trotzdem wäre er nicht Boyle, wenn am Ende doch eine starke zivilisationskritische Haltung deutlich wird. Itard wird berühmt, er hat den "Wilden" gezähmt, man könnte sagen, er hat ihn dressiert. Zwar ohne ihn zu brechen, aber auch ohne die Fortschritte zu machen, die sich der zielstrebige Arzt anfänglich gewünscht hätte. Ein Happy End gibt es nicht und Victor bleibt auch als Erwachsener nur der mythisierte Wilde, der gerade einmal für eine Schauergeschichte am Feuer taugt.

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  • Boyles Kaspar Hauser

    Das wilde Kind
    Duffy

    Duffy

    26. November 2015 um 10:15

    Im Herbst 1797 wird in einem Wald in Südfrankreich ein etwa 8jähriger verwilderter Junge gefunden. Alles lässt darauf schließen, dass er als Baby versucht wurde zu töten und seitdem keinen Kontakt mehr zur Zivilisation hatte. Er wird nach Paris in eine Institution gebracht, in der sich jahrelang ein junger Arzt um den Jungen kümmert und versucht, seine Defizite aufzuarbeiten. Leider werden ihm dabei Steine in den Weg gelegt, sodass er unter dem Strich scheitert. Boyle hat seine Version des Kaspar Hauser so eindringlich und sensibel geschildert wie möglich. Die Betroffenheit beim Lesen lässt sich mit der Klasse der erzählerischen Umsetzung der Diskrepanz von absoluter Desorientierung und Zivilisationsanspruch erklären. Nicht jeder Autor würde mit diesem Stoff so meisterhaft umgehen können wie Boyle. Die Kürze des Buches (100 Seiten) verrät viel über die Qualität des Romans, denn dem Autor gelingt es, diesen zu Abschweifungen einladenden Inhalt auf dieser kurzen Distanz ohne inhaltliche "Verluste" aufzubereiten. Ein typischer Boyle, LIteratur auf höchstem Niveau.

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  • Zurück zur Natur!

    Das wilde Kind
    thelexxx

    thelexxx

    07. August 2014 um 18:08

    Als 1779 in den Wäldern, nahe des südfranzösischen Dorfes Aveyron, ein nacktes und verwahrlostes Geschöpf gesehen wird, dass sich flink und fremd wie ein Tier im Unterholz bewegt, sind sich die Männer des kleinen Ortes erst einmal gar nicht so sicher, was es war, dass sie dort gesehen haben. Doch die Berichte häufen sich und die Gewissheit beginnt zu dämmern, dass es sich bei dem vermeintlich gottlosen Geschöpf um ein in den Wäldern ausgesetztes Kind handele, statt um einen Dämon oder ein Tier, wie auch vermutet wurde. Wenn nun auch mit etwas Zögern, man war sich sicher, dass es so etwas nicht geben durfte, jetzt, wo Frankreich im Aufbruch war. Schnell verbreitet sich die Nachricht vom Wolfskind im ganzen Land. Eilig beginnt man, sich des streunenden Kindes anzunehmen, es zu fangen und ihm einen Namen zu geben - entspricht dies doch der vermeintlichen Ordnung der Dinge. Das wilde Kind, so ist man sich einig, muss zivilisiert werden, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Doch der junge Victor, wie man ihn inzwischen genannt hat, sträubt sich mit jeder Faser seines geschundenen Körpers gegen das Leben, das ihm aufgezwungen werden soll. Hat uns der Fortschritt blind für die eigentlichen Werte des Lebens und der Natur gemacht? Haben wir unseren Sinn für den Einklang verloren und befinden uns auf dem Niedergang? Ist also vielleicht eher eine Dezivilisation erstrebenswert? Das sind die Fragen, denen sich der amerikanische Literatur-Rebell in seiner - im Übrigen auf wahren Begebenheiten beruhenden - Erzählung widmet. "Das wilde Kind" ist reinste Zivilisationskritik à la Boyle, dem völlig zurecht stets pessimistischen Öko-Rock-'n'-Roller der literarischen Gegenwart. Während die konsumierende Welt sich im tiefschwarzen Strudel aus Gier und Müll abwärts bewegt und sich gleichsam in schnöder Ignoranz und Selbstbetrug übt, schreibt Boyle, patzig in der Sonne Kaliforniens sitzend, die Beine überschlagen, weiter gegen den bedrohlichen Zeitgeist der ewigen industriellen Revolution, und für das sterbende Gewissen unserer Epoche. Es ist eben diese Haltung, die spürbar zwischen den nüchtern gehaltenen Zeilen Boyles nahezu rousseauistischer Geschichte um das Wolfskind im neuzeitlichen Frankreich, prangert. Boyle kann nicht aus seiner Haut und das ist gut. "Das wilde Kind" ist eine gelungene Erzählung (auch jenseits jeglichen Umweltaktivismus), deren sprachlicher Glanz von Dirk van Gunsteren hervorragend ins Deutsche gerettet wurde.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von T. C. Boyle

    Das wilde Kind
    Theresi

    Theresi

    13. March 2013 um 20:07

    Die Geschichte an sich von dem kleinen Jungen aus der Wildnis den man versucht in die Gesellschaft einzugliedern ist zwar recht interessant und auch das es nicht gelingt aufgrund seines Verhaltens macht die Story gut ALLERDINGS ist alles sehr kurz gefasst und auch das nicht vorhanden sein von Dialogen macht es etwas runter. Da der WILDE am Ende des Buches stirbt weil er sich in die Welt nicht eingliedern konnte war auch etwas kurz gehalten. Da hätte ich mehr erwartet.

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von T. C. Boyle

    Das wilde Kind
    Phil Decker

    Phil Decker

    18. February 2013 um 13:14

    Habe Boyle lange nicht gelesen und habe mir vorgenommen, dies nach dieser Lektüre wieder verstärkt zu tun. Ich kannte die Geschichte über den franz. Wolfsjungen aus dem 18. Jhrhdrt. zwar schon, fand sie aber von Boyle hier perfekt aufbereitet. Und nicht so lang, wie seine sonstigen Werke.

  • Rezension zu "Das wilde Kind" von T. C. Boyle

    Das wilde Kind
    kleinerBuecherwurm

    kleinerBuecherwurm

    23. January 2013 um 19:31

    Boyle zeigt in diesem Buch auf eine besondere Weise sein Einfühlungsvermögen. Ein wildes Kind soll zivilisiert werden. Mit großem Fingerspitzengefühl, werden einem die Gefühle und Gedanken dieses Kindes näher gebracht und man muss sich am Ende fragen: bringt es wirklich was, ein wildes Kind zu zivilisieren? Oder ist es für den Lehrer und das Kind eher eine Qual, statt eine Hilfe? Traurig, aber es regt zum Denken an. Eine persönliche Empfehlung.

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von T. C. Boyle

    Das wilde Kind
    tedesca

    tedesca

    05. March 2012 um 12:50

    Boyle erzählt in einer klaren und schnörkellosen Sprache die Geschichte eines Kindes, das eingentlich nicht hätte überleben sollen. Das völlig sich selbst überlassen in der Natur seinen Weg findet, nur um jahrelang gejagt, letztendlich gefangen und in der nächsten Konsequenz gezähmt, sprich: sozialisiert zu werden. Mit wenig Erfolg. Eine Kaspar-Hauser-Geschichte, die sich Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich zugetragen hat. Erschütternd und berührend. http://de.wikipedia.org/wiki/VictorvonAveyron Mir ist beim Lesen der Gedanke gekommen, dass wir es heutzutage wohl auch nicht anders machen würden. Einfangen, kleiden, zur Schau stellen (es gäbe sicher jede Menge Dokus über dieses arme Wesen) und - das wäre jetzt neu dazugekommen - unter den Einfluss aller möglichen Drogen setzen. Nicht viel anders als vor gut 200 Jahren...

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von Dirk van Gunsteren

    Das wilde Kind
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. February 2011 um 21:53

    Das wilde Kind geht auf eine Idee von T.C. Boyle zurück, die er für ein anderes Buch hatte - aber sie lieber etwas ausführlicher ausarbeiten wollte. Daraus ist eine "Novelle" geworden - also ein Text irgendwo zwischen Kurzgeschichte und Roman. Eine großartige Stilform für Boyle, der ja bekanntlich mit seinen Kurzgeschichten fesseln und unterhalten kann - und mit (zumindest den alten) Roman im kleinen Club der größten lebenden Autoren mitschreibt. Die Idee könnte man auch kurz mit "Kaspar Hauser" umschreiben: Ein Kind wächst - nachdem es ausgesetzt wurde - in der wilden Natur auf, wird gefunden und von Wissenschaftlern untersucht. Ist es Mensch, Tier? Was hat man davon zu halten. Nun, ganz einfach ist die Antwort nicht - aber die Novelle von T.C. Boyle ist großartig. Eine schöne Stilform für ihn. Trotz der für ihn ungewohnt "geraden" Geschichte mit vergleichsweise wenig Personal kommt keine Langeweile auf. Boyle beschreibt so dicht wie selten, detailverliebt und farbig. Die Geschichte ist irgendwie nicht wichtig, man lässt sich von der Sprachfreude Boyles durch die etwas mehr als 100 Seiten tragen. That's it. Der Schluss ist, puh, nicht gerade eine Großleistung, da hätte man sich vielleicht ein bisschen mehr gewünscht. Da hat er ein Sternchen verloren. Aber, egal: Nicht nur für T.C. Boyle-Fans ein lesenswertes Büchlein.

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von Dirk van Gunsteren

    Das wilde Kind
    LEXI

    LEXI

    Tief berührt lege ich das Buch "Das wilde Kind" von T.C. Boyle zur Seite, in dem er die kurze und tragische Lebensgeschichte des Victor von Aveyron erzählt. Boyles Schreibstil hat Sogwirkung, ist dabei keineswegs reißerisch oder wartet mit Höchstspannung auf. Dennoch schafft er es mit diesem nur wenig über 100 Seiten zählenden Buch, die Geschichte eines französischen Kindes zu erzählen, das in der Wildnis auf sich allein gestellt überlebte. Ein Tatsachenbericht, der an Kaspar Hauser erinnert und der ebenso tragisch endet. Prädikat: lesenswert, Bewertung: 5 Sterne. ja | nein

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    • 2
  • Rezension zu "Das wilde Kind" von Dirk van Gunsteren

    Das wilde Kind
    Cibo95

    Cibo95

    06. January 2011 um 08:41

    T.C. Boyle, hier wieder meisterhaft ... das kleine Büchlein mit nur 106 Seiten hat mir einen schönen Lesetag beschert. 1797, ein etwas 8jähriger Junge irrt im Wald umher, immer auf der Suche nach Nahrung ... wie lange ist er schon dort? Wer ist er? Was macht er da? Die Dorfbewohner sprechen von einem "wilden Kind" in ihren Wäldern. Manchmal wird es gesehen, manchmal für eine Erscheinung gehalten. Eines Tages gelingt es, den Jungen einzufangen, doch er kann fliehen. Weitere zwei Jahre vergehen, wird der Junge die kalten Winter überleben? Als man ihn endgültig einfangen kann, kommt er zu den Menschen, ein wilder Junge, der nie gelernt hat, mit den Menschen zu kommunizieren. Er hat als 5jähriger den Schnitt in seine Kehle und das Aussetzen überlebt, wird er sich nun anpassen können? Wird er sprechen lernen? Das einzige, was ihn interessiert und lenkt ist Nahrung! Eine anrührende Geschichte, die mich bewegt hat ... mit einem traurigen Ende. Mehr will ich hier nicht verraten. Bitte lest dieses Buch ... für Boyle-Fans sowieso ein Muss 8-)

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von Dirk van Gunsteren

    Das wilde Kind
    Holden

    Holden

    03. December 2010 um 16:50

    Das Buch ist in den Kritiken nicht gut weggekommen, obwohl Boyle durchaus gekonnt Erziehung und Zivilisation in Frage stellt.

  • Rezension zu "Das wilde Kind" von Dirk van Gunsteren

    Das wilde Kind
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 11:39

    A144 Das wilde Kind von T.C. Boyle Kategorie: Allgemein Im Jahr 1797 wurde von Holzfällern und einem Schmied im Gebiet Languedoc/Südfrankreich ein "wildes Kind" mit Gewalt eingefangen. Der total verwahrloste und völlig nackte ungefähr 5 Jahre alte Junge wurde von seiner Stiefmutter in den Wald verschleppt und mit dem Vorsatz der Tötung durch einen Schnitt in die Kehle liegengelassen. Er ernährte sich von allem, was der Wald bot. Er wurde immer "naturgetreuer" und Hitze und Kälte konnten ihm nichts anhaben. Er wurde ins Dorf gebracht und entwischte abermals für 2 Jahre seinen "Jägern". Im Winter des Jahres 1799, der sehr hart zum Überleben in der Natur war, näherte sich der "wilde Nackte" der Hütte des Färbers in Saint-Sernin. Mit viel Verständnis lockte der allein lebende Mann ihn in seine Hütte, bot ihm Wasser und Haferbrei an. Der Färber machte dem Distriktleiter des Dorfes eine Meldung und der Junge wurde ins Dorf gebracht und in seine Wohnung eingesperrt und mit Nahrung und Kleidung versorgt. Nach einiger Zeit wurde er in ein Waisenhaus für Taubstumme nach Paris verbracht. Dort sollte er die Sprache lernen und für den Alltag vorbereitet werden. Der junge Arzt Itard und das Hausmeisterehepaar der Schule waren sehr bemüht um Viktor. Es gab viele Höhen und Tiefen und mit Hilfe des Lehrers und mit viel Geduld fanden dann doch immer wieder kleine Veränderungen statt und er konnte auch am Leben der Gesellschaft teilnehmen.. Der Autor beschreibt das Leben von Viktor sehr eindringlich und mit viel Gefühl, sodaß man eine große Vorstellungskraft entwickeln kann und sich gut in die verlorene Freiheit des Jungen einfühlen kann. Das Buch war ein Lesegenuß für mich, trotz des schwierigen und emotionalen Themas und des unerwarteten schnellen Buchendes. Ich habe das Buch mit großer Spannung gelesen.

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  • Rezension zu "Das wilde Kind" von Dirk van Gunsteren

    Das wilde Kind
    Solitude

    Solitude

    01. August 2010 um 17:05

    Das Buch hat mich sehr berührt und auch traurig gemacht. Ich werde mich auf jeden Fall näher mit der Geschichte von Victor, dem wilden Jungen aus dem Wald, befassen. Mit welcher Energie seine Betreuer und letztlich Gefängniswärter versuchen, einen "ziviilisierten" Menschen aus Victor zu machen und ihn letztendlich damit brechen und zerstören. T:C. Boyle beschreibt die Geschichte in einer nüchternen aber ausgefeilten Sprache, die sehr zur Zeit passen, in der die Handlung "spielt". Ein bewegendes und schönes Buch.

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