T. C. Boyle Die Terranauten

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Inhaltsangabe zu „Die Terranauten“ von T. C. Boyle

In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.

Fing wirklich gut an, hat aber bis zum Ende stark nachgelassen.

— LimitLess

was für eine Enttäuschung!

— sternchennagel

Das wahre Gesicht der Menschen zeigt sich in diesem Experiment sehr deutlich. Spannend und gut beschrieben.

— Noelli

Faszinierendes Werk, das mich auf ganz besondere Art gefesselt hat

— Dagi_KnoHa

Tolles Buch, auch wenn ich mir das Ende etwas anders vorgestellt habe.

— InaMal

langatmig, habe mich durchgequält

— Abundantia

Grossartig !

— Alanda_Vera

Interessantes Setting, spannende Wendungen und komplexe Beziehungsdynamiken. Sympathisch war mir allerdings keiner der Charaktere.

— -Leselust-

T. C. Boyle hat mich mit dem Buch wieder eingewickelt

— andrea_strickliesel

608 Seiten Erzählung aus drei verschiedenen Perspektiven, leider ziemlich emotionslos und ohne die Tiefe die ich mir erhofft hatte.

— AnjaSc

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  • Experiment unter Glas

    Die Terranauten

    LimitLess

    21. October 2017 um 11:06

    Die Geschichte, der sich Boyle angenommen hat, beruht auf einer wahren Begebenheit (ich habe erfahren, dass das viele seiner Bücher tun). Es gab wirklich ein Experiment in den USA, wo acht Männer und Frauen Anfang der 90er Jahre unter einer Kuppel aus Glas versucht haben, eine eigene Welt zu erschaffen. Dementsprechend war die Geschichte wirklich sehr gut recherchiert und es gibt viele Ähnlichkeiten (wenn man das Ganze mal googelt) zu der echten Ereignissen.   Die Geschichte beginnt sehr interessant. Es wird aus drei Perspektiven erzählt. Dawn und Ramsay, die sich unter Glas befinden (eine Frau, ein Mann) und Linda, die außerhalb der Kuppel für die Mission der Terranauten arbeitet. Wirklich sympathisch war mir von den dreien niemand. Ramsay vielleicht noch am ehesten, die Frauen wurden als sehr egozentrisch dargestellt. Das Buch liest sich wie ein Bericht, den die drei im Nachhinein aufgeschrieben haben und eine Erklärung abliefern wollen, was wirklich passiert ist. Oft wird darauf angespielt, was die Presse und die Nachrichten so über das Projekt berichtet haben.   Der Schreibstil ist an sich sehr gut zu lesen. Die Beziehungen zwischen den Menschen sind wirklich wunderbar dargestellt und sehr spannend für den Verlauf der Geschichte. Die Storyline zieht sich dafür sehr. Die zweite Hälfte des Buches war für mich sehr mühsam, da sich vieles im Kreis gedreht hat und ich den Bezug zu den Figuren verloren hatte. Es wird langweilig in der Ecosphere und auch für mich als Leserin wurde es uninteressant. Das Ende ist aber sehr überraschend, mit dem kann man nicht rechnen und es lädt ein, dass man selbst die Geschichte weiterspinnt und sich ausmalt, was noch passieren wird. Der Roman zählt sicher zu den anspruchsvolleren Büchern und bereitet einen Teil unserer Geschichte literarisch auf, was für mich immer besonders lesenswert ist.   Fazit Interessante Beziehungsdynamiken, Menschenstudien und Umweltfragen werden in diesem Buch behandelt. Zum Schluss hin ist es leider ziemlich langatmig und die behandelten Themen waren nicht so meine Sache, aber die Geschichte reizt natürlich, da sie auf wahren Begebenheiten beruht. Der Schreibstil war top und die Umsetzung in einen Bericht hat der Geschichte auch gut getan! Eine Empfehlung!          

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  • Leserunde zu "Die Terranauten" von T. C. Boyle

    Die Terranauten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium – Willkommen in der Ecosphere 2! Was passiert, wenn man eine Gruppe Menschen jahrelang in einem abgeschlossenen Ökosystem leben lässt? T.C. Boyle hat mit "Die Terranauten" ein prophetisches und irre komisches Buch geschrieben, das – basierend auf einer wahren Geschichte – die großen Fragen der Menschheit berührt. Ihr lest gerne besondere Bücher und belletristische Hochkaräter? Dann seid ihr bei unserer Leserunde zu T. C. Boyles neuem Roman genau richtig! Und wir sind ganz besonders stolz, euch mit "Die Terranauten" den ersten Titel des LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen & spannende Spezialaufgaben erwarten! Zum Inhalt In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Mega-Terrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Als eine Teilnehmerin schwanger wird, steht das ganze Experiment vor dem Aus ... Wer darf am Experiment teilnehmen und in die Ecosphere 2 einziehen? Lest hier den spannenden Romananfang von "Die Terranauten"! Über den Autor T. C. Boyle wurde am 2. Dezember 1948 in Peekskill, New York, geboren. Er studierte an der New Yorker State University Englisch und Geschichte und entdeckte dort seine Leidenschaft für das kreative Schreiben. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Lehrer an einer High School, verfasste erste eigene Erzählungen und erwarb schließlich den Doktortitel in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts.  Seit den späten 70er Jahren lehrte Boyle neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der University of Southern California. Seine gründlich recherchierten Erzählungen und Romane basieren oftmals auf realen Ereignissen und Persönlichkeiten. Heute lebt der Autor gemeinsam mit Frau und Kindern in Montecito, Kalifornien. Gemeinsam mit dem Hanser Verlag vergeben wir 3 0 Leseexemplare von T. C. Boyles "Die Terranauten". Was ihr tun müsst, um eines davon zu ergattern? Bewerbt euch einfach bis einschließlich zum 12.02.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet uns folgende Frage: Ein strenges Auswahlverfahren entscheidet, wer in die Ecosphere 2 einziehen darf. Mit welcher Charaktereigenschaft oder Fähigkeit überzeugt ihr die Jury von euch? Wir wünschen euch viel Erfolg!   Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde euer erstes Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Dann tretet ein! Alle weiteren Infos dazu findet ihr gleich hier! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden! 

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    • 1450
  • Absolute Enttäuschung

    Die Terranauten

    sternchennagel

    12. October 2017 um 14:10

    Ich habe bisher noch nichts von diesem Bekannten amerikanischen Schriftsteller gelesen ihn bisher aber immer im Blick gehabt. Wieviele ich kenne die für ihn schwärmen! Ich musst mir dann natürlich sofort das neue Buch das sich um ein Thema dreht, welches ich seit der Schulzeit schon sehr spannend finde: das Biosphäre 2 Experiment in den USA der 90er. Und dazu noch in so wunderschöner Aufmachung. Da ich mir den stolzen Preis als arme Studentin nicht mal soeben leisten kann, habe ich es mir zum Abschluss aller Prüfungen selbst zum geschenk gemacht. Als belohnung sozusagen. Ihr seht also, ich hatte hohe Erwartungen und vielleicht waren sie zu hoch. ich wurde schin gleich nach den ersten kapiteln, die jeweils verteilt wurden auf drei Charaktere, von denen sich zwei in der Kuppel und eine Ausserhalb befinden. Die beschriebenen persönlichkeiten sind einfach nur lächerlich und rein Triebgesteuert. Ich fand in dem Buch nicht witzig, charmant oder wenigstens schriftstellerisch gut in Szene gesetzt oder in schöne Worte gefasst....mehr Worte möchte ich an diese Enttäuschung nicht verlieren und sage nur: Nicht lesen!

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    • 2
  • Das wahre Gesicht der Menschen zeigt sich in Gefangenschaft.

    Die Terranauten

    Noelli

    03. October 2017 um 13:24

    Was passiert, wenn man vier Männer und vier Frauen in ein riesiges Terrarium einsperrt? Wissenschaftler in Arizona unternehmen den Versuch in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. T.C. Boyles fabelhafter Roman, basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt vom halsbrecherischen Versuch, eine neue Welt zu erschaffen, um sich vor dem Untergang unserer eigenen zu retten. Mitten in der Wüste Arizonas steht sie: Ecosphere 2. Eine große Kuppel, in der zwei Jahre lang ein Team von acht Leuten eingesperrt werden soll. Ein hermetisch abgeschlossenes System, nichts soll während des Experiments hinein und nichts soll hinaus. Dies haben sich die acht Teilnehmer von Mission 2 geschworen. Die erste Mission scheiterte, weil eine Frau durch einen Unfall eine Fingerkuppe verlor und draußen im Krankenhaus behandelt werden musste. Als sie wieder hineinging, nahm sie in einer Tüte Dinge mit, von denen keiner wusste, was sie waren. Kritiker sahen das Experiment als gescheitert an. Nun haben sich acht neue Leute gefunden, die das Experiment wagen wollen. Zwei Jahre lang in einem hermetisch abgeschlossenen System leben, Nahrung selber anbauen, ernten und zubereiten. Sich um die Tiere und die Vegetation kümmern. Und mit den Teamkameraden auskommen. Acht Menschen, die zwei Jahre lang auf engstem Raum miteinander leben? Das kann ja nur zur Spannungen führen. Und so ist es schließlich auch. Die Geschichte wird von drei Charakteren erzählt. Die schöne Dawn Chapman, der überhebliche Ramsay Roothoorp und die von Neid zerfressene Linda Ryu, erzählen abwechselnd ihre Sicht der Dinge. Dawn und Ramsay gehören zur Crew von Mission 2 und befinden sich daher drinnen, während Linda draußen bleiben musste. Anfangs scheint keiner dieser Charaktere wirklich sympathisch zu sein, doch im Laufe des Buches lernt man, jeden Einzelnen von Ihnen besser zu verstehen. Man kennt die Motive, warum sie gehandelt haben, wie sie gehandelt haben. Das macht sie dann doch etwas sympathischer. Dadurch wird es auch nie langweilig, da die Charaktere unterschiedliche Erzählweisen haben und beide Blickwinkel, drinnen wie draußen, beleuchtet werden. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass in diesem Buch das Hauptaugenmerk auf den verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen liegt. Nach außen hin verkörpern die Mitglieder von Mission 2 Teamgeist und Zusammenhalt. Doch der Mensch bleibt Mensch. Neid, Rivalität, Gier, Liebe, Hass und Egoismus lauern unter der Oberfläche und treten schließlich auch zu Tage. Das Buch bietet einige Wendungen, mit denen man vielleicht nicht gerechnet hat. Im Großen und Ganzen ist es jedoch eine Charakterstudie über den Menschen. Was macht uns aus? Ist der Mensch es überhaupt wert, gerettet zu werden? Es ist fast eine Art von Big Brother, denn schließlich werden auch die acht Teilnehmer oft beobachtet, von Touristen, Kamerateams usw.Was mir an dem Buch gefallen hat, ist vor allem die Entwicklung der Charaktere. Wie gesagt, am Anfang war mir eigentlich Niemand in diesem Buch auch nur annähernd sympathisch. Doch im Laufe der Geschichte lernte man sie besser kennen und auch wenn ich manche bis zum Ende hin nicht leiden konnte, so konnte ich sie doch ein bisschen besser verstehen. Dann habe ich mir überlegt, wie es wäre, wenn ich zu den acht Teilnehmern gehören würde und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dann auch mit Menschen zusammenleben müsste, die ich vielleicht gar nicht wirklich mag. Vielleicht wäre das aber gar nicht so schlimm, wenn man trotzdem Verständnis für diese Menschen aufbringen würde. Ich finde, dass hat T.C. Boyle in diesem Roman sehr gut rübergebracht. Er hat es geschafft, dass ich für Charaktere, die ich nicht mag, Verständnis empfinde. Vielleicht sollten wir das auch im echten Leben öfter mal tun.Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist die Länge. Meiner Meinung nach hätten 100 Seiten weniger dem Buch sehr gut getan, da ich manche Dinge als überflüssig empfunden habe. Trotzdem findet man hier ein spannend geschildertes Experiment, in dem sich das wahre Gesicht der Menschen offenbart.

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  • Tiefe Einblicke in die Menschheit

    Die Terranauten

    Dagi_KnoHa

    01. October 2017 um 18:54

    "Die Terranauten" von T.C. Boyle ist ein Buch, das ich wohl nie zur Hand genommen hätte, wenn es nicht im Lovelybooks Literaturclub auf dem Regal stehen würde. Unter anderen Umständen hätte ich diesem Werk wohl nicht einmal einen zweiten Blick gewürdigt. Jetzt bin ich allerdings sehr froh, dass ich es mir ausgesucht habe. Der Roman hat mich auf eine ganz besondere Art fasziniert und gefesselt, wobei ich immer noch nicht zu 100 % weiß, was den speziellen Reiz ausgemacht hat. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Von Linda erhält man die Sicht von außen. Von Ramsay erhält man einen Einblick in ein zwiespältiges Denken und von Dawn erfahren wir die Krux des Ganzen. Gleich zu Beginn hat sich jener Charakter herauskristallisiert, den ich unsympathisch finde, mit deren Entscheidungen und Handlungsweisen ich nicht einverstanden bin. Auf der anderen Seite geht es für mich genau darum: Die Beweggründe der Charaktere nachvollziehen zu können. Was Dawn und Ramsay betrifft, so spielen sich im Laufe der Geschichte, die sanft und unaufgeregt dahinplätschert, immer wieder dramatische Szenen ab, bei denen jemand so richtig falsche oder zumindest extrem verhängnisvolle Entscheidungen trifft. Bei Linda ist die Sache eher eindimensional, egoistisch und für meinen Geschmack zu vorhersehbar. Ohne große Spannung aufbauen zu müssen, vermag die Geschichte an sich zu faszinieren. Für mich war ständig die Frage präsent: Wie geht es weiter? Gleichzeitig war vorhersehbar, was passieren wird, aber dennoch konnte ich das Buch besonders in der zweiten Hälfte kaum aus der Hand legen.Durch die – manchmal vielleicht sogar etwas zu – detaillierte Schilderung der Ereignisse, oftmals aus drei Blickwinkeln, erhält man ein Gespür für die Charaktere und wird mit den Protagonisten traurig, wütend, verletzlich, verzweifelt und verwirrt. Die Tatsache, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert, hat bestimmt zum Reiz daran beigetragen. Die Thematik, eine Mischung aus Naturwissenschaft, Science-Fiction in der Realität und sektenartiger Aufgabe der eigenen Bedürfnisse zum Wohle eines höheren Ziels, hat mich in ihren Bann gezogen.Das Buch empfehle ich Menschen, die gerne ohne großes Brimborium eine interessante Story erleben wollen und sich nicht davor scheuen sich selbst die Frage zu stellen: "Wie hätte ich in der Situation reagiert".

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  • Rezension zu Die Terranauten

    Die Terranauten

    KruemelGizmo

    24. September 2017 um 16:22

    In den neunziger Jahren wird in den USA versucht in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang werden acht Bewohner, vier Frauen, vier Männer, in die Glaskuppel „Ecosphere 2“ eingeschlossen. Keiner darf die Kuppel in der Zeit verlassen egal was passiert. Touristen und Fernsehteams können die Bewohner beobachten wie bei einer Reality-Show. In der Kuppel verlieben sich Ramsay und Dawn ineinander und es kommt was nicht passieren darf, Dawn wird schwanger. Kann Dawn das Kind in der Kuppel zur Welt bringen? Die Terranauten stammen aus der Feder des Autors T. C. Boyle Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, von Dawn und Ramsey die innerhalb der Kuppel leben und Linda, die außerhalb lebt. Keiner der drei ist ein Sympathieträger, was ja eigentlich nicht stört, allerdings zeigen alle drei Charakterzüge von Egoismus, Neid und Narzissmus in unterschiedlicher Ausprägung und bei Linda mischt sich auch noch eine große Portion Selbstmitleid mit Neid zusammen, was mich beim Lesen leider immer mehr nervte. Eigentlich hätte die Geschichte genügend Konfliktpotential gehabt um mich wirklich fesseln zu können, denn die Terranauten geraten immer wieder in Schwierigkeiten, die sie an die Grenzen bringen wie Sauerstoffmangel oder Hunger, leider wird dies für mich nicht ausreichend thematisiert sondern läuft nur so nebenbei mit, denn das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf ihre Beziehungen und Sex, wer mit wem und wann. Dadurch hatte ich manchen Abschnitten das Gefühl ich wäre in eine schlechte Reality-Show in Buchform gelandet, was ich wirklich ein wenig schade fand. Auch hat dieses Buch einige Längen für mich, durch ständige Wiederholungen der Erklärungen des Tagesablaufes, war wer macht und auch dadurch das die drei Protagonisten ein und das selbe Ereignis oder Handlung aus ihrer Sicht nochmal erzählen, was mal interessant sein kann, brachte für mich die Geschichte aber auf Dauer nicht weiter. Vom Schreibstil her ließ sich das Buch für mich gut lesen und so kam ich trotz der gefühlten Längen gut durch die Geschichte.  Mein Fazit: Eine Geschichte mit Längen und Charakteren, die mich nicht überzeugen konnten, aber mit einer Thematik die mich eigentlich schon interessierte.

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    • 10
  • Interessantes Setting und spannende Beziehungsdynamiken

    Die Terranauten

    -Leselust-

    24. September 2017 um 13:21

    Kurzmeinung:Interessantes Setting, spannende Wendungen und komplexe Beziehungsdynamiken. Sympathisch war mir zwar keiner der Charaktere, aber das hat den Lesegenuss in keiner Weise geschmälert.Meine Meinung:Das Setting des Romans ist wie gesagt wirklich interessant. Mitten in der nordamerikanischen Wüste haben Wissenschaftler eine große Glaskuppel errichtet, unter der sie das Leben auf der Erde nachstellen. In einem geschlossenen System wollen sie biologische Systeme erforschen und verstehen, wie man nachhaltiger leben kann, eventuell auch das Leben auf der Erde auf anderen Planeten nachstellen kann. Diese Glaskuppel heißt "Ecosphere 2" und soll nun für zwei Jahre von 4 Forscheren und 4 Forscherinnen bewohnt werden – den sogenannten Terranauten. Die Geschichte der Terranauten wird uns nun aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Da wäre zum einen die schöne Dawn. Sie ist für die Nutztiere unter der Kuppel verantwortlich. Der charmante Ramsay ist ebenfalls im Terranauten- Team und für Kommunikation zuständig. Außerdem bekommen wir das Geschehen noch aus Lindas Sicht geschildert. Sie hat sich auch auf einen Platz als Terranautin beworben, ihr Platz wurde aber durch ihre beste Freundin Dawn besetzt. Das ganze Projekt wird finanziert von "Gottvater", einem superreichen Visionär. Unterstützt wird er von seiner jungen Geliebten Judy, von allen "Judas" genannt. Wir begleiten die Protagonisten durch verschiedene Phasen des Projekts. Alles beginnt mit der Auswahl der Terranauten, die für die Mission geeignet sind und unter die Glaskuppel dürfen und endet einige Zeit nach dem "Wiedereintritt", also dem Ende der Mission.Während des Einschlusses kommt es natürlich zu einigen heiklen Situationen. So wird zum Beispiel der Sauerstoff knapp und auch die Nahrungsmittel sind nie ausreichend. Am interessantesten fand ich aber, wie sich die Beziehungen entwickeln. Was macht es mit Menschen, wenn sie Tag und Nacht in einer kleinen Gruppe zusammen eingeschlossen sind. Wenn sie zusätzlich große Strapazen ertragen müssen und ständig überwacht werden? Das mediale Interesse an dem Projekt ist nämlich sehr groß und auch "Mission Control", also Gottvater und sein Team, haben die Terranauten immer im Blick. Boyle schildert uns die Ereignisse wenig schmeichelhaft, aber mit viel Witz und Sarkasmus. Es wird nichts beschönigt oder verklärt. Boyle zeigt die Menschen, wie sie sind, mit ihren niederen Motiven, ihrem Neid, Egoismus, ihrer Naivität und Missgunst. Dennoch ist das Buch nie bedrückend, denn alles wird mit einem Augenzwinkern erzählt. Dieser Stil hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen. Außerdem werden die Themen Nachhaltigkeit und Verantwortung für unseren Planeten thematisiert. Boyle bringt immer wieder sehr interessante Fakten in die Geschichte, über Biotope und Klima, über den Einfluss des Menschen, die Verschwendung und Verschmutzung. Über das labile Gleichgewicht und wie wir es gefährden. Besonders spannend fand ich, dass dieser Roman auf einer wahren Begebenheit beruht. Es hat tatsächlich so ein Projekt gegeben. Kleiner Kritikpunkt: Nicht so gut fand ich, das der Klappentext schon so viel verrät.Fazit:Ein Buch, das durch sein außergewöhnliches Setting etwas Besonderes ist. Es spricht viele wichtige Themen an und unterhält mit wissenschaftlichen Fakten und zwischenmenschlichen Dramen. Besonders gut gefallen hat mir der ehrliche und schonungslose Blick auf die Menschen und ihre Gedanken und Gefühle. Für mich eine gelungene Kombination aus Wissenswertem und Unterhaltung. 

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  • Ich habe mehr erwartet

    Die Terranauten

    mangomops

    18. September 2017 um 12:36

    Das Cover hat mich total angesprochen, leider ist es aber besser als die Geschichte selber. Diese war sehr langgezogen und teilweise auch langweilig. Dawn und Ramsay waren mir jetzt nicht so unsympathisch. Ich verstehe die Entscheidungen die sie am Schluss getroffen haben. Ramsays sogar noch mehr. Da hätte ich wahrscheinlich auch so entschieden und gehandelt auch wenn es nicht ganz fair ist. Linda fand ich wirklich sehr unsympathisch und nervig. Das Ende ist auch irgendwie sinnlos. Wieso erzählen sie ihre Geschichte, wenn sie doch kein ende hat. Das hätte vielleicht anders erzählt werden könnte. Und ob Dawn heut noch in E2 lebt!? ^^ 

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  • Die Terranauten

    Die Terranauten

    sar89

    17. September 2017 um 21:40

    Ich habe mich extrem gelangweilt. Die Ausgangslage wäre ja eigentlich vielversprechend. Ein Team von 8 Leuten (4 Männer, 4 Frauen) werden unter subjektiven Kriterien dazu erwählt 2 Jahre in einer Ersatzwelt zu leben. Niemand geht raus und niemand und nichts hinein. Konflikte, Missgunst, Gier, menschliche Bedürfnisse, Hunger etc. melden sich quasi augenblicklich. Die Geschichte werden aus der Perspektive von Dawn (E), Linda und Vaj erzählt. Alle 3 unsympathisch wirkende Charaktere, die mich nicht packen. Dawn ist eine Egoistin, die sich gerne selbst in den Mittelpunkt stellt und den Ruhm geniesst. Daneben gefährdet sie mit ihrer Schwangerschaft die ganze Mission. Vaj, ihr Ehemann (gezwungenermassen) hat kein Rückgrat und wählt meistens den einfachsten Weg. Linda, die allzeit Übergangene (Sie ist nicht unter den 8 Ausgewählten) schwankt zwischen Missgunst und Kadavergehorsam und lässt sich schlussendlich mit Geld ruhig stellen. Der Tagesablauf ist monoton, die Konflikte und sexuellen Affairen sind vorprogrammiert und können vorweggenommen werden. Die Terranauten ist auch eine Weitererzählung von 1984 einfach unter anderen Voraussetzungen. Der Roman ist um die Hälfte zu lang. Wer einen Öko-Thriller erwartet wird enttäuscht werden aber auch wer gerne psychologisch in die Tiefe geht, wird von den Charakteren im Buch enttäuscht sein.

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  • Die Terranauten

    Die Terranauten

    Aleida

    17. September 2017 um 20:20

    Die Terranauten von T.C. Boyle Inhalt:Acht Menschen sollen 2 Jahre in einem nachgebildeten Ökosystem leben, der Ecosphere 2. Die Wissenschaftler wurden eigens dafür ausgebildet und ausgewählt. Die Geschichte basiert auf einem wahren Experiment aus den 90er Jahren. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von drei Personen - Ramsay und Dawn in der Ecosphere 2 und Linda, die für das Projekt arbeitet und die Außensicht schildert. Meinung:Die Idee dieser Geschichte fand ich sehr interessant, besonders da es dieses Experiment wirklich gab. Die Schilderungen über das Leben unter der Kuppel haben mich sehr gefesselt. Das Buch ist fast wie ein Bericht der drei Hauptpersonen aufgebaut. So erfährt man die Ereignisse auch teilweise aus verschiedenen Perspektiven. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gruppendynamik. Zunächst sehen sich alle als großes Team, das zusammenhält und die Herausforderungen des Lebens in der Ecosphere perfekt meistern will. Schnell merkt man, dass doch nicht alles eitel Sonnenschein ist. Neid, Missgunst, Eifersucht, schlechte Stimmung und Konflikte unter den Terranauten entwickeln sich nach relativ kurzer Zeit. Besonders sympathisch wirkt dabei auf mich keiner der Protagonisten. Jeder scheint nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Natürlich haben auch die Lebensbedingungen Einfluss auf das Verhalten. Der Autor vermittelt einen sehr guten Eindruck vom Leben in der Ecosphere. Die Schwierigkeiten bei der Nahrungsmittelproduktion, Pflege der Tiere, Instandhaltung der Anlage wirken sich natürlich auf die Stimmung unter den Terranauten aus. Dies fand ich sehr gut nachvollziehbar und spannend erzählt. Immer wieder klingt auch das Thema Umweltzerstörung an, und die Frage, ob wir irgendwann gezwungen werden, auf einem anderen Planten zu leben. T.C. Boyle schafft es damit sehr aktuelle Probleme anzusprechen und mich damit immer wieder zum Nachdenken anzuregen! Obwohl der Text wie ein Bericht der drei Personen aufgebaut ist, war das Buch für mich sehr fesselnd und bildhaft geschrieben. Man wollte immer dabei bleiben, um zu erfahren, wie sich das Leben der Terranauten weiter entwickelt. Unwillkürlich kommt auch die Frage auf, wie man sich selbst wohl in so einer Situation verhalten würde. Für mich ist die Mischung aus Charakterstudie und Schilderung des wissenschaftlichen Experiments sehr gut gelungen. Einzig den Schluss fand ich nicht sehr überzeugend. Er ist sehr offen gestaltet, wobei mir ein eindeutiger Abschluss besser gefallen hätte. Manchmal hätte ich mir auch gewünscht, auch noch einen Einblick in die Sicht der anderen Terranauten zu bekommen.Fazit: T.C. Boyle hat ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und für den Leser spannend verpackt.

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  • Gut gemeint - Nicht gut gemacht

    Die Terranauten

    Abundantia

    13. September 2017 um 19:33

    Vier Männer und vier Frauen gehören zu den glücklichen Teilnehmern einer wissenschaftlichen Mission. Für den Zeitraum von zwei Jahren sind sie in einem geschlossenen Ökosystem eingesperrt und bilden dort das Leben auf der Erde nach.Dawn und Ramsay, die sich in E2 befinden, schildern ihre Sicht der Dinge, während Linda, die es leider nicht in die Glaskuppel geschafft hat, ebenso dem Leser ihre Eindrücke vermittelt.Dawn ist schön, schlau und selbstbewusst. Ramsay ein notgeiler Bock und Linda die Missgunst in Person. Die Terranauten werden von Schaulustigen ebenso beobachtet, wie von der Presse und nichts entgeht den Gründern der Mission.Boyle begründet sich auf ein Projekt, das in dieser Form einst stattgefunden hat. Der Schreibstil war mir zu detailliert und ich finde, dass das Buch um die Hälfte hätte kürzer sein können. Linda und Ramsay sind mir extrem auf die Nerven gegangen. Die menschliche Psyche unter Extrembedingungen, Neid, Missgunst, Gier - das alles mag authentisch aufgegriffen worden sein. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch weder spannend oder mitreißend und war heilfroh, als ich es endlich beendet hatte.

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    • 3
  • Rettung verdient?

    Die Terranauten

    SophiaLaGrande

    03. September 2017 um 14:55

    Acht Menschen. Vier Männer und vier Frauen. Ausgebildet um Geschichte zu schreiben. Für die Wissenschaft. Für die Menschheit. Ein Experiment: Ein abgeschlossenes Ökosystem im Ökosystem unserer Welt. Die Vielfalt der Welt eingeschlossen in einer Kuppel inklusive diesen acht Menschen. Zwei Jahre. Nichts rein und nichts raus. Wird das Experiment ein Erfolg oder einer der grössten wissenschaftlichen Misserfolge?T. C. Boyle hat sich durch wahre Begebenheiten zu dieser Geschichte inspirieren lassen und die Geschichte wird aus der Sicht von drei Personen erzählt. Eine grosse Frage filtert sich aus der Geschichte heraus: Ist es der Mensch überhaupt Wert gerettet zu werden? Unser Ökosystem leidet und verändert sich drastisch und der Mensch ist mitschuldig. Lohnt es sich überhaupt eine Lösung zu finden, wenn wir es überhaupt nicht schaffen, die bereits vorhandene Welt zu hegen und pflegen? Die Figuren und ihre Gedanken in Boyles Geschichte werden nicht schöngeredet. So sind wir und werden es immer sein. Manchmal von der Welt verlassen, klein und einsam und manchmal so grössenwahnsinnig, egoistisch und verblendet, dass es Kopfschmerzen bereitet. Ich musste meine Meinung über die Figuren immer wieder ändern. Es ist ein unglaubliches Auf und Ab von Emotionen und T.C. Boyle hält dem Leser manchmal auf brutalste Art einen Spiegel vor die Nase, als würde er fragen: "Sind wir nicht alle so?". Und irgendwo hinter der Entwicklung der Figuren, den Konflikten, die sich in der Kuppel unter den acht Terranauten bilden und der eigenen Auseinandersetzung, wie man selber dazu steht, stellt sich die Frage: Ist es der Mensch wert? Haben wir ein Recht darauf gerettet zu werden, wenn die Mauern der Welt eines Tages zusammenbrechen?

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  • Die Psyche der Anderen

    Die Terranauten

    andrea_strickliesel

    30. August 2017 um 17:18

    1992 steht in Arizona, ganz in der Nähe von Tucson, eine Biosphäre. Eine Art Forschungsstation, die beweisen soll, dass es möglich ist, dass eine handvoll Menschen ohne Zufuhr von Lebensmitteln, Sauerstoff und sonstigen Dingen, überleben können. Die Menschen, die sich dort für zwei Jahre einschließen lassen, werden unter bestimmten Voraussetzungen ausgewählt. Und nur 8 werden die “Gewinner” sein. Unter welchen besonderen Gesichtspunkten die Terranauten ausgewählt werden ist nicht unbedingt ersichtlich. Sie müssen sich allerdings mit dem Erhalt dieser künstlichen Welt befassen können. Denn es wird nur den Strom von außen geben. Erzählt wird diese Geschichte von drei Personen. Dawn, einer hübschen Frau, die sich selbstbewusst darstellt. Ramsay, einem Kerl, der keinem Rock widerstehen kann und schon bei der kleinsten Anmache nur an Sex denken muss. Und Linda, die sich für nichts zu schade ist. Sie erzählen ihre Sicht auf die Ecosphäre. Dabei wird auch recht schnell klar, wie der Mensch aufgebaut ist, voller Neid, Missgunst, Egoismus, Liebe und Selbstaufgabe. T. C. Boyle hat hier ein interessantes Buch geschrieben, das Einblicke in die menschliche Psyche gestattet. Wie leicht Mensch sich manipulieren lässt und zu was er imstande ist. Unter welchen Bedingungen lässt die Nächstenliebe nach und wird zu purem Egoismus und Gehässigkeit. Ein wenig hat mich der Roman an “Big Brother” erinnert. Der Blick in die Welt hinter dem Glas und mit Kameras überwacht. Nichts entgeht den Menschen außerhalb des Glashaus und alles wird von der Presse ausgeschlachtet und vermarktet. Die Ecosphäre gab und gibt es tatsächlich. Sie steht in der Nähe von Tukson. Sie wurde tatsächlich zu Forschungszwecken dort gebaut und bewohnt. Ich habe nach der Lektüre von T. C. Boyle ein wenig im Internet gestöbert. Der Autor hat seine Geschichten um dieses Glashaus gesponnen. 

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  • Die Erzählungen über ein Ökoprojekt

    Die Terranauten

    AnjaSc

    12. August 2017 um 12:22

    Inhalt: Das Motto der acht Terranauten lautet: "Nichts rein - nicht raus"!Sie tun wirklich so, als ob es für sie kein Entkommen gibt und nehmen sich und die Mission mehr als ernst und wichtig. Hey, sie sind auf der Erde, in einer Glaskuppel, in der Wüste von Arizona und werden ständig überwacht und haben Kontakt zur Außenwelt.Die Illusion der heilen Welt und Möglichkeit der Umsiedlung auf den Mars sind eigentlich hier schon mehr als utopisch, denn die Sphäre ist nicht autark sondern abhängig vom Stromnetz.Das Buch ist eine Aneinanderreihung von Erzählungen aus verschiedenen Perspektiven. Die Sichtweise wechselt zwischen den drei Hauptprotagonisten: Ramsey Roothorp, Dawn Chapman (beide in der Ecosphere) und Linda Ryu, die draußen eine Arbeitsdrohne von Mission Control, Spitzel und angeblich beste Freundin von Dawn ist. Während wir erfahren, wie hart das Leben innerhalb der Kuppel ist, erleben wir auf der anderen Seite, wie die Werbemaschinerie anläuft und Geld mit den Terranauten und dem ganzen Projekt geschäffelt wird. Da fragt man sich schon, was der eigentliche Zweck ist: Pure Geldmaschine oder ein Ököprojekt, dass dem Überleben der Menschheit dienen soll... Fazit: Auch wenn von Schwierigkeiten, ernsthaften Problemen und Reibereien untereinander berichtet wird, fühle ich mich völlig unberührt von allem. Ich habe den Eindruck, dass alles nur oberflächlich angekratzt wird ohne die nötige Tiefe und ohne emotionale Töne. Der Humor, der dem Buch innewohnen soll, den habe ich leider auch nicht gefunden... 608 Seiten reine Erzählung über persönliche Missstimmungen, Eitelkeiten, Neid, Verfehlungen, Egozentrik,  die absolute Wichtigkeit der Mission und unfassbar unglaubwürdigen Handlungen. Hinzukommt der voyaristische Charakter durch die ständigen Besucher an den Glasscheiben, den Kameras innerhalb von E2 und der totalen Überwachung durch Mission Control. An einigen Stellen habe ich mich stark an Big Brother erinnert gefühlt.Parallel habe ich über das echte Projekt "Biospähre" in den 90ern recherchiert und gelesen was dort damals abgelaufen ist. Man findet im Buch Anspielungen auf die Realität, die allerdings nicht diesen heldenhaften acht Terranauten passieren, sondern im Buch alle der ersten Besetzung passiert sind, daher wohl auch der übersteigerte Ehrgeiz niemals die Schleuse zu öffnen und der Welt zu beweisen, wie echte Helden aussehen.Mein persönliches größtes Manko, sind die Phrasen: "Sie wissen ja, wie es ausgegangen ist." oder "Sie erinnern sich doch an..."  Nein, ich konnte mich nicht erinnern wie es ausgegangen ist, denn es sind alles Verweise auf zukünftige Geschehen und damit werden viele Ereignisse nur angedeutet, aber nie wirklich erzählt.Trotzdem lese ich weiter, ich will mehr erfahren, ich will wissen wie es weitergeht, ich will wissen ob der wissenschaftliche Aspekt mehr zum Vorschein kommt, was leider nicht der Fall ist.Das Ende fühlt sich an, als ob die Geschichte einfach abbricht. Es ist kein offenes Ende, bei denen der Autor Spielraum lässt für eigene Gedanken, es macht auf mich mehr den Eindruck: Jetzt ist Mission 2 zu Ende und ich höre auf zu schreiben.Ich habe das Buch zugeschlagen und kann nicht wirklich sagen wie ich mich fühle in Bezug auf die Geschichte, die ich gerade gelesen habe. Streckenweise habe ich mich gut unterhalten gefühlt aber in Verbindung mit dem Ende lässt mich das Buch dann doch eher unbefriedigt zurück.

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  • Eine gläserne Gesellschaft

    Die Terranauten

    MotteEnna

    29. July 2017 um 09:43

    Mitten in der Sonora-Wüste, mitten im Herzen Arizonas, haben Wissenschaftler eine zweite Welt aus Stahl und Glas errichtet.  Auf anderthalb Hektar sind sind verschiedene Klimabereiche und ein künstlicher Ozean angelegt worden, die nur durch die Pflege von den Terranauten, vier Männer und vier Frauen, die für jeweils zwei Jahre in diese Welt einziehen, für 100 Jahre ohne Einfluss von Außen bestehen soll. Ziel ist es herauszufinden, wie die Menschheit sich neuen Lebensraum auf anderen Planeten  erschaffen und dort überleben können. In "Die Terranauten" berichten drei Wissenschaftler, die ihr Leben diesem Experiment verschrieben haben, wie sie die Zeit innerhalb und außerhalb Glaswelt erleben und wie ihr Leben auf Dauer beeinflusst wird. Dabei tun sich verschiedene Abgründe des menschlichen Wesens auf und den immer wiederkehrenden Kampf zwischen den eigenen Wünschen und Vorstellungen und den Erwartungen, die an einen gestellt werden. Mein Fazit? Für mich ein echt tolles Buch. Die Geschichte an sich wurden bereits von ein paar anderen Autoren aufgefasst und ist soweit nichts Neues, was eine Leseempfehlung begründet. Ebenso der eher berichtenden Schreibstil spricht nicht unbedingt jeden an und ist eher ein Ausschlusskriterium für Viele. Dennoch würde ich es jedem als Lesetipp geben, der gerne Erzählungen aus Sicht der Protagonisten liest und auch an gesellschaftskritischen Themen interessiert ist. T.C. Boyle schafft es meisterlich die drei total verschiedenen Charaktere durch einen veränderten Schreibstil eine eigene Stimme zu geben. Er lässt zudem keinen von Vornherein als gut oder böse erscheinen. Wie im echten Leben werden die Entscheidungen von Dawn, Ramsay und Linda durch ihre jeweiligen Lebensumstände beeinflusst und vielleicht ist man als Leser nicht immer einer Meinung mit ihnen. Das Buch hat mich dazu gebracht mal wieder über meinen persönlichen Tellerrand hinaus zu schauen und zu überlegen, wie meine (ein wenig) egoistischen Entscheidungen andere berühren könnten. Absolut lesenswert!!! Viel Spaß beim Schmökern!  

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