T. C. Boyle Die Terranauten

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Inhaltsangabe zu „Die Terranauten“ von T. C. Boyle

In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.

Laaaang... zwischendurch zu viele Informationen... aber alles in allem - GUT!

— Schlinkepuetz

Ein sehr fesselnd und gut geschriebenes Buch. Hätte mir teilweise nur ein paar mehr wissenschaftliche Fakten zum Biosphere-Projekt erhofft.

— Kompassqualle

Interessantes Experiment!

— Emotionen

Mein erstes Buch von T.C. Boyle, aber sicher nicht mein letztes. Es hat mich gefesselt und sehr viel Stoff zum Nachdenken gegeben...

— typisch-mona

Ein großartiges Buch, das man gelesen haben muss

— DamlaBulut

Interessante Idee - hat es tatsächlich gegeben - gute Umsetzung, stilistisch hervorragend und nachvollziehbar. Leider Abzug für den Schluss!

— Sonnenschein12

Stilistisch toll geschriebener Roman, der auch bei den Protagonisten nichts beschönigt

— Caro_Lesemaus

Ein waschechter T.C. Boyle mitv der erwarteten kritischen Sichtg auf die Dinge. Plot aber nicht überzeugend. Stilistisch toll

— rushhour1982

http://www.nixzulesen.de/index.php/2017/10/19/die-terranauten/

— toertchen

Fing wirklich gut an, hat aber bis zum Ende stark nachgelassen.

— LimitLess

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  • Themen
  • Sehr interessant

    Die Terranauten

    sonham

    Für diese Geschichte hat T.C. Boyle sich vom Experiment „Biosphäre 2“, das in den 90ern in Arizona, USA, stattfand, inspirieren lassen. Während das echte Experiment nach zwei erfolglosen Versuchen als gescheitert galt, bleiben Boyles Figuren die angestrebten zwei Jahre in ihrer Kuppel – wenn auch nicht ohne Probleme. Es gibt viele kritische Stimmen zu diesem Buch, denn eigentlich passiert nichts Weltbewegendes in dieser Geschichte, keine großen Katastrophen, keine besondere Charakterentwicklung. Ja, es gibt einen kleinen Twist, doch letzten Endes meistert das Team auch diese Herausforderung. Dennoch fand ich „Die Terranauten“ großartig. Zunächst einmal zeigt sich, dass dieses Ökosystem eben nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist und die Figuren nicht komplett auf sich allein gestellt sind. Es finden regelmäßige Kommunikationen mit der Außenwelt statt, es gibt Interviews für die Presse und hier und da tauchen Tiere auf, die nicht geplant waren, die aber beim Ausstatten der Kuppel als blinde Passagiere hereingekommen sein müssen. Die Besuche der Außenwelt und die Gespräche dienen den Terranauten als Katalysator. Sie müssen sich nie nur mit der Gruppe auseinander setzen, sie können ihren Frust abbauen, können sogar Pläne mit „außen“ schmieden. Ich finde es sehr schlüssig, dass es in solch einer Situation keine besondere Entwicklung der Protagonisten gibt. Sie gingen als hervorragend ausgebildetes Team in dieses Experiment, jeder mit eigenen Motiven und Vorstellungen und im Prinzip verhalten sie sich relativ vorhersehbar. Sie gehen professionell mit ihrer Lage um, wissen, was zu tun ist – und bleiben dennoch Individuen mit Schwächen und Bedürfnissen. Wenn dieses Buch eins zeigt, dann dass Menschen immer Menschen sein werden, unabhängig davon wo sie leben. Es gibt diverse Dinge, die sich nicht verändern werden, auch nicht in einem vorbereiteten, begrenzten Lebensraum. Schade fand ich lediglich, dass am Ende nicht erklärt wird, warum eine der Protagonistinnen handelt, wie sie handelt. Ich konnte ihre Entscheidung nicht wirklich nachvollziehen und hätte gern mehr darüber erfahren. Ich finde „Die Terranauten“ sehr interessant und lesenswert.

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    • 5
  • Experimente laufen eben nie ganz wie geplant

    Die Terranauten

    dominona

    13. January 2018 um 12:15

    Wer lässt sich schon freiwillig für zwei Jahre in ein künstlich erschaffenes Ökösystem einsperren, um das Leben zu proben, wenn wir den Planeten Erde zugrunde gerichtet haben? Ja, es gibt sogar mehr als genug Forscher und Forscherinnen, sodass sie jahrelang darauf warten und da Menschen eben auch nur Menschen sind, entsteht Konkurrenzdruck und noch so manch anderes unter der Kuppel und draußen.Ich habe durchgehalten, wäre aber fast eingeknickt, weil sich der erste Teil für mich zu lange hingezogen hat. Als es dann zu Schwierigkeiten kommt, wird es interessanter und insgesamt kann man das Buch gut lesen, aber es ist für mich kein Highlight.

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  • Schwanger unter einer Glaskuppel!

    Die Terranauten

    Emotionen

    31. December 2017 um 18:44

    "Die Terranauten" war für mich das erste Buch von T. C. Boyle und gleichzeitig auch das erste Buch vom Literatursalon das ich angefangen (wenn auch nicht das erste, das ich beendet!) habe.InhaltIn einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen?CharaktereDie Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen, vor allem am Anfang merkt man, dass alle zerzweifelt versuchen, einen Platz im endgültigen Team zu erhalten und daran können schon einmal Freundschaften zerbrechen. Von den Eigenschaften der Charakteren ist alles bunt gemischt, da ist die besonders Hübsche, die besonders Schlaue, der mit der Macho Attitude usw. Interessant wird es natürlich vor allem, als Dawn schwanger ist und Ramsay plötzlich als Vater darstellt. Das Leben unter ein Kuppel - unter extremsten Bedingungen stellt alle Teilnehmer vor eine gewaltige Herausforderung. Die Entwicklungen bei allen Charakteren zu beobachten fand ich sehr spannend.SchreibstilT. C. Boyle hat mir sogleich einen guten ersten Eindruck vom Literatursalon vermittelt. Der Schreibstil ist auf jeden Fall gehobener, als ich es gewohnt bin, aber die Abwechslung fand ich ganz schön. Im Moment würde ich vielleicht nicht andauernd Bücher in diesem Schreibstil lesen, aber als Auflockerung hin und da (oder eher als kleine Seriosität zwischen meinen Jugendbüchern) fand ich das Buch bestens geeignet. Wer gerne mal etwas anspruchsvoller liest, der ist hier sicher gut beraten!FazitEine spannende Idee mit solider Umsetzung, tollen und abwechslungsreichen Charakteren und einem Schreibstil, der mich am Anfang etwas Mühe gekostet, mir dann aber doch gefallen hat. Wer auf der Suche nach etwas anspruchsvollerer Lektüre als sonst ist und dabei auch Experimente, Wissenschaft und Technik mag, für den ist dieses Buch sicher kein Fehlgriff =) 

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  • Die Terranauten - T.C. Boyle

    Die Terranauten

    typisch-mona

    27. December 2017 um 15:27

    In der Wüste Arizonas gab es Anfang der 90er das Projekt "Biosphäre 2", bei dem Wissenschaftler in einem geschlossenen Ökosystem spezielle Biotope, für ein eventuelles Überleben auf dem Mars, untersuchten. Dieses Projekt ist aus diversen Gründen gescheitert, ein Grund war die Dynamik der zwischenmenschlichen Beziehungen, genauer nachlesen könnt ihr das hier:  http://www.spiegel.de/einestages/projekt-biosphaere-2-a-947336.html T.C. Boyle greift dieses Projekt und dessen Scheitern auf und steckt vier Frauen und vier Männer, ala "Big Brother", in eine riesige Glaskuppel "Ecosphäre 2". Das Problem, sie können diese "Welt" für zwei Jahre nicht verlassen und so kommt es irgendwann, wie es kommen muss, zu technischen aber auch zu menschlichen Krisensituationen und Konflikten, die das Leben der acht "Insassen" gefährden.Dabei ist weniger die Handlung an sich das tolle am Buch als vielmehr die Charakterisierungen, sowie die Entwicklungen der einzelnen Protagonisten. Wir erleben drei Erzählstränge, Ramsey und Dawn (Liebespaar in der Ecosphäre 2) und Linda (die Außenseiterin, außerhalb der Kuppel). Dies macht dem Leser die Figuren als auch die Handlung sehr plastisch und das Verhalten sowie die Motive einzelner Personen innerhalb und außerhalb der Kuppel lassen sich gut nachvollziehen. Das Ende kam für mich dann etwas abrupt und lies mich mit einigen offenen Fragen zurück. Fazit: "Die Terranauten" ist eine unterhaltsame und spannende psychologische Studie unter Glas mit starken, psychologisch ausgereiften Charakterzeichnungen der achtköpfigen Mannschaft. 

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  • Leserunde zu "Die Terranauten" von T. C. Boyle

    Die Terranauten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium – Willkommen in der Ecosphere 2! Was passiert, wenn man eine Gruppe Menschen jahrelang in einem abgeschlossenen Ökosystem leben lässt? T.C. Boyle hat mit "Die Terranauten" ein prophetisches und irre komisches Buch geschrieben, das – basierend auf einer wahren Geschichte – die großen Fragen der Menschheit berührt. Ihr lest gerne besondere Bücher und belletristische Hochkaräter? Dann seid ihr bei unserer Leserunde zu T. C. Boyles neuem Roman genau richtig! Und wir sind ganz besonders stolz, euch mit "Die Terranauten" den ersten Titel des LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen & spannende Spezialaufgaben erwarten! Zum Inhalt In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Mega-Terrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Als eine Teilnehmerin schwanger wird, steht das ganze Experiment vor dem Aus ... Wer darf am Experiment teilnehmen und in die Ecosphere 2 einziehen? Lest hier den spannenden Romananfang von "Die Terranauten"! Über den Autor T. C. Boyle wurde am 2. Dezember 1948 in Peekskill, New York, geboren. Er studierte an der New Yorker State University Englisch und Geschichte und entdeckte dort seine Leidenschaft für das kreative Schreiben. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Lehrer an einer High School, verfasste erste eigene Erzählungen und erwarb schließlich den Doktortitel in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts.  Seit den späten 70er Jahren lehrte Boyle neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der University of Southern California. Seine gründlich recherchierten Erzählungen und Romane basieren oftmals auf realen Ereignissen und Persönlichkeiten. Heute lebt der Autor gemeinsam mit Frau und Kindern in Montecito, Kalifornien. Gemeinsam mit dem Hanser Verlag vergeben wir 3 0 Leseexemplare von T. C. Boyles "Die Terranauten". Was ihr tun müsst, um eines davon zu ergattern? Bewerbt euch einfach bis einschließlich zum 12.02.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet uns folgende Frage: Ein strenges Auswahlverfahren entscheidet, wer in die Ecosphere 2 einziehen darf. Mit welcher Charaktereigenschaft oder Fähigkeit überzeugt ihr die Jury von euch? Wir wünschen euch viel Erfolg!   Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde euer erstes Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Dann tretet ein! Alle weiteren Infos dazu findet ihr gleich hier! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden! 

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    • 1452
  • Wissenschaftler unter der Kuppel

    Die Terranauten

    DamlaBulut

    22. December 2017 um 02:19

    InhaltIn einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.MeinungDie Idee hinter diesem Buch finde ich fantastisch. Mich fasziniert vor allem die Tatasache, dass dieses Experiment tatsächlich stattgefunden hat.Dieses Buch kann man sich wie ein Tagebuch Eintrag oder wie ein Bericht von drei Personen vorstellen, die von ihre Erfahrungen über die Kuppel und über das Leben unter dieser Kuppel berichten.Man hat die Möglichkeit, die Erfahrungen und die Berichte aus drei verschiedenen Perspektiven zu lesen.Im Laufe des Buches wird der Leser Zeuge, wie sich langsam die Probleme unter der Kuppel ansammeln.Zu Beginn ist mein ein Team doch mit der Zeit entwickelt jeder Einzelne seine eigene Strategie.Man kann mitverfolgen, wie sich die Psyche der Personen verändert und somit natürlich auch das denken und die jeweiligen Strategien.Ich muss zugeben, dass mir die Protagonisten nicht besonders sympathisch waren. Dennoch konnte ich mich gut in ihre Gefühlswelt und in ihre Lage hineinversetzen.Der Autor hat es großartig gemeistert, die Probleme in solch einer Situation, ganz genau und real zu schildern.So hat man das Gefühl, ein Teil dieser Geschichte zu sein.Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Autor ziemlich aktuelle Themen aufgreift und  uns intensiv zum denken anregt.Leider hat mir der Schluss nicht gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, da muss noch etwas kommen.Ein richtiger Abschluss...FazitAlles in einem jedoch ist dieses Buch ein großartiges Werk, das man auf jeden Fall gelesen haben muss.

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  • "Nichts rein, nichts raus"

    Die Terranauten

    Sonnenschein12

    18. December 2017 um 22:49

    "Nichts rein, nichts raus" - dies ist das Mantra der acht Menschen (vier Männer , vier Frauen), die sich im März 1994 für zwei Jahre in "Ecosphere 2" (kurz "E 2") einschließen lassen. Sie sind  Wissenschaftler und wollen damit u.a. beweisen, dass Menschen durchaus in einem abgeschlossenen Atmosphäre überleben können. (z.B. bei evtl. späteren Marsmissionen)Die Geschichte wird von drei Protagonisten abwechselnd in Form einer nachträglichen Tagebuchzusammenfassung beschrieben: Dawn und Ramsay werden "Terranauten" - werden in "E 2" leben - und Linda außerhalb, da bei der Auswahl "ihre beste Freundin" Dawn ausgewählt wurde.Der Einschluss gibt dem Leser tiefe Einblicke in menschliches Miteinander und macht Beziehungsdynamiken sehr, sehr deutlich. Eitelkeiten, Konkurrenz, Neid, Missgunst werden schnell spürbar, es "menschelt" an allen Ecken. Gleichzeitig werden viele heutige Umweltprobleme und ihr Zusammenspiel beschrieben und thematisiert, z.B. die Auswirkungen des Klimas auf Biotope. Aber besonders die große Verschwendung von natürlichen Ressourcen ist mir beim Lesen sehr bewusst geworden.Fazit: Ich fand es sehr schade, dass bereits im Klappentext  ein "Problem" veröffentlicht wird: Dawn wird von Ramsay schwanger,  - klar, damit entstehen in dieser fragilen, abgeschlossenen Welt große menschliche und naturtechnische Probleme.Ich fand die Idee dieses Buches sehr spannend und habe beim "googeln" festgestellt, dass es dieses Experiment tatsächlich in Arizona gegeben hat (Boyle bezieht sich manchmal auch auf dieses Experiment "E 1"), er verbindet es sehr gut mit seiner Fiktion von "E 2". Seine Schreibstil ist leicht, locker und spannend.Dawn, Ramsay und Linda konnte ich über einen langen Zeitraum folgen, zumindest ihre Gefühlen nachvollziehen... Mit dem Schluss hatte ich so meine Schwierigkeiten: sicher, Boyle hätte sein Buch nicht nach Märchenart ... "und sie lebten glücklich und zufrieden" enden lassen können, aber so blieb bei mir eine gewisse Unzufriedenheit zurück... Aber vielleicht sollte ich es anders sehen: so kann ich mir in MEINER Phantasie vorstellen, wie es weiterging...

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  • Die Terranauten

    Die Terranauten

    Susibelle

    14. December 2017 um 11:26

    Ich habe mich ehrlich gesagt durch dieses Buch gequält. Ich habe es mir in der wunderbaren Ausgabe des Büchergilde Verlages gekauft und ich glaube das war auch schon fast der einzige Grund, nämlich die schöne Aufmachung des Buches. (Ich lasse mich gerne von der Optik und schönen Ausgaben verleiten) Ich bin zum Glück mit sehr geringen Ansprüchen an dieses Buch heran gegangen. Ich habe schon einiges von T.C. Boyle gelesen und fand seine Bücher entweder grandios (allen voran "Wassermusik", mein absoluter Liebling und eines der ungewöhnlichsten Bücher die ich je gelesen habe) oder fürchterlich ("Talk,Talk" absolut katastrophal.)  Ich kann verstehen das sich bei T.C. Boyle die Geister scheiden. Dieses Buch kann ich jedenfalls nicht unbedingt weiterempfehlen, aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.

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  • Das Leben in Biosphäre 2

    Die Terranauten

    histeriker

    13. December 2017 um 20:33

    Inhalt:Acht Terranauten werden auf ihre zweijährige Mission vorbereitet: Sie sollen eingeschlossen sein und ganz autark leben. Aber wie wird sich das auf sie auswirken und wie werden sie es schaffen?Bewertung:Trotz der Tatsache, dass es ein Roman ist, hat mich das Buch dazu inspiriert über die wahren Hintergründe zu recherchieren. Das ist etwas, was ich mir gewünscht hätte im Nachwort - eine Art Resüme, was nach wahren Erlebnissen geschrieben wurde und was wirklich Fiktion ist. Das hätte das Buch für mich runder gemacht.Trotzdem hatte ich Spaß bei dem Buch, es war schon interessant sich mit den wissenschaftlichen Hintergründen auseinander zu setzten und gleichzeitig die psychologischen Auswirkungen auf die Romanfihuren mitzuverfolgen.Zuerst verstand ich die Rolle von Linda Ryu nicht wirklich, mit der Zeit habe ich aber ihren Blick von außen (auch wenn schon etwas beeinflusst durch ihre Enttäuschung) schätzen gelernt. Trotzdem fand ich aber die Rolle des Vajs und sein Blick auf die Erlebnisse am spanendesten. Er war nicht idealistisch und ich hatte den Eindruck auch ziemlich offen. Das hat mir schon irgendwie imponiert. Dwan fand ich zuerst sympatisch, dann zu idealistisch und am Ende zu sturr.Das Buch hat mich aber auf jeden Fall überzeugt!

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  • Ein Gruppenexperiment in einer abgeschlossenen Welt

    Die Terranauten

    Caro_Lesemaus

    02. December 2017 um 17:45

    In den 90er-Jahren wird in den USA ein großes Experiment angestoßen: Können Menschen in einer Welt unter einer Glaskuppel selbstversorgend überleben? Das Ziel ist es, irgendwann die perfekte "Rezeptur" für ein Leben unter Glas auf einem anderen Planeten zu haben. Es gibt einen Ozean mit Wellengenerator, einen Urwald mit entsprechenden Lebewesen, eine Savanne, Ziegen für die tägliche Milch usw. Acht Menschen, die sich durch ihre Ausbildung für die Erhaltung der "Ecosphere 2" qualifizieren, wagen das Experiment, Terranauten zu werden und 2 Jahre eingeschlossen zu bleiben. Am Ende des ersten Jahres kommen sich Ramsay und Dawn näher - sie wird schwanger. Kann das Experiment mit einer schwangeren Teilnehmerin überhaupt weiter gehen?Der Roman beginnt mit der Auswahl der 8 Terranauten. Abwechselnd erzählen Dawn, Ramsay und Linda, wobei Letztere Dawns beste Freundin ist und sich mit ihr um die gleiche Position beworben hatte. Sie liefert die Perspektive außerhalb der Ecosphere. Das abwechselnde Erzählen fand ich super. Der zeitliche Strang an sich geht weiter, aber man erfährt für wichtige Geschichten mehrere Perspektiven, die doch sehr unterschiedlich sein können. T. C. Boyles Charaktere sind nicht immer nett oder höflich, man kann nicht alle Entscheidungen nachvollziehen. Oder noch schlimmer: Man kann es verstehen, aber trotzdem nicht gutheißen. Kaum jemandem gelingt es, Protagonisten normale menschliche Schwächen zeigen zu lassen, die man aufgrund der Darstellung gut nachvollziehen kann, ohne dass man selbst vielleicht so gehandelt hätte.  Andererseits, wer weiß schon, wie er selbst in Extremsituationen reagieren würde?Fazit:Ab dem Zeitpunkt, wo Dawns Schwangerschaft bekannt wird, hat die Geschichte für mich nochmal richtig Fahrt aufgenommen. Die Kapitel davor fand ich eher eintönig und ich kam eher langsam voran, daher der Stern Abzug. Insgesamt lohnt sich dieses Buch alleine wegen des Schreibstils und auch, um sich mit Charaktereigenschaften zu konfrontieren, die man selbst schrecklich findet - Missgunst, Unloyalität, Lügen. Am Ende kommen auch bei einem Team, das sorgfältig gecoacht und ausgewählt wurde, Risse in der Fassade zum Vorschein, wenn das Ego nicht mehr zurückstecken will. Ich fand es sehr interessant!

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1813
  • Experiment unter Glas

    Die Terranauten

    LimitLess

    21. October 2017 um 11:06

    Die Geschichte, der sich Boyle angenommen hat, beruht auf einer wahren Begebenheit (ich habe erfahren, dass das viele seiner Bücher tun). Es gab wirklich ein Experiment in den USA, wo acht Männer und Frauen Anfang der 90er Jahre unter einer Kuppel aus Glas versucht haben, eine eigene Welt zu erschaffen. Dementsprechend war die Geschichte wirklich sehr gut recherchiert und es gibt viele Ähnlichkeiten (wenn man das Ganze mal googelt) zu der echten Ereignissen.   Die Geschichte beginnt sehr interessant. Es wird aus drei Perspektiven erzählt. Dawn und Ramsay, die sich unter Glas befinden (eine Frau, ein Mann) und Linda, die außerhalb der Kuppel für die Mission der Terranauten arbeitet. Wirklich sympathisch war mir von den dreien niemand. Ramsay vielleicht noch am ehesten, die Frauen wurden als sehr egozentrisch dargestellt. Das Buch liest sich wie ein Bericht, den die drei im Nachhinein aufgeschrieben haben und eine Erklärung abliefern wollen, was wirklich passiert ist. Oft wird darauf angespielt, was die Presse und die Nachrichten so über das Projekt berichtet haben.   Der Schreibstil ist an sich sehr gut zu lesen. Die Beziehungen zwischen den Menschen sind wirklich wunderbar dargestellt und sehr spannend für den Verlauf der Geschichte. Die Storyline zieht sich dafür sehr. Die zweite Hälfte des Buches war für mich sehr mühsam, da sich vieles im Kreis gedreht hat und ich den Bezug zu den Figuren verloren hatte. Es wird langweilig in der Ecosphere und auch für mich als Leserin wurde es uninteressant. Das Ende ist aber sehr überraschend, mit dem kann man nicht rechnen und es lädt ein, dass man selbst die Geschichte weiterspinnt und sich ausmalt, was noch passieren wird. Der Roman zählt sicher zu den anspruchsvolleren Büchern und bereitet einen Teil unserer Geschichte literarisch auf, was für mich immer besonders lesenswert ist.   Fazit Interessante Beziehungsdynamiken, Menschenstudien und Umweltfragen werden in diesem Buch behandelt. Zum Schluss hin ist es leider ziemlich langatmig und die behandelten Themen waren nicht so meine Sache, aber die Geschichte reizt natürlich, da sie auf wahren Begebenheiten beruht. Der Schreibstil war top und die Umsetzung in einen Bericht hat der Geschichte auch gut getan! Eine Empfehlung!          

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  • Absolute Enttäuschung

    Die Terranauten

    sternchennagel

    12. October 2017 um 14:10

    Ich habe bisher noch nichts von diesem Bekannten amerikanischen Schriftsteller gelesen ihn bisher aber immer im Blick gehabt. Wieviele ich kenne die für ihn schwärmen! Ich musst mir dann natürlich sofort das neue Buch das sich um ein Thema dreht, welches ich seit der Schulzeit schon sehr spannend finde: das Biosphäre 2 Experiment in den USA der 90er. Und dazu noch in so wunderschöner Aufmachung. Da ich mir den stolzen Preis als arme Studentin nicht mal soeben leisten kann, habe ich es mir zum Abschluss aller Prüfungen selbst zum geschenk gemacht. Als belohnung sozusagen. Ihr seht also, ich hatte hohe Erwartungen und vielleicht waren sie zu hoch. ich wurde schin gleich nach den ersten kapiteln, die jeweils verteilt wurden auf drei Charaktere, von denen sich zwei in der Kuppel und eine Ausserhalb befinden. Die beschriebenen persönlichkeiten sind einfach nur lächerlich und rein Triebgesteuert. Ich fand in dem Buch nicht witzig, charmant oder wenigstens schriftstellerisch gut in Szene gesetzt oder in schöne Worte gefasst....mehr Worte möchte ich an diese Enttäuschung nicht verlieren und sage nur: Nicht lesen!

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    • 2
  • Das wahre Gesicht der Menschen zeigt sich in Gefangenschaft.

    Die Terranauten

    Noelli

    03. October 2017 um 13:24

    Was passiert, wenn man vier Männer und vier Frauen in ein riesiges Terrarium einsperrt? Wissenschaftler in Arizona unternehmen den Versuch in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. T.C. Boyles fabelhafter Roman, basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt vom halsbrecherischen Versuch, eine neue Welt zu erschaffen, um sich vor dem Untergang unserer eigenen zu retten. Mitten in der Wüste Arizonas steht sie: Ecosphere 2. Eine große Kuppel, in der zwei Jahre lang ein Team von acht Leuten eingesperrt werden soll. Ein hermetisch abgeschlossenes System, nichts soll während des Experiments hinein und nichts soll hinaus. Dies haben sich die acht Teilnehmer von Mission 2 geschworen. Die erste Mission scheiterte, weil eine Frau durch einen Unfall eine Fingerkuppe verlor und draußen im Krankenhaus behandelt werden musste. Als sie wieder hineinging, nahm sie in einer Tüte Dinge mit, von denen keiner wusste, was sie waren. Kritiker sahen das Experiment als gescheitert an. Nun haben sich acht neue Leute gefunden, die das Experiment wagen wollen. Zwei Jahre lang in einem hermetisch abgeschlossenen System leben, Nahrung selber anbauen, ernten und zubereiten. Sich um die Tiere und die Vegetation kümmern. Und mit den Teamkameraden auskommen. Acht Menschen, die zwei Jahre lang auf engstem Raum miteinander leben? Das kann ja nur zur Spannungen führen. Und so ist es schließlich auch. Die Geschichte wird von drei Charakteren erzählt. Die schöne Dawn Chapman, der überhebliche Ramsay Roothoorp und die von Neid zerfressene Linda Ryu, erzählen abwechselnd ihre Sicht der Dinge. Dawn und Ramsay gehören zur Crew von Mission 2 und befinden sich daher drinnen, während Linda draußen bleiben musste. Anfangs scheint keiner dieser Charaktere wirklich sympathisch zu sein, doch im Laufe des Buches lernt man, jeden Einzelnen von Ihnen besser zu verstehen. Man kennt die Motive, warum sie gehandelt haben, wie sie gehandelt haben. Das macht sie dann doch etwas sympathischer. Dadurch wird es auch nie langweilig, da die Charaktere unterschiedliche Erzählweisen haben und beide Blickwinkel, drinnen wie draußen, beleuchtet werden. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass in diesem Buch das Hauptaugenmerk auf den verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen liegt. Nach außen hin verkörpern die Mitglieder von Mission 2 Teamgeist und Zusammenhalt. Doch der Mensch bleibt Mensch. Neid, Rivalität, Gier, Liebe, Hass und Egoismus lauern unter der Oberfläche und treten schließlich auch zu Tage. Das Buch bietet einige Wendungen, mit denen man vielleicht nicht gerechnet hat. Im Großen und Ganzen ist es jedoch eine Charakterstudie über den Menschen. Was macht uns aus? Ist der Mensch es überhaupt wert, gerettet zu werden? Es ist fast eine Art von Big Brother, denn schließlich werden auch die acht Teilnehmer oft beobachtet, von Touristen, Kamerateams usw.Was mir an dem Buch gefallen hat, ist vor allem die Entwicklung der Charaktere. Wie gesagt, am Anfang war mir eigentlich Niemand in diesem Buch auch nur annähernd sympathisch. Doch im Laufe der Geschichte lernte man sie besser kennen und auch wenn ich manche bis zum Ende hin nicht leiden konnte, so konnte ich sie doch ein bisschen besser verstehen. Dann habe ich mir überlegt, wie es wäre, wenn ich zu den acht Teilnehmern gehören würde und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dann auch mit Menschen zusammenleben müsste, die ich vielleicht gar nicht wirklich mag. Vielleicht wäre das aber gar nicht so schlimm, wenn man trotzdem Verständnis für diese Menschen aufbringen würde. Ich finde, dass hat T.C. Boyle in diesem Roman sehr gut rübergebracht. Er hat es geschafft, dass ich für Charaktere, die ich nicht mag, Verständnis empfinde. Vielleicht sollten wir das auch im echten Leben öfter mal tun.Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist die Länge. Meiner Meinung nach hätten 100 Seiten weniger dem Buch sehr gut getan, da ich manche Dinge als überflüssig empfunden habe. Trotzdem findet man hier ein spannend geschildertes Experiment, in dem sich das wahre Gesicht der Menschen offenbart.

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    • 2
  • Tiefe Einblicke in die Menschheit

    Die Terranauten

    Dagi_KnoHa

    01. October 2017 um 18:54

    "Die Terranauten" von T.C. Boyle ist ein Buch, das ich wohl nie zur Hand genommen hätte, wenn es nicht im Lovelybooks Literaturclub auf dem Regal stehen würde. Unter anderen Umständen hätte ich diesem Werk wohl nicht einmal einen zweiten Blick gewürdigt. Jetzt bin ich allerdings sehr froh, dass ich es mir ausgesucht habe. Der Roman hat mich auf eine ganz besondere Art fasziniert und gefesselt, wobei ich immer noch nicht zu 100 % weiß, was den speziellen Reiz ausgemacht hat. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Von Linda erhält man die Sicht von außen. Von Ramsay erhält man einen Einblick in ein zwiespältiges Denken und von Dawn erfahren wir die Krux des Ganzen. Gleich zu Beginn hat sich jener Charakter herauskristallisiert, den ich unsympathisch finde, mit deren Entscheidungen und Handlungsweisen ich nicht einverstanden bin. Auf der anderen Seite geht es für mich genau darum: Die Beweggründe der Charaktere nachvollziehen zu können. Was Dawn und Ramsay betrifft, so spielen sich im Laufe der Geschichte, die sanft und unaufgeregt dahinplätschert, immer wieder dramatische Szenen ab, bei denen jemand so richtig falsche oder zumindest extrem verhängnisvolle Entscheidungen trifft. Bei Linda ist die Sache eher eindimensional, egoistisch und für meinen Geschmack zu vorhersehbar. Ohne große Spannung aufbauen zu müssen, vermag die Geschichte an sich zu faszinieren. Für mich war ständig die Frage präsent: Wie geht es weiter? Gleichzeitig war vorhersehbar, was passieren wird, aber dennoch konnte ich das Buch besonders in der zweiten Hälfte kaum aus der Hand legen.Durch die – manchmal vielleicht sogar etwas zu – detaillierte Schilderung der Ereignisse, oftmals aus drei Blickwinkeln, erhält man ein Gespür für die Charaktere und wird mit den Protagonisten traurig, wütend, verletzlich, verzweifelt und verwirrt. Die Tatsache, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert, hat bestimmt zum Reiz daran beigetragen. Die Thematik, eine Mischung aus Naturwissenschaft, Science-Fiction in der Realität und sektenartiger Aufgabe der eigenen Bedürfnisse zum Wohle eines höheren Ziels, hat mich in ihren Bann gezogen.Das Buch empfehle ich Menschen, die gerne ohne großes Brimborium eine interessante Story erleben wollen und sich nicht davor scheuen sich selbst die Frage zu stellen: "Wie hätte ich in der Situation reagiert".

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