T. C. Boyle Dr. Sex

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Inhaltsangabe zu „Dr. Sex“ von T. C. Boyle

Es ist das Jahr 1939, und auf dem Campus der Universität Indiana ist eine Revolution ausgebrochen. Alfred Kinsey, Zoologe, beschäftigt sich mit dem sexuellen Verhalten von Männern und Frauen - rein empirisch natürlich. John Milk, Student und ehrgeiziger Provinzler, gerät in seinen Bann und in seinen engsten Forscherkreis. T. C. Boyle erzählt die Geschichte eines genialen, fanatischen Helden und porträtiert dabei die prüde und heuchlerische Gesellschaft des Amerikas der vierziger und fünfziger Jahre.

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  • Ein Soziogramm des Amerikas der vierziger und fünfziger Jahre

    Dr. Sex
    GreenTea

    GreenTea

    Sex sells, daran hat sich auch in unserer heutigen, aufgeklärt wirkenden Zeit nichts geändert. Welche Revolution und welches Aufsehen Dr. Alfred Kinsey mit seinen Forschungen über das sexuelle Verhalten von Mann und Frau im prüden Amerika der vierziger und fünfziger Jahre ausgelöst haben mag, das kann man sich heute wohl kaum mehr vorstellen. Boyles Erzählung ist frei erfunden, dennoch basiert sie auf einer wahren Begebenheit. T. C. Boyle erzählt in "Dr. Sex" (der amerikanische Titel lautet "The Inner Circle") von Professor Alfred Kinsey, genannt Prok, einem Zoologen, der sich der Erforschung des sexuellen Verhaltens des Menschen verschrieben hat. Die Geschichte wird im Rückblick von John Milk, Proks Mitarbeiter der ersten Stunde und engem Vertrauten, erzählt und entwickelt einen Sog, dem man sich nur mehr schwer entziehen kann.  Zum Inhalt: Professor Kinsey, erfahrener Zoologe, und seine wenigen Mitarbeiter, die er den Inneren Kreis (seiner Vertrauten) nennt, reisen durch ganz Amerika auf der Jagd nach empirischen Daten zum Sexualverhalten der Amerikaner. Durch persönliche, schematisch ablaufende Interviews mit den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen will Prok größtmögliche Empirie erreichen, um Forschungsbände zum Sexualverhalten des Menschen zu veröffentlichen - ein bisher einzigartiges Unterfangen! Was im Stillen beginnt und sich relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit abspielt, erregt mit dem Fortgang der Erzählung immer weiter das öffentliche Interesse und auch einige Empörung.  Kinseys verbissener Arbeitseifer, seine für die Zeit untypische sexuell liberale Einstellung, seine Überzeugungskraft und patriarchalische Art bieten viel Konfliktpotenzial in der Erzählung. Denn Proks Einstellung, alles vom Privatleben bis hin zur eigenen Gefühlswelt der Arbeit und dem Forschungsprojekt unterzuordnen sowie eine "unprüde" Einstellung zur eigenen Sexualität, verlangt er auch von seinen Mitarbeitern. Nicht zuletzt Iris, John Milks Frau, leidet sehr unter diesem Umstand und die Familienidylle wird mehr als einmal hart auf die Probe gestellt. Die Erzählung spitzt sich immer weiter zu und der Leser ahnt schon nach kurzer Zeit, dass sie nicht gut ausgehen kann ... Fazit: Eine sehr kluge Erzählung, die der Frage nachgeht, ob wir Menschen wirklich nur rein triebgesteuerte Lebewesen sind oder ob wir uns nicht doch durch mehr auszeichnen: durch unsere Gefühle und Empfindungen, wie Liebe, Eifersucht und Schmerz! Kann man Sex und Liebe voneinander trennen? Wie weit kann und darf man gehen?  Boyle versteht es sehr gut, einzigartige Figuren zu erschaffen, die er mit viel Liebe zum Detail, geschmackvoll und sehr scharfsinnig zeichnet. Ich habe "Dr. Sex" sehr gern gelesen, denn die Erzählung nimmt schnell Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss spannend! Leseempfehlung!        

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  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    awogfli

    awogfli

    08. March 2012 um 17:22

    Das Thema ist außerordentlich interessant, im puritanischen Amerika werden die Sexgewohnheiten der Bürger in einer großangelegten empirischen möglichst repräsentativen Studie mittels Interviews erhoben. Basierend auf der historischen Geschichte der Entstehung des Kinsey Reports. Boyle erzählt sowohl von der Entstehung der Studie als auch über das Leben und Wirken der Interviewer und des Universiätsinstituts. Der Institutsleiter regt auch an, dass die Forscher und Ihre Familien gemäß ihrer Mission sexuell frei leben sollten. Dies kann natürlich nie funktionieren und die Chose inkl. aller Beziehungen explodieren dann auch zwangsläufig am Ende des Romans. Ein großer typisch amerikanischer Roman episch sehr breit ausgeholt. Die Story könnte durchaus kürzer gefasst, die Handlung gestrafft und schneller sein.

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  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    04. April 2011 um 13:01

    Wie schon oft geschrieben, ist der deutsche Titel furchtbar voyeuristisch, eben genau das, was der Roman nicht ist. Meisterhaft erzählt Boyle von jenem inneren Kreis (des Originaltitels) um Dr. Alfred Kinsey, und insbesondere von seinem jungen Assistenten John Milk. Das Hauptthema ist dabei eben nicht Sex, sondern die Tatsache, dass es, jenseits von empirischen Formeln und Wissenschaft, etwas im menschlichen Leben gibt, was nicht berechenbar ist, nämlich Gefühle, wie Eifersucht, Neid, und nicht zuletzt Liebe. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, und ganz behutsam, in seiner großartigen Sprache, zieht Boyle die Dramatik der Handlung immer mehr an. An dieser Stelle sei auch dem kongenialen Übersetzer Dirk van Gunsteren mal ein Denkmal gesetzt! Vielleicht nicht der stärkste Boyle, aber trotzdem ein Lesegenuß!

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  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Holden

    Holden

    04. December 2010 um 18:50

    Der Titel ist mir zu reißerisch, "Der innere Kreis" (so der Originaltitel) hätte ich besser gefunden. Etwa zum gleichen Zeitpunkt wie das Buch ist auch der Film "Kinsey" erschienen, den man parallel gucken kann (sollte). Und im Internet findet man viel über das Kinsey-Institut an der Uni in Bloomington und Fotos von dem echten Kinsey. Der Kern von Kinseys Einstellung ist (meiner Meinung nach), daß er den Menschen nur als biologisches Wesen betrachtet hat (wie die Gallwespe) und die emotionale Seite von Liebe und Sexualität ausgeblendet hat. Bei aller Zwiespältigkeit jedoch erkennt Boyle die Bedeutung und Wichtigkeit von Kinseys Forschung ohne weiteres an.

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  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Bibipiano

    Bibipiano

    07. August 2010 um 11:24

    Meine Erwartungen an dieses Buch wurden leider nicht erfüllt! Ich hatte mir wesentlich mehr davon versprochen. Das Tempo des Buches war nicht gut und die Handlung wurde mitunter regelrecht langweilig. Die Charaktere und das Ende haben mir dafür sehr gut gefallen. Ich denke, dass es Boyle in diesem Buch um das Spannungsverhältnis zwischen Sex und Liebe geht. Er beweist, dass es zwischen diesen Parametern mehr Zusammenhänge gibt, als es Viele gerne annehmen möchten! Der Film zu der Story um Dr. McKinsley soll besser sein - Bin gespannt!

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  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Voll crazy getellt, but die erotik scenes and more sollten noch mehr getunt bzw. aufgemotzt sein. Titel mit Inhalt verglichen etwas strange!

    • 2
  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    29. March 2010 um 23:04

    Kinsey machte sich einen Namen, da er in Zeiten der Prüderie begann, die Aufklärung und wissenschaftliche Erforschung des amerikanischen Sexlebens knallhart voran zu treiben. Boyle zeichnet hier ein unterhalsames Protrait eines Exzentrikers aus der Sicht seines wissenschaftlichen Mitarbeiters. Wieder eine geschickte Kombination von zeitgeschichtlicher Allgemeinbildung und gut konstruierter Story.

  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2009 um 14:57

    Sehr offen und ehrlich und das ganze noch mit Realitätsbezug, das schockiert halt am meisten.

  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    SINN und SINNLICHKEIT

    SINN und SINNLICHKEIT

    19. June 2009 um 17:36

    Der Kinsey-Report- noch immer Grundlage wissenschaftlicher Arbeiten über das menschliche Sexualverhalten. T.C.Boyle läßt sich auf einen fiktiven Diskurs ein über den Zusammenhang zwischen Liebe und Sex. Ist das eine ohne das andere möglich? Schlüssig, detailgenau und spannend geschrieben!

  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    stpaula

    stpaula

    09. September 2008 um 12:23

    Boyle in absoluter Höchstform! Er begeistert mich fast immer, diesmal noch mehr als das. Wie üblich ist der Schreibstil allererste Sahne; dazu kommt, dass Boyle den Leser durch seinen Protagonisten direkt in Kinseys Zeit hineinversetzt - ein großartiger Lesegenuß!

  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Stephenie

    Stephenie

    27. July 2008 um 13:21

    Gut erzählt, aber das war mir dann doch etwas zu seltsam

  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Micky

    Micky

    01. April 2008 um 23:31

    Grandios, wirklich. Jede Seite ein Genuss für die Sinne, nicht nur durch Boyles tollen Schreibstil, wie ich zugeben muss. Ich habe etwas Ähnliches noch nie gelesen und bin vielleicht deswegen hellauf begeistert. Kein Erotikroman, nein, wirklich nicht, aber am Ende viel besser als ein Solcher. Einfach genießen! Nix für Klemmis.

  • Rezension zu "Dr. Sex" von T. C. Boyle

    Dr. Sex
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. March 2008 um 17:25

    ein unglaublich tolles Buch!