T. C. Boyle Drop City

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Inhaltsangabe zu „Drop City“ von T. C. Boyle

»Etwa 60 Hippies leben auf einem Grundstück, das sich Drop City nennt. Sie rauchen Dope, lieben, kochen, schlafen – querbeet und im Einklang mit der Natur. Nur das Latrinenproblem stört, die Feindschaft der umliegenden Farmer, die lauernde Aggressivität der Polizei, die intellektuellen Spanner, die am Wochenende zum Freakseeing anfahren. Ein Reigen relaxter Erektionen bestimmt den Tagesablauf, die ›größte Plattensammlung der Erde‹ wartet, dazu dopeversetzter Haferbrei und der wöchentliche Nachschub vom Supermarkt – die Natur und das Sozialamt geben’s, die Freaks und ihre Bräute nehmen’s … ›Drop City‹ ist uncool und damit menschlich. Das eine Auge hat Boyle auf die Utopie gerichtet, das andere auf die Realität.« (Konrad Heidkamp in der ›Zeit‹). Eine Hippiekommune, die in den 70er Jahren von Kalifornien nach Alaska zieht. ›Drop City‹ ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat.

Eine etwas in die Länge gezogene aber durchaus spannende Geschichte einer Hippie Kommune

— cassandrad
cassandrad

Man merkt früh, dass Boyle weiß, wovon er spricht, und richtig was zu erzählen hat. Interessante und atmosphärische Geschichte.

— Christian_Woehl
Christian_Woehl

Mein Top-Buch 2016, guter Schreibstil, interessantes Setting, tolle Charaktere und schöne Landschaften.

— Elodin
Elodin

Super, nur an manchen Stellen etwas langatmig

— literat
literat

Ja, ja - von wegen "freie Liebe" ...

— schmives
schmives

Gnadenlos und unbestechlich demontiert Mr. Boyle die Hippiekultur ohne sie lächerlich zu machen. Absolut unterhaltsam!

— Karin_Koch
Karin_Koch

Die Hippiezeit erstaunlich negativ beschrieben.

— Holden
Holden

In Hippiekommunen ist nicht alles Love & Peace, und die Natur nicht immer dein Freund. Irre komisch, sehr unterhaltsam, eines seiner besten.

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

lange durchgequält und irgendwann geschafft. kann man lesen, muss man aber nicht

— Sabrina83
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  • Leserunde zu "Die Terranauten" von T. C. Boyle

    Die Terranauten
    aylareadsbooks

    aylareadsbooks

    4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium – Willkommen in der Ecosphere 2! Was passiert, wenn man eine Gruppe Menschen jahrelang in einem abgeschlossenen Ökosystem leben lässt? T.C. Boyle hat mit "Die Terranauten" ein prophetisches und irre komisches Buch geschrieben, das – basierend auf einer wahren Geschichte – die großen Fragen der Menschheit berührt. Ihr lest gerne besondere Bücher und belletristische Hochkaräter? Dann seid ihr bei unserer Leserunde zu T. C. Boyles neuem Roman genau richtig! Und wir sind ganz besonders stolz, euch mit "Die Terranauten" den ersten Titel des LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen & spannende Spezialaufgaben erwarten! Zum Inhalt In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Mega-Terrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Als eine Teilnehmerin schwanger wird, steht das ganze Experiment vor dem Aus ... Wer darf am Experiment teilnehmen und in die Ecosphere 2 einziehen? Lest hier den spannenden Romananfang von "Die Terranauten"! Über den Autor T. C. Boyle wurde am 2. Dezember 1948 in Peekskill, New York, geboren. Er studierte an der New Yorker State University Englisch und Geschichte und entdeckte dort seine Leidenschaft für das kreative Schreiben. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Lehrer an einer High School, verfasste erste eigene Erzählungen und erwarb schließlich den Doktortitel in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts.  Seit den späten 70er Jahren lehrte Boyle neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der University of Southern California. Seine gründlich recherchierten Erzählungen und Romane basieren oftmals auf realen Ereignissen und Persönlichkeiten. Heute lebt der Autor gemeinsam mit Frau und Kindern in Montecito, Kalifornien. Gemeinsam mit dem Hanser Verlag vergeben wir 3 0 Leseexemplare von T. C. Boyles "Die Terranauten". Was ihr tun müsst, um eines davon zu ergattern? Bewerbt euch einfach bis einschließlich zum 12.02.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet uns folgende Frage: Ein strenges Auswahlverfahren entscheidet, wer in die Ecosphere 2 einziehen darf. Mit welcher Charaktereigenschaft oder Fähigkeit überzeugt ihr die Jury von euch? Wir wünschen euch viel Erfolg!   Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde euer erstes Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Dann tretet ein! Alle weiteren Infos dazu findet ihr gleich hier! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden! 

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    • 1446
  • Super, nur an manchen Stellen etwas langatmig.

    Drop City
    literat

    literat

    19. June 2016 um 13:17

    In dem Buch geht es um eine Hippie-Kommune, Ende der 60'er, die in Kalifornien ihren Traum von freier Liebe, Toleranz und Friedfertigkeit mit einem gewaltigen Drogenkonsum, lebt. Ihr charismatische Anführer Norm, dem die Ranch gehört auf der sie leben, bekommt aber Probleme mit den Behörden und die Kommune zieht kurzerhand mit einem Traum von naturverbundenem Leben in Alaska, genau dorthin. Sein Onkel besitzt dort nämlich Land und eine Hütte. Drop City zieht mit Sack und Pack und Ziegen in einem Schulbus und 3 Autos nach Alaska um. Parallel wird die Geschichte von Sess und Pamela erzählt, die genau hier bereits leben. Sess hat Pamela per Kontaktanzeige kennengelernt, sie hat inseriert, weil sie aus der Stadt raus wollte und ein naturverbundenes, einsames Leben in der Wildnid führen wollt. Und Bund zieht die Hippiekommune direkt in ihre Nachbarschaft. Ich hatte echt Angst weiterzulesen, weil ich davon ausging, dass das auch der Todesstoß für Sess und Pamela als Paar sei. Aber nein, sie führen ein größtenteils friedliches, ja sogar freundschaftliches Miteienander. Ich mag ja die Sprache des Autors, erinnert mich an Irving, wobei ich aber das Absurde in Irvings Geschichten nicht mag. Es dauert aber etwas bis man in der Geschichte drin ist, über einige langatmige Naturbeschreibungen muss man sich durchlesen und dran bleiben. Aber ich fand die Darstellung der Hippies sehr gut. Sie Predigten die Toleranz und Menschenliebe bis zum Exzess, wenns aber mal hart wird, dann ist sich plötzlich doch wieder jeder sich selbst der Nächste. Und dass es in solchen Zusammanschlüssen auch immer schwarze Schafe gibt, die vorgeben die Weltanschauung zu teilen und aber die Kommune nur ausnutzen, bzw. für ihren Vorteil nutzen, ist auch nachvollziehbar. Für mich später geborene ist es auch kaum nachvollziehbar, dass man sich als junger Mensch so sehr auflehnt, oder auflehnen muss gegen das Establishment und die Eltern-Generation. Da sind wir uns heute ähnlicher. Das Buch ist super, um diese Lebensgefühl der damaligen Hippies nachzuvollziehen, absolut lesenswert!

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  • Zu langatmig!

    Drop City
    shazam

    shazam

    12. November 2013 um 00:05

    Drop City ist eines der ganz wenigen Bücher, das ich nie zu Ende gelesen habe. Ich hab mich echt gequält und wollte es schaffen, aber ich konnte die seitenweise Naturbeschreibungen einfach nicht ertragen. Es scheint, als würde jeder Grashalm über 10 Seiten einzeln beschrieben werden. So kam einfach keine Dynamik auf. Es fehlte an Tempo und Erzählstruktur und hat mich einfach nur gelangweilt!  Eine Zeitverschwendung, was schade ist, da mich sonst das Thema eigentlich sehr anspricht! 

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. March 2013 um 23:04

    Obwohl T. Coraghessan Boyle, US-amerikanischer Autor von mittlerweile fast zwanzig Romanen, längst mehr als ein Geheimtipp ist, hatte ich vor Drop City noch keinen seiner Texte gelesen. Das wird sich ändern, denn seine rasante Geschichte über die Konflikte zwischen enttäuschten Utopien einer kalifornischen Hippiekommune und den viel simpleren Anforderungen des Überlebens in der Wildnis Alaskas hat meinen Hunger nach mehr Boyle geweckt. Drop City ist der Name einer Hippiekommune in der Nachbarschaft der kalifornischen Stadt Somona. Die Romanhandlung setzt im Juni 1970 ein, längst nach dem Höhepunkt des Nirvana, nach Easy Rider. Dennoch, das Szenario ist romatisch bis fantastisch. Die Kommune lebt im pausenlosen Traumsommer, verfügt über eigene Ziegen, eine Sammlung von Schallplatten, die weltweit ihresgleiche sucht (Jimmy Hendrix, Jefferson Airplane, Janis Joplin, Country Joe and the Fish, …), Zucchini im Garten, Acid im Orangensaft, Marihuanakekse und frei Liebe zwischen den wechselnden Bewohnern, den langhaarigen »Freaks« und BH-befreiten »Bräuten«. — Was braucht der Mensch mehr? Doch die Idylle, die das »Millionen-Kilowatt-Lächeln« seiner zugedröhnten Bewohner verspricht, trügt. Längst bröckelt die Fassade, das Versprechen, ein jeder dürfe hier ganz einfach »nur sein Ding durchziehen«, lässt sich nicht mehr einhalten. Der Abwasseranschluss der Wohngebäude ist überfordert, überall liegen Exkremente in den Gebüschen, niemand fühlt sich verantwortlich für die Angelegenheiten, die menschliche Gemeinschaften am Leben erhalten. Auch das Traumbild der freien Liebe hat längst Risse bekommen: Star, die Protagonistin der Kommune, ist wie auch viele der anderen Frauen nicht mehr bereit, mit jedem ins Bett zu steigen, der fragt, nur um nicht als verklemmt eingestuft zu werden und schlechtes Karma im nächsten Leben zu vermeiden. Sie verweigert sich Ronnie, alias Pan, ihrem Jugendfreund und bisherigen Begleiter, um sich dem fahnenflüchtigen Neuankömmling Marco zuzuwenden. Die Situation auf Drop City eskaliert, als eine Gruppe fragwürdiger Neu-Hippies eine vierzehnjährige Ausreißerin vergewaltigen. Nach knapp hundert Seiten springt die Handlung nach Alaska; genau genommen nach Boynton, der letzten befestigten Ortschaft westlich von Fairbanks. Drei Kanustunden von Boynton lebt Sess Harder, der letzte echte Amerikaner. Schweigsam, gerecht und unter keinen Umständen bereit, Provokationen ohne passende Antwort hinzunehmen, lebt Sess vom Fallenstellen und seinen ausgeprägten Fähigkweiten zum Überleben in der eisigen Wildnis des nördlichsten US-Bundesstaates. Diesem amerikanischen Prototypen zur Seite steht seine Braut Pamela, die ihr Leben als moderne Städterin leid war und nach dem Schema der TV-Bachelorette den Mann ihres Lebens aus drei konkurrierenden Trappern auswählte. Sess' (und Pamelas) Gegner weitab jeder Gerichtsbarkeit ist Joe Bosky, ein überheblicher und brutaler Nachbar. Die Qualität der gegenseitigen Attacken zwischen Joe und Sess steigert sich beständig. In diese Welt des Überlebenskampfes am Thirty-Mile-River platzt eines schönen Tages die Hippiekommune von Drop City. — Was war passiert? Nach einigen Schockerlebnissen in der Gemeinschaft der Brüder und Schwestern steht die Situation auf der Farm auf der Kippe. Als die Behörden den Abriss der Gebäude verfügen, packen die Freaks und Bräute um den Anführer Norman Sender ihre sieben Sachen und verlegen die Kommune nach Alaska, wo Sender von einem Onkel ein Grundstück geerbt hatte. Dieser Onkel war einst Nachbar, Mentor und Lehrer Sess Harders, der es nun mit der ungewohnten Nachbarschaft zu tun bekommt, die Drop City ganz einfach nach Alaska verlegt. Der weitere Verlauf der Geschichte erzählt von den Schwierigkeiten, mit denen sich die Hippies konfrontiert sehen in einer Umgebung, die keinen Fehler verzeiht, aber auch von unverhofften Freundschaften, Persönlichkeitsenwicklungen mit denen niemand, am wenigsten der Leser, gerechnet hat. Er erzählt vom persönlichen Scheitern und von Erfolgen und gipfelt in einer gnadenlosen Konfrontation am Polarkreis, die zwar im Laufe der Handlung immer unausweichlicher wurde, den Leser aber in ihrer Konsequenz und Härte nichtsdestoweniger erschauern lässt. — Randnotiz an alle: Trinke keinen Schnaps, wenn das Thermometer zig Grade unter Null anzeigt. Der primäre Reiz von Drop City für die Leserschaft in meinem Alter mag darin bestehen, dass wir die Hard-Core-Hippiezeit gerade nicht mehr selbst durchlebt haben, am verklärenden Beispiel der älteren Geschwister oder Cousins aber durchaus das Gefühl hatten, etwas verpasst zu haben. T.C. Boyle rückt das Ikonenhafte der Peace-People zurecht, ohne die Ernsthaftigkeit der Grundidee in Frage zu stellen. Seine Hippies stehen am Rande eines Entwicklungsschrittes, mit dem der eine besser, der andere schlechter zurecht kommt. Die Magie der Geschichte entwickelt sich aus der meisterlichen Fähigkeit des Autors, Personen und Orte zu beschreiben oder zu erschaffen, die den Leser geradezu in die Handlung hineinsaugen. Dies gilt für die kalifornische Kommunenszene ihre Unzulänglichkeiten und ihre exotischen Bewohner ebenso, wie für die eigenbrötlerischen Hinterwäldler und die natürliche Schönheit und Gefahren der unberührten Natur Alaskas. Die verschiedenen Standpunkte, gedanklichen und sozialen Hintergründe der handelnden Gruppen vermittelt Boyle dadurch, dass er abwechselnd aus der jeweiligen Sicht seiner fünf Protagonisten erzählt – Star, Marco und Ronnie, sowie Sess und Pamela. Ich weiß gar nicht, welchem der beiden Handlungsstränge, die sich aufeinander zubewegen, ich mit mehr Neugier und mehr Freude am Lesen folgte. Beide haben ihre Glanzlichter, aber auch ein paar Hänger. Die Reise der Hippiekommune und schon deren Vorbereitung empfand ich als ermüdend, wie ich auch die Geschichte um Pamelas Wahl ihres Lebenspartners in Alaska für aus der Luft gegriffen hielt. Von solchen, sehr raren Passagen abgesehen hat mich Drop City von vorne bis hinten gefesselt. Fazit: Wer in Bezug auf sein Alter allzu weit von den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts entfernt ist, wird wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, die Romanhandlung nachzuvollziehen. Zu fremd und unverständlich dürfte das prä-feministische, sex-, drogen- und alkoholfixierte Kommunenleben und vor allen Dingen die ständig eingewobenen Verweise auf damals aktuelle Rockgruppen, deren Songs und Texte wirken. Lesern im passenden Alterskorridor aber dürfte T.C. Boyles Abrechnung mit dem Lebensentwurf einer Generation gefallen; vor allen Dingen deshalb, weil der Autor ohne jeden Sarkasmus das Versickern dieser Bewegung in den Notwendigkeiten des Lebens beschreibt. Aus meiner Sicht hat sich Boyle mit Drop City alle fünf Sterne verdient, obgleich mir bewusst ist, dass jüngere und ältere Leser als ich wahrscheinlich deutlich weniger Gefallen an diesem Roman haben werden.

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    14. August 2012 um 12:07

    Hippies, Drogen & Alaska Es geht in dem Roman zum einen um eine Hippiegemeinschaft, die in Kalifornien lebt, dort aber nicht mehr willkommen ist. Sie beschließen dann nach Alaska zu ziehen. Zum anderen wird das Leben von Sess Harder, einem einsiedlerischen Waldläufer in Alaska, berichtet, der Pamela heiratet, eine Frau, die aus der Großstadt vor der Kriminalität und dem Konsum fliehen möchte. Ihr Leben ist sehr harmonisch mit der Natur verbunden und eigentlich sehr unaufregend, bis die Hippiekommune plötzlich ihre Nachbarn werden. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut und unterhaltsam. Ich wollte vor allem ein Buch über das Thema Hippies, Aussteiger, Kommune, Flower-Power lesen. All diese Ansprüche wurden erfüllt. Es zeigt ein beeindruckendes, realistisches und schonungsloses Bild dieser Szene. Vor allem wird einmal mehr deutlich, so frei, sozial und tolerant die Hippies oft dargestellt werden, so inkonsequent in ihrer Haltung und in ihrer Lebensführung sind sie. Des Weiteren hört die Toleranz oft auf, sobald die Mitmenschen nicht genau so denken. Freie Liebe heißt dann oft, jeder muss mit jedem schlafen und wenn man das mal nicht will, ist man gleich verklemmt. So wird im Buch sogar eine Vergewaltigung einer 14jährigen erwähnt. Des Weiteren ist der Drogenkonsum der Gemeinschaft schon enorm. Kein Tag vergeht ohne und da kann es auch schon mal vorkommen, dass selbst kleine Kinder eben LSD-geschwängerten O-Saft trinken. Das oberste Ziel ist relaxen und Arbeit kommt später, so dass z.B. die Klos verstopfen. Es ist insgesamt, wie gesag, ein schonungsloses, realistisches, aber völlig interessantes und faszinierendes Bild dieser Gesellschaft, dass T.C. Boyle zeigt, und in diesen wirklich guten Roman verpackt. Mir persönlich gefiel die Geschichte um Sess fast noch besser. Ich fand sie einfühlsamer und spannender - vor allem waren mir die Charaktere Sess und Pamela viel sympathischer. Bewertung: 4 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    awogfli

    awogfli

    Eine wunderbare Geschichte ganz im Boyle'schen Style über die Hippiekolonie Drop City, die von Kalifornien nach Alaska zieht und sich dort den Herausforderungen der Natur stellt. In ausgezeichneter Qualität wird der Alltag des Kommunenlebens geschildert von den Drogen über freien Sex und Versorgungs- bzw. Entsorgungsproblemen bis hin zum Lagerkoller. Alle Figuren sind sehr dicht und detailgetreu entwickelt. Leider war für mich der Roman etwas mühsam, was immer gleich daran zu erkennen ist, dass ich für ein Buch mehr als 1,5 Wochen benötige. 200 Seiten weniger würden die Qualität des Romans erheblich verbessern, ich muss wirklich nicht an jedem einzelen Jointzug, jeder ACID-Limo beteiligt sein und brauche auch nicht an jeder Raststätte auf dem Weg von Drop City Süd nach Alaska einkehren. Mit einer gezielten Reduktion der Seiten und Szenen würde die Geschichte erheblich an Tempo und Elan gewinnen. Aber dass kennt man ja von Boyle eh und auch von vielen anderen Amerikanern ohne überbordende epische Breite gehts einfach nicht. Fazit: Guter Roman super Story, aber ein bisschen weniger davon wär besser gewesen.

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    • 2
  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    FlorianTietgen

    FlorianTietgen

    Der Roman erzählt zwei Geschichten. Die von Sess und Pamela, die in Alaska heiraten und überleben, die sich dort einrichten und deren Kampf gegen Joe Bosky, der es aus irgendeinem Grund auf Sess abgesehen hat. Und er erzählt die Geschichte einer Hippiekommune, insbesondere der Leben von Pan, Star und Marco, die von Kalifornien nach Alaska zieht und sich etwas blauäugig den Bedingungen dort stellt. Die Charaktere sind einprägsam und genau gezeichnet, manchmal vielleicht etwas übertrieben und in den Nebenfiguren manchmal etwas eindimensional. Die Landschaften sind lebendig und werden spürbar und sinnlich geschildert. Insgesamt ist das Werk in für Boyle typischer Art etwas geschwätzig und man verpasst nichts, wenn man mal einige Zeilen überspringt oder sehr rasant quer liest. Auch geht durch die Detailbesessenheit zuweilen die eigene Fantasie etwas verloren. Der für mich spannendste Konflikt war der zwischen den der kapitalistischen Gesellschaft überdrüssiger Stadtkinder, die vegetarisch zurück zur Natur wollen und den Lebensgewohnheiten derer, die ohnehin fernab des schlimmsten Kapitalismus lebend auf Fleisch zum Überleben nicht verzichten können. Insofern war es eine gute Idee, die Hippies ausgerechnet nach Alaska ziehen zu lassen, denn dort prallen verwöhnte Luxusaussteiger auf eine Welt, die sich so doch nicht herbeigesehnt hatten, obwohl sie doch dem propagierten Ideal am nächsten kommen müsste. Andererseits wertet genau dieses Setting die Motive der Hippies natürlich herab, denn die Fragen, die sie stellen, waren natürlich genau so wichtig und berechtigt wie die, die Pamela den Kommunemädchen bezüglich des Drogenkonsums stellt. Die individuellen Motive, sich der Bewegung anzuschließen, sind dort, wo sie genauer beleuchtet wurden, natürlich so verschieden wie sie nur sein können. Politische Überzeugungen verkommen auch so oft zu Phrasen und der Frage: Waren die Hippies überhaupt politisch? Das Buch ist auf alle Fälle unterhaltend, für mein Gefühl dennoch mindestens 100 Seiten zu lang, trifft in Beschreibungen sicher Geist und Atmosphäre der Hippiebewegung, auch, wenn ich die nach wie vor wichtig finde.

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    • 2
  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    Ich denke, eines seiner wirklich guten Bücher. Vor allem funktioniert es als Abgesang auf diese bräsigen Hippie-Ideale. Es ist halt ein Unterschied, ob man aus der gepflegten Mittelklasse in eine Kommune aussteigt und einen leckeren Joint zum Frühstück durchzieht, und dann erstmal den halben Tag abgammelt, oder ob man wirklich dazu gemacht ist, in der rauen Natur zu (über)leben. Zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die nach und nach und sehr behutsam zusammengeführt werden. TC Boyle kann natürlich grandios schreiben, und das zeigt er auch. Gute Dialoge, keine Redundanzen, die Handlung wird vorangetrieben. Ein uneitler Roman.

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    • 3
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    05. January 2012 um 17:02
  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    Holden

    Holden

    Boyles großer Abgesang auf die Hippiezeit, erstaunlich realistisch und auch mit durchaus negativen Gesichtspunkten, während ansonsten die Zeit ja allgemein doch sehr verklärt wird. Der zentrale Handlungsstrang ist der Umzug einer Kommune aus Kalifornien nach Alaska. Als Resummee des Ganzen kann man festhalten, daß das Hippiedasein eben nur für einen bestimmten Menschenschlag der richtige way of life ist.

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    • 2
  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    LarissaMaria

    LarissaMaria

    21. April 2010 um 23:23

    eines meiner Favoriten... Sehr realistisch erzählt, zeigt die sonnigen sowie auch die Schattenseiten des Daseins als "Blumenkind" ...

  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    Neil Jung

    Neil Jung

    15. December 2009 um 23:06

    Zwei Erzählstränge: eine Hippiekommune in Kalifornien, bei denen nicht alles, aber doch einiges Love & Peace ist; und ein Trapper in Alaska, der eine Frau findet, die raus aus der Stadt will. Irgendwann treffen die beiden Geschichten aufeinander, weil die Hippies die Ranch in Kalifornien räumen müssen und in die eisige Dunkelheit Alaskas ziehen, wo gerade eine Hütte verfügbar ist. Harte Zeiten für die Hippies. Eine interessante Ausgangslage, sehr witzig und treffend geschrieben.

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    Bogus

    Bogus

    25. November 2009 um 15:57

    Wenn... sonnenverwöhnte Hippies nach Alaska reisen, Bären ein Ohr abgeschossen wird, feucht - fröhliche Parties gefeiert werden, sich Menschen entfremden und in der großen Stille der Natur ihr Glück finden, dann befindet man sich in T.C. Boyles Werk "Drop City". Mit unglaublicher Sprachgewalt schafft es Boyle ein Meisterwerk der Extraklasse abzuliefern. Die verschiedenen Handlungsabläufe plätschern anfangs noch allein vor sich hin, aber dann fließen sie ineinander und reißen einen mit einer wahren Sturmflut mit. "Drop City" animiert zur Befreiung gesellschaftlicher Zwänge, stellt aber auch teilweise die idealistische Generation der Hippies in Frage. Das macht das Buch nicht nur für Träumer real.

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    delijha

    delijha

    04. May 2009 um 00:44

    Meine Meinung: Grundsaetzlich langeweile ich mich sehr oft, wenn ich "Belletristik" lese - als Fantasyleser braucht man oft das Reinleben in andere Welten, in Unnatuerliches. Wenn man Belletristik liest, muss man sich meistens mit Alltagsdingen konfrontieren. Ich neige dann dazu, "quer zu lesen"... bei Drop City war das anders. Ist es bei T.C. Boyle uebrigens immer irgendwie. Er schafft es, auch den trivialsten Begebenheiten etwas Sonderbares abzugewinnen. Das Buch faengt an wie man's erwartet: Kommunenleben, Spaß, Musik und Drogen und das 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Boyle laesst sich viel Zeit alle Charaktere der Kommune recht ausfuehrlich vorzustellen. Ich mochte es sehr, dass er gerade am Anfang volles Tempo darauf verwendet, einem das Spießerleben so richtig mies zu machen - man wuenschte sich beinahe, Teil dieser Spaßgesellschaft zu sein. Aber eben auch nur beinahe, denn Boyle hat ueber das ganze Buch hinweg all die kleinen Gehaessigkeiten, schlechten Charakterzuege gestreut, die am Ende den Zerfall der Kommune herauf beschwoeren. Das Verfaulen von Innen. Aber ob sie tatsaechlich verfallen wird, verrate ich hier natuerlich nicht ;) Irgendwann ist allerdings Schluss mit Sonne, kostenlos Wohnen mit Strom, Drogen, Alkohol und leben von der Stuetze. Drop City muss sich auf den Weg machen in den Norden, denn ihr großer Guru Norm hat noch einen Trumpf im Aermel... eine Blockhuette in Alaska - leben von dem, was die Natur so hergibt. Dass ewige Nacht und klirrende Kaelte nicht nur romantische Gefuehle heraufbeschwoeren, wollen die Hippies sich da noch gar nicht vorstellen. Fand ich die Drop City-Kommune im sonnigen Sueden noch recht ermuedend und dachte auch (trotz Boyles tollem Schreibstil) schon an den naechsten erloesenden Fantasyschinken, den ich nachschieben wollte, so wurde Drop City-Nord und der Weg der Kommune nach Alaska geradezu grandios. Auch die Einfuehrung des "Trappers" Sess und seiner Frau Pamela waren eine willkommene Abwechslung. Sess ist einfach ein knorke Kerl, ein richtiger Naturbursche... und mein absoluter Lieblingscharakter aus dem Buch. Ich wuerde das Buch guten Gewissens weiterempfehlen - besonders an Leute, die eh gerne ueber die wilden 60er und 70er lesen. Dieses Buch bedient alle Klischees und ist doch durchzogen von Boyles sonderbaren Ideen und teilweise grenzwertigen (aber absolut realistischen) Blicken in die Abgruende der menschlichen Seele. Ein Sternchen zieh ich ab, weil ich einfach fuer das Genre zu ungeduldig bin und wenn nicht hinter jeder Ecke eine Ueberraschung wartet, ich das leicht als langweilige Laenge empfinde... aber das soll nicht abschrecken :)

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2009 um 12:47

    T.C. Boyle nimmt sich in »Drop City« der Hippiezeit an, und dies war wohl überfällig. Schließlich hat er jene bewegenden Jahre, die unsere Gesellschaft nicht unwesentlich veränderten, selber hautnah miterlebt; vielleicht sogar mehr, als ihm lieb war, wenn man mal einen Blick auf seine Biographie wirft. Deshalb scheint sich der Autor auch wie Zuhause zu fühlen, wenn er von den Prioritäten der Hippiegeneration schreibt, von der freien Liebe, von Drogenparties, vom Lebensgefühl und dem Soundtrack jener Zeit. Seine Sprache passt auf jeden Fall bestens zu diesem Thema, besser als zu jedem anderen Roman, den er bisher geschrieben hat. Althippies tendieren ja normalerweise dazu, ihre bewegende Jugend zu verklären. Boyle jedoch nicht, und das war wohl auch von vornherein nicht zu erwarten. Er lässt seine Protagonisten in gewohnter Manie durch die Geschichte stolpern, was dazu führt, dass weniger die positiven Grundgedanken und Ansätze, die die Hippiegeneration hatte, sichtbar werden, sondern vielmehr ihre naiven und selbstzerstörerischen Seiten. Wie schon der Klappentext des Buches verrät, lässt Boyle in »Drop City« zwei völlig verschiedene Welten aufeinanderklatschen: kalifornische Hippie-Pioniere und rustikale Einsiedler aus Alaska. Da ist das dicke Ende vorprogrammiert; ein Ende, das einem nicht im Regen stehen lässt, aber auch noch genug Freiraum für eigene Gedanken und Überlegungen bietet.

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  • Rezension zu "Drop City" von T. C. Boyle

    Drop City
    Stephenie

    Stephenie

    27. July 2008 um 13:08

    Ein gutes Buch, ein wenig verrückt aber das sind ja fast alle von Boyle´s Büchern

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