T. C. Boyle Ein Freund der Erde

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Ein Freund der Erde“ von T. C. Boyle

Wir schreiben das Jahr 2025. Der Treibhauseffekt hat voll zugeschlagen, in etlichen früheren Weingebieten wird inzwischen Reis angebaut. Die meisten Säugetiere sind ausgestorben, und das Essen ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Ty Tierwater, militanter Ökoaktivist in den 80er Jahren, kümmert sich als rüstiger und nur sexuell leicht frustrierter Fünfundsiebzigjähriger im Auftrag eines schwerreichen Popstars um ein paar verwahrloste Tiere, die zu den letzten ihrer Spezies gehören. Da taucht eines Tages seine Ex-Frau Andrea mit einem ganz besonderen Anliegen wieder bei ihm auf. - Boyle beschreibt in seinem neuen Roman eine Zukunft, die schon begonnen hat. Mit Sarkasmus und seinem unverwechselbaren Witz schildert er eine verwüstete, zerstörte Welt, in der noch immer ein Fünkchen Hoffnung keimt. »T. C. Boyle läuft zur gewohnten Hochform auf man schaudert vergnügt aufs neue, den Meister am Werk zu sehen.« Welt

Wie immer wortgewaltig, aber irgendwie langweilig.

— buchhase
buchhase

Ich weiß nicht, woran es liegt, dieser Boyle ist nicht meiner. Projekt nach zwei Anläufen abgebrochen.

— Alira
Alira

Den Inhalt und die Story find ich gut, aber die erste Hälfte zog sich bei mir ziemlich, nun bin ich etwa in der Mitte und es wird etwas besser. Mir ist es streckenweise zu langatmig.

— eze
eze

Die Geschichten von T.C. Boyle fesseln mich oft durch ihre Einzigartigkeit. 'Ein Freund der Erde' ist jedoch so utopisch und schwachsinnig, dass ich mich mit diesem Buch gar nicht anfreunden kann, es aber dennoch zu Ende gelesen habe.

— alyeska
alyeska

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  • T. C. Boyle in Hochform

    Ein Freund der Erde
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    26. November 2016 um 15:14

    Im Jahr 2025 sieht es mit der Erde ziemlich düster aus. Die meisten Säugetiere sind ausgestorben und das Klima ist ruiniert. In dieser finsteren Zukunft lässt Boyle seine Hauptfigur Ty Tierwater, seines Zeichens Tierpfleger, die vergangenen Jahre Revue passieren. Ty lebt auf der Farm eines alternden Popstars, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die hässlichen Tierarten zu retten, für die sich sonst niemand interessiert. Erdferkel zum Beispiel. Während eine Klimakatastrophe die nächste ablöst und Ty versucht, die Tiere zu retten, schweift sein Blick auch in seine eigene Vergangenheit. Und dann taucht unerwartet seine Exfrau auf. Damals, in den 1980er Jahren, war Tierwater milianter Ökoaktivist der Gruppe Earth Forever!, der zusammen mit seiner damaligen Frau Andrea auch mal nackt im Urwald übernachtetet (Stichwort Adam+ Eva) um der Welt zu beweisen, dass sie in die falsche Richtung steuert. Dabei ist im auch das Gesetz relativ egal, er dient größeren Zielen und ist gleichzeitig doch auch nur in die Aktivistenszene hineingestolpert. Doch die Radikalisierung geht schnell. Bald geht es um nichts anderes als die Rettung der Welt und wenn seine Familie von Behördenwillkür bedroht wird, dann sieht Ty Rot. Die gemeinsame Tochter Sierra nimmt sich ihre Eltern zum Vorbild. Mit fatalen Folgen. Sie beschließt einen Mammutbaum zu besetzen, der gefällt werden soll und weigert sich, ihn zu verlassen. Egal, ob Papa oder Bagger kommen - sie bleibt stur. Boyle beschreibt eine Welt am Abgrund. In urkomischen und gleichzeitig traurigen Szenen wird die Zerstörung der Natur und ein Familiendrama beschrieben, dass wie so oft bei Boyle, in einer sintflutartigen Katastrophe endet. Dabei entsteht die Spannung gerade dadurch, dass lange nicht klar ist, was genau mit Tys Tochter passiert ist. Auch der Wandel von Ty zu immer radikaleren Methoden, die anfänglich doch gar nicht radikal daher kommen, wird eindrücklich geschildert. Man weiß nur, dass Andrea, eine Journalistin im Schlepptau, die Geschichte ihrer Tochter wieder an die Öffentlichkeit bringen will... Mir hat der Roman sehr gut gefallen, die Jahressprünge (1989 vs 2025) sorgen für Spannung und das Thema ist brandaktuell. Wie so oft bei Boyle kommt es zu großartigen, witzigen Szenen, wenn es darum geht, die wilden Tiere nach einem Unwetter in der Villa des Popstars wieder einzufangen. Ein rundum gelungenes Ökodrama, das, wie so oft bei Boyle, in gleichen Teilen tragisch und komisch ist.

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  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    thursdaynext

    thursdaynext

    Mein bisher liebstes Buch von ihm. Zum einen wegen der Thematik : Ökoaktivist, Umweltzerstörung etc. Zum anderen wegen des Genres : Science Fiction. Boyle denkt die Gegenwart weiter und beschreibt eine mögliche Zukunft. Das Ganze aus der Sicht eines getriebenen Gutmenschen, der in allem völlig versagte. Seien es Beziehungen oder die Erziehung seiner Tochter. Mal abgesehen von der missglückten Rettung der Erde wie wir sie kennen, sein Leben eine Metapher für den Zustand des Planeten. Immerhin lebt er noch, einigermaßen komfortabel, hält nutzlos gewordene fast ausgerottete Tiere am Leben die keiner vermissen würde außer ihm selbst und denkt trotz seines fortgeschrittenen Alters an Sex. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein unterhaltsamer, witziger Roman, mit symphatisch verkorkster Hauptperson. Einer der "guten" Boyles ohne ermüdendes Geschwafel. Zukunftsweisend, urkomisch und wie immer Geschmackssache. 5 Sterne, wasserdicht anziehen....

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    • 3
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    19. November 2014 um 10:23
  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    BRB-Jörg

    BRB-Jörg

    Manchmal gibt es so etwas. Man bekommt ein Buch geschenkt von einem Autor, der allgemeinl hoch gelobt wird. Außerdem bekommt man es auch noch vom besten Freund geschenkt - "wenn es ihm etwas bedeutet, dann sollte es auch für mich irgendwas sein", so dachte ich zumindest. Leider war es nicht so, im Gegenteil. Dies hier ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich dreimal (!) den Versuch gemacht habe, aber es jeweils nicht mal bis zur Hälfte geschafft habe. Davon abgesehen, dass die Story sehr kryptisch und verstörend beginnt, war es hauptsächlich der Sprachstil, der mich mehr als genervt hat. Sicherlich irgendwo raffiniert, aber dennoch stets nervend. Wenn ich lese, möchte ich mich irgendwo auch zurücklehnen und entspannen können. Das ging hier nie. Vom ersten Satz an kamen bei mir weder Freude, noch Spaß auf, gepaart mit völligem Unverständnis bzw. Desinteresse an der Story an sich. Wenn ich das Gefühl habe, etwas zu lesen müssen, für dessen Verständnis man nen Diplom braucht, dann greife ich zu einer Dissertation. Das hatte ich in den Momenten, als ich zu Boyles Buch gegriffen habe, aber leider nie. So allerdings werde ich, nur mit nem 2er Abitur ausgestattet, auch künftig aber einen Bogen um T.C. Boyle machen. Und der beste Freund ist auch nicht sauer drüber...

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    • 2
  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    Elodin

    Elodin

    11. March 2013 um 18:31

    Fand ich überhaupt nicht witzig, ging mir nur auf die Nerven, musste ich weglegen.

  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    Holden

    Holden

    Boyle beschreibt eindringlich die Entwicklung engagierter NAturschützer in immer riskantere und gegen Ende hin nur zerstörerischer Projekte und weist gleichzeitig auf die Unmöglichkeit hin, ein ökologisch korrektes Leben zu führen

    • 3
    Holden

    Holden

    07. February 2011 um 18:05
  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    18. May 2010 um 22:31

    T.C. Boyle polarisiert! Das ist mir klar, seit ich die Rezensionen hier gelesen habe. Ich jedenfalls finde dieses Buch großartig und wahrhaftig. Vor gut zehn Jahren geschrieben, befinden wir uns doch mitten in dieser apokalyptischen Geschichte. Im Gegensatz zu vielen anderen mag ich nicht nur die Hauptfiguren, mir scheint auch der Ton, den Boyle für diese Buch gewählt hat, der Stil, absolut richtig. Wahnwitzig und anrührend, verstörend, mit Galgenhumor, und nachdenkenswert. Wie schon oft, hat Boyle bei mir alle Sinne berührt, und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

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  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    kopfkranz

    kopfkranz

    04. December 2008 um 11:58

    Das ist mein mit Abstand am leidenschaftlichsten gelesener Roman. Es gibt ein paar Stellen an denen ich mir weniger belangloses gewünscht hätte, aber das nimmt man ohne weiters in Kauf.

  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    11. September 2008 um 10:13

    Langweilig, Obwohl ich andere Bücher von T.C. Boyle mit Vergnügen gelesen habe, köstlich sind "Grün ist die Hoffnung" oder "Wassermusik" (sicherlich sein bester Roman) oder der Erzählungsband "Greasy Lake" (T. C. Boyle at his best) war "Ein Freund der Erde" für mich eine Qual. Die ersten ca. 250 Seiten war ich wirklich sehr knapp davor aufzugeben und dieses Buch ungelesen zurückzustellen. Dann aber habe ich es mit viel Mühe (und in erster Linie aus sportlichem Interesse...) geschafft, dieses Buch fertig zu lesen. Fazit: überflüssiges Buch, langweilig geschrieben, dogmatisch und vor allem, leider zu keinem Moment je wirklich interessant! Auch T.C. Boyles schwarzer, skurriler Humor wirkt in diesem Buch wie aufgesetzt. Auch ein wirklich guter Schriftsteller, wie T. C. Boyle zweifellos einer ist, können mal ein schlechtes Buch schreiben, deshalb 2 Sterne und nicht 1 (oder gar keiner).

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  • Rezension zu "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde
    buxe1877

    buxe1877

    20. June 2008 um 10:30

    Einer der starken Romane Boyles, auch wenn die regnerische Stimmung der skizzierten Zukunft streckenweise zu sehr auf dem Erzähltempo lastet.