T. C. Boyle San Miguel

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Inhaltsangabe zu „San Miguel“ von T. C. Boyle

The biggest novel yet from the master of American fiction, the New York Times bestselling author of The Women, T.C. Boyle (Quelle:'Fester Einband/11.10.2012')

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  • San Miguel

    San Miguel

    BluevanMeer

    30. December 2016 um 18:37

    Die kleine Insel San Miguel vor der kalifornischen Küste wird in T.C.Boyles Roman der Lebensmittelpunkt für drei sehr unterschiedliche Frauen, die versuchen, ihr Glück zu finden. Der Roman beginnt 1888, als der Bürgerkriegsveteran Will Waters seine schwer kranke Frau Marantha auf die Insel bringt. Ihr letztes Geld haben die Waters in das karge Eiland gesteckt, auf dem Will Schafe züchten und endlich zu Erfolg kommen möchte. Aber Marantha ist für das harte und einsame Leben auf der Insel nicht gemacht und auch wenn sie sich bemüht, ihre Gesundheit macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Auch ihre Adoptivtochter Edith leidet unter der Langeweile der Insel und beginnt einen intensiven Flirt mit einem der Schafzüchter, standesgemäßer Umgang ist der rebellischen Tochter egal. Zudem macht ihr Mann dem Hausmädchen schöne Augen. Als die Familie Schafen, Schimmel und rauhem Klima endlich den Rücken kehren, ist es für Marantha zu spät. Ihre Tochter Edith wird von Will zurück auf die Insel gebracht und leidet schrecklich unter der Einsamkeit und fehlenden Möglichkeiten. Mit der Schule und irgendeiner Form von Ausbildung und gesellschaftlicher Unterhaltung ist es vorbei. "Barsche Worte von ihrem Stiefvater, Anordnungen: Nein, sie würde nicht auf dem Schlitten hinauffahren, sondern zu Fuß gehen - und dabei eine Traglast nehmen. Und dann das Haus, von dem die Farbe fast ganz verschwunden war, und sein Geruch nach kaltem Fett und noch kälterer Asche, fünf Uhr nachmittags und beinahe schon dunkel, und ihr Stiefvater, der sie am Arm packte und in Richtung Küche stieß. "Da sind die Vorräte", sagte er, "und da ist der Herd." (S.213) Sie ergreift die einzige Chance, die sich ihr bietet, um dem tyrannischen Vater zu entfliehen. Aber San Miguel ist nicht nur ein Ort der Einsamkeit. Jahre später, in den 1920er Jahren, verfallen Herbie und seine Frau Elise, die mit 1000 Büchern die Insel betritt, dem rauhen Charme der Landschaft. Herbie ist Kriegsveteran und Elise hat früher in einer Bibliothek gearbeitet. Die Presse feiert sie dafür, dass sie als rüstige Pionierfamilie ihre Töchter in der Weltwirtschaftskrise einfach und im Einklang mit der Natur großziehen. Boyle gelingt es meisterhaft, die Geschichten von drei Frauengenerationen zu erzählen, die alle auf San Miguel stranden und sich doch etwas ganz anderes erhofft hatten. Sie bleiben, weil ihre Männer und Väter es wollen und weil sie keine anderen Möglichkeiten haben. Gerade die Episode um Edith fand ich unglaublich deprimierend und auch schrecklich zu lesen. Ihr gelingt die Flucht von San Miguel, aber der Preis ist hoch. Zum Glück ist der Tonfall in der Geschichte von Elise und Herbie etwas leichter, aber auch hier trügt der Schein. Nicht umsonst liest Edith am liebsten Sturmhöhe, wenn sie einsam auf der Veranda sitzt. Auch wenn es keine so tragische Liebesgeschichte ist, die Boyle skizziert, wird deutlich, dass keine der Frauen auf Dauer auf dieser Insel glücklich sein kann. Ob das nun an ihren Männern oder der rauhen Natur liegt, steht auf einem anderen Blatt.

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  • Stimmungsvolle Charakterstudie vor toller Kulisse

    San Miguel

    letusreadsomebooks

    24. June 2015 um 18:25

    Im Jahr 1888 bringt Will Waters, ein Bürgerkriegsveteran, seine schwindsüchtige Frau Marantha auf die Insel San Miguel vor der kalifornischen Küste. Will erhofft sich dort die Genesung seiner Frau. Die beiden werden von ihrer Adoptivtochter Edith begleitet, die unter Wills Strenge leidet und versucht, ihm zu entkommen. Jahre später zieht Herbie Lester, ebenfalls ein Kriegsveteran, mit seiner Frau Elise von New York nach San Miguel. In Zeiten der Wirtschaftskrise werden die beiden von der amerikanischen Presse als Inbild einer starken Pionierfamilie gefeiert, doch hinter ihrer schönen Fassade zeigen sich bereits erste Risse. T.C. Boyle zeichnet in seinem Roman San Miguel das Schicksal dreier Frauen, die auf der einsamen Insel versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen und ihr Glück zu finden. Boyle charakterisiert die Frauen sehr eindrücklich, so dass ich schnell das Gefühl hatte, lebendige Figuren in ihrem Leben zu begleiten. Alle Frauen müssen sich den Visionen ihrer Männer unterordnen und versuchen sich damit zu arrangieren. Die Ehemänner werden als Pioniere dargestellt, die dem amerikanischen Traum hinterherjagen. Die Handlung bietet keine besonderen Höhepunkte sondern ist eher eine Charakterstudie, trotzdem ist der Roman flüssig und spannend zu lesen. Die heimliche Hauptfigur des Romans ist aber die namensgebende Insel San Miguel. Auf der Insel gibt es nur ein verfallenes Haus und eine ganze Menge Schafe. Durch die Kargheit in der Sprache wird die Insel gleichermaßen beschrieben, denn neben der Arbeit mit den Schafen gibt es nichts zu tun. Die Insel ist dem harten Wetter ausgesetzt und bietet nur wenige sonnige Tage. Obwohl die Geschichte immer auf derselben Insel spielt, betrachtet der Leser sie immer wieder aus einem anderen Blickwinkel. Es macht einen großen Unterschied ob man sie aus dem Blickwinkel der kranken Marantha betrachtet, die dem einsamen und entbehrungsreichen Leben nicht viel abgewinnen kann, oder durch die Augen einer anderen Frau, die auf der Insel scheinbar ihr Glück gefunden hat. Boyle orientiert sich in seiner Geschichte an wahren Begebenheiten, denn über beide Familien liegen Dokumente vor, die ihr Leben auf San Miguel beschreiben. Durch die präzise und wortgewandte Sprache des Autors werden historische Geschehnisse wieder zum Leben erweckt und mit der Fiktion des Autors verbunden. Mit seinem Roman San Miguel gelingt Boyle eine Charakterstudie dreier Frauen, die stilistisch sehr gut gelungen ist, dabei aber keine wirklichen Höhepunkte bietet. Besonders gefallen hat mir die Darstellung der Insel, die auch immer wieder das Innenleben der Figuren spiegelt und die eigentliche Hauptfigur des Romans ist. Leider wird im Klappentext des Buches meiner Meinung nach zu viel der Handlung bereits vorweggenommen, weshalb es für mich etwas gedauert hat, bis Spannung aufgekommen ist.

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  • Das schwere Leben mit der Natur

    San Miguel

    Duffy

    23. February 2015 um 18:43

    San Miguel ist eine karge, den Naturgewalten ausgesetzte kleine Insel vor der kalifornischen Küste bei Santa Barbara. Die einzigen Menschen, die sich 1888 dort ansiedeln, sind die schwindsüchtige Marantha, ihr Mann, ihre Tochter und eine Magd. Doch der gewünschte Erfolg bei Maranthas Genesung bleibt aus, stattdessen gibt es Zerwürfnisse in der kleinen Gemeinschaft, bedingt durch die harte Arbeit und den verschiedenen Erwartungen. Die Familie gibt auf, kehrt aufs Festland zurück um nach Maranthas Tod noch einen Versuch, gegen den Willen der Tochter Elisa, zu unternehmen. 50 Jahre später versucht es die Familie Lester ebenfalls, diesmal auf der Flucht vor den Widrigkeiten der Zivilisation auf dem Festland und auf der Suche nach ruhiger Abgeschiedenheit. Wieder gibt es einen Kampf zwischen Mensch und Natur, der die Gemeinschaft auf eine harte Probe stellt. T.C. Boyle, längst schon unbestritten einer der größten Romanciers unserer Zeit, beschreibt hier in eindrucksvoller Weise mit seiner ausdrucksvollen Prosa den Kampf zwischen Mensch und Natur, schildert Zerreißproben im Gefüge des Klischees der Mann/Frau-Gesellschaft und schuf ein Bild des immerwährenden Traumes, die Natur beherrschen zu können, das aber auch immer eine Darstellung von Niederlagen sein muss.

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  • Traum von der einsamen Insel

    San Miguel

    AnnaChi

    T. C. Boyle hat mich mit seinen Büchern schon auf viele Reisen mitgenommen - diese nun führte nach San Miguel, einer Insel vor Santa Barbara, und zum Schicksal dreier Frauen, die von den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bis zur Zeit des Zweiten Weltkriegs ihr Leben dort verbringen (müssen). Fesselnd beschreibt Boyle das Leben der Frauen unter den extremen, primitiven Bedingungen der Insel, aber das eigentlich Faszinierende für mich war die herbe Schönheit der Insel San Miguel. So rief die karge Insel mit spärlicher Vegetation, auf der nur Schafe leben können und die unwirtlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt ist, eine (nicht lebbare) Sehnsucht nach Einsamkeit und Ruhe aus. Ein Buch für alle, die T. C. Boyle lieben - wenngleich Leser, die eine stringent erzählte, "schnelle" Geschichte erwarten, enttäuscht sein werden. Wer sich aber auf das Buch einlassen kann, wird es wie ich genießen

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    • 3
  • 'Man nannte sie den Friedhof des Pazifiks. Sie nannte es Nirgendwo.'

    San Miguel

    sabatayn76

    04. July 2014 um 14:28

    Inhalt: San Miguel, eine 35km² große, windgepeitschte Insel im Pazifischen Ozean: T.C. Boyle erzählt die Geschichte dreier Frauen, die von 1888 bis zu den 1940er Jahren auf der von der restlichen Welt abgeschnittenen Insel lebten, berichtet von ihren Wünschen und Träumen, von ihren Erfolgen und Enttäuschungen, von ihren Ängsten und Sorgen. Mein Eindruck: Ich habe bereits sehr viele Bücher von T.C. Boyle gelesen, mag seine Romane sehr gern, und auch 'San Miguel' hat mir insgesamt gut gefallen. 'San Miguel' lässt sich - wie vom Autor gewohnt - flüssig lesen, ist von Anfang an fesselnd und sprachlich anspruchsvoll. Ich konnte mir die Insel, die Protagonisten und die Ereignisse sehr gut vorstellen; die Charakterisierung der drei Frauen - Marantha, Edith und Elise - ist dem Autor sehr gut gelungen, auch die unterschiedlichen zeitlichen Epochen wurden meiner Meinung nach gut ausgearbeitet. Oft hatte ich beim Lesen das Gefühl, ich wäre persönlich involviert und mit vor Ort. Vor allem die Geschichten um die an Tbc erkrankte Marantha und ihre Tochter Edith haben mir außerordentlich gut gefallen und haben 5 Sterne verdient. Leider hat mich der Abschnitt um Elise und ihren Mann Herbie vor allem im Mittelteil weniger mitreißen und begeistern können, obwohl auch hier der Einstieg sehr spannend war und mich das Ende sehr bewegt hat. Insgesamt reicht es jedoch nicht für 5 Sterne, denn meiner Meinung nach bleiben zu viele Fragen offen und der Elise-Teil war mir bisweilen zu wenig fokussiert und zu ausufernd. Mein Resümee: Ein gelungenes Buch von T.C. Boyle, aber meiner Meinung nach nicht sein bester Roman.

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  • T.C. Boyle - immer wieder anders

    San Miguel

    Corsicana

    Eigentlich bin ich gar nicht so ein Fan von T.C. Boyle. Zu viel Ironie, zu viel Scheitern auf hohem Niveau. Auf der anderen Seite fasziniert mich immer wieder die schöne Sprache. Dieses Buch hat mich jedoch direkt überzeugt - obwohl auch hier die Protagonisten manchmal scheitern. Aber der Ton des Buches ist gefühlt wärmer und menschlicher als in anderen Büchern von T.C. Boyle, die Protagonisten waren mir gefühlt näher als sonst. Die Landschaftsbeschreibungen waren natürlich wieder wunderbar - ich konnte die windumtoste Insel fast fühlen.   Ein wunderbares Buch - wenn auch nicht gerade erbaulich.

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    • 3

    Corsicana

    12. March 2014 um 09:52
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