T. C. Boyle The Tortilla Curtain

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Inhaltsangabe zu „The Tortilla Curtain“ von T. C. Boyle

Ein Verkehrsunfall konfrontiert zwei US-Wohlstandsbürger mit der Kehrseite des Daseins, als sie das armselige Leben von illegalen mexikanischen Einwanderern kennenlernen.

Verstörend und traurig! Spannend zu gleich.. Ein buch, dass mich sehr beeindruckt hat!

— Claraphine
Claraphine

überspitzt, fast schon grotesk beizeiten, aber das Thema brandaktuell.

— Gwenliest
Gwenliest

Es ist nicht das beste Buch, das wir in der Schule gelesen haben, aber die Geschichte ist gut und T.C. Boyle beschreibt es sehr realistisch.

— jasmiin_1511
jasmiin_1511

Boyle's Schreibstil ist unvergleichlich. Wenn man ein Buch von ihm liest, stellt man sein ganzes Leben in Frage.

— ClaireDC
ClaireDC

T.C. wie er leibt und schreibt: kontrovers, ärgerlich und mit unangenehmen Wahrheiten

— ichundelaine
ichundelaine

Alle Klischees in einem Buch vereint

— tintenblau
tintenblau

Man hätte so viel aus dem Thema rausholen können - hat Boyle aber nicht...

— Fornika
Fornika

tiefgründig, leicht lesbar und verständlich. Allerdings an manchen Stellen sehr viel unnötige langweilige Beschreibung!

— _Lotusblume_
_Lotusblume_

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  • Ein Buch, das zum Nachdenken anregt ...

    The Tortilla Curtain
    ClaireDC

    ClaireDC

    07. April 2017 um 11:01

    T.C. Boyle ist für seine satirischen und kritischen Werke weltberühmt und mit "The Tortilla Curtain" nimmt er dies auf eine ganz neue Ebene. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von zwei Paaren - das amerikanische Paar, Delaney und Kyra, das alles in ihrem Leben und Candido und America. das mexikanische Paar, das gar nichts hat. An einem schicksalshaften Tag, kollidieren ihre Welten und alles nimmt eine unerwartete Wendung. Die Geschichte hat mir an sich gut gefallen. Boyle hat einen sehr speziellen Schreibstil und sein Werk strotzt nur so vor Sarkasmus. Er erzählt, wie Immigranten aus Mexiko von den weißen Amerikanern behandelt werden und was für Schwierigkeiten sie überwinden müssen, um im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen. Um es nicht zu beschönigen - es ist schrecklich. Vergewaltigungen, Raubüberfälle, Hunger, Kälte, Hitze, Regen, Überschwemmungen ... vor nichts sind Candido und America geschützt. Währenddessen leben die Ammis in ihren perfekten Häusern und ärgern sich über die "Ausländer, die überall sind und alles beschmutzen". Ich habe diesen kritischen Blick auf diese Vorherrschaft der Weißen sehr löblich gefunden. Somit können vielleicht einige Leser/innen reflektieren und ihrer Privilegien bewusst werden und sich fragen, wie sie diesen Menschen vielleicht helfen können. Als Kriegsflüchtling, weiß ich dies zu schätzen, was Boyle hier anstrebt. Es ist wichtig, dass Menschen die alles haben, darüber nachdenken und versuchen sich in die Lage derer zu versetzen, die von der Hand in den Mund leben. Das einzige Manko bei der Geschichte war die Hoffnungslosigkeit, die sich durch das ganze Buch gezogen hat. Nichts scheint zu funktionieren für Candido und America. Am Ende war es schon zu übertrieben, sodass es ins Unrealistische verfällt. Aber alles in einem finde ich das Buch sehr interessant und bin der Meinung, dass es jeder wenigstens einmal in seinem Leben lesen sollte - sei es auch nur um den eigenen Horizont zu erweitern. 

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  • Tortillas und Müsli

    The Tortilla Curtain
    ichundelaine

    ichundelaine

    18. June 2016 um 08:50

    Ganz zu Beginn: ich wurde mit dem Buch nicht in der Schule gequält, deshalb kann ich dafür auch fünf Sterne vergeben. Wenn man ein Werk, und sei es noch so toll, mehrere Monate mit einem teilweise absolut unfähigen "Pädagogen" durchkaut, wird es eigentlich immer schlecht abschneiden. Da ich den Tortilla Curtain freiwillig gelesen habe, fällt meine Kritik hier auch nicht so harsch aus, wie die, die ich hier bei LB gelesen habe.Die Geschichte von zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, spielt im sonnigen Californien, um genau zu sein in L.A. Einige Rezensenten stören sich an den Landschaftsbeschreibungen, die ich jetzt nicht übermäßig dominant fand, dafür aber wichtig, um die Geschehnisse besser verstehen zu können, denn: dort ist fast IMMER Sommer, für wettergeplagte Deutsche absolut unvorstellbar, aber auch ein Grund für sogenannte Shanty Towns und Wellblech-Siedlungen von illegalen Einwanderern aus Mexiko, die täglich zu hunderten die Grenze überqueren. Zwei davon sind Candido und seine 17jährige schwangere Frau America. Beim ersten Grenzübergang von Landsleuten ausgeraubt und fast vergewaltigt fristen sie ihr Dasein in einem Canyon. Leben von dem, was sie mit unmenschlicher Tagelöhner-Arbeit verdienen (was quasi nichts ist) und sind nicht nur Naturgewalten wie Wind, Wasser und Feuer ausgesetzt sondern auch brutalen Übergriffen von Amerikanern wie Landsleuten. Jeden Tag geht es bei ihnen um die Existenz und das nackte Überleben, der Umstand das America schwanger ist, macht es auch nicht einfacher. Auf der anderen Seite des Canyons leben Delayney und seine pseudo Müsli-Öko-Familie, die sich eher über Naturschutz, Artenvielfalt und Demokratie und vertrocknete Thanksgiving Truthähne sorgen und weniger darüber, ob sie heute etwas zu Essen finden. Das Leben der beiden Familien überschneidet sich mehrere Male in der Geschichte, doch wer hier nun eine herzerwärmende Story erwartet, kennt T.C. Boyle schlecht. Unbarmherzig schickt er die mexikanischen Einwanderer von einem Schlamassel ins nächste und verwandelt Delayney von einem wohlmeinenden Müsli-Demokraten in einen Waffe tragenden Wutbürger. Boyle erspart dem Leser wirklich nichts vom Elend der Einwanderer, dabei kommt er aber nicht ausschließlich mit der Mitleidskeule um die Ecke. Man könnte ihm hier vorwerfen, sich Klischess zu bedienen, was ich allerdings eher als stilistisches Mittel sehe. Das Buch ist gut und flott runter zu lesen und bekommt von mir eine uneinegeschränkte Leseempfehlung.

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  • Eine Welt voller böser Überraschungen

    The Tortilla Curtain
    CorinnaSmiles

    CorinnaSmiles

    Als US-Bürger Delaney Mossbacher den Mexikaner Cándido anfährt, prallen nicht nur Mensch und Auto, sondern auch zwei (Lebens-)Welten aufeinander. Der rechtschaffene, liberal-humanistisch gesinnte Delaney lebt mit seiner Familie in einer exklusiven Wohnanlage am Rande von Los Angeles. Konfrontiert mit dem Fremdenhass der Bewohner dieser privilegierten Kolonie, die sich vor Eindringlingen schützen wollen – vor der Masse der arbeitslosen Ausländer, die wie eine Heuschreckenplage über das Land einfallen – keimt auch in Delaneys Hinterkopf die Saat der nagenden Angst auf und er muss erschrocken feststellen, wie brüchig seine liberalen Überzeugungen letztendlich sind. Mexikaner Cándido verkörpert hingegen das Sinnbild des getretenen Hundes. Gemeinsam mit seiner schwangeren Frau América (deren Name schlicht und ergreifend alle ihre Hoffnungen an das Leben ausdrückt) ist er als illegaler Einwanderer in das Land des Überflusses gekommen, um seinen Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen – „ein richtiges Haus (…), in einer richtigen Wohngegend mit Gesetzen, Respekt und Menschenwürde“. In der bitteren Realität campieren die beiden im Canyon, leben in ständiger Angst vor der US-Einwanderungsbehörde, sind nahe dem Verhungern und der Willkür und Ausnutzung ihrer sporadischen Arbeitgeber ausgesetzt. So unterschiedlich die zwei Männer sind, führt sie das Schicksal doch immer wieder zusammen. Als schließlich die Katastrophe eintritt, drohen Cándido und América in einem Inferno zu versinken und Delaney beginnt seine Mission des Hasses. T. C. Boyles großartiger Roman ist eine Geschichte des Kontrasts – ein Kontrast, der weit tiefer geht als ein oberflächliches arm versus reich und der sich durch das ganze Buch hindurchzieht und jede seiner Szenen durchtränkt. Pechvogel auf der einen, Glückspilz auf der anderen Seite? So einfach liegen die Dinge nicht, denn hier hat jeder seine Last zu tragen, sei es auf der physiologisch-materiellen oder ideologischen Ebene. Boyle gibt den Lesern die Chance, beide Welten kennen und verstehen zu lernen, eigene Gefühle und Einstellungen zu reflektieren und – wann immer man glaubt, nun kann es für die elenden Pechvögel Cándido und América nicht mehr schlimmer kommen – Zeichen der Hoffnung zu setzen.

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    • 4
    FrauSchafski

    FrauSchafski

    05. May 2016 um 15:23
  • Zeitlose Parabel über Arm und Reich

    The Tortilla Curtain
    FrauSchafski

    FrauSchafski

    05. May 2016 um 15:16

    Alles beginnt mit einem Unfall, bei dem ein Mexikaner angefahren und schwer verletzt wird. Als Entschädigung drückt der Unfallverursacher, Delaney, dem Mann 20 Dollar in die Hand - aus diesem zynischen Auftakt entspinnt T.C.Boyle seinen Roman, der sich in zwei Haupthandlungsstränge teilt: Der eine Strang folgt dem verletzten Mexikaner Cándido und seiner Frau América, die sich illegal in Los Angeles aufhalten, der zweite Strang folgt Delaney und seiner Familie, wohlhabende Weiße, die in einem Bilderbuch-Vorort von Los Angeles leben. Schnell tun sich zwei Welten auf, die gegensätzlicher kaum sein könnten: Cándido und América, die unter schlimmsten Entbehrungen, Armut und Rassismus leiden, stehen hierbei stellvertretend für das Schicksal unzähliger illegaler mexikanischer Einwanderer in die USA. Delaney und seine Familie hingegen repräsentieren die wohlhabende, weiße Bevölkerung, die sich mit Luxusproblemen herumschlagen und mit mehr oder minder veholenem Unbehagen die steigende Zahl der Einwanderer beäugen. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, ist weder die eine noch die andere Seite unfehlbar, die beiden Welten nicht schwarz und weiß. T.C. Boyle vermag es, diesen Umstand deutlich nachzuzeichen. Bösartigkeiten und Schwarze Schafe gibt es überall. Letztlich ist es in diesem Fall nicht der Mensch, der allein Schicksale entscheidet, sondern die ihm übergeordnete Natur, die beide Seiten gleich beeinflusst, im Positiven wie im Negativen. Einzig das Ende ist vielleicht ein wenig zu vorhersehbar, die klassische, sich ankündigende Katastrophe, und ist dadurch nicht vollends überzeugend. Nichtsdestotrotz ist dieser Roman auch jetzt nach 20 Jahren absolut zeitlos und aktueller denn je und lässt den Leser an vielen Stellen in sich hineinhorchen, weil er sich in allzuvielen Momenten selbst ertappt: „Diese Menschen, [...] wer gab ihnen das Recht auf alle Reichtümer dieser Welt? [...] Sie lebten in ihren gläsernen Palästen mit Toren und Zäunen und Alarmanlagen, sie ließen halbgegessenen Hummer und Beefsteaks auf den Tellern liegen, während der Rest der Welt verhungerte, gaben allein für Sportausrüstung, Swimmingpools, Tennisplätze und Laufschuhe genug Geld aus, um ein ganzes Land davon zu ernähren und einzukleiden, und alle, auch noch die Allerärmsten, besaßen zwei Autos. Wo war da nur die Gerechtigkeit?“

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    • 2
  • America

    The Tortilla Curtain
    rallus

    rallus

    America, im Original The Tortilla Curtain, welches die Grenze zwischen Mexiko und den USA umgangssprachlich bezeichnet, ist eine illegale eingewanderte 17-jährige Mexikanerin, die mit ihrem Mann am Rande des Existenzminimums lebt. Beide sind illegal in Amerika, in der Nähe von Los Angeles und verdienen ihr Geld durch eine Arbeitsvermittlung, die sich nicht um ihre Illegalität kümmert. Eines Tages wird ihr Mann, Candido von einem Auto angefahren, als er die Schnellstrasse überquert. Delaney lebt mit seiner Frau, eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, in einer vornehmen Wohnsiedlung am Nordrand von LA. Delaney gibt dem angefahrenen Candido 20 Dollar. Diesen Zusammenprall nutzt TC Boyle um abwechselnd von beiden Lebenswelten zu erzählen. Eine gut bürgerliche, die Angst um ihre angesammelten Sachwerte hat und die andere Welt in der Träume zwar vorhanden sind, aber wo selbst der Ärmste noch dem Armen alles wegnimmt und stiehlt. Boyle erzählt von vielen Themen, Angst Rassismus, Umweltzerstörung. Jeweils die eine Partei macht die andere dafür verantwortlich. Dabei sind beide Seiten von Boyle so intensiv geschildert, dass man sich in beide Seiten sehr gut einfinden kann. Die Erzählung bedient zwar alle Klischees, die man sich vorstellen kann, doch sind die Charaktere fein säuberlich herausgearbeitet. Am Ende siegt die Natur in einem Parforceritt, über den Menschen. Ein sehr intensiver Roman von Boyle, der einer der wenigen Erzähler ist, der mit wenigen Pinselstrichen einen Menschen skizzieren kann. Boyle erzählt gradlinig, spricht in seinen Sätzen aber oftmals hintergründig andere Themen an. Dadurch werden seine Aussagen ambivalent, die Charaktere sehen aber nur eine Seite. Klare Leseemfehlung! Der Roman ist von 1995, wo die Angst der Amerikaner nur bei ihrer Südgrenze lag, 2001 sollte sich das Feindbild komplett ändern. Ein Roman der heute imer noch hochaktuell ist.

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    • 3
  • Man hätte so viel draus machen können

    The Tortilla Curtain
    Fornika

    Fornika

    05. September 2015 um 11:25

    L.A.: Glamour, Sonne, schmucker Lebensstil. Hier lässt es sich leben. Zumindest, wenn man wie Delaney Mossbacher auf der Sonnenseite des Lebens wohnt. In seiner upper-class-Gegend ist sein größtes Problem, dass die Muscheln zum Abendessen verkocht sind. Doch dann wächst sich eine „Bedrohung“ zu immer größerem Ausmaß heran: illegale Einwanderer aus Mexiko siedeln sich im nahen Canyon an, lungern auf Supermarktparkplätzen herum, „stören“ das Stadtbild. Zunächst für Delaney kein wirkliches Problem, doch dann ist er plötzlich ganz persönlich beteiligt und alles ändert sich.  Aus dem Thema hätte man so viel machen können. T. C. Boyle reflektiert leider nur sehr oberflächlich über das Einwandererthema, sammelt gängige Vorurteile zu Hauf und verliert sich in extrem langweiligen Beschreibungen von den nichtigsten Kleinigkeiten. Ich hätte mir eine kritische soziale Studie gewünscht, eine Erzählung, die nachdenklich macht. Starke Charaktere wollte ich sehen, jemand mit dem man sich identifizieren kann. Eine realitätsnahe Geschichte wenigstens, die einem das harte Leben als Illegaler näher bringt. Nichts davon habe ich bekommen. Sehr schade. Mir tut jeder Schüler leid, der dieses Werk als Schullektüre durchkauen musste.  Fazit: interessantes Thema, mehr aber auch nicht. (1,5 Sterne)

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  • Eine bissige Gesellschaftskritik, aktueller denn je

    América
    blauerklaus

    blauerklaus

    30. June 2015 um 18:44

    Als der Amerikaner Delaney Mossbacher den illegalen Einwanderer Candido aus Mexiko mit seinem Auto anfährt prallen nicht nur Menschen sondern zwei Schicksale aufeinander, die unterschiedliche nicht sein können. Auf der einen Seite das reiche amerikanische Ehepaar Delaney und Kyra Mossbacher, auf der anderen Seite die bitterarmen Mexikaner Candido und seine Frau América, die der Armut und Arbeitslosigkeit ihres Heimatlandes entfliehen wollen. Gekonnt nimmt Boyle seine Landsleute aufs Korn. Anhand von Delaney, der sich selber für weltoffen und tolerant hält, zeigt er uns, dass Weltoffenheit und Toleranz spätestens dann enden, wenn die eigene Bequemlichkeit in Gefahr gerät. Indem Boyle die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive aller vier Protagonisten erzählt wird der Leser unmittelbar in die Gedankenwelt der so unterschiedlichen Personen gezogen. Die grotesken Widersprüche der beiden Lebensentwürfe machen deutlich wie ungerecht die finanziellen Mittel auf der Welt verteilt sind. Ein bewegendes Buch, welches anhand der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa leider auch bei uns aktueller denn je ist. Das war mein erstes Buch von T.C. Boyle und es wird definitiv nicht das letzte gewesen sein. Klare 5 Sterne und eine große Leseempfehlung.

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  • Furchtbar zäh und an jeder Realität vorbei

    The Tortilla Curtain
    Thesulu

    Thesulu

    07. May 2015 um 18:41

    Ich musste The tortilla curtain für die Schule lesen und habe mich in meiner gesamten Schulzeit nie so sehr an einem Buch gelangweilt wie an diesem.  Dieses Buch hat keine Spannung beziehungsweise interessante Charaktere.  Alle Charaktere sind eindimensional bis auf den 'liberalen' Delany, der den Titel 'Liberalist' nur dadurch bekommt, dass er den Müll trennt und sich nicht dem Stress des normalen business Leben hingibt wie seine Frau.  Der einzige Wandel den Delany durchläuft ist, dass er von einem Mensch, dem der Rassismus seiner Frau vollkommen egal ist zu einem, gegenüber Mexikanern unglaublich feindlichem wechselt, der am Ende sogar Tötungsabsichten zeigt.  Das Ende ist unglaublich absurd und soll wahrscheinlich für Hoffnung stehen.. In meinen Augen macht es das Buch aber noch viel unglaubwürdiger als es sowieso schon ist.  Ich kann nicht verstehen, warum solche Literatur den Schülerinnen und Schülern im Unterricht aufgezwungen wird.  Dieses Buch ist in meinen Augen eindeutig nicht zu empfehlen und ich werde nie wieder etwas von T.C. Boyle lesen. 

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  • Tiefgründig, aber etwas langweilig

    The Tortilla Curtain
    _Lotusblume_

    _Lotusblume_

    11. June 2014 um 20:53

    An sich thematisiert das Thema interessante Probleme des illegalen Einwanderungsprozesses von Mexiko in die USA.  Was mir sehr gut gefallen hat ist die Gegenüberstellung von zwei verschiedenen Lebensstilen und die interessante Geschichte des mexikanischen Paars.  Wofür ich aber Sterne abziehen musste waren die ewig langen Landschaftsbeschreibungen, die an den Stellen überhaupt nicht nötig waren und den Lesespaß verdarben. 

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  • Über das Elend von Einwanderern

    América
    Alira

    Alira

    26. April 2014 um 20:58

    Die Geschichte handelt von zwei illegalen Einwanderern und deren
    Schicksalsschlägen sowie von einem aufgeklärten Humanisten, der im Laufe
    der Handlung zum Rassist wird.
    Durch den Wechsel der Perspektiven -
    eine Boyle-Spezialität – bekommt die Geschichte ein zusätzliches
    Spannungselement.
    Dieses Buch ist ein absolutes „Must have“!

  • Rezension zu "América" von T. C. Boyle

    The Tortilla Curtain
    Ay73

    Ay73

    31. July 2012 um 16:18

    Grenzübergang Amerika / Mexiko. Der Mexikaner Candido ist mit seiner Verlobten von Tijuana nach L.A. geflohen um ein besseres Leben zu haben anstatt in Tijuana auf den Müllhalden zu schuften Aber das sie sich illegal im Land aufhalten haben sie auch permanente Angst vor La Migra. Sie kampieren an einem Canyon nicht weit von der Schnellstraße entfernt. Candido und seine schwangere Verlobte träumen von einem besseren Leben. Und da geschieht das Unglück welches diese Buch eigentlich ausmacht. Delaney fährt eines Tages Candido an und anstatt im richtig zu helfen gibt er dem blutverschmierten Candido nur 20 Dollar und macht sich dann auf den Nachhauseweg. Delaney wohnt mit seiner zweiten Frau Kyra und ihren Sohn Jordan in einer schmucken Privatsiedlung. Ab dem Unfall hat man das Gefühl dass des Leben von diesen zwei Pärchen komplett aus den Fugen gerät. Candido kann nicht mehr arbeiten gehen, wobei „ARBEIT“ hier illegal beschäftigt von den Amerikaner bedeutet die die Einwanderer richtig schuften lassen für ein Hungerlohn. Delaney, ist freischaffender Journalist und Kyra Immobilienmaklerin. Der Wohnort von den Amerikaner wird immer weiter beschützt, es werden Mauern gebaut um sie vor den illegalen Einwanderern zu schützen. Das Buch zeigt aber auch wie rassistisch die Amerikaner sind und wie sie schnell (bei Verdachtsmomenten) mit dem Zeigefinger auf Mexikaner zeigen, anstatt mal hinter die Kulissen zu sehen ob es nicht doch ein Amerikaner war… Was das Buch anbelangt, es war mein erster von T.C. Boyle und ich bin eigentlich noch hin und hergerissen weil ich nicht weiß, ob das Buch grandios ist und einfach zu sehr auf Rassismus und Tragödie abspielt. Auch auf dem Klappentext stand, dass das Buch amüsante Stellen hat  leider habe ich die nicht gefunden. Ich fand das Buch nicht amüsant, ich fand es traurig was Menschen alles ertragen müssen nur um die Hoffnung nicht sterben zu lassen von einem besseren Leben.

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  • Rezension zu "The Tortilla Curtain" von T. C. Boyle

    The Tortilla Curtain
    Zuckerwattenbaum

    Zuckerwattenbaum

    12. December 2011 um 17:07

    Leider fand ich das Buch nicht so gut wie es mir beschrieben wurde.
    Die Abschnitte bei denen es um den illegalen Einwanderer handelte waren sehr interessant der Rest war jedoch ziemlich schlecht und nach ca. 150 Seiten habe ich das Buch zurückgelegt.

  • Rezension zu "The Tortilla Curtain (engl.)" von T. C. Boyle

    The Tortilla Curtain
    BigDi

    BigDi

    Unaushaltbar politisch korrektes Buch über die echten Probleme eines armen, vom Schicksal gef**** mexikanischem illegalem Einwanderer sowie seiner Frau im Kontrast zu den Pseudoproblemen eines typisch pseudohumanistischen, feigen und im Endeffekt gar paranoiden weißen US-Bürgers, überaus vorhersehbar, mit absolut uninteressanten Charakteren und einem zum Heulen versöhnenden Ende. Gute Intention, überaus schlecht umgesetzt.

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    • 2
    michella propella

    michella propella

    24. July 2011 um 18:23
  • Rezension zu "The Tortilla Curtain" von T. C. Boyle

    The Tortilla Curtain
    michella propella

    michella propella

    02. May 2011 um 19:51

    well. it wasn't much of a good read. somehow boyle makes you feel like he's the professor and you are the stupid student, who doesn't know about the way society works. he presents two couples (one american, wealthy, the other mexican, poor) with worlds as vast apart from each other as sun and earth. these worlds are fated to collide (how surprising!) ever so often and the plot drags on, really: it DRAGS ON. all characters are in their own little world, no development of understanding. over-the-top-cliché meets "i wanna teach my readers what immigration problems in california are like". including facts about the ever so prejudiced and hateful white society and helpless, bloodsucking mexicans. IT IS JUST SO OBVIOUS AND UNINTERESTING. well, if you like boyle i suppose you should not read this one. if you haven't read any of his books before, don't read this one if you are desperate to know more about the escalating crisis concerning mexican immigrants in CA, in prose, you might go ahaed :P

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  • Rezension zu "The Tortilla Curtain (engl.)" von T. C. Boyle

    The Tortilla Curtain
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    03. May 2009 um 21:18

    Ein Schulbuch. Und eines, was es in sich hat. Es hat mich beeindruckt und aufgewühlt - vom 3. Kapitel bis zur letzten Seite. Wir sollen einmal eine Szene grafisch darstellen - ich habe die Autoszene vom Anfang immer noch detailgenau im Kopf. Es könnte auch daran liegen, dass ich das Buch zweimal gelesen habe, aber die Spannung die zwischen den beiden Hauptfamiliengruppierengen ensteht, die Ungerechtigkeit die über das Schicksal der einen herrscht und das Unglück der anderen - all dies wird vortrefflich in diesem Roman geschildert.

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