T. C. Boyle Zähne und Klauen

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Inhaltsangabe zu „Zähne und Klauen“ von T. C. Boyle

Die 14 neuesten Erzählungen aus dem skurrilen Universum des T. C. Boyle: Mensch gegen Tier – Triebe gegen VerstandEin junger Mann nimmt eine afrikanische Raubkatze zu sich nach Hause, um ein Mädchen zu beeindrucken, und schon bald tobt sich in seinem Schlafzimmer die Natur aus. Eine Frau – des faden Vorstadtlebens mit Mann und Gärtchen überdrüssig – tut sich nachts mit streunenden Hunden zusammen. Sie bleibt nicht lange allein ...

Hm naja. Also. Ich konnte nur wenig damit anfangen.

— AnnieLovesTheSky
AnnieLovesTheSky
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  • Rezension zu "Zähne und Klauen" von T. C. Boyle

    Zähne und Klauen
    Karokoenigin

    Karokoenigin

    11. December 2012 um 16:49

    Ich weiß gar nicht wirklich, was ich über dieses Buch sagen soll, wenn ich mal ganz ehrlich bin. Aber erst einmal ein bisschen Formalitäten. Das ganze ist eine Zusammensetzung von Kurzgeschichten - genau genommen 14 Stück - die, wie dem Klappentext zu entnehmen ist - alle mit menschlichen Schlamasseln zutun haben. Das ganze ist auch nach einer dieser Kurzgeschichten benannt, allerdings spiegelt diese kaum die Inhalte der anderen Kurzgeschichten wieder, wie ich finde, doch mit Ausnahme von einer anderen, haben alle ihren Ursprung in zuviel Alkohol oder anderen verbotenen Substanzen. Ebenfalls mit Ausnahme von einer Kurzgeschichte, sind sie aus der Sicht eines Mannes geschrieben und die Frau übernimmt im Großen und Ganzen eine eher nebensächliche, wenn nicht sogar negativ belastete Rolle. Alles hat seinen Ursprung in zuviel Tragik oder unglücklichen Zufällen. "Ich sagte ihm nicht - vielleicht wusste er es ohnehin -, dass Jimmy die Krematoriumsschachtel mit der Asche seines Sohnes im Krankenhaus in Empfang genommen und in den Kofferraum seines Chevrolet Suburban gestellt hatte, dass er nach Hause gefahren war, wo seine Frau steif und vollgepumpt mit Beruhigungsmitteln im großen Doppelbett im ersten Stock gelegen hatte, und dass er die Schachtel die ganze Nacht hindurch an die Brust gedrückt hatte." (S. 28) Ich muss gestehen, dass ich das Buch ziemlich anstrengend zu lesen fand und auch nicht so begeistert davon bin, wie der Klappentext es vielleicht verspricht. Der Schreibstil ist ziemlich anstrengend zu lesen und beruht auf vielen Details, wie sie in Kurzgeschichten nun einmal oft vorhanden oder versteckt sind.

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  • Ein böses Vergnügen und ganz große Literatur

    Zähne und Klauen
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 07:00

    "Warum hat dieses Buch eigentlich solange unangetastet in meinem Regal gestanden?" Diese mir selbst gestellte Frage fasst gut zusammen, was mir nach Beendigung der Lektüre von "Zähne und Klauen" als erstes durch den Kopf gegangen ist, denn T.C. Boyles mittlerweile sechste Kurzgeschichtensammlung, die im Februar 2010 nun auch als Taschenbuch erscheint, beweist einmal mehr, welch begnadeter und vor allem humoriger Schreiberling der Amerikaner ist. Wie kein anderer Autor vermag er es, den nur auf den ersten Blick banalen Alltag in all seinen Facetten zu schildern, wobei die oftmals liebenswürdigen Helden am Ende nicht selten an sich selbst und ihrer Umgebung scheitern. Das ist auch in "Zähne und Klauen" nicht anders, wobei diesmal der Mensch in erster Linie gegen die Natur antreten muss, die sich ihm in den folgenden 14 Kurzgeschichten mit all ihren Tücken in Weg stellt: Windsbraut Hundologie Der freundliche Mörder Vom raschen Aussterben der Tiere Jubilation Rastrow's Island Chicxulub Hier kommt Alle meine Schiffbrüche Geblendet Zähne und Klauen Die Unwägbarkeit des Wassers: Madam Knights Reise nach New York, 1702 Gegen die Wand So unschuldig die Titel auch wirken, spätestens ab der vierten Geschichte, "Der freundliche Mörder", wird dem Leser bewusst, dass noch einiges auf ihn zukommt. Boyle konfrontiert uns mit einer ganzen Reihe abgewrackter Individuen, die, zumeist männlich, sehenden Auges in ihren eigenen Untergang rennen, während man selbst vor Verzweiflung die Hände ringt. Eben jener "freundliche Mörder" ist ein gutes Beispiel dafür. Ein Radiomoderator, der seit langem nicht mehr richtig geschlafen hat, nun aber ironischerweise für den Chef seines Senders tagelang nonstop in einem Glaskasten einen Weltrekord brechen muss. Hier blieb bei mir vor Lachen kein Auge trocken, bis mich Boyle mit einem sprichwörtlichen Knalleffekt gegen Ende wieder auf den Boden der Tatsachen geholt hat. Die unfassbaren wie realen Widrigkeiten unseres Seins kriegen Leser wie Protagonisten gleichermaßen mit stilistisch harter, aber zielführender Keule um die Ohren gehauen. Dabei legt jede einzelne Geschichte Zeugnis von Boyles großer Bandbreite des Könnens und Wissens ab, während er mit sprachlicher Leichtigkeit mit Themen und Gedanken spielt. Der Sammelband könnte deshalb abwechslungsreicher nicht sein und verliert dabei doch nie den Wiedererkennungswert, bleibt stets typisch Boyle. Von einem Aussteiger, der in dem als Ideal entworfenen Ruheort Jubilation in Florida mit Alligatoren und Moskitos konfrontiert wird, bis hin zu einem Jungen, der in der titelgebenden Geschichte "Zähne und Klauen" in der Bar eine Großkatze vermacht bekommt. Die Natur scheint unbarmherzig, macht ihnen allen gleichermaßen das Leben zur Hölle. Und neben all diesen Naturkatastrophen und aggressiven Kreaturen, scheint die Frau die gefährlichste zu sein. An ihr scheitern sie fast alle, was mal witzig und mal rührend zu lesen ist. Dabei ist "Zähne und Klauen" nicht unbedingt etwas für die ganz Zartbesaiteten, denn Alkohol, Drogen und anderen Obsessionen werden von Boyle mit einer Sprachgewalt vorgetragen, die manchmal auch direkt in die Magengrube zielt. Wer den Autor kennt, ist darauf aber schon von Beginn an vorbereitet und bekommt in 14 atemberaubend rasanten Geschichten allerhand geboten. Insgesamt ist "Zähne und Klauen" ein hervorragender, äußerst unterhaltsamer und kompromissloser Sammelband, der Phantasie und Gewissen gleichermaßen anregt. Ein böses Vergnügen und ganz große Literatur. Viel besser kann man eigentlich nicht schreiben.

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  • Rezension zu "Zähne und Klauen" von T. C. Boyle

    Zähne und Klauen
    Holden

    Holden

    30. December 2010 um 13:40

    TCBs neue Geschichten über die Wildheit in der Welt, in der wir leben, und über das typisch menschliche Versagen und schwächen, was bei Boyle aber wie gewohnt sehr verständlich und nicht unsympathisch rüberkommt.

  • Rezension zu "Zähne und Klauen" von T. C. Boyle

    Zähne und Klauen
    Cibo95

    Cibo95

    15. August 2010 um 12:12

    Zum ersten Mal konnte mich Boyle nicht fesseln, ich habe ca. die Hälfte der Geschichten gelesen, keine so richtig intensiv ... was ist nur los? Es überrascht mich, dass mich mein Lieblingsautor nicht überzeugen konnte. Vielleicht lese ich die Geschichten ein anderes Mal, jetzt war nicht die Zeit dafür. Schade :-(

  • Rezension zu "Zähne und Klauen" von T. C. Boyle

    Zähne und Klauen
    Duffy

    Duffy

    13. February 2010 um 16:41

    Wer von "Dr.Sex" oder "Talk Talk" ein wenig irritiert wurde, kommt hier nun wieder voll auf seine Kosten. Es ist "der" Boyle, der so einzigartige Geschichten schreibt, die Geschmeidigkeit der Sprache, die Protagonisten, die überraschenden Handlungsabläufe, die Einzigartigkeit im Ausdruck, pures Gold für den Fan. 14 neue Geschichten , die sich aufregend und spannend lesen. Mehr kann man dazu nicht mehr bemerken. Pflicht.

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  • Rezension zu "Zähne und Klauen" von T. C. Boyle

    Zähne und Klauen
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    25. June 2008 um 11:01

    Hier ist drin was drauf steht, denn Zähne und Klauen haben fast alle Geschichten im mittlerweile sechsten Band mit Erzählungen des Altpunkliteraten T.C. Boyle. In den vierzehn Stories von „Zähne und Klauen“ müssen Menschen gegen die Natur antreten und scheitern meist kläglich. Da mutiert eine Frau zusehends zu einem Hund, während aus Indien parallel dazu das Schicksal eines Wolfjungen geschildert wird. Ein junger Mann gewinnt beim Würfelspiel eine Raubkatze, die anschließend seine Wohnung zerlegt. Ein frisch verliebtes Pärchen strandet mitten in einem Blizzard und wird vom „Sturm der Ereignisse“ regelrecht davongetragen. T.C. Boyle erweist sich auch hier als grimmig und dem schwarzen Humor zugeneigt. Seine überbordende Fantasie macht aus diesen Geschichten einen „kratzigen“ und modernen Mythenmix. Immer wieder findet sich als Schlüsselmotiv in seinen Erzählungen, dass der Mensch ein Pulverfass seiner Bedürfnisse und seiner Emotionen ist und angesichts drohenden Unheils gerne irrational handelt. Der scharfe Blick und die Konzentration des Autors auf Momentaufnahmen im Leben eines Menschen zeigen nachhaltige Wirkungen auf den Leser. In bewährter Boylscher Manier wird hier Pandoras Kiste mit kleinen Knalleffekten und skurrilen Geschichten geöffnet, um mit herrlichem Sarkasmus Kapitalismus- und Umweltkritik, Medienschelte und menschlichen Neurosen darzulegen. Wo andere aufgeplusterte Machwerke im XXL-Format durch eine flaue, sich schnell erschöpfende Idee aufgebläht werden, zeigt sich hier der Meister eines Genres, das von allen Prosaformen die wohl schwierigste ist. Wenn Sie also auch diese dicken, geschwätzigen Romane satt haben, die den Büchermarkt überschwemmen, warum nicht mal wieder Kurzgeschichten lesen? Denn T.C. Boyle macht es dem Leser immer leicht in die Geschichten einzusteigen- nur wieder herauslassen will er einen nicht so schnell. Er dokumentiert stets die amoklaufende Wirklichkeit und fährt gekonnt ungeheure Kulissen und Absurditäten auf. Frank Paulus

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  • Rezension zu "Zähne und Klauen" von T. C. Boyle

    Zähne und Klauen
    Bernhard

    Bernhard

    16. June 2008 um 19:59

    Sau starker Tobak. Der Mann kann ungeheuer gut, Stimmungen, Landschaften, Wetterlagen, eigentlich alles beschreiben.
    Schreibt er von Sturm, hält man unwillkürlich das Buch fester, um es nicht an die gewaltigen Windböen zu verlieren, denen man sich mit Lust und Übermut stellt.

    Der Übersetzer hat wunderbare Arbeit geleistet.