T. J. Forrester

 3.8 Sterne bei 30 Bewertungen
T. J. Forrester

Lebenslauf von T. J. Forrester

T. J. Forrester war Fischer, Rausschmeißer, Fensterputzer und Bergarbeiter. Auf vielen Fernwanderwegen war er selbst unterwegs - auch auf dem berühmten Appalachian Trail. Forrester ist mehr als 17.000 km gewandert. »Kings of Nowhere« ist sein zweiter Roman.

Alle Bücher von T. J. Forrester

Kings of Nowhere

Kings of Nowhere

 (30)
Erschienen am 04.10.2013
Black Heart on the Appalachian Trail

Black Heart on the Appalachian Trail

 (0)
Erschienen am 02.10.2012

Neue Rezensionen zu T. J. Forrester

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Rezension zu "Kings of Nowhere" von T. J. Forrester

T.J. Forrester | KINGS OF NOWHERE
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

INHALT: Taz Chavis ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden und hat von seinem Vater ein kleines Sümmchen geerbt. Zurück in seinem alten Leben locken auch schnell die alten Sünden wieder: Drogen und Kriminalität. Ein Leben ohne Trost und Zukunft erwartet ihn, wenn er nicht bald die Reißleine zieht.

Und das tut er: Der Appalachian Trail, ein Wanderweg im Osten der USA, führt auf 2.200 Meilen durch vierzehn Bundesstaaten und ist für viele Wanderer nicht nur ein Pfad durch unberührte Natur, sondern auch eine Monate dauernde Reise zu sich selbst.

Chavis steigt aus seinem Leben aus, kehrt den Drogen den Rücken und macht sich auf den langen Weg nach Norden. Unterwegs trifft er andere Hiker, lernt neue Seiten an sich und am Leben kennen und wird als anderer Mensch den Trail verlassen. Er gewinnt Freunde, Menschen die ein ähnliches Schicksal teilen, die in ihren Zwängen, Süchten und Ängsten festsitzen und sich vom Trail Heilung erhoffen. Simone zum Beispiel leidet seit ihrer Jugend unter dem aggressiven Drang, andere aus großer Höhe in den Tod zu stoßen. Sie hasst sich dafür und will damit aufhören, aber der bergige Trail bietet jede Menge Gelegenheiten. Oder Richard, der vorgibt, Indianer zu sein, ist völlig dem Alkohol verfallen. Er will davon loskommen, erlebt aber einen Absturz nach dem anderen.

FORM: Die vierzehn Kapitel sind immer im Wechsel zwischen Taz Chavis als Ich-Erzähler und anderen Figuren in der Er/Sie-Form geschrieben. Die Kapitel dieser Figuren lesen sich wie Kurzgeschichten und verdichten die lange Erzählung Chavis‘. T.J. Forrester, der selbst begeisterter Hiker ist, schreibt kurze, knackige Sätze und verzichtet auf alle küstlerischen Schnörkel. Er scheint ein Mann der Tat zu sein, was man seinem Schreibstil anmerkt.

FAZIT: KINGS OF NOWHERE ist sicher kein schlechtes Buch, es weiß zu unterhalten, hat vielschichtige Charaktere und liest sich gut. Aber manche Szenen und Dialoge waren mir zu plakativ, mit zu vielen Klischees beladen, und einige Nebenstories erschienen mir zu bemüht ins Große und Ganze gezwängt worden zu sein. Ich vermisste am Ende der langen Reise auch die eigentliche große Erkenntnis – für Chavis ebenso wie für mich. Stattdessen speist Forrester seine Leser mit einem Hollywood-Showdown ab. Irgendwie unbefriedigend … hmmm … drei Sterne.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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Miss_Sunshines avatar

Rezension zu "Kings of Nowhere" von T. J. Forrester

Ein nachdenklicher Trail durch das Leben
Miss_Sunshinevor 5 Jahren

Simone, die an die Macht der Gene glaubt, Richard, ein angeblicher Halbindianer mit einem Trinkproblem und Taz, einem Ex-Knacki mit Hang zum Coke, sehen im Appalachian Trail ihre letzte Chance. Mit 3500 km ist er einer der längsten Wanderwege der Welt und es ist geradezu unmöglich ihn zu gehen und am Ende der gleiche Mensch zu sein. Auf dem Weg stellt sich Simone, Richard und Taz immer wieder die Frage: Kann der Mensch sich ändern?

Die Figuren und Protagonisten im Roman sind anders. T.J. Forrester zeigt in diesem Buch menschliche Schwächen und Abgründe, daher habe ich mich eine Weile an die Figuren gewöhnen müssen. Forrester zeichnet keine angepassten Individuen, sondern Figuren, die auf ihrem Weg durch das Leben auf Abwege geraten und wieder zurückfinden wollen. Besonders Taz Chavis ist mir im Laufe der Lektüre ans Herz gewachsen. Er ist sich sicher, dass er mit ausreichendem Willen sein Leben ändern kann.

Ich habe die Kapitelstruktur lange nicht verstanden. Die Perspektive von Taz ist sozusagen der Hauptstrang des Romans, dieser wird in der Ich-Form beschrieben. Nach jedem Taz-Kapitel folgt ein Kapitel in personaler Erzählweise, das von neuen Figuren und ihren Problemen berichtet. Sie alle stehen in gewisser Weise mit dem Trail in Verbindung. Entweder wohnen sie in seiner Nähe oder haben mit den Protagonisten kurze, unbedeutende Erfahrungen.
Mittlerweile denke ich, dass Forrester den Trail literarisch nachbilden wollte. Es gibt auf der Wanderung, sowie im Leben, keinen direkten Weg, sondern viele Um- und Nebenwege. Diese hat er in Form von erzählerischen Einschüben dargestellt.

Forresters Schreibstil ist typisch männlich. Kurze, kompakte Sätze, die auf verklärenden Wortschmuck verzichten. Seine klare und schonungslose Sprache bringt alles auf den Punkt und macht den Roman zu einem eindrücklichen Erlebnis.

Die Welt der Figuren ist kalt und berechnend. Sie gehen mit ihren Situationen ruhig und beinahe gefühlslos um. Die beschriebenen Erfahrungen im Buch werden selten moralisch oder emotional bewertet. Diese Diskrepanz zwischen der Welt der Figuren und der Welt des Lesers bringt einen zum Nachdenken und lockt einen aus seiner Wohlfühlzone.

Fazit: In Kings of Nowhere wird nichts verschönert und es wird die kalte Wirklichkeit von Menschen gezeigt, bei denen Drogen, Alkohol und Leichen zum Alltag gehören. Wer sich auf diese Reise einlässt, wird nach der Lektüre nicht mehr der Selbe sein. Trotzdem nur für Leute zu empfehlen, die mit sich und der Welt im Reinen sind!

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SandraWers avatar

Rezension zu "Kings of Nowhere" von T. J. Forrester

Kann man sich ändern?
SandraWervor 5 Jahren

Inhalt:

Das Buch handelt von dem Hauptprotagonisten Taz Chaviz, der Kokain abhängig ist und sein Leben ändern möchte. Er will den Appalachian Trail durchwandern, um so zu sich selbst zu finden und seine schlechten Angewohnheiten loszuwerden. Auf dem Weg trifft er Richard, einen Alkoholiker und Simone, eine Mörderin die zu seinen Wegbegleitern werden.
Von der Handlung eher unabhängig werden noch mehrere kurze Geschichten eingebaut, die von Personen handeln, die am Rande des Wanderweges leben, diesen aber nicht, wie die Hauptakteure als Thru-Hikers, ganz durchwandern. Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob es möglich ist, sich zu ändern oder ob man seinem Schicksal einfach nicht entkommen kann.

Meinung:

Das Buch war von den ersten Seiten an interessant, aber irgendwie anders, als ich es sonst gewohnt bin. Das Thema ist anders, die Akteure in der Handlung und auch der Schreibstil des Autors. Es wird hauptsächlich auf die Dunklen Seiten und Abgründe der Menschen eingegangen, wobei alles, was ich für „normal“ empfinde hier keinen Platz hat oder einfach für die Handlung des Buches nicht benötigt wird.  
Den Schreibstil empfinde ich als typisch männlich (was jetzt auf keinen Fall negativ gemeint ist), wenn man das so sagen kann. Themen wie Drogen, Sex und Mord sind in der Handlung vorrangig. Diese Themen werden aber einfach, ohne Wertung in den Raum gestellt, was verdeutlichen soll, dass zum Beispiel Tod und Mord für die handelnden Personen Gewohnheit und nichts Besonderes sind, weil sie in ihrem Leben schon oft damit zu tun gehabt haben. Auch der Umgang mit Gefühlen, oder besser gesagt kein Umgang,… also in Situationen die für mich ziemlich schlimm wären, reagieren die Personen ruhig und gelassen oder kalt. Sie sind abgehärtet und zeigen Gefühle überhaupt sehr selten bis gar nicht. Stilistisch werden so oft Sinneseindrücke vermittelt, die aber nie eine Wertung enthalten. Für mich ist es eine komplett andere Logik, als ich sie gewohnt bin. Genau diese Tatsache aber, dass die Personen in der Geschichte oft ganz anders handeln, als man es sich erwarten würde, bringt einen zum Nachdenken.
Etwas gestört hat es mich, dass in dem Buch einige ganz von der Handlung abgelöste Geschichten vorkommen, die nicht wirklich im Zusammenhang mit der Handlung stehen. Irgendwie erwartet man sich, wenn man in diese Geschichte eingeführt wird, dass später noch mehr kommen wird, was aber dann nicht geschieht. So erscheinen diese Kapitel dann im Nachhinein betrachtet für mich unvollständig.
Das Ende allerdings finde ich rundet die Geschichte sehr schön ab. Es gibt kein Happy End und es bleibt offen ob der Hauptakteur, Taz sich wirklich geändert hat oder nicht. Das Buch endet ähnlich, wie es begonnen hat und ich hatte das Gefühl, dass Taz nun in der selben Umgebung und Situation ist und  selbst entscheiden muss, ob er nun anders damit umgeht oder weiterlebt, wie zuvor. Trotz diesem offenen Ende hat man auf jeden Fall das Gefühl, dass der Trail Taz verändert hat, die Frage ist nur, ob er das auch in einem normalen Leben (also nicht in dieser Extremsituation) ausleben kann. Seine Begleiter Richard und Simone haben es allerdings nicht geschafft; sie hatten diese Stärke nicht; Sie haben aufgegeben und ihr Leben beendet.
Nur mit einem starken Willen kann man alles schaffen, sowohl den Trail zu bewältigen, als auch sein Leben zu ändern. Viele Menschen wollen sich doch gerne mal ändern, aber es ist sehr schwer, auch bei nur kleinen Dingen. Die Gewohnheit ist sehr schwer zu bekämpfen und im Grunde geht es hier jeden Menschen gleich egal in welcher Situation er steckt und welche Umstände vorherrschen.

Fazit:

Es ist kein gewöhnliches Buch. Der Sinn des Buches gefällt mir! Ich würde es jedem empfehlen, der sich mit dem Thema: Kann man sich ändern? Auseinandersetzen will. Allerdings ist das Buch auch nichts für schwache Nerven.

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Gespräche aus der Community

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Blumenbars avatar
Liebe Lesende, wandernde und bewanderte, wundernde und bewunderte,

Blumenbar sucht Mitreisende, die sich gemeinsam mit T.J. Forresters »Kings of Nowhere« auf den Appalachian Trail begeben und dabei von der Hoffnung geleitet werden, das Leben in den Griff zu bekommen.

Worum geht´s: Eine junge Wissenschaftlerin, ein angeblicher Halbindianer und ein Drogensüchtiger – für sie alle ist der Appalachian Trail die letzte Chance. Simone muss ihren verweichlichten Mann abschütteln und ihr Bedürfnis, Menschen aus großer Höhe in die Tiefe zu stoßen. Richard kämpft gegen seine Alkoholsucht. Taz wurde vor kurzem aus dem Knast entlassen. Drei Outsider durchstreifen einzigartige Landschaften, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Neid, Hass und Tod. Und immer wieder stellt sich ihnen die große Frage: Kann der Mensch sich ändern?

Hier geht´s zur Leseprobe

Kurz zum Autor: T.J. Forrester war Fischer, Rausschmeißer, Fensterputzer und Bergarbeiter. Auf vielen Fernwanderwegen war er selbst unterwegs – auch auf dem berühmten Appalachian Trail. Forrester ist einer von nur drei Menschen weltweit, die den mit 3.500 km längsten Wanderweg der Welt zu Ende gegangen sind. 


»Kings of Nowhere« ist für Leute, die auf eigenen Füßen stehen, aber nicht wissen, wohin sie damit gehen sollen. Für alle, denen der Jakobsweg zu viel Pauschalesoterik ist, hat der amerikanische Autor T.J. Forrester das richtige Buch geschrieben.

»Fans von schonungslosen Texten – dies ist euer Buch!« Kirkus Review

Wer sich jetzt angesprochen fühlt, kann sich bis einschließlich 6.11. für die Leserunde bewerben. Wir stellen 25 Freiexemplare sowie Tom Müller zur Verfügung ;-), seines Zeichens Lektor von Blumenbar, der sich hin und wieder in die Runde einklinken wird.

Wir sind gespannt und freuen uns auf Euch!
Blumenbar


PS: Sollte jemand unter Euch sein, der wirklich noch nichts von Blumenbar gehört hat, der sollte sich diesen Trailer ansehen. Und ja, richtig, unter den Bücherdieben ist auch Monika Zeiner, die mit ihrem Debütroman »Die Ordnung der Sterne über Como« in diesem Jahr auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises gewählt wurde. 

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