T. J. Forrester Kings of Nowhere

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Inhaltsangabe zu „Kings of Nowhere“ von T. J. Forrester

Nirgends zu Hause -- und auf dem längsten Trail der Welt Eine junge Wissenschaftlerin, ein angeblicher Halbindianer und ein Drogensüchtiger -für sie alle ist der Appalachian Trail die letzte Chance. Simone muss ihren verweichlichten Freund abschütteln und ihr Bedürfnis, Menschen aus großer Höhe hinabzustoßen. Richard kämpft gegen seine Alkoholsucht. Taz wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen. Die drei durchstreifen einzigartige Landschaften, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Neid, Hass und Tod. Und immer wieder stellt sich ihnen die große Frage: Kann der Mensch sich ändern? "Fern von der Zivilisation zu sein, ist eine spirituelle Erfahrung." T. J. Forrester "Manchmal lässt T. J. Forrester 'Die Straße' von Cormac McCarthys wie halluzinogene Zuckerwatte erscheinen." A. M. Homes

viele interessante Charaktere, aber letztendlich unbefriedigend ausgearbeitete Geschichte. Musste mich bis zum Ende durchkämpfen

— Malynaa

was für unterhaltsam, skurrile charaktere.... es macht spass den verschiedenen geschichten der protagonisten zu folgen.

— TrineStein

Ein Trail und skurrile Figuren. Zeigt das Innerste der Menschen und die Frage, ob man sich ändern kann, auf. Packend!

— Cattie

Skurril! Das ist für mich DER Ausdruck des Buches.

— sternchenbuecher

Intensives Leseerlebnis auf dem Appalachian Trail garantiert - ein Muss! Liest sich nur viel zu schnell.

— Bri

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  • T.J. Forrester | KINGS OF NOWHERE

    Kings of Nowhere

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 15:28

    INHALT: Taz Chavis ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden und hat von seinem Vater ein kleines Sümmchen geerbt. Zurück in seinem alten Leben locken auch schnell die alten Sünden wieder: Drogen und Kriminalität. Ein Leben ohne Trost und Zukunft erwartet ihn, wenn er nicht bald die Reißleine zieht. Und das tut er: Der Appalachian Trail, ein Wanderweg im Osten der USA, führt auf 2.200 Meilen durch vierzehn Bundesstaaten und ist für viele Wanderer nicht nur ein Pfad durch unberührte Natur, sondern auch eine Monate dauernde Reise zu sich selbst. Chavis steigt aus seinem Leben aus, kehrt den Drogen den Rücken und macht sich auf den langen Weg nach Norden. Unterwegs trifft er andere Hiker, lernt neue Seiten an sich und am Leben kennen und wird als anderer Mensch den Trail verlassen. Er gewinnt Freunde, Menschen die ein ähnliches Schicksal teilen, die in ihren Zwängen, Süchten und Ängsten festsitzen und sich vom Trail Heilung erhoffen. Simone zum Beispiel leidet seit ihrer Jugend unter dem aggressiven Drang, andere aus großer Höhe in den Tod zu stoßen. Sie hasst sich dafür und will damit aufhören, aber der bergige Trail bietet jede Menge Gelegenheiten. Oder Richard, der vorgibt, Indianer zu sein, ist völlig dem Alkohol verfallen. Er will davon loskommen, erlebt aber einen Absturz nach dem anderen. FORM: Die vierzehn Kapitel sind immer im Wechsel zwischen Taz Chavis als Ich-Erzähler und anderen Figuren in der Er/Sie-Form geschrieben. Die Kapitel dieser Figuren lesen sich wie Kurzgeschichten und verdichten die lange Erzählung Chavis‘. T.J. Forrester, der selbst begeisterter Hiker ist, schreibt kurze, knackige Sätze und verzichtet auf alle küstlerischen Schnörkel. Er scheint ein Mann der Tat zu sein, was man seinem Schreibstil anmerkt. FAZIT: KINGS OF NOWHERE ist sicher kein schlechtes Buch, es weiß zu unterhalten, hat vielschichtige Charaktere und liest sich gut. Aber manche Szenen und Dialoge waren mir zu plakativ, mit zu vielen Klischees beladen, und einige Nebenstories erschienen mir zu bemüht ins Große und Ganze gezwängt worden zu sein. Ich vermisste am Ende der langen Reise auch die eigentliche große Erkenntnis – für Chavis ebenso wie für mich. Stattdessen speist Forrester seine Leser mit einem Hollywood-Showdown ab. Irgendwie unbefriedigend … hmmm … drei Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Road-Movie der anderen Art

    Kings of Nowhere

    smayrhofer

    Der Appalachian Trail ist laut deutscher Wikipedia mit etwa 3500 km einer der längsten Fernwanderwege der Welt. In der englischsprachigen Wikipedia heißt es weiter (frei übersetzt): „Der Appalachian Trail ist berühmt für seine vielen Wanderer, von denen einige, sogenannte „Thru-hiker versuchen, ihn in seiner Gesamtheit in einer einzigen Saison zu durchwandern. Viele Bücher, Memoiren, Websites und Fanorganisationen widmen sich dieser Herausforderung.“ T.J. Forrester, selbst bekennender Wanderer und „Thru-Hiker“ des Appalachian Trail und anderer Fernwanderwege, hat mit „Kings of Nowhere“ einen Roman vorgelegt, der zwar größtenteils auf oder am Appalachian Trail spielt, aber die vielschichtigen Charaktere in den Vordergrund rückt. Als da wären: Taz Chavis, gerade aus dem Gefängnis entlassen, der sich – ausgestattet mit der Erbschaft seines verstorbenen Vaters – mit der Wanderung einen Traum erfüllen und von den Drogen loskommen möchte. Im krassen Gegensatz dazu Simone, die glaubt, dass jeder ein schadhaftes Gen in sich trägt, das für das Schicksal eines Menschen verantwortlich ist. Und schließlich Richard, der sich für einen Blackfoot-Indianer hält, aber ein massives Alkoholproblem hat. Darüber hinaus lernen wir einige Leute am Rande des Trails kennen, deren Wege sich mit denen der Hauptcharaktere kreuzen. Und bei allen stellt sich die Frage, ob sie sich ändern können oder ob man den durch die Gene vorbestimmten Weg nicht verlassen kann. Wer eine inspirierende Lektüre a la Hapes Jakobsweg erwartet, wird enttäuscht sein. Wer aber eine sowohl von der Handlung als auch vom Aufbau her ungewöhnliche und teilweise recht düstere Geschichte sucht, dem sei dieses Buch empfohlen. Wechselnde Erzählperspektiven (wobei nur eine der Sicht eines Ich-Erzählers entspricht) sorgen für eine ausgesprochen kurzweiliges und abwechslungsreiches Lesevergnügen, und die einzelnen Charaktere werden dank Forresters bildhafter Sprache regelrecht zum Leben erweckt. Zudem baut sich mit zunehmender Dauer eine merkwürdige Stimmung, ja fast schon eine Art subtile Spannung auf, die nur noch auf ihre Entladung wartet. Und ganz nebenbei wird der Trail auch zu einem Synonym für das Leben: Menschen kommen und gehen, man entwickelt und verändert sich (oder auch nicht), mal geht man zusammen und mal allein, bis man die Wanderung freiwillig oder unfreiwillig beendet. Fazit: Lesenswertes Road-Movie der anderen Art!

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    • 2

    Arun

    25. May 2014 um 21:19
  • Der Weg ist das Ziel

    Kings of Nowhere

    Cattie

    In "Kings of Nowhere" machen sich Simone, Taz und Richard auf den Weg, den längsten Trail der Welt zu wandern - und zu sich selbst zu finden. Taz ist drogensüchtig, kommt gerade aus dem Knast und hat das Erbe von seinem verstorbenen Vater in der Tasche. Er macht sich auf den Weg, um von den Drogen loszukommen und von seiner Freundin Roxie. Simone ist verlobt, hat den Zwang, Menschen in den Abgrund zu stoßen und verlässt ihren Freund am Anfang des Trails. Richard sagt, er ist Halbindianer, hat ein Alkoholproblem und eine Schlange als Totem. Sie alle treten den Trail aus unterschiedlichen Gründen an und treffen dabei aufeinander. Die drei gehen Abschnitte des Wegen zusammen und teilen Stücke ihrer Gedanken miteinander. Richard und Taz fand ich sympathisch, Simone kommt kühl rüber, was sie wohl auch ist. Taz tritt als Ich-Erzähler auf, auch wenn einige Kapitel die Geschichten von Richard und Simone erzählen. Auch über die Vergangenheit von Taz erfährt man als Leser am meisten, weswegen man sich am ehesten mit ihm identifizieren kann. Zu Simone bliebt das ganze Buch über eine gewisse Distanz, da ich ihe Beweggründe und ihren Zwang nicht wirklich nachvollziehen kann, ebensowenig ihre Theorie, dass jeder eine Schwäche hat. Richard hingegen blieb bis auf einen gewissen Grad undurchschaubar. Dieser Wechsel hat Bewegung in die Geschichte gebracht, verschiedene Blickwinkel aufgezeigt. Daneben gab es noch weitere Kapitel von Personen, die mit dem Trail in verbindung stehen und auch bei diesen Geschichten habe ich auf eine Verbindung zu den drein gewartet. Am besten hat mit hiervon der Teil von Leona gefallen. Sie will sich nicht eingestehen, dass sie altert und trotzdem will sie den Eindruck eines normalen Lebens wahren. Weiterhin finde ich es gelungen, dass viele Fragen offen bleiben, bzw. dem Leser überlassen werden. Hier ist die eigene Fantasie gefragt. Gerade am Ende, wenn man sich fragt, ob Richard freiwillig so gehandelt hätte, ist die Meinung jedes Einzelnen gefragt. Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen, nicht zu kompliziert, aber auch anspruchsvoll. Einige Szenen hätten vielleicht weiter ausgeführt werden können, aber wie ich oben schon erwähnt habe, bleibt so mehr Platz für die eigene Fantasie, was gerade bei einer Geschichte wie dieser, wichtig ist, da sie ja auch existenzielle Fragen aufwirft, die jeder für sich selber beantworten muss. Die Story war nicht sonderlich spannend, hier gilt: Der Weg ist das Ziel. Überraschende Verknüpfungen, ein unvorhersehbares Ende und kaputte Charaktere. Ein Einblick in die Abgründe der Menschen. Ich vergebe 5 von 5 Wegweisern und die Empfehlung, das Buch selber zu lesen. :)

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    • 3

    Cattie

    24. April 2014 um 20:51
  • Skurriler "Road"trip

    Kings of Nowhere

    sternchenbuecher

    Es sind im wahrsten Sinne die Kings of Nowhere, die sich auf dem Appalachian Trail begegnen, dem Schauplatz von T.J. Forresters zweitem Buch. Dieser beinahe 3500 km lange Trail wird zum Dreh- und Angelpunkt verschiedenster skurriler Charaktere, die sich entweder aufgemacht haben als sogenannte Thru-Hiker, also auf eine Wanderung von Anfang bis Ende, oder entlang des Fernwanderweges ansässige Gestalten. Da ist zum Beispiel Taz, gerade aus dem Gefängnis entlassen und kämpfend, um von seiner Drogensucht loszukommen. Eine weitere Begegnung ist die junge Wissenschaftlerin Simone, welche mit einer wahrhaftig mörderischen Phobie und Neurose zu kämpfen hat. Und dann ist da noch Richard, ein angeblicher Halbindianer, der Alkoholsucht verfallen. Das sind aber nur ein Teil der Personen, die entlang des Wegesrandes auftauchen und wieder verschwinden. Aber allen ist eines gemeinsam, sie sind auf der Suche. Wieso? Wonach? Das wissen sie oder wissen sie auch nicht, aber eines ist sicher, keiner ist am Ende mehr das, was er vorher war. **** Das Buch verspricht zunächst ein tolles Setting und bietet einen leichten Einstieg in die Geschichte. Die Protagonisten sind durch einen lockeren Schreibstil grandios charakterisiert. Wer denkt, es geht mit Natur- und Wandererlebnissen los wird schnell eines besseren belehrt, denn es handelt um viel Sex, Drugs and Rock n Roll. Liebesakte, Drogenszenen und Gewaltanwendungen werden bildhaft und tiefgreifend geschildert, da sollte man nicht zu zart besaitet sein. Viele Nebenstränge lenken vom eigentlich Hauptplot der drei Charaktere ab, was aber dem Storyfluss gar nicht schadet, denn sie runden die skurrile Grundstimmung des Buches wunderbar ab. Soetwas wie einen Spannungsbogen gibt es eigentlich nicht, aber dennoch möchte man immer wissen wie es weitergeht, sodass es beim lesen nie langweilig wird. Unabhängig davon, ob man das Ende erwartet hat oder nicht bleibt der nachhaltige Eindruck eines Schnappschusses von einer zufälligen Häufung skurriler Personen und Umstände zur selben Zeit am selben Ort, magisch angezogen vom Appalachian Trail. **** Kings of Nowhere war für mich im Nachhinein ganz anders als erwartet. Ich hatte an Naturerlebnisse, Einsamkeit und Freiheit gedacht, gemischt mit einer Prise Philosophie und Lebensweisheit. Diese Aspekte kommen zu Gunsten von Skurrilitäten und Nebenschauplätzen meiner Meinung nach etwas zu kurz. Aber zu Gute muss ich dem Buch halten, dass es auch gar nicht zum wandern und philosophieren anregen möchte. Zumindest nicht mit Worten, denn zwischen den Zeilen steckt am Ende doch eine Menge mehr. Dabei gefiel mir sehr gut, dass Forrester völlig wertfrei über Personen und Ereignisse schreibt. Am Ende bin ich zwar nicht ganz versöhnt aber dennoch nachhaltig von den Kings beeindruckt. Als Fazit bleibt für mich ein skurriler "Road"trip, fern ab der herkömmlichen und zu genüge in den Bücherregalen stehenden "Ich-Schreibe-Von-Meinem-Ganz-Persönlichen-Weg-Zur-Erleuchtung"-Selbstfindungsliteratur. Wer also nicht vorrangig auf Naturerlebnisse und Philosophie setzt, sondern sich ganz auf die eigenwilligen Gestalten einlässt, kommt mit den Kings of Nowhere voll auf seine Kosten.

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    • 4

    sternchenbuecher

    09. March 2014 um 14:36
  • Ein nachdenklicher Trail durch das Leben

    Kings of Nowhere

    Miss_Sunshine

    Simone, die an die Macht der Gene glaubt, Richard, ein angeblicher Halbindianer mit einem Trinkproblem und Taz, einem Ex-Knacki mit Hang zum Coke, sehen im Appalachian Trail ihre letzte Chance. Mit 3500 km ist er einer der längsten Wanderwege der Welt und es ist geradezu unmöglich ihn zu gehen und am Ende der gleiche Mensch zu sein. Auf dem Weg stellt sich Simone, Richard und Taz immer wieder die Frage: Kann der Mensch sich ändern? Die Figuren und Protagonisten im Roman sind anders. T.J. Forrester zeigt in diesem Buch menschliche Schwächen und Abgründe, daher habe ich mich eine Weile an die Figuren gewöhnen müssen. Forrester zeichnet keine angepassten Individuen, sondern Figuren, die auf ihrem Weg durch das Leben auf Abwege geraten und wieder zurückfinden wollen. Besonders Taz Chavis ist mir im Laufe der Lektüre ans Herz gewachsen. Er ist sich sicher, dass er mit ausreichendem Willen sein Leben ändern kann. Ich habe die Kapitelstruktur lange nicht verstanden. Die Perspektive von Taz ist sozusagen der Hauptstrang des Romans, dieser wird in der Ich-Form beschrieben. Nach jedem Taz-Kapitel folgt ein Kapitel in personaler Erzählweise, das von neuen Figuren und ihren Problemen berichtet. Sie alle stehen in gewisser Weise mit dem Trail in Verbindung. Entweder wohnen sie in seiner Nähe oder haben mit den Protagonisten kurze, unbedeutende Erfahrungen. Mittlerweile denke ich, dass Forrester den Trail literarisch nachbilden wollte. Es gibt auf der Wanderung, sowie im Leben, keinen direkten Weg, sondern viele Um- und Nebenwege. Diese hat er in Form von erzählerischen Einschüben dargestellt. Forresters Schreibstil ist typisch männlich. Kurze, kompakte Sätze, die auf verklärenden Wortschmuck verzichten. Seine klare und schonungslose Sprache bringt alles auf den Punkt und macht den Roman zu einem eindrücklichen Erlebnis. Die Welt der Figuren ist kalt und berechnend. Sie gehen mit ihren Situationen ruhig und beinahe gefühlslos um. Die beschriebenen Erfahrungen im Buch werden selten moralisch oder emotional bewertet. Diese Diskrepanz zwischen der Welt der Figuren und der Welt des Lesers bringt einen zum Nachdenken und lockt einen aus seiner Wohlfühlzone. Fazit: In Kings of Nowhere wird nichts verschönert und es wird die kalte Wirklichkeit von Menschen gezeigt, bei denen Drogen, Alkohol und Leichen zum Alltag gehören. Wer sich auf diese Reise einlässt, wird nach der Lektüre nicht mehr der Selbe sein. Trotzdem nur für Leute zu empfehlen, die mit sich und der Welt im Reinen sind!

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    • 2
  • Leserunde zu "Kings of Nowhere" von T. J. Forrester

    Kings of Nowhere

    Blumenbar

    Liebe Lesende, wandernde und bewanderte, wundernde und bewunderte, Blumenbar sucht Mitreisende, die sich gemeinsam mit T.J. Forresters »Kings of Nowhere« auf den Appalachian Trail begeben und dabei von der Hoffnung geleitet werden, das Leben in den Griff zu bekommen. Worum geht´s: Eine junge Wissenschaftlerin, ein angeblicher Halbindianer und ein Drogensüchtiger – für sie alle ist der Appalachian Trail die letzte Chance. Simone muss ihren verweichlichten Mann abschütteln und ihr Bedürfnis, Menschen aus großer Höhe in die Tiefe zu stoßen. Richard kämpft gegen seine Alkoholsucht. Taz wurde vor kurzem aus dem Knast entlassen. Drei Outsider durchstreifen einzigartige Landschaften, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Neid, Hass und Tod. Und immer wieder stellt sich ihnen die große Frage: Kann der Mensch sich ändern? Hier geht´s zur Leseprobe.  Kurz zum Autor: T.J. Forrester war Fischer, Rausschmeißer, Fensterputzer und Bergarbeiter. Auf vielen Fernwanderwegen war er selbst unterwegs – auch auf dem berühmten Appalachian Trail. Forrester ist einer von nur drei Menschen weltweit, die den mit 3.500 km längsten Wanderweg der Welt zu Ende gegangen sind.  »Kings of Nowhere« ist für Leute, die auf eigenen Füßen stehen, aber nicht wissen, wohin sie damit gehen sollen. Für alle, denen der Jakobsweg zu viel Pauschalesoterik ist, hat der amerikanische Autor T.J. Forrester das richtige Buch geschrieben. »Fans von schonungslosen Texten – dies ist euer Buch!« Kirkus Review Wer sich jetzt angesprochen fühlt, kann sich bis einschließlich 6.11. für die Leserunde bewerben. Wir stellen 25 Freiexemplare sowie Tom Müller zur Verfügung ;-), seines Zeichens Lektor von Blumenbar, der sich hin und wieder in die Runde einklinken wird. Wir sind gespannt und freuen uns auf Euch! Blumenbar PS: Sollte jemand unter Euch sein, der wirklich noch nichts von Blumenbar gehört hat, der sollte sich diesen Trailer ansehen. Und ja, richtig, unter den Bücherdieben ist auch Monika Zeiner, die mit ihrem Debütroman »Die Ordnung der Sterne über Como« in diesem Jahr auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises gewählt wurde. 

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    • 413
  • Kann man sich ändern?

    Kings of Nowhere

    SandraWer

    Inhalt: Das Buch handelt von dem Hauptprotagonisten Taz Chaviz, der Kokain abhängig ist und sein Leben ändern möchte. Er will den Appalachian Trail durchwandern, um so zu sich selbst zu finden und seine schlechten Angewohnheiten loszuwerden. Auf dem Weg trifft er Richard, einen Alkoholiker und Simone, eine Mörderin die zu seinen Wegbegleitern werden. Von der Handlung eher unabhängig werden noch mehrere kurze Geschichten eingebaut, die von Personen handeln, die am Rande des Wanderweges leben, diesen aber nicht, wie die Hauptakteure als Thru-Hikers, ganz durchwandern. Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob es möglich ist, sich zu ändern oder ob man seinem Schicksal einfach nicht entkommen kann. Meinung: Das Buch war von den ersten Seiten an interessant, aber irgendwie anders, als ich es sonst gewohnt bin. Das Thema ist anders, die Akteure in der Handlung und auch der Schreibstil des Autors. Es wird hauptsächlich auf die Dunklen Seiten und Abgründe der Menschen eingegangen, wobei alles, was ich für „normal“ empfinde hier keinen Platz hat oder einfach für die Handlung des Buches nicht benötigt wird. Den Schreibstil empfinde ich als typisch männlich (was jetzt auf keinen Fall negativ gemeint ist), wenn man das so sagen kann. Themen wie Drogen, Sex und Mord sind in der Handlung vorrangig. Diese Themen werden aber einfach, ohne Wertung in den Raum gestellt, was verdeutlichen soll, dass zum Beispiel Tod und Mord für die handelnden Personen Gewohnheit und nichts Besonderes sind, weil sie in ihrem Leben schon oft damit zu tun gehabt haben. Auch der Umgang mit Gefühlen, oder besser gesagt kein Umgang,… also in Situationen die für mich ziemlich schlimm wären, reagieren die Personen ruhig und gelassen oder kalt. Sie sind abgehärtet und zeigen Gefühle überhaupt sehr selten bis gar nicht. Stilistisch werden so oft Sinneseindrücke vermittelt, die aber nie eine Wertung enthalten. Für mich ist es eine komplett andere Logik, als ich sie gewohnt bin. Genau diese Tatsache aber, dass die Personen in der Geschichte oft ganz anders handeln, als man es sich erwarten würde, bringt einen zum Nachdenken. Etwas gestört hat es mich, dass in dem Buch einige ganz von der Handlung abgelöste Geschichten vorkommen, die nicht wirklich im Zusammenhang mit der Handlung stehen. Irgendwie erwartet man sich, wenn man in diese Geschichte eingeführt wird, dass später noch mehr kommen wird, was aber dann nicht geschieht. So erscheinen diese Kapitel dann im Nachhinein betrachtet für mich unvollständig. Das Ende allerdings finde ich rundet die Geschichte sehr schön ab. Es gibt kein Happy End und es bleibt offen ob der Hauptakteur, Taz sich wirklich geändert hat oder nicht. Das Buch endet ähnlich, wie es begonnen hat und ich hatte das Gefühl, dass Taz nun in der selben Umgebung und Situation ist und selbst entscheiden muss, ob er nun anders damit umgeht oder weiterlebt, wie zuvor. Trotz diesem offenen Ende hat man auf jeden Fall das Gefühl, dass der Trail Taz verändert hat, die Frage ist nur, ob er das auch in einem normalen Leben (also nicht in dieser Extremsituation) ausleben kann. Seine Begleiter Richard und Simone haben es allerdings nicht geschafft; sie hatten diese Stärke nicht; Sie haben aufgegeben und ihr Leben beendet. Nur mit einem starken Willen kann man alles schaffen, sowohl den Trail zu bewältigen, als auch sein Leben zu ändern. Viele Menschen wollen sich doch gerne mal ändern, aber es ist sehr schwer, auch bei nur kleinen Dingen. Die Gewohnheit ist sehr schwer zu bekämpfen und im Grunde geht es hier jeden Menschen gleich egal in welcher Situation er steckt und welche Umstände vorherrschen. Fazit: Es ist kein gewöhnliches Buch. Der Sinn des Buches gefällt mir! Ich würde es jedem empfehlen, der sich mit dem Thema: Kann man sich ändern? Auseinandersetzen will. Allerdings ist das Buch auch nichts für schwache Nerven.

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    • 2
  • Unterwegs mit den Kings of Nowhere

    Kings of Nowhere

    Bri

    Alte Gewohnheiten abzulegen ist zuweilen schwer - vor allem wenn es sich um Gewohnheiten der Art handelt, die selbstzerstörerisch sind oder anderen Menschen großen Schaden zufügen. Extreme Stiuationen erfordern extreme Handlungen und Selbsterkenntnis erlangt man am besten ausserhalb des Alltags, abseits der Hauptwege. Der Mensch ist von Natur aus ein "Lauftier" und so verwundert es nicht, dass immer mehr Menschen dies tun: laufen, wandern, pilgern, um zu sich zu finden, Probleme abzuschütteln oder sich zu erneuern. Die eigenen Grenzen werden ausgetestet, weiter gesteckt und plötzlich erkennt man, dass viel mehr - oder auch weniger - in einem steckt, als man selbst erwartet. So machen sich auch Taz, der gerade ein Jahr Knast hinter sich hat, Simone, die junge Wissenschaftlerin mit dem absoluten Glauben an die Determiniertheit durch die Gene und Richard, ein vermeintlicher Halbindianer, völlig unabhängig voneinander auf einen der längsten Trails Amerikas. Alle drei haben ein schwerwiegendes Problem, das sie durch einen Thru-Hike des Appalachian Trails zu lösen hoffen. Der Appalachian Trail führt über eine Länge von 3500 km durch 14 Staaten der U.S.A und es gibt nur ein paar wenige Menschen, die einen Thru - Hike, eine Komplett-Begehung, tatsächlich auch geschafft haben. Einer dieser wenigen ist T.J. Forrester, der Autor der Kings of Nowhere. Ihm mit Taz, Simone und Richard auf dem Trail zu folgen versprach eine authentische und spannende Lektüre. Doch was Forrester den Tour-Teilnehmern bietet, ist weit mehr: er nimmt sie direkt mit auf die Reise, macht sie zu Hikern im Geiste und knüpft und löst Verbindungen wie im wahren Leben. Und das Ganze ohne lang ausgdehnte Beschreibungen. In einer direkten, schnörkellosen und doch schönen Sprache. Kapitel für Kapitel erschließt sich der Trail vor dem geistigen Auge. Es werden neue Bekanntschaften geschlossen, für einen Teil des Weges. Vielleicht trifft man sich wieder, später auf der Strecke, irgendwo auf einem Gipfel oder man erkennt den Trailnamen in einem Eintrag im Hüttenbuch. Meist ist man alleine unterwegs und verfolgt sein eigenes Ziel. Ab und zu verlässt man den Hauptweg, macht Rast an einem der für die Hiker gerade zu magisch anziehenden Punkte, um dann wieder weiterzuziehen. Unter der kenntnisreichen Führung eines der wenigen realen Thru-Hiker weiß und sieht man mehr. Dennoch bleiben blinde Flecken und Leerstellen, die geschickt eingesetzt, das Gefühl verstärken, Zusammenhänge zu erkennen, die Taz, Simone oder Richard verborgen bleiben. Doch jeder noch so intensive Trip hat leider ein Ende. Auch wenn Einiges offen zu bleiben scheint, so hat er doch den Horizont geweitet. Nicht zuletzt durch die Technik der blitzlichtartigen Einschübe oder die Abzweigungen auf überraschend sich öffnende Nebenwege. Das Lesetempo treibt das nur an und leider sind die 240 Seiten des geschmackvoll gestalteten Buches zu schnell weggelesen. Aber man kann sich ja auch mehrmals auf eine Reise begeben. Die große Frage, ob der Mensch sich wirklich ändern kann oder ob er zu sehr von seiner genetischen Disposition bestimmt wird, erfährt verschiedene Auslegungen. Doch eine Antwort ist absolut eindeutig: Der Tod ist keine Antwort. Wer sich nun selbst auf die Reise begeben möchte - und das sei jedem Liebhaber guter Lektüre wärmstens empfohlen - der hole sich weitere Informationen beim Verlag und das dazu nötige Handbuch Kings of Nowhere wie immer beim Buchhändler des Vertrauens. Wir sehen uns auf dem Weg - da bin ich mir sicher!

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    • 4

    Bri

    04. December 2013 um 11:34
  • Roadtrip der besonderen Art

    Kings of Nowhere

    Bluely

    In diesem Buch begleiten wir 3 Personen mit ganz eigenem Schicksal und Charakter auf den Appalachian Trail, der ihre letzte Hoffnung auf eine Wende in ihrem Leben darstellt. Dabei machen wir immer wieder Station bei weiteren Leuten, deren eigenes Leben auf die eine oder andere Weise untrennbar mit dem Trail verbunden ist. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten war ich schnell in der Story versunken. Einzig der Schreibstil des Autors und seine stellenweise etwas derbe und direkte Sprache ließen mich gelegentlich etwas stocken. Hatten mich die "Nebenschauplätze" anfangs etwas verwirrt, fügte sich zum Schluss doch noch alles zusammen. Gern hätte der eigentliche "Trail" noch etwas ausführlicher beschrieben sein dürfen, weshalb ich mich auch nicht zur vollen Punktzahl durchringen konnte. Insgesamt hat mir dieses etwas schwermütige Büchlein aber gut gefallen, nur sollte man es nicht unbedingt vor der nächsten Wanderung lesen! 

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    • 2

    Blumenbar

    03. December 2013 um 13:58
    Bluely schreibt Insgesamt hat mir dieses etwas schwermütige Büchlein aber gut gefallen, nur sollte man es nicht unbedingt vor der nächsten Wanderung lesen! 

    Guter Hinweis. ;-) Danke für´s Mitlesen und Deine Rezension. Blumenbar

  • I'm on the road to nowhere...

    Kings of Nowhere

    TochterAlice

    ist ein altes Lied von den "Talking Heads", das ich sehr mag und an das ich bei dem Titel dieses Buchs gleich denken musste. Aber hier führt nicht der Weg ins Nichts, nein, es sind die Wanderer, die manchmal nicht wissen, wo sie sich befinden - innerlich, versteht sich. Dass sie auf dem Appalachean Trail unterwegs sind, der in eine klare Richtung führt, ist schon klar. Der Leser lernt vor allem drei dieser Wandervögel näher kennen - den Ex-Drogensüchtigen - wirklich ex? - Taz, für den der Weg eine neue Perspektive ist, Simone, eine junge Wissenschaftlerin mit einem überaus fatalen Zwang und Richard, den Möchtegern-Indianer und Trinker, der  einem quasi vorgegebenen Lebensplan entrinnen möchte. Und dann begegnet man noch zahlreichen Menschen, die am Wegesrand leben, die mit den Wanderern in verschiedenster Art und Weise in Interaktion suchen: sei es, dass sie - beispielsweise als Gastwirte - von ihnen leben, sei es, dass sie ihre Nähe suchen oder ihnen entfliehen wollen. Zu kurz kommt die Landschaft rund um diesen Weg, viel zu kurz. Für Leser, die wie ich bei einem solchen Roman auch das Naturerlebnis suchen, wird er eine große Enttäuschung sein. Insgesamt aus meiner Sicht ein sehr negatives Buch, der den Trail als zerstörendes Element zeigt, der die Hiker kaputtmacht, statt sie aufzubauen.  So richtig Kraft aus der tiefen Begegnung mit der Natur geschöpft - das hat meines Erachtens keine einzige Figur in diesem Roman. Insgesamt hat mich dieser Roman ziemlich runtergezogen - es gab darin nichts Stärkendes, Aufbauendes für mich. Also nur was für Leser, die gerade mit sich und der Welt im Reinen sind! Warum ich trotz dieses vernichtenden Urteils keine ähnlich vernichtende Gesamtbewertung gebe? Nun, der Autor kann schreiben und dafür, dass der Titel in der deutschen Übersetzung absolut unpassend wiedergegeben wird - es gibt schließlich auch Queens auf dem Trail, kann er ja nichts. Im Original heißt das Buch nämlich "Black Heart on the Appalachean Trail". Die Figuren sind gut gezeichnet, fast sieht man Taz, Simone und Richard vor sich, kann sich ihre Reaktionen und auch ihr Umfeld vorstellen. Deswegen denke ich, dass dieses Buch Leser mit anderen Erwartungen, die zudem noch härter im Nehmen sind, durchaus bereichern kann.

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    • 6
  • Gut geschrieben, aber sonst nicht ganz überzeugend

    Kings of Nowhere

    LeChristoph

    24. November 2013 um 13:11

    Zumindest auf dem von T.J. Forrester beschrieben Appalachian Trail tummeln sich allerlei sonderbare Gestalten: Exzentriker, Sinnsucher und nicht zuletzt gestrandete Existenzen, für die der "Thru-Hike" eine letzte Chance ist, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Darunter finden sich auch Taz, ein ehemaliger Häftling, der seine Drogensucht hinter sich lassen möchte, Richard, ein Alkoholiker und (eingebildeter?) Halbindianer und die junge Wissenschaftlerin Simone, die den unguten Zwang hat, Menschen von Klippen stoßen zu wollen. Neben diesen drei Protagonisten, deren Geschichte teilweise ein wenig arg kurz kommt, lernen wir als Leser zahlreiche andere Menschen kennen, die entlang des Trails leben und mit allerlei alltäglichen und nicht so alltäglichen Problemen zu kämpfen haben. Diese Episoden sind beinahe im Stile von Kurzgeschichten zwischen die Kapitel mit Taz, Simone und Richard geschoben und bestenfalls lose mit der Gesamthandlung verbunden. Insgesamt ist dieser Erzählansatz zwar spannend, sorgt aber eben auch dafür, dass "Kings of Nowhere" ein wenig fragmentarisch und oberflächlich wirkt. Ansonsten überzeugt der Roman mit seiner klaren, sehr direkten Sprache und der für den Blumenbar-Verlag typischen gelungenen Aufmachung. Ein durchaus interessantes, aber nicht zwingend lesenswertes Buch!

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  • Kings of Nowhere

    Kings of Nowhere

    cole88

    Die “Kings of Nowhere” denen der Leser auf diesen Road-Trip begegnet sind ebenso wie die kleinen Nebenfiguren sehr facettenvoll und mit viel Liebe fürs Detail erdacht. In dem Buch werden die Hoffnungen und Wünsche der Menschen bei einem Selbsterfahrungstrip/-wanderung vermittelt. Der Autor beschreibt glaubwürdig auf welche Grenzerfahrungen sowohl körperlicher und seelischer Natur ein Mensch trifft. Ansprechend fand ich vor allem Dingen, die fast lyrische Schreibweise des Autors. Trotz alledem hat mir noch etwas der philosophische Aspekt eines solchen Trips gefehlt um eine 5-Punkte-Bewertung zu geben.

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    • 2
  • der Weg der Veränderung

    Kings of Nowhere

    tweedledee

    22. November 2013 um 16:19

    Der Apalachian Trail, ein Fernwanderweg von ca. 3500 km im Osten der USA ist Schauplatz der Geschichte. Taz, ein ehemaliger Drogendealer, der nach einem Jahr Gefängnis wieder auf freiem Fuß ist, will sein Leben ändern. Im Knast hat er mehrere Bücher über den Apalachian Trail gelesen und sich in den Kopf gesetzt, den ganzen Trail abzuwandern. In der Hoffnung, sich auf dem Wochen dauernden Marsch zu verändern, einen klaren Kopf zu bekommen und den Drogen endgültig zu entsagen. Unterwegs trifft er auf viele ganz unterschiedliche Personen, mehr oder weniger skurrile und verkrachte Existenzen. Man trifft sich, plaudert, geht ein Stück zusammen und verliert sich wieder aus den Augen, weil einige nur eine Teilstrecke abwandern und nicht alle Tru-Hiker sind, die den kompletten Trail wandern. Richard und Simone wollen den kompletten Trail abwandern und begleiten ihn eine größere Strecke, sie werden zu Freunden. Richard, ein Typ mit indianischen Wurzeln, der im Reifenhandel arbeitet und seine Arbeit haßt, hat ein Alkoholproblem, das er versucht, durch das Wandern in den Griff zu bekommen. Simone, die den Trail mit ihrem Verlobten beginnt, trennt sich nach wenigen Tagen von ihm um alleine weiterzuwandern. Sie hat ein ganz spezielles Problem. Schon seit ihrer Kindheit verspürt sie den Drang, Menschen von Klippen oder Höhen hinabzustoßen. Ein Schubs, und ihr Problem ist gelöst. Schon zweimal hat sie ihrem Drang nachgegeben... Im Mittelpunkt der Geschichte steht Taz, der in seinen Kapiteln als Ich-Erzähler auftritt. Nach und nach erfährt man viel aus seiner Vergangenheit, der schweren Kindheit mit dem Vater, der tablettensüchtig war und der Mutter, die die Familie irgendwann verlassen hat. Seine Karriere als Junkie und seine Beziehung zu Roxy, die genauso wie er drogenabhängig ist und ihr Geld für den nächsten Schuss als Prostituierte verdient. Taz kommt sympathisch rüber, man merkt, dass er fest entschlossen ist, sich zu ändern, endgültig von den Drogen wegzukommen und ein geregeltes Leben anfangen möchte. Den Versuchungen, die ihn nach dem Knast erwarten, gibt er nicht nach. Von Richard und Simone erfährt man nicht ganz so viel, aber genug, um sie einschätzen zu können. Auch Richard möchte in seinem Leben etwas ändern, hat aber noch nicht den Biss oder die Kraft dazu. Simone wandert, erwartet aber nicht wirklich, dass sie ihr Problem dadurch lösen kann. Neben den drei Protagonisten gibt es mehrere Episoden, die von Personen handeln, die nur indirekt mit dem Apalachian Trail zu tun haben. Z. B. die schon ältere Leona, die früher den Trail in Schuss hielt, dafür sorgte, dass sich die Natur nicht wieder des Wegs bemächtigte. Die Kapitel wechseln die Perspektive, so dass die Story dadurch abwechslungsreich ist, man kann die Gedanken eines jeden der drei aus seiner Sicht gut nachvollziehen. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil des Autors, der sehr direkt ist und nichts beschönigt, sondern die Dinge beim Namen nennt. Er ist anspruchsvoll und lässt sich trotzdem flüssig lesen. Immer mal wieder gibt es ganz spezielle Situationen in denen ich dachte " das kann ja wohl nicht wahr sein" und die Aktion der Protagonisten nicht nachvollziehen konnte. Man wird bei dieser Geschichte sehr nachdenklich und kann an einigen Stellen nur spekulieren, was genau geschah. Der Autor lässt genug Raum, damit man sich seine eigenen Gedanken machen kann. Der Apalachian Trail ist stellenweise schön beschrieben, das Buch lebt aber von der Handlung, den Erinnerungen und den schrägen Charakteren. Fazit: Wer Geschichten mit schrulligen, eigenwilligen Charakteren liebt kommt hier voll auf seine Kosten.

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  • Trails warten darauf gegangen zu werden"

    Kings of Nowhere

    Fantasie_und_Träumerei

    22. November 2013 um 09:22

    Klappentext:Simone, Richard, Taz, der längste Trail der Welt und die Hoffnung, unterwegs das Leben in den Griff zu bekommen Eine junge Wissenschaftlerin, ein angeblicher Halbindianer und ein Drogensüchtiger - für sie alle ist der Appalachian Trail die letzte Chance. Simone muss ihren verweichlichten Mann abschütteln und ihr Bedürfnis, Menschen aus großer Höhe hinabzustoßen. Richard kämpft gegen seine Alkoholsucht. Taz wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen. Die Drei durchstreifen bezaubernde Landschaften, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Neid, Hass und Tod. Kann der Mensch sich ändern? Autor:(Quelle: Lovelybooks)T.J. Forrester war Fischer, Rausschmeißer, Fensterputzer und Bergarbeiter. Auf vielen Fernwanderwegen war er selbst unterwegs - auch auf dem berühmten Appalachian Trail. Forrester ist mehr als 17.000 km gewandert. »Kings of Nowhere« ist sein zweiter Roman. Eigene Meinung: "Trails warten darauf gegangen zu werden." Das denkt sich auch Taz, der gerade aus der Haft entlassen wurde und schon lange den Traum hegt, als Thru-Hiker den Appalachian Trail entlang zu wandern. Jahrelang war er auf Dope, seine gefühlt große Liebe war eine Nutte, die sich ebenfalls mit Drogen völlig kaputt gemacht hat, seine Mutter ist weggelaufen, was sein Vater nie überwunden hat. Auch Simone mächte den Trail wandern. Gemeinsam mit ihrem Verlobten. Auch sie hat eine dunkle Vergangenheit, die sie nicht abschütteln kann. Ganz im Gegenteil. Auf dem Appalachian Trail scheint diese stärker zu Tage zu treten als je zuvor. Der dritte im Bunde der Wanderer ist Richard. Sohn eines Reifenhändlers und angeblicher Halbindianer. Versoffen, aber sonst ganz in Ordnung. Die drei begegnen sich auf dem Trail und gehen ihn gemeinsam zu Ende. Ein Ende, das aller Leben verändert. "Er stemmt sich gegen den gnadenlosen Wind, stellt sich der Einsamkeit seiner Welt." Obwohl alle drei Protagonisten  Art Looser zu sein scheinen, "Kings of Nowhere", verkorkste Leben zu haben und nichts auf die Reihe zu kriegen, sind sie in ihrem Inneren doch sehr unterschiedlich und facettenreich. Nicht nur der Leser, sondern auch sie selbst lernen erst zum Ende des Trails, wer sie wirklich sind.  "Heutzutage haben die Menschen Angst in ihr Innerstes zu schauen, viel zu viel Angst vor dem, was sie dort finden könnten." Wir begegnen im Roman aber auch noch anderen Figuren. Allen liegt Inne sich Gedanken darüber zu machen, wie ihr Leben verläuft und wer sie wirklich sind. Wann lohnt es sich zu kämpfen und wann gibt man wen oder gar sich selbst auf? "Kings of Nowhere" steckt voller Fragen und ist nicht nur sehr interessant aufgebaut, sondern auch mit viel Stoff zum Nachdenken ausgestattet. Dabei jedoch keins der Bücher, die sich dazu aufdrängen.  Wer jedoch aufgrund der Wanderung Beschreibungen schöner Landschaft erwartet ist fehl am Platz. T.J. Forrester ist eher puristisch. Im Vordergrund stehen die Charaktere und das, was in ihnen drin steckt und aus ihnen raus zu holen ist. Fazit:"Kings of Nowhere" ist trotz seiner geringen Größe eine sehr starkes Buch, das mit facettenreichen Charakteren und Leben voller Erfahrungen und  Opfer dafür sorgt den Leser zum Mitdenken zu bringen. T.J. Forrester ist defintiv ein Autor, der mein Interesse an ihm, seinen Figuren und deren Geschichte wecken konnte.

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  • Let's go hiking

    Kings of Nowhere

    Bella5

    Kurzinfo: "Nirgends zu Hause -- und auf dem längsten Trail der Welt Eine junge Wissenschaftlerin, ein angeblicher Halbindianer und ein Drogensüchtiger –für sie alle ist der Appalachian Trail die letzte Chance. Simone muss ihren verweichlichten Freund abschütteln und ihr Bedürfnis, Menschen aus großer Höhe hinabzustoßen. Richard kämpft gegen seine Alkoholsucht. Taz wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen. Die drei durchstreifen einzigartige Landschaften, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Neid, Hass und Tod. Und immer wieder stellt sich ihnen die große Frage: Kann der Mensch sich ändern?" Meine Meinung: Keine Jakobsweg - Esoterik, ein literarisches Roadmovie, quasi. Der Roman ist stilistisch und sprachlich gut geschrieben und völlig frei von Kitsch. Die Erzählperspektive dient dazu, das Ganze unmittelbar und "echt" wirken zu lassen. Die Grundidee gefiel mir gut - Antihelden, Underdogs versuchen quasi, ihrem Schicksal zu entfliehen. Die Schilderungen im Roman sind jedoch höchst plastisch, um nicht zu sagen, drastisch. Dies machte das Lesen für mich teils zur tour de force. Romane, die hart & realistisch erscheinen, können ihren Reiz haben, wenn es auch ein definitives Gegengewicht oder eine philosophische Komponente gibt. Eine Möglichkeit, einen Ausblick, eine Aussicht auf Besserung. Im Roman gibt es eine leise Andeutung. Doch der Titel ist hier Programm - es sind tatsächlich "Kings of Nowhere", die hier am Werk sind. Die Lektüre ist sicher nichts für Zartbesaitete und der Roman hebt nicht unbedingt die Stimmung. Ich musste unwillkürlich an Houellebecqs "Elementarteilchen" denken, da auch dieser Roman ein wenig deprimierend in seiner Aussage ist. Rein handwerklich ist "Kings of Nowhere" aber, wie gesagt, kein schlechter Roman und klasse geschrieben. Fans von Daniel Woodrell könnte auch dies Buch gefallen. Die hier vorliegende Ausgabe konnte mich aber nicht ganz überzeugen, da das Format des Buches sehr klein ist, sodass auch die Schriftgrösse petit ist, was mein Lesevergnügen doch schmälerte. Schade, denn "klein" ist der Inhalt mitnichten! Vielleicht ist man als Leser mit der engl. Originalausgabe - "Black Heart On The Appalachian Trail" (ISBN 978-1439175613) besser beraten und weniger abgelenkt von der Schriftgrösse. Das Cover ist jedoch wunderbar, ganz so, wie ich es aus dem Blumenbar - Verlag gewohnt bin: catchy & mit Bezug zum Inhalt.

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    • 3

    Bella5

    20. November 2013 um 14:38
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