T. R. Richmond Wer war Alice

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Wer war Alice“ von T. R. Richmond

Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?

Sehr spannende Geschichte, nur leider etwas langatmig.

— Tsukiko
Tsukiko

Strapazierend

— nicekingandqueen
nicekingandqueen

Langatmig

— Silkchen2909
Silkchen2909

Zu viel Sammelsurium und zu wenig Krimi - enttäuschend

— Pergamentfalter
Pergamentfalter

Super Idee!Tolles Buch!Mit den ganzen Kommentaren und Spekulationen im Internet kann man sich alles sehr gut vorstellen aber ein blödes Ende

— booksand_myrabbits
booksand_myrabbits

Ich kann mir nicht helfen, doch ich fand den Stil sehr gelungen und die Geschichte bis zur letzten Zeile spannend!

— Wortteufel
Wortteufel

Eigenwilliger Thriller, der reißerisch sein will, aber recht fad vor sich hin plätschert. Das kann auch der gute Schreibstil nicht ändern.

— McBane
McBane

Sehr tiefgründig mit vielen interessanten Denkansätzen - leider fehlt oft die nötige Spannung, sodass das Lesen recht mühsam wird. /:

— _JustMee
_JustMee

Spannung vorhanden, manchmal etwas langatmig...

— rebell
rebell

Tolle Idee, tolles Buch. Nur an einigen Stellen aus Cook's Sicht zu langatmig.

— subarbiea
subarbiea

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  • eklemmender, manchmal verwirrender Thriller mit Storytwists

    Wer war Alice
    sally1383

    sally1383

    04. August 2017 um 11:10

    https://lesenundhoeren.wordpress.com/2017/08/04/buch-review-t-r-richmonds-wer-war-alice-beklemmender-manchmal-verwirrender-thriller-mit-storytwists/ Kritik: Cover: Irgendwie traurig und bedrückend. Sind das Tränen oder Regentropfen? In sich gekehrt. Mich hat es auf jeden Fall angesprochen. Eindrücke/Inhalt: Dieses Buch hatte ich mir als Rezensionsexemplar bei Goldmann ausgesucht und war super glücklich, dass es geklappt hat und ich es lesen durfte. Ich liebe Thriller. Hier geht es um den Tod und die Person Alice Salmon. Im Laufe der Geschichte wird ihr Leben und ihr Tod aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ihr Professor, ihre Mutter, ihr Freund und Exfreund kommen zu Wort. Einerseits finde ich diese Erzählweise ja meistens reizvoll, weil man die Figuren so meistens besser kennen lernt. Hier habe ich sehr lange gebraucht, um mit dem Stil warm zu werden. Es waren nicht nur verschiedene Erzählperspektiven, sondern auch noch verschiedene Kommunikationswege. Erst zur Hälfte des Buches kam für mich richtig Thrillerstimmung auf und erst bei ca. 2/3 hatte mich das Buch so gefangen, dass ich es nicht mehr weglegen konnte, weil es nun so viele Verdächtige gab und man nun noch der Lösung des Falles auf die Schliche kommen wollte. Charaktere: Alice kommt nicht im eigentlichen Sinne mehr zu Wort, sondern nur noch durch ihre „Spuren“ zum Beispiel im Internet. Ich kann nicht mal sagen, ob sie mir sympathisch war oder nicht. So richtig greifbar wurde sie für mich nie. Vielleicht war das auch gar nicht die Intention des Autors, vielleicht sollte sie so mysteriös bleiben. Aber auch der Professor ging mir zeitweise auf die Nerven. Irgendwie ein alter Sack und irgendwie seltsam. So sind die Hauptfiguren nicht gerade Zugpferde der Geschichte. Man kann zwar auch durch Polarisieren einen interessanten Charakter schaffen (wie in „Gone Girl“ von Flynn zum Beispiel), aber dann muss man dennoch etwas Greifbareres haben wie zum Beispiel ein wirklich krankes Hirn, einen Psychopathen. Der Professor ist aber einfach nur seltsam. Stil/Gliederung: Wie schon oben beschrieben hatte ich so meine Probleme mit den verschiedenen Erzählperspektiven und verschiedenen Kommunikationswegen. Mal ein Chatausschnitt, mal eine eMail, eine Twittermeldung, eine SMS-Unetrhaltung. Da kam ich manchmal nicht mit. Diesen Mix fand ich etwas unglücklich. Fazit: In  der zweiten Hälfte des Buches hatte ich mich an den Erzählstil gewöhnt und es war ab dann auch zunehmend spannend. Insgesamt war ich nach der anfänglichen Vorfreude aber enttäuscht. Ich würde einem zweiten Buch des Autors noch eine Chance geben, aber dieses sticht für mich nicht aus der großen Masse an Psychothrillern raus.

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  • Unsympathische Figuren

    Wer war Alice
    Becky_Bloomwood

    Becky_Bloomwood

    11. July 2017 um 22:11

    Die Inhaltsangabe zu Wer war Alice und die auf dem Buch befindlichen Lobeshymnen haben mich gereizt. Gespannt auf dieses "überwältigende Debüt" (Glamour) habe ich also mit dem Lesen angefangen.Wer war Alice von T. R. Richmond handelt von der jungen Journalistin Alice, die in einem Fluss ertrinkt. Durch E-Mails, Tagebucheinträge, Brief, Zeitungsartikel etc. wird erzählt, wie es dazu kam und wer Alice war. Mich hätte vielleicht stutzig machen sollen, dass das Buch sehr viele überschwängliche Worte trägt - aber ich frage mich, ob tatsächlich dieses Buch gemeint ist. Weder fand ich Wer war Alice "faszinierend" und "geheimnisvoll" (Daily Telegraph) noch "clever" oder auch nur "unterhaltsam" (The Times). Im Gegenteil. Ich habe mich schon nach wenigen Seiten gelangweilt. Der Stil sagt mir überhaupt nicht zu. "Voller Emotionen?" (Nicci French). Ich fand das ganze recht emotionslos. Zudem sind weder Alice noch die anderen auftretenden Personen besonders sympathisch. Mir waren eigentlich alle egal, auch Alice. Ab der Hälfte habe ich nur noch quergelesen und habe am Ende bereut, das Buch überhaupt angefangen zu haben.Fazit: Wer war Alice ist für mich weder ein Psychothriller noch ein Krimi. Es war eine langweilige Geschichte ohne richtigen Fluss.

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  • Sehr spannend!

    Wer war Alice
    Tsukiko

    Tsukiko

    10. May 2017 um 20:10

    Eigentlich entspricht das Genre Thriller so gar nicht dem, was ich sonst lese. Dennoch konnte mich diese Geschichte zu 100 % fesseln und überzeugen. Einzig und alleine ein Sternchen muss ich für den doch recht langatmigen Schreibstil abziehen. Sehr interessant, war das das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde und man somit langsam selber Stück für Stück das Puzzle um den Tod von Alice aufdecken kann. Oftmals führt der Autor einen an der Nase herum und man denkt das es wirklich einige Personen gibt, die ein Motiv für den Tod geben könnte. Ich fand das Buch wirklich sehr interessant und ich denke das auch Leute, die viele Thriller lesen hier auf ihre Kosten kommen.

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  • Strapazierend

    Wer war Alice
    nicekingandqueen

    nicekingandqueen

    19. March 2017 um 13:21

    Inhaltlich klingt dieser Roman wirklich interessant - an der Ausarbeitung scheitert es leider kläglich. Richmond wollte zu viel einbauen - twitter, facebook, Tagebuch, Briefe, Mails, SMS,... und hat den Vogel damit abgeschossen nichts in sich Rundes geschrieben zu haben, sondern eine regelrechte Tortur für den Leser. Ich habe am Anfang noch alles gelesen, wobei ich immer mehr nur noch überflog bis zum Schluss. Fazit: Nicht lesenswert. Zeitverschwendung.

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  • Langatmig und wird - leider keine Empfehlung

    Wer war Alice
    Silkchen2909

    Silkchen2909

    07. March 2017 um 12:15

    Das Buch hat mich leider enttäuscht. Der Klappentext klang wunderbar und in meinem Kopf wäre da viel möglich gewesen. Allerdings ist der Stil des Autors nichts für mich. Alice ist eine junge Studentin, die nach einem Abend in diversen Kneipen stirbt. War es Selbstmord oder wurde sie getötet?Professor Cooke, der an der ehealigen Uni von Alice unterrichtet, möchte dieses Rätsel lösen. Er sammelt in Gesprächen mit ihren Freunden und im Netz nach Infos über Alice, all dies wird im Buch zusammen getragen. Gespickt werden diese Infos noch mit Briefen von Cooke an seinen besten und quasi einzigen Freund.Diese Briefe sind wirr. Wirr und langweilig. Sie bringen die Handlung nur mäßig nach vorne und sind dazu noch sehr lang. Der Professor ist ein Kauz, aber einer, der keinerlei Charme besitzt, der ihn sympathisch machen sollte. Die zusammen getragenen Infos passen nicht immer zueinander, denn jeder Mensch hat Alice anders gesehen. Das ist auch gut und richtig so, auch, dass man immer verschiedene Vermutungen hat, wer Alices Tod eventuell zu verschulden hat. Wenn es denn kein Selbstmord war. Am Ende der Lektüre weiß ich, wer Alice war und wie sie gestorben ist, aber der Weg dahin war mühsam. Schade, das Buch konnte mich nicht überzeugen.

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  • Rezension zu "Wer war Alice"

    Wer war Alice
    Pergamentfalter

    Pergamentfalter

    11. February 2017 um 10:50

    Im Februar 2012 ertrinkt die fünfundzwanzigjährige Journalistin Alice Salmon in Southampton. Die Nachricht verbreitet sich unglaublich schnell - nicht zuletzt durch die sozialen Medien. Sie war betrunken und ist in den Fluss gestürzt - so die schnell gefasste Meinung. Ihrem ehemaligen Professor Jeremy Cooke lässt die Sache jedoch keine Ruhe: Er beginnt damit, alles zu sammeln, was mit Alice in Verbindung steht - Briefe, SMS, Posts auf Social-Media-Kanälen, Zeitungsartikel ... Systematisch will er damit herausfinden, was tatsächlich in jener Nacht am Fluss geschah. War es ein Unfall? Oder doch Mord? "Wer war Alice" ist anders, als viele Krimis und Thriller. Während es sonst eine klare Handlung gibt, eine Entwicklung, eine fortlaufende Geschichte, ist dieses Buch zusammengesetzt aus unzähligen Fragmenten, die nicht chronologisch geordnet sind: Posts, SMS, Playlists, Tagebucheinträge; all die kleinen Schnipsel, die Jeremy Cooke von und über Alice zusammenträgt. Als Leser begibt man sich damit selbst auf Spurensuche: Was hinterlassen wir in der heutigen modernen, vernetzten Welt, wenn wir sterben? Welche Spuren bleiben zurück? Und was kann man aus diesen Fragmenten herauslesen? Ergänzt werden diese einzelnen, mal kurzen, mal längeren Teile durch Briefe von Jeremy Cooke selbst, die ein wenig wie eine Klammer funktionieren: In ihnen hält er das aktuelle und vergangene Geschehen fest. Sie sind eine Art roter Faden im Buch, durch den die Handlung wirklich deutlich wird. "Wer war Alice" ist definitiv mal etwas Anderes, etwas Besonderes. Gleichzeitig lag - meiner Ansicht nach - in dieser Art von Erzählstil auch ein großer Stolperstein: Es entsteht keine wirkliche Spannung. Vor allem zu Beginn viel es mir sehr schwer, in die Geschichte hineinzukommen und auch weiterzulesen. Sie zog sich gefühlt wie Kaugummi, es gab kein wirkliches Vorankommen und lange Zeit kreiste sie um Themen wie Partnerschaft und Alkohol, was sich irgendwann immer mal wieder zu wiederholen schien. Erst ungefähr im letzten Viertel hat sich dann für mich überhaupt so etwas wie Spannung aufgebaut. Das Ende war zwar knapp, aber überraschend. Den Ausgang der Geschichte konnte ich nämlich überhaupt nicht erahnen. Die Charaktere waren durch die sehr persönlichen Nachrichten, Posts etc. sehr lebendig und facettenreich dargestellt. Vor allem Jeremy durch seine Briefe und Alice durch ihre Tagebucheinträge lernte ich während des Lesens sehr gut kennen. Dennoch fand ich keine der Figuren wirklich sympathisch oder konnte mich in sie hineinversetzen. Für mich blieben sie bloße Autoren irgendwelcher Texte, die weit weg sind. Ob das am Erzählstil oder etwas anderem lag, kann ich nicht sagen. Fazit Welche Spuren hinterlassen wir in der modernen, vernetzten Welt? Auf interessante Weise wagt sich T.R. Richmond mit "Wer war Alice" an diese Frage. Er löst sich vom normalen Aufbau eines Buchs und geht andere Wege. Mich konnte er damit trotz guter Ansätze leider nicht richtig überzeugen. Insgesamt war mir dieses Buch zu sehr Sammelsurium und zu wenig Krimi.

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  • Sehr interessanter Thriller mit packendem Ende...

    Wer war Alice
    rebell

    rebell

    15. December 2016 um 08:04

    Inhaltsangabe:Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?Das Buch hatte ich schon länger im Auge und hatte auch die verschiedensten Rezensionen gelesen, doch ich wollte mir selber ein Bild machen.Das der Thriller anders ist wusste ich von Anfang an, konnte mir allerdings schwer vorstellen, wie es aufgebaut ist. Die Story wird in 6 Teile gegliedert. Es wird aus einer ganz anderen Sichtweise erzählt, wie man es normalerweise kennt. Das ist das reizvolle an diesem Buch, allerdings auch das schwierigste. Es wird aus so vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, das man sich sehr konzentrieren muss beim lesen. Eine Sichtweise zieht sich mal über mehrere Seiten, mal nur ein paar Zeilen. Es ist daher sehr sprunghaft und nicht jeder fühlt sich mit so einer Schreibweise wohl.Auch für mich war das Buch anfangs sehr schwerer Stoff. Ich habe lange gebraucht mich zurecht zufinden, habe auf öfter mal kurz ein paar Minuten Pause gemacht während des Lesens, um meine Gedanken zu sotieren. Trotzallem wollte ich wissen wer Alice eigentlich ist und was mit ihr passiert ist. Die Frage wer Alice ist/war, wird zu genüge in dem Buch preisgegeben, selbst wie es ihr Emotional ergeht wird sehr schön beschrieben. Oft wurde das Buch nur von den verschiedensten Gefühlen durchtränkt und egal wer mit seiner Erzählweise dran war, meine Gefühle fuhren Achterbahn. Auch wen einem das Buch manchmal etwas zäh bzw. langatmig erscheint, wird es zum Ende hin immer spannender und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Frage nach dem Täter wird erst am Schluss beantwortet und überrollt einen wie eine Dampflock. Ein wirklich gelungenes Ende, eines sehr interessanten Thrillers!

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  • Abgesang auf ein junges Leben

    Wer war Alice
    Babscha

    Babscha

    17. November 2016 um 23:57

    Es ist Anfang Februar 2012, als die fünfundzwanzigjährige Alice Salmon unter ungeklärten Umständen in ihrer Studienstadt Southampton an einem Wehr im eiskalten Fluss Dane ertrinkt. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar ein Verbrechen? Die Polizei steht vor einem Rätsel und die Spuren verwischen immer mehr. Über viele aneinandergereihte, aber konsequent strukturierte und verschachtelte Briefe, Blogeinträge, Forenstränge, Protokollauszüge usw. verschiedenster Beteiligter aus Alices Umfeld (anstelle eines stringenten Handlungsstrangs in klassischer Romanform) gewinnt die Figur der jungen Frau zunehmend an Form und der Leser lernt sie mit all ihren Stärken und Schwächen und inneren wie äußeren Dämonen immer besser kennen. Aber auch sehr genau die ihrer Freunde, Bekannten, ehemaligen Professoren und Familienmitglieder. Und da tun sich teils Abgründe auf, die weit in die Vergangenheit zurück reichen. Richmond ist mit seinem Erstlingsroman ein echt guter und auf dem zeitgemäßen Level der heutigen Kommunikationstechniken angesiedelter Wurf gelungen. Die ständig wechselnden Berichts- und Erzählebenen lockern das Ganze auf und machen die Lektüre interessant, auch wenn der Autor hier fast schon etwas zu viele Zufälle, schicksalhafte Begebenheiten und Verflechtungen reinpackt. Neben seiner offenkundigen und ideenreich vorgetragenen Kritik an den sensationsgeilen und korrupten englischen Medienlandschaften, die in ihrem Kommunikationswahn jede Spekulation und Vermutung so lange biegen, bis sie dem Konsumenten als Fakt präsentiert wird (aber das können andere ja auch), zerrt er hier auch so ziemlich jede denkbare menschliche Schwäche und Verfehlung über seine Protagonisten ins Rampenlicht. Eine klare Trennung zwischen Gut und Böse findet nicht statt, alle versuchen, mit ihren ganzen eigenen Zwängen, Trieben und Neurosen in der Grauzone menschlichen Brackwassers den Kopf oben zu halten. Auch wenn man hier manchmal meinen könnte, dass gerade englische Jugendliche absolut nichts anderes im Kopf haben als Party, Sex und Komasaufen. Na ja, bisschen Klischee muss eben auch sein. Interessantes Buch, auch wenn mich das Ende dann irgendwie nicht so ganz zufrieden stellen konnte.

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  • Leserunde zu "Supernatural" von Keith R. A. DeCandido

    Supernatural
    stebec

    stebec

    ~~~~~~~~ Hier gibt es KEINE Bücher zu gewinnen~~~~~~~ ~~~~~~~~Dies ist der Lesemarathon unserer „Zukunft vs Vergangenheits“-Gruppe und unserer Werwolfrunde ~~~~~~~~ SUPERNATURAL – Lesemarathon (11.11-13.11.2016)Zu unserer Werwolfrunde hier auf Lovleybooks veranstalten wir immer einen Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben findet auch dieses Mal wieder so ein Marathon statt.Dies ist die Gelegenheit die Dämonenjagd für ein Wochenende ruhen zu lassen und sich ganz aufs Lesen zu konzentrieren. Vor allem, da unsere erfahrensten Jäger momentan in einem Bunker festsitzen, macht das Sinn. Um genug Wissen für die Jagd nach den übernatürlichen Wesen zu haben, widmen wir jedem Tag ein Thema, damit wir unsere Jäger mit unserem Fachwissen bestens unterstützen können, sobald sie den Bunker wieder verlassen.  Welche Bücher ihr euch dazu aussucht ist vollkommen egal. Alles kann uns bei der Jagd nach übernatürlichen Wesen helfen. ♦ZIELE:♦ Setzt euch welche! Bei der Jagd ist es enorm wichtig strategisch vorzugehen, deswegen solltet ihr genau festlegen, was ihr dieses Wochenende schaffen möchtet.  ♦EURE BELOHNUNG:♦ Was ist wichtig um als Jäger zu überleben? Genau die richtigen Waffen. Deswegen gibt es an diesem Wochenende pro 100 gelesene Seiten eine Waffe, die ihr im Kampf für die Menschheit einsetzten könnt.  ♦DIE THEMEN:♦ Wir werden jeden Tag des Wochenendes ein anderes Thema vorstellen und euer bis dahin gesammeltes Wissen testen. Es stehen folgende Gebiete auf dem Plan: Engel, Dämonen und alles andere Übernatürliche.  ******************************************** WICHTIG: Unsere gestellten Fragen haben natürlich soweit wie möglich einen direkten Bezug zu dem Thema Supernatural.  Dies muss nicht für eure ausgewählten Bücher gelten. Es darf gelesen werden, was Spaß macht. Zudem sind zu diesem Marathon nicht nur Teilnehmer unser "Zukunft vs. Vergangenheitschallenge" und "Werwolfrunde" eingeladen. Jeder Leser ist willkommen.  WANN STARTEN WIR? Der Marathon startet am Freitag den 11.11.2016 um 17Uhr und endet am 13.11.2016 um Mitternacht.  Der Spaß bei unserem Lesemarathon ist natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto "Alles kann, nichts muss" könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wir ihr mögt. Wir streuen in regelmäßigen Abständen Aufgaben und Rätsel ein und setzten uns gerne Ziele, um den Spaßfaktor ein wenig zu erhöhen, beides ist aber nicht verpflichtend. Hier mal der Link zu unserem letzten Event, der GoT-Leserunde. ******************************************************** Habt ihr Fragen, Anregung oder Rätsel, die ihr uns für den Marathon zukommen lassen mögt? Gerne nehmen wir jede Hilfe an. Schreibt einfach eine kurze PN an: stebec Vucha oder SchCh121  ******************************************************* Teilnehmer: stebec Vucha  SchCh121 Nelebooks Mitchel06 Snorki Unzertrennlich katha_strophe kaytilein Traubenbaer AnnikaLeu BlueSunset Nika89 Knorke Tatsu Unzertrennlich

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
    kubine

    kubine

    01. November 2016 um 02:53
  • Die Collage eines Lebens

    Wer war Alice
    CarinaCaro

    CarinaCaro

    29. October 2016 um 13:29

    Das Buch beginnt mit dem Tod von Alice, einer jungen Frau die von einer Brücke ins Wasser stürzt. An dem Abend hat sie zu viel getrunken, war aufgewühlt und allein - was ist passiert? Der Roman ist im Aufbau faszinierend - zusammengetragene Zeitungsartikel, Twitter und SMS Nachrichten, Blog Einträge, Briefe, spotify - listen .... - die sind jedoch nicht chronologisch geordnet und alles ergibt trotzdem einen Sinn. Ein ehemaliger Professor von Alice trägt all dies zusammen um mehr über Alice und ihr Leben sowie ihren tragischen Tod herauszufinden.Was treibt ihn an? Ales was man über sie erfährt, erfährt man aus zweiter Hand und über ihre Tagebucheinträge- und immer mehr bekommt man ein Bild : wer war diese junge Frau? Das spannende dabei ist wie man zum Gesamtbild Alice hingeführt wird - es bleibt viel Raum für eigene Überlegungen - der Roman ist aber dadurch auch kein typischer Nervenkitzel Thriller. Die Auflösund wird am Schluss dann allerdings viel zu schnell abgehandelt - Schade! Mich hat der Roman aber auf irgendeine Art sehr berührt - auch auf Grund seiner teils tollen Zitate und Worte! Aber wie schon erwähnt - sicher kein Buch das jeden gefällt und zusagt!

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  • Na ja....das war wohl nix

    Wer war Alice
    lievke14

    lievke14

    10. October 2016 um 09:49

    Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und überhaupt….wer war Alice eigentlich? Das Buch ist eine Sammlung von Wortmeldungen bei Twitter und Facebook, Gesprächsprotokollen und Bekenntnissen von Personen, die Alice kannten, mit ihr verwandt oder befreundet waren, sie geliebt oder gehasst haben….eigentlich ein interessantes Stilmittel um eine Person zu skizzieren und ihr wieder Leben einzuhauchen. Leider ging diese Strategie voll daneben. Die Geschichte plätschert ohne Tiefgang vor sich hin. In manchen Buchkritiken wird das Buch als Thriller angepriesen. Dieser Bezeichnung wird das Buch in keinster Weise gerecht. Als Sozial- oder Charakterstudie könnte es halbwegs durchgehen. Allerdings macht es diesem Genre keine große Ehre. Die Figuren sind durch die Bank weg blass und nichtssagend, allen voran Alice. Sie war für mich von Anfang an nicht greifbar….eine junge Frau, die sich selbst als starken Charakter definiert hat, aber ihr ganzes Leben nur gegen sich selbst ankämpfte, dem Alkohol zugetan war und mit Drogen experimentierte. Ich hatte anfangs noch gehofft, dass im Verlaufe der Geschichte eine Entwicklung in die eine oder andere Richtung erfolgt, das man die Person Alice und deren Handlungen verstehen oder wenigstens nachvollziehen kann….dies ist leider nicht geschehen. Der einzige Charakter, der ein wenig vielschichtiger beschrieben wurde, ist Alice ehemaliger Professor Jeremy Cooke. Allerdings ist dieser eine ziemlich zweifelhafte Person, dem man die tragende Figur auch nicht unbedingt abgenommen hat. Alles in allem war der Roman für mich hauptsächlich langweilig und oberflächlich. Das Ende war zwar etwas ungewöhnlich, aber leider ab einem bestimmten Punkt auch vorhersehbar. Schlussendlich bleibt die eine große Frage: „Wer war Alice?“ - Keine Ahnung!

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    • 2
  • Rezension zu Wer war Alice

    Wer war Alice
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie morgens tot im Fluss gefunden wurde. Am Abend zuvor wollte sie sich nur mit Freunden treffen, aber es wurden die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist genau geschehen? Ist sie ins Wasser gestürzt, weil sie betrunken war, wie die Polizei vermutet, oder war es ein Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer in den diversen Social Media Kanälen. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist zutiefst erschüttert und macht sich daran, herauszufinden, was in dieser Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice zusammen was er finden kann und schreibt ein Buch über sie. Aber warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Und was haben ihr Ex Luke und ihr Freund Ben mit der ganzen Sache zu tun? Und wer war Alice eigentlich wirklich? Wer war Alice stammt aus der Feder von T. R. Richmond. Alice wird tot im Fluss aufgefunden, schnell verbreitet sich die Nachricht auf den diversen Kanälen und Nachrichtenportalen. Was genau an dem Abend geschehen ist erstmal nicht klar, und so beschließt Professor Cooke nachzuforschen und trägt dabei allerlei Informationen zusammen aus denen später auch ein Buch entsteht. Ihre Freunde trauern und fragen sich alle was genau passiert und nach und nach entsteht ein ganz neues Bild von Alice und von dem was an diesem Abend genau passiert ist. Das ungewöhnliche an diesem Buch ist das es nicht als eine zusammenhängende Geschichte erzählt wird, sondern in einer nicht chronologischen Zusammenstellung aus Briefen, SMS, Blogeinträge, Kommentare, Twitter und ähnliches. Dies hat mir am Anfang ganz gut gefallen, forderte aber durch die zeitlichen Sprünge und die unterschiedlichen Stile doch eine höher Aufmerksamkeit beim Lesen von mir. Nach einer Weile empfand ich, vor allem die doch sehr ausschweifenden Briefe des Professors Cooke, das ganze etwas ermüdend. Ich hatte das Gefühl nicht in der Geschichte wirklich weiterzukommen und an mich auf der Stelle zu bewegen, was dadurch verstärkt wurde das erst auf den letzten Seiten geklärt wird was geschehen ist. Ein wirkliches Spannungsgefühl kam bei mir während des Lesens gar nicht auf sondern es blieb bei einem Interesse herauszufinden was nun eigentlich geschehen ist. Auch eine wirkliche Verbindung zu den Protagonisten konnte ich aufgrund der gewählten Form des Erzählens nicht herstellen, sie blieben mir durch die gewählte Form des Erzählens zu flach, da man bis auf Cooke eigentlich nicht wirklich was von ihnen erfährt, wenn es nicht gerade im Zusammenhang mit Alice steht.  Ich bin hier zwiegespalten, als Thriller (Einteilung auf der Verlagseite, auch wenn Roman vorne auf dem Cover steht) würde ich dieses Buch nicht betrachten, da bei mir nie ein wirkliches Spannungsgefühl hoch kam. Als Roman finde ich aber funktioniert das Buch eigentlich ganz gut, auch wenn es ein paar Längen für mich aufweist und gerne die ein oder andere Seite hätte kürzer sein dürfen. Mein Fazit:  Kein Thriller, aber ein Roman, der durch seinen Erzählstil für mich mal was anderes war.

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    • 9
  • Zäh und langweilig

    Wer war Alice
    Lesemietze

    Lesemietze

    29. September 2016 um 23:38

    Alice Salmon ist nur 25 Jahre alt geworden. Leblos im Fluss wurde sie von einem Spaziergänger gefunden. Unfall oder Selbstmord? Was ist wirklich passiert? Ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke macht sich auf genau dies herauszufinden. Er redet mit allen die Alice kannten, sucht alles im Internet was es über sie zu finden gibt. Er hat sogar vor über diesen Fall ein Buch zu schreiben und will nicht eher ruhen bis er weiss wer Alice wirklich war und was mit ihr passiert ist.Als ich den Klapptext gelesen habe dachte ich „Das ist was für mich“. Hört sich spannend an. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Jedes mal wenn Jeremy Larry geschrieben hat bin ich fast eingeschlafen, da ich den Schreibstil als anstrengend und zäh empfand.leider hat mich das Buch auch noch an „ Das Leben der Addison Stone „ erinnert. Beide die gleichen Initialen, beide ertrunken und Mitte zwanzig und beides spielt in England. Auch wenn das Ende anders ist.Allgemein kam ich mit der Geschichte nicht wirklich gut zugange. Die Charaktere haben mir nicht gefallen, allen voran Jeremy. Die Idee der Geschichte oder besser gesagt der Aufbau ist nicht schlecht. Aber irgendwie ist die Umsetzung für mich nicht so ganz gelungen.Vielleicht habe ich zuviel erwartet.

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  • Was bleibt, wenn wir gehen?

    Wer war Alice
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    04. September 2016 um 15:19

    Wir sind die Summe all unserer Teile, heißt es. Wir sind, was wir lieben, was wir hassen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Wir sind die Musik, die wir hören, die Bücher, die wir lesen, die Filme, die wir schauen. Wir sind blond, brünett, rothaarig, mit blauen oder pinken Strähnen, wir sind groß und klein und kurvig und schmal, sommersprossig, blauäugig, dunkelhäutig. Wir sind, wovon wir träumen. Wir sind die Spuren, die wir in den Leben anderer hinterlassen. Wir sind Erinnerungen. Doch was bleibt, wenn wir sterben? Eine junge Frau ertrinkt in einem Fluss. Alice Salmon, so heißt sie. Tochter, Studentin, Journalistin, Freundin – ihr Leben ist so vielseitig wie sie selbst. Sie schreibt Tagebuch, sie liebt Musik und geht gern aus, sie lebt. Doch dann ertrinkt sie. War es Mord? Selbstmord? Ein Unfall?  An diesem Punkt startet T.R. Richmonds Roman Wer war Alice. Bestehend aus Tagebucheinträgen, Zeitungsartikeln, Briefen, SMS und Blogeinträgen wird darin das Leben der Alice Salmon rekonstruiert. Man lernt eine junge Frau kennen, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Bekanntschaften und ihr Leben. Man entdeckt Stück für Stück all die Dinge, die sie selbst hinterlassen hat – Posts auf ihrem Facebook-Account, Einträge in ihrem Tagebuch – und die Dinge, an die andere sich erinnern. Der gesamte Roman wird dabei als Sammlung eines ehemaligen Professors von Alice dargestellt, der versucht, sie und ihr Leben einzufangen. Warum er das tut, bleibt im Dunkeln.  Und da wären wir auch schon, bei den Schwachpunkten der Geschichte. So wunderbar nachdenklich und interessant T.R. Richmonds Idee zu diesem Roman nämlich auch sein mag, die Umsetzung ließ leider zu wünschen übrig. Die Charaktere blieben, bis auf Alice alle blass und einseitig: Da ist der alte Professor – ein fanatischer Lustmolch, dessen Krebserkrankung wohl auch noch Mitleid erregen soll – leider der absolut unsympathischste Charakter, der mir jemals in irgendeinem Buch begegnet ist. Dann gibt es noch Alice‘ beste Freundin Meg. Die Freundschaft der beiden konnte ich als Leserin überhaupt nicht nachvollziehen, denn es wirkte, als wäre es einfach nur die gemeinsame Kindheit, die sie verband und die vereinzelten Beteuerungen, Meg hätte Alice geliebt. Insgesamt war mir dieser Aspekt aus Alices Leben viel zu oberflächlich. Auch Alice‘ Freund Luke, der zwar der sympathischste der Charaktere war, konnte mich nicht überzeugen. Wie bei den anderen Figuren konnte ich auch seine Handlungen teilweise einfach nicht nachvollziehen und sein ewiges Gejammer, Alice wäre seine große Liebe, ging mir schon nach ein paar Seiten auf die Nerven. Auch der Schreibstil der Geschichte ließ leider zu wünschen übrig. Die Idee, Alice‘ Leben anhand von Zeitungsausschnitten, Tagebucheinträgen und Social-Media-Inhalten zu rekonstruieren, fand ich richtig gut, nur leider ist T.R. Richmond dabei viel zu weit ausgeschweift. Es wurde so viel unwichtiger Kram erzählt (besonders in den Briefen des Professors), dass ich es teilweise nur noch überflogen habe. Außerdem haben sich Dinge, die man schon längst wusste, bis ins Unendliche wiederholt, sodass es sich irgendwann einfach nur noch hingezogen hat. Trotz der fehlenden Spannung, habe ich weitergelesen, stets mit der Hoffnung auf ein gutes, vielleicht sogar überraschendes Ende. Doch auch hier wurde ich enttäuscht. Der Autor hätte tausendundeine Möglichkeit gehabt, ein gutes und realistisches Ende zu finden, das den Roman abgerundet hätte, doch stattdessen hat er eine völlig an den Haaren herbeigezogene Lösung gewählt. Für mich wirklich enttäuschend.  Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass dem Roman eine wirklich gute Idee zugrunde liegt, die Umsetzung allerdings schwach ist. Wer Spannung erwartet, ist hier definitiv an der falschen Stelle. Nichtsdestotrotz greift T.R. Richmond in diesem Roman eine wichtige Frage auf, die den Leser auch über die Geschichte hinaus zum Nachdenken anregen sollte. Wer sind wir und was bleibt von uns, wenn wir sterben?

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