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rebell

vor 9 Monaten

(10)

Inhaltsangabe:
Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?


Das Buch hatte ich schon länger im Auge und hatte auch die verschiedensten Rezensionen gelesen, doch ich wollte mir selber ein Bild machen.
Das der Thriller anders ist wusste ich von Anfang an, konnte mir allerdings schwer vorstellen, wie es aufgebaut ist. Die Story wird in 6 Teile gegliedert. Es wird aus einer ganz anderen Sichtweise erzählt, wie man es normalerweise kennt. Das ist das reizvolle an diesem Buch, allerdings auch das schwierigste. Es wird aus so vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, das man sich sehr konzentrieren muss beim lesen. Eine Sichtweise zieht sich mal über mehrere Seiten, mal nur ein paar Zeilen. Es ist daher sehr sprunghaft und nicht jeder fühlt sich mit so einer Schreibweise wohl.
Auch für mich war das Buch anfangs sehr schwerer Stoff. Ich habe lange gebraucht mich zurecht zufinden, habe auf öfter mal kurz ein paar Minuten Pause gemacht während des Lesens, um meine Gedanken zu sotieren. 
Trotzallem wollte ich wissen wer Alice eigentlich ist und was mit ihr passiert ist. Die Frage wer Alice ist/war, wird zu genüge in dem Buch preisgegeben, selbst wie es ihr Emotional ergeht wird sehr schön beschrieben. Oft wurde das Buch nur von den verschiedensten Gefühlen durchtränkt und egal wer mit seiner Erzählweise dran war, meine Gefühle fuhren Achterbahn. 
Auch wen einem das Buch manchmal etwas zäh bzw. langatmig erscheint, wird es zum Ende hin immer spannender und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Frage nach dem Täter wird erst am Schluss beantwortet und überrollt einen wie eine Dampflock. Ein wirklich gelungenes Ende, eines sehr interessanten Thrillers!

Autor: T. R. Richmond
Buch: Wer war Alice
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