T.A. Wegberg

 4.2 Sterne bei 98 Bewertungen
Autor von Klassenziel, Meine Mutter, sein Exmann und ich und weiteren Büchern.
Autorenbild von T.A. Wegberg (©)

Lebenslauf von T.A. Wegberg

Jordan T. A. Wegberg ist mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller und Übersetzer mit sieben Roman- und zahlreichen Kurzgeschichtenveröffentlichungen. Als zweiter Vorsitzender des FDA Berlin, Betreiber des „Literaturlabors Berlin“ und Dozent in der literarischen Erwachsenenbildung ist er intensiv mit anderen Schriftstellern vernetzt. Unter tawegberg.blogspot.de bloggt er über Literatur, Kultur und Musik.

Alle Bücher von T.A. Wegberg

Cover des Buches Klassenziel (ISBN:9783499216244)

Klassenziel

 (34)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Meine Mutter, sein Exmann und ich (ISBN:9783499217593)

Meine Mutter, sein Exmann und ich

 (28)
Erschienen am 10.03.2017
Cover des Buches Herzbesetzer (ISBN:B006AVMDLW)

Herzbesetzer

 (10)
Erschienen am 19.11.2011
Cover des Buches Du weißt es nur noch nicht (ISBN:9783944737812)

Du weißt es nur noch nicht

 (4)
Erschienen am 18.11.2014
Cover des Buches Hör bloß auf mit Liebe (ISBN:9783946408048)

Hör bloß auf mit Liebe

 (1)
Erschienen am 02.05.2016

Interview mit T.A. Wegberg

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe, seit ich einen Stift halten kann, habe mich aber jahrelang nicht getraut, die Ergebnisse anderen zugänglich zu machen. Nachdem das Manuskript zu „Memory Error“ fertig war, hatte ich jedoch erstmals den dringenden Wunsch nach Öffentlichkeit. Ich wählte rund ein Dutzend Verlage aus, in deren Programm der Titel meiner Meinung nach passte, und sandte ihnen ein Exposé und eine Lesprobe zu, und so kam es zur Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Ich bin ein großer Bewunderer von Nick Hornby, den ich in Berlin auch schon live habe lesen hören. Das liegt sicher auch daran, dass wir offenbar viel gemeinsam haben, zum Beispiel ein großes Interesse an jungen Menschen – und an Musik.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich arbeite ehrenamtlich als Berater bei einer anonymen E-Mail-Notrufstelle für Jugendliche, wodurch ich tiefen Einblick in das Leben und die Schwierigkeiten junger Erwachsener bekomme. Oft sind es auch Zeitungsmeldungen, die mich inspirieren, gerade jene über besonders harte oder sonderbare Schicksale.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Meine Neugier auf Menschen ist unerschöpflich. Bei Lesungen, Literaturfestivals, Preisverleihungen, aber auch auf Partys, in der U-Bahn und beim Bäcker entstehen Kontakte, die oft zu ganz neuen Netzwerken führen. Ich pflege sie sehr sorgfältig und meist per E-Mail, egal ob es sich um Leser, um andere Autoren oder einfach um nette Leute handelt. Dabei stelle ich selbst neue Verknüpfungen her, zum Beispiel indem ich die Bücher von Autorenkollegen zu Geburtstagen verschenke oder Buchhändler auf interessante Lesungen aufmerksam mache – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Wann und was liest Du selbst?

Da ich kein großer Freund von Fernsehunterhaltung bin, habe ich an terminfreien Abenden Zeit zum Lesen. Eindeutiger Schwerpunkt ist erzählende Gegenwartsliteratur mit Anspruch und Humor, zum Beispiel von Edward St Aubyn, Nick Hornby, Jonathan Tropper, David Nicholls oder Alan Hollinghurst. Mein Enthusiasmus wird allerdings ein bisschen dadurch gedämpft, dass ich als Lektor und Übersetzer auch während meines gesamten Arbeitstages praktisch nichts anderes mache als Lesen, nur dass ich die Inhalte dabei nicht frei wählen kann.

Neue Rezensionen zu T.A. Wegberg

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Rezension zu "Meine Mutter, sein Exmann und ich" von T.A. Wegberg

Transsexualität familiennah
Jezebellevor 2 Jahren

Ein Buch mit einem schrägen Titel liegt hier vor, dass trotzdem sich ganz ernsthaft mit einem wichtigen Thema beschäftigt, nämlich der Frage nach dem Umgang mit Transsexuellen. Nun mag der aufgeklärte Bürger sagen: Was soll es das schon Wichtiges zu sagen geben? Man muss eben jeden und jede so nehmen, wie er oder sie ist. In der Theorie erscheint das glasklar. Nur ganz konkret weiß eben auch jeder, mit welchen Schwierigkeiten das verbunden ist. Den ein oder anderen Erfahrungsbericht von transsexuellen Menschen mag man ja schon einmal zur Kenntnis genommen haben, aber die Umwälzungen eines Geschlechtswechsels sind viel weitreichender. Das genau macht dieses Buch klar, indem es einen Jugendlichen begleitet, der seine Zeit braucht, um zu verdauen, dass seine Mutter nun ein Mann ist. Geschrieben auf Anfrage des Verlags, schafft es der Autor, hier einen authentischen Jugendroman hinzulegen, der eben unter anderem davon lebt, dass sich nicht alles nur um dieses Thema dreht. Da wäre noch die neue Partnerin nebst Halbbruder, die der leibliche Vater sich gesucht hat, die erste große Liebe, ein neuer Schulkamerad, der sich schwer auf den Unterricht konzentrieren kann und das ein und andere Selbstfindungsproblem, die unseren Helden begleiten. Erst beim Lesen wird einem wieder so richtig bewusst, was Schule für einen Jugendlichen eben auch alles in dieser Lebensphase bedeutet. Schön auch, dass die typischen Ungerechtigkeiten und Humor nicht zu kurz kommen. Mir persönlich gefiel der leicht spleenige Charakter des Protagonisten, der so gern mit dem Bus durch Berlin fährt. Für Berliner hat dieses Lokalkolorit noch einen ganz speziellen Charme. Gleichzeitig ist es aber auch eine schöne Art und Weise, mit seinen Gedanken auf Reisen zu gehen, und somit sinnvolles Persönlichkeitsmerkmal, was zur Geschichte passt. Angenehm ist es auch, dass die medizinischen Einzelschritte gar nicht so in den Vordergrund gestellt werden. Hat ein jugendlicher Leser daran mehr Interesse, wird er schon fündig werden. Diese seelischen Veränderungen stehen im Fokus und werden dem ein oder anderen Leser vielleicht auch erst so richtig bewusst. Kleinere Handlungsstränge haben mich nicht so glücklich gestimmt, wie etwa die lange Verschwiegenheit gegenüber dem besten Freund, obwohl der gerade mit einer Transsexuellen anbändelt. Aber das sei verziehen angesichts der rundherum gelungenen Entwicklung des Haupthelden, der seinen Standpunkt Stück für Stück ändert.

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Rezension zu "Herzbesetzer" von T.A. Wegberg

Selten war ich so traurig, dass ein Buch zu Ende ist
Anja_Urbanvor 2 Jahren

Herzbesetzer gehört zu den Büchern, die mich um meinen wohlverdienten Schönheitsschlaf gebracht haben. Ich konnte einfach nicht aufhören, weiterzulesen. Viel zu spannend war die Geschichte. Sie ging mir sehr unter die Haut. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und konnte mich bis zum Schluss nicht entscheiden, was ich den beiden denn wünschen sollte. Es ist wirklich ein Buch, bei dem man jede Seite liebt! Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn es ein weiteres Buch mit Julian und Anoki geben würde. 

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Rezension zu "Meine Mutter, sein Exmann und ich" von T.A. Wegberg

Kurzkommentar:
Lorbeerchenvor 2 Jahren

Chapeau an den Autor, der so viele wunderbare Charaktere erschaffen und ihre Geschichte erzählt hat. Auf eine besonders bewegende und emotionale Weise darf man miterleben, wie Joschka scheinbar seine Mutter verliert, aber einen zweiten Vater gewinnt und merkt, dass das alles gar nicht so schlimm ist. Solche Bücher brauchen wir, gerade da in der heutigen Zeit (traurigerweise) 'Anderssein' immernoch ausgrenzt, obwohl unsere Gesellschaft sich für überaus tolerant hält.

Für mich ist das Buch ein kleines Meisterwerk.

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Zusätzliche Informationen

T.A. Wegberg wurde am 14. Oktober 1963 in Deutschland geboren.

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