T.A. Wegberg

 4,1 Sterne bei 122 Bewertungen
Autor von Klassenziel, Meine Mutter, sein Exmann und ich und weiteren Büchern.
Autorenbild von T.A. Wegberg (©)

Lebenslauf von T.A. Wegberg

Jordan T. A. Wegberg ist mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller und Übersetzer mit sieben Roman- und zahlreichen Kurzgeschichtenveröffentlichungen. Als zweiter Vorsitzender des FDA Berlin, Betreiber des „Literaturlabors Berlin“ und Dozent in der literarischen Erwachsenenbildung ist er intensiv mit anderen Schriftstellern vernetzt. Unter tawegberg.blogspot.de bloggt er über Literatur, Kultur und Musik.

Alle Bücher von T.A. Wegberg

Cover des Buches Klassenziel (ISBN: 9783499216244)

Klassenziel

 (36)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Meine Mutter, sein Exmann und ich (ISBN: 9783499217593)

Meine Mutter, sein Exmann und ich

 (30)
Erschienen am 10.03.2017
Cover des Buches Herzbesetzer (ISBN: B006AVMDLW)

Herzbesetzer

 (10)
Erschienen am 19.11.2011
Cover des Buches Love is on Air (ISBN: 9783841421135)

Love is on Air

 (13)
Erschienen am 09.10.2012
Cover des Buches Grenzverletzungen (ISBN: 9783862655007)

Grenzverletzungen

 (7)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Du weißt es nur noch nicht (ISBN: 9783944737812)

Du weißt es nur noch nicht

 (4)
Erschienen am 18.11.2014
Cover des Buches Ich kannte kein Limit (ISBN: 9783401600024)

Ich kannte kein Limit

 (2)
Erschienen am 03.09.2014

Interview mit T.A. Wegberg

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe, seit ich einen Stift halten kann, habe mich aber jahrelang nicht getraut, die Ergebnisse anderen zugänglich zu machen. Nachdem das Manuskript zu „Memory Error“ fertig war, hatte ich jedoch erstmals den dringenden Wunsch nach Öffentlichkeit. Ich wählte rund ein Dutzend Verlage aus, in deren Programm der Titel meiner Meinung nach passte, und sandte ihnen ein Exposé und eine Lesprobe zu, und so kam es zur Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Ich bin ein großer Bewunderer von Nick Hornby, den ich in Berlin auch schon live habe lesen hören. Das liegt sicher auch daran, dass wir offenbar viel gemeinsam haben, zum Beispiel ein großes Interesse an jungen Menschen – und an Musik.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich arbeite ehrenamtlich als Berater bei einer anonymen E-Mail-Notrufstelle für Jugendliche, wodurch ich tiefen Einblick in das Leben und die Schwierigkeiten junger Erwachsener bekomme. Oft sind es auch Zeitungsmeldungen, die mich inspirieren, gerade jene über besonders harte oder sonderbare Schicksale.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Meine Neugier auf Menschen ist unerschöpflich. Bei Lesungen, Literaturfestivals, Preisverleihungen, aber auch auf Partys, in der U-Bahn und beim Bäcker entstehen Kontakte, die oft zu ganz neuen Netzwerken führen. Ich pflege sie sehr sorgfältig und meist per E-Mail, egal ob es sich um Leser, um andere Autoren oder einfach um nette Leute handelt. Dabei stelle ich selbst neue Verknüpfungen her, zum Beispiel indem ich die Bücher von Autorenkollegen zu Geburtstagen verschenke oder Buchhändler auf interessante Lesungen aufmerksam mache – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Wann und was liest Du selbst?

Da ich kein großer Freund von Fernsehunterhaltung bin, habe ich an terminfreien Abenden Zeit zum Lesen. Eindeutiger Schwerpunkt ist erzählende Gegenwartsliteratur mit Anspruch und Humor, zum Beispiel von Edward St Aubyn, Nick Hornby, Jonathan Tropper, David Nicholls oder Alan Hollinghurst. Mein Enthusiasmus wird allerdings ein bisschen dadurch gedämpft, dass ich als Lektor und Übersetzer auch während meines gesamten Arbeitstages praktisch nichts anderes mache als Lesen, nur dass ich die Inhalte dabei nicht frei wählen kann.

Neue Rezensionen zu T.A. Wegberg

Cover des Buches Grenzverletzungen (ISBN: 9783862655007)FunkensBuecherwelts avatar

Rezension zu "Grenzverletzungen" von T.A. Wegberg

Grenzverletzungen
FunkensBuecherweltvor einem Jahr

Zusammen mit Johannes wird man in eine Welt voller Probleme, Drogen und Verletzungen gezogen aus der man es kaum raus schafft, im wahren Sinne des Worts. Der Autor beschreibt gekonnt die kältesten tagen, die lebendigsten Schmetterlinge und den größten Hunger, sodass sogar der eigene Magen anfängt zu knurren.

Die Freundschaft der zwei Protagonisten ist perfekt rübergebracht. Man kann leicht mitlesen und muss kein Wort erst nachschlagen, um es zu verstehen. Es besteht eine großartige Spannung im ganzen Buch, obwohl ich es schade finde das man manche Szenen schon voraussehen kann, aber ich vermute dies wollte der Autor sogar vermitteln.
Mein Einziger Mängel ist tatsächlich das leicht offene ende. Bis heute wünsche ich mir ein zweiter Teil, der zeigt wie es mit den Protagonisten weiter geht und wie es ihnen mittlerweile geht.

Aber alles in einem, ein fantastisches Buch das zum Nachdenken anregt! Daher 4/5⭐

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Cover des Buches Grenzverletzungen (ISBN: 9783862655007)Nora_Fielings avatar

Rezension zu "Grenzverletzungen" von T.A. Wegberg

Leicht zu lesen, guter Einblick in das Leben mit Borderline
Nora_Fielingvor 2 Jahren

Man hört oder liest relativ viel über die Borderline-Persönlichkeitsstörung - doch wie kann so eine Krankheit im wahren Leben aussehen? Man muss dazu sagen "kann", immerhin sind die Lebensläufe und Geschichten so unterschiedlich und zahlreich, wie die Gesichter der Betroffenen selbst. In dem Buch "Grenzverletzungen" erlaubt uns der Autor einen Einblick in das Leben eines Borderliners, seiner Freundschaften und Abhängigkeit. 

"Grenzverletzungen" ist ein interessantes Buch, leicht zu lesen und viel weniger triggernd als sein Cover. Ich hätte quasi erwartet, dass es mich runterreißt und in mir ein Gefühlschaos auslöst, weil ich mich vielleicht darin wiedergefunden hätte. Aber dem war nicht so. Es liest sich nahezu leicht und sehr spannend.

Dass es mich emotional nicht mitnahm liegt wahrscheinlich daran, wie ich es eingangs schrieb - kennt man eine*n Borderliner*in, kennt man auch nur eine*n. Es ist eine ganz andere Geschichte als die meine. Ich würde auch behaupten, dass der Borderliner Cosmo ein impulsiv-aggressiver Typ ist, also ganz anders ist als ich, der ich eher emotional-instabil bin. Aber wie gesagt, so sind wir Borderliner*innen halt - verschieden, wie jeder andere "gesunde" Mensch auch!

Dennoch war es hochspannend zu lesen, zu erfahren, wie der Alltag zwischen den beiden jungen Männern ausschaut, welche Schwierigkeiten bestehen, wie die Nähe ausgehalten wird. Ich selbst hätte gerne mehr über die Hintergründe erfahren, weshalb der Cosmo diese Persönlichkeitsstörung entwickelt hat. Dies erfährt man tendenziell eher oberflächlich, es wird hier und da mal angerissen.

Zugleich schwingt die Schwere seiner Vergangenheit in nahezu jedem Kapitel mit. Es ist keine offensichtliche Erdrückung, die mir die Luft zum Atmen nahm, es schwingt unterschwellig mit. Und das ist der Punkt, der das Buch auch so lesenswert macht - es macht deutlich, dass nicht alles was uns, den Cosmo, bewegt auf dem Präsentierteller liegt. Man muss zwischen den Zeilen lesen, um in etwa nachzuvollziehen, was in diesem jungen Menschen vor sich geht!

Mein wirklicher Kritikpunkt geht an das Cover - auf der Seite des Verlegers las ich, dass der Autor in diesem Buch mit den Klischees von Borderline aufräumen möchte. Das Selbstverletzung ein Kriterium der Persönlichkeitsstörung Typ Borderline gehört ist auch ein Klischee. Nicht jede*r, der sich ritzt ist ein*e Borderliner*in - und nicht jede*r Borderliner*in ritzt sich!

Alles in allem empfehle ich dieses Buch, wenn man einen Einblick in den Alltag eines Zusammenlebens mit einer*m Borderliner*in haben möchte! Aber wie gesagt - so ist es nicht nur, sondern kann es sein - es gibt noch tausend andere Beziehungs- und Lebensmuster eines Menschen mit Borderline.

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Cover des Buches Meine Mutter, sein Exmann und ich (ISBN: 9783499217593)Jezebelles avatar

Rezension zu "Meine Mutter, sein Exmann und ich" von T.A. Wegberg

Transsexualität familiennah
Jezebellevor 5 Jahren

Ein Buch mit einem schrägen Titel liegt hier vor, dass trotzdem sich ganz ernsthaft mit einem wichtigen Thema beschäftigt, nämlich der Frage nach dem Umgang mit Transsexuellen. Nun mag der aufgeklärte Bürger sagen: Was soll es das schon Wichtiges zu sagen geben? Man muss eben jeden und jede so nehmen, wie er oder sie ist. In der Theorie erscheint das glasklar. Nur ganz konkret weiß eben auch jeder, mit welchen Schwierigkeiten das verbunden ist. Den ein oder anderen Erfahrungsbericht von transsexuellen Menschen mag man ja schon einmal zur Kenntnis genommen haben, aber die Umwälzungen eines Geschlechtswechsels sind viel weitreichender. Das genau macht dieses Buch klar, indem es einen Jugendlichen begleitet, der seine Zeit braucht, um zu verdauen, dass seine Mutter nun ein Mann ist. Geschrieben auf Anfrage des Verlags, schafft es der Autor, hier einen authentischen Jugendroman hinzulegen, der eben unter anderem davon lebt, dass sich nicht alles nur um dieses Thema dreht. Da wäre noch die neue Partnerin nebst Halbbruder, die der leibliche Vater sich gesucht hat, die erste große Liebe, ein neuer Schulkamerad, der sich schwer auf den Unterricht konzentrieren kann und das ein und andere Selbstfindungsproblem, die unseren Helden begleiten. Erst beim Lesen wird einem wieder so richtig bewusst, was Schule für einen Jugendlichen eben auch alles in dieser Lebensphase bedeutet. Schön auch, dass die typischen Ungerechtigkeiten und Humor nicht zu kurz kommen. Mir persönlich gefiel der leicht spleenige Charakter des Protagonisten, der so gern mit dem Bus durch Berlin fährt. Für Berliner hat dieses Lokalkolorit noch einen ganz speziellen Charme. Gleichzeitig ist es aber auch eine schöne Art und Weise, mit seinen Gedanken auf Reisen zu gehen, und somit sinnvolles Persönlichkeitsmerkmal, was zur Geschichte passt. Angenehm ist es auch, dass die medizinischen Einzelschritte gar nicht so in den Vordergrund gestellt werden. Hat ein jugendlicher Leser daran mehr Interesse, wird er schon fündig werden. Diese seelischen Veränderungen stehen im Fokus und werden dem ein oder anderen Leser vielleicht auch erst so richtig bewusst. Kleinere Handlungsstränge haben mich nicht so glücklich gestimmt, wie etwa die lange Verschwiegenheit gegenüber dem besten Freund, obwohl der gerade mit einer Transsexuellen anbändelt. Aber das sei verziehen angesichts der rundherum gelungenen Entwicklung des Haupthelden, der seinen Standpunkt Stück für Stück ändert.

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Gespräche aus der Community

Joschka ist fünfzehn, als seine Mutter von einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt zurückkommt. Jetzt lässt es sich nicht mehr leugnen: Frederik ist endgültig ein Mann. Wie werden Freunde, Mitschüler und Lehrer reagieren, wenn sie das erfahren? 


Joschka versucht, sein privates und sein öffentliches Leben strikt zu trennen, aber das ist gar nicht so einfach - besonders als er sich in Emma verliebt und seinen Nachhilfeschüler Sebastian näher kennenlernt. 


Und dann will seine Klasse auch noch bei diesem LGBT-Projekt einen Preis gewinnen ...


20 Exemplare von "Meine Mutter, sein Exmann und ich" werden für diese Leserunde verlost. Bewerber sollten die folgende Frage beantworten:


"Ein Monat im Körper des anderen Geschlechts - wie fühlt sich das wohl an?"


Beschreibt eure Gedanken, Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen. Was würde sich für euch ändern? Wie würden andere wohl mit euch umgehen? Hättet ihr mehr Vor- oder mehr Nachteile? Wie sähe euer Alltag aus? Vor welchen Herausforderungen würdet ihr stehen?
222 BeiträgeVerlosung beendet

Wenn die Medien über einen Amoklauf berichten, stehen der Täter und die blutigen Details seiner Tat im Vordergrund. Wir schütteln angewidert den Kopf, sind fassungslos, haben Mitleid mit den Opfern - und empfinden gleichzeitig heimliche Erleichterung, denn so was passiert nicht uns, es passiert immer nur anderen.


Doch jeder dieser Täter hat auch ein soziales Umfeld: Eltern, Geschwister, Freunde, Nachbarn, Mitschüler, Lehrer ... Mich hat immer schon die Frage interessiert: Wie lebt man als Angehöriger eines Amokläufers weiter? Wie bewältigt man Trauer, Schuld und Verlust? Was bedeutet es, wenn Polizei und Presse plötzlich tief in die Privatsphäre eindringen?

Genau das sind die Themen meines Romans "Klassenziel". Darin erzählt der 15-jährige Jamie, wie sein Bruder Dominik zum mehrfachen Mörder wurde und welche Auswirkungen das auf sein eigenes Leben hatte. Dies ist kein Splatter-Roman, in dem das Blut in Strömen fließt, sondern ein Buch, dessen Leser eine neue, andere Perspektive kennenlernen. Eine Leseprobe findet ihr hier:

http://www.rowohlt.de/fm/131/Wegberg_Klassenziel.pdf

Zum Auftakt der Leserunde werden 20 Freiexemplare verlost, die der Rowohlt Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wenn ihr daran teilnehmen möchtet, dann verratet mir eure persönlichen literarischen Highlights: Welche Geschwister aus welchem Buch haben euch am meisten beeindruckt? Unter allen Einsendungen werden dann die 20 Buchgewinner ausgelost. Teilnahmeschluss ist der 1. Oktober 2012.

Es versteht sich von selbst, dass die Gewinner an dieser Leserunde teilnehmen und zum Abschluss eine Rezension verfassen. Selbstverständlich sind aber auch alle anderen herzlich eingeladen, die das Buch bereits gelesen haben oder gerade dabei sind!

251 Beiträge
gloranas avatar
Letzter Beitrag von  gloranavor 10 Jahren
Für Kurzentschlossene: Heute Abend um 20 Uhr findet zum 98. Mal (!!) die Berliner Lesebühne "Lunge" statt. Lydia Kraft, Stefan W. Thielke, Oliver Bauer und Andreas B. Vornehm lesen eigene Texte zum Thema "Die Straße der Exzesse endet in den Tempeln der Weisheit" ... äh ... okay ... Lassen wir uns überraschen! Dass es ein Vergnügen wird, kann ich jedenfalls garantieren! Café Tasso, Frankfurter Allee 11, U5 Frankfurter Tor, Eintritt frei!
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Zusätzliche Informationen

T.A. Wegberg wurde am 14. Oktober 1963 in Deutschland geboren.

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