T.A. Wegberg Grenzverletzungen - Eine Geschichte über Borderline, Freundschaft und Abhängigkeit

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Inhaltsangabe zu „Grenzverletzungen - Eine Geschichte über Borderline, Freundschaft und Abhängigkeit“ von T.A. Wegberg

Rund 2,5 Millionen Borderliner gibt es allein in Deutschland. Die Persönlichkeitsstörung wirkt sich stark auf Familie und Freunde aus. Borderline-Kranke sind sprunghaft, impulsiv und werfen oft innerhalb von Sekundenbruchteilen alles über den Haufen: Kompromisslos beenden sie Beziehungen oder brechen Ausbildungen ab. Andererseits faszinieren sie durch besonderen Charme und außergewöhnliches Einfühlungsvermögen. Das macht es den Angehörigen schwer, die notwendigen Grenzen zu setzen. Sie lassen sich manipulieren und unter Druck setzen, helfen dem Erkrankten immer wieder aus selbst herbeigeführten Krisen heraus und fühlen sich verantwortlich. Denn Borderliner sind radikal – auch wenn es darum geht, anderen oder sich selbst Schaden zuzufügen. Cosmo ist Borderliner. Er experimentiert mit Drogen, verweigert die Nahrungsaufnahme, verletzt sich und andere mit Rasierklingen und brennenden Zigaretten, droht mit Selbstmord, quartiert eine minderjährige Ausreißerin in die Wohnung ein, befördert sich mit einer Überdosis Valium ins Koma und reist, einem Impuls folgend, mit einer Rockband nach London. Gleichzeitig beweist er seinem Mitbewohner Johannes seine tiefe Zuneigung und versteht ihn besser als jeder andere. Die Freundschaft der beiden pendelt zwischen emotionalen Grenzüberschreitungen und Momenten wortloser Harmonie; keiner kann auf den anderen verzichten. Als Johannes sich in eine Kommilitonin verliebt und Cosmo bei seiner ersten Vernissage als neuer Shootingstar der Kunstszene gefeiert wird, gerät nicht nur das zerbrechliche Gleichgewicht ihrer Freundschaft in größte Gefahr, sondern auch Johannes’ Leben.

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    Grenzverletzungen - Eine Geschichte über Borderline, Freundschaft und Abhängigkeit
    sandyseeber

    sandyseeber

    11. October 2015 um 16:01

    T.A. Wegberg erlaubt mit der gewählten Ich-Perspektive einen Einblick in das Leben von Johannes, der sich ständig um seinen Seelenbruder Cosmo sorgt. Diesem intimen Einblick können sich die Leser nun nicht mehr entziehen und selbst die klugen Ratschläge, die sich beim Lesen immer wieder einzumischen versuchen, schweben vergeblich um das engmaschige Band der beiden Seelenbrüder. Doch das tut dem Lesefluss keinen Abbruch, im Gegenteil, es treibt die Leser an, diesem unglaublich zerbrechlichen Gleichgewicht zur Hilfe zu eilen, selbst wenn sie diesem Anspruch nur durch ihre ungeteilte Aufmerksamkeit gerecht werden können. Wie viele Menschen leben in Beziehungen, die so eng miteinander verwebt sind, dass sie selbst nur durch ihre gegenseitige Abhängigkeit überhaupt existieren können? Wann hat es begonnen, diese Suche nach dem einen Erlöser, der dabei hilft, das eigene Leben zu meistern? Und welchen Preis zahlen diejenigen, die nur so überleben wollen oder gar können? Grenzverletzungen greift sie auf, diese emotionale Unreife, die sich wie ein Knoten um das eigene Herz schnürt, es vermauert, die Wärme im Außen sucht und nur denjenigen Einlass gewährt, denen es ähnlich geht. Gemeinsam tanzen sie, melancholisch, beschwingt, im Rausch oder in einem tiefen Gefühl der Verbundenheit durch den Sturm, der draußen wütet – für immer. Dieses Immer wird unterbrochen von Nuria Rabe. Sie wütet nicht, sie erscheint Johannes wie ein Engel und er spürt ihre Nähe, die Aufmerksamkeit, aber auch die Gefahr für seine Seelenbruderschaft mit Cosmo. Laut Einband ist Grenzverletzungen eine Geschichte über Borderline, Freundschaft und Abhängigkeit. Meine persönliche Meinung: Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die sich in unserer Gesellschaft, wenn auch zumeist weniger dramatisch, dennoch unsichtbar für Außenstehende, hinter unzählig vielen Türen abspielen könnte. Tatsächlich ist es aber eine Geschichte über den Wunsch nach Nähe, der uns so viel mehr aushalten lässt, als wir jemals bewusst für möglich halten würden.  

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